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Reaktionen auf den Paukenschlag No. 46

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Sehr geehrter Herr Kreutzer

“Wo führt das hin? Welches Ziel verfolgt der Bahnvorstand mit seinem anscheinend verstandeswidrigen Verhalten?“...

Ihrer Sicht und Schlussfolgerungen zum laufenden Bahnkonflikt kann ich nur zustimmen. Es ist leider kein Bild, das Anlass für Optimismus gibt. Im Fall der Lokführer nicht, schon gar nicht im Bezug auf die Lösung von Problemen, die unsere Gesellschaft immer mehr spalten. Eher das Gegenteil. Es wird wohl nicht mehr lange dauern und die „Eliten“ (Täter) in Politik und Wirtschaft werden die Streikfolgen mit den Verlusten für Deutschland im 2.Weltkrieg vergleichen. Die Menschen werden Nicken, Zustimmen und Karneval feiern.

Aber leider! :

„Datum, Stempel, Unterschrift. Demokratie - nach Diktat verreist.“

Unterzeichner sind auch die Gewerkschaften (inklusive GDL)!

Das Handeln (Versagen) der „Bosse“ in den großen Gewerkschaften hat die Situation der Endsolidarisierung unter den AN mit heraufbeschworen, den Kampf von Einzelgewerkschaften (für kleine „Elite“ AN Gruppen) eingeleitet. Wir haben es schon bei den Piloten und Ärzten erlebt. Aber diese Einzelgewerkschaften setzen nur dort an, wo „man“ noch „gebraucht“ wird, wo man noch Forderungen stellen kann. Sie haben NICHTS mehr mit den dringend notwendigen solidarischen Kampf aller AN zu tun. Wie auch immer dieser Bahnkonflikt ausgehen wird, er wird mit Sicherheit die soziale Kluft im Land nicht mal im Ansatz angehen aber wahrscheinlich weitere Einschränkungen der AN Rechte mit sich bringen.

PS:
GDL Gewerkschaftsvize Weselsky ist im Juli in die CDU eingetreten. Er nennt sie "meine Partei". Deutlicher kann man als „verantwortlicher“ Gewerkschafter nicht darstellen wo man politisch steht! Ein klares Ja zur Entsorgung von Millionen nicht mehr „gebrauchter“ AN in Hartz IV. Vielleicht auch ein Grund, warum „seine Angela“ noch schweigt???

Mit freundlichen Grüßen


Hallo Herr Kreutzer,

wie jeden Donnererstag habe ich auch heute Ihren Paukenschlag 46 mit großer Erwartungshaltung gelesen und bin nicht nur wieder nicht enttäuscht worden, sondern war aufs Neue beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit Sie derartig schwierige Themen auf den Punkt bringen, so dass man sich regelmäßig fagt, "warum bin ich nicht selbst drauf gekommen", und das in einer Sprache, die einen unwillkürlich immer wieder schmunzeln lässt, obwohl man eigentlich sagen müsste: "Wenn's nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen".

Wie richtig Sie mit Ihrer Bewertung der Dinge liegen, zeigt ein Hinweis in den Nachdenkseiten vom 15.11.2007, auf den ich direkt im Anschluss an den Paukenschlag 46 gestoßen bin:

SPD rüttelt am Streikrecht
Im Bahntarifstreit schlägt die Politik einen schärferen Ton an: SPD-Wirtschaftsexperte Wend drohte mit Konsequenzen, sollten die Lokführer unbefristet streiken. Das im Artikel 9 des Grundgesetzes verbriefte Streikrecht sei zwar ein hohes Gut, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Wend, FOCUS Online. „Aber je stärker eine Interessenorganisation das Gemeinwohl in Frage stellt, umso größer wird auch der Druck sein, verfassungsrechtliche Veränderungen beim Streikrecht vorzunehmen.“ Er halte persönlich nichts von einem solchen Schritt. Doch die Debatte darüber werde stärker werden – vor allem dann, wenn eine kleine Zahl von Streikenden das Gemeinwohl übermäßig strapaziert.
Quelle: Focus

Anmerkung Nachdenkseiten: Über den Streik der Arbeitnehmer in den
Wahlurnen braucht sich die SPD nicht mehr zu wundern.


Lieber Herr Kreutzer,

nachdem ich Ihren Paukenschlag zufällig hier noch ein paar Bekannten zeigen konnte nun ein kurzer Kommentar:
Ich bin wirklich froh, dass es Sie gibt - ich war tatsächlich zu doof um daran zu denken, daß der tiefere Hintergrund für den Privatkrieg von Mehdorn gegen die GDL ein Einbruch in das Streikgesetz sein könnte (ziemlich kurzsichtig von mir - das hätte eigentlich mein erster Gedanke sein sollen).
Der Gedanke ist so naheliegend wie nur sonstwas. Allerdings muß ich sagen, daß die Demokratie bereits seit längerem verreist ist - wir erleben schon seit einigen Jahren nur noch die Nachlassverwaltung und die ist nun weitgehend abgewickelt.

Herzlichen Dank wieder einmal dafür, das Sie immer wachen und naheliegende Gedanken auch denken
mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Herr Kreutzer,
Ich denke, Ihre Analyse trifft 100% zu. Aber was kann man tun?
Mit freundlichen Grüssen,

Hallo Herr Kreutzer

Holla, Holla – Sie machen mir Angst Herr Kreutzer! Das war ja fast so gut formuliert wie die Schreiberlinge des Herrn Münte…ach nein, der ist ja auch schon wieder Geschichte…

"Wir dürfen uns von einer Handvoll verantwortungsloser Gewerkschaftler nicht den Aufschwung kaputt machen lassen. Das Streikrecht ist ein hohes Gut, aber wir sind uns in der Koalition einig, dass wir jetzt die Instrumente schaffen müssen, die uns erlauben, jeden Missbrauch zu verhindern..."

Sie wollen doch wohl nicht Bundeskanzler werden oder? Scherz bei Seite….

 

Gut, dass Sie den Hinweis auf den 32. Paukenschlag gebracht haben. Das macht den Zusammenhang den Sie hier konstruieren wieder zu einem logischen Schluss!

Es ist bedrückend, ja gerade zu beklemmend, wie sich die Medien und deren Öffentlichkeit verhalten. Und es ist tatsächlich ein Wunder, dass der Michel in seiner Meinung immer noch die Streikenden bestärkt.

Das Wichtige sind in meinen Augen die nackten Zahlen. So wie Sie diese ins Verhältnis setzen – so ganz nebenbei. Die 0,25% vom Gewinn der Bahn. Wie viel wären das wenn die GDL statt der 30% (eine Zahl die nicht von der GDL geschaffen wurde…) nur 10% fordern würde?

Lächerlich, wirklich lächerlich! Und das ist nur ein Beispiel für diese Art von Spielchen. Kein Wunder, dass die Einkommen immer weiter sinken. Wenn sogar schon die IG-Metall ihren Mantel offen hält und die Ausnahmen in ihren Manteltarifverträgen festschreibt und dann gerade mal 2 – 4% herausholt. "Arbeit hat Vorfahrt! Wir müssen alles tun was Arbeit schafft!“

Von den Sklaven bis zu den Zwangsarbeitern…der Unterschied ist nicht so groß…der Weg ist nicht mehr weit…die Herrschaften haben die Sklavenmamis Geschichten erzählen lassen, …von Freiheit und einem eigenem Land, …der Unterschied ist nicht mehr so groß, …den Nazis haben schon Sprüche gereicht, …“Arbeit macht frei“…“Vorfahrt für Arbeit“…wir klopfen wieder Sprüche…ich klopfe auf Holz…toi toi toi…

Bis die Tage

 





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