Impressum - Pflichtangaben - Copyright

 Home alle Kommentare alle Leserbriefe  Stichwortsuche  Startseite Geld 

Reaktionen auf den Paukenschlag No.21

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.


Hallo Herr Kreutzer,

in fast allem stimme ich Ihnen zu. Allerdings sollte man unter den genannten Umständen das
"Auge um Auge" noch einmal überdenken.

Erkläre ich mich freiwillig bereit, meine Organe unter diesen neuen Bedingungen zu spenden, weiß ich, dass ich das Risiko eingehe, zum Nutzen anderer getötet zu werden. Ich sage es einfach so krass.

Ich jedenfalls bin dazu nicht bereit. Das schützt mich im Zweifelsfalle nicht unbedingt vor einer verfrühten Tötung, aber eine offizielle
Verweigerung ist die einzige Möglichkeit, die ich habe, dieses Risiko VIELLEICHT auszuschalten.

Wieso soll ich deshalb keinen Anspruch auf ein Organ haben? Bereits heute erhalten viele Nichtspender ein Organ von Spendern. Und jeder, der sich dazu bereit erklärt, sollte sich vorher Gedanken über die Risiken machen.

In einer Zeit, in der ich immer häufiger aus Profitgründen um mein Leben fürchten muss, werde ich einen Teufel tun und diesen
Menschenverächtern ihr Geschäft noch erleichtern. Das mag sich egoistisch anhören - das wäre es unter normalen Bedingungen auch.

Allerdings betrachte ich diese Verweigerung als Selbstschutz - und das Recht - denke ich - steht mir immer noch zu. So lange, bis wir alle gezwungen werden, unsere Organe zur Verfügung zu stellen. Und auch dieser Tag wird kommen, wenn er nicht bereits da ist und hinter verschlossenen Türen bereits so verfahren wird.

Diese Befürchtung ist - das glaube ich fest - durchaus angebracht!

Viele Grüße,






zum Artikel Paukenschlag No 21