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Sehr geehrte Damen und Herren,
im folgenden ein "schrecklicher Gedanke" zu den Plänen der Hartz Kommission. In der Hoffnung, mir damit einen Ehrenplatz in der Reihe der "sozialdemokratischen Bedenkenträger und Blockierer" erwerben zu können, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Egon W. Kreutzer
-------------Eine Übersicht aller Kommentare zu HARTZ gibt es hier ----------------------------------------------------------
Die Peter-Hartz-Show
David Copperfield schaffte es einst, die amerikanische Freiheitsstatue
verschwinden zu lassen. Obwohl alle Zuschauer wußten, daß
die weltberühmten 225 Tonnen Stahl und Kupfer ihren Platz
auch nicht für einen winzigen Augenblick verlassen würden,
war ihnen die perfekte Illusion einen hohen (Eintritts-) Preis
wert. Nun schickt sich Peter Hartz an, ein ähnliches Kunststück
zu vollbringen und die ersten Kommentare aus allen politischen
Lagern lassen darauf schließen, daß die Peter-Hartz-Show
ihre zahlenden Zuschauer finden wird.
Innerhalb von drei Jahren will der VW-Mann die Hälfte der
Arbeitslosen rückstandsfrei aus den Statistiken verschwinden
lassen - hauptsächlich per Umbenennung. Der Arbeitslose wird
zum Angestellten des Leih-Arbeiter-Amtes umbenannt und erhält
Angestelltengeld(?); schon sind 780.000 + 450.000 Arbeitslose
raus aus der Statistik. Der Schwarzarbeiter heißt künftig
Ich-AG und zahlt weiterhin weder Sozialversicherungsbeiträge
noch die reguläre Einkommensteuer und schon sind wieder 500.000
Arbeitslose verschwunden. 230.000 ältere und Langzeit-Arbeitslose
werden (weg mit dem Tabu!) von vornherein als "Chancenlose"
bezeichnet und brauchen deswegen auch nicht mehr gezählt
zu werden.
Der Plan ist so brillant, daß man sich unwillkürlich fragt, warum Peter Hartz die Arbeitslosen damit nur zur Hälfte verschwinden lassen will. Doch den ersten 50 Prozent folgt wohl noch der eigentliche Trick des Magiers aus Wolfsburg, der finale Paukenschlag in der Sinfonie für Butterbrot und Peitsche. Bei den 2 Millionen, die nach drei Jahren des Aussortierens immer noch als Arbeitslose in der Statistik erscheinen, kann es sich nämlich um nichts anderes mehr handeln, als um den lange vermuteten Bodensatz von Faulenzern und Drückebergern.
Umbenennung, fertig!
PS
Der Trick läßt sich, mit kleinen spezifischen Anpassungen,
ebenso anwenden, um die Probleme in der Kranken-, Renten- und
Pflegeversicherung verschwinden zu lassen. Wir werden es erleben!
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Egon W. Kreutzer, Schrobenhausener Str. 15, 86556 Kühbach-Unterbernbach
Fon 08257 990701, Fax 08257 990702, Mail EWKberater@knuut.de
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>>Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II<< von Egon W. Kreutzer.............unbedingt lesenswert! |
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