|

auf egon-w-kreutzer.de
suchen Facebook, diese Seite gefällt mir
Kaffeekasse?
Was ist das denn?
-
-
 |
Paukenschlag am Donnerstag
den aktuellsten
finden Sie hier |
 |
- Alles über das Geld
|
-
 |
Gastbeiträge |
Alexander Czerny
Freimut Kahrs
Dr. Dieter Petschow
Jürgen Polz
Manuela Engl
Angela Buer-Meinschien
-
 |
Statistik der Arbeitsplatzvernichtung |
Alte Statistiken
-
 |
Der Patient ist die Lösung |
-
Konzept für die Finanzierung
des Gesundheitswesens
-
 |
EU - Probleme |
-
- Neuerscheinungen
-
-
-
-
-
Egon
W. Kreutzer
Autor und Verleger
- mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit,
meint:
Kritik
muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln
noch trösten, um konstruktiv zu sein.
Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen
Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung
von Sachverhalten und Umständen abzielen.
Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür
nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

Was
war das denn?
egon-w-kreutzer.de
mit Piano?
Nun, so klingt
Harry Kulzer
- über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -
heute.
Mehr von diesem
Sound bei
- Table for two
-
- Harry Kulzer
-
- Wolfgang Opitz
- Thomas Froschmaier
|
|
28.02.2013 Arbeitsplatzvernichtung
in Deutschland: 262.106
Jobs in 192
Tagen |
|
|
5. März
2013
8.30 Uhr Augenwischerei
Managergehälter
Die Volksverblödungsmaschine
rotiert auf Hochtouren, endlich ein Thema mit dem man "Gerechtigkeit"
inszenieren kann. Die Manager verdienen zu viel, die Vorstandsgehälter
der deutschen DAX-Konzerne liegen bei durchschnittlich 5 Millionen
Euro jährlich - das muss geändert werden ...
Immmer, wenn Politiker aus
so ziemlich allen Parteien wie die Aasgeier über ein Thema
herfallen, um sich ja auch ein Stück aus dem Wählerstimmenkuchen
zu sichern, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Da ist etwas,
das nichts kostet, niemandem weh tut, alles beim Alten lässt,
aber dem Wahlvolk als großer Schritt in Richtung sozialer
Gerechtigkeit verkauft werden kann.
Die Schweiz hat entschieden,
dass die variablen Gehaltsbestandteile in der Regel nur noch
100 % der fixen Bestandteile (im Ausnahmefall 200%) erreichen
dürfen, und dass die Aktionäre über die Höhe
der Managergehälter zu befinden haben sollen.
Das soll nun - möglichst
noch vor der Wahl im Herbst - auch in Deutschland ins Gesetzbüchlein
geschrieben werden - damit mit der Michel sich freut.
Mir fällt dabei das ebenso
kurze wie ordinäre Gedicht ein, das mit der Pointe endet:
"So kann man auch mit kleinen Sachen, den Kindern große
Freude machen ..."
(zum vollständigen Verslein)
Warum das ganze eine einzige
Augenwischerei ist?
1. Heute bestimmen die Aufsichtsräte
über die Managergehälter.
Das sind die Vertreter der
Aktionäre - und nach deutschem Mitbestimmungsrecht auch
die Vertreter der Belegschaft. Die entscheidende Stimme hat jedoch
immer die Aktionärsseite. So dass Rainer Brüderles
Rhetorik, die Gewerkschaften und Betriebsräte würden
ja immer alles mit entscheiden, schon hart am Rande der Wahrheit
daherkommt.
In Zukunft sollen die Aktionäre
alleine entscheiden und das stärkt alleine die Rolle der
Eigentümer, die sich ihre Vorstände weiter so auswählen,
wie es der Gewinnmaximierung am besten dient - und dafür
werden sie auch weiter fürstliche Gehälter ausschütten,
ganz ohne dümmliche Fragen der Arbeitnehmervertreter im
Aufsichtsrat beantworten zu müssen.
2. Die Deckelung über
eine feste Relation zwischen Fixum und Bonus
hat nur einen geringen Einfluss
auf die Höhe des tatsächlich gezahlten Jahresgehaltes.
Es wird bei dem einen Manager etwas mehr, bei dem anderen etwas
weniger herauskommen, unter dem Strich werden sich die Durchschnittsgehälter
der Vorstände jedoch nicht verändern.
3. Vorstände werden
bezahlt, damit sie die Drecksarbeit machen.
Der Strompreis wird nicht sinken
und der VW-Passat wird nicht billiger angeboten werden, wenn
die Managergehälter gedeckelt werden.
Gemessen am Gewinn, den die
DAX-Unternehmen einfahren und ihren Aktionären ausschütten,
und das sind Jahr für Jahr viele Milliarden, die in vielen
Fällen in ganz wenige beherrschende Aktionärsfamilien
fließen (z.B. BMW, sh. unten), sind die Managergehälter
noch weniger als Peanuts.
Das sind die wahren Abzocker!
Die Großaktionäre, das Großkapital, die alles
beherrschende Finanzelite. Das sind diejenigen, die ihre Gewinne
aus Kapitalvermögen mit niedrigen Vorzugssteuersätzen
versteuern.
Doch von denen redet niemand.
Wo nicht 5 Millionen, sondern
50, 500 oder 5.000 Millionen jährlich aus einem Unternehmen
- d.h. aus der Leistung der Mitarbeiter abgezogen werden, ganz
legal, versteht sich, da regt sich kein warnender Finger, ganz
im Gegenteil, den eigentlichen Nutznießern wird mit der
Forbes Liste der Reichsten auch noch gehuldigt, sie werden als
"Investoren" umworben und als "die Märkte"
zur gottgleichen Allmächtigkeit emporgehoben.
Und die werden weiterhin bestimmen,
wie viel ihre Vorstände für die Drecksareit bekommen,
damit die Milliarden-Gewinne weiterhin fließen.
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
|
|
4. März
2013
07.20 Uhr Das Verfassungsgericht
ist kein Wunschkonzert
Ich finde, es ist kein Unterschied,
ob nun Peer Steinbrück erklärt, in Italien hätten
zwei Clowns die Wahl gewonnen, oder ob Horst Seehofer dem Verfassungsgericht
die Kompetenz abspricht, in der Frage der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher
Partnerschaften nach den Grundsätzen der Verfassung zu urteilen.
Und die Argumentation, es handele sich um Fragen, die von der
Politik zu entscheiden seien und nicht vom Gericht, steht in
wundersamem Widerspruch zu seinem eigenen Gang nach Karlsruhe
um dort den Länderfinanzausgleich zu kippen, weil auch hier
die Politik zu keiner Lösung findet.
Wer aufhört, das Verfassungsgericht
zu akzeptieren, hört zugleich auf, die Demokratie und den
Staat überhaupt zu akzeptieren, denn das Verfassungsgericht
ist in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende
Instanz.
Richterschelte ist ja schön
und gut, und sogar von der Meinungsfreiheit gedeckt, doch einem
Ministerpräsdenten eines Bundeslandes steht sie ebenso schlecht
zu Gesicht, wie es einem Kanzlerkandidaten schlecht zu Gesicht
steht, den Wahlausgang in einem Nachbarland so zu kommentieren,
wie Steinbrück es getan hat.
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
Dieser Hinweis ist - noch
- ohne Bedeutung. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft.
Doch wenn Sie den obigen Text
einmal aufmerksam lesen, werden Sie feststellen, dass es darin
eine ganze Menge von Textabschnitten gibt, die durchaus so oder
anders auch in "Presseerzeugnissen" des letzten Jahres
Verwendung gefunden haben könnten.
Ob jeder dieser Textabschnitte
der so genannten "Definition" genügt, wonach nur
"kleinste Textausschnitte" verwendet werden dürfen,
weiß noch kein Mensch, solange nicht die ersten Abmahnurteile
rechtskräftig geworden sind. Was also ist ein kleinster
Textausschnitt? Sind das noch "kleinste" - oder schon
"größere":
- es ist kein Unterschied, ob
- Peer Steinbrück erklärt
- zwei Clowns die Wahl gewonnen
- ob Horst Seehofer
- dem Verfassungsgericht die
Kompetenz
- in der Frage der Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
- nach den Grundsätzen
der Verfassung
- die Argumentation, es handele
sich um Fragen
- von der Politik zu entscheiden
- nicht vom Gericht
- Gang nach Karlsruhe um
- den Länderfinanzausgleich
zu kippen
- das Verfassungsgericht zu
akzeptieren
- die Demokratie und den Staat
- das Verfassungsgericht ist
in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende Instanz
- Richterschelte ist ja schön
- von der Meinungsfreiheit gedeckt
- doch einem Ministerpräsdenten
eines Bundeslandes
- steht sie ebenso schlecht
zu Gesicht
- wie es einem Kanzlerkandidaten
- schlecht zu Gesicht steht
- den Wahlausgang in einem Nachbarland
- wie Steinbrück es getan
hat
-
|
3. März
2013
Julies Bild vom
Sonntag
Julies Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag |
2. März
2013 1.
März 2013
10.30 Uhr Leistungsschutzrecht
Daniel Neun von Radio-Utopie
hat gestern in einer sehr emotionalen und sehr eingehenden Weise
die Konsequenzen des neuen "Leistungsschutzrechtes"
beschrieben.
Ich nehme an, dass ich darauf
ungestraft verlinken darf und tue dies am Ende dieser kurzen
Meldung.
In der Annahme, dass das Gesetz
nicht rückwirkend beschlossen wurde, werde ich von heute,
1. März 2013 an, keine Links mehr auf "Presseerzeugnisse"
setzen. Die Ausnahme bleibt der vor gut einer Stunde noch gesetzte
Link zum Kommentar "Schäuble träumt".
Die Möglichkeit, die ich
bisher gerne und aus Verantwortung für meine Leser genutzt
habe, zu jedem meiner Kommentare auch direkt auf die Quelle zu
verlinken, ist mir zwar nicht unbedingt verwehrt, doch schließe
ich mich da voll der Argumentation Daniel Neuns an: Sie haben
es nicht mehr verdient, verlinkt und zitiert zu werden.
Natürlich wird durch dieses
Gesetz auch meine Arbeit erschwert, weil der Zugang zu Informationen
vermutlich schwieriger werden wird.
Aber so ist das halt in einem
Land, das den Märkten untertan ist, von Kommissaren beherrscht
und von so genannten Volksvertretern mit Gesetzen, die von Lobbyisten
gewünscht und oft auch geschrieben werden, überschüttet
wird, damit eine Regierung, der das Vertrauen in die Kraft des
großen Bluffs mehr und mehr abhanden kommt, die Massen
im Zaum halten kann.
(das als Auffrischung des PaD 9 /2013)
09.15 Uhr Schäuble
träumt
"Ein großer Mann,
auch noch im Irrtum groß."
(Friedrich Schiller, anläßlich
des Todes des absolutistischen Herzogs Karl Eugen von Wirtemberg.)
Von Schäuble wird man
vermutlich einst ähnliches sagen, allerdings nicht erst
nach seinem Tod, sondern schon nach dem Untergang des Euros und
der damit verbundenen europäischen Katastrophe.
Statt die Augen zu öffnen
und das europäische Krisenszenario in aller Konsequenz zur
Kenntnis zu nehmen und die wahren Ursachen dafür zu ergründen,
macht Schäuble in einer schon unwirklichen Realitätsferne
Werbung für den Euro:
"Es sollten möglichst
bald möglichst viele Länder bereit sein, dem Euro beizutreten"
Und das, obwohl er wissen könnte,
dass inzwischen 2/3 der Polen die einst ersehnte Einführung
des Euros jetzt ablehnen und die polnische Regierung die Entscheidung
über den Euro zunächst einmal vorsichtshalber auf die
Zeit nach den nächsten Wahlen (2015) verschoben hat.
Dass der sogenannte "Sparkurs"
irgend etwas mit der schrecklichen Situation der Menschen in
Griechenland, Spanien, Portugal und Italien zu hätte, kann
Schäuble nicht erkennen, obwohl selbst im zweiten Kernland
der Euro-Zone, in Frankreich, die Zeichen auf Sturm stehen.
Für Schäuble ist
"der gesunde Haushalt" das einzig entscheidende Kriterium,
und gesunde Haushalte sind eben nach Schäubles Denke nur
durch Einsparungen, keinesfalls aber durch höhere Steuern
auf höchste Einkommen und Vermögen zu erreichen.
So spart er uns kaputt, und
so zwingt er die europäischen Nachbarn, sich zu gleicher
Wettbewerbsfähigkeit kaputt zu sparen, ohne zu erkennen,
dass der Weltmarkt, den wir beliefern, mit nichts anderem bezahlt
als mit Fiat-Money.
Das Ziel einer nationalen,
meinetwegen auch einer europäischen Wirtschaftspolitik kann
nicht der ewige Ausführüberschuss sein, das ist nämlich
das Erscheinungsbild einer von Kolonialherren ausgeplünderten
Kolonie, sondern nur die langfristig ausgeglichene Handelsbilanz,
bei der den Ausfuhrleistungen in gleichem Maße "ausgleichende"
Einfuhrleistungen gegenüber stehen, statt ungedeckter Schuldscheine.
Und dann lobt Schäuble noch die Tatsache, dass die Arbeitskosten
in den Krisenländern gesunken seien, denn dadurch würden
die Ungleichgewichte zwischen den Euro-Ländern vermindert.
Dass dies mit massenhafter
Arbeitslosigkeit bezahlt wird, vor allem mit einer Jugendarbeitslosigkeit,
die als Pulverfass mit kurzer Lunte ganz Europa bedroht, und
dass diese Arbeitslosigkeit durchaus mit dem Sinken der Wirtschaftsleistung
korreliert, dass die ganze "Wettbewerbsfähigkeit"
also volkswirtschaftlich für die Katz ist, allenfalls einzelnen
Unternehmen und deren Investoren zugute kommt, ist in seinem
schönen Traum nicht vorgesehen.
Im Gegenteil, Schäuble
fordert weitere Fortschritte - also noch weiter sinkende Realeinkommen,
noch weiter steigender Arbeitslosigkeit, noch weiter sinkende
Staatseinnahmen noch mehr Privatisierung.
Eine Gefahr für den Euro
und die Euro-Zone - die bestand in Schäubles Wahrnehmung
zu keiner Zeit und besteht für ihn auch heute nicht.
Fürwahr, ein großer
Mann, auch noch im Irrtum groß.
|
|
28.
Februar 2013
12.05 Uhr Wieder ein Monat
um
Die BA informiert über
eine "robusten" Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur.
Hat nicht gerade das Ifo-Institut ein starkes Anziehen der Konjunktur
an die Wand gemalt, und die GfK ihren immerwährenden Sermon
von der ungebrochenen Kauflaune unters Volk gestreut?
Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang
an die Wiederauferstehung des längst eingemotteten Wörtchens
"robust". Damit hat man lange Zeit die Teilnahme der
Bundeswehr an Kriegen bemäntelt, sprach von "robusten"
Einsätzen ...
Hängt sprachlich mit dem
englischen "boost" und dem deutschen "pusten"
zusammen. Wegpusten.
Und so haben in der letzten
Woche die versammelten Arbeitgeber der Republik wieder mal ganz
nebenbei 11.700 Arbeitsplätze robust weggepustet.
Der Staat ist mit über
8.000 abzubauenden Stellen dabei.
(Den Link zur Statistik der
Arbeitsplatzvernichtung finden Sie oben in der hellblauen Zeile.)
Ja, der Staat muss eben sparen,
dafür haben wir sie schließlich gewählt, unsere
Repräsentanten, damit sie uns den Gürtel enger schnallen,
wie es die Lobbyisten empfehlen und wie es die Kommissare aus
Angst vor "den Märkten" erzwingen wollen, ggfs.
unter Auflösung der nationalen Parlamente.
Lesen Sie dazu den heutigen
Paukenschlag:
|
27. Februar 2013
12.05 Uhr Schutzlos Google
preisgegeben: Das einzelne Wort
Die Light-Version des vermaledeiten
Leistungsschutzrechtes soll und wird nun Gesetz werden.
Dass der Wahnsinn Methode hat,
lässt sich schon daran erkennen, dass es Suchmaschinen künftig
noch erlaubt bleiben soll, einzelne Worte oder kleinste
Textabschnitte aus Presseerzeugnissen straffrei zu übernehmen.
Ich simuliere hier mal die
Google-News von heute - unter Verwendung einzelner Worte
und kleinster Textabschnitte
Spannend, oder?
Man fühlt sich sofort
gut informiert, weiß, was man lesen will, und dabei bin
ich mir noch nicht einmal sicher, ob demnächst nicht ein
Hohes Gericht für Recht erkennen wird, dass unter "kleinste
Textabschnitte" womöglich doch wieder nichts anderes
verstanden werden darf, als das "einzelne Wort", denn
kleiner ist ein Textabschnitt nicht mehr zu definieren. Dann
bliebe als Komplettinfo zu diesen 10 Artikeln nämlich nur
noch LivetickerUnionAufCountdownAutorAnheusermitWestenHagelNach
übrig.
|
26. Februar
2013
14.50 Uhr Italien hat gewählt,
Brüssel ist besorgt ...
doch kaum jemand kommt auf
die Idee, den Italienern politische Klugheit zu attestieren,
indem sie in großer Mehrheit den Goldman-Sachs-Monti abstraften
und seine Partei auf runde 10 % eindampften.
Die versammelte Presse ist
voller Heulen und Zähneklappern und hat Angst vor der Rache
des Drachens "die Märkte", denen die Italiener
das bereits sicher geglaubte Menschenopfer wieder aus den Klauen
gerissen haben.
Unsere Welt ist schlecht organisiert.
Die Organisation unserer Welt dient - weniger denn je - den Menschen,
die auf dieser Welt leben, sie gestalten und erhalten, sondern
stattdessen immer mehr einer parasitären Clique, die sich
vornehm im Hintergrund hält, während ihre Marionetten
auf der Bühne mit immer größerer Mühe versuchen,
uns "Demokratie" vorzuspielen.
GLOCALIS
Karl Waldeckers richtungsweisendes
Buch zeigt eine Alternative auf.
Am Freitag, 1. März, werden
die ersten Exemplare von der Druckerei ausgeliefert.
Für uns Anlass, die Entstehung
eines Buches, vom Erstkontakt mit dem Autor bis zur Erteilung
des Druckauftrages, an diesem Beispiel zu dokumentieren. Natürlich
nicht in allen Details, aber so weit, dass sich der Interessierte
ein Bild machen kann.
Interesse?
|
25. Februar
2013
11.30 Uhr Italienische Nacht
- eine dystopische Betrachtung
Italien hat gestern begonnen
zu wählen, und wählt heute noch ein bisschen weiter,
damit es spannend bleibt.
Und während die vielfach
wahlerprobten Italiener dieser Wahl offenbar einen minderen Wert
zuweisen, was sich an der bis jetzt schwachen Wahlbeteiligung
unschwer ablesen lässt, wird Resteuropa mit den fürchterlichsten
Schreckensszenarien überschüttet, sollte Italien "in
der Krise" ohne stabile Regierung dastehen, will heißen,
ohne einen europhrenen Rettungsschirm- und Spar-Junkie, dem Italien
nichts und Europa alles gilt.
Mein Gott!
Italien und eine stabile
Regierung?
Das wäre ein absoluter
Ausnahmezustand. Italien lässt sich, seit ich denken kann,
genau so regieren, wie eine DC 9 fliegt. Immer damit beschäftigt,
durch den schnellen Wechsel von einem instabilen Flugzustand
in den anderen den Absturz zu umgehen.
Und nun soll auf einmal Wohl
und Wehe ganz Europas davon abhängen, ob Monti in Italien
weiter mitbestimmen wird oder nicht?
Das ist Käse.
Das Land kranksparen, Gemeineigentum
privatisieren, Banken und Großvermögen retten, das
was Italien nach dem Willen der Goldman-Sachs-hörigen Eurokraten
fortführen soll, dient dem Wohl weniger gewissenloser Abzocker
und bedeutet das Wehe für 500 Millionen Europäer.
Die Angst, die geschürt
wird, ist die Angst davor, dass sich die Erkenntnis ausbreitet,
dass es auch anders geht, und zwar besser, viel besser, wenn
nur jemand den Mut hat, sich aus freiwillig angelegten Fesseln
wieder zu befreien.
Noch haben nicht alle vergessen,
dass es Krisen dieses Ausmaßes in Europa vom 2. Weltkrieg
bis zur Einführung des Euro nicht gegeben hat. Und da hilft
auch die europhile Rede des Bundespräsidenten nicht, der
sein neo-teutonisches "Weiter so!" gerade mit so viel
milder Kritik garnierte, dass wieder ein Teil der ZEIT- und Focus-
und Spiegel-Leser eingeschläfert werden, total vergessend,
dass der Bundespräsident keinen Deut mehr Politik zu gestalten
in der Lage ist als die Queen auf ihrer Insel der "Splendid
Isolation". Auch Gauck-Reden sind ein Teil jenes Opiums
fürs Volk, das ja immer noch nicht vollständig unter
Ritalin steht und gelegentlich wach zu werden droht.
Wir haben erlebt, dass in Europa
reihenweise Regierungen ausgewechselt wurden, um mögliche
Hindernisse für die Euro-Rettungs-Strategie aus dem Weg
zu fegen.
Wir haben erlebt, dass zur
Verstärkung des "Reform-" Drucks eine Pseudo-Meta-Regierung
namens Troika in Athen mehr zu sagen hat, als die gewählten
Repräsentanten des Volkes.
Mit Italien könnte es
in den nächsten Tagen zu einem Novum kommen. Getreu der
Maxime des H. Juncker (sinngemäß): Wir machen einen
Schritt, und warten, ob ein Aufschrei kommt, und falls nicht,
dann machen wir den nächsten Schritt, bis sich nichts mehr
umkehren lässt.
Und dieser Schritt - und das
ist die dystopische Vision - könnte darin bestehen, dass
der Europäische Rat zusammentritt und den Ausgang der Wahl
in Italien zum Anlass nimmt, das ganze Land von Brüssel
aus "kommissarisch" zu regieren.
Das wäre sogar durch die
UN-Charta gedeckt, die ja besagt, dass ein Staat, der seine Bürger
nicht mehr schützen kann, zulassen muss, dass jemand sagt:
"Jetzt werdet ihr geholfen". Und ein Staat ohne stabile
Regierung, das muss jeder einsehen, kann seine Bürger nicht
mehr schützen. Und sollten die Italiener von Ausländern
nicht geschützt werden wollen, dann muss man sie halt mit
Gewalt zu ihrem Glück zwingen.
Gegenseitiger Beistand und
Unterstützung sind zugesichert, der Einsatz europäischer
Truppen zur Aufstandsbekämpfung ist durch die Verträge
gerechtfertigt, bleibt nur noch abzuwarten, ob die EU den Marsch
auf Rom alleine antritt, oder ob nicht doch vorsichtshalber die
USA in die Koalition der Willigen mit einbezogen werden sollten.
Die haben ja schließlich
Erfahrung mit Landungstruppen auf Sizilien und könnten die
zweite Front vom Süden her aufbauen.
Leute!
Ich hoffe, das ist eine
Spinnerei,
doch ganz sicher bin
ich mir da nicht mehr.
Wenn auch die BILD mit ins
Horn stößt, und die Angst vor den Finanzmärkten
schürt, dann klingeln die Alarmglocken. Es klingt schon
fast wie einst Churchill, als er die Engländer fragte: "Wollt
ihr Butter oder Kanonen?"
Wobei ich anmerken möchte,
dass man Kanonen genau so wenig essen kann, wie den Euro.
|
Archiv
Tageskommentare
vom 7. März
2011
bis zum 28. Februar 2013
|
Dieser Zähler
zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.
am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
am 8. Juli waren es 1.100.000
am 8. Oktober 2012 waren 1.200.000
am 27. November waren es 1.250.000
und schon wieder sind
es mehr geworden ...
Vielen Dank für Ihr großes
Interesse.
Es ehrt mich. |
Links
zu Seiten, die ich gerne empfehle:
|
Quellen |
Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge,
gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung
zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/ |
Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de |
Cleanstate e.V.
H.J.Selenz
im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html |
|
Politik-Poker
"aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das
Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt
- aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
http://www.politik-poker.de |
|
Norbert Rost,
Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate
gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
http://feldpolitik.de |
|
Bürgermeinungen
hier schreiben
einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
http://www.buergermeinungen.de/ |
|
|
|
Info-Portale |
Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com/ |
NNE NetNewsExpress
rund um die Uhr aktuelle und interesante
Informationen, hohes Suchtpotential!
http://www.net-news-express.de/ |
Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de |
|
|
|
Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren
Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten
gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/ |
Die Selbstähnlichkeit
der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will. |