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Grundeinkommen
Missbrauch einer guten Idee.


Nachtarocken zur Maybrit Illner Talkshow vom 3. Mai 2007

Götz Werner und Dieter Althaus, die prominentesten Protagonisten eines bedingungslosen Grundeinkommens, haben sich, wie Hedge-Fonds-Manager, über eine gute Idee hergemacht.

Dass nach der feindlichen Übernahme davon kaum noch etwas übrig geblieben ist, war bei Maybrit Illner am Donnerstag Abend nur schwer zu erkennen. Zu rabiat schlugen die Gegner (vor allem Schreiner und Metzger) in die völlig falschen, von der Thematik nur ablenkenden Kerben, und zementierten damit den engen Horizont, in dem sich die Konzepte bewegen.

Beide, Althaus und Werner, wollen letztlich nichts anderes, als die heute bereits gezahlten staatlichen Leistungen, vom Kinder- und Erziehungsgeld angefangen, über Arbeitslosengeld und Rente bis zum Zuschuss zu den Kosten des Pflegeplatzes aus Sozialhilfegeldern (das Geld ist schließlich da!), mit geringerem Aufwand und weniger differenziert nach neuen Regeln anders zu verteilen. Ihre Ansätze unterscheiden sich nur in Details der Gegenfinanzierung.

Dass der eine dazu ausschließlich die Mehreinnahmen aus einer massiv erhöhten Mehrwertsteuer verwenden will (was m. E. selbst theoretisch nur funktionieren kann, wenn man von völlig absurden Vorstellungen zum Verhalten der Marktteilnehmer ausgeht), der andere einfach nur auf den allgemeinen Steuertopf zugreift, der wegen des Wegfalls der Sozialbeiträge besser gefüllt werden kann, ist dabei ohne Belang.

Damit aber wird die Grundeinkommensidee, trotz aller gegenteiligen Behauptungen und Argumente von Werner und Althaus, soweit pervertiert, dass damit lediglich noch der Ersatz alter Ungerechtigkeiten durch neue Ungerechtigkeiten erreicht werden kann.

Das Motto heißt: „Gleiche Armut für alle!“
(fast alle)

Und der Hintergedanke bei beiden ist vermutlich der, auf diese Weise doch auch noch die eine oder andere Milliarde an Sozialtransferleistungen einsparen zu können.

Wenn ein Grundeinkommen zu einem positiven Ergebnis führen soll,

dann muss es darauf abzielen, bestehende Ungerechtigkeiten abzumildern. Das aber geht nicht durch blinde Gleichverteilung des Mangels, sondern nur dadurch, dass ein Teil der leistungsfreien Einkommen, die es ja gibt, und die heutzutage überreichlich aus Vermögen und Unternehmensgewinnen sprudeln, in leistungsfreie Einkommen auch derjenigen umgewandelt werden, deren Leistung es erst ermöglicht, von Zinsen, Mieten, Pachten, Spekulationsgewinnen und Dividenden zu leben.

Ein Grundeinkommen kann nur dann eine positive Wirkung entfalten, wenn es dazu dienen soll, die Gerechtigkeit im Allgemeinen und die Einhaltung der Menschenrechte im Speziellen zu fördern. Dazu aber müssen andere Finanzierungsquellen erschlossen werden.

Möglich wäre das.
Nicht so einfach, wie es sich Herr Althaus und Herr Werner vorstellen. Aber machbar.

Es ist dazu nichts erforderlich, was nicht schon als unveräußerliches Recht jedes einzelnen Menschen in der Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen festgeschrieben ist.

Ich habe mir die Mühe gemacht, dies alles in einem gut begründeten, in sich geschlossenen und realisierbaren Konzept zu Papier zu bringen.

Die Grund-Idee für mein Konzept eines „Wahlfreien Grund-Einkommens“
knüpft daran an, dass kein Mensch existieren kann, ohne ein Stück dieser Welt,
nämlich den Platz, an dem er sich körperlich aufhält, für sich zu beanspruchen.

Dieses Recht auf Grund, „das Grund-Recht“, entweder tatsächlich einzufordern,
oder, ersatzweise, statt der Nutzung des Anrechts auf Grund,
ein Anrecht auf einen Ersatz in Geld, zu beanspruchen,
führt direkt zu einer Form des „
Grund-Einkommens“,
die sich die (warum auch immer) Eigentümer von Grundstücke schon immer zubilligen.

Dass sich eine Grund-Reform zur Darstellung eines Grund-Einkommens durchaus ohne Enteignungen durchführen lässt, dass kein heutiger Grundeigentümer ein Argument dagegen vortragen kann – außer dem Verweis auf seinen unbeherrschbaren Egoismus – habe ich nachgewiesen.

Das Buch heißt::

Wolf’s wahnwitzige Wirtschaftslehre Band IV,
Kritik und Überwindung des aggressiven Eigentums.

 

 

Mehr Informationen finden Sie auf den Verlagsseiten,
wo Sie das Buch auch direkt bestellen können.


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