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Von: "EWK_...der_Unternehmerberater" <EWKberater@knuut.de>
An: <leserbriefe@spiegel.de>
Betreff: Verwzeiflungstäter, Heft 49
Datum: Mittwoch, 4. Dezember 2002 10:38

Sehr geehrte Damen und Herren, zu dem Aspekt "Schwarzarbeit" die in Ihrer Titelgeschichte aus Heft 49 "Die Verzweiflungstäter" eine tragende Rolle spielt, sind mir einige Zweifel gekommen:

Schwarzarbeit für 350 Milliarden Euro in 2002 ?
Grober Unfug!

Nur wenn man die Schwarzarbeiterstunde, für die im Durchschnitt 10 Euro gezahlt werden, mit dem Stundensatz der jeweiligen Gewerke in Ansatz bringt und dann noch das Material zu Handwerkerpreisen dazunimmt, kommt die Stunde auf 100 Euro, und auf 116 mit Mehrwertsteuer. So ließen sich aus dem Volumen dann die 3 Milliarden Stunden Schwarzarbeit zurückrechnen, die es vielleicht tatsächlich gibt.

Bei vernünftiger Betrachtung kommt heraus, daß das Volumen der Schwarzarbeit bei 30, höchstens 35_Milliarden Euro liegen kann. Das dabei verbrauchte Material haben sich die Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber für schätzungsweise 100 Milliarden Euro ganz regulär im Baumarkt und im Fachhandel gekauft. Es sollte niemand glauben machen wollen, daß mit der totalen Unterdrückung der Schwarzarbeit plötzlich Steuer- und Abgabenmilliarden in die Kassen sprudeln würden. Eher würden weitere Einnahmen wegbrechen (Material). Es fehlt nämlich nicht nur dem Staat am Geld, es fehlt den Haushalten und vielen Unternehmern auch und das nicht, weil sie es verschwendet hätten, sondern weil es der realen Wirtschaft durch spekulative Engagements entzogen worden ist.

Das "Geld als solches" fehlt. Das ist das eigentliche Problem, das auch durch niedrigere Zinsen nicht gelöst wird, weil dadurch zwar ein Anreiz geboten wird, sich zu verschulden, aber keinerlei Anreiz, Geld zu verleihen, wenn man es außerhalb der realen Wirtschaft vor und nach Steuern weitaus rentabler
"arbeiten(!)" lassen kann, und das haben inzwischen auch die Banken begriffen.

Mehr über die Zusammenhänge des (globalen) Wirtschaftens erfahren Sie in
>>Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II
<<
von Egon W. Kreutzer
.............unbedingt lesenswert!

Eigendruck, Selbstverlag

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Mit besten Grüßen

Egon W. Kreutzer

Schrobenhausener Str. 15, 86556 Kühbach-Unterbernbach
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