Home alle Kommentare alle Leserbriefe  Stichwortsuche  Startseite Geld 

Impressum - Pflichtangaben - Copyright


Wassermangel

Ein Kommentar zum aktuellen UN-Bericht, verbunden

mit einer kritischen Betrachtung des Eigentumsrechts und
der Vorstellung meines neuen Buches

"Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band IV"
Kritik und Überwindung des aggressiven Eigentums.

Egon W. Kreutzer
10. November 2006


Ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen besagt, dass weltweit 1,8 Millionen Kinder pro Jahr an den Folgen mangelhafter Wasserversorgung sterben.

Die Zahl der toten Kinder gibt aber immer noch nur ein völlig unzureichendes Bild der insgesamt verheerenden Situation:

Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Rund 2,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen.

UN-Untergeneralsekretär Ad Melkert, der den Bericht der Öffentlichkeit vorstellte, ging in seiner Interpretation deutlich über die nackten Zahlen hinaus. Er erklärte, die Ursachen für die Versorgungsprobleme seien zumeist politischer Natur. Die Wasserfrage habe in den meisten Ländern nur geringe politische Priorität.

Er forderte ein Menschenrecht auf sauberes und bezahlbares Wasser,

denn Macht und Reichtum auf der einen Seite und bittere Armut auf der anderen Seite, die eigentlichen Ursachen der Versorgungsprobleme, seien nicht von naturgesetzlicher Unausweichlichkeit.

Das Wasserproblem, das von Menschen gemacht ist, kann also durch Menschen gelöst werden. Notwendig ist es, zunächst das Verwerfliche an den Zuständen zu erkennen, und dann neue, vernünftigere Regeln zu finden.

Menschen verwehren anderen Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Grundlage dafür liegt in einem pervertierten Eigentumsrecht, dass es ermöglicht, Eigentum an den Lebensgrundlagen der Menschheit zu erwerben.

Grund und Boden in den Händen von Großgrundbesitzern, Wasser- und Energieversorgung in den Händen internationaler Konzerne, die Erbinformationen der Nutzpflanzen im Eigentum der Argar-Multis, die Rechte an Wirkstoffen in den Händen der pharmazeutischen Industrie und die Geldversorgung abhängig vom Wohlwollen der Banken, das sind die Umstände, die es ermöglichen, die lebensnotwendigen Bedürfnisse der Menschheit in erpresserischer Manier auszunutzen und größtmöglichen Profit daraus zu schlagen.

Ein Detail des UN-Berichtes besagt, dass arme Haushalte in El Salvador oder Nicaragua mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Trinkwasser ausgeben müssen.

 

Ist das nur eine ganz normale Reaktion der freien Märkte, die zur optimalen Verteilung knapper Güter führt?

Ist derjenige, der sich die Verfügungsgewalt über die Quellen gesichert hat, nur ein besonders kluger und weitsichtiger Geschäftsmann?

Oder ist es ein Skandal, dessen Ursprung in einem pervertierten Eigentumsbegriff liegt?

 

Eine klare Antwort auf diese Fragen gibt "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band IV", der Anfang Dezember im EWK-Verlag erscheint.

Das Buch analysiert den Inhalt unseres Eigentumsbegriffs und löst ihn auf, in zwei grundsätzlich unterscheidbare Erscheinungsformen. Da ist einmal das gute, friedliche Eigentum, dessen Erwerb und Erhaltung jedem Menschen zugestanden werden kann, weil er es nutzt, um seine Bedürfnisse zu befriedigen und weil er damit keinen anderen Menschen in seiner Teilhabe an der Welt behindert. Dem steht das aggressive Eigentum entgegen, dessen Zweck darin liegt, andere Menschen von der Teilhabe solange auszuschließen, wie sie nicht bereit sind, dem Eigentümer dafür das geforderte Lösegeld zu zahlen.

Das Recht auf Teilhabe, das schon aus der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen hervorgeht, wäre möglicherweise durch das Recht auf einen Anteil am Grund und Boden am radikalsten umzusetzen.

Unsere arbeitsteilige Zivilisation ist aber an einem Punkt angelangt, an dem ein Großteil der Menschen gar nicht mehr in der Lage wäre, den ihnen zustehenden Anteil auch sinnvoll zu nutzen.

Der Autor hat seine Lösung in dem Begriff

"Wahlfreies Grundeinkommen"

zusammengefasst. Jeder lebende Mensch hat ein Recht darauf einen "Anteil am Grund" zu nutzen, aber jeder kann sich dafür entscheiden, stattdessen ein "Grund-Einkommen" zu beziehen.

Wie sich diese "Grund-Idee" in ein funktionierendes Modell umsetzen lässt, wie der Übergang von den heutigen Eigentumsverhältnissen zu den zukünftigen ohne Enteigung gestaltet werden kann, wie Grundstücksbedarfe für die Wirtschaft und den Staat befriedigt werden, wie unterschiedliche Grundstückswerte berücksichtigt werden können - und wie dadurch letztlich Kinder- und Elterngeld, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe sowie die Grundrente durch das Grundeinkommen abgelöst werden, weil es sich perfekt gegenfinanzieren lässt, ist der Hauptteil des konzeptionellen Abschnittes.

Daneben werden aber auch für andere Formen des Eigentums, nämlich überall da, wo es gelingen muss, aggressive Auswüchse des Eigentumsrechts zu beschneiden, gangbare Vorschläge gemacht, die sich nahtlos in ein Gesamtszenario eines neuen, besseren, gerechteren, sozialeren Eigentumsrechts einfügen. Urheberrechte, Patente, Anteils-Eigentum an Kapitalgesellschaften, Einrichtungen der Grundversorgung etc. werden gewürdigt und neuen Lösungen zugeführt.

Dieses, mein jüngstes Buch, ist der letzte Band von "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre". Sie können es ab sofort über den EWK-Verlag bestellen.

Die Auslieferung beginnt am 4. Dezember 2006. Die ersten 200 Besteller erhalten ein nummeriertes, vom Autor handsigniertes Exemplar.

Hier geht es zur Vorstellung des Buches auf den Verlagsseiten.

und hier zu einem weiterführenden Aufsatz zum Thema

Nachtrag:
Noch am Tag der Veröffentlichung dieses Kommentars sandte mir ein Newsletterempfänger den folgenden Link:
http://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/index.php?/projekte/41_3302_DEU_HTML.php

Dort wird ganz konkret - und über jeden Verdacht der schmutzigen Propaganda erhaben - über die Probleme der privaten Wasserversorgung Manilas berichtet. Man kann es sich als Mitteleuropäer kaum vorstellen.

Aber Vorsicht! Die Globalisierung wird uns auch beim Wasser einholen, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern.

 

a


* 1949 im
oberfränkischen Neustadt bei Coburg

Egon W. Kreutzer
der Verfasser dieses Artikels
Besuchen Sie auch den EWK-Verlag
und überzeugen Sie sich davon, dass es uns ernst ist, mit unserem Motto:
Wir machen Bücher möglich!
Längst ist das Verlagsprogramm über den Klassiker "Wolf''s wahnwitzige Wirtschaftslehre" hinausgewachsen.
Mit unserem "Auswahl-Service" führen wir Sie auf kürzestem Weg durch das Programm zu dem Titel, der Ihren Wünschen für die Lektüre am Strand oder auf dem Balkon am besten entspricht.
Ausprobieren! Zum Auswahl-Service
"Ich freue mich sehr über Ihr Interesse und möchte Sie gerne auf weitere Angebote meiner Site aufmerksam machen - bitte sehen Sie sich um!" Mehr Aktuelles,
alle Leserbriefe,
alle Kommentare
die Statisitk zum Stellenabbau in Deutschland

Grundlagenwissen Geld - "...Geld ist nicht einfach da!"
kontakt/feedback
Newsletter bestellen
Der Patient ist die Lösung
Ein radikal vernünftiges Konzept zum Gesundheitswesen