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Reaktionen auf den Paukenschlag No.25

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

Das Ende ist nahe!

Eine gelungene Darstellung und Analyse vom Werdegang unseres Werte und Wirtschaftssystems. Schade, dass nur wenige Menschen diesen und Beiträge dieser Art lesen werden (und darüber mal nachdenken).

Diese Gesellschaftsform kennt nur einen wahren Gott. „ Konsum, Reichtum und Profit ohne Grenzen“. Die große Masse der Menschen ist wenig lernfähig. Und so wird sich Geschichte wiederholen. Nicht im Detail, aber im Wesentlichen. Viele glaubten, dass Bildung und Informationsmöglichkeit für breite Volksschichten ein Umdenken und ein grundlegendes "In-Frage Stellen" dieses wahren „Gottes“ bewirken könnten. Leider ein Irrtum.

Vor diesen Hintergrund eine Anmerkung zum Kapitel:
„Wirtschaftspolitik / Was die Lohnzurückhaltung betrifft, ist die Regierung erfolgreicher.“

Dort ist in der letzten Zeile die Frage aufgeworfen: "Wie wollen sich die Beschäftigten dagegen wehren?"

Die deutschen Unternehmen sind „fit, sind global wettbewerbsfähig“ heißt es von Politik und Wirtschaft. Richtig. Aber die Zeche haben Millionen AN mit Billiglohn oder Arbeitslosigkeit bezahlt. Das konnte nur gehen im Einverständnis mit den DGB Bossen. In den 1.Mai Veranstaltungen kommen die Arbeitslosen noch nicht einmal mehr in den Reden vor.

Die Mitarbeiter bei Telekom, Bahn, Post, ÖD oder in andere Großkonzernen haben in den letzten Jahren nie gefragt, was Rationalisierung unter Bedingungen wie: kein Kündigungsschutz, keine Tarifbindung und dann Hartz IV für Millionen AN in den kleinen Betrieben bedeuten. Es hat sie schlichtweg einen Dreck interessiert. Jetzt, wo sie selbst erste Abstriche machen müssen (im Vergleich mit den wirklich Betroffenen des Sozialabbaus) beginnt das Jammern.

"Wie wollen sich die Beschäftigten dagegen wehren?", war die Frage.

Sie sollten bei sich selbst anfangen.

Ist das noch möglich? Die DGB Bosse haben wohl das Schlimmste zu verantworten, was der Arbeitnehmerschaft passieren konnte. Sie haben sie gespalten, entsolidarisiert, zu Egoisten erzogen!

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Hr. Kreutzer,

ich habe noch keine so gut analysierte und zusammengefaßte Darstellung des Wirtschaftszyklus gelesen.

Besonders am Beispiel Deutschlands können wir ja sehr gut die einzelnen Stadien nachvollziehen und jeder, der wie ich in beiden Teilen des zuvor geteilten Landes gelebt hat, kann bestätigen, daß die Entwicklung genauso abläuft bzw. abgelaufen ist.
Haben die Deutschen Phase 1 nach dem 2. Weltkrieg noch gemeinsam erlebt, lief die Entwicklung danach in beiden Staaten getrennt ab, wobei sie in der DDR sozusagen zum Stillstand kam bis zur Wiedervereinigung.

Nicht zuletzt durch die Art und Weise, wie die Wiederveinigung dann gestaltet wurde, konnten wir im Osten nun nocheinmal einen Schnelldurchlauf ab Phase 2 erleben, der reproduzierbare Ergebnisse lieferte, was in der Wissenschaft ja eine Voraussetzung zum Beweisen einer Theorie ist. Dies dürfte historisch eine seltene Situation sein und sollte eigentlich dazu führen, daß man dieselben Fehler nicht zweimal macht.

Der Zusammenhalt in der Bevölkerung in der DDR war sehr groß, denn nur durch die gegenseitige Hilfe konnte man in der Mangelwirtschaft halbwegs zurechtkommen.

Auch die Schieber waren zugange (und verhaßt), besonders wenn sie exclusiv über frei konvertierbare Währung verfügen konnten und gleichzeitig SED Mitglied waren!


Kaum aber fuhr nach der Wende nicht mehr jeder den obligatorischen Trabant, sondern der eine den gebrauchten Golf und der andere den neuen BMW, war es mit dem Zusammenhalt vorbei und die "Klassenbildung" setzte ein, nach dem Motto: "...wir sind ja was besseres als ihr..." Schade eigentlich, daß sich die Menschen so leicht kaufen lassen...!

Spätestens ab Phase 4 setzt dann auch, wenn nicht, wie in der DDR durch Gewalt verhindert, ein Exodus der hoffnungslos gewordenen Bevölkerung ein.
So haben im Jahr 2006 rund 155.000 (!!) Menschen Deutschland verlassen - so viele, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr !
Dabei ist es relativ zweitrangig, ob die Hoffnungslosigkeit der Menschen daher rührt, daß man sie wie in der DDR einsperrt oder daher, daß man ihnen die sozialen Lebensgrundlagen wegnimmt, wie es leider in unserem Lande gerade geschieht.

viele Grüße



Lieber Herr Kreutzer
Was diese Leute so reden macht einen stets betroffen…

A nscheinend wollen die Leute das so.
R ichtig aufregen, tut sich doch eh keiner mehr.
S o schlimm ist das aber auch nicht oder!?
C hic, ist doch schon längst wichtiger als intelligent.
H aben wir denn wirklich soviel falsch gemacht?
L eider können nicht alle reich und schön sein.
O der wollen sie etwa, dass alle Investoren das Land verlassen?
C hic sein, heißt auch dabei sein, und das ist ja schließlich alles…
H och leben die freien Märkte! Nur die können unseren Wohlstand erhalten!
A rbeitslosigkeit ist eine Folge unserer Standortprobleme.
L ohndumping? Macht ruhig Eure Mindestlöhne, dann werden noch mehr Firmen flüchten!
A ngela Merkel ist Bundeskanzlerin
R egungsloser Widerstand
M acht nix, gegessen wird es trotzdem…

Wir sind nicht fähig zu begreifen weil wir betäubt sind. Wir spüren nicht die Arroganz, die Überheblichkeit, die Überlegenheit, die in Wahrheit immer nur Dummheit ist.

Wir hören die Parolen. Wir hören die Propaganda. Wir lernen geprägtes Scheinwissen. Wir werden geblendet mit bunten Bildern und falschen Hoffnungen. Man sagt uns bereits das sie es so machen und wie sie es machen, aber es regt sich nichts mehr…die, mit dem Gewissen, werden immer leiser, werden immer weniger, werden assimiliert…oder getötet. Wer nicht mehr weis wie man nachdenkt ist doch tot oder? Gilt nicht der als tot, bei dem lediglich Körperfunktionen festgestellt werden können…keine Hirnströme mehr?

Aber was ist es denn was uns fehlt? Haben wir nicht immer wieder gesagt, da oder dort fehlt der Sinn? Was also ist der Sinn?

Wir müssen wieder anfangen Fragen zu stellen. Grundsätzliche Fragen. Es reicht nicht einfach Trugbilder und Segenssprüche, wie in den Religionen, in denen der Christen und denen der Neoliberalen, zu erschaffen. Leitkultur und freie Marktwirtschaft passen zwar gut zusammen – aber sie ergeben erst einen Sinn, wenn sie erfüllt sind von der Absicht allen Menschen zu dienen und nicht davon die Menschen erst Untertan zu machen, um sie dann nur noch zu benutzen.

In Wahrheit sind wir doch die erstaunlichste und am höchsten entwickelte Spezies die wir kennen(was für ein Satz! Das wären die Nacktschnecken auch in einer Selbstbeurteilung…). Und doch erkennen wir nicht den Grund der uns treibt. Ist es so schwer zu verstehen, dass wir das alles nur für ein Gefühl tun? Alle Anstrengungen, im Großen wie im Kleinen, dienen doch nur einem Ziel, einem Gefühl…

 

Wie immer, von Herzen das Beste für Sie!





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