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Reaktionen auf den Paukenschlag No.19

Auf fast jeden meiner Artikel hin erreichen mich viele
Zuschriften mit Anregungen und Kritik.

Weil die Inhalte oft auch zusätzliche Informationen beinhalten und andere, auch abweichende Standpunkte
erkennen lassen, will ich Sie alle daran teilhaben lassen und werde künftig an dieser Stelle eine Auswahl von
Leserbriefen, z.T. auf das Wesentliche gekürzt, online stellen. Zum Schutz der Absender allerdings nur in anonymisierter Form.



Sehr geehrter Hr. Kreutzer,

wir sehr sie mir doch mit diesem Paukenschlag aus dem Herzen sprechen...!

Ich habe jedoch den Eindruck, daß die Mehrheit der Menschen unseres Landes gar nicht wahrnehmen, was sich da eigentlich zusammenbraut.

... hat man ja nun ein paar gewaltbereite Linksradikale ausfindig machen können, so daß man nun ohne große Mühe alle
Gegner der Globalisierung zu potentiellen Terroristen ernennen kann. Ich frage mich, was Hr. Schäuble eigentlich gemacht hätte, wenn kein einziger gewaltbereiter Demonstrant zu finden gewesen wäre - aber das ist ja schon statistisch äußerst
unwahrscheinlich !

Mich hat die Stasi früher auch in Vorbeugehaft genommen damit ich nicht an den Treffen in der Nikolaikirche in Leipzig teilnehmen konnte. Die waren aber alle samt friedlich und ich bin und war niemals gewaltbereit!

Vielleicht dauert es ja nicht mehr lange, bis man mich wieder mal abholt, weil ich Internet Seiten von Attack besuche oder auf Ihren Paukenschlag antworte - und dies durch den Bundestrojaner geloggt wird.

Im Übrigen sollte sich Hr. Schäuble vielleicht einmal Gedanken darüber machen, was eigentlich passiert, wenn eine friedliche Menge von Menschen unserer Gesellschaft eine Sache ablehnt, diese Menge immer größer wird, aber irgendwann feststellt, daß durch ihr freidliches Demonstrieren überhaupt nichts verändert wird.

Man läßt sie friedlich vor sich hin demonstrieren, ignoriert sie einfach bis irgendwann ...
Der Rest ist eine Definitionsfrage, wo Gewalt anfängt.


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

jedem Menschen, dem beim Nachdenken nicht die Augenbrauen zusammenwachsen (die Formulierung ist übrigens von Terry Pratchett geklaut), ist diese Überwachungssituation schon seit den 70er Jahren klar, als nach den Anschlägen der RAF urplötzlich das Polizeiaufgabengesetz die unglaublichsten Änderungen erfuhr - und das Argument "wer nichts zu verbergen hat...." ist sowieso ein guter Witz. Nur weil ich nichts zu verbergen habe, heißt dies ja noch lange nicht, dass ich dem nächstbesten Polizisten meine Wohnungsschlüssel zur Aufbewahrung geben muß.
(...)
"Sicherheit" kann kaum eine begreifliche Begründung für den überwachten Menschen sein - selbst wenn tatsächlich einmal irgendwo was knallen sollte (...), käme kein Mensch auf den Gedanken, deshalb 80 Millionen Bundesbürger ausspionieren zu wollen. Es sterben täglich Menschen auf den Autobahnen und da kräht offensichtlich kein Hahn danach - welchen Unterschied macht es für den Toten, ob er von einer Bombe zerfetzt wurde oder vom Kühlergrill eines aus der Kontrolle geratenen LKWs?
(...) nach Angaben der ARD vom 3. Mai 2007 (sind) in Deutschland etwa 1,6 Millionen Alkoholkrank (wieviele Tote gibts da gleich wieder pro Jahr?) und etwa 1,4 Millionen Tablettenabhängig (wieviele Tote gabs da....?). Tendenz: steigend.
Trotzdem käme kein Gesetzgeber auf die Idee, Alkohol verbieten zu wollen. Das hieße ja, logische Schlußfolgerungen nicht nur zu ziehen, sondern sie auch umzusetzen.
Die Sorte Logik scheint so zu sein: Wir sehen alles was für unsere Argumente gut ist - der Rest wird einfach ignoriert.

Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich in der Hoffnung, das nach der amtlichen Lektüre dieser email keine Sondereinheit der Polizei gebildet wird, die bei braven Bürgern nun den Alkohol im Keller konfisziert oder gar das Tablettenschränkchen beschlagnahmt :-)
Man möchte ja niemanden auf noch unsinnigere Ideen bringen :-)




zum Artikel Paukenschlag No 19