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Reaktionen auf den Paukenschlag No. 44

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Guten Morgen Herr Kreutzer,

aus Ihrer Nr. 43:

Hat der EUGH nicht gerade eben unmissverständlich gezeigt, dass er sich als Sachwalter der Heuschrecken versteht?,

aus Ihrer Nr. 44:

Die Träume einiger Investoren, mit der Deutschen Bahn den großen Reibach zu machen, die platzen (hoffentlich!) und diejenigen, ....

dürfte doch klar sein, dass das Schicksal der Bahn im EUGH entschieden wird. Deshalb die enormen Zuwendungen für Mehdorn et al, die Weichen richtig zu stellen. Sie wissen doch, der Schaum des Meeres treibt oben - wird dann als Abschaum weggeräumt.

Wenn irgend etwas besser werden sollte, wäre es schon besser geworden.
Ist es aber nicht. Also wird es auch nicht besser. Der Abschaum ist amorph und noch nicht einmal Masse.

Das ist die Wirklichkeit.

mfg, V. K.


Hamburg, 31.10.07

Sehr gern gelesener und geehrter Herr Kreutzer,

endlich kann mir ein Stein vom Herzen fallen… - diesmal verursacht durch Ihren neuesten 'Paukenschlag'! Insbesondere der letzte Abschnitt ist mehr als ein Paukenschlag, vielmehr eine Bestätigung.

Bereits bei der 'Nummer' mit der »Verrentung (erst) mit 67« kam mir derselbe Verdacht und genau die Frage in den Sinn, die Sie in Ihrem Paukenschlag dann Herrn Peer Steinbrück zugeschrieben haben.

Bei meinen Recherchen konnte ich dann später verdichtend ermitteln, daß die derzeit verängstigten und zuvor heftig ermunterten, wenn auch nicht selten unfähigen Jungmanager monatlich etwa 400 Mio Euro 'auf die hohe Kante' sparen, um sich selbst den annoncierten Horror etwas zu versüßen, diese empfohlene Altersgrenze erreichen zu müssen, um auch danach vielleicht noch satt werden zu können oder die ggf. arbeitslosen Nachkommen mit durchzufüttern.

Nicht selten werden dabei Ansparverträge unterzeichnet, die – wegen der recht attraktiv geweissagten, doch keineswegs sicheren Renditen – mit amerikanischen Fonds geschlossen werden oder - via deutsche Finanzinstitute oder Finanzdienstleister – an diese weitergereicht werden. Das Kleingedruckte wird dabei in nicht wenigen Fällen eloquent beiseitegeredet, zu attraktiv sind die bei Vertragsabschluß zunächst vollziehbaren, horrormindernden Kopfrechenoperationen der Antragsteller.

Abgesehen von der juristisch dünnen Decke, sollte der Gerichtsstand im Streitfall dann in den USA liegen, weil möglicherweise deutsche Vertretungen im Laufe der Ansparjahre zuvor aufgelöst werden, sollte niemand dem Glauben anheimfallen, sein Geld würde definitiv in die USA wandern, um dort – von Euro in Dollar getauscht – die 'dicke Rendite' generieren zu können. Alleine die Tatsache, daß fast jeder der zumeist publicityscheue 'Heuschreckenfond' inzwischen auch in Deutschland einen Statthalter sitzen hat, sollte etwas mehr Zweifel anregen als landläufig bisher verursacht. Denn, was woll(t)en diese angesparten Euros ungewechselt auf dem amerikanischen Markt oder auf den dort weltweit maßgeblichen Börsenplätzen? Die Amerikaner zahlen auf ihrem heimischen Markt mit Dollars, nicht mit Euros! Andererseits will man den deutschen Sparern ein mögliches Währungsrisiko aber auch nicht 'ausmalen'.

Längst gibt es hierzulande einige bekannte Banken, die die erhobenen Daten ebenso bekannter, international tätiger Unternehmensberatungen oder die ihnen auch firmenseitig eingereichten Bilanzen gerne an diese 'Heuschrecken' durchreichen bzw. durch die Reduzierung oder gar Kündigung bestehender Kreditlinien dann dafür sorgen, daß interessante, renditeversprechende Firmenverkäufe nahegelegt werden können. Die Bezahlung erfolgt sodann mit eben diesen Euros, die vermeintlich dazu dienen sollten, um in den USA dicke Renditen zu erwirtschaften, denn stets 'grüßt die Verrentung mit 67'! Mit anderen Worten: die zunächst rein rechnerisch verwertbare Rentenkürzung dank Verkürzung der zu erwartenden 'Zeit in Rente' pro Anspruchsberechtigte(n), scheint somit den gleichermaßen bitteren Nebeneffekt zu haben, den Sie in Ihrem 'Paukenschlag' letztendlich skizziert haben. Und das auch noch versehen mit dem berechtigten Vorwurf, wir würden uns unser eigenes (Wirtschafts-)Grab dadurch selber schaufeln.

Ich kann daher leider nicht anders als Ihre Vermutung hiermit zu bestärken!

Mit freundlichen Grüssen und herzlichem Dank!


Hallo Herr Kreutzer

Buchstabenkürzel haben bisweilen ihren Reiz. Meine gegenwärtige Interpretation des Kürzels "SPD" :

*S*ozialpopulistische *P*fründebrüder *D*eutschlands

( "Schwestern" sind darin natürlich inbegriffen. )

Auch für die nächste Bundestagswahl wird es für die meisten SPD-Genossen mit Mandat wie auch für alle anderen Polit-Profiteure im Bundestag das primäre klammheimliche Ziel sein, Pfründe in Form von Bundestagsmandaten zu sichern oder als Sprungbrett auszubauen. Das bischen Politik drumherum ist da wohl nur Mittel zum Zweck.

So mancher Wahlberechtigte fragt sich immer wieder vor einer Wahl, was er denn wählen könne oder solle oder müsse,
wobei unterschwellig immer nach etwas gesucht wird, "für" das man sich entscheiden kann.
Enttäuscht stellt er dann auf der Grundlage seiner eigenen bescheidenen Wissensbasis fest, daß alle agierenden Polit-Aktivisten samt ihrere Versprechungen nicht wählbar sind.
Leider vergessen manche Leute dabei, daß es bisweilen auch darum geht vermeintlich Schlechtes oder Schlimmeres zu verhindern und daß es deshalb geboten sein kann, nach taktischen Gesichtspunkten seine Wahlentscheidung
--wenn auch mit einigem Unbehagen-- zu treffen.

Damit "Haubentaucher" sich wieder anderenorts besser zuhause fühlen können, als dies mitten in der Großstadt Berlin der Fall ist, werden möglicherweise auch Merkelianer, die keine CDU-ParteisoldatInnen sind, der Physikerin im Kanzleramt die Chance geben wollen, sich wieder Dingen zuzuwenden, von denen sie etwas versteht und vor denen sie nicht abtauchen muß.

Doch auch für diese Merkelianer stellt sich die Frage nach der Alternative, nach dem vermeintlich kleinerem Übel.

Ein Kriterium, das hier allerdings auch nicht unbedingt weiterhelfen kann aber dennoch die Entscheidung von WählerInnen beeinflussen kann, ist die innere Verfaßtheit einer Partei, der Grad und die Ausprägung der real-existierenden innerparteilichen
Demokratie einer demokratischen Partei.

Leider wird dies in der öffentlichen Diskussion völlig ausgeklammert. Etwa weil die großen "Volks"parteien sich hier wohl kaum unterscheiden ? Oder etwa weil es um die innerparteiliche Demokratie demokratischer "Volks"parteien so hervorragend bestellt ist ? Es kann nicht sein, was nicht sein darf ?

Wenn ich in diesem Zusammenhang an kommunalpolitische Szenen in der einen oder anderen Stadt bzw. Gemeinde denke,
die man als politisch interssierter Bürger kritisch wahrnehmen kann, wird mir stets regelrecht schlecht.

*_Und ich erinnere mich an die Idee, die Mitgliederzahl eines Landtags oder Bundestags wie auch die Höhe der Diäten der MdBs und MdLs an die Wahlbeteiligung zu koppeln ( Rumpfparlament, Sockelbetrag, etc. ) und das Instrument "Volksentscheid" auch in D zu etablieren.
_*
Was halten Sie von dieser Idee ?

Mit den besten Grüßen




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