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Reaktionen auf den Paukenschlag No.32

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.



Sehr geehrter Herr Kreutzer,

der Inhalt entspricht genau meiner Meinung.
Was nützt ein Streik, welcher keine "Spuren" hinterlässt. Nur dadurch kann man versuchen zu seinem Recht zu kommen.
Ich frage mich auch, wieso ein Streik verboten werden kann. Das entspricht doch nicht dem Streikrecht, welches hiermit ausgehebelt wird.

Mir ist klar, dass am Ende keine 30 % Lohnerhöhung heraus kommt. Schließlich muss man die Forderung hoch ansetzen, um ein einigermaßen akzeptables Resultat zu erzielen. Ein Streik kann doch ganz schnell verhindert werden, wenn die Bahn ein entsprechendes Angebot macht. Der Schuldige in dieser Sache ist ganz klar die DB. Das Beste ist, den Streik gar nicht vorher ankündigen.

Nimmt man Frankreich zum Vergleich, hier wird nicht lange gefackelt und die Wirtschaft steht still. Sind die Deutschen wirklich zu feige um ihr Recht durchzusetzen?
Wo sind die Arbeitsgerichte, wenn es darum geht, dass die Menschen zu Sklavenlöhnen in diesem Land beschäftigt werden und das Geld für ALG II so niedrig angesetzt ist, dass eine normale Versorgung und Teilnahme am Leben nicht mehr möglich ist. Meiner Meinung nach sind die Richter oft auch nur Handlanger der Politik und Wirtschaft.

Ich bin gerade dabei das Buch "Der Deutschlandclan" zu lesen. Es sind viele Dinge darin beschrieben, welche ich mir auch schon gedacht habe. Nur ist das ganze Ausmaß viel, viel schlimmer. Ob es in anderen Ländern der EU auch so menschenfeindlich ist? Wohl kaum.

Mit freundlichen Grüßen
Hallo Herr Kreutzer,

in Ihrem Paukenschlag 32 schreiben Sie vom volkswirtschaftlichen Schaden, der, wie Herr Mehdorn und die Politik meint, entstehen würde. Ich frage: Wie hoch ist eigentlich der Schaden der Volkswirtschaft auf Grund von Verkehrsunfällen?

Wie hoch ist eigentlich der volkswirtschaftliche Nutzen,der durch den Verkauf der Bahn dem Volk hieraus erwächst?

Hierüber schweigt man, denn er beträgt Null.

Privatisierung von Volksvermögen zeigt,dass die Verwaltung unfähig ist, das Volksvermögen zu verwalten und die Verwaltung gesteht es sogar ein.

Mit freundlichen Grüssen


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

das Ganze ist sowieso Wahnsinn pur. Es ist doch hanebüchen, Streiks (oder ja auch Demonstrationen) überhaupt in solche Entscheidungsfinder-Hände zu legen. Ob ein Streik legal ist oder nicht, darf sich doch ausschließlich an der Mehrheit der Beteiligten - möglichen - Streiker messen. Seit wann ist denn ein Streik oder eine Demonstration (und ein Streik ist letzten Endes nur eine Demonstration) überhaupt so etwas wie "Gerichtsbarkeit" unterworfen. Streiks und Demonstrationen sind schließlich die letzte Waffe der ansonsten ohnmächtigen Kleinen. Ein Streik kann also per se überhaupt nicht illegal sein (immer unter der Voraussetzung, die Mehrheit der Betroffenen macht mit - ein Streik von 5 Leuten ist nicht gerade ein Ausdruck der Mehrheit). Sollen die Kleinen in Zukunft vielleicth fragen:

"Äh..., Chef..., wärs dir recht, wenn ich mich gegen deine Willkür wehre? Und wann würde es dir denn am besten passen?"

Genau das gleiche für Demonstrationen. Es ist doch vollkommen verrückt, Demos überhaupt genehmigen lassen zu müssen - das widerspricht doch dem ganzen Prinzip komplett. Anmelden natürlich - eine blockierte Straße muss dem Autofahrer, eine nicht befahrene Bahnstrecke muss dem Kunden bekannt sein. Also: Anmelden - Ja, Genehmigen - nein!
Diese ganze Debatte ist derartig irre, dass man sich nur noch an den Kopf fasst - geht sie doch komplett an dem eigentlichen Problem vorbei und unterdrückt völlig, was ein Streik oder eine Demonstration überhaupt ist.
Unser ganzer Rechtsstaat dürfte nämlich in Frage gestellt werden, da die Arbeitskämpfe und die Demonstrationen von 1845 herum todsicher nicht legal waren. Auf die berufen wir uns aber ziemlich häufig, das Hambacher Fest, die Frankfurter Barrikadenkämpfe und was weiß ich was noch alles: Alles nicht genehmigte Demonstrationen!


mit sehr verärgerten Grüßen (nicht wegen Ihnen, sondern wegen dieser durchgedrehten Situation)


Hallo Herr Kreutzer

 

„Die Bahn…!? Ist die Bahn schon weg?“ – Nee, aber bald!

 

Die Bahn soll ja so um die 180 Milliarden Euro Wert sein. Wenn man mit dieser Basis locker 30 Milliarden Umsatz macht, dann sind doch die geschätzten 72 Millionen…

also wirklich…30 gegen 72? Wenn man da ein paar Einheiten vertauscht und so…ein paar Stellen weg läst…

dann ist das doch ganz schön viel für so einen armen geplagten Bahnchef oder? Ein Viertel…das ist doch immerhin der vierte Teil von ---

NEE jetzt reicht es aber wirklich!

Wie blöd muss es eigentlich noch werden??? Wie unlogisch, wie sinnfrei?

Vor aller Augen und Öffentlichkeit wird der Michel, nach dem er nackig gemacht wurde über den Tisch gezogen und ausgeblutet! Das mit der Logik sollte ja eigentlich schon lange vorher klar sein. Wenn es nur das wäre. Mittlerweile gibt es aber doch schon genügend Ergebnisse und Beispiele wo man sehen kann, wie so etwas weiter geht. Wer hat inzwischen nicht von der Misere mit der Londoner U-Bahn gehört?

Zur Inszenierung – äh – verzeihung – zur Instanzierung unserer einstweilig verfügbaren Gerichte:

Auch Ich habe dieses Urteil, vor allem aber wieder die Interpretationen der Medien, wirklich mit Schrecken aufgenommen. (Dieser Paukenschlag zeigt wieder eine Seite, an die man nicht unbedingt sofort denkt. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was Ihnen alles so auf und einfällt…J)

Ein Drama, das mir zuerst wieder, die fast vollständige Abwesenheit eines kritischen Journalismus zeigt. Als zweiten Akt, und der ist um Welten bedeutender, zeigt es aber auch deutlich den Einfluss des Mainstream auf unsere armen Beamten.

Auch wenn ich das nicht gerne tue, aber in diesem Fall muss man die Richter rügen!

Welche Anmaßung für ein regionales Arbeitsgericht, eine Entscheidung für oder gegen die deutsche Volkswirtschaft zu treffen!?

Sind die denn verrückt geworden?

Vom Grundsatz her, möchte ich jedoch auch die Frage stellen wie es möglich ist, dass ein regionales Arbeitsgericht einen Streik verbieten kann? Aber wofür haben die sich eigentlich den Stress gemacht? Es wäre doch ein Leichtes gewesen den Fall, eben auf Grund der scheinbaren volkswirtschaftlichen Bedeutung, an die nächste Stelle zu leiten?

Na ja, evt. erwartet man heutzutage etwas zuviel Intelligenz…ich weis nicht…viel fällt einem da nicht mehr zu ein…

bis die Tage


hallo herr kreutzer,

meine mail an die gdl dazu lautete:
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hallo zusammen,

was bei den ärzten gegangen ist, soll auch bei euch gehen - oder wollen wir eine streikrechtliche zwei-klassen-gesellschaft?
das nürnberger streikverbot ist verfassungswidrig. was der jurist immer mehr sieht, dann steuert die große koalition immer mehr auf einen wirtschaftsmacht-gelenkten staat zu. sie hat ja bereits offen zugegeben, dass sie gegen die multis machtlos ist.
ich bin damit einverstanden, wenn ihr auch dann streikt, wenn es das verfassungsgericht verbieten sollte, womit zu rechnen ist.
letztlich kann man die gehälter wegen schadenersatz ja nicht pfänden, denn wer fährt dann die züge?
außerdem bin ich dafür die gehaltsssteigerungen an die gehaltsteigerungen der manager zu binden, denn letztlich dreht es sich um einkommen und nicht um führungleute und untergebene.

ich gehöre keiner gewerkschaft an.

mfg




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