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Allerlei Gefühltes
Gedanken zum Jahreswechsel 2007/2008


Egon W. Kreutzer
19. Dezember 2007

Die Menschen sind seltsame Wesen.

Das zeigt sich unter anderem auch daran, dass unter den zur Zeit lebenden, rund 6,5 Milliarden Einzelexemplaren keine zwei zu finden sind, die vollständig identisch wären. Ähnlich, ja; sogar sehr ähnlich und auch zum Verwechseln ähnlich, das gibt es - aber nicht identisch. Ob das gut ist oder schlecht, hängt nicht vom Urteil irgendwelcher Experten ab, die sich unter ganz bestimmten Blickwinkeln damit beschäftigten - es liegt schlicht außerhalb unserer Erkenntnisfähigkeit.

Wollte die Qualitätssicherungsabteilung eines Industrieunternehmens, wie es sie bis Ende der 70er Jahre überall noch gab, die Menschen bei der Endkontrolle in gelungene, normgerechte und misslungene, abweichende Exemplare aufteilen, sie müsste scheitern.
Sie würde die Vielzahl abweichender Reproduktionen, aus denen die Menschheit besteht, womöglich für eine unmäßige Verschwendung von Biomasse halten, weil - von den hochbezahlten Leistungen der Koryphäen der Fortpflanzungsmedizin abgesehen - fast alle Einzelexemplare vollständig in Schwarzarbeit und - mangels ausreichender Klärung des geistigen Eigentums an den genetischen Baumustern - auch ungestraft als mängelbehaftete Raubkopien in die Welt gesetzt werden.

Dass Qualitätssicherungsabteilungen heute weitgehend abgeschafft sind, hat seine Ursachen allerdings nicht in der Problematik der Beurteilung menschlicher Qualitäten, sondern darin, dass Fortschritt und Globalisierung einen Grad der Vollkommenheit erreicht haben, der "Qualitätssicherung" im Lichte dessen, was Volks- und Betriebswirtschaft für gesicherte Erkenntnis halten, endlich als das ansieht, was sie schon immer war, nämlich ein Wachstumshindernis.

Nur was schnell versagt, oder überhaupt nie funktioniert, nur was so schlecht ist, dass die alle paar Wochen auf den Markt geworfene, "verbesserte" Version von den Konsumenten in tiefer Dankbarkeit angenommen wird, nur was sich auch beim kleinsten Versagen absolut nicht wieder in Gang setzen lässt, was also mangels jeglicher Qualität auch keiner Qualitätssicherung bedarf, sichert nachhaltig den Fortbestand der Nachfrage und damit Umsatz und Gewinn.

Wer auch nur für einen Euro Hirn im Kopf hat, wird unmittelbar verstehen, dass es die immer schnellere, immer ausuferndere Erzeugung von Schrott und Müll ist, die jene Arbeit schafft, die wir uns, seit uns der biblische Fluch

"im Schweiße deines Angesichts sollst du..., usw."

getroffen hat, als die Erfüllung der platonischen Idee des "Sozialen" heiß ersehnen.

"Sozial ist, was Arbeit schafft."


Welch hehres Gefühl, einen derart vollendeten Satz aussprechen zu dürfen! Doch dürfen wir uns solche Gefühle überhaupt leisten? Liegt darin nicht eine gefährliche Selbsttäuschung?


Die Inflation des Gefühlten

Jörg Kachelmann, jener Meteorologe, dessen Stern steil aufstieg, als es ihm gelang, den Wetterbericht zum täglichen Sprachwust-Kreativ-Radebrech-Event umzuwandeln und damit all' jenen eine Freude zu bereiten, die zwischen intellektuellem und infantilem Vergnügen nicht sicher zu unterscheiden wissen, hat - soweit ich das feststellen kann - den Stein ins Rollen gebracht.

Über Hunderttausende von Jahren war die Menschheit ohne Thermometer, Barometer und Hygrometer und der darauf basierenden Präzision meteorologischer Prognosen ausgekommen. Die richtige Interpretation der sinnlichen Wahrnehmung aktueller Wetterphänomene und das Wissen um die Veränderung jahreszeitlicher Grundstimmungen reichte vollkommen aus, um sich - so man konnte - angepasst zu kleiden und die richtigen Zeitpunkte für Aussaat und Ernte zu bestimmen.

Es war wohl das Gespür des guten Märchenerzählers, das Jörg Kachelmann veranlasst hat, das bis dahin übliche, relativ reizlose Aufsagen von Messwerten (15 Grad Celsius, 1020 Millibar, 63% relative Feuchte, Windstärke 2 bis 3) aufzugeben und stattdessen von "Blumenkohlwolken" und "Bullenhitze" zu reden, auch einmal "den ganzen Rotz runter kommen zu lassen" und zum Schluss langweilige Temperaturen um Null Grad reißerisch als "arschkalt gefühlte 12 Grad minus" zu verkaufen.

Damit war es dem Meteorologen gelungen, sich auf dem Niveau später Neandertaler zu artikulieren - und endlich wurde er auch von allen verstanden.

Wer im zentralbeheizten Wohnzimmer vor dem Fernseher sitzt und damit den Kontakt zur Realität weitgehend verloren hat, wird nach dem Konsum eines auf den Malediven abgedrehten Weihnachts-Love-Schmalz-Dreiteilers möglicherweise auch im Januar nachts um halb elf - ohne nachzudenken - in Boxershorts und Netzhemdchen losziehen und sich mit den Zigaretten möglicherweise auch eine Lungenentzündung holen, weil er die im Wetterbericht emotionslos verlesene Reihe von Messwerten gar nicht erst aufgenommen hat.

Wer aber von Kachelmanns "gefühlter Kälte" durchdrungen ist, der wird schon beim Gedanken ans Hinausgehen vor grimmig-gefühlter Kälte klappern und sich brav und folgsam warm anziehen, mit Mütze und Schal, um dem Sensenmann mit rauchender Kippe von der Schippe springen.


Der Mensch ist eben ein seltsames Wesen.

Der Konstrukteur eines Roboters, der unterstellt, sein Geschöpf hätte einen Nutzen davon, über Informationen zur Temperatur der Umgebungsluft zu verfügen, würde an einem einzigen Punkt der Oberfläche des Kunstwesens, und zwar an einem Punkt, von dem angenommen werden kann, dass er unter allen Betriebsbedingungen außen liegt, einen hochpräzisen Temperatursensor anbringen und diesen so mit der übrigen Hardware verbinden, dass der aktuelle Messwert von den Programmen des Roboters bei Bedarf abgerufen und interpretiert werden kann.

Warum hat nun aber der Mensch an seiner gesamten Körperoberfläche eine Unzahl von absolut unpräzisen Temperatursensoren - statt eines einzigen, dafür wirklich funktionierenden an der Nasenspitze?

Weil es dem Menschen schnurzpiepegal ist, wie warm oder wie kalt die Luft ist. Er ist zufrieden, wenn ihm seine Sensoren ein Gefühl dafür geben, ob die Umgebung angenehm oder unangenehm ist. Und so stürzt sich der verrückte Mensch mehrmals nacheinander aus den wahnsinnig hohen Temperaturen der Finnischen Sauna in die wahnsinng niedrigen Temperaturen des Wassers im Tauchbeckens - und empfindet im Wechsel zwischen den Extremen höchstes Vergnügen - und mit jedem zusätzlichen Nervenende unter der Haut, das angenehme Gefühle vermeldet, wächst sein Vergnügen.

Jörg Kachelmanns gefühlte Temperaturen - so sie denn einigermaßen korrekt aus den Messwerten herausgelesen werden - sind dem Menschen aufgrund seiner Bauart und Entwicklungsgeschichte also weitaus eingängiger und nützlicher, als ein noch so präziser, auf ein Tausendstel-Grad genauer Messwert.

 

Neandertaler Kommunikation

Doch Vorsicht:

Was bei Kachelmann, über den Gag hinaus, als nützlich und sinnvoll angesehen werden kann, wird von anderen schamlos eingesetzt, um das Denken und Handeln der Menschen durch die offene oder verdeckte Ansprache des "Inneren Neandertalers" zu manipulieren.

Sie kennen die Geschichte von der Maus, die vor der Katze in den Kuhstall flüchtet, von einem frisch fallenden Fladen bis auf die Schwanzspitze verdeckt, also fast gerettet und am Ende doch entdeckt, herausgezogen und aufgefressen wird?

Sie erinnern sich an die daraus abgeleiteten Erkenntnisse?

Der Mensch ist wahrlich ein seltsames Wesen. Da rühmt er sich seines analytischen Verstandes, seiner überlegenen Intelligenz, seines umfassenden Wissens, seiner vielfältigen Fähigkeiten als Einzelwesen und der erhöhten Fähigkeiten im Zusammenwirken von Spezialisten unterschiedlicher Fakultäten, aber wenn es darauf ankommt, dann fällt ihm nicht ein, dass nicht jeder, der mit seinen Emotionen spielt, es auch gut mit ihm meint.

Willenlos und urteilsunfähig lässt er sich so leicht ein X für ein U vormachen, dass man bitterlich weinen möchte.

Der Trick funktioniert in beiden Richtungen.

A) Erklärt man dem hochentwickelten Gegenwartsmenschen, er habe sich von seinem "Inneren Neandertaler" in die Irre führen lassen, sein Problem sei lediglich ein "Gefühltes", das von den unbestechlichen Messwerten der Wissenschaft nicht bestätigt wird, so schämt er sich seines unwissenschaftlichen Gefühls und hört auf, sein Problem zu artikulieren.

Nach diesem Muster ist die "gefühlte Inflation" erfunden worden,
um den millionenfach erlebten Sachverhalt, dass das Geld immer schneller zu Ende geht und dass man immer weniger dafür bekommt, als eine Fehlinterpretation des "Inneren Neandertalers" hinzustellen, der einfach nur zu blöd ist, sein Konsumverhalten mit dem Warenkorb der Statistiker in Übereinstimmung zu bringen.

B) Erklärt man dem hochentwickelten Gegenwartsmenschen jedoch, er habe sich zu sehr von seiner Ratio lenken lassen, er sehe vor lauter analytisch betrachteten Bäumen den Wald nicht mehr, so greift er nur allzu gerne mit beiden Händen nach der ihm suggerierten und offiziell genehmigten Emotion und lässt sich zu jeder noch so irrsinnigen Einschätzung verleiten.

Nach diesem Muster ist der (gefühlte) "Weltmeister der Herzen" erfunden worden,
um den millionenfach erlebten Sachverhalt, dass die Mannschaft Deutschlands, die 2002 Vizeweltmeister war, 2006 nur noch den dritten Platz erreichen konnte, zu vertuschen und als eine Fehlinterpretation des Homo Technokratus hinzustellen, der einfach zu gefühlsarm ist, um das wahrzunehmen worauf es wirklich ankommt.

 

Inzwischen habe ich im öffentlich rechtlichen Fernsehen einen Experten gehört, der sich nicht scheute, in Bezug auf die aktuelle Diskussion um Managergehälter und Mindestlöhne von einer "gefühlten Ungerechtigkeit" zu reden, um den unruhig gewordenen Neandertalern klarzumachen, dass der von ihnen wahrgenommene Unterschied zwischen höchsten Managergehältern und den im Niedriglohnsektor gezahlten Entgelten zwar groß sei, dass sich das daraus hergeleitete Gefühl der Ungerechtigkeit aber mit den Mitteln der Vernunft nicht nachvollziehen lasse.

Was gerade noch fehlt, ist die Ansage, ein aufgeklärter Weltbürger müsse sich darüber im Klaren sein, dass die Gefangenen in Abu Ghraib, Guantanamo und sonstwo auf der Welt, wo CIA und andere Organisationen ihre Folterkeller unterhalten, sich zwar immer wieder über Folter beklagen, dass es sich dabei aber letztlich doch auch nur um "gefühlte" Folter...

 

Die nächste Zukunft

Das Jahr 2008 wird voraussichtlich ein Jahr großer, bedrückender Ereignisse.

Die von den USA ausgelöste Kreditkrise schüttelt die Weltwirtschaft. Die Chance für den großen Crash des weltweiten Finanzsystems ist größer denn je zuvor.

In Europa sind erste Anzeichen dafür zu erkennen, dass das Großprojekt EU gleich aus mehreren Gründen zu kollabieren beginnt. Eine Vielzahl von Neumitgliedern sucht und verlangt nach Vorteilen, welche die alte Gemeinschaft faktisch nicht gewähren kann. Der aufkeimende Widerstand der Bevölkerung gegen die demokratiefeindlichen Strukturen der Union wird nach der zu erwartenden Ratifizierung des neuen Vertragswerkes nicht einschlafen, sondern sich eher verstärken. Egoistische Alleingänge von Frankreich und England auf allen Feldern der Politik zermürben die Union und geben deutliche Hinweises auf ihren desolaten Zustand. Dass der deutsche Umweltminister Gabriel der in den letzten Tagen des alten Jahres von der EU noch frisch aufgelegten "CO2 Verordnung für Automobile" die Absicht abspricht, den Umweltschutz zu fördern und sie stattdessen als eine Attacke anderer Mitgliedsländer auf die deutsche Automobilindustrie bezeichnet, spricht Bände.

Die globale Knappheit an Energie und Rohstoffen, durch skrupellose Spekulanten schmerzhaft verstärkt, hält die Mehrzahl der Volkswirtschaften im Würgegriff.

Hinzu kommt die weltweit geschürte Angst vor dem Terror und die daraus resultierende Bereitschaft vieler Menschen, ihre Bürgerrechte gegen ein Linsengericht vermeintlicher Sicherheit hinzugeben und ihren Regierungen alle Freiheiten für geheimdienstliche und militärische Aktionen im In- und Ausland zuzubilligen.

In Deutschland bewegen wir uns - ganz im Sinne der neoliberalen Irrlehrer - weiter auf die völlige Verarmung weiter Teile der Bevölkerung zu. Das daraus erwachsende Gefahrenpotential für den sozialen Frieden wird auch mit immer neuen Überwachungsmaßnahmen nur mühsam unter Kontrolle gehalten werden können.

Kurzum: Die Situation ist explosiv!

Da muss gar nicht mehr daran erinnert werden, dass es - von den Medien weitgehend ignoriert - dem Iran zum Jahresende 2007 gelungen ist, seinen gesamten Ölhandel vom Dollar abzukoppeln. Dass gleichzeitig aus den USA gemeldet wurde, der Iran habe sein Kernwaffenprogramm schon vor Jahren aufgegeben, kann kein Zufall gewesen sein. Möglicherweise sahen diejenigen, die diese Geheimdiensterkenntnisse öffentlich machten, keine andere Chance mehr, den drohenden Angriff noch aufzuhalten, als ihrem Präsidenten auf diese Weise die Begründung zu nehmen.

Es muss auch gar nicht daran erinnert werden, dass es in Südamerika gelungen ist, eine eigene, internationale Bank zu gründen, mit deren Hilfe die Befreiung der südamerikanischen Staaten aus den Kreditfesseln von Weltbank und IWF vollzogen werden soll.

Es muss auch gar nicht daran erinnert werden, dass der "Freie Westen" wieder angefangen hat, quer durch alle Medien und Themenstränge den Popanz einer "Russischen Putin-Diktatur" aufzublasen und direkt und verdeckt mit raffinierten Anspielungen und sprachlicher Manipulation Stimmung zu machen, gerade so, als sei der Kalte Krieg nie unterbrochen gewesen.

Ein ganzes Arsenal voller Pulverfässern ist die Bühne - auf der die Verantwortlichen sich gegenseitig mit brennenden Lunten bedrohen, als ginge es darum, das letzte und endgültige Selbstmordattentat zu verüben.

Die Krise ist zum Greifen nahe.

Und wie immer in Krisenzeiten wird es nicht an Versuchen fehlen, die Völker mit den Mitteln abgefeimter Propaganda darauf einzustimmen. Es werden Lobeshymnen gesungen und es wird Hass geschürt werden. Es werden neue Helden präsentiert werden und neue Sündenböcke. Jeden Tag werden neue Experten auftreten, die uns erklären werden, dass unsere Sorgen nur gefühlte Sorgen, unsere Ängste nur gefühlte Ängste, unsere Not nur gefühlte Not und die zunehmende Unfreiheit nur eine gefühlte Unfreiheit sei - dass die in grellen Farben an die Wand gemalten Gefahren aber ebenso echte Gefahren sind, wie die ausländischen Investoren echte Freunde, dass amerikanische und deutsche Soldaten überall auf der Welt den Frieden schaffen und vor allem, dass sozial ist, was Arbeit schafft.

Sie werden uns außerdem erklären, dass deutsche Schüler trotz aller schlechten Wertungen unsere PISA-Sieger der Herzen sind und bleiben, dass Johannes B. Kerner weiterhin unermüdlich alle möglichen Besten aus der Anonymität ins Licht des Zweiten heben wird, damit man sie besser sieht und sie sich zum Vorbild nehmen kann. Man wird uns erzählen, dass Schäubles Aktivitäten zum Ausbau des Überwachungs- und Präventionsstaates, von den vielen zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätzen ganz abgesehen, Deutschland im internationalen Vergleich endlich wieder ganz nach vorne gebracht haben. Wir werden voller Stolz auch weiterhin die größten und schönsten Nettozahler der EU sein dürfen - und, vor allem, werden uns die Demoskopen bei jeder Gelegenheit beweisen, dass, ganz unabhängig davon, worum es geht, 70 Prozent der Befragten stets positiv denken und für das stimmen, was gute Bürger wünschen.

 

In jeder Krise liegt aber auch eine Chance - es kommt nur darauf an, sie zu erkennen und zu nutzen.

Das heraufziehende Chaos wird die Chance bieten, weltweit untaugliche, unmenschliche und ungerechte Systeme abzuschaffen und sie nach den Regeln einer neuen, menschenfreundlicheren Gesellschaft so zu ersetzen, das in Zukunft all' jenen einzigartigen, seltsamen Wesen, die als Menschen diese Welt bevölkern, ein gerechter Anteil an den Schätzen der Erde und an der produktiven Leistung ihrer Bewohner zuteil wird.

Das wird Selbstvertrauen, Weitblick, Mut, Fantasie und allem sehr viel Geduld erfordern.

Selbstvertrauen,

um sich gegen alle Formen der verlogenen Neandertaler-Kommunikation zu immunisieren und den eigenen Gefühlen zu vertrauen. Der Mensch ist ein seltsames Wesen. Weitaus besser konstruiert, als jeder Roboter. Seine Gefühle sind die zusammengefassten Ergebnisse einer individuellen Lagebewertung.

Weitblick,

um nicht erneut in den Irrtum zu verfallen, kurzfristige Renditeziele von Kapitalanlegern seien die beste Gewähr für eine positive Entwicklung der Menschheit. Gefragt sind Intuition und der sprichwörtliche "lange Atem".

Mut,

um überhaupt den Kopf zu heben, selbst zu denken und sich mit anderen über das auszutauschen, was, auch im Widerspruch zur herrschenden Lehre, als richtig und sinnvoll erscheint. Das kann dem einzelnen Nachteile bringen. Aber nur wenn überhaupt jemand den Mut findet, Neues zu denken und dafür einzutreten, kann auch wirklich gutes Neues entstehen.

Fantasie,

weil eine Welt ohne Fantasie ebenso öde und tot wäre, wie ein Kosmos ohne Zeit. Fantasie ist die Antriebsfeder für jegliche Veränderung. Um verkrustete Strukturen aufrecht zu erhalten, braucht es keine Fantasie - wohl aber, um solche Strukturen aufzubrechen und stattdessen Gutes, Neues zu errichten.

Sehr viel Geduld,

weil es leider wahr ist, dass Zähigkeit vor Fähigkeit geht. Stures Festhalten an falschen Erkenntnissen und Handlungsweisen wird jeden noch so fähigen Kopf zur Resignation zwingen, wenn seine Fähigkeiten nicht mit der gleichen Zähigkeit gepaart sind, wie das schiere Beharrungsvermögen seiner Gegenspieler. Was wurde nicht schon alles ausgesessen...


So wünsche ich Ihnen für das kommende Jahr 2008

vor allem das Glück, stets zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein - und dazu das nötige Selbstvertrauen, den Weitblick, den Mut, die Fantasie und die Zähigkeit, das Beste daraus zu machen.

Zu Ihrem persönlichen und zu unser aller Nutzen.

Alles Gute!

Egon W. Kreutzer

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die mir in den letzten Tagen ihre guten Wünsche für die Feiertage und das Neue Jahr gesandt haben.

Ich freue mich über jede einzelne E-Mail, jedes Fax, jede Karte - aber ich kann beim besten Willen nicht alle direkt beantworten.

 



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* 1949 im
oberfränkischen Neustadt bei Coburg

Egon W. Kreutzer
der Verfasser dieses Artikels
EWK - Verlag
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