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Reaktionen auf den Paukenschlag No.33

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Hallo EWK,

der heutige Paukenschlag ist wirklich ein Paukenschlag.

Herzliche Grüße


Ein Sonderfall einer Reaktion

Jemand (ob ein einzelner Jemand oder eine Gruppe von Jemanden ist nicht nachprüfbar), der sich unter dem Pseudonym MAX mit einem täglichen Newsletter namens MAXNews artikuliert, hat auf meinen Artikel "Das Beben der Märkte" Bezug genommen und wieder einmal sein Geldverständnis dargelegt. Da ich annehme, dass es zwischen den Besuchern meiner Seiten und den Empfängern der MAXNews doch eine gewisse Schnittmenge gibt, habe ich den Kommentar von MAX hier aufgenommen, dem allerdings meine eigene Reaktion vorangestellt.

 

Replik von Egon W. Kreutzer auf den Kommetar von MAX

Einen "Kommentar von MAX" zu lesen, ist immer wieder herzerfrischend. Vor allem dann, wenn sich MAX veranlasst gesehen hat, etwas zu kommentieren, was man selbst geschrieben hat.

Mein Aufsatz "Das Beben der Märkte" ist bei MAX gelandet und MAX hat dies zum Anlass für einen neuerlichen geldtheoretischen Rundumschlag genommen.

MAX schreibt zwar zunächst: "Kreutzer ist immer interessant, gut und analytisch", was mich erfreut, aber leider hangelt er sich dann doch nur wieder durch eine inzwischen sattsam bekannte Argumentationskette, die in der Behauptung gipfelt:

"...dass eine Fiat Währung nie crashen kann, weil sie auf nichts basiert. Nichts kann nicht crashen!"

Diese Aussage ist so krude, dass man fassungslos davorsteht und sich fragt, wo denn überhaupt noch eine semantische Gemeinsamkeit zu finden sein könnte, von der aus eine zielführende Diskussion gestartet werden kann.

Letztlich hielt ich es für zweckmäßig, die Argumentation vom zweiten Satz her zu knacken. "Nichts kann nicht crashen!"

Das ist eine Aussage von solch absoluter Reinheit und Klarheit, dass man vor Ehrfurcht erstarrt und vergisst, dass sie doch selbst besagt, dass sie sich auf nichts anderes, als auf das "Nichts" anwenden lässt.

Die Aussage gilt ausschließlich für "Nichts".

Im Umkehrschluss heißt das: Es handelt sich um eine Aussage, von der weder Raum noch Zeit, noch Energie oder Materie in dem uns bekannten Universum auch nur im entferntesten berührt sind.

Es ist das klassische Beispiel für eine logische Nullnummer.

Wir können diese als "Beweis" ins Feld geführte Behauptung schlicht streichen. Dann bleibt der etwas übersichtlichere erste Satz alleine übrig:

"Eine Fiat Währung kann nie crashen, weil sie auf nichts basiert."

Nun hilft die gedankliche Vorübung über das "Nichts", sich auch diesem Satz so weit anzunähern, wie es erforderlich ist, um zu seinem Kern vorzudringen - und zum Glück gibt MAX ein paar Sätze weiter hinten noch einen interessanten Hinweis:

"Eine Währung die auf nichts basiert, kann auch nicht in ein Nichts kollabieren,
zumal die Assets mit inflationieren."

Assets, das sind im weitesten Sinne die Güter, im engeren Sinne die Sachwerte die als Kapitalanlagen dienen.

Nun meint MAX natürlich nicht, was man zunächst annehmen müsste, dass sich die Sachwerte, indem sie inflationieren, ebenso ungebremst vermehren, wie die Geldbestände einer Währung, die inflationiert - nein, er meint das Gegenteil: Mit steigender Geldmenge steigen bei unveränderter Gütermenge auch die Preise. Das ist volkswirtschaftliche Binsenweisheit und kann unwidersprochen stehen bleiben.

Stellt man jedoch die Erkenntnis über das Steigen der Preise im Klartext in die vorstehende Aussage ein, dann lautet die
MAX'sche Erkenntnis nun so:

"Eine Währung, die auf nichts basiert, kann auch nicht in ein Nichts kollabieren,
zumal die Preise mit der Geldmenge steigen."

Dass die Preise mit der Geldmenge steigen ist nun aber wieder ein Phänomen, das in jeglicher Währung zu beobachten ist, ganz gleich, worauf sie basiert.

Der zusätzliche Hinweis entpuppt sich also bei näherem Hinsehen wiederum als logische Falle, als ein "Loch-im-Loch-Phänomen" und kann folglich ersatzlos gestrichen werden.

Übrig bleibt wiederum nur die einigermaßen kryptische Aussage:

"Eine Währung, die auf nichts basiert, kann auch nicht in ein Nichts kollabieren."

Ich fürchte, damit nähern wir uns nun jener "letzten Denkstufe", deren Erreichen MAX immer wieder als Voraussetzung für die letzte und wahre Erkenntnis des Geldwesens benennt.

Einer Denkstufe, die sich allem Anschein nach völlig losgelöst von der Realität, in rein geistigen Sphären bewegen muss, in Sphären in denen eine real existierende, kaufkräftige Währung, die - nach allen volkswirtschaftlichen Regeln sowohl Tauschmittel, wie auch Wertaufbewahrungsmittel und Wertbestimmungsmittel ist, nur deshalb nicht kollabieren können soll, weil sie auf "Nichts" basiert, während andere Währungen, die ebenso allen Anforderungen, die man an Geld stellen darf, genügen, offenbar kollabieren können, weil sie auf irgendetwas, das anders als "Nichts" ist basieren.

In dieser Sphäre werden, wenn man MAX folgt und seine Gedanken interpretiert, offenbar auch Schulden bedeutungslos, weil sie ja (vermeintlich) immer wieder mit neu aus dem Nichts geschaffenem Fiat Money getilgt werden können. In dieser Sphäre einer (vermeintlich) ins Unendliche ausdehnbaren Geldmenge ist anscheinend nichts unmöglich, außer dem Crash.

Doch halt: Noch etwas ist unmöglich!

MAX baut auch gleich noch ein argumentatives Rettungsboot mit ein, für alle diejenigen, die zwar die Geldschöpfung nicht verstanden haben, aber meinen, im Zins die Ursache allen Übels gefunden zu haben. Bei MAX klingt das so:

"Zins wird verteufelt, weil er angeblich inflationiert - doch Zins inflationiert nicht -
dies ist ein Irrglaube derer, welche nur den halben Durchblick haben.
Die Inflation entsteht immer durch die Neuverschuldung
- ohne dass eine realer BIP-Leistungszuwachs statt findet -
weil das neu hinzugekommene Geld das bestehende verwässert
und die Gütermenge gleich bleibt."

Da erlaube ich mir nun, mit meinem halben Durchblick, dem Anonymus MAX eine bescheidene Frage zu stellen:

"Wie, wenn nicht durch Neuverschuldung, lieber MAX,
soll denn das (zusätzliche) Geld in die Welt kommen,
das zur Zahlung der Zinsen erforderlich ist?"

Es gibt auf diese Frage nahezu unendlich viele unsinnige Antworten. Darunter auch einige, die erkennen lassen, dass durchaus ein Stück weit nachgedacht wurde, bevor sie ausgesprochen wurden.

Da gibt es zum Beispiel die Annahme, dass die Zinsempfänger stets alle Einnahmen wieder in Umlauf bringen würden.

Fragt man nach, dann heißt es zurerst: Durch ihren Konsum.

Fragt man weiter nach, dann kommen die Investitionen zum Konsum hinzu.

Fragt man noch weiter nach, dann wird erklärt, dass das Geld in Umlauf bleibt, weil die Empfänger alles was sie nicht benötigen, erneut verleihen, weshalb der Zins - weil er eben niemals angehäuft, sondern immer wieder weitergegeben wird, niemals zu Geldknappheit (Deflation) führen könne.

Und dies alles wird bemüht, nur um zu widerlegen, dass der Zins - wie im Grunde alle leistungslosen Einkünfte - zur Inflation führen muss, weil er mit seinem Anspruch auf zusätzliches Geld eben auch die Herstellung zusätzlichen Geldes erzwingt, ohne dass dem zusätzliche Güter oder Leistungen gegenüberstünden (daher: leistungslose Einkünfte)

Es gibt danaeben auch die weit verbreitete Annahme, dass die Notenbank von sich aus "irgendwie" schon dafür sorge, dass immer die richtige Geldmenge zur Verfügung steht, wie genau das geht, das sei zu kompliziert, aber dass es nur so sein kann, das sei doch wohl ganz klar...

Wie gesagt, ich habe schon haufenweise unsinnige Antworten auf diese Frage gehört bzw. gelesen, nun hoffe ich, MAX liefert mir die erste vernünftige.

Bis dahin bleibe ich getrost bei den mir bekannten Tatsachen.

Diese Tatsachen umfassen allerdings etwas mehr, als nur die Geldschöpfung aus dem Nichts, die ja nur auf den ersten Blick als etwas Ungeheurliches erscheint. Wenn man erst einmal verstanden hat, dass Guthaben und Schulden gleichzeitig geschaffen werden - aber auch gleichzeitig wieder im Nichts verschwinden, dass letztlich aus jedem Geldschöpfungsakt nur die Zinsforderung beim Gläubiger und die Zinsschuld beim Schuldner übrig bleibt, mit der zwingenden Folge, einen neuen Kredit alleine zum Zwecke der Bedienung der Zinsforderung in die Welt zu setzen, dann hat man auch verstanden, dass der Crash einer Fiat Money Währung eben nicht vollkommen unmöglich ist, sondern - ganz im Gegenteil - zwangsläufig am Ende eines langfristigen Zyklus auftreten muss.

MAX sagt, ziemlich grob:

"Leider haben viele Menschen eben die Geldkreierung immer noch nicht verstanden
und plappern sich gegenseitig in Zuversicht oder verteidigen ihre Bücher wie ein Dogma,
weil sie geistig zugemauert am Ende des Themas angekommen sind."

Wäre MAX nicht unbedingt darauf aus, unerkannt und anonym zu bleiben, ich hätte ihm längst ein Exemplar von "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III, Über das Geld" zur Verfügung gestellt, so muss MAX wohl in die nächste Buchhandlung und sich sein Exemplar bestellen (ISBN 978-3-938175-16-3) um herauszufinden, wo ungefähr das Ende des Themas zu finden sein könnte.

...und hier der Original-Kommentar von MAX aus den MAXNews vom 21.08.2007

Kommentar Max:

Kreutzer ist immer interessant, gut und analytisch.
Einiges aus diesem Artikel sieht in dieser Woche wieder anders aus, nachdem sich die Apokalyse gelegt hat. Die
meisten verkennen eben, dass die USA einen internen und einen externen Dollar-Raum haben. Diesen trennen sie fein
säuberlich durch die Zins- und Wechselkurspolitik.

Die von Herrn Kreutzer gemachte Feststellung, das der Wechselkurs des Dollars abgefallen ist - ist von Bresinsky
beabsichtigt. Siehe MaxNews 19.8. Jeder der sich mit dem politischen Hintergrund statt dem wirtschaftlichen befasst
wird schnell auf den selben Nenner kommen

MaxNews Guru Prof. Dr. Henry C.K. Liu sagt:
Der heutige Wohlstandseffekt von steigenden equity prices ist durch eine übersprudelnde Liquidität bedingt, welche
durch die Schuldenblase verursacht ist, die jenseits der FED Kontrolle liegt, weil sie aus dem Kapitalrückfluß, der aus
dem durch das US Handelsbilanzdefizit herrührenden künstlich inflationierten Kapitalüberhänge stammt. Diese Liquidität
wird durch den sinkenden Dollarkurs verstärkt und dazu noch künstlich inflationiert - und durch die dadurch gestiegen
offshore earnings der transnationalen Corperations - werden somit die steigenden Aktienpreise noch weiter unterstützen.


Zuviele Dollars suchen nach immer weniger Werte und verleitet viele Corporates zu share-buybacks, die mit niederverzinslichen Krediten bezahlt werden. Diese verursachten die LBO - Yen Kreditüberhänge, (leveraged buyouts)
welche neben den CDOs (collateralized debt obligations) die Banken belasten. Die Bankenbelastung ist dabei nur dann ein 'rating Problem', wenn die Kursabsackung des Dollars die Yen-Kreditrückzahlung gefährden. Ein fallender Dollarkurs verteuert die
LBO-Yen-Kredite. Wie weit der Dollar absackt, bestimmen die Ausfälle, welche wiederum die CDO-ratings für die Hypokredite bestimmen.

Solange kein Umkehrtrend dieses Phänomens in Sicht ist, wird sich auf dem Markt nichts ändern. Da nützt auch kein herbeireden von Crash und Krise. Alles geht seinen gewohnten Weg.

Vielleicht ist nun auch den Apokalyptikern klar geworden, dass alles geschribsel nur dummes Gerede war und die Hochfinanz voll unter Kontrolle der Weltfinanz steht und dies auch weiterhin so bleibt, solange wir den Dollar als Welt-Reservewährung anerkennen und mit ihm handeln. Gleichzeitig muss erkannt werden, dass die 'Hochfinanz' auch in Zukunft zwar Spekulanten im Regen stehen lässt - vor allem wenn sie sich in Blasen verirrt haben, doch werden sie keinesfalls ihr Spielzeug der virtuellen Geldkreierung aufgeben.

Viele verkennen, dass eine Fiat Währung nie crashen kann, weil sie auf nichts basiert. Nichts kann nicht crashen! Hier vermischen die vermeintlichen Ökonome immer früher abgesicherte Währungen - mit heutigen Fiat Währungen.

Die Gerüchte um Banken- oder Währungscrash sind Märchen. Um was es sich handelt ist, dass die US Hypobanken momentan
eben jammern, weil sie statt 0,56% Sicherheitshinterlage (mit AAA-rating) nun neu bis zu maximal 52% (mit BB- rating) hinterlegen müssten um 100% Nennwert zu erzeugen. Das bedeutet theoretisch bis zu 9000% weniger Zins für ihre virtuellen Papierschnipsel. (Da sieht man mal wie profitabel das alles bisher war - und keiner hat gemeckert.) Deshalb bebt oder crashed noch lange nichts. Auch wird die Suppe nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wird. Die Senkung des Leitzinses ist noch nicht das letzte Wort, aber es hält zunächst mal den Status Quo.

Leider haben viele Menschen eben die Geldkreierung immer noch nicht verstanden und plappern sich gegenseitig in Zuversicht oder verteidigen ihre Bücher wie ein Dogma, weil sie geistig zugemauert am Ende des Themas angekommen sind.

Eine Währung die auf nichts basiert, kann auch nicht in ein Nichts kollabieren, zumal die Assets mit inflationieren.

Andere wiederum schieben das Problem der Welt immer gerne auf den Zins, weil eben jeder für geliehenes Geld bezahlen muss und sich sofort angesprochen fühlt wenn man ihm erklärt, dass sich dahinter die Ursache allen Übels verberge - übernehmen viele das Zinsgefasel. Wer hingegen mit seinem hart ersparten Geld eine Existenz aufbaut und dann die damit verdiente Leistung verkauft - oder gleich das ersparte gegen Zins weiter verleiht, weis, dass Zins eine gerechte Prämie für seine Arbeit ist. Worin besteht der Unterschied in der Auffassung?

Zins wird verteufelt, weil er angeblich inflationiert - doch Zins inflationiert nicht - dies ist ein Irrglaube derer, welche nur den halben Durchblick haben. Die Inflation entsteht immer durch die Neuverschuldung - ohne dass eine realer BIP-Leistungszuwachs statt findet - weil das neu hinzugekommene Geld das bestehende verwässert und die Gütermenge gleich bleibt.

Ohne realen wirtschaftlichen Gegenwert inflationiert die Währung - und die Kaufkraft wird gleichzeitig geschmälert. Damit das Kapital nicht benachteiligt wird, werden alle Vermögenswerte der 'Hochfinanz' laufend mit inflationiert.
Damit sichert sich die 'Hochfinanz' ihre kapitale Wertigkeit, doch den Preis der geschmälerten Kaufkraft trägt das Volk.

Im Prinzip kann dieses Spiel endlos weitergehen ohne dass es je zum Crash kommt. Das Volk verarmt dabei zusehend.

Heute erzeugt - laut Basel II - eine Schalterbank mit durchschnittlich 4% Sicherheit = 100% Nennwert. Das Geld inflationiert um den Zinswert der 96% Differenz. Deshalb steckt der Teufel nicht im Zins sondern der fraktionalen Gelderzeugung durch die Banken.

Diese 'fraktionale Gelderzeugung' wird in dem Moment positiv wenn die Geldkreierung durch den Souverän vorgenommen wird
und auf einem Leistungsversprechen basiert - weil dann ein Gegenwert verlangt und geschaffen wird und eine Inflation verhindert. Geld darf nicht auf materiellen Werten basiert sein, sondern muss auf Leistung basieren - nur dann dient es dem Menschen und der Gemeinschaft. Deshalb sind Geldsysteme wie sie beispielsweise Bernard Lietaer auf Monneta.org mit TERRA http://www.monneta.org/index.php?inc=ART_TER&lang=DE propagiert, nicht haltbar. Sein Konzept verlässt sich auf einen Rohstoffkorb, wobei diese Rohstoffe ohnehin alle von der 'Hochfinanz' manipuliert werden. Alle Geldsystem die auf materiellen Werten basieren, führen zur weiteren Ausbeutung unseres Planeten. Das ist schon seit dem 'Rohstoff Gold' so und führt dazu, dass diese Rohstoffe weiter gehortet werden. Lietaer vergisst, dass der Wert einer Währung nicht durch einen Warenkorb festgelegt wird, sondern durch die Besteuerung.


Deshalb: Auf die Idee Leistung auf Vorrat zu erbringen und zu horten kommt keiner, vor allem nicht die arbeitscheuen Tempeldiener des Mammon.

Hier ist bei den meisten einfach eine Denkstufe zu früh aufgehört worden das Thema zu verarbeiten.


und nun kommt eine weitere, weiterführende Reaktion:


>>Hier ist bei den meisten einfach eine Denkstufe zu früh aufgehört worden das Thema zu verarbeiten<<

Oh, oh…da ist wohl eher einer mal irgendwo falsch abgebogen lieber MAX. Sie tun damit allzu Vielen Unrecht!
(Ich möchte ja keinen unlauteren Wertbewerb betreiben – aber diese Reaktion verdient eine breite Kritik.)

Hallo

MAX ist mir leider völlig neu, aber die Defizite in der Logik sind trotzdem eindeutig.

Außerdem benutzt er eine Terminologie die gefährlich nah an die so genannte breite Expertenmeinung heran kommt. Er versucht dabei deren Argumente zu widerlegen – jedoch ohne sie vorher logisch aufzuschlüsseln. Das führt unweigerlich zu den gleichen unlogischen Erkenntnissen, die den gleichen Experten als Grundlage zur Erzeugung eben dieser Luftblasen verholfen haben.

Der Versuch, mit Hilfe einer fachspezifischen Verklausulierung an die einfache Logik von Sachzwängen heranzukommen, mündet in Aussagen, die sich ohne weitere Erklärung selbst entlarven.

>>Im Prinzip kann dieses Spiel endlos weitergehen
ohne dass es je zum Crash kommt.
Das Volk verarmt dabei zusehend<<

Das ist eigentlich schon Erkenntnis genug um zu belegen, dass dieses Spiel sehr wohl zu Ende gehen muss…

Es ist immer das gleiche Problem: Wir benutzen Systeme – aber wir begreifen im Grunde nicht was sie sind. Systeme sind aber nichts als Gebilde die als solche, erst in Wechselwirkung zu allen dazu gehörigen und bekannten Teilen ein Ganzes ergeben. Ein System an sich muss also immer endlich sein, da es sich von seiner Umwelt durch eben diese Eigenschaft, der bestimmten Sinngebung oder Zweckgebundenheit abgrenzt. Dieses Problem kann auch nicht durch die Beschreibung von Strukturen innerhalb eines Systems behoben werden, da diese wiederum ein nächst tieferes oder höheres System voraussetzen.

Da es aber bekanntlich keine Unendlichkeiten gibt, gibt es genauso wenig eine Endlosigkeit.

Dies ist geradezu eine Fehleinschätzung der Weltgeschichte die immer wieder die wildesten Theorien und Fachidiotischen (sorry) Denkfabriken erzeugt hat, bei der man leicht den Grund und Boden unter den Füssen verliert.

Bevor ich nun aber die gleiche Schiene fahre: Die Suche nach dem Ende des diskutierten Systems, mündet nach logischer Analyse eher in dem was von Herrn Kreutzer herausgestellt wurde. Es sind nämlich die Strukturen dieses Systems, die als Teile oder Zellen, wiederum logische Fehler enthalten die zu dem prognostizierten Kollaps führen. Der Zeitpunkt sei umstritten –

aber er ist weder nichtig noch unendlich.

Ich möchte am Ende noch betonen, dass ich nicht unbedingt ein Liebhaber oder Anhänger von Herrn Kreutzers Erkenntnissen bin. Vielmehr bringen mich seine logischen und leicht nachvollziehbaren Schlüsse immer wieder zu den Selben…und das ist, wie sie evt. wissen, ungleich härter!

Bis die Tage noch mal




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