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Ungeheuerlich!

Ein halbes Prozent für die Katz
die deutschen Banken geben die Zinssenkung nicht weiter

Das Geld müsse billiger werden, die EZB müsse endlich die Zinsen senken, nur mit billigem Geld könne die Konjunktur wieder anspringen ..., so die Begründung für den lange gepflegten, allgemeinen Wunsch nach Zinssenkungen auch in der Euro-Zone.

Alles nur Sprüche, meint Rolf-Ernst Breuer, der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken jetzt, nachdem Wim Duisenberg sich zu einem erheblichen Zinsschritt durchgerungen hat, und läßt mit unglaublicher Selbstgefälligkeit die Luft aus diesen Hoffnungen. Das halbe Prozent brauchen die Banken wegen ihrer Ertragsschwäche selbst, an eine Weitergabe an die Kunden könne vorläufig nicht gedacht werden.

5.650.000.000.000 Euro (5,65 Billionen) haben die deutschen Banken an inländische Schuldner verliehen. Unterstellen wir, daß davon nur die Hälfte zu variablen Zinsen verliehen ist und unterstellen wir, daß die jährliche Abschlußssumme für neue Kredite nur ein Fünftel dieses Betrages ausmacht, dann hätte der halbe Prozentpunkt der EZB - bezogen auf das ganze nächste Jahr - eine Entlastung der Wirtschaft und der Konsumenten um etwa 20 Milliarden Euro bedeuten können. Das jedenfalls war wohl die von Wim Duisenberg und seinen Beratern vorgesehene, positive Wirkung für die deutsche Volkswirtschaft.

Das harsche Signal aus den Trutzburgen der deutschen Geschäftsbanken sollte die EZB richtig interpretieren und den Zinsschritt bei nächster Gelegenheit rückgängig machen.

Denn als Nothilfe für Banken,

können EZB-Subventionen nicht gedacht sein, schon gar nicht, wenn sie dazu dienen, die unbescheidenen Gehälter glücklos agierender Bankvorstände zu sichern.

Mehr über die Zusammenhänge des (globalen) Wirtschaftens erfahren Sie in
>>Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II
<<
von Egon W. Kreutzer
.............unbedingt lesenswert!

Eigendruck, Selbstverlag

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eine schon vor ein paar Tagen gegebene Begründung für die Unlust der Banken, Kredite zu niedrigen Zinsen auszureichen, finden Sie hier.

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