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Reaktionen auf den Paukenschlag No.22

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Hallo Herr Kreutzer

Das war zwar eine Wiederholung – aber eine, die wirklich nötig ist!

Ich möchte es herausschreien – wacht auf Leute! Macht euch Schlau! Erzählt es jedem und jeder die ihr kennt! Macht ihnen klar was hier passiert! Macht ihnen deutlich, dass es noch nicht vorbei ist!

Wenn man an der Schwelle steht, auf dem Grat…dann kommen einem seltsame Gedanken…

<Was macht, Macht? Wer Macht ausübt hat es doch viel einfacher oder? Wollt ihr nicht auch lieber ein wenig Macht? Macht ist wie eine Sucht. Macht erzeugt ein Gefühl von Überlegenheit. Es kribbelt in den Fingern wen man „es geschafft hat“ – wenn man endlich raus kommt aus dem Sumpf – „darum brauche ich mir keine Sorgen mehr zu machen…jetzt bin ich mal dran…Geiz ist …“ Nein – mir wird wieder übel. Macht ist gefährlich. Macht macht Geil! Wenn Macht die Massen kontrolliert und alle nur das tun, was Macht will, dann spürt man den Rausch. „Das ist ein Spiel, nur ein Spiel…was soll’s…die Einen, sitzen halt oben und die Anderen, unten auf der Stange! Da muss jeder sehen wo er bleibt…warum sollen wir uns denn den Kopf zerbrechen, lass das doch die Anderen tun! Solidarität? Pah!!! Solidarität…nur Gesellschaftsromantik von damals!? Nein, nein – es gibt nur diesen Weg! Wer soll so einen Blödsinn denn durchsetzen? Und das Haus und das Auto und das Boot? Wie sollen wir das denn noch bezahlen, wenn plötzlich jeder hier so werden kann wie wir…also nein, das geht mir jetzt aber wirklich zu weit! Entschuldigung aber ich habe außerdem und übrigens jetzt gerade überhaupt gar keine Zeit mehr …aber sie können es ja gern noch mal zu einem späteren Zeitpunkt versuchen…so 2050 wenn die Wende eintritt und das neuer Zeitalter der virtuellen Glückseligkeit begonnen hat…das ist Gleichnishaft…in der Tat! Ach, Moment noch, bevor sie gehen…hier – ja, nehmen sie das ruhig, für die Armen…viel Glück!“ >

Geschwätz? Ja, ich glaube das ist eines der Probleme die wir haben. Wir lassen zu viel Geschwätz zu. In einer Zeit der multimedialen Information wird das Gespräch zu einer Nebensache. Wir konsumieren nur noch Gedanken. Wir regen sie aber nicht mehr selbst an. Ein Verhalten, das sich im Zuge des gesellschaftlichen Abstiegs noch verschlimmert. Ein geplanter Abstieg. Die Reizüberflutung ist ein weiterer Schachzug der „Machthabenden“. Unsere Sinne werden betäubt. Wir fragen nicht mehr warum und wofür, die Gründe werden uns ja direkt mitgeliefert. Wozu also noch diskutieren?

Was für eine Erkenntnis! Was für ein Leben! Ein Leben ohne Grund und ohne Sinn…!? Ohne das Wissen um den Sinn?

“Wissen ist zwar Macht…aber Sie wissen ja…nichts wissen macht auch nichts oder?“

bis die Tage


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

unter all Ihren "Peaks" gehört dieser Paukenschlag wohl zu den Besten - irgendwie scheine ich 2004 noch nicht dabeigewesen zu sein, zumindest ist mir die "Freeware" noch nicht untergekommen bisher.

Herzlichen Dank wieder einmal für eine Zusammenfassung, die so deutlich und klar ist, daß unter den ganzen Politikern niemand mehr genau diese Zusammenhänge zugeben würde. Allerdings gibt es einen Aspekt, der täglich überdeutlicher wird und der hat mit Volkswirtschaft und diesem ganzen Unfug überhaupt nichts zu tun:

Politikern und allerhöchsten Konzernchefs geht es rein um die pure Macht - Geld ist dabei vollkommen unbedeutend. Kein reicher Spitzenmanager muß das Geld aufwenden um einen Hubschrauber zu kaufen, wenn er einfach anordnen kann, dass morgen früh einer bereitzustehen hat (eines meiner Lieblingsbeispiele wenn ich hierüber mit Leuten rede). Geld ist ein Spielzeug, welches uns - wie dem Esel die Möhre - vor die Nase gehalten wird (und genauso wie diesem immer knapp außerhalb unserer Reichweite), bestenfalls noch ein nutzbares Spielzeug für eine gehobene Mittelschicht, die es zwar nie in die Spitze schaffen wird, die aber überzeugend die Illussion aufrechterhalten kann (auch sich selber gegenüber) ein Ferrari im Stall, eine Rolex, ein Ferienhaus auf einer Schickimicky-Insel, die nette 20-Meter-Yacht und so weiter wären das Erstrebenswerte, da es einem dann ja ach so gut geht. Die echte Spitze interessiert all solches Spielzeug gar nicht, da sie sowieso nebenbei in einem guten Haus mit ruhigem Grundstück lebt und der Rest wird einfach angeordnet bei Bedarf (und natürlich sachkundig von den Steuern abgesetzt und somit von uns allen bezahlt).


Wir leben tatsächlich in einer inflationären Zeit - in einer Welt der Inflation der Worte und Begriffe. Wenn man sich nur einmal ein paar Talkshows anschaut, dann kriegt man selbst bei den seriösen Öffentlich Rechtlichen Sendern leicht mit, wie mit Begriffen um sich geworfen wird, die heute einfach nur noch Luftblasenwert haben, an die wir aber immer gewöhnt wurden. Sie werden uns um die Ohren gebombt bis sie auch offiziell so sinnentleert sind, wie sie es de facto bereits sind (wiederholen sie mal 40 oder 50 mal hinterinander das Wort "Zucker" nach der 50. direkten Wiederholung erscheint das Wort vollkommen sinnlos für eine gewisse Zeit).
Unsere Luftblasen sind Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Schutz der Bürger, Abbau der Arbeitslosigkeit und dergleichen mehr - hier weiß doch kein Mensch mehr was das wirklich bedeutet. (...)
Genauso wie bereits offiziell mit dem EU-Staatsvertrag (egal wie sie dieses Papier jetzt nennen) die uns vertraute Form der Demokratie abgeschafft wurde, genauso sind doch alle Rechte des Menschen schon längst abgeschafft worden - es wird nur noch dauernd sinnentleert vor sich hingebrabbelt wir hätten sowas noch. Und das ist ja nicht erst seit gestern so (ich erinnere als Beispiel nur einmal an viele Millionen Menschen, die in den 70er Jahren ein lautes und deutliches NEIN zu Aufrüstung, zu Atomkraft, Startbahn West, Castor und was-weiß-ich-noch-alles gesagt haben - wo, bitte schön, war die Mehrheit, die diese Menschen an Anzahl übertroffen hätte und die ein ebenso klares und vernehmliches JA gesagt hat? Ich hab noch niemals eine Demonstration gesehen, wo lautstark von 100.000 Menschen skandiert wurde "wir müssen Wackersdorf bauen!". Die Demokratie funktionierte doch in den 70er Jahren schon nicht mehr - in einer Demokratie hat man schließlich nur dann eine Stimme, wenn man sie auch benutzt angeblich - und genau das haben die Millionen demonstrierender Menschen getan bevor ihre Stimmen im Hagel von Hartgummigeschossen zertrümmert und ihre freie Meinungsäußerung in CS-Gas zerduscht wurde (zum Teil mit Mitteln, die in der Genfer Konvention geächtet sind).
Heute haben sie das Volk soweit, daß sie uns tatsächlich einreden können, mit staatlicher Diktatur, Überwachung und der totalen Kontrolle würde unsere Freiheit beschützt - da lachen doch die Hühner!

Wir sind zu Prozenten in Statistiken verkommen und es wäre einfach verrückt, anzunehmen, irgendeiner von den Chefs "da oben" würde auch nur einen Finger krümmen um daran was zu ändern - der Zustand wurde ja schließlich nicht extra über Jahrzehnte herbeigeführt nur um jetzt, da sie sich endlich auf ihrer Ziellinie befinden, wieder abgebaut zu werden. (...)

Tut mir leid, daß ich jetzt so einen Schwall losgelassen habe ,aber das mußte mal raus und ich mußte es mal jemandem mitteilen der's vielleicht versteht - und die Schäuble-Schnüffel-Experten, die sicher kaum bis zum 1.Jan.2008 abwarten werden bis sie sich in den neuen Apparat eingeübt haben, dürfen ruhig auch mal was Interessantes mitlesen. Nutzen wirds eh nicht.

Liebe Grüße und - wie gesagt - tut mir leid das mit dem Schwall

mit dankbaren Grüßen






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