Impressum
 Home alle Kommentare alle Leserbriefe  Stichwortsuche  Einmischen 
Von: "EWK_...der_Unternehmerberater" <EWKberater@knuut.de>
An: <leserbriefe@spiegel.de>
Betreff: Essay zur Arbeitslosigkeit, Pfeiffer 18/2002, Glotz 07/2002
Datum: Donnerstag, 2. Mai 2002 10:16

Sehr geehrte Damen und Herren der Spiegel Redaktion,

der folgende Aufsatz kann natürlich nicht mehr als Leserbrief angesehen werden. Das ist mir bewußt. Es handelt sich dabei auch eher um das klassische "unverlangt eingesandte Manuskript"; aber wie hätten Sie auf die Idee kommen sollen, von mir ein solches Manuskript zu verlangen?

Wie auch immer, die persönlichen Animositäten des Herrn Pfeiffer gegenüber Herrn Glotz haben meiner Meinung nach weit weniger zur Erhellung der Situation beigetragen, als mein Beitrag, den ich ganz bewußt mit "hart am Essay vorbei" überschrieben habe und von dem ich annehme, daß er von vielen Spiegel-Lesern mit Interesse aufgenommen würde.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Freude bei der Entscheidung über das Schicksal dieses Textes.

Mit besten Grüßen

Egon W. Kreutzer
--------------------------------------------------------------------------------
Hart Am Essay vorbei:
Es fehlt am Geld, nicht an der Arbeit!
Von Egon W. Kreutzer

Es ist unglaublich.

Da ist einer aufgestanden, Peter Glotz, und hat seiner Resignation freien Lauf gelassen: Arbeitslosigkeit sei unvermeidbar, hat er geschrieben und begründet, warum das Thema im Wahlkampf für beide Kandidaten schwieriges Terrain sei.
Ein anderer, Ulrich Pfeiffer, ist sitzengeblieben, am Schreibtisch, voll mit alten Rezeptbüchern und neuen Serviervorschlägen, und verkündet, elf Spiegelausgaben später, er sei im Besitz jenes Wissens, dessen Anwendung in einem (nur) zehnjährigen Modernisierungsprozess zur Wiederherstellung der Vollbeschäftigung führe; Herr Glotz hingegen, meint Herr Pfeiffer, führe mit seiner Resignation, seinem Zynismus, seinem Fatalismus in die Irre. Liest man beide Essays nacheinander, "am Stück" sozusagen, läßt das Verlangen, sich einzumischen, erst einmal nach. Peter Glotz hat über den Wahlkampf geschrieben, über die Schwierigkeiten beider Kandidaten, einlösbare Wahlversprechen zum wirtschaftlichen Wohlergehen der Mehrzahl der Wähler abzugeben. Ulrich Pfeiffer hat ein wirtschaftspolitisches Konzept aufgeschrieben, das sich auf zwei Empfehlungen reduzieren läßt: a) die Quote der "Höherqualifizierten" unter den in Deutschland ansässigen Ausländern sollte erhöht werden, b) der Markt sollte von lähmenden Fesseln befreit werden, damit der Wettbewerb seine segensreichen Kräfte entfalten könnte.

Die erste Empfehlung ist von geradezu sibyllinischer Brillanz, läßt sie sich doch jedem Wähler - von ganz rechts bis ganz links - mühelos als heiligender Zweck verMitteln. Der zweiten Empfehlung, obwohl weit wortreicher verkündet, mangelt es an jeglicher Originalität; sie ist nichts anderes, als halbverdaut-widergekäuter Neoliberalismus.

Es keimt die Frage auf, ob denn von Essayisten überhaupt ein Beitrag zur Verminderung der Arbeitslosigkeit geleistet werden kann und wie das wohl anzustellen wäre. Ich schlage vor, um dieser Frage ernsthaft nachgehen zu können, erst einmal den resignierenden Glotz und den räsonierenden Pfeiffer zur Seite zu schieben, Schröder und Stoiber, Merz und Merkel und den Wahlkampf für ein paar Augenblicke zu vernachlässigen und den Dingen, ohne strategisches Kalkül und ohne taktische Finessen, hart am Essay vorbei, in naiver Neugier auf den Grund zu gehen.

Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, Wachstum und Export, Gewinne und Kaufkraft, Konjunktur und Börsenfieber werden uns von den Auguren gerne zum unberechenbaren Naturereignis verklärt. Die Psychologie der Märkte, die man eben nur immer im Nachhinein analysieren, kaum jemals aber zutreffend vorhersagen kann, die chaostheoretischen Akkumulationen von Milliarden unbedeutender Einzelentscheidungen, die am Ende zu Instabilität und zum Umschlagen der Stimmung führen, die immer stärkeren Einflüsse weit entfernter (und oft auch völlig unbedeutender) Ereignisse auf unsere heimatlich-globalen Märkte, das sind die Faktoren, in denen alle Ursachen für gegenwärtige und zukünftige Mißstände zu finden seien.

 

Doch damit nicht genug. Denn neben allen allgemeinen Erklärungen zu den Unwägbarkeiten der Weltenläufte, die jeweils eigenes Versagen entschuldigen sollen, fehlt es nicht an Versuchen, beim politischen Gegner die Schuldigen, die Ver-Ursacher auszumachen, die "es" zu früh oder zu spät, zu viel oder zu wenig, zu lax oder zu streng getan, oder - und das klingt immer noch am überzeugendsten - die einfach "Nichts" getan, nur tatenlos zugesehen hätten. So wurde zur Erklärung der Wirkungsprinzipien des Volkswirtschaftens rings um die Arbeitslosenstatistik ein Denkgebäude errichtet, das Arbeitslosigkeit zuallererst und ohne große Mühe zum Zeichen des Versagens der jeweiligen Regierung erklärt, der vorgeworfen wird, die längst geforderten Bedingungen für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln einfach nicht herzustellen. Daraus ergäben sich unzureichende Gewinne, und Unternehmen, die sich nicht richtig rentieren, bräuchten auch keine, oder nicht so viele, oder doch wenigstens keine zusätzlichen Arbeitskräfte. Folgt man der Logik dieser kritischen Erwägungen, so hätten wir ohne jeden Zweifel seit 50 Jahren ein dauerhaftes Paradies der Vollbeschäftigung genießen können, wäre es der Regierung nur gelungen, stets alle Forderungen der Wirtschaft zu erfüllen.

Regierungen stehen aber, auch beim besten Willen, regelmäßig vor dem Problem, sich irgendwann eingestehen zu müssen, daß die Forderungen der Wirtschaft unter Berücksichtigung aller relevanten Rahmenbedingungen nicht zu erfüllen sind, jedenfalls nicht sofort und nicht in vollem Umfang. Regierungen neigen daher dazu, Wirtschaftskompetenz dadurch zu beweisen, daß sie der Wirtschaft weitgehend Recht geben, einen Teil der Forderungen erfüllen und dann erklären, daß - nachdem die Regierung das ihre getan habe - nun die Bevölkerung, also die Arbeiter und insbesondere die Arbeitslosen, um die es ja ginge, endlich auch das ihre zu tun hätten, damit die Wirtschaft dann endlich tun könne, was sie wolle. Danach übertreffen sich Opposition und Regierung in der Auslegung dessen, was man von den Arbeitslosen erwartet. Wenn der Aufschwung nicht kommt, kann es leicht passieren, daß Politiker mit Feuereifer unter den Arbeitslosen nach Schuldigen suchen, weil diese in einem viel zu gut gepolsterten sozialen Netz nur die Wohltaten des Sozialstaates in Anspruch nähmen und sich darum drückten, die Konjunktur anzukurbeln, ...als ob sie das wirklich könnten.

Daß in diesem Wahljahr ein Teil der anklagenden Finger auch auf die Bundesanstalt für Arbeit zeigt, ist nur eine neue Variante, beileibe kein Meinungsumschwung.

 

 

Was also ist Arbeitslosigkeit?

Arbeitslosigkeit sollte endlich als das begriffen werden, was sie im Grunde wirklich ist, nämlich nichts als die Differenz zwischen jener Zahl von Menschen, die benötigt werden, um die an den Märkten absetzbare, volkswirtschaftliche Gesamtleistung zu erbringen und der Gesamtzahl derjenigen Menschen, die bereit sind, ihre Kraft und ihre Fähigkeiten gegen Entgelt in den Prozeß der Leistungserzeugung einzubringen.

Nach allen sinnvollen und notwendigen Korrekturen an der Statistik bleibt von den vier Millionen ausgewiesenen Arbeitslosen doch unter dem Strich die Erkenntnis übrig, daß in Deutschland zur Zeit mindestens 2,5 Millionen wirklich arbeitswilliger Menschen zur Leistungserstellung nicht gebraucht werden.

Sie werden nicht gebraucht, weil es sich für die Wirtschaft, für die Banken und für die Anleger nicht lohnt, diese 2,500.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Sie werden nicht gebraucht, weil die Nachfrage nach den Produkten dieser 2,500.000 Arbeitsplätze weltweit nicht vorhanden ist. Immerhin entstünde aus 2,500.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen ein jährliches Umsatzvolumen in der Größenordnung von mindestens 150 bis 200 Milliarden Euro. Sollte das innerhalb Deutschlands auf den Markt geworfen werden, müßte jeder Bürger (vom Kleinkind bis zum Greis) jährlich weitere Artikel im Wert von rund 2000 Euro verkonsumieren. Um diesen Konsum bezahlen zu können, müßte jeder Erwerbstätige jährlich rund 5.000 Euro netto(!) mehr verdienen. Wollten wir, weil im eigenen Lande die Kaufkraft fehlt, die sich bei Vollbeschäftigung ergebende Mehrproduktion exportieren, so käme alleine dadurch eine Steigerung des Exportvolumens um mindestens 25% heraus!

Wer sich diese Zahlen vor Augen hält und die gigantischen Dimensionen zu würdigen vermag, wird die gesamte politische Auseinandersetzung der letzten 15 Jahre zum Thema Arbeitslosigkeit als das erkennen, was sie immer noch ist, nämlich Heuchelei. Die Ursachen für den Rückgang der Beschäftigung liegen nun einmal nicht im unzureichenden wirtschaftspolitischen Bemühen der Bundesregierung und auch nicht darin, daß sich ein Teil der Bevölkerung ein Recht auf Faulheit herausnimmt. Die Ursache liegt darin, daß die Nachfrage nach Gütern und Leistungen weltweit kleiner ist, als die bei Vollbeschäftigung erreichbare Gesamtproduktion. Das war schon immer so, nur ist es den Industrienationen früher besser gelungen, diese Nachfrageschwäche aus dem eigenen Wirtschaftsraum herauszuhalten. Jetzt wächst global zusammen, was auf engstem Raum zusammenlebt und die globale Bilanz bringt es an den Tag, daß die Weltwirtschaft ein einziges großes Schneeballsystem ist. Denn alles Wirtschaften - ob mit Konsumartikeln oder Investitionsgütern, mit Büromaterial oder im Straßenbau - dient nur dazu, ganz am Ende einen Endbezahler zu finden. Einen Kunden, der mit allem Notwendigen und allem Überflüssigen direkt oder auf dem Umweg über öffentliche oder gemeinnützige Institutionen in dem Maße bedient werden muß, wie er unter allen Anstrengungen gerade noch zu bezahlen in der Lage ist.
Niemand würde mit dreistelligem Millionenaufwand eine Walzstraße errichten, wenn das damit erzeugte Stahlblech nicht am Ende in Form von Kotflügeln, Bratpfannen und Computergehäusen wieder von einem Endverbraucher verbraucht, von einem Endbezahler bezahlt würde.

Von der Urerzeugung bis zum Handel und den Dienstleistern steht die Wirtschaft in vielfältigen Wechselbeziehungen zueinander und akkumuliert entlang den arbeitsteilig organisierten Leistungsströmen alle Kosten, alle öffentlichen Lasten und alle Gewinn- und Zinserwartungen zum Endkundenumsatz.

Dem Endkunden steht aber, solange er nicht sein ererbtes oder sonstwie angesammeltes Vermögen angreift, nichts anderes zur Verfügung, als sein Lohn oder sein Gehalt aus nichtselbständiger Arbeit - und - in wirtschaftlich gesunden Unternehmen liegen die Personalkosten immer unter den Umsatzerlösen.
Folglich kann die Kaufkraft der Mitarbeiter jedes einzelnen Unternehmens niemals ausreichen, um die gesamte eigene Produktion aufzukaufen, wie soll also die Kaufkraft aller Beschäftigten ausreichen, die Produkte und Leistungen aller Unternehmen zu bezahlen? Selbst wenn wir überflüssigerweise differenzierter betrachten und feststellen, daß Unternehmer und reine Kapitalgeber ja auch konsumieren, daß ein Teil der Zeche also im Vorfeld ausgeglichen wird, stehen wir doch vor der unbestreitbaren Tatsache, daß die Bevölkerung, deren Lohn- und Gehaltssumme ja immer nur einen Teil des Produktionswertes ausmachen kann, damit niemals in der Lage sein wird, die ihr zugeteilte Rolle des Endbezahlers vollständig wahrzunehmen.

Mehr über die Zusammenhänge des (globalen) Wirtschaftens erfahren Sie in
>>Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II
<<
von Egon W. Kreutzer
.............unbedingt lesenswert!

Eigendruck, Selbstverlag

zur Buchpräsentation

zur Buchbestellung

Daß es speziell uns Deutschen trotzdem so lange so gut ging, läßt sich im wesentlichen auf zwei Ursachen zurückführen: Einerseits ist es uns über viele Jahre hinweg gelungen, den Leistungsüberschuß der eigenen Volkswirtschaft zu guten Preisen zu exportieren und gleichzeitig für den eigenen Bedarf preiswert zu importieren. Die wirtschaftliche Folge war Wohlstand im Binnenmarkt. Die Probleme bei unseren Handelspartnern, nicht nur in der Dritten Welt, würden sich, so hörten wir, bei ausreichender Ausweitung der Handelsbeziehungen schon von selbst in Luft auflösen. Andererseits stützte und stützt sich ein guter Teil des Wachstums unseres Wohlstands auf die Krücke fortschreitender Kreditfinanzierung des Wirtschaftskreislaufes. So gelang es bisher, akute Kaufkraftschwäche aus der Gegenwart in die Zukunft zu verlagern und damit Wachstum und hohes Beschäftigungsniveau auf Pump zu finanzieren.

Über längere Betrachtungszeiträume und bei immer weiterem Zusammenwachsen der Wirtschaftsräume lösen sich die Wirkungen von glücklichem Außenhandel und Kreditfinanzierung aber vollständig auf. Übrig bleibt die Tatsache, daß die Löhne und Gehälter und die Geldschöpfung über Konsumentenkredite und Eigenheim-hypotheken nicht ausreichen, um die bei Vollbeschäftigung mögliche Gesamtleistung an den Märkten abzusetzen, daher wird - obwohl es Not und Mangel und damit Gelegenheit für sinnvolle Arbeit auf der Welt im Übermaß gibt - nur soviel produziert, wie sich mit gutem Gewinn absetzen läßt. Übrig bleiben Arbeitslose.

Leider hat sich unsere Wirtschaft so entwickelt, daß Kapitalgeber, Unternehmer und Leitende Angestellte immer größere Anteile des Produktivitätszuwachses als Gewinn für sich behalten und ihr Geld dort ansammeln, wo bei gerade noch beherrschbarem Risiko die höchstmögliche Rendite versprochen wird! Bliebe dieses Geld als Kaufkraft im Umlauf, wir könnten Vollbeschäftigung haben, die Wochenarbeitszeit deutlich senken und auf jegliches quantitative Wachstum verzichten.

Doch das Geld, das eigentlich dringend benötigt würde, um die Tauschvorgänge in der Welt realer Produkte und Leistungen zu ermöglichen, zieht sich mehr und mehr in einen inneren, irreal-spekulativen Kreislauf des Kapitalmarktes zurück und stranguliert damit den Teil der Wirtschaft, der sich - warum auch immer - weiterhin mit der weniger rentablen Erzeugung von brauchbaren Gütern und nützlichen Leistungen befaßt. Die im Dunstkreis von Banken, Brokern und Investmenthäusern verbuchten Gewinne entstehen im Zwielicht eines von den Zentralbanken kaum mehr beeinflußten, geschweige denn beherrschten Geldmengenwachstums und stehen in keiner Beziehung mehr zu den Ergebnissen und Bedürfnissen der realen Wirtschaft.

Die Banken haben, auch das ist eine Folge der Globalisierung, ihr ehemaliges Selbstverständnis, integraler Bestandteil der Volkswirtschaft zu sein, aufgegeben. Das Geld, das eigentlich der Volkswirtschaft dienen sollte, stellen sie nun lieber und leichter den internationalen Finanzmärkten zur Verfügung. Als Global Player fühlen sie sich dabei dem deutschen Mittelstand ebensowenig verpflichtet, wie dem deutschen Fiskus.

Massenarbeitslosigkeit ist also grundsätzlich nicht die Summe vieler, persönlich verschuldeter Einzelschicksale, sondern hauptsächlich die Folge fehlgeleiteter Geldströme. Natürlich soll der Unternehmer Gewinne machen und der Kapitalgeber Zinsen erhalten, aber eben nur für unternehmerische Tätigkeit und nur für die Finanzierung der Leistungserstellung. Sobald eine Situation gegeben ist, in der die rein spekulative Geldanlage, ob in Währungen, Schweinehälften oder Aktien, mehr Rendite verspricht, als jede reale Leistungserstellung, ist der kollektive Wahnsinn nicht mehr aufzuhalten, der jeden verfügbaren Euro den immer schneller wachsenden Spekulationsblasen anvertraut und darüber die reale Basis des Wohlstands verkommen läßt.

Wer auch immer im Herbst Bundeskanzler wird: Ohne den starken politischen Willen zur Wiederherstellung der ausreichenden Geldversorgung der realen Wirtschaft wird er kein Wachstum, keine zusätzlichen Arbeitsplätze und keine Entlastung in den Sozialsystemen schaffen können.

 

--------------------------------------------------------------------------------

 

Im Streit der Essayisten Peter Glotz und Ulrich Pfeiffer, die sich im Spiegel mit dem Wirtschaftswahlkampf und dem damit untrennbar verbundenen Problem der Arbeitslosigkeit beschäftigt haben, sieht Egon W. Kreutzer einen Anlaß, ganz einfache Fragen neu zu stellen und in naiver Neugier, hart am Essay vorbei, nach Ursache, Wirkung und Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
Egon W. Kreutzer, Geburtsjahrgang 1949, gehört keiner politischen Partei an, weil, seiner Meinung nach, die dafür unabdingbare "Programm-Parteilichkeit" den Blick für einen Großteil der möglichen Lösungen verstellt. Er arbeitet - nach wechselvollem Berufsleben - zur Zeit an einer populärwissenschaftlichen "Wirtschaftslehre", in der er versucht, den notwendigen Egoismus des Menschen als Triebfeder alles Wirtschaftens transparent zu machen und dabei aufzuzeigen, wie eben dieser Egoismus - auch in unserer Zeit - in den Dienst vernünftiger gesamtgesellschaftlicher Ziele gestellt werden kann. Im folgenden Aufsatz, der fast ein Essay geworden wäre, sind einige Gedanken des bereits weitgehend fertiggestellten Manuskriptes verwendet worden.

zurück