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Ein hochinteressantes
Buch, spannend,
informativ und rebellisch.
369 Seiten, die Sie sich gönnen sollten.
Seit dem Erscheinen dieses
Buches im Frühjahr 2008, das die Autorin unter dem Pseudonym
"E.E. Kuttner" veröffentlicht hat, wächst
das Interesse an ihrer wahren Identität.
Wer ist E.E. Kuttner?
Wie kommt diese Frau
(ist es überhaupt eine Frau?) dazu, die heldenhaften Krieger,
die weisen Könige und klugen Kaiser, die unfehlbaren Päpste,
die frommen Bischöfe und Kardinäle frech und unverschämt
so darzustellen, wie sie in Wahrheit waren?
Machtgeile, verlogene Intriganten, Mörder und Kriegstreiber
- so E.E. Kuttner - haben seit jeher die Geschichte bestimmt
und der großen Mehrzahl friedliebender Menschen das Leben
zur Hölle gemacht.
Den Beweis dafür tritt
sie in ihrem Buch an.
Geschichte?
Es kommt darauf an, wen man sie schreiben lässt. |
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Ahnen
Wir
schreiben das Jahr 1266 nach Christus, auf der Burg Roidt an
der Traun, nahe Kloster Lambach, stürzt die hochschwangere
Frau des Ritters schwer. Ihr Kind, Johanna von Roidt, kommt zur
Welt, die Mutter stirbt. Johanna muss sich - ohne Mutter - in
einer rauen und kriegerischen Welt ihren Platz suchen und behaupten.
Wir
schreiben aber auch das Jahr 2007 nach Christus. Irgendwo in
Deutschland sitzt E.E. Kuttner, die Ur-Ur-Ur... Enkelin dieser
Johanna in ihrem Arbeitszimmer und schreibt.
Johannas
Leben entsteht in plastischen Bildern neu, Freude und Sorge,
Angst, Hoffnung, Glück und Trauer, die einfachen Lebensumstände,
die Beschwerlichkeiten des Reisens und die Grausamkeiten der
immer wieder vom Zaum gebrochenen Kriege lassen den Leser erschauern.
Doch die Autorin lässt es dabei nicht bewenden. Ihre Leser
sollen auch die Zeit verstehen, erkennen können, welchen
Einfluss die weltlichen und kirchlichen Herrscher ausübten,
wie Reiche erobert wurden und verloren gingen, aus welchen weltanschaulichen
und religiösen Quellen man sich die Rechtfertigungen für
Geldgier und Machthunger holte.
Und
so lässte E.E. Kuttner mit den Romanfiguren auch die gesamte
geschichtliche Wirklichkeit dieser Zeit auferstehen - und leistet
sich die Freiheit, mit dem Wissen einer aufgeklärten und
engagierten Frau unserer Tage, Kritik zu üben und die Parallelen
zur Gegenwart unübersehbar ans Licht zu ziehen.
Ob
Rudolf I. von Habsburg mit unritterlichen und verpönten
Finten die Schlacht auf dem Marchfeld zu seinen Gunsten entscheidet,
oder George W. Bush mit dem Märchen von den Massenvernichtungswaffen
des Irak einen Krieg um die Vorherrschaft in der Golfregion begründet
- wo liegt der Unterschied?
Ahnen
ist der erste Band einer spannend geschriebenen, gründlich
recherchierten und mit ketzerisch-kritischen
Anmerkungen gespickten Familiensaga, die ihren Bezug zur Gegenwart
schon im übergeordneten Motto zum Ausdruck bringt:
Als
uns're Zeit noch Zukunft war.
Es
ist wichtig, sich daran zu erinnern, woher wir kommen und wie
wir das geworden sind, was wir heute sind. Es sind unser aller
Ahnen, auf deren Schultern wir stehen.
E.E.
Kuttners Buch öffnet auf unvergleichliche Weise ein Fenster
zum Verständnis der Vergangenheit - einer Vergangenheit,
in der auch Ihre Ahnen auf der Suche nach dem Glück waren. |