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Per Saldo
eine eigentlich selbstverständliche, aber dennoch absolut außergewöhnliche Studie über den Verbleib des Geldes
von Dr. med. Dieter Petschow


 

Unter den unzähligen Übeln, welche den Zerfall ganzer Staaten herbeiführen, sind wohl

vier als die vornehmlichsten anzusehen:Nicolaus Kopernikus

innere Zwietracht,

große Sterblichkeit,

Unfruchtbarkeit des Bodens und die

Verschlechterung der Münze.

 

 

Die ersten drei liegen so klar zutage, dass sie schwerlich irgendjemand in Abrede stellen wird. Das vierte Übel jedoch, welches von der Münze ausgeht, wird nur von wenigen beachtet, und nur von solchen, welche ernster nachdenken, weil die Staaten allerdings nicht beim ersten Anlauf, sondern ganz allmählich und gleichsam auf unsichtbare Weise dem Untergang anheimfallen.

Nikolaus Kopernikus

 

 


Dr. med. Dieter Petschow,
Arzt für Innere Medizin

hat mit großer Akribie nachgerechnet, und herausgefunden, dass per Saldo
zu wenig übrig bleibt. Sie finden hier seine einleitenden Worte zu einem bemerkenswerten Memorandum über das Geld, das ich gerne im PDF-Format
auf meinen Seiten für die Öffentlichkeit verfügbar mache.

Den Link finden Sie am Ende der Einleitung.


Lieber Leser, liebe Leserin!

Irgendwann - ich kann das Datum nicht mehr genau benennen - hatte ich Politik-Talkshows und auch Politikermeinungen aus den Medien satt. Sie stimmten mit meiner Realität nicht überein. Am Morgen jeden Arbeitstags ging ich zur Arbeit, meine Mitarbeiter waren auch da. Wir waren fleißig, wie viele meiner Mitmenschen. Ich aber stellte fest:

Für unsere gemeinsame Arbeit bekamen wir weniger und weniger an Ertrag.

Nach zwei Jahrzehnten mittlerweile erheblich weniger! Lag das an mir, oder an den Angestellten? War ich ein zu wenig geschäftstüchtiger Freiberufler? Die Realität meiner Firma waren niedrigere Löhne, niedrigere Einnahmen. Daneben gab und gibt es nach wie vor den gleichen Anspruch unserer Kunden, bedient zu werden. Bedarf war genug vorhanden, Angebot auch, also stimmte irgendetwas mit der Nachfrage nicht, mit dem Geld. Ich wollte mir ein eigenes Bild machen, mit den Mitteln, die mir allein zur Verfügung standen. Dabei benutzte ich eine kaufmännische Betrachtungsweise, wie sie meinem Betrieb angemessen ist. Jahr um Jahr erstellen wir eine Einnahmeüberschussrechnung, d.h. mein Steuerberater zählt die Differenz zwischen Einnahmen und geschäftlichen Ausgaben. Was danach übrig bleibt, ist der Gewinn unserer Arbeit, abzüglich Brutto-Lohnsumme für die Mitarbeiter ergibt sich mein Anteil. Diesen muss ich versteuern. Danach bleibt jener Betrag, für den meine Frau und ich unsere Familie - in unsrer sog. sozialen Marktwirtschaft - ernähren und versorgen können. In betriebswirtschaftlicher Fachsprache heißt dieser Vorgang die Bildung eines Saldo, also der Differenz von Soll und Haben.

Nicht alles Geld, das eingenommen wird, steht den Menschen zum Einkaufen zur Verfügung. Nach Bezahlen aller betrieblichen Pflichten müssen noch Zinsen und Mieten, außerdem Steuern und Sozialabgaben entrichtet werden. Wenn dies alles bezahlt ist, verbleibt der verfügbare Rest für den „Gang zum Markt“, und diesen Rest nenne ich „effektiven Lohn“. In seiner Summe stellt er die Kaufkraft unsrer Arbeit dar. Für deren Erwerb gehen wir jeden Morgen zur Arbeit, jeder nach seinen Berufspflichten und Fähigkeiten. Was für mein Team gilt, trifft hierzulande für ca. 35 Millionen arbeitende Mitmenschen zu, eingeteilt in Arbeitnehmer, obwohl sie ja eigentlich ihre Arbeit geben, und solche, die Arbeit organisieren, also auch arbeiten, genannt Arbeitgeber. Zwar kenne ich nur meine eigenen betrieblichen Zahlen, die Ergebnisse meiner Millionen Nachbarn werden mir lediglich in Summen mitgeteilt, Beträge, die ich bei entsprechendem Surfen im Internet finden kann (siehe Quellenangaben). Mit den dort erhältlichen Daten habe ich versucht, sorgfältig wie ein ordentlicher Kaufmann einen Haushalt für Deutschland aufzustellen, dessen Ergebnis mir danach einen abgrundtiefen Schrecken einjagte. Wieder und wieder habe ich nachgerechnet, doch das Ergebnis blieb stets gleich. Ich suchte mir Hilfe, erntete dabei oft mildes Lächeln: Etliche Mitmenschen wussten längst Bescheid, andere waren diesbezüglich komplett ahnungslos. Die folgende Zusammenfassung soll Politikergeschwätz durchleuchten und gleichzeitig darstellen, dass es diese Berufsgruppe ungeheuer schwer hat, unseren Staat anders zu führen als bisher getan, denn unser Geldsystem war nie Gegenstand politisch-demokratischer Entscheidung, es ist in Deutschland auch nicht Gegenstand von Allgemeinbildung. Unser gegenwärtiges Geldsystem widerspricht grundlegenden Prinzipien unserer Verfassung, insbesondere dem Freiheitsrecht, dem Gleichheitsgrundsatz, dem Eigentumsrecht, der Sozialstaatlichkeit und dem Ziel gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Der Grundgesetzgeber hat das Geldsystem vorgefunden und nie problematisiert, und so befindet sich die wirtschaftliche Realität von 80 Millionen Deutschen außerhalb der von der Verfassung vorgegebenen Grundrechte. Meine Arbeit will ich jedem vorlegen, der sie lesen möchte. Ich habe kein Copyright auf Abbildungen und Darstellungen. Jeder Bürger sollte diese Zusammenhänge kennen lernen. Deshalb habe ich beschlossen, meinen Rechenweg aufzuschreiben.

Hier ist das komplette Dokument.


Langenhagen, im Mai 2005

Dieter Petschow

E-Mail dr.pet.prax@t-online.de

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