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5. November 2010
17.15 Uhr Es ist da!
großes Bild
vierundzwanzig
aquarelle von Marion Maas zu
vierundzwanzig gedichten von Uwe Brosch
ein vorwort von Gabi Gies (Neue Rhein Zeitung)
ein Martin Buber-Zitat als leitgedanke
alles
eingeklemmt zwischen zwei festen buchdeckeln
und kräftigem Vorsatz
kapitalbändchen dunkelblau
hoffnungslos
unverkäuflich
lyrik
erstauflage hundertvierundzwanzig
exemplare
zwei als pflichtexemplare
an die Deutsche Bibliothek Frankfurt
zwei als pflichtexemplare
an die Bayerische Staatsbiblilothek München
fünf als beleg- und rezensionsexemplare
an dichter und illustratorin
fünf als anerkennung
an die fleißig-konstruktiv-kreativ-gewissenhafte lektoratsdebütantin
eins zur Erinnerung
an das verlagsarchiv
einundzwanzig vor erscheinen
bestellt
gehen am montag in die post
bleiben achtundachtzig
Ihres
weg
siebenundachtzig.
Lyrik.
(EWK - wer sonst macht solche
Bücher möglich?)
08.55 Uhr Gestern war Donnerstag
Gestern gab es einen neuen
Paukenschlag am Donnerstag. Der wurde den Newsletterabonnenten
auch rechtzeitig annonciert, nur hier, auf der Haupt- und Startseite,
da war darüber nichts zu finden.
Entschuldigung. Soll nicht
wieder vorkommen. Hier ist der Link:
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4.November 2010 |
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3. November
2010
11.45 Gewaltenteilung
Es sollte ein ehernes Grundprinzip
demokratischer Staatsorganisation sein, dass zwischen der gesetzgebenden
Gewalt (Legislative) und den ausführenden Organen (Exekutive)
sowie der Rechtssprechung (Judikative) eine strenge und klare
Abgrenzung hergestellt wird.
Was wäre auch, so die
Theorie, ein Parlament wert, wenn die Regierung sich die Gesetze,
die sie für ihr Handeln braucht, bei Bedarf selber macht?
Eine Fragestellung, die eigentlich
auf der Themenliste für zukünftige Paukenschläge
steht, nun aber doch aus aktuellem Anlass Erwähnung finden
muss.
Der Präsident des Deutschen
Bundestages, Norbert Lammert, nach dem Bundespräsidenten
der zweite Mann/Frau im Lande, hat es gewagt, die Bundesregierung,
angeführt von Angela Merkel, der dritten Frau/Mann im Lande,
vorzuhalten, die Regierung habe ein Gesetzespaket zu schnell
durch den Bundestag getrieben.
Frau Merkel hat diesen Vorhalt
zurückgewiesen. Das Parlament habe sich den Zeitplan selbst
gegeben.
Das kann man so sehen.
Man kann es aber auch anders
sehen:
In Deutschland macht nicht
das Parlament die Gesetze (wie könnte es auch, wenn nicht
einmal die Zeit zum Lesen bleibt), in Deutschland macht die Regierung
die Gesetze (von wem sie sich die schreiben lässt, sei noch
dahingestellt) und lässt sie von den Abgeordneten der Regierungsparteien
im Bundestag abnicken.
Zwischen Regierung und Parlament,
zwischen Legislative und Exekutive herrscht also weder eine strenge,noch
eine klar erkennbare Gewaltenteilung.
Das hat Norbert Lammert an
einem besonders eklatanten Fall leise gerügt.
Angela Merkel (von der WELT gar als die Chefin Lammerts bezeichnet)
hat das nicht verstanden.
Es scheint am Demokratieverständnis
zu liegen.
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2. November
2010
17.50 Uhr Euro, Euro - du entschwindest
Offenbar hat unsere beste Regierung
aller Zeiten bei den Verabredungen über die Konsequenzen
für künftige Defizit-Sünder nun endgültig
den Vogel abgeschossen.
Die Zinsen für die Anleihen
der schwachen Euro-Länder schießen raketengleich in
die Höhe. Die Ankündigung, die Gläubiger würden
mit zur Verantwortung gezogen, zeigt Wirkung. Natürlich
war das beabsichtigt, was denn sonst?
Das Kapital (es wird immer
noch "die Investoren" genannt) strömt in sichere
Häfen und begnügt sich dort mit niedrigen Zinsen. Das
nutzt Deutschland für den Augenblick, aber nur für
den Augenblick. Im nächsten Augenblick sitzt die halbe EU
unter dem im Frühsommer beschlossenen 750 Milliarden Rettungsschirm
- und der deutsche Michel wird ihn ganz alleine hochhalten müssen.
Lesen Sie einfach noch einmal
den Paukenschlag No. 19 /2010
13.00 Uhr 5.738 Stellen abgebaut bei
Holhut, Möbelzulieferer,
Kötzting,Parkhotel, Beherbergungsbetrieb, Idar-Oberstein,
Jenal, Autohaus, Homburg, Franz Eder Thaldorf Maschinenbau KG,
Maschinenbau, Thaldorf, Stotz Fördersysteme, Kornwestheim,
Rudolf Erich Müller GmbH & Co KG (Remog), Luftfahrtzulieferer,
Münnerstadt, Kaufplatz, Einzelhandel, Kulmbach, Honsel,
Automobilzulieferer, Meschede, iLopark, Parkettbodenproduzent,
Huchem-Stammeln, Ryanair, Billigflieger, Irland, Sygnis AG, Pharmazie,
Heidelberg, Flughafen Altenburg, Luftfahrt, Altenburg, Bayer
Business Services, "Dienstleister", Leverkusen, Thüringen,
Bundesland, Allianz, Versicherungskonzern,
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1. November 2010
Feiertag, bei uns in Bayern
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31. Oktober 2010
Das
BILD vom Sonntag |
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30. Oktober
2010
09.00 Uhr Lyrik
Die beiden Künstler, Marion Maas und Uwe Brosch
wollten es gar nicht glauben - da gibt es einen Verlag, der aus
ihren Bildern und Gedichten, die sie in einem Ringbuch in Klarsichthüllen
zusammengestellt hatten ein Buch machen will. Ein Hardcover-Buch
sogar.
Die erste Reaktion
war: "Das können wir uns doch nicht leisten."
Doch als erst
einmal klar war, dass den beiden keinerlei Kosten entstehen,
dass sie, ganz im Gegenteil, für jedes verkaufte Exemplar
ein Honorar erhalten würden, war die Freude groß.
Es gab mehrere Wochen intensiver Abstimmungen, bis alle Beteiligten
mit der Gestaltung des Buches einverstanden waren.
Nun ist die erste Auflage
in der Buchbinderei. In wenigen Tagen können wir mit der
Auslieferung beginnen.
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29. Oktober
2010
18.00 Uhr Zur guten Nacht
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So, so.
So, so.
So denkt sie sich das also,
die noch drittmächtigste Frau der Welt:
Wenn man den europäischen
Nachbarn bei Verstößen gegen die Stabilitätsregeln
das Stimmrecht entzieht, dann wird "unser Geld sicherer".
Da bin ich leider zu blöd
dafür.
Echt. Ich begreif's einfach nicht.
Ist unser Geld denn ein Ding,
dessen Sicherheit (was für eine Sicherheit überhaupt?)
von den Regierungen der EU-Staaten hergestellt wird?
Sollte sie die Kaufkraft im Binnenmarkt gemeint haben, die gesichert
werden soll? Ja hängt die denn von den Staatsschulden ab?
Und falls ja, zu welchem Anteil? Ist der Staat denn der einzige
Schuldner in einer Volkswirtschaft? Das wäre ja traumhaft!
Hängt die Kaufkraft denn in Zeiten der großen Oligopole
überhaupt noch von der Geldmenge ab? Werden Preise inzwischen
nicht in Abhängigkeit von den Erpressungsmöglichkeiten
der Mono- und Oligopole gebildet? Und fehlt es nicht eher überall
im Lande an der Liqudität?
Sollte sie den Außerwert, den Wechselkurs des Euro gemeint
haben? Glaubt sie ernsthaft, der würde sich ändern,
wenn Griechenland das Stimmrecht in den EU-Gremien entzogen würde?
Totlachen würde sich das weltweit vagabundierende Kapital
- aber auf dem Ohr ist sie taub, unsere EU-Lehrmeisterin.
Hat sie die Vokabel "Währungskrieg" noch nie gehört?
Ist ihr entgangen, dass sich die USA in einem Tempo verschulden,
wie es die Welt noch nicht gesehen hat, um die Märkte mit
billigstem Papiergeld zu überschwemmen?
Müsste sie nicht in diesen Tagen auch fordern, den USA das
Stimmrecht in der UN-Vollversammlung zu entziehen, weil die USA
die Sicherheit unseres Geldes gefährden?
Nein. Das tut sie natürlich
nicht.
Da freut sie sich über die 2% Wachstum, die aus den USA
vermeldet werden - und schafft es nicht, Ursache und Wirkung
zusammenzubringen?
Die Weltfinanz- und Währungskrise,
der Außenwert von Dollar, Euro, Yen und Yüan - das
alles sind Erscheinungen, die mit dem Innenleben der Euro-Zone
zunächst einmal gar nichts zu tun haben.
Diese, für die meisten
Menschen undurchschaubare, sogenannte Krise, die nichts anderes
war und ist, als der größte und brutalste Raubzug
in der Geschichte der Menschheit, wird zum Vorwand genommen,
die Staaten Europas auszuhöhlen, ihre gewählten Regierungen
vollständig zu entmachten, die sozialen Standards per Spargesetzgeberei
und Schuldenbremserei vollends zu schleifen, weil es einige nicht
mehr aushalten, dass sie an ihren Standorten gezwungen sind,
sich mit Arbeitskräften herumzuschlagen, die glauben es
sei ihr Recht, so viel weniger zu arbeiten, so viel bessere Bedingungen
und soviel mehr Geld zu beanspruchen, als die Menschen in Afrika,
in Südamerika, in Asien. Diese Flausen muss man doch auch
den Europäern wieder austreiben können.
Das wäre doch gelacht.
Nein.
Das ganze Theater hat mit dem
Euro und der Sicherheit des Geldes nichts zu tun. Es geht um
die Errichtung einer völlig neuen, von obenher gestrickten
Ordnung, von welcher der Vertrag von Lissabon nur ein erster
Vorgeschmack war. |
12.30 Uhr Vorsicht Falle!
Das Althaus-Bürgergeld
Der ehemalige CDU-Ministerpräsident Thüringens
hat sein Steckenpferd munter weiterreiten lassen und schlägt
nun ein neues "Solidarisches Bürgergeld" vor,
die Weiterentwicklung des sog. "Bedingungslosen Grundeinkommens".
Auf den Punkt gebracht wird
vorgeschlagen, jedem Bürger vom Baby bis zu Greis, monatlich
600 Euro zur Verfügung zu stellen. Von diesen 600 Euro würden
jedoch sofort 200 Euro wieder abgezogen, als Beitrag für
die gesetzliche Krankenversicherung.
Bumms. Schon schnappt die
Falle zu - und die
Kopfpauschale ist realisiert, ehe man sich's versehen hat.
200 Euro monatlich für
rund 82 Millionen Bürger, das macht im Jahr ein Beitragsaufkommen
von 200 Milliarden Euro. Das entspricht so ungefähr dem
Gesamtaufkommen der Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern,
die Arbeitgeber sind also raus, aus der solidarischen Finanzierung
der Krankenkassen.
Allerdings müssen auch
diese 200 Euro finanziert werden, bevor sie im Gesundheitswesen
untergehen.
Insgesamt müssen also
600 Milliarden Euro aufgebracht werden, um den Segen zu finanzieren.
Und bumms, schon wieder
schnappt die Falle zu -
und die gestaffelten Sätze der Lohn- und Einkommensteuer
sind Vergangenheit. 40% Lohn- und Einkommensteuer, unterschiedslos
für das gesamte Einkommen, das belastet die Bezieher niedriger
Einkommen massiv, während der Spitzensteuersatz für
die Bezieher hoher Einkommen sogar - zur Finanzierung des Bürgergeldes
(!) - gesenkt wird!
Weil diese 40 Prozent aber
noch nicht reichen (sie bringen eben - grob geschätzt -
bloß ungefähr 200 Milliarden mehr ein, als Lohn- und
Einkommensteuer schon heute einbringen), müssen weitere
400 Milliarden aufgetrieben werden.
Ein Teil davon ist schon heute
finanziert, denn mit dem Bürgergeld sollen selbstverständlich
das ALG II und das Sozialgeld entfallen, rund 6,5 Millionen Menschen
erhalten heute bis zu 364 Euro monatlich, da sind knapp 30 Milliarden
einzusparen.
Bleiben noch zu finanzieren
370 Milliarden.
Und bumms, schon wieder
schnappt die Falle zu.
Die Lohnnebenkosten, die durch den Wegfall der gesamten Sozialversicherungbeiträge
um ungefähr 20 Prozent gesenkt wurden, sollen durch die
Einführung einer Lohnsummensteuer gleich wieder um 18 Prozent
angehoben werden.
Das bringt ungefähr 170
Milliarden Euro in die Kasse - und erhöht die Gewinne der
Wirtschaft um rund 20 Milliarden.
Es fehlen aber immer noch 200
Milliarden.
Bumms, schnappt die Falle
noch einmal zu.
Die fehlenden Milliarden sollen
durch eine Mehrwertsteuererhöhung hereingebracht werden.
Statt 19 Prozent wird man dann - grob geschätzt - 40 Prozent
nehmen müssen. Die Preise steigen entsprechend und die Kaufkraft
von 400 Euro Bürgergeld sinkt auf 340 Euro.
Nach diesem höchst
verwunderlichen Zahlenspiel droht aber noch die finale Überraschung.
Althaus will zwar 600 Milliarden
ausschütten, aber gleichzeitig 800 Milliarden einsparen,
weil nämlich auch keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung,
zur Pflegeversicherung und zur Arbeitslosenversicherung mehr
erhoben werden sollen.
Rentner, Arbeitslose mit ALG
I, Arbeitslose und Hilfebedürftige im ALG II oder Sozialgeldbezug
und Kranke -alle sollen künftig monatlich mit 340 Euro (nach
heutiger Kaufkraft) auskommen.
Alle Berufstätigen zahlen
neben den um rund 20 % steigenden Preisen auch noch 40% Einkommensteuer,
wovon die 600 Euro Pauschale allerdings abgezogen wird, was einem
Grundfreibetrag von 1.500 Euro entspricht.
So, und nun bilden Sie sich
selbst ein Urteil.
Ist das das bedingungslose Grundeinkommen, von dem Sie immer
noch träumen, oder ist es der Albtraum der finalen Zertrümmerung
des Sozialstaats?
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28. Oktober
2010
09.30 Uhr China - Macht
und Ohnmacht
Alexander Czerny, der schon mehrere intelligente und gut
recherchierte Gastbeiträge für egon-w-kreutzer.de geschrieben
hat,
ist in seinen Überlegungen zum derzeit tobenden Währungskrieg
zu dem Schluss gekommen:
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Zugespitzt kann man
durchaus behaupten,
dass der internationale
Währungskrieg zwischen Dollar und Euro von einer einzigen
Entscheidung der chinesischen Zentralregierung abhängt.
Ob konvertibel oder nicht
- der Wechselkurs des Renminbi kann darüber entscheiden,
ob die USA ihre Dollarhegemonie
verlieren oder
ob der Euro den Bach runtergeht.
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Der analytische Gedankengang,
der zu dieser Schlussfolgerung führt, ist unbedingt lesenswert.
Lassen Sie den Text auf sich wirken:
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27. Oktober 2010
22.22 Uhr Nicht mehr bis
3 zählen müssen
Bei den offiziellen Arbeitslosenzahlen
ist die 3-Millionen-Grenze unterschritten und Ursula von der
Leyen konnte nicht an sich halten, mit dieser guten Nachricht
und der Ansage: "Das ist die niedrigste Arbeitslosigkeit
seit 1991", noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Oktoberzahlen
herauszuplatzen.
Ich muss mich schon wieder
wiederholen:
Wer sich nicht schämt,
und nicht rot wird, wenn er die Arbeitslosenzahlen von 1991 mit
den Arbeitslosenzahlen von 2010 vergleicht, wer sich als Journalist
nicht schämt, und nicht rot dabei wird, wenn er solche Ansagen
unkommentiert weiter verbreitet, wer sich nicht schämt und
dabei rot wird, dass er dieser Manipulation auf den Leim geht,
und glaubt, wir stünden auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich
besser da, als 1991, dem muss zugerufen werden: Wahrlich, wahrlich
ich sage euch: Nicht nur die Religion ist Opium fürs Volk
...
Selbst Seehofer hat in der
letzten Woche mehrfach klar und deutlich von 4 Millionen Arbeitslosen
gesprochen - und das war sicher nicht einfach ein Versprecher!
Die Arbeitslosenzahlen von
1991 und 2010 sind nicht vergleichbar, und jeder Versuch, sie
dennoch zu vergleichen, muss scheitern, weil die dazu erforderlichen
Basis-Informationen gar nicht mehr zur Verfügung stehen.
Nach den Kriterien von 1991 hätten wir heute vier oder gar
fünf Millionen Arbeitslose zu zählen, aber das wird
mit massivem medialem Aufwand unter den Teppich gekehrt.
Daher ist es interessanter,
die Zahlen der Beschäftigten zu vergleichen, obwohl auch
hier jede/jeder die/der mit 400 Euro im Monat nach Hause geht,
schon triumphierend als "Sozialversicherungspflichtig Beschäftigter"
ausgewiesen wird, obwohl er nur einen beschissenen Mini-Teilzeit-Niedriglohn-Job
hat.
Die Kluft zwischen der Realität
und den dazu veröffentlichten Statistiken klafft laufend
weiter auseinander. Es ist wie damals, zwischen dem 17. Juni
1953 und dem Mauerfall am 9. November 1989. Die Erfüllung
des jeweils laufenden 10-Jahresplanes war gesichert, stand unmittelbar
bevor - wie heute die Vollbeschäftigung und die 45-Stunden-Woche
- doch jeder der sehen konnte, sah hinter den roten Plakaten
die gähnende Leere in den Regalen.
12.25 Uhr Experte müsste
man sein ...
Als Experte kann man schier alles behaupten - und die Medien
nehmen es begierig auf.
Jetzt wird die Sau durchs Dorf
getrieben, dass die 45 Stunden Woche wieder bevorsteht. Wegen
des Aufschwungs! Wegen des demokratischen Wandels!
Und um den Schrei der Wirtschaft nach ausländischen Fachkräften
zu begründen wird uns inländischen Fachkräften
nun von den Experten beigebogen, wir sollten froh sein, um jeden
Billigheimer aus aller Welt, denn sonst müssten wir bis
70 Jahre wieder 6 Tage arbeiten.
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26.
Oktober 2010
25. Oktober
2010
12.05 Uhr 15.567 Stellen
vernichtet bei
Dirk Beyse, Juwelier, Halle
an der Saale, Snoog Mobil, Prepaid-Discounter, Heimo animated
attractions Mordelt GmbH & Co KG, bewegte Figuren für
Märchenparks etc., Jagsthausen, Lybwylson, Kindermoden,
Pforzheim, Pampolina Euro Group Gmb H, Kindermoden, Pegnitz,Flachglas,
Spezialglas, Wesel, ixetic, Automobilzulieferer, Hückeswagen,Metro
Group, Einzelhandel, Kamen, Krankenhaus Bethel, Gesundheitswesen
stationär, neues Schaumburger Klinikum, Hamburg International,Charterfluggesellschaft,
Hamburg, Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), Öffentlicher
Nahverkehr, Leipzig, Schlecker, Drogeriemarktkette, Europa, Postbank,
Deutsche Bank, Geld, ConocoPhillips, Raffinerie, Wilhelmshaven,
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Links
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Die Selbstähnlichkeit
der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will. |