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Impressum

Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.04.2005 bis 30.06.2005

Gesamt II. Quartal 2005

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Der Gewinner der Statistik Wette
steht fest. Sie finden die Info etwas tiefer.

268.025

 29.06.2005 Einer noch - kein Stellenabbau, nur ein Rausschmiss -

Die Mannheimer Eichbaum-Brauerei hat den Maschinenführer Colin Johnson am 24. Mai 2005 fristlos entlassen, mit der Begründung, einen Streikbrecher aus einem Konzernbetrieb „bedroht“ zu haben.
Die Gewerkschaft NGG erklärt in ihrem Unterstützungsaufruf:

"Unabhängig davon, dass sich dieser Mitarbeiter gar nicht bedroht fühlt, ist weder eine entsprechende Äußerung gefallen noch hat es eine entsprechende Situation gegeben.
Dem Eichbaum-Vorstand wurde dieser Sachverhalt im Anhörungsverfahren
durch den Betriebsrat akribisch und überzeugend dargelegt – er hat aber gleichwohl die Kündigung ausgesprochen. Colin Johnson wurde am letzten Dienstag kurz vor Schichtende
um 14.00 Uhr von zwei Vorgesetzten vom Betriebsgelände geführt. Anlass und Art und Weise der fristlosen (und fristgerechten) Kündigung lassen vermuten: Hier soll ein Exempel statuiert werden! Colin ist Vertrauensmann, er war Mitglied der betrieblichen Streikleitung, er ist mit ganzem Herzen Gewerkschafter. Wir fordern den Eichbaum-Vorstand auf:
Nehmen Sie die Kündigungen zurück! Keine Abstrafaktionen gegenüber am Streik Beteiligten! Kommen Sie zu einem fairen und zivilisierten Umgang zurück!
Wir bitten um Spenden auf das Soli-Konto, da Colin aufgrund der fristlosen Kündigung
erstmal eine Sperre von der Arbeitsagentur kriegen wird!
Gewerkschaft NGG, „Solidaritätskonto”, Stichwort: Colin, Kto-Nr. 1296693501, BLZ 670 101 11, SEB Bank

Unterschrieben ist dieser Aufruf von
Hilde Seibert und Dieter Nickel, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Uwe Hildebrandt, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Stefan Rebmann, Karola Pelzer, DGB – Region Rhein-Neckar
Willi Strifler, BR-Vorsitzender HM-Interdrink
Ronny Schreiber, BR-Vorsitzender Südzucker Mannheim
Wolfgang Haaf, Gesamt-BR-Vorsitzender Nestlé-Schöller
Martin Huhn und Klaus-Peter Spohn, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KdA)
Ulf Bergemann, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, KAB
Joachim Horner, BR-Vorsitzender Daimler Chrysler Mannheim
Wolfgang Katzmarek, BR-Vorsitzender Roche Diagnostics
Udo Belz, BR-Vorsitzender Alstom Mannheim
Rainer Wietstock, BR-Vorsitzender John Deere Mannheim
Roswitha Ihrig, BR-Vorsitzende Pepperl & Fuchs
Joachim Ningel, BR-Vorsitzender Bunge Deutschland GmbH
Klaus Dollmann, Gesamtpersonalrats-Vorsitzender Stadt Mannheim
Lee Roy Rohrbach, Personalrats-Vorsitzender Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, Mannheim
Gitta Süss-Slania, Stadtjugendamt Mannheim

Ein Exempel
statuiert

 29.06.2005 Vogt Electronic, Witten, ex-Siemens-Werk, hat nun Insolvenz beantragt, der ausgegliederte Siemens-Zulieferer, der Ende 2003 noch 900 Beschäftigte zählte und in mehreren Schritten die Belegschaft reduziert hat, geht nun mit den letzten 400 Beschäftigten in Insolvenz.

 400

 29.06.2005 Krankenhaus gGmbH  Lindenberg, kündigt 15 Mitarbeitern um - Zynismus pur - das Krankenhaus für die Zukunft fit zu machen. Demnächst wird sich dann wohl Jan Ulrich Teile der Wadenmuskulatur entfernen lassen, um sich für die Tour de France fit zu machen.

 15

 29.06.2005 Edeka, Einzelhandel, schließt das Großlager in Staucha/Hof zum 30. Juni. Den 270 Mitarbeitern werden zwar neue Jobs im Konzern versprochen, doch unter allen Strichen werden die Jobs - übers Land verstreut und unter Nutzung der Fluktuation - eben doch abgebaut.

 270

 29.06.2005 Groz-Beckert, Nadelhersteller, Albstadt, will durch Altersteilzeit Arbeitsplätze abbauen. ausländische Fertigungsstätten werden aufgebaut. Zahlen gibt es noch nicht.

???

 29.06.2005 Brandenburg, Neuland, das Arbeitsplatzvernichtungsprogramm des Landes Brandenburg liegt voll im Plan. Von ehemals 66 253 Stellen sind heute noch 58 840 übrig. Offenbar ist man auf den Geschmack gekommen. Die Planzahlen wurden fortgeschrieben. Zuletzt meldeten wird für Ende 2007 53.818 Brandenburger Landesbedienstete. Nun steht der Zeiger auf 2009, da sollen es nur noch 50.141 sein. Weiterer Abbau: 3.677

 weitere 3.677

 29.06.2005 MD Papier, finnischer Investor in Dachau, streicht 95 von 440 Stellen., Technik und Produktion sind am meisten betroffen.
Die finnische Myllykoski-Corporation ist seit 2001 alleiniger Eigentümer der Papierfabrik. Der immense Stellenabbau lässt den Verdacht aufkommen, dass der übernommene Konkurrent nach Ausnutzung des vorhandenen Investments aus dem Markt genommen werden soll. Eine Bestandsgarantie für den Standort Dachau kann oder will Myllykoski nicht geben.

95

1.000
Tage

Seit dem 2. Oktober 2002 gibt es diese Statistik._
Es ist die umfassendste Dokumentation über die Vernichtung von Arbeitsplätzen in Deutschland im Laufe der letzten 1.000 Tage. Trotzdem kann sie nur ein unvollständiges Abbild liefern.

Wir haben zwar nicht nur über die tatsächlich in diesem Zeitraum stillgelegten Arbeitsplätze und nicht nur über tatsächliche Entlassungen berichtet, sondern ganz bewusst alle in diesem Zeitraum getroffenen Entscheidungen zu Stellenabbau und Arbeitsplatzvernichtung mit aufgenommen, auch wenn Abbaupläne erst in einem, zwei oder vier Jahren endgültig umgesetzt sein werden, auch wenn Stellenabbau nur über die natürliche Fluktuation, ganz ohne betriebsbedingte Kündigungen realisiert wird, denn immer gehen Arbeitsplätze verloren, immer wird es enger auf dem Arbeitsmarkt.

Andererseits geben wir uns, was die Vollständigkeit der erfassten Arbeitsplatzvernichtung angeht keiner Illusion hin. Es hat in diesen 1.000 Tagen sicherlich zigtausendfachen Arbeitsplatzaubbau gegeben, über den nichts in der Zeitung stand. Wer einen oder zwei Mitarbeiter entlässt, macht keine Schlagzeilen, wer den Mitarbeiter, der in Rente geht, nicht ersetzt, wird selten mit einer Zeile in der Regionalpresse erwähnt. Aber auch so manches größere Unternehmen unternimmt alles, um Negativschlagzeilen zu vermeiden, überflüssiges Personal unauffällig zu entsorgen oder einen dichten Nebel aus Desinformation über die tatsächlichen Zahlen zu breiten.

Wie fehlerbehaftet die hier genannte Gesamtzahl auch immer sein mag:

Jeder einzelne Eintrag beweist, wie falsch es war, den Versprechungen der Hartz-Kommission zu glauben und die neoliberale Politik mit sogenannten "Reformen" zum Exzess zu treiben. Wer will, dass sich etwas ändert, sollte daher bei den nächsten Wahlen weder diejenigen wählen, die uns die Suppe eingebrockt haben, noch diejenigen, denen der Kahlschlag in sozialen Sicherungssystemen, und Arbeitnehmerrechten immer noch nicht weit genug geht!

 2.776.379

Aktueller
Kommentar
Warum Schröder ausgerechnet am 1. Juli die Vertrauensfrage stellen will? Dafür gibt es einen guten Grund: Den Tag davor. Sie erinnern sich? 30.6.2005? Da war doch was!  zum Kommentar
 1.000 Tag

Gewinner der Statistik Wette:
Sieger ist Martin W. aus Hamburg,
der sich am 10. Juni auf die Gesamtzahl von 2.756.847 festlegte.
Herzlichen Glückwunsch!
Der Preis: Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band I und II, geht noch heute in die Post

Wissen, warum es kommt, wie es kommt:

Wolf's wahnwitzige
Wirtschaftslehre

 28.06.2005 Kugel GmbH und Co. KG Mechanische Fertigung, Halver, hat Insolvenz:beantragt. Betroffen sind 14 Mitarbeiter.

14

 28.06.2005 Dyckerhoff, Baustoffe, streicht 102 Arbeitsplätze in Amöneburg.

102

 28.06.2005 Leybold Vacuum, Vacuum-Pumpen, Köln, Kostensenkung durch Personalabbau, Arbeitszeitverlängerung und andere Grausamkeiten. Unter der Voraussetzung gut laufender Geschäfte wird eine Beschäftigungsgarantie für 720 Stellen bis 2010 abgegeben. Um auf 720 zu kommen, müssen aber zunächst 139 Mitarbeiter entlassen werden.

 139

 24.05.2005 Sparkasse Südholstein, frisch zusammengefügt aus Stadtsparkasse Neumünster und der Kreissparkasse Südholstein, die wiederum erst vor einem Jahr aus der Fusion der Kreissparkassen Pinneberg und Segeberg hervorgegangen war, will Synergien nutzen und alleine innerhalb der nächsten Monate 50 Arbeitsplätze im Rahmen der natürlichen Fluktuation sterben lassen.

für den Anfang
50

 24.05.2005 Spielbank Mainz/Trier/Bad Ems, schneller Zocken! Die Reduzierung der Öffnungszeiten ermöglicht Entlassungen in größerem Umfang. 30 % des Personals im klassischen Spiel und 10 % des Personals im Automatenspiel sollen entlassen werden. Wir haben keine Ahnung, wie viele Beschäftigte eine Spielbank hat, schätzen also über den dicken Daumen den Verlust von 15 Arbeitsplätzen.

geschätzt 15

 24.05.2005 MKG, Automobilzulieferer, Alt-Lotte, streicht 35 bis 38 der derzeit 99 Arbeitsplätze. Grund Verlagerung nach Tschechien.

36

 24.06.2005 Stollwerck, Süßwaren, Köln, der ausländische Investor "Barry Callebaut" will wichtige Funktionen aus Köln in die Schweiz verlagern. Davon wird der Großteil der 200 Arbeitsplätze in Köln betroffen sein. Wir meinen: Alle. Ein Rest von zwei, drei Dutzend in Köln macht überhaupt keinen Sinn.

Die Erfolgsstory des ausländischen Investors:
2002 Übernahme von 96% der Anteile an Stollwerck
2003 Schließung von 2 Werken der Stollwerck-Tochter Gubor (300MA) 2004 Stilllegung der Schokoladenfabrik in Köln (150 MA)
2005 Demontage der Hauptverwaltung (200 MA) und
100% Übernahme.

Marktanteile und Immobilien gekauft, Mitarbeiter entsorgt.
Wir haben davon bisher 270 erfasst und melden 380 nach.

weitere 380

 23.06.2005 Görlitz Fleece, Stoffproduktion, Görlitz, wird voraussichtlich am 31. August geschlossen. Bei Stellung des Insolvenzantrags im Oktober 2004 hatte das Unternehmen noch 270 Beschäftige.

270

 23.06.2005 Zuckerhersteller, EU-Marktordnung, wir hatten das schon im März 2004 durchklingen lassen: 2006 läuft die Europäische Zuckermarktordnung aus.  Nun hat die Kommission (Kommissare sind die Leute, die die EU regieren) ihre Pläne für die Zuckermarktreform vorgelegt. Die Zuckerpreise sollen bis 2010 von 631,90 Euro je Tonne auf 385,50 Euro sinken. Bauernpräsident Sonnleitner sieht die Arbeitsplätze von 72.500 Menschen (46.000 Rübenbauern, 6.500 Beschäftigten der Zuckerindustrie und 20.000 weiteren im Zuckerumfeld Beschäftigten) akut gefährdet. Obwohl Sonnleitner zu Übertreibungen neigt, obwohl die EU derzeit ein zerstrittenes und handlungsunfähiges Bild abgibt, die Wahrscheinlichkeit massiver Senkungen der Zuckersubventionen ist groß, auch, weil Brasilien, Thailand und Australien mit ihrer Klage gegen europäische Subventionen bei der WTO Erfolg hatten. Wir nehmen aber an, dass die Folgen für die Beschäftigung trotzdem deutlich geringer ausfallen werden, als von Sonnleitner prognostiziert. Unsere Schätzung bis 2010: 22.000

 geschätzt 22.000
von 72.500

 23.06.2005 Asklepios, Krankenhausaufkäufer und -Betreiber, Weserbergland-Klinik, Höxter, nicht nur in Hamburg senkt Asklepios Kosten und Mitarbeiterzahlen, auch die Weserbergland-Klinik muss 100 Mitarbeiter entlassen, um die Gewinne der Investoren zu sichern.

100

 23.06.2005 Quips, Handy-Reparaturbetrieb, Elmshorn, Die Auflösung des Standortes kostet 62 Arbeitsplätze, das sind 8 mehr. als vor ein paar Tagen gemeldet.

weitere 8

 23.06.2005 Ihr Platz, Drogeriemärkte, wir hatten Ende Mai, als die Kette Insolvenz beantragte, mit Zähneknirschen nur die offiziell verkündeten 700 von 8.800 Stellen gemeldet. Nun werden es doch mehr. 80 Filialen und das Zentrallager in Niederaula werden geschlossen. Nun sind es 925 Stellen, (660 Filialen, 214 Zentrallager, über 50 Zentrale) die verloren gehen. Wir sind weiterhin überzeugt, dass damit das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht ist und sehen am Ende der Restrukturierung die Übernahme durch einen Mitbewerber, melden aber wieder nur die offiziellen 225 nach.

weitere 225

 22.06.2005

FJH (Feilmeier und Juncker), Softwarefirma, München, hat die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr durch Entlassungen und den Verkauf der Tochterfirma Heubeck AG um ein Drittel auf 667 Beschäftigte reduziert.

Die Lage dieser auf Versicherungsbetriebe und versicherungsmathematische Anwendungen spezialisierten Softwareschmiede muss als ein Warnsignal für die Lage in der deutschen Versicherungswirtschaft angesehen werden.

333

 22.06.2005 Saga-Kinderland, Spielzwaren etc., schließt sämtliche Filialen (Delmenhorst, Cloppenburger Löningen, Aurich, Papenburg Emden). 45 Mitarbeiter sind betroffen

45

 22.06.2005 Buckbee-Mears-Werk, Müllheim, wird geschlossen. 230 Menschen verlieren ihren Job.

230

 21.06.2005 Elektro Pfister, Heidenheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten vier Mitarbeiter.

4

 21.06.2005 DMW Schwarze, Industrietore, Bielefeld, entlässt  60 von 200 Mitarbeitern.

60

 21.06.2005 Norsk Hydro, norwegischer Alufabrikant
Corus, britischer Stahlkonzern
Trimet, unabhäniger Aluproduzent, Essen
allen gemeinsam ist die Metallverhüttung an deutschen Standorten.

Norsk Hydro hat beschlossen den Standort Stade zu schließen und will auch die HAW, an der sie beteiligt ist, schließen lassen.Corus denkt über die Zukunft des Werks in Voerde am Niederrhein nach und auch die Zukunft von Trimet in Deutschland ist fraglich. Trimet-Chef Heinz-Peter Schlüter fürchtet einen Dominoeffekt und sieht neben den Produzenten auch die Weiterverarbeiter das Weite suchen. Insgesamt stehen, weil die Stromkosten die Gewinne drücken, rund 80.000 Jobs auf dem Spiel.

Wir sehen in solchen Zahlen einerseits ein gigantisches Erpressungspotential, andererseits aber auch ernsthafte Hinweise auf tatsächlich bevorstehende Produktionseinschränkungen bzw. Verlagerungen und nehmen an, dass in den nächsten beiden Jahren etwa 25 Prozent der deutschen Alu-Hütten-Kapazität stillgelegt werden und dass die Weiterverarbeiter im gleichen Maße Kapazitäten abbauen bzw. ins Ausland verlagern. Weil die ältesten und personalintensivsten Anlagen davon zuerst betroffen sein werden, rechnen wir mit etwa 1/3 der Mitarbeiter. Unter Berücksichtigung der bereits gemeldeten 1.100 Jobs bei HAW haben wir rund 25.000 Jobs nachzumelden.


und es geht schon los:
Der schweizerische Maschinenbaukonzern Georg Fischer hat die Verlagerung der Produktion von Alu-Druckgussteilen aus München nach Österreich angekündigt. Jobverluste in München: 340. Die melden wir nun allerdings nicht mehr gesondert.

geschätzt
weitere 25.000

 21.06.2005 Voith Finck Fiber Systems GmbH & Co. KG, Nattheim, Heidenheim,  Pfullingen, die Konzentration am Stammsitz Heidenheim ist nach Auffassung des Pfullinger Betriebsratsvorsitzenden ganz klar darauf ausgerichtet, den Standort platt zu machen.Insgesamt heißt es für 115 Beschäftigte in Nattheim und Pfullingen entweder das Angebot eines Wechsels ins Stammwerk anzunehmen, oder aber den Arbeitsplatz zu verlieren. Wir halten diese Einschätzung für nachvollziehbar.

115

 21.06.2005 R & M HIMA, Instandsetzungs- und Serviceunternehmen für Produktionsanlagen, Heinsberg-Oberbruch, 41 Mitarbeiter sollen entlassen werden.

41

 20.06.2005 Neue Erba Lautex GmbH (NEL), Weberei, Neugersdorf,  nach vier Jahren Hängepartie gehen nun endgültig die Lichter aus. Die letzten 220 Mitarbeiter haben die Kündigung schon in der Tasche.

220

 20.06.2005 Sieg Design Engineering, Werkzeug-, Formen- und Modellbau, Fulda, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 65 Mitarbeiter.

65

 17.06.2005 TTE Germany, TV-Hersteller-Torso, Villlingen, 40 von 120 Mitarbeitern sollen gehen. Alle wurden vor einem Jahr vom französischen Thomson Konzern (DTB) aus dem Standort Villingen ausgegliedert und in ein Joint-venture mit dem chinesischen TV-Multi TCL eingebracht worden. Die verbleibenden Spezialisten für Produktentwicklung sollen jetzt Grundlagenforschung betreiben.

40

 17.06.2005 Ibex, Systemhaus, Augsburg, ein Gäubiger hat den Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind 65 Mitarbeiter.

Achtung: Diese Site ist bei IBEX gehostet. Sie wird in Kürze unter www.egon-w-kreutzer.de bei einem neuen Hostingpartner erreichbar sein.
Das sollten Sie schon mal vormerken. Als neue E-Mailadresse merken Sie sich bitte EWK@egon-w-kreutzer.de vor.

65

 17.06.2005 Pharmaserv,  Standortbetreiber, Marburg, entlässt 22 von rund 400 Mitarbeitern.

22

 17.06.2005 C. F. Weiss, Textilien, Helmbrechts, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 260 Mitarbeiter.

260

 17.06.2005 Chemnitz, Kommune,  420 Stellen sollen weg, Ziel: bis 2008 nur noch 2.900 Mitarbeiter. Wahrscheinlich, weil man auch in Chemnitz glaubt, dass das Sparen an Löhnen und Gehältern die Umsätze des Einzelhandels in die Höhe treibt. Na ja, wenn das so ist...

420

 17.06.2005 Giesecke & Devrient, Gelddruckerei, die Kartenkörper-Produktion in Louisenthal am Tegernsee soll ins Ausland (Bratislava?) verlagert werden. Bis zu 200 Stellen gehen verloren.

200

 17.06.2005 Allessa Chemie, Fechenheim, will den Acet-Betrieb zum 30. Juni 2006 schließen. 57 Arbeitsplätze gehen verloren.

57

 16.06.2005 Augsburger Flughafen Betriebsgesellschaft (AFBG), Augsburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 60 Mitarbeiter.

60

 16.06.2005 Volvo, Fahrzeuge, Heilbronn, die Fertigung von Bussen in Heilbronn wird geschlossen. Rund 150 Beschäftigte bekommen Ende Juni den blauen Brief.

150

 Realsatire aus
Bayern
Erbärmlich!
Im Angesicht von durchschnittlich jährlich 1.000.000 in Deutschland vernichteten Arbeitsplätzen feiert der bayrische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu seine 50 wachstumsstärksten Unternehmen und jubelt:

"Bayerns 50 beste Unternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 10 000 Arbeitsplätze geschaffen. In der anhaltenden Konjunkturflaute sind solche Firmen wichtige Vorbilder"

Wer genau hinhört stellt fest, dass es zwischen dem ängstlichen Pfeifen aus dem letzten Loch und dem Zischen des Tropfens auf dem heißen Stein keinen Unterschied gibt.

...und in der DDR waren alle Schaufenster voll mit den Parolen vom Sieg des Sozialismus, von Planerfüllung und vom ewigen Recht der Partei. Auch das hat nichts genützt...

 Festakt in
München

Link zum
Artikel im
Münchner
Merkur


 16.06.2005 Asklepios, Krankenhausaufkäufer und -betreiber, Hamburg, gestern waren es noch 600, heute sind es 1.000 von 12.000 Mitarbeitern, Stellen, die bis zum Jahr 2007 ihren Job verlieren. Doch damit nicht genug, Weihnachts- und Urlaubsgeld wird gestrichen, dafür die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich erhöht. Wehe dem, der es noch wagt, krank zu werden!

weitere 400

 15.06.2005 Kaiserswerther Mode-Villa, Düsseldorf und Dresden, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 21 Mitarbeiter.

21

 15.06.2005 Zanolli Art-Design Buch- und Medienversand GmbH, MA-Spezialist, Köln, und die
Zanolli Buchholding GmbH, Köln, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 220 Mitarbeiter, 60 haben die Kündigung schon erhalten.

220

 15.06.2005 Steinkohlebergbau, Rüttgers und Pinkwart, die Wahlsieger von NRW, haben sich auf den beschleunigten Abbau der Kohleförderung geeinigt. Das soll ohne betriebsbedingte Kündigungen abgehen und bis 2010 zur Schließung aller Zechen führen. Der Subventionsanteil des Landes wird bis 2010 um 750 Millionen Euro gesenkt. Vor einem Jahr hieß es, dass es 2010 noch 20.000 von 40.000 Arbeitsplätzen im Kohlebergbau geben soll. Nun wissen weder Rüttgers noch Pinkwart zu sagen, wie lange das geplante Sterben dauern soll, aber die FDP hält den Ausstieg nach 2010 für durchaus denkbar. Damit ist nun uach die Vernichtung der letzten 20.000 Steinkohle-Bergbau-Jobs beschlossen.

20.000

 15.06.2005 Asklepios, Krankenhausaufkäufer und -betreiber, Hamburg, der von den Asklepios Kliniken aufgekaufte Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK) Hamburg GmbH steht vor einem massiven Stellenabbau. 600 Beschäftigte sollen abgebaut werden.

600

 15.06.2005 Viterra, Eigentümerin von 150.000 Wohnungen, Essen, die Wohnungen gehörten EON, nun ist Viterra an  ein Tochterunternehmen der britschen Firma Terra Capital Partners Ltd., London. verkauft worden. Nun sollen die Mieten erhöht und 500 Mitarbeiter entlassen werden.
Achtung! Was hier geschieht ist ein Teil des Totalausverkaufs von Sachwerten gegen immer wertloser werdendes Geld. Mehr über die Hintergründe in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre III - über das Geld"

500

 15.06.2005 Rinke, Etiketten, Sprockhövel, 45 von 200 Mitarbeitern müssen gehen. Der US-Mutterkonzern Avery setzt amerikanische Maßstäbe.

45

 15.06.2005 Alcan, Aluminiumprodukte, Singen, der kanadische Investor will in den nächsten 18 Monaten werden 300 von 2200 Arbeitsplätzen in Singen und weitere 110 in der Schweiz abbauen.

300

 Hinweis zum
Verständnis der
nachstehenden
Meldung über
den Stellenabbau
im Handwerk
Mit der nachstehenden Meldung über den fortschreitenden Stellenabbau im Handwerk übernehmen wir erneut pauschale Zahlen in unsere ansonsten auf den Bezug zum einzelnen Unternehmen ausgerichtete Statistik. Diese Abweichung läßt sich begründen:
Das Stellensterben im Handwerk vollzieht sich leise und ist selten von überregionalem Interesse, die Gefahr von Doppelzählungen ist von daher weitgehend ausgeschlossen. Die Angaben des Statistischen Bundesamtes sind glaubwürdig, auf Basis der vorgelegten Zahlen grundsätzlich nachvollziehbar und damit qualitativ den Ankündigung von Großunternehmens zum beabsichtigtem Stellenabbau gleichzustellen. Der Verzicht auf die Auflistung einer solchen Meldung würde das Bild der realen Situation völlig verfälschen.
 
 15.06.2005 Handwerk, das Statistische Bundesamt sieht beim Stellenabbau im Handwerk einen ungebrochenen Trend. Ende März arbeiteten in Handwerksbetrieben 4,1 % weniger Menschen als ein Jahr zuvor, damals waren es 4,9 Millionen, der Abbau erreichte also die Größenordnung von 200.000 auf nur noch 4,7 Millionen.

Unsere Meldungen zum Stellenabbau im Handwerk gingen von einem Abbau von 150.000 Stellen in 2004 aus, für 2005 haben wir weitere 100.000 vorgemerkt. Die folgende Berechnung der Differenz soll den Nachvollzug unserer Nachmeldung ermöglichen:

1. Für 2004 hatten wir in Summe 150.000 Jobs gemeldet, also rechnerisch vier Quartale mit je 37.500
2. Für 2005 haben wir insgesamt 100.000 abzubauende Stellen gemeldet, also vier Quartale mit je 25.000.

Für den Zeitraum 1.4.2004 bis 31.3.2005 haben wir also 3x37.500 + 1x25.000 erfasst, in Summe also 137.500.
Tatsächlich sind in diesem Zeitraum 200.000 Jobs (4x50.000) verloren gegangen.
Wir haben also 62.500 nachzumelden. Für 2005 haben wir unsere Zahl damit von 100.000 auf 125.000 erhöht.

 
vom 1.4.04 bis 31.3. 05
weitere 62.500

 14.06.2005 TechData, EDV Distributor, baut in BRD 120 Arbeitsplätze ab.

120

 14.06.2005 Continental Teves, Brems- und Sicherheitssysteme, Gifhorn, 200 Arbeitsplätze fallen weg,

200

 13.06.2005 heute im ARD-ZDF Morgenmagazin, aus dem Gedächtnis zitiert:


...nach rund 6 Milliarden Verlusten in den letzten Jahren hat die HVB nun fast kein Geld mehr...,


Kann das wahr sein?
Und wenn es wahr ist, warum zahlt die Unicredito 15,4 Mrd. Euro für eine Bank, die fast kein Geld mehr hat?
hart an der Pleite vorbeigeschrammt?

Wer hat das Geld der HVB?

Wolf's
wahnwitzige
Wirtschaftslehre Band III
- über das Geld

gibt Antworten.
 13.06.2005 UniCredito/HVB, Banken, die Übernahme der HVB durch die italienische Unicredito ist in trockenen Tüchern. Erwartet werden "Synergieeffekte" in der Größenordnung von 1 Milliarde Euro, vollständig wirksam ab 2008. Dem Vernehmen nach soll ein Großteil der Einsparpotentiale im Ostgeschäft liegen, doch damit alleine wird sich die Milliarde Euro zusätzlicher Aktionärsgewinne nicht holen lassen. Wir schätzen, dass die HVB in Deutschland bis Ende 2008 auf unter 20.000 Mitarbeiter schrumpfen wird. Die bisherige Personalplanung sah vor, bis Ende 2007 von heute 26.200 auf 24.000 herunterzukommen. Wir halten es für absehbar, dass die HVB unter der Leitung des italienischen Aufkäufers nun schneller und weiter herunterkommen wird und melden weitere 4.000 Jobs als absehbar verloren.

geschätzt
weitere 4.000

 10.06.2005 Heinrich Bechtold Heizungsanlagen GmbH & Co KG, Seligenstadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 114 Mitarbeiter.

114

 10.06.2005 Universitätskliniken Gießen und Marburg, wieder soll mit dem Verkauf von Kliniken Volksvermögen verschleudert werden. Per Vorschaltgesetz werden die Kliniken erst fusioniert und gleichzeitig wird der Landesregierung die Ermächtigung zum Verkauf erteilt, das Parlament soll nicht mitreden dürfen.Die Personalvertreter fürchten den Verlust von bis zu 3.000 der 10.000 Stellen. Wir halten die Befürchtungen für mehr als berechtigt.

3.000

 10.06.2005 Klimagerätewerk Rixner, Warngau, wird geschlossen. 36 Mitarbeiter verlieren den Job.

36

 10.06.2005 Electrolux, Nürnberger AEG-Werk, Waschmaschinenproduktion. Ende März waren wir noch von einem Verlust von 875 Arbeitsplätzen ausgegangen. Nun wird klar, dass das Werk mit 1.750 Arbeitsplätzen wohl ganz geschlossen werden wird. Wir melden den Rest nach.

875

 10.06.2005 Maschinenfabrik Schmidt, Lünen, hat Insolvenz beanragt. Betroffen sind 75 Mitarbeiter.

75

 10.06.2005 Bosch, Automobilzulieferer, kaum hat VW die Materialkostensenkung zum Konzernziel erklärt, schon wird bei Bosch Stellenabbau nicht mehr ausgeschlossen. Die Hoffnung, die Zahl von 110.000 Arbeitsplätzen in D erhalten zu können weicht der Erkenntnis, dass das schwierig werden wird. Außerdem sinkt die Bedeutung der deutschen Standorte, weil das Wachstums in Asien-Pazifik und in Nord- und Südamerika erwartet wird. Die Forderung nach Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich wird als einzige Möglichkeit offeriert, Arbeitsplätze zu erhalten.
Wir glauben, dass diesen Aussagen von der Bilanzpressekonferenz bald konkretere Taten folgen werden und halten einen Abbau von 3 - 5 Prozent der deutschen Bosch-Arbeitsplätze für absehbar.

 geschätzt 4.000

 09.06.2005 TV.Berlin, Regionalfernsehen, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass ca. 50 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 50

 09.06.2005 Mahrenholz Altmark GmbH, Fenster und Türen, Tangerhütte, wurde demontiert, die Produktionsmaschinen werden an den Stammsitz Beverungen verlegt, zurück bleiben 32 Mitarbeiter, die nicht mehr gebraucht werden.

32

 09.06.2005 Staudterhof, Landschulheim, Grevenbroich, soll geschlossen werden. Sieben Mitarbeiter verlieren den Job. So macht man Bildungsoffensiven!

7

 09.06.2005 Eberspächer, Autozulieferer, Neunkirchen/Saar, will kostenintensive Produktionen ins Ausland verlegen. Bestehenden Auslands-Standorte werden ausgebaut, neue gegründet. Am deutschen Standort Neunkirchen/Saar sollen 100 Stellen gestrichen werden.

100

 09.06.2005 Brandenburgisches Konzertorchester, Klangkörper, entlässt fünf Mitarbeiter

5

 09.06.2005 Sabic, Chemie, Gelsenkirchen, 175 Stellen von 540 werden abgebaut.

175

 09.06.2005 Kirchenkreises Pinneberg, Seelenheil,  1,7 Millionen Euro müssen bis 2007 eingespart werden. Lösung: 20 von 37 hauptamtlich Beschäftigten verlieren den Job.

 20

06.06.2005
07.06.2005
08.06.2005
Hauptsache Geld, Nebensache Mensch!
Unter diesem Motto steht eine Vorlesungsreihe an der TU Dresden. Ich bin am Dienstag Abend dran mit dem Thema: "Wie viel Geld bleibt übrig, wenn alle Schulden bezahlt sind?" Mehr dazu: hier!

Wer nicht nach Dresden kommen kann, aber trotzdem interessiert ist, findet die Antwort auf diese Frage und noch viel mehr über das Geld im soeben erschienen Buch
"Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - Über das Geld"

 
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Statistik-Update
am 9.6.
(Donnerstag)
 03.06.2005 Beim Bräu, Wirtshaus, Neukirchen am Inn, hat Insolvenz beantragt. Drei Festangestellte und mehrere Aushilfen sind betroffen.

5

 03.06.2005 Naturstein Kirchenlamitz GmbH, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 20 Mitarbeiter.

20

 03.06.2005 Konzertorchester Eberswalde, vier Musiker und eine Verwaltungsangestellte haben die Kündigung. Warum nicht gleich den CD-Player auf die Bühne stellen?

5

 03.06.2005 Kettler, Fitnessgeräte und Gartenmöbel, vor einem Jahr sollten 100 Arbeitsplätze abgebaut werden. 50 sind schon weg, weitere 30 Kündigungen wurden jetzt ausgesprochen, bis zum Jahresende will man die Hundert voll haben. Doch dann soll nicht Schluss sein, wie es hieß, sondern weiter abgebaut werden. Bis zu den Betriebsferien im Juli soll einen neuer "Beschäftigungspakt" (haha!) geschlossen werden, der wiederum mit schmerzhaften Einschnitten verbunden sein wird. Wir schätzen, dass in 06 und 07 weitere 200 Kettler-Jobs verloren gehen.

geschätzt 200

 03.06.2005 Plambeck, Alternative Energien, Cuxhaven, die Solartechnik-Sparte wird verkauft. Aber der Personalabbau ist abgeschlossen. Von 275 Mitarbeitern in 2004 sind noch 147 beschäftigt. Abbau 128, von uns bereits gemeldet: 81, bleiben 47 nachzumelden.

 weitere 47

 03.06.2005 Axa, Versicherungen, Köln, die Zahl der Vollzeitstellen im Innen- und Außendienst soll von 7168 auf 6490 sinken. Anfang 2001 waren es noch 8978 Vollzeitstellen. Wenn man aus dem Abbau von 2001 bis heute die Jahre 01 und 02 herausrechnet, bleiben seit Beginn unserer Aufzeichnungen etwa 1000 noch zu berücksichtigen. Weitere 678 sollen nun noch abgebaut werden. Über ganze 300 hatten wir im April diesen Jahres berichtet.
Die Differenz kommt heute in die Statistik.

 1.378

 02.06.2005 Cordes, Fleischerei, Delmenhorst, es droht erneut Insolvenz. Betroffen sind (einschließlich der 5 Filialen) 33 Mitarbeiter.

33

 02.06.2005 Quips, Mobiltelefonreparaturdienst, Elmshorn, die Zentralwerkstatt in Elmshorn soll wohl geschlossen werden. 54 Arbeitsplätze sind akut bedroht.

54

 02.06.2005 RVM, ÖPNV, Öffentlicher Personen Nah Verkehr, Münsterland.
Ungeheuerlich! Die Europäischen Union will die Privatisierung erzwingen. Die Mitarbeiter befürchten - zu recht - weitere Kündigungen. Nach neuem EU-Recht müssen nämlich die Aufgabenträgerdes Öffentlichen Personennahverkehrs zerschlagen werden. Der Verwaltungsapparat bleibt öffentlich, aber der Betreiber, der dann Rechnungen und Gewinne schreibt, wozu er zwangsläufig Personalkosten senken und oder die Leistungen verschlechtern und oder die Preise erhöhen muss, der soll das Privateigentum am bisherigen öffentlichen Eigentum erhalten. Zu den bereits abgebauten 22 Stellen werden weitere kommen. Zahlen liegen nicht vor. Wir schätzen vorsichtig: weitere 78
EU-Kritik hier

 geschätzt 100

 02.06.2005 Coronet-Werke, Haushaltswaren, Michelbach im Odenwald, es gibt Liquiditätsprobleme, Lohnzahlungen werden verschoben, die Mitarbeiter sollen auf 15 Prozent der Nettolöhne verzichten. Die leigen aber schon um rund 40 Prozent unter Tarif.
Die Gewerkschaft vermutet einerseits Insolvenzverschleppung, andererseits den Verkauf der gesamten Unternehmensgruppe mit weiteren Werken in der Odenwald Region an einen bisherigen chinesischen Zulieferer. Dass der nur den Namen und die Kunden, nicht aber die Mitarbeiter brauchen kann liegt auf der Hand. Wir halten den Totalabbau aller 800 Arbeitsplätze für absehbar.

800

 02.06.2005 Hintergrund

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai gegenüber April gesunken.
Das klingt gut.

Saisonbereinigt ist praktisch keine Veränderung festzustellen.
Das klingt zumindest nicht schlecht.

Doch verheerend ist die folgende Erkenntnis aus der Bundesagentur für Arbeit:

Es ist ein überraschend starker Abbau regulärer Jobs zu beobachten. Gegenüber dem Vorjahr waren ( im März 2005) über 300.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verschwunden! Dass die Erwerbslosenzahlen nicht auch gravierend höher sind, liegt nur daran, dass dieAusweitung der so genannten Arbeitsgelegenheiten (also nicht Arbeit, nach arbeitsrechtlichen Vorschriften, sonder 1-Euro-Jobs und ähnliches) in der Statistik eine Erwerbstätigkeit vorgaukelt, die es bei näherem Hinsehen nicht gibt.

Hintergrund

 02.06.2005 Mitec, Automobilzulieferer, Eisenach, 130 Mitarbeiter sollen entlassen werden, nachdem Anfang des Jahres die Verlängerung der Arbeitszeit von 38 auf 42 Wochenstunden und der Streichung der bezahlten Pausen durchgesetzt wurde.

130

 02.06.2005

Jugendaufbauwerk (JAW), Ausbildung für Schüler mit schlechten Abschlüssen, Bad Segeberg,

An diesem Fall wird deutlich welchen Mist wir uns mit der unsinnigen Unterwerfung unter Verträge, die unseren öffentlich-rechtlichen, eigentlich im Volkseigentum stehenden Einrichtungen den Garaus machen. Zum Wohle des freien Profits des frei vagabundierenden Kapitals.

Der Bestand der seit über 50 Jahren existierenden Einrichtung ist bedroht, weil ein Gerichtsurteil der "staatlichen" Einrichtung die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen verbietet. Deshabl wird es den Zuschlag für eine anstehende Maßnahme für 77 Jugendliche nicht erhalten. 26 Mitarbeitern droht die betriebsbedingte Kündigung, aber jeder ausländische "Bildungsanbieter", dem nicht am Wohl dieser Jugendlichen, sondern nur am Gewinn gelegen ist, darf.

Dies ist schon ohne EU-Verfassung in Deutschland "Recht". Mit EU-Verfassung geben wir als Staat die Möglichkeit aus der Hand, dies wieder zu ändern oder weitere Verschlechterungen abzuwehren. Lesen Sie den jüngsten Kommentar zu den konfusen Zeiten.

26

 02.06.2005 pgam advanced technologies AG, Georgsmarienhütte, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. 211 Mitarbeiter wurden von der Arbeit freigestellt. 63 davon in Reutlingen, dem Standort, dessen Schließung schon beschlossen ist.

211

 01.06.2005 Akademie des Deutschen Roten Kreuzes, Erwachsenenbildung, Göttingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 7 Festangestellte und 25 freiberufliche Dozenten.

32

 01.06.2005 Sparkasse Krefeld, kommunale Geldschöpfung, spart Personalkosten. von 1.700 Mitarbeitern Ende 2003 waren Ende 2004 noch 1 650 übrig. Auch in den nächsten Jahren soll der Personalabbau in dieser Größenordnung weitergehen. Wir nehmen 2004 bis 2007 und melden 200.

200

 01.06.2005 Frankfurt, Kommune am Main,  die Zahl der Planstellen bei der Stadt Frankfurt ist von 11517 Ende vergangenen Jahres auf 10 449 im März 2005 reduziert worden. Aus 685 dieser Planstellen wurden Arbeitsplätze außerhald des städtischen Personalhaushalts durch die Ausgründung der Städtischen Bühnen und der Küchenbetriebe sowie den Wechsel der Stadt- und Universitätsbibliothek in die Trägerschaft des Landes. Tatsächlich entfallen werden also 383 Planstellen.
Interessanter ist aber die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen. Das sind nämlich nur 8.747. Alleine in ersten Quartal haben sind 226 Stellen neu verwaist.

Weil unbesetzte Stellen ganz unübersehbar auf vollzogenen Personalabbau hinweisen, nehmen wir dies zum Anlass, die volle Differenz zwischen 8.747 und 11.517 Stellen als Stellenabbau zu werten. Die Hälfte davon, schätzen wir, ist seit Beginn dieser statistischen Aufzeichnungen entfallen.

geschätzt 1.385

 01.06.2005 Arvin Meritor, Automobilzulieferer,  Gifhorn, 60 von 340 Mitarbeitern sollen entlassen werden, wei eine komplette Fertigungslinie Polen ausgelagert wird. Bei der Gelegenheit wurde berichtet, dass bereits im November 2004 50 Mitarbeiter entlassen wurden. .Wir melden in Summe 110.

110

 01.06.2005 Lanxess, Chemie, ex-Bayer-Bereich, will sich noch im laufenden Quartal mit dem Betriebsrat über den Abbau von 1200 Stellen einigen. Im April haben wir 1.000 geschätzt und melden nun 200 nach.

 weitere 200

 31.05.2005 Hebold Mischtechnik und Anlagenbau GmbH & Co KG, Cuxhaven,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 72 Mitarbeiter.

72

 31.05.2005 Wellcare GmbH, Callcenter, Mainz, das ehedem zum Karstadt-Konzern gehörende Unternehmen hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 80 Mitarbeiter.

80

 31.05.2005 Interflug, Reiseveranstalter, das Interesse der Medien gilt den Urlaubern, die auf den Rückflug warten mussten. Wir schätzen, dass die Insolvenz auch ca. 50 Jobs gekostet hat.

geschätzt 50

 31.05.2005 Völkl, Wintersportgeräte, Straubing, 49 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Das ist der Anfang der Auslagerung der Produktion nach China. Schon bald soll die Hälfte der in Straubing produzierten Zwei-Komponeneten-Schaumschicht-Ski in China gefertigt werden. Betriebsrat und IG Metall erwarten, dass langfristig nur die Verwaltung, der Vertrieb und die Produktion von Prototypen in Straubing erhalten bleiben werden. Insgesamt wird es wohl zu 200 - 300 Entlassungen kommen.

ca. 250

 31.05.2005 Glashütte Gerresheim, Düsseldorf,  der US-amerikanische Investor OI macht in Düsseldorf dicht. Schon im April waren 107 Angestellte entlassen worden. Jetzt sind die letzten rund 250 betroffen.
Der Krimi der Ausschlachtung des Unternehmens beginnt 1999. Damals waren in Gerresheim 5.500 Menschen in der Glashütte beschäftigt. Dann kaufte ein britischer Finanzinvester die Glashütte und deren französischen Konkurrenten. Die besten Maschinen aus Gerresheim wurden nach Reims gebracht, Die Mitarbeiterzahlen gingen rapide erst auf 1.750, dann auf 380 zurück. Im Juni 2004 ging das Unternehmen an den US-Investor OI, der die Produktion nach Osteuropa verlagerte, und Gerresheim nur noch wegen des Kundenstammes und der damit verbundenen Marktanteile am Leben hielt. Nun werden wohl die wertvollen Düsseldorfer Grundstücke noch einen Profit für OI abwerfen.

ca. 380

 31.05.2005 AKW/ Kick, Erden und Mineralien, Hirschau/Schnaittenbach, der Standort Schnaittenbach wird geschlossen. 200 Stellen entfallen.

200

 30.05.2005 Stropoly, Strohplatten, Güstrow, vor knapp zwei Jahren mit vielen Fördergeldern gestartet - nun ist die Insolvenz beantragt. Betroffen sind 30 Mitarbeiter.

30

 30.05.2005 "Hand in Hand Gesellschaft für soziale Integration mbH", Hornberg, hat Insolvenz beantragt. Mitarbeiterzahlen sind nicht bekannt. Wir schätzen: 10

geschätzt 10

 30.05.2005 OSMEKA GmbH, Sondermaschinen, Ennigloh, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind 18 Mitarbeiter.

18

 30.05.2005 Glowienka, Wäscherei, Gütersloh, die Personalkosten senken, um die Liquidität zu erhalten. Das heißt: Einzelverträge mit den Mitarbeitern, um die sowieso horrend niedrigen Löhne von WäschereiarbeiterInnen noch weiter zu senken. Nur wenn das gelingt, springen Investoren ein. Doch die Einigung ist fraglich. Glowienka zahlt schon unter Tarif, falls gezahlt wird, was seit Monaten nur unvollständig gelingt. Es sieht so aus, als ob hier in Kürze 200 Arbeitsplätze an die Wand gefahren werden.

 200

 30.05.2005 Faurecia, Automobilzulieferer, Triangel, 28 Mitarbeiter werden entlassen, weitere 16 dürfen den Standort wechseln. Dass nie alle mit umziehen ist Kalkül. Fakt ist, in Triangel gehen 44 von 66 Jobs verloren.

44

 30.05.2005 plenum AG, IT, Wiesbaden, das Implementierungsgeschäft wird aufgegeben. Etwa 10 Prozent der Stellen werden abgebaut, es bleiben 210.

25

 30.05.2005 Karmann, Fahrzeugbau, Osnabrück, hat im vergangenen Jahr mit 94 000 Fahrzeugen so viele wie noch nie montiert, doch von nun an geht's bergab. 350 Mitarbeiter sollen entlassen werden.

350

 30.05.2005 Handwerk
Wie bereits Ende Oktober 2004 prognostiziert Hanns-Eberhard Schleyer auch Ende Mai 2005 weiterhin den Wegfall von 100.000 Jobs im Handwerk.
 Bestätigung
 30.05.2005 Saga Kinderland, Fachmärkte, Aurich/Cloppenburg, ist pleite. Betroffen sind 45 Mitarbeiter.

45

 30.05.2005 Kaufhaus Kerber. Lüneburg,  nach 44 Jahren ist finaler Ausverkauf angesagt. 60 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

60

 30.05.2005 Hamburger Aluminium-Werk GmbH, Aluhütte, Hamburg, die HAW droht mit der Schließung ihrer Anlage, wenn die Strompreise nicht sinken. Das bedeutet 550 Jobs im Werk und weitere 550 bei Zulieferern gehen verloren. Auch wenn das nur eine Drohung ist, um den Senat zur massiven Einflussnahme auf die HEW zu bewegen, nehmen wir die Meldung ernst.

Drohung 1.100

 30.05.2005 AgfaPhoto GmbH, Photos,  Peiting und andere Standorte, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind bundesweit die letzten 1.800 Mitarbeiter. Im August 2004 waren 2.870 Mitarbeiter in die von Managern und Finanzinvestoren übernommene Sparte der Mutter Agfa-Gevaert übernommen worden. Wir melden nun die vollen 2.870.

2.870

 30.05.2005 Ihr Platz, Drogeriekette, Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Ein Sanierungskonzept mit einer Laufzeit von nur 6 Monaten soll das Unternehme nach Abbau von 700 der 8.800 Jobs wieder rentabel machen. Da stellt sich die Frage, warum es nicht möglich gewesen sein soll, diese "kleine" Maßnahme ohne Insolvenz anzupacken. Trotzdem melden wir heute nur diese 700.

mindestens 700

 30.05.2005 ABB, Technologiekonzern, Lampertheim, der Stellenabbau geht weiter. Nun soll Lampertheim geschlossen werden, der Betrieb nach Ladenburg umziehen. Etwa 50 Arbeitsplätze werden bei der Gelegenheit eingespart.

50

 30.05.2005 Theater und Orchester, Deutschland, in den vergangenen fünf Jahren wurden rund 6000 von insgesamt 45 000 Stellen abgebaut, so der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin. Wir nehmen an, dass sich die Einsparungen ungefähr gleichmäßig über die Zeit verteilt haben, was im Zeitraum unserer Statistik rund 3.000 abgebaute Jobs bedeutet und berücksichtigen, dass wir das eine oder ander Haus und seine Sparpläne bereits explizit gemeldet haben, so dass uns unter dem Strich 2.500 Jobs nachzumelden bleiben.

pauschal 2.500

Der EWK-Verlag
hat eine eigene
Homepage
bekommen

Ich freue mich, Ihnen die neue Internetadresse des EWK-Verlags bekanntgeben zu können,
www.ewk-verlag.de

weitere Verbesserungen sind in Arbeit
Achtung:
Subskriptions-
angebot für
WWWIII läuft
am 31.05. aus.
   Feiertag in Bayern und ein verlängertes Wochenende.  
   Neue Meldungen über Arbeitsplatzvernichtung gibt es wieder am Montag, 30. Mai  
   Schöne Tage, gutes Wetter, viel Spass ..... WWWIII
bestellen!
 26.05.2005 Rhön-AG, Klinikbetreiber, Kreiskrankenhaus Gifhorn, Umstrukturierung und Stellenabbau stehen bevor. Zahlen gibt es noch nicht.

???

 25.05.2005 Personal-Service-Agentur, Schwarzenbek, der Vertrag von der Bundesagentur für Arbeit wurde nicht verlängert. 30 Mitarbeiter verlieren den Job.

30

 25.05.2005 Cosmopolitan Cosmetics, Procter & Gamble Tochter, verlagert - um Steuern zu sparen - 60 Stellen von Köln nach Genf. Dass Procter und Gamble von anderen Standorten in Deutschland 40 Stellen nach Köln verlagert, schafft keine neuen Arbeitsplätze.

 60

 25.05.2005 Valberter Kunststoffverarbeitung, Valbert, die Bereiche Produktion und Versand werden stillgelegt, z.T. nach Ungarn ausgelagert. Betroffen sind wohl 23 Mitarbeiter.

23

 24.05.2005 KENeu, Kommunale Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen (KENeu), vier Mitarbeitern wurde zum August dieses Jahres die Kündigung ausgesprochen.

4

 24.05.2005 Demag Plastics Group, Spritzgießmaschinen, Wiehe, 20 von 330 Mitarbeitern im Werk Wiehe fallen der Restrukturierung zum Opfer. Insgesamt entlässt die Demag Plastics Group in Deutschland rund 90 Mitarbeiter.

90

 24.05.2005 Paul Hartmann, Medizin- und Pflegeprodukte, schließt Werk Niedernhausen endgültig. Die letzten acht müssen gehen.

8

 24.05.2005 Berentzen-Gruppe AG, Schnaps, sollen vom produktionsorientierten Anbieter zum Vermarkter umgebaut werden. In der Produktion wurden Stellen ab- im Vertrieb aufgebaut, auch 2005 soll der Stellenabbau weitergehen. Zahlen dazu fehlen. Wir schätzen dass unter dem Strich rund 100 Stellen entfallen.

geschätzt 100

 24.05.2005 Dekanat Buer, Seelenheil-kath., die Neustrukturierung der kath. Gemeinden im Stadtnorden wird nur noch 18 Vollzeitstellen für kirchliche Mitarbeiter übrig lassen.So Dechant Bernhard Lücking und Propst Wilhelm Zimmermann nach der Dekanatskonferenz, auf der Bischof Dr. Felix Genn seinen Vorschlag zum Umbau der Gemeinden vorgestellt hatte. Doch die Hirten weigern sich, die gegenwärtige Zahl der Stellen und Teilzeitkräfte zu nennen, auch der Gemeindeverband und das Bistum. können keine Aussage dazu machen. Bei so viel Ängstlichkeit, die Wahrheit zu sagen, schätzen wir einfach, dass die Kirche sich von der Hälfte ihrer Mitarbeiter trennt.

geschätzt 18

 24.05.2005 Grohe, Armaturen,  Porta Westfalica/Hemer, nach 150 und weiteren geschätzten 2.000 sieht es nun so aus, als ob noch mehr Stellen verschwinden, weil in China gefertigt werden soll. Die IG-Metall erwartet den Verlust von 3.000 Stellen. Und wieder sind es die ach so wohltätigen ausländischen Investoren, hier die Texas Pacific Group (TPG) und die Credit Suisse First Boston Private Equity (CSFB), die die Weichen für mehr chinesische Arbeitsplätze stellen. Wir melden 850 nach.

weitere 850

Die Lunte brennt,

es ist Feuer am
Dach,

jetzt kommen die härteren Maßnahmen, die tieferen Schnitte,

jetzt kommt
Angela

 Es gibt heute nur eine Meldung: Neuwahlen im Herbst.
Doch wer jetzt auf die guten Tage wartet, die von den Schwarzen gebetsmühlenhaft beschworen werden, wird zwangsläufig enttäuscht. Merkel, Stoiber, Wulff, Koch und Co. haben keine anderen, schon gar keine besseren Rezepte - sie machen genau da weiter, wo Schröder aufhört, nur noch brutaler.

Neue Jobs gibt es nur, wenn wieder Geld da ist, um sie zu bezahlen.
Der blödsinnige Versuch, das Geld durch unbezahlte Mehrarbeit, durch Verzicht auf Lohn und Sozialleistungen zu erzeugen, konnte nicht funktionieren.


Das Thema ist zu komplex, um eine BILD-Schlagzeile daraus zu machen.
"Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - Über das Geld"
zeigt auf 364 Seiten auf, was getan werden soll - muss und kann.
Interessiert?
Alle reden über Managergehälter,

da bekommt ein Vorstandsvorsitzer 10 Millionen - das ist schrecklich -

aber niemand redet darüber, wer die 3,4 Milliarden bekommt, die als Jahresgewinn abgezockt wurden.
 23.05.2005 Wal-Mart, US-Einzelhandelskonzern, Bad Sobernheim, die Anforderungen der Wirtschaftlichkeit zwingen zu dreißig Entlassungen. Geiz ist geil.

30

 20.05.2005 Alpha-Betonbauteile, Fertiggaragen, Salder,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 40 Mitarbeiter.

40

 20.05.2005 Allendeschule, Realschule, Oranienburg, wird geschlossen. Die Lehrer werden versetzt. Das gibt keine betriebsbedingten Kündigungen, aber trotzdem Stellenabbau. Das ist Bildungspolitik - nicht nur - in Brandenburg.

Konkretisierung
Brandenburg

 20.05.2005 Büscher, Getränkeabfüller, Wiehl-Weiershagen, stellt den Betrieb ein. Nun müssen die letzten 31 Mitarbeiter gehen.

31

 20.05.2005 Justizvollzugsanstalt Schwerte, Knast, in Ergste, statt 268 werden, nach dem Ausbau, 350 Insassen untergebracht. Statt dann aber 167 Stellen soll die JVA mit 133 auskommen (vorher 127) Stellenabbau durch die kalte Küche - Politik (nicht nur) in NRW.

Konkretisierung
NRW

 19.05.2005 TTT AG, Kunststoffteile, Türkheim, hat Insolvenz beantragt. Mitarbeiterzahlen sind uns nicht bekannt, wir schätzen, dass mindestens 200 Arbeitsplätze betroffen sind.

geschätzt 200

 19.05.2005 T-Mobile, Telekomheimkehrer, nach einer schnell - aber nicht schnell genug - wieder entfernten Meldung, will T-Mobile 2.200 Stellen abbauen. 1.200 davon in Deutschland.

1.200

 19.05.2005 Hohenbrunn, Gemeinde, Bayern, Kindergartengebühren hoch und Schwimmbad dicht. Den Bürgern, die das Schwimmbad finanziert haben, wird der Zutritt verwehrt. Der Betrieb wird künftig vom Sportverein für Mitglieder organisiert. Bei der Gemeinde entfallen 12 Stellen.

12

 18.05.2005 Film-Dengel, Beleuchtungstechnik, Almöneburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 8.

8

 18.05.2005 Lotz, Offsetdruck, Geisenheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 36 Mitarbeiter.

36

 18.05.2005 Fröling, Heiz- und Trinkwassersysteme, Overath, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 150 Mitarbeiter.

150

 18.05.2005 Frankfurter Sparkasse, Fraspa, nach Verkauf an die  Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) droht Stellenabbau.Was wir bisher nicht erfahren haben: Die Fraspa hat in den letzten drei Jahren bereits 600 Stellen gestrichen und hat nun noch 2.000 Mitarbeiter. Jetzt ist mit weiteren Synergieeffekten in der Größenordnung von 300 Stellen zu rechnen.

600
+ geschätzt 300

 18.05.2005 Olbo, Textilien, Ohligs, 123 Arbeitsplätze sind akut von der Schließung bedroht.

123

 18.05.2005 Holz Weber, Sägewerk, Holzhandel, Göppingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 85 Mitarbeiter.

85

 18.05.2005 Hauni, Zigarettenmaschinen, Hamburg-Bergedorf:, bei der 2004 ausgelagerten Hauni Primary GmbH werden 60 von 200 Arbeitsplätze wegfallen.

60

 18.05.2005 Pfizer, Pharma, Weltmeister, will alle Bereiche durchforsten, um besser und effizienter zu werden. Das wird wohl auch in Deutschland Stellenabbau bedeuten. Wir schätzen, dass nach einer so forschen Ankündigung rund 500 von derzeit 5.200 Beschäftigten in Deutschland von Risiken und Nebenwirkungen der Schlankheitskur betroffen werden.

geschätzt 500

 18.05.2005 S-Bahn, Nahverkehr, Berlin, will in den nächsten fünf Jahren 800 von 3.750 Stellen streichen.Vor allem in den Werkstätten, in der Verwaltung und bei der Zugabfertigung scheint den Sparkommissaren zu viel Personal an Bord zu sein.

800

 18.05.2005 Saarbrücken, Kommune, 180 freiwerdende Stellen sollen dauerhaft frei bleiben. Dann sind von heute 1.750 nur noch 1.570 übrig. Nur ein Zahlendreher, kein Grund zur Sorge.

180

 13.05.2005 Ruhrbistum Essen, seit November 2004 ist bekannt, dass das Bistum 1.000 Stellen streichen muss, wir haben berichtet. Nun wird die Meldung schon wieder aufgewärmt.  

aufgewärmt

 13.05.2005 Lafarge, Dachsysteme, Karstädt, Ende 2004 hatte die Lafarge Dachsysteme GmbH am Standort Karstädt 19 Mitarbeiter entlassen. Die hatten wir noch nicht, nur die 29 aus dem fränkischen Hainstadt, jetzt werden weitere 20 Karstädter Mitarbeiter abgebaut.

39

 13.05.2005 Huhtamaki, Lebensmittelverpackungen, Eichsfeld,  das Werk in Weende mit rund 500 Mitarbeitern wird geschlossen. Die Produktion wird ins Ausland verlagert.

 500

 13.05.2005 Neoplan, Omnibusse, Pilsting, in Pilsting soll der Bau von Stadt- und Linienbussen aufgegeben werden. Bis zu 150 von 613 Jobs werden bis 2007 abgebaut.

150

 13.05.2005 Charité, Kliniken, Berlin, der Senat hat die Zuschüsse um 100 Millionen Euro gekürzt. Nun berät der Aufsichtsrat über die Streichung von 4.000 der 15.000 Stellen. Das Desaster hatte sich bereits Mitte letzten Jahres angedeutet. Damals schätzten wir, dass die Charité etwa 1.000 Stellen verlieren wird. Nun haben wir 3.000 nachzumelden.

weitere 3.000

 13.05.2005 Hypovereinsbank (HVB), der wieder einmal gemeldete Abbau von Arbeitsplätzen - nur in Deutschland - ist wieder einmal aufgewärmt.
Interessante Zahlen zum Anteil der deutschen Arbeitsplätze: Die Bank hat derzeit 26.200 Mitarbeiter in D und will bis E 2007 bei 23.800-24.000 liegen.

aufgewärmt

 12.05.2005 Trendmeldung

nach Schätzungen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) werden im laufenden Jahr vermutlich weitere 34 000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Zahl der Beschäftigten ist dann 733.000 gesunken, was eine Halbierung innerhalb von 10 Jahren bedeutet.
 Trendmeldung
 12.05.2004 Kreiskrankenhaus Heppenheim, das laufende Geschäftsjahr soll mit einem Überschuss von 500000 Euro abschließen. Damit kann das jetzt noch als Eigenbetrieb des Kreises geführte Krankenhaus rückwirkend zum 1. Januar 2005 in eine gemeinnützige Gesellschaft umgewandelt werden. Nach einem Verlust von 1,568 Millionen Euro in 2002 weerden also im Vergleich dazu für die Versorgung der Patienten in diesem Jahr rund 2 Millionen Euro weniger aufgewendet. Davon hat der im letzten Jahr erfolgte Abbau um 24 Stellen alleine eine halbe Million gebracht, dieser erfolgreiche Weg soll mit weiterem Stellenabbau fortgesetzt werden. Wir schätzen, für 2005 und 2006 weitere 20 Stellen und melden 44 (obwohl wir annehmen müssen, dass bereits in 2003 ein erheblicher Abbau erfolgt sein muss).

24
+ geschätzt 20

 11.05.2005 Herzogen, Brauerei,  Jülich, ist nach Insolvenz geschlossen. Auch hier keine Angabe zur Mitarbeiterzahl, zusammen mit der Senfmühle und den Catering-Aktivitäten sollten es aber mindestens 30 gewesen sein.

geschätzt 30

 11.05.2005 Konz & Brune, Leiterplatten, Plettenberg, hat Insolvenz beantragt, über die Zahl der Mitarbeiter wurde nichts vermeldet. Wir schätzen vorsichtig auf 50

geschätzt 50

 11.05.2005 Dillinger Hütte, Stahl, Dillingen, der Vorstand will die Kosten senken, die Personal-Aufwendungen sollen um zehn Prozent sinken. 10 Prozent von den derzeit 5300 Beschäftigten, das sind 530 Jobs, die es in Deutschland bald nicht mehr geben wird, auch wenn sozialverträglich und ohne Kündigungen abgebaut wird.

530

 11.05.2005 Beta Systems, Software, Berlin, es ist nur zwei Monate her, da meldeten wir den Abbau von 60 von 1000 Stellen. Heute heißt es, von noch 800 Mitarbeitern (incl. Augsburg),sollen weitere 40 - 50 Stellen gestrichen werden. In Summe haben wir also 190 nachzumelden.

weitere 190

 11.05.2005 Commerzbank, Geldschöpfung, zur Ergebnissteigerung müssen die Kosten runter. Ungefähr 110 Millionen sollen es werden, um im Firmenkundengeschäft eine Rendite von 17 Prozent zu erreichen. Das wird, so schätzen wir, nur funktionieren können, wenn mindestens 2.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

geschätzt 2.000

11.05.2005  Verkehrsindustrie Systeme GmbH (VIS), Schienenfahrzeuge, Halberstadt, streicht 132 von 214 Stellen. Als der Unternehmer Dirk Zeppenfeld den Betrieb vor drei Jahren von der Deutschen Bahn übernahm, gab es dort noch 320 Arbeitsplätze. Wir melden trotzdem nur den neuen Abbau.

 132

 09.05.2005 Wolfsburg, Kommune, die Stadtverwaltung von VW-City baut bis 2006 rund 250 Stellen im Rathaus ab. Eine "Projektgruppe Personalanpassung" liefert die Ideen: Nutzung der Fluktuation mit Wiederbesetzungssperre, Einstellungsstopp, Zeitverträge nicht verlängern und Mitarbeiter verleihen.

 250

 09.05.2005 Werner-Wicker-Klinik (WWK), Bad Wildungen-Reinhardshausen, muss in zwei Jahren rund 90 Vollzeitstellen streichen. 800 Jobs gibt es dort derzeit.

 90

 09.05.2005 Kerkraftwerk Obrigheim, Baden-Württembergs Umweltministerin will den Ausstieg aus dem Ausstieg und argumentiert u.a. damit, dass mit Stillgeungen von AKWs Arbeitsplätze verloren gehen, alleine 500 durch die Abschaltung des AKW Obrigheim in diesem Monat.

500

 09.05.2005 Fertigteilbauer Müller, Gönnern, aus ursprünglich gemeldeten 135 von der Insolvenz Betroffenen sind nun 200 geworden. Nicht nur das Stammwerk in Angelburg, auch das Zweigwerk in Stockstadt ist betroffen. Wir haben 65 nachzumelden.

weitere 65

 09.05.2005 Deutsche Post, per Gerichtsurteil wird der Post ein Teil des Briefmonopols vorzeitig entzogen. Das wird nach Einschätzung von Klaus Zumwinkel (Post-Chef) rund 6.000 Arbeitsplätze kosten. Wir meldeten in der Vergangenheit Arbeitsplatzverluste durch Abbau von Filialen, Veränderungen bei der Zustellung, sowie die Auswirkungen der Integration von Danzas und DHL - doch das Einsammeln und vorsortierten von Briefen durch private Konkurrenz war bisher noch nicht als Abbau-Ursache genannt.

6.000

 06.05.2005 Victor Achter, Dülken, im Besitz des US-Konzerns Milliken baut 30 Stellen ab.

30

 06.05.2005 Wiko, Textileinzelhandel, Mönchengladbach gibt auf, ca. 25 Arbeitsplätze gehen verloren.

25

 06.05.2005 Uni Magdeburg, Etatkürzungen erfordern Abbau von jährlich 34 Stellen. Wir wissen nicht, für welchen Zeitraum schätzen daher vorsichtshalber nur für die nächsten drei Jahre (05-07) und melden 102.

 geschätzt 102

 06.05.2005 Bien-Zenker, Fertighausbau, Schlüchtern und Michelstadt, nach rückläufigen Geschäften soll ein Sparprogramm in die Gewinnzone zurückführen. Dafür werden 100 Stellen gestrichen.

100

 06.05.2005 IBM, Computer, nach einigen Tagen sind aus 15.000 nur 13 000 Stellen geworden, die weltweit, aber überwiegend in Europa entfallen sollen, und es ist klar geworden, dass es 2.500 der 25.000 deutschen IBM-Jobs treffen wird.

2.500

 05.05.2005 MHD, Metallhütte, Wanheim, hat Insolvenz beantragt. betroffen sind 310 Mitarbeiter.

310

05.05.2005 Nürmont, Montage, Anlagenverlagerung, Nürnberg, ist - von uns unbemerkt mit rund 600 MA in die Insolvenz gegangen. Die Baumüller Gruppe übernimmt nun Teile und rettet damit 250 Arbeitsplätze. 350 sind wohl verloren.

350

 05.05.2005 BSHG, Bosch-Siemens-Hausgeräte, Berlin, das Berliner Waschmaschinenwerk wird Ende 2006 geschlossen, die Produktion wird von einem Werk in Brandenburg übernommen, ohne dass dort zusätzliche Arbeitsplätze entstünden.

600

 04.05.2005 Vogtländisches Verlagshaus, Plauen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 30 Mitarbeiter.

30

 04.05.2005 Harting Vending, Espelkamp, einige der Mitarbeiter am Firmensitz bekommen demnächst den blauen Brief. Wie viele, ist nicht bekannt. Doch bereits im September 2004 hatte Harting Vending bekannt gegeben, dass 50 Mitarbeiter entlassen werden. Harting beschäftigt in Espelkamp und Minden knapp 1500 Mitarbeiter.

50

 04.05.2005 Bayer Technology Services (BTS), Anlagenbau, mit weltweit etwa 2100 und in knapp 1400 in Deutschland glauben die Manager, es seien ein paar Figuren zu viel an Bord, um genügend Gewinn zu erwirtschaften. Folge 1: Alle Tarif-Beschäftigten werden für das gleiche Gehalt zweieinhalb Stunden länger arbeiten, nämlich 40 statt 37,5 Stunden pro Woche. Leitende Mitarbeiter verzichten auf sechs freie Tage im Jahr. Im Gegenzug wird bis 2007 eine Personlastärke von 1216 Stellen garantiert. Somit werden 155 Jobs gestrichen - die Arbeitszeitverlängerung wirkt zusätzlich wie der Abbau von rund 80 Jobs.

235

 04.05.2005 Pfleiderer, Mischkonzern, Neumarkt/Oberpfalz, hat mit mehr als 95 Prozent der Beschäftigten in den Holzwerkstoff-Werken Neumarkt und Gütersloh individuelle Vereinbarungen unterschrieben. Fünf Stunden Mehrarbeit pro Woche gegen Kündigungsschutz bis Ende 2007. Das soll den Gewinn von derzeit 40 Millionen pro Jahr um 30 Millionen Euro jährlich fast verdoppeln.
Da Pfleiderer in Kürze den Konkurrenten Kunz aus Unterensingen schlucken wird, was die Personalzahl von 4500 auf etwa 6400 steigen lässt, und weil abzusehen, ist dass Pfleiderer die 40 Stunden Woche auf alle Beschäftigten ausweiten wird, enstpricht die Arbeitszeitverlängerung in ihrer Wirkung auf den Arbeitsmarkt der Vernichtung von 900 Arbeitsplätzen.

900

 04.05.2005 B.i.t., Integrationsbetrieb für Schwerbehinderte, Kirn (Bad Kreuznach), Ende der Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit, Ende der Einrichtung. 18 Arbeitsplätze werden verloren gehen, denn die BA muss sparen - jedenfalls da, wo sich durch Fördermittel keine direkte Beschönigung der Statistik erreichen lässt, egal wie vernünftige und nützlich die Maßnahmen auch sind.

18

 04.05.2005

voestalpine, österreichischer Stahlkonzern, Linz, 2002 kaufte das Unternehmen die Matzner AG in der Nähe von Osnabrück mit damals rund 600 Mitarbeitern. Seitdem wurden bereits 210 abgebaut, jetzt wird das Werk mit noch 390 Mitarbeitern geschlossen. Das know how, und darum ging es wohl ausschließlich, ist abgesaugt.

Brauchen wir wirklich ausländische Investoren? Brauchen wir wirklich ausländisches Geld? Es gibt neue Antworten auf diese Fragen. Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III, bis zum 31. Mai zum Subskriptionspreis.

600

 04.05.2005 St.-Josef-Hospital Bad Driburg, St.-Vincenz-Hospital Brakel, St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter, St.-Rochus-Krankenhaus Steinheim werden fusioniert. Insgesamt etwa 2.000 Mitarbeiter sind dort heute tätig. Wir rechnen mit Synergieeffekten und schätzen, dass von den jetzt 2000 in wenigen Jahren nur noch 1850 übrig sein werden.

geschätzt 150

 04.05.2005 NordLB, Norddeutsche Landesbank, baut weitere Arbeitsplätze ab. 2003 hieß es, bis Ende 2005 sollen 400 von 4000 Stellen entfallen. Nun wird gemeldet, in 2004 seien konzernweit 500 von 9550 Stellen gestrichen worden. Der Geschäftsbericht 2004 bestätigt die höheren Zahlen, so dass wir hier zunächst 100 nachzumelden haben. Hinzu kommt: Bis Ende 2008 sollen die Verwaltungsaufwendungen um 20 Prozent (200 Millionen Euro) reduziert werden. Dies kann direkt proportional auf die Personalzahlen übertragen werden. Es werden folglich weitere 1.800 Jobs wegfallen.

geschätzt 1.900

 04.05.2005 Grüner Punkt, Müllumwandlung, Köln, das Duale System Deutschland baut 50 von 320 Stellen ab, denn der Grüne Punkt ist seit Ende 2004 von dem US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) übernommen worden. Nun verdienen US-Anleger auch noch am deutschen Sortierzwang.

 50

 03.05.2005 Connection medien GmbH, Niedertaufkirchen?, die finanzielle Situation so brenzlig, daß die Insolvenz als reales Szenario im Raum steht.

???

 03.05.2005 Thüringer Pharmaglas, Neuhaus, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 03.05.2005 Oberschwabenklinik, die drei Krankenhäuser in Wangen, Leutkirch und Isny sollen zwar bestehen bleiben, Leutkirch künftig ohne stationäre Chirurgie, Isny ohne stationäre Innere Medizin. Von den derzeit 750 Beschäftigten sollen durch natürliche Fluktuation, Umschulungen und Versetzungen so lange so viele abgebaut werden, bis die Personalzahl mit dem geringeren Bedarf an Arbeitskräften übereinstimmt. Wir schätzen, dass diese Maßnahme etwa 50 Jobs kosten wird.

geschätzt 50

 03.05.2005 Bad Segeberg, Kommune, Verwaltungsreform ist angesagt. Eine von sechs Abteilungen wird aufgelöst und alle sind zu allerstriktestem Stillschweigen verdonnert. Glasnost!   GEHEIM
 03.05.2005 Schwäbisch Hall, die Stadt, nicht die Bausparkasse, hat in den vergangenen fünf Jahren 120 Vollzeitstellen eingespart. Heute sind noch 518 Mitarbeiter bei der Verwaltung tätig.
Nun ja, wir nehmen die Hälfte davon in diese Statistik, weil wir eben nur den Arbeitsplatzabbau seit 2.10.2002 festhalten.

60

 03.05.2005 Hapag-Lloyd AG, Reederei, die 100prozentige Tochter des TUI-Konzerns will innerhalb von drei Jahren bis zu 40 Stellen eingesparen.

40

 02.05.2005 Transmedia, Medienunternehmen, Mannheim, das Unternehmen beteiligt sich nicht an der Ausschreibung um den Folgeauftrag, der Betrieb wird zum 30. 6. 2005 stillgelegt. Das kostet 140 Jobs.

140

 02.05.2005 SkillSoft, E-Learning, schließt das Deutschland-Büro in Köln. 16 Arbeitsplätze gehen verloren.

16

 02.05.2005 LS Training und Services,  IT-Weiterbildungsdienste, die im Oktober 2004 von Siemens mitsamt 180 Mitarbeitern verkaufte Weiterbildungsabteilung , steht nun offenbar vor der Insolvenz. Käufer war die österreichische bit-Gruppe, also wieder einmal der hofierte ausländische Investor.

180

 02.05.2005 Paul Seitz, Tiefbau, Waiblingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

50

 02.05.2005 Möbel Osthoff, Möbelhändler, Paderborn, Ausverkauf wegen zu niedriger Umsätzte. 160 Mitarbeiter verlieren den Job.

160

 02.05.2005 Schenker, Spedition, Emden, Schenker Stinnes Logistics hat weniger Autoteile zu verpacken. 20 bis 30 der 250 Mitarbeiter werden entlassen.

 25

 02.05.2005 Reifenhäuser, Maschinenbau, Sieglar, muss sparen, dazu gibt es Umstrukturierung, Ausgründung und Personalverschiebung. Der Zahl von 300 abzubauenden Stellen widerspricht das Unternehmen, sie sie zu hoch gegriffen. Also nehmen wir 200 in die Statistik.

200

 02.05.2005 Linde, Kälte, Gas und Gapelstapler, nach zwei Ankündiungen (22.2.05 Kältetechnik Kostheim 800, 31.03.05 Stapler, Hamburg, 200, Reutlingen 43) hat Linde noch ein bisschen nachgelegt. Es heißt nun, in den nächsten beiden Jahren solle mehr als die Hälfte der rund 2500 deutschen Arbeitsplätze durch Verlagerung nach Tschechien und Frankreich entfallen. Neben den bisher gemeldeten Streichungen sind in dieser Ankündigung weitere 300 Stellen enthalten, die am Firmensitz Köln gestrichen werden.

weitere 300

 02.05.2005 Stammschröer GmbH, Möbelhersteller, Bad Lippspringe, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 400 Arbeitsplätze.

 400

 29.04.2005 MATRAFLEX, Matratzen, Horn-Bad Meinberg, hat nach unbestätigten Meldungen im Werk Horn in Westfalen- Lippe über 100 der dort beschäftigten 300 Mitarbeiter entlassen, für den Rest soll ab 01.06.2005 Kurzarbeit beantragt sein.

100

 29.04.2005 Rolladen-Gleißner, Konnersreuth, nach der Insolvenz von "Konnersreuther Rolladen-Technik GmbH" und "MG Vertrieb GmbH" sind alle Hoffnungen auf Weiterführung dahin. Der Geschäftsbetrieb ruht. Rund 80 Beschäftigte sind betroffen.

80

 29.04.2005 Avcraft Aerospace, Flugzeugbau, Oberpfaffenhofen, das Ende von Dornier, das wir bereits im Juni 2004 vorhergesehen haben, scheint nun endgültig eingetreten. Auch die von der US-Firma Avcraft in 2003 aus der Dornier Insolvenzmasse herausgekauften Teile sind in Insolvenz. 154 von 345 Mitarbeitern haben die Kündigung schon.

es geht endgültig zu Ende

 29.04.2005 HEINKEL, Maschinen- und Anlagenbau, Bietigheim-Bissingen, das Insolvenzverfahren ist eröffnet, betroffen sind 98 Mitarbeiter, von denen 52 die Kündigung bereits erhalten haben.

 98

 29.04.2005 Müller, Fertigteilbau, Gönnern, hat im Februar Insolvenz beantragt und jetzt die 135 Mitarbeiter entlassen.

135

 28.04.2005 Colsman-Enders, Campingzubehör, Werdohl, baut die Hälfte der Stellen ab, weil jetzt nicht mehr nur in China zugekauft, sondern auch selbst dort produziert wird. Leider ist nicht herauszufinden, wie viel das sind. Hat jemand die Information?

die Hälfte, aber wovon?

 28.04.2005 BR-Rundfunkorchester, München, per Tarifvertrag wird die Verkleinerung des Rundfunkorchesters beschlossen. Tröstlich: die Spielfähigkeit soll durch ein entsprechend verrändertes Repertoire erhalten bleiben. Die Recherche war mühsam, die Websited des Rundfunkorchesters gibt keine Gesamtzahl der Musiker an, sondern neben musikpädagogisch wertvollen Hörbeispielen zum Klang der einzelnen Instrumente eine Besetzungsliste pro Instrument. Neben 18 administrativen Mitarbeitern weist das Orchester folgenden Stellenplan auf: 1xHarfe, 5xHorn, 3xTrompete, 4xPosaune, 1xTuba, 13x erste Violine, 8x zweite Violine, 8xViola, 1xPauke, 3xSchlagzeug, 3xFlöte, 3xOboe, 3xKlarinette, 3xFagott - also insgesamt 77 Beschäftigte. Wir schätzen, dass die Vereinbarung bedeutet, dass man versuchen wird, mit 55 Kräften auszukommen. Weil die Tuba auch heute schon nicht besetzt ist und auch bei den 2, Violinen eine Vakanz besteht, sind aber nur noch 18 Stellen abzubauen.

geschätzt 18

 28.04.2005 Schwab, Innenausbau, Amberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 51 Mitarbeiter.

51

 27.04.2005 VR Bank Pinneberg, VR Bank Halstenbek-Schnenefeld, die beiden Banken aus der Volksbank-Raiffeisenbank Gruppe fusionieren. Insgesamt haben die beiden Institute derzeit 241 Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen - doch eine Fusion macht keinen Sinn, wenn nicht auch die Synergieeffekte wirken dürfen. Wir rechnen mit den üblichen 7 Prozent und halten mittelfristig den Abbau von 16 Jobs für absehbar.

geschätzt 16

 27.04.2005 Internationaler Bund (IB), Sozialdienst, wird seinen Kindergarten in Hackenbroich schließen. Betroffen sind fünf Mitarbeiterinnen.

5

 27.04.2005 Deutscher Ring, Risikoverteilung, Hamburg, die deutsche Gesellschaft des Schweizer Baloise-Konzerns hat im letzten Jahr die Zahl der Mitarbeiter um 88 auf 2.646 reduziert.

88

 27.04.2005 Triumph-Adler, Büromkommunikation, streicht 100 Stellen, nachdem in 2004 bereits ein Abbau um 200 auf 1.653 Jobs erfolgte. Da dies offenbar in aller Stille erfolgte, haben wir nun insgesamt dern Verlust von 300 Arbeitsplätzen zu vermelden.

300

 26.04.2005 Westernstadt "Silver Lake City", Templin, Die Betreibergesellschaft HHB GmbH & Co. Silver Lake City KG in Passau hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass damit mindestens 50 Jobs nach nur einer Saison wieder futsch sind.

geschätzt 50

 26.04.2005 Mosaic Software AG, Handelssysteme, per ad hoc Meldung werden Maßnahmen zur deutlichen Senkung der Kosten in allen Unternehmensbereichen angekündigt. Da eine kurzfristige Markterholung nicht in Sicht ist, haben der Aufsichtsrat und der Vorstand der Mosaic Software AG einen Abbau der Personalressourcen um maximal die Hälfte im Geschäftsjahr 2005 zur Anpassung der Kapazitäten an die Marktsituation einvernehmlich beschlossen. Am 30.09.2004 hatte die Mosaic Software noch 129 Mitarbeiter. Davon die Hälfte: 64. Allerdings hat Mosaic schon von 2003 auf 2004 97 Stellen abgebaut. In Summe wurden also im Erfassungszeitraum unserer Statistik 161 Jobs vernichtet.

161

 26.04.2005 Steiff, Plüschtiere, Giengen, Absatzprobleme erfordern Personalabbau. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass natürliche Fluktuation und Altersteilzeitregelungen nicht ausreichen werden, um das Einsparziel bei den Personalkosten (2,3 Millionen Euro jährlich) zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass der weitaus überwiegende Teil davon in Deutschland eingespart werden soll und schätzen, dass bei den branchenüblich niedrigen Löhnen dafür mindestens 100 Mitarbeiter gehen müssen.

geschätzt 100

 26.04.2005 Schraubautomaten Weber, Wolfratshausen, keine Kündigungen, aber Personalabbau über Aufhebungsverträge und natürliche Fluktuation, Gerüchte sprechen von einer ernsten Situation.
Wir schätzen, dass mit dem Abbau von 50 Stellen gerechnet werden muss.

geschätzt 50

 26.04.2005 Siempelkamp, Mischkonzern, Krefeld, in Wolfratshausen, wo Siempelkamp im Bereich Baustofftechnik aktiv ist, werden 30 von 130 Mitarbeitern entlassen.

30

 25.04.2005 Telekom, deutsche, Krug-Aktie, nach dem Rekordgewinn von 4,6 Milliarden Euro (über 50 Euro pro Bundesbürger !) will dTelekom-Chef Ricke die Profitmaximierung zu Lasten von Mitarbeitern und Kunden fortsetzen und wird nicht müde, darüber zu reden, dass es auch weiterhin Stellenabbau geben wird. Seit 1995 wurden jährlich 10.000 Jobs vernichtet. Wir sind immer noch vorsichtig - im Dezember 2004 haben wir 20.000 Stellen für 2006/2007 gemeldet, im März weitere 50.000 für 2006-2010. Da bleibt der Telekom immer noch ein Spielraum von 30.000 Jobs bis 2015.  Konsequente
Umsetzung
 25.04.2005 Deutsche Flugsicherung (DFS), Lotsendienst, Langen b. Frankfurt 
Kommt nun nach den Billigfliegern auch die Billigflugsicherung? Die DFS plant jedenfalls, 500 - 600 von 5.400 Stellen (klingt wie 10 Prozent pauschal) zu streichen. Gerüchte, es könnten auch bis zu 1.000 werden, wurden nicht dementiert. Grund: Im europäischen Vergleich sei die Deutsche Flugsicherung (noch) nicht die billigste. Siehste!

540

 22.04.2005 Möbel Alsdorff, Wolfsburg, ist jahrelang kontinuierlich bis auf einen letzten Mitarbeiter geschrumpft. Jetzt wird der Laden geschlossen.

1

 22.04.2005 Rot-Kreuz-Krankenhaus, Wiesbaden, von der Krankenhauskonferenz für überflüssig erklärt, läuft alles auf die Schließung hinaus. Das Haus arbeitet in allen Abteilungen kurz, erste Kündigungen wurden bereits ausgesprochen. Wir haben keine Zahlen, schätzen aber, dass hier ca. 50 Arbeitsplätze verschwinden.

 geschätzt 50

 22.04.2005 Dr. August Wolff, Pharmahersteller, Bielefeld, entlässt 50 von 300 Mitarbeitern, alle aus dem bisher 110-köpfigen Außendienst.

50

 22.04.2005 Bertelsmann, Medienriese, Rheda-Wiedenbrück, im Januar schätzten wir, dass 75 der 450 Stellen entfallen werden. Nun soll etwa jede fünfte Stelle gestrichen werden, jetzt heißt es allerdings im Klartext: 70 von nur noch 380 Stellen. Dafür müssen die verbleibenden Mitarbeiter wieder 42 Stunden pro Woche ranklotzen und das für weniger Geld. Wir zählen 1 und 1 zusammen und melden 65 nach.

weitere 65

 21.04.2005 Berliner Batterie GmbH BAE, Energiespeicher, hat (schon im März) Insolvenz beantragt.Betroffen sind 200 Mitarbeiter.

200

 21.04.2005 Peoplesoft, Software, (München), wurde von Oracle übernommen. Rolf Schwirz von Oracle mochte zwar gerne verkünden: "Wir haben im Zusammenhang mit der Fusion eine gewisse Mitarbeiter-Reduktion vorgenommen", aber die Zahlen wollte er nun doch nicht nennen, weder zur Gesamtmitarbeiterzahl in Deutschland, noch zum erfolgten und noch bevorstehenden Abbau.
Wir fragen uns also, wie viele Mitarbeiter können die beiden miteinander in Deutschland gehabt haben, und wie viele davon können als Synergie-Effekte fusionsbedingt entfallen? Schätzung: 300 von 1.200 Jobs in Deutschland sind dahin.
...und wenn Herr Schwirz uns die echten Zahlen nennt, korrigieren wir auch. Versprochen.

geschätzt 300

 21.04.2005

Masterfoods, Katzen- und Kinderfutter (Whiskas, Mars), u.a. Viersen/Aller, wird in Deutschland 120 von 2000 Arbeitsplätzen aufgeben. Der Rest der Belegschaft soll dafür mehr arbeiten und auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten.

Aber ein Staat, der viel lieber ausländische Investoren hätschelt, als sich um das Wohl der eigenen Bevölkerung zu kümmern, muss auch diese Entwicklungen billigend in Kauf nehmen. Man kann ja immer noch sagen, es handele sich um bedauerliche Einzelfälle und keineswegs um eine Gefahr für die Bevölkerung und angesichts von so vielen Arbeitslosen fallen die 120 nun ja auch wirklich nicht mehr ins Gewicht.

Was von Münteferings Rückfall in sozialschwärmerische Jugendträume zu halten ist, steht hier.

 120

 21.04.2005 NDR, Wahrheits- und Meinungsdistributor, Hamburg, die Steigerung der Gebührenerhöhung reicht nicht aus, um die Mitarbeiter weiterhin bezahlen zu können. 175 Stellen der 3.600 Stellen müssen weg.

175

 20.04.2005 Kolping-Bildungswerk, + Berufliches Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (Bfz), Weilheim, weil das Arbeitsamt (Verzeihung: die "Agentur") sparen muss, fallen auch in Weilheim Stellen bei Trägern von Berufsbildungsmaßnahmen weg. Bei Kolping ist bereits gekündigt worden, für die verbleibenden Pädagogen stehen Gehaltskürzungen um ca. 30 Prozent auf der Agenda. Bei Kolping ist von 10 Jobs die Rede, beim Bfz werden es nicht weniger sein - und das ist nur die Lage in Weilheim.

geschätzt 20

 20.04.2005 A&O, ITK-Wartung, hat Sinitec mitsamt 1.100 Mitarbeitern im März von Siemens gekauft. Nun wird das Personal preiswert entsorgt. Die Teil-Gesellschaft Mitte/Südwest wird geschlossen, den Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt. Nur 50 soll angeboten werden, zu erhebliche verschlechterten Bedingungen, anderswo weiterzuarbeiten.Zwischen der Drohung, 600 Jobs abzubauen, und dem Zuckerbrot (!) bei Wohlverhalten könnte es auch bei nur 300 bleiben, baut sich A&O das auf, was heute Verhandlungsspielraum heißt, im Angesicht der Kräfteverhältnisse aber besser als Erpressungspotential bezeichnet werden sollte. Der Innendienst wird konzentriert, die verbleibenden Beschäftigten müssen sich an die 42-Stunden-Woche gewöhnen und auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie tarifliche Zulagen verzichten. Bundesweite Einsatzbereitschaft wird vorausgesetzt.

wohl eher 600

 20.04.2005 AFL, Automobilzulieferer, Frickenhausen, ab in die Pußta, heißt die Parole für die Maschinen. 130 Menschen bleiben übrig. Ihr Job wird demnächst in Ungarn erledigt.

130

 20.04.2005 Jungheinrich, Gapelstapler etc. Hamburg, 150 Arbeitsplätze müssen weg, damit die
Produktivität im Werk Norderstedt steigt. Das ist für Deutschland unter dem Strich das Ergebnis einer größeren Restrukturierung, der auch Produktikonsstätten
in Großbritannien, Frankreich und Spanien zum Opfer gefallen sind.

150

 19.04.2005 Kamps, Großbäckerei, vier Betriebe mit insgesamt 400 Beschäftigten sollen in der inzwischen zum italienischen Barilla Konzern gehörenden Kamps-Gruppe geschlossen werden, um wettbewerbsfähiger zu werden. Ob das nicht vielleicht mit größeren und besseren Brötchen auch möglich wäre? Das ist wohl eine Frage, die der ausländische Investor offenbar gar nicht erst stellt.

 400

 19.04.2005 Hundert,6, Privatradio, Berlin, die Betreibergesellschaft hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 30 Mitarbeiter.

30

 19.04.2005 Rundschau, Zeitungsgruppe, Köln, ab 1. Mai 2005 werden die Lokalausgaben der vom Kölner Heinen-Verlag verantworteten Rundschau weniger. Personelle Folgen: Die Redaktion der Rhein-Ahr-Rundschau wird geschlossen, die der Bonner-Rundschau um etwa ein Drittel abgebaut. Zahlen gibt es nicht, wir schätzen, dass die Blätter mit ihren kleinen Auflagen dadurch insgesamt vielleicht 5 Jobs abbauen.

geschätzt 5

 19.04.2005 Eaton Fluid, ex-Walterscheid-Rohrverbindungstechnik, Lohmar, der amerikanische Investor hat das florierende Unternehmen im Septemer gekauft. Nun steht fest: 57 der 180 Arbeitsplätze werden gestrichen.

"Wir müssen für ausländische Investoren attraktiver werden, denn die schaffen Arbeitsplätze...."

57

 19.04.2005 Züblin, Baukonzern, Stuttgart, vor der eigenen Insolvenz hatte Walter Bau die Fühler ausgestreckt und die Züblin Übernahme betrieben. Nun setzt die Strabag diese Bemühungen fort. Im Hinblick auf die Situation auf dem Baumarkt kann diese Übernahme nur als strategischer Schritt zur Ausschaltung eines Konkurrenten bei gleichzeitiger Stilllegung von Überkapazitäten interpretiert werden. Der Großteil der 3.525 Züblin -Jobs in Deutschland dürfte untergehen. Entweder direkt bei Züblin, oder was wahrscheinlicher ist, im gesamten Strabag-Konzern verschmiert.

 

Vorwarnung

 19.04.2005 Bundesbank, Euroverwalter und DM-Umtauschstelle, will weiteren Personalabbau vollziehen. Bis etwa 2007/2008 soll die Zahl der Mitarbeiter, die Ende 2001 bei 16.283 lag, auf unter 10.000 sinken.
Wir hatten bisher den geplanten Abbau von 4.825 Stellen gemeldet (Oktober 02 1.800, Oktober 03 3.025). Wenn wir annehmen, "unter 10.000" heißt 9.500, hat die Bundesbank insgesamt 6.783 Arbeitsplätze aufgelöst. Bleibt uns eine Differenz von 1.958 nachzumelden.

 weitere 1.958

 15.04.2005 CAS, Chemieanlagenbau Stassfurt, ehemaliger Kombinatsbetrieb hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 200 Mitarbeiter.

200

 15.04.2005 Stöhr, Baufirma, Gengenbach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 17 Mitarbeiter.

17

 15.04.2005 Sinn-Leffers,  Modehaus, Berlin, zum 31.12. werden die Modehäuser in Charlottenburg und Neukölln geschlossen. 154 Arbeitsplätze gehen verloren. Weitere Modehäuser in Essen, Neuss und Braunschweig sollen ebenfalls geschlossen werden. Wenn wir richtig mitgerechnet haben, trifft das rund 360 Mitarbeiter, davoon 154 in Berlin.

 360

 15.04.2005 Bosch, Elektrokonzern, München, an der Truderinger Straße sollen etwa 190 der 445 Stellen nach Tschechien verlagert werden.

190

 15.04.2005 Siemens VDO, Autozulieferer, Würzburg, zur Profitsteigerung wird das gute schwarze Zahlen schreibende Würzburger Werk nach Tschechien verlegt. Das kostet 1.600 Arbeitsplätze. Ende Oktober war noch von lediglich 400 die Rede. Wir haben 1.200 nachzumelden.

1.200

 15.04.2005  IBM der Stellenabbau in Würzburg und Hannover wird in diesen Tagen noch einmal durch die Medien gezogen. Wir haben ihn längst erfasst.

aufgewärmt

 15.04.2005 AXA, Versicherungen, Düsseldorf, 300 Stellen sollen bis 2007 durch Outsourcing nach Indien und Lettland abgebaut werden.

300

 13.04.2005 KarstadtQuelle, Einzelhandel,
der Münchner Merkur schreibt heute Merkwürdiges:
Der angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern drückt bei seiner Sanierung aufs Tempo und will den Abbau von Arbeitsplätzen beschleunigen. Der ursprünglich für einen Zeitraum von drei Jahren vorgesehene Abbau von 5700 Stellen solle nun bereits vor dem Jahresende "in großen Teilen" vollzogen sein, (...)In den ersten drei Monaten des Jahres seien bereits 1800 Stellen gestrichen worden. Mitte 2004 gab es in dem Unternehmen 75 400 Beschäftigte - 2008 sollen es 54 000 sein. Eine radikale Kurskorrektur und zusätzlichen Stellenabbau werde es aber auch nach dem in der vergangenen Woche vollzogenen Chefwechsel nicht geben.

Wir hatten uns im Oktober letzten Jahres darüber mokiert, dass mit einem Abbau von 5.500 Arbeitsplätzen niemals 760 Millionen jährlicher Einsparungen erzielt werden können und gegen die seinerzeitigen Behauptungen einen zu erwartenden Personalabbau um 20.000 Mitarbeiter prognostiziert. (Hier nachzulesen.) Allerdings gingen wir damals noch davon aus, der Konzern habe rund 100,000 Mitarbeiter, wie Karstadt noch in 2003 selbst veröffentlichte: http://www.karstadtquelle.com/ir/62.asp


So kommt also nun, nach geraumer Zeit ans Licht, dass die genannte Zahl von 5.500, später 5.700 Stellen, die gestrichen werden müssten, um 760 Millionen einzusparen wohl immer nur für die Presseerklärungen aus der Kiste geholt wurde. Der gesamte Personalabbau trifft nach derzeitiger Informationslage rund 46.000 Stellen - 26.000 mehr, als wir zu schätzen wagten.

 weitere 26.000

 13.04.2005 Thales, militärische Kommunikationstechnik, Pforzheim, 40 oder mehr Arbeitsplätze der derzeit 418 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

40

 13.04.2005 Rege Motorenteile GmbH, Hörselberg, noch in diesem Jahr sollen 120 von derzeit 815 Mitarbeitern im Werk Hörselberg entlassen werden.

120

 13.04.2005 Heidelberger Druck, Druckmaschinen, der Druck wird erhöht. Nach den Ankündigungen zum Abbau von 1800 Stellen in 2002 und 1.500 in 2003, sollen nun noch härtere Sparziele erreicht werden. Die Kosten müssen um jährlich 130 Millionen Euro gesenkt werden. Bisher wollte man mit 100 zufrieden sein. Wir schätzen dass diese zusätzlichen 30 Millionen etwa 750 Arbeitsplätze bedeuten, die entweder über Entlassungen oder freiwillige, unbezahlte Mehrarbeit oder einen Mix daraus vernichtet werden.

 geschätzt 750

 13.04.2005 BBL, Lackiererei, Peißenberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 22 Mitarbeiter.

22

 12.04.2005 Schauer-Häute, Häute und Felle, in Pleite (!), das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Betroffen sind 32 Mitarbeiter.

32

 12.04.2005 Grotewohlt, Autohaus, Norderstedt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 20 Mitarbeiter.

20

 12.04.2005 pgam advanced technologies, schuss- und minenfeste Pkws, Georgsmarienhütte bei Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 800 Mitarbeiter, mehr als 300 am Stammsitz in Georgsmarienhütte.

800

 12.04.2005 DBV-Winterthur, Versicherungskonzern (Schweiz), streicht 550 von 3.700 Stellen bei den deutschen Gesellschaften in Wiesbaden.

550

 12.04.2005 Lanxess, Chemie (von Bayer abgespalten), will rund 1.000 Arbeitsplätze abbauen und dadurch den Gewinn um 100 Millionen Euro erhöhen. Erst im November - wir haben darüber berichtet - hatte der Konzern 150 Stellen in Dormagen gestrichen.

1.000

 11.04.2005 Hoesch GmbH & Co. KG, Dusch-, Bade- und Whirlpoolwannen, Kreuzau und Andernach,  hat Insolvenz beantragt. Nach dem Abbau von 70 Mitarbeitern (wir berichteten am 2.9.04) sind jetzt die restlichen 290 Mitarbeiter betroffen. die übrigen 290
 08.04.2003 Stabilus, Gasfedern und Schwingungsdämpfer, Koblenz, will - nach einer Rundfunkmeldung- 160 Arbeitsplätze ins osteuropäische Ausland verlagern.

160

 08.04.2005 TV München, Regionalfernsehen, München, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 78 feste und 38 freie Mitarbeiter. TV-München gehört übrigens, wie auch TV-.Berlin, einem Österreicher. Auch in diesem Falle gilt: Es lebe der ausländische Investor!

78

 08.04.2005 NRW, Nordrhein-Westfalen, altes Bundesland, schwarze Kandidaten kehren gut. Jürgen Rüttgers hat angekündigt, in der Landesverwaltung 10.000 Stellen streichen zu wollen und nur die Bereiche Bildung, Polizei und Finanzverwaltung auszunehmen. Was heißt das?

1. Es besteht kein ernsthafter Zweifel mehr am Wahlausgang in NRW,
Rüttgers wird seine Pläne also umsetzen dürfen.

2. In NRW gibt es 308.000 Stellen in der Landesverwaltung. 10.500 tragen heute schon den kw-(kann wegfallen)-Vermerk. Davon haben wir bisher nur 1.800 erfasst, denn die am 24.9.2003 gemeldeten 7.500 können hier nicht berücksichtigt werden.

3. Rüttgers muss also, wenn er mehr sparen will, als es die bisherige Regierung vorgesehen hat, zusätzliche 10.000 Stellen einsparen.

4. Selbst wenn die CDU die Wahl verlieren sollte, hat jede andere Regierung nach dieser Vorlage die beste Begründung für eigene Pläne zu forciertem Stellenabbau.

In Summe sind also die bereits bestehenden Abbaupläne (10.500 abzgl. bereits erfasste 1.800) und weitere 10.000 Stellen als absehbar verloren zu melden.

18.700

 08.04.2005 Efkadruck, Trossingen, hat das Gesamtkonzept zur Reduzierung der Arbeitsstellen im Unternehmen abgeschlossen.Seit 2003 wurden insgesamt rund 80 Arbeitsplätze abgebaut. Das Unternehmen hat jetzt noch 72 Mitarbeiter.
Das alles lief ohne größere Ankündigungen - aber über das Gelingen hat man sich öffentlich gefreut.

80

 07.04.2005 Spar, Lebensmittelhändler, unsere Meldungen über Spar (Groß- und Einzelhandel) addieren sich inzwischen auf 2.750 Stellen. Nun gibt es neuere Zahlen: Im Januar 2004 beschäftigte Spar noch 7062 Vollzeit-Mitarbeiter. Bis zum März dieses Jahres sank die Zahl um 3516 auf 3546 und soll bis zum September um 496 auf 3050 zurückgehen. Wir haben also noch 1.262 nachzumelden, wohl wissend, dass es sich dabei nur um die betroffenen Vollzeitkräfte handelt.

weitere 1.262

 07.04.2005 Ares, Autohausgruppe, Strausberg/Fredersdorf-Vogelsdorf, steht vor der nsolvenz. Betroffen sind rund 160 Beschäftigte.

160

 07.04.2005 Verkehrs Industrie Systeme GmbH Halberstadt (VIS), 94 von 214 Arbeitsplätzen werden abgebaut.  

94

 07.04.2005 Garley Spezialitäten Brauerei, Gardelegen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten neun Mitarbeiter.

9

 07.04.2005 Baustoff-Rieve, Heide, schließt zum 30. April, Die 10 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten.

10

 07.04.2005 Silberthaler, Fleischverarbeitung, Delitsch, 10 von 30 Fleischern werden entlassen, von der Jahresproduktion von etwa 1200 Tonnen Wurst- und Fleischwaren fällt seit März ein Drittel weg.

10

 07.04.2005 Job-Programm "Ü55 / Aktiv zur Rente", Sachsen Anhalt + Bundesagentur für Arbeit
mit diesem landesspezifischen Programm wurden in Sachsen Anhalt ABM-Arbeitsplätze für über 55-jährige geschaffen, richtige Arbeitsplätze, aus denen die Beschäftigten auch wieder Anspruch auf ALG I erworben haben.
Aus dem Landkreis Bitterfeld kommt nun die Nachricht, dass 101 von 134 Ü55-Stellen, die es bei den Sportvereinen gab, nun wegfallen und durch 1-Euro-Jobs ersetzt werden.
Die verbleibenden 34 sind Teil jener 814 Ü55 Stellen, die im ganzen Land Sachsen-Anhalt - aus Landesmitteln finanziert - erhalten bleiben, nachdem sich die Bundesagentur aus dem Ü55-Programm zurückgezogen hat. Ende letzten Jahres waren es rund 6.300. Sind also wieder einmal 5.500 Jobs futsch.

5.500

 07.04.2005 Grohe, Armaturen, Herzberg, vor zwei Tagen haben wir einen Stellenabbau von 2.000 Mitarbeitern bei Grohe geschätzt. Nun wird klar, dass wohl als erstes das Werk in Herzberg mit ca. 300 Mitarbeitern geschlossen wird.
Die Lausitzer Rundschau bemerkt dazu: Die letzte Umstrukturierung – eingeleitet nach der Übernahme des einstigen Familienunternehmens durch den britischen Finanzinvestor BC Partners im Jahr 1999 – hatte die Weichen bereits zu ihren Ungunsten gestellt. Die Gießerei wurde geschlossen, Produktion verlagert, geblieben sind lediglich personalintensive Montagearbeiten. Das schien auf den ersten Blick von Vorteil. Jetzt, da die Effektivität des Standortes an asiatischen Billigproduzenten gemessen wird, entpuppt er sich als unerwünschter Kostenfaktor, den die neuen Gesellschafter einfach nur loswerden wollen. Es sind
internationale Finanzinvestoren, auf den Aufkauf von Firmen spezialisiert und geübt darin, sie nach einer Bereinigung Gewinn bringend weiterzuverkaufen.
Der ganze Artikel: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=665877

Aber unsere Politiker werden nicht müde, noch mehr ausländische Investoren einzuladen, in unserem Land "bereinigend" tätig werden.
Konkretisierung
06.04.2005 Denison Hydraulics, Hilden, erst heute erfahren wir, dass das Unternehmen nach der Übernahme durch den US Multi Parker Hanfin nun dichtgemacht werden soll. Die Belegschaft (rund 200 Mitarbeiter lt. Firmenwebsite) wehrt sich. Hier ein Link: http://www.denison-lebt.de/index.html

 200

 06.04.2005 Falk Asset Management, hat Insolvenz beantragt, und folgt damit der Falk Capital KG, der Falk Development KG sowie der Falk Financial Marketing KG. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter ist nicht bekannt.

 ?

 06.04.2005 Autohändler Bettenhausen, Gebrauchtwagen, Aachen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen ist der letzte Mitarbeiter.

1

 06.04.2005 Massivbau Ganzig, Leipzig, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter ist nicht bekannt.

?

 06.04.2005 Wündsch Weidinger, Formenbau, Grub am Forst, hat Insolvenz beantragt. Ursache ist die Peguform-Pleite. Betroffen sind über 350 Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb bleibt zunächst bis 1.6.05 aufrecht.

350

 06.04.2005 Ergo, Versicherungskonzern, Düsseldorf, will 2005 mit weiteren Sparmaßnahmen und einem gestärkten Vertrieb den Gewinn deutlich steigern. Im Innendienst sollen 2005 wie schon im Vorjahr 300 Stellen wegfallen. Wir hatten in 2004 geschätzt, dass Ergo bis 2007 2000 Stellen abbauen wird und erkennen auch aus den jüngsten Meldungen, dass das Unternehmen auf dieses Ziel hinarbeitet.

aufgewärmt

 06.04.2005 Ernst-Ludwig-Klinik, Rehaklinik, Breuberg-Sandbach, wird von der LVA geschlossen. Rund 150 Arbeitsplätze gehen verloren.

150

 06.04.2005 MAN, Maschinen und Fahrzeugbau, will ein Lkw-Werk in Osteuropa errichten - und außerdem sollen die Mitarbeiter in Deutschland ein paar Stunden Schwarzarbeit fürs Unternehmen leisten - na ja, unbezahlte Mehrarbeit ist besser als Schwarzarbeit. Der Staat bekommt zwar auch keine Steuern und keine Sozialversicherungsbeiträge, aber der Arbeitnehmer hat auch nichts davon. Und wenn sich der Arbeitnehmer nicht bereichert, dann ist die Sache legal.

Woran MAN-Manager denken zeigt sich in ihren Vergleichen. 31 Euro Lohnkosten in Deutschland stünden 5 Euro in Polen gegenüber. Kostennachteil Deutschland gegen Schweden: 20 Prozent, und personalintensive Arbeiten beim Ausbau von Reisebussen könnten in der Türkei weitaus billiger geleistet werden.

Wir schätzen, dass das in den nächsten drei Jahren insgesamt auf den Verlust von 3.000 Arbeitsplätzen in Deutschland hinausläuft.

geschätzt 3.000

 06.04.2005 MVV Energie, Energieversorger, Mannheim, wie schon im Januar berichtet, will das Unternehmen massiv Stellen abbauen. Aber Achtung: die 200, von denen jetzt die Rede ist, sind nur diejenigen, die in der Zentralverwaltung betroffen sind. Wir haben im Januar geschätzt, dass 700 Stellen verloren gehen werden und bleiben dabei.

aufgewärmt

 Trend- wende?

Quartalsvergleich
wer öfters nach der Statistik im oberen Frame schaut, hat es vielleicht schon gesehen:
Im ersten Quartal 2005 hat das Tempo der Arbeitsplatzvernichtung gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres nachgelassen. Wurden von Januar bis März 2004 insgesamt noch 225.000 Jobs vernichtet, waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur noch 175.000.

Das ist erfreulich, aber noch längst keine Trendwende.
Offensichtlich sind die Planzahlen der Großindustrie und des industriellen Mittelstandes inzwischen am absoluten Minimum der Belegschaftsstärke angekommen. Das Jobsterben vollzieht sich nun langsamer und vor allem weniger spektakulär in kleineren Unternehmen und Organisationen. Mit der massiven Vernichtung von Arbeitsplätzen und der massiven Senkung der Löhne ist schließlich auch ganz massiv Kaufkraft verloren gegangen. Daraus folgt zwangsläufig das Sterben weiterer Arbeitsplätze!

Unsere Politiker zitieren aus den Statistiken gerne die schönen Zahlen:
Die Zahl der Arbeitslosen sei zwar gestiegen, doch gleichzeitig auch die Zahl der Beschäftigten, auf rund 38,6 Millionen

Doch die grausame Wahrheit über Deutschland mit seinen 82 Millionen Einwohnern offenbart sich bei der Frage nach den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Das sind gerade noch 26,4 Millionen.

Über 12 Millionen sind zwar beschäftigt, verdienen aber zu wenig, um überhaupt der Sozialversicherungspflicht zu unterliegen. Es sind, nur weil sie Arbeit haben, keine "Arbeitslosen", aber dass es ihnen deswegen besser ginge, als den gezählten 5,x Millionen, kann man nicht behaupten.

Das muss man sich vor Augen halten, wenn Regierung und Opposition weitere Reformschritte androhen, um deutsche Produkte und Leistungen auf den Exportmärkten noch billiger, mit noch größerem Profit verramschen zu können, statt zu versuchen, den zusammenbrechenden Binnenmarkt aus der Armutsfalle zu befreien und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung zu mehren, die mit jedem Reformschritt ein Stück mehr gezwungen wird, sich den Global Playern als willige Billigarbeiter anzubieten.

 nein,

noch nicht einmal die Talsohle.

 05.04.2005  BASF, den im Zusammenhang mit dem 140jährigen Firmenjubiläum gefeierte, weitere Arbeitsplatzabbau um gut 3.000 Jobs ist längst erfasst.

aufgewärmt

 05.04.2005 Grohe, Armaturen, Hemer, am 18.01. war die Reden von 150 Stellen, die abgebaut werden sollten. Nun hat der Aufsichtsrat zugestimmt, dass ab 2007 insgesamt 150 Millionen Euro eingespart werden sollen. Dies soll mit einem erheblichen Personalabbau und Produktionsverlagerung ins Ausland bewerkstelligt werden. Seit Grohe an ein US-Investorenkonsortium verkauft ist, wird bemäkelt, dass in Deutschland nur noch weniger als ein Viertel der Waren verkauft wird, während 80 Prozent hier produziert werden.
Die Botschaft ist deutlich.
Grohe hat 5.800 Beschäftigte, 4.600 in Deutschland. Wir schätzen, dass bei Grohe über die bereits gemeldeten 150 hinaus bis 2007 weitere 2.000 Jobs gestrichen werden.

 geschätzt 2.000

 05.04.2005 Stahlindustrie, trotz bester Geschäfte werden in der deutschen Stahlindustrie weiterhin Arbeitsplätze gestrichen. Das Rheinisch- Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen prognostiziert einen Abbau um 1.300 auf 73.000 Stellen in den duetschen Stahlwerken als Folge von Rationalisierungsmaßnahmen.

Hintergrundinfo

 04.04.2005 Audi, Fahrzeuge, Ingolstadt und anderswo. Im Dezember hieß es 19.000 Stellen stünden auf dem Prüfstand. Nun heißt es: Entlassungen sollen bis ins Jahr 2011 ausgeschlossen werden - im Gegenzug habe das Management eine Senkung der Lohnstückkosten erreicht. Das Unternehmen und die IG Metall schweigen sich, wie abgesprochen, über den erreichten Stand der Verhandlungen aus. Kommen wird wohl die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten und ein neuer Entgeltrahmentarif sowie ein Ergänzungstarifvertrag für die Nichtproduktivbereiche. Wir schätzen, dass die Maßnahmen zusammengenommen darauf hinauslaufen, dass "unbezahlte (Mehr-)Arbeit" im Umfang von rund 5 - 7 Prozent eingefordert wird, was ungefähr der Streichung von 2.500 Stellen entspricht. Die kann Audi, auch ohne Entlassungen, bis 2011 locker aus der natürlichen Fluktuation einsparen.

Weil der BDI nun aber verkündet, in 2005 käme der Arbeitsplatzabbau zum Stillstand, wird es schwer werden, an vernünftige Zahlen zu kommen. Wir bleiben dran und werden nachrechnen.

geschätzt 2.500

 04.04.2005 Landesversicherungsanstalten, Bayern,  die Neuorganisation der deutschen Rentenversicherung (Zusammenlegung BfA mit LVAen), in deren Rahmen die Verwaltungsausgaben um zehn Prozent gekürzt werden müssen, zwingt die bayerischen Rentenversicherer, hunderte Stellen zu streichen - doch das haben wir längst gemeldet.

 aufgewärmt

 04.04.2005 Smart, Kleinwagenhersteller, wird in Daimler Chrysler AG integriert. Schwupp - schon sind 700 Stellen weg. 600 davon in Böblingen - die übrigen wohl im französichen Hambach.

600

 01.04.2005 Findeiß, Baugeschäft, Schwarzenbach am Wald, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 30 Mitarbeiter.

30

 01.04.2005 Frankfurt an der Oder, Kommune, hat plötzlich (?) 100 Angestellte zuviel. Angeblich ist keine Arbeit da, wahrscheinlicher ist, dass es am Geld fehlt. Die Gemeinde will ihr Problem über Teilzeit oder Entlassungen lösen.

100

 01.04.2005 MAWA, Kleiderbügel, Pfaffenhofen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235