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Impressum

Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.01.2005 bis 31.03.2005

Erstes Quartal 2005

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175.122

 31.03.2005 Wäsche-Michels, Wäschemodengeschäft, Frankfurt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 19 Mitarbeiter.

 19

 31.03.2005 Karl Mayer,  Textilmaschinen, Obertshausen und Büdingen, 150 von 1650 Beschäftigten werden entlassen.

150

 31.03.2005 Linde, Kälte, Gas und Gabelstapler, Hamburg, Reutlingen, in der Staplersparte baut Linde 200 von 2000 Hamburger und 43 von 520 Reutlinger Stellen ab.

243

 29.03.2005 Samen-Körner, Poppenbüttel muß schließen. 14 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

14

 29.03.2005 Molkerei Rhöngold, Kaltensundheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 58 Mitarbeiter.

58

 29.03.2005 Neschen AG, Folien, Bückeburg, baut weltweit 140 Arbeitsplätze ab, davon 50 in Bückeburg.

50

 29.03.2005 Zapf Creation, Spielwaren, Rödental, 135 der weltweit 493 Stellen sollen entfallen, die meisten davon in Deutschland. Wir setzen auf eine runde Zahl.

ca. 100

 29.03.2005 Bosch Siemens Hausgeräte (BSH), wie im Vorjahr sollen auch in 2005 400 Stellen abgebaut werden.

400

 29.03.2005 AEG/Electrolux, Hausgeräte, Nürnberg, die schwedische Konzernmutter Electrolux will die Hälfte der 27 Werke in Hochlohnländern schließen. Das kann grundsätzlich auch die Standorte Nürnberg und Rothenburg treffen, zumal in Nürnberg bereits gravierende Auslastungsprobleme beklagt und Personalanpassungen angekündigt wurden. Es geht um rund 1.750 Arbeitsplätze. Wir fürchten, dass mindestens die Hälfte verloren gehen wird.

geschätzt 875

 23.03.2005 Megaron Bau- und Sanierungsgesellschaft mbH, Leipzig, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 22 von 140 Mitarbeitern, die noch Anfang 2004 beschäftigt waren. Wir zählen alle.

140

 23.03.2005 Hamburg, Alter Stadtstaat, Krankenhausabbau, die Krankenhäuser Bethanien (Eppendorf), Elim (Eimsbüttel) und Alten Eichen (Stellingen) werden im Jahr 2008 das in Bau befindliche Diakonie-Klinikum Hamburg (DKH) ersetzt. Fortschritt in der Versorgung: von 611 Betten bleiben nur 450 bis 500 übrig. Von 600 Beschäftigten werden 100 überflüssig.

100

 23.03.2005 Thüringen, Neues Bundesland, im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ist Dieter Althaus nun noch erfolgreicher, als im September 2004 zu erkennen war. Sollten damals nur 7.000 Landesbedienstete eingespart werden, sind es nun 7.400 geworden.
Zynischer Kommentar:
Dies vermindert die Arbeitslosigkeit dramatisch, da mit den eingesparten Personalkosten von 7.400 regulär bezahlten Vollzeitkräften mindestens 30.000 Ein-Euro-Jobs finanziert werden können. Außerdem gibt es keine betriebsbedingten Kündigungen. Es werden nur die Stellen gestrichen.
Warum nicht gleich alle 35.000 Stellen gestrichen werden, um mindestens 140.000 Ein-Euro-Jobs schaffen zu können, war nicht zu erfahren. Vermutlich will sich der Landesvater diesen Jobsegen für den nächsten Wahlkampf aufheben.

weitere 400

 23.03.2005 Stoppe, Spedition, Delmenhorst, 14 von 50 Mitarbeitern verlieren den Arbeitsplatz, nachdem die Spedition einen Großkunden und damit 40 Prozent des Umsatzes verloren hat.

14

 23.03.2005 Weck, Druckerei, Solingen, wird mit der Karl Augustin AG fusioniert. Dabei gehen 30 der vormals 110 Arbeitsplätze in Solingen verloren.

 30

 23.03.2005 Süss Microtec, Halbleiter, das Werk Aßlar mit rund 50 Mitarbeitern ist/wird geschlossen. Weitere Einsparungen in Verwaltung und Vertrieb sollen helfen, den Gewinn um weitere 3,3 Mio. Euro zu steigern. Dies wird - nach unserer Schätzung - weitere 40 Jobs kosten.

50
+ geschätzt 40

 22.03.2005 Sachsen, Milbradts own Country, lange Zeit hat man aus Sachsen nur ganz verhaltene Töne zum Stellenabbau unter den Landesbediensteten gehört. 300 Stellen an den Hochschulen und 2.100 Polizisten wurden Opfer von Sparbeschlüssen, jetzt kommt die sächsische Bildungsoffensive: In den nächsten drei Schuljahren sollen 800 Lehrerstellen im Grundschulbereich geschaffen werden! Das ist doch mal was! Aber gleichzeitig sollen bis 2009 insgesamt rund 7.500 Lehrerstellen in Sachsen abgebaut werden, davon in den Mittelschulen und Gymnasien 4.760. Wir unterstellen einfach, dass es per Saldo 7.500 sind.

7.500

 22.03.2005 Infineon, Halbleiter, schließt nun doch den Glasfaser-Standort Berlin, zum 30.9. kommt das Aus.Die Mitarbeiter werden abgefunden und nach Möglichkeit andernorts weiter beschäftigt, doch 250 erhalten die betriebsbedingte Kündigung. Weitere rd. 50 Entlassungen sind in München und Regensburg zu erwarten. Im Januar hatten wir den Arbeitsplatzverlust bei Infineon Glasfaser auf 200 geschätzt. Jetzt melden wir 100 nach.

weitere 100

 22.03.2005 Krankenhäuser Schmölln und Altenburg, nach der Fusion  wurden in Altenburg 27 Kündigungen ausgesprochen. Acht weitere stehen an. In Schmölln sollen 16 Stellen abgebaut werden und 22 Menschen müssen nach Änderungskündigungen zu schlechteren Bedingungen arbeiten.

51

 22.03.2005 Möbel Kraft, Bad Segeberg, baut den Umsatz aus und die Belegschaft ab. Am Freitag erhielten 60 Mitarbeiter die Kündigung. Erst vor einem Jahr hatten 450 den Job verloren.

60

 22.03.2005 Polster Richter, Möbel, Oestrich-Winkel, die Produktion wird eingestellt, die Mitarbeiter werden ausgestellt. Es trifft rund 60 Mitarbeiter.

60

 22.03.2005 Diehl Controls, Wangen, von den 1.000 Mitarbeitern in Wangen, Kißlegg und Nürnberg werden innerhalb von 2 Jahren 400 an ausländische Standorte verlagert.

400

 22.03.2005 Leifheit, Haushaltswaren, Ende letzten Jahren sollten es 360 Jobs sein, die in 2005 abgebaut werden. Nun hat Leifheit einen draufgelegt und die 400 voll gemacht. 120 in Nassau, 180 in Zuzenhausen und 100 in Murrhardt werden weggewischt.
Wir melden 40 nach.

weitere 40

 22.03.2005 Beta Systems, Software, Berlin, 60 von 1000 Arbeitsplätzen werden gestrichen. Wo genau (Berlin, Augsburg, Köln) ist noch unklar.

60

 22.03.2005 Siemens VDO, Automobilzulieferer, Würzburg, die Produkion soll bis Ende 2007 komplett nach Tschechien verlagert werden. Das kostet in Würzburg 1.600 Stellen. Wir hatten im Oktober bereits die geplante Auslagerung von 400 Jobs gemeldet. Bleibt die Differenz von 1.200.

weitere 1.200

 21.03.2005 Konkretisierung,
DaimlerChrysler AG, Stuttgart, verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat des Bremer Werks über Einsparungen von 100 Mio EUR - als Konkurrenz um die Produktion von C-Klasse-Modifikationen müssen das Werk Ludwigsfelde und das brasilianische Mercedes-Werk Juiz de Fora herhalten. Ludwigsfelde baut bis zum Sommer noch den Vaneo dann haben die 1.500 Beschäftigten, die jährlich rund 70.000 Fahrzeuge bauen können, nichts mehr zu tun. Gut, dass das Werk Ludwigsfelde nicht in den Kündigungsschutze einbezogen ist.

Aber das ist nur der Anfang. Mercedes will unter dem Strich nicht 100 Millionen, sondern drei Milliarden Kosten sparen. Siehe unsere Meldung vom 11.02.2005

Es wird konkreter

 21.03.2005 Rütgers Chemicals AG. RAG-Tochter, Rauxel, das Kostensenkungsprogramm "ChemFuture" soll bis Ende nächsten Jahres eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 17,6 Mio. Euro erbringen. Dafür müssen rund 50 Stellen abgebaut werden.

50

 21.03.2005 Novozymes, Biotechnologie, Dittingen, das dänische Unternehmen baut in Dittingen 32 von 90 Arbeitsplätzen ab.

32

 21.03.2005 Alstom, franz. Mischkonzern, Mannheim, in Mannheim will Alstom rund 500 von 2.000 Stellen streichen. Der Gesamtbetriebsrat fürchtet, dass der Standort nach diesem Stellenabbau gar nicht mehr lebensfähig sein wird, zumal sowieso Produktionsverlagerung nach Asien vorgesehen ist. Angeblich will Alstom nun Wege prüfen, um die bis 2007 laufende Kündigungsschutzvereinbarung umgangen werden kann.

 500

 21.03.2005 Kone, Rolltreppen, Hattingen, der finnische Konzern will die Produktion in Hattingen einstellen und künftig in China und England fertigen. 315 Jobs sind bedroht.

315

 17.03.2005 Rainbow IT, Informationstechnik, Oer-Erkenschwick, hat Insolvenz beantragt. Damit sind die letzten der ehemals 15 Arbeitsplätze verloren gegangen.

15

 17.03.2005 Bonndata, Software, Bonn, Mitte 2004 hieß es, dass 200 bis 250 Jobs abzubauen sind Wir meldeten 250 und haben nun 30 nachzumelden. 280 Entwickler müssen gehen.

weitere 30

 17.03.2005 Metabo Polisys, Schleif- und Poliermaschinen, Nürtingen, das nicht zum Metabo-Konzern gehörende Unternehmen hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 35 Mitarbeiter.

35

 17.03.2005 Norsk Hydro, Hydro Aluminium, Stade, der norwegische Konzern will die Alu-Hütten in Stade und Neuß schließen. In Stade sind 450 Arbeitnehmer beschäftigt, wir schätzen, dass es in Neuß nicht weniger sind.

Stade 450
+Neuß:
geschätzt 450

 17.03.2005 Metallbauwerk Tebau, Löhne, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 180 Mitarbeiter.

 180

 17.03.2005 Umfrageergebnis Psephos, Hamburg:
30 Prozent der Top-Manager wollen in den nächsten 12 Monaten Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Einstellungen sehen dagegen nur 20 Prozent vor.
 Hintergrund-Info
 16.03.2005 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, das Land Niedersachsen streicht 320 von 1.500 Stellen. Eine weitere Konkretisierung im laufenden Abbauprogramm von 26.500 Stellen. Konkretisierung

 Job

-

Gipfel

?

Der Job-Gipfel

Was alles beschlossen werden könnte, und wohin es führt:

a) die Vorschläge der Union und was davon zu halten ist

1. Im Mittelpunkt steht die Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 Prozent auf 5 Prozent noch in diesem Jahr. Dies ist seriös und solide finanzierbar. Mit der Senkung des ALV-Beitrages schaffen wir die Voraussetzung für 150.000 neue wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Zudem wird der "Teufelskreis" aus steigenden Sozialbeiträgen und steigender Arbeitslosigkeit endlich durchbrochen.
Dies mindert die Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit und damit die Kaufkraft im Binnenmarkt um jährlich rund 12 Milliarden Euro. Es werden im Binnenmarkt massiv Arbeitsplätze vernichtet. Das Armutsrisiko durch Arbeitslosigkeit wird vergrößert, die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

2. Wir schaffen die rechtliche Grundlage für betriebliche Bündnisse für Arbeit. Damit erhalten die Betriebe die Voraussetzung, um flexibel auf unterschiedliche Entwicklungen an den Märkten reagieren zu können.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

3. Wir sorgen dafür, dass Arbeitnehmer die Chance erhalten, ihren Job zu sichern, indem sie länger arbeiten dürfen, wenn Not am Mann ist. Dazu muss das Günstigkeitsprinzip geändert werden.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

4. Wir stellen im Tarifvertragsgesetz klar, dass als Einstieg eine 10-prozentige untertarifliche Entlohnung möglich wird und damit insbesondere Langzeitarbeitslose eine Rückkehroption in den Arbeitsmarkt erhalten.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

5. Wir modernisieren das Kündigungsschutzrecht so, dass es vor allem im Mittelstand wieder mehr zu Einstellungen anregt - auch in unsicheren Konjunkturzeiten.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

6. Das Jugendschutzgesetz wird so gefasst, dass Betriebe mehr Möglichkeiten haben, jungen Menschen eine Chance für den Start ins Berufsleben zu geben.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

7. Wir fördern die Einstellung von Teilzeitkräften, indem bei allen Schwellenwerten Teilzeitbeschäftigte nur entsprechend ihrer Arbeitszeit berücksichtig werden.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

8. Wir bauen das Betriebsverfassungsgesetz so um, dass die betriebliche Mitbestimmung für alle Beteiligten kostengünstiger wird.
Arbeitnehmerrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

9. Wir flexibilisieren das Arbeitszeitgesetz entsprechend dem EU-Recht und schaffen zugleich die rechtlich klaren Optionen für langfristige Arbeitszeitkonten.
Arbeitnehmerschutzrechte werden abgebaut. Die Erpressbarkeit der Beschäftigten wird verbessert, Lohnsenkungen und unbezahlte Mehrarbeit lassen sich leichter durchsetzen.

10. Wir entlasten den Mittelstand, indem die Bestellungspflicht von Sicherheitskräften, Betriebsärzten und die Aufstellung von teuren Statistiken in Kleinbetrieben ausgesetzt wird. Arbeitnehmerschutz und Sicherheitsstandards werden abgebaut.

b) Weitere Ideen, die in den letzten Tagen ergänzend vorgetragen wurden und was davon zu halten ist:

Wegfall Eigenheimzulage:
Kaufkraft sinkt, Bauwirtschaft verliert Jobs.
Senkung der Unternehmenssteuern: Großvermögen wachsen schneller, die Staatsfinanzen werden geschwächt, Kaufkraft sinkt, im Binnenmarkt gehen Jobs verloren.
Kürzung der Renten: Kaufkraft sinkt, im Binnenmarkt gehen Jobs verloren.
Lohnsenkung in den alten Bundesländern auf Ost-Niveau: Kaufkraft sinkt, im Binnenmarkt gehen Jobs verloren.

c) ...und als der Wolf den Kuchen und die Großmutter und das Rotkäppchen und alle sieben Geißlein gefressen und den Wein ausgesoffen hatte, rülpste er laut und schlief satt und zufrieden ein.

d) Das Volk aber freute sich und jubelte dem Wolf zu. Jetzt, nachdem die Großmutter endlich tot war, konnten die Beiträge zur Renten- und zur Kranken- und zur Pflegeversicherung gesenkt werden. Und nachdem das Rotkäppchen-Problem gelöst war, war auch der Lehrermangel behoben und die Kinderfreibeträge auf der Lohnsteuerkarte fielen weg und niemand musste sich mehr den Kopf zerbrechen, wegen der Ausbildungsplatzfrage - und weil die alte Geiß sich nicht mehr um die Geißlein kümmern brauchte, konnte sie ihrem Arbeitgeber jetzt jederzeit und rund um die Uhr zur Verfügung stehen und das für weitaus weniger Futter.

e) Jetzt endlich merkte das Volk, wie klug es gewesen war, auf die zu hören, die den Wolf wieder ins Land geholt und unter strengsten Schutz gestellt hatten und jubelten ihren klugen Anführern zu.

f) ...und die noch nicht gefressen sind, die jubeln auch noch heute,

g) ...und morgen,

h) ...und . . . . . . . rülps!

Turbo-

Kapitalisten

im

Goldrausch!
 14.03.2005 Villeroy & Boch, Keramik, im April 2004 wollte V&B weltweit 740 Arbeitsplätze abbauen, davon ein Drittel in D. Wir meldeten 240. Nun scheint sich das Vorhaben zu konkretisieren. die Sanitärfertigung in Mettlach wird 330 Arbeitsplätze aufgeben. wir melden 90 nach.

weitere 90

   Walter Bau - jetzt doch mehr Stellenabbau? Vossloh Stellenabbau im Lokomotivenbau? Alles bei uns längst registriert.  
 11.03.2005 Farben-Kuhlmann, die Standorte Kleinbremen und Kalletal werden die Insolvenz wohl über stehen. Der Rest ist nicht zu retten, 20 von 31 Arbeitsplätzen gehen unter.

20

 11.03.2005 Allgäuland-Käsereien, Käsewerk, Grünenbach, die Produktion im Ortsteil Schönau wird zum 30. Juni aufgegeben. Damit verschwinden 65 Arbeitsplätze.

65

 11.03.2005 BASF Arbeitsplatzabbau trotz Gewinn, auf 32.000 Stellen in D, das war bei uns schon im Nov. 2004 vermerkt. aufgewärmt
 11.03.2005 Jil Sander, Mode, Ellerau b. Hamburg, 170 Stellen in D.werden abgebaut.

170

11.03.2005 Mars, Schokoriegel, in Westeuropa werden 1.070 Stellen gestrichen, davon 120 in Deutschland.

120

 05.03.2005 G.A.A., Abfallaufbereitungsanlage, Beeskow. Das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Betroffen sind rund 60 Mitarbeiter.

60

 05.03.2005 Tura, Fotopapierfabrik, Mariaweiler, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 33 Mitarbeiter.

33

 05.03.2005 Saarland, kleines, altes und armes Bundesland. Endlich hat auch das Saarland sein Sparprogramm mit einem Einsparvolumen von 136 Millionen Euro. Die Meldung des Saarländischen Rundfunks gab leider keine Auskunft, über die damit verbundenen Einsparungen im Personalbereich - wir schätzen jedoch, dass es ohne den Abbau von mindestens 2,500 Stellen nicht funktionieren kann.

geschätzt 2.500

 05.03.2005 Langendorf, Fahrzeugbau, Waltrop, die Produktion der Stahlmulden für die Kipplader wird nach Rumänien verlagert. Wie viele Arbeitsplätze das Kosten wird, bleibt noch ein Geheimnis, klar ist nur, ohne Entlassungen wird es nicht abgehen.

 ?

 05.03.2005 Richter Kammgarn, Garne, Stadtallendorf, zur Sicherung des Standorts (!) werden 140 von 200 Arbeitsplätzen abgebaut.

Der Kanzler sagt ja auch immer: "Zur Sicherung des Sozialstaates muss der Sozialstaat demontiert werden", - oder so ähnlich.

140

 05.03.2005 Telekom, deutsche, Krug-Aktie, hatte sich in 2002 vorgenommen, bis 2005 55.000 Stellen weltweit abzubauen, 40,000 davon in D, diese Arbeitsplatzvernichtung ist - zT. auch durch Gründung einer eigenen PSA gut vorangekommen. Nun schreibt das Unternehmen einen Rekordgewinn von 4,6 Milliarden Euro (über 50 Euro pro Bundesbürger !) und will den erfolgreichen Kurs der Gewinnmaximierung durch Stellenabbau fortsetzen. Telekom-Chef Ricke anlässlich der Bilanzpressekonferenz: "Was wir beim Übergang zur vollständig digitalisierten Netztechnologie an Innovationssprüngen mit der Folge wegfallender Aufgaben und Stellen beobachtet haben, wird sich künftig durch die Technologie auf Basis des Internetprotokolls fortsetzen"
Mit diesem Statement hat Ricke - ohne die Zahl selbst zu nennen - unmissverständlich klar gemacht, dass - wie seit 1995 (!) auch in nächster Zukunft jährlich 10.000 Jobs vernichtet werden. Ob sich dieser Abbau über die nächsten zehn Jahre nochmals auf rund 100 000 Stellen aufsummieren werde, ließ Ricke offen.
Wir nehmen diese Aussagen zum Anlass, für die Jahre 2006 bis 2010 weitere 50.000 Telekom-Jobs als absehbar vernichtet in die Statistik aufzunehmen.

50.000

 05.03.2005 VW Nutzfahrzeuge, an den Standorten Hannover und Wolfsburg (Entwicklung) werden bis Jahresende 500 bis 600 Jobs von derzeit 15.600 Jobs wegfallen. Wir haben dies schon lange vorweggenommen. Konkretisierung, Einzelmaßnahme
 05.03.2005 Offis, Architekturbüro, Aachen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

10

 04.03.2005 IBM, Datenverarbeitung, Hannover, nicht nur in Schweinfurt (siehe heute, weiter unten) will IBM Mitarbeiter abbauen, auch in Hannover sollen 270 Stellen bei IBM Business Services entfallen.

 270

 04.03.2005 Stadtsparkasse Krefeld, hat in 2004 116 Arbeitsplätze abgebaut. Die wären uns doch fast durch die Lappen gegangen, hätte da nicht einer aufgepasst. Danke.

116

 04.03.2005 Radio-Ostheimer, Elektronikmarkt, Mainaschaff und Schöllkrippen. 90 Mitarbeiter verlieren den Job.  

90

 04.03.2005 ECS AG, Systemhaus, Hamburg, hat Insolvenz beantragt Betroffen sind rund 260 Mitarbeiter.

260

 04.03.2005 Schollglas, Isolierglas, Hoppegarten, hat geschlossen. Damit verlieren die letzten 37 von ehedem 100 Mitarbeitern den Job. Wir zählen die 100.

100

 04.03.2005 Autohaus Eicke, VW-Händler, Berlin, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter ist nicht bekannt.

?

 04.03.2005 Mendener Bank, Geldschöpfung, Menden, die Filialen in Halingen, Hüingsen sowie an der Mühlenbergstraße und am Papenbuch bleiben in Kürze geschlossen. Dort waren je 2 Mitarbeiter beschäftigt.

8

 04.03.2005 Volksbanken, Geldschöpfung, die Volksbanken Gießen-Friedberg und Marburg fusionieren rückwirkend zum 1. Januar zur Volksbank Mittelhessen. Für die 1250 Beschäftigten werden betriebsbedingte Kündigungen im Zusammenhang mit der Fusion ausgeschlossen. Dennoch ist absehbar, dass auch diese Bankenfusion Arbeitsplätze kosten wird. Wir schätzen: 90

geschätzt 90

 04.03.2005 IBM, Datenverarbeitung, Schweinfurt, PD Logistiks, Logistik, Schweinfurt, die FAG Krise in Schweinfurt trifft nun auch zwei Dienstleister. IBM hatte eine ausgegründete EDV-Gesellschaft von FAG übernommen und PD Logistics ist eine gemeinsame Tochter von FAG und Microlog. In beiden Unternehmen sollen nun in Summe 635 Stellen abgebaut werden. Bei IBM sind es 330, die bis September noch ihre Nachfolger aus China, Tschechien und Ungarn auf den Job vorbereiten müssen, Bei PD Logistics, werden rund 300 Arbeitsplätze plattgemacht, nachdem FAG den bestehenden Vertrag gekündigt hat.

635

 04.03.2005  viva, vossloh, thüringen - alles aufgewärmt und längst gemeldet

 kalter Kaffee

 04.03.2005 Bremen, Stadt und Staat, Kommunale Krankenhäuser, die vier Kliniken, die inzwischen als "Gesundheit Nord gGmbH" firmieren sollen von 3.100 auf 2.300 Betten und von 7.300 auf 5.400 Mitarbeiter eingedampft werden. Grund: Strukturwandel. --- (Was?)

1.900

 25.02. bis
03.03.2005
Erfassungspause, aber am 04.03. ist vieles noch eingefangen worden, was ziwschenzeitlich passiert ist.

 PAUSE

 24.02.2005 Haus Frankenhöhe, Pflegeheim, Langenbach, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter wird nicht genannt. Diese Meldung ist geklaut.

?

 24.02.2005 Krankenhaus, Selb, eine Station soll geschlossen werden. Das spart 10-15 Stellen. Wir legen uns in die Mitte. Diese Nachricht ist geklaut von http://home.knuut.de/EWKberater/

12

 24.02.2005 Infineon, Halbleiter, macht die Fertigung in München dicht. 800 Infineon Jobs und 200 Stellen bei direkt betroffenen Zulieferern sind futsch.Diese Meldung ist geklaut.
Die Arbeit wird von den Werken in Regensburg und Villach (A) übernommen, ohne dass dort nennenswerte Beschäftigungseffekte zu verzeichnen wären.

1000

 23.02.2005 Karl Wiggermann, Bauunternehmung, Kamen-Heeren-Werve, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 31 Mitarbeiter.

31

 23.02.2005 Diehl Ako Stiftung & CO. KG, Hausgeräte, Wangen, 400 von 1000 Arbeitsplätzen sollen abgebaut werden. Gespräche mit der Gewerkschaft über die Halbierung dieser Zahl sind gescheitert.

400

 23.02.2005 Textilwerke Deggendorf (TWD), haben Insolvenz beantragt. Betroffen ist zunächst nur die Muttergesellschaft mit 900 Mitarbeitern in Deggendorf. Weitere 460 Beschäftigte in Niederlassungen und Zweigwerke in mehreren anderen Bundesländern und im Ausland sind wohl nicht oder nur z.T. betroffen.

900

 23.02.2005 Henkel, Waschmittel etc., schon im November 2004 war klar, dass Henkel weltweit 3.000 ind D 500 Stellen abbaut.

 aufgewärmt

 22.02.2005 Westfleisch eG Rote Mühle, Schlachthof, zum 1. März sollen 80 Mitarbeiter in ein Werkvertrags-Subunternehmen wechseln. In Coesfeld wurden bereits am 1. Februar 86 Mitarbeiter ausgegliedert.Ein eindeutiges Signal, dass auch die Westfleisch darauf hin arbeitet, die mit der EU-Dienstleistungsfreiheit in D ausgebrochenen Wildwestzustände auszunutzen. Dabei wird es nicht bleiben. Dienstleistungs-
Freiheit
schöne neue EU-
Welt!
 22.02.2005 Linde, Kältetechnik, Werk Kostheim, der ausländische Investor "Carrier", der das Unternehmen in 2004 übernommen hat, wird die Produktion im Kühlmöbelwerk Kostheim aufgeben und stattdessen in Tschechien fertigen. 800 Mitarbeiter sind betroffen, in Kostheim bleiben 200 Entwickler und Planungsspezialisten.

800

 22.02.2005 Hypovereinsbank, der neuerlich in den Medien erwähnte Plan, Stellenabbau im vierstelligen Bereich zu betreiben wurde von uns am 20.11.2004 vermerkt. Damals hieß es, der Personalbestand solle um 3.000 auf 55.000 Mitarbeiter vermindert werden.

aufgewärmt

 22.02.2005 SBS, IT-Dienstleistungen, Siemens-Gruppe, im Dezember 2002 hieß es, SBS wolle Kapazitäten im Umfang von 2.500 Mannjahren abbauen. Das dürfte längst geschafft sein. Nun sollen in diesem Jahr in Deutschland 945 Stellen abgebaut werden. Schwerpunktmäßig in Frankfurt, Paderborn und München. Insgesamt beschäftigt SBS in Deutschland noch 15.000 Mitarbeiter, lt. IG-Metall sollen diesmal insbesondere ältere, gut qualifizierte und damit teure Mitarbeiter gehen. Toll, oder?

945

 21.02.2005 Hexal, Pharmazie, Holzkirchen, der Schweizer Konkurrent Novartis übernimmt den zweitgrößten deutschen Hersteller von Nachahmer-Medikamenten. Mitgekauft werden 7.000 Mitarbeiter (davon 3.000 in D) und der amerikanische Hexal-Partner Eon Labs.
Natürlich sollen durch die Übernahme neben dem Ausbau der Marktmacht auch Synergieeffekte (im Umfang von 200 Mio. US$) genutzt werden, was heißt: In allen Bereichen ist mit Stellenabbau zu rechnen. Wir nehmen an, dass nahezu die Hälfte aller Jobs entfallen kann und schätzen für D den Abbau von 1.500 Stellen.
geschätzt 1.500
 21.02.2005 Schneider Electronics, Unterhaltungselektronik, Türkheim hat zum 31.1. die Produktion eingestellt. Rund 110 Arbeitsplätze gingen verloren.

110

 21.02.2005 Trützschler, Textilmaschinen, Mönchengladbach, baut rund 180 Stellen ab, zum Teil durch Kündigungen (50 bereits in 2004) z.T. durch Vorruhestandsregelungen.

180

 21.02.2005 Draka-Holding, Glasfaserproduktion Mönchengladbach, die Glasfaserherstellung wird geschlossen, 80 der 300 Mitarabeiter des Produktionsstandortes werden entlassen.

80

 21.02.2005 Opel, GeneralMotors, noch ein Einsparpotential?
General Motors und Fiat entflechten sich wieder. Damit kommen neue GM-Überkapazitäten in den Focus der Betrachtung und lassen den Schluss zu, dass GM in Europa auch bei Getrieben und Motoren ein Werk zuviel hat.
Das wiederum heißt, dass GM sich von zusätzlichen 1.000 Arbeitsplätzen wird trennen müssen.
Kaiserslautern wird wohl bluten müssen. Wir bleiben dran.

Vorwarnung

 18.02.2005 KUAG, Granulate und Chemiefasern, Heinsberg-Oberbruch, Anfang Januar 2003 - das haben wir nicht erfahren, fällt aber in unseren Erfassungszeitraum, sollten 100 von 300 Jobs abgebaut werden. Jetzt, im Februar 2005 gibt es noch 190 Mitarbeiter und das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Fazit 300 Arbeitsplätze verloren.

300

 18.02.2005 Hegenscheidt, Erkelenz, wie wir erst jetzt erfuhren, gab es im Dezember 40 Entlassungen. Nun sollen die 290 übrigen Beschäftigten neue Einzelarbeitsverträge unterschreiben: 40 statt 35 Wochenstunden, 25 statt 30 Tage Urlaub, Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Umgerechnet entspricht das etwa 90 Mitarbeitern, die nicht beschäftigt, bzw. nicht bezahlt werden. Wir melden in Summe 130.

130

 18.02.2005 Institut für Fischqualität, Hamburg,  der Bund will die Forschungsstelle schließen. Zur weiteren Straffung der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel werden die Standorte Hamburg und Münster aufgegeben. In Hamburg werden dadurch voraussichtlich 20 Mitarbeiter die Arbeit verlieren.

20

 18.02.2005 Rowenta, Haushaltsgeräte, im Werk Erbach verlieren 215 von 570 Mitarbeitern ihren Job, weil Rowenta Teile der Produktion nach China verlagert.

215

 18.02.2005 Miele, Haushaltsgeräte, baut in Deutschland 10% der Stellen ab. 1.100 von 11.000 Beschäftigte fallen der "Wettbewerbsfähigkeit" zum Opfer. Zuletzt hatte sich Miele Ende 2003 von 350 Mitarbeitern im Vertrieb getrennt.

1.100

 17.02.2005 Hörmann, Türen, Nohfelden, rund 30 von 300 Mitarbeitern sollen entlassen werden, weil die Produktion teilweise nach Polen verlagert wird.

30

 17.02.2005 Emaillierwerk Geithain, Geithain, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 105 Mitarbeiter.

105

 17.02.2005 Glockengießerei Bachert, Bad Friedrichshall-Kochendorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 17.02.2005 Plambeck Neue Energien AG, Windmühlen, Cuxhaven, konzernweit sollen 138 von 288 Stellen abgebaut werden. In Deutschland trifft es 81 von 201.

81

 17.02.2005 Alstom, Technologiekonzern, Frankreich, an den Standorten Stuttgart (D), Vélizy (F) und Windsor (US) werden insgesamt rund 340 Stellen im Bereich Großdampferzeugung gestrichen. Weil es keine besseren Zahlen gibt, nehmen wir an, ein Drittel entfällt auf und in Stuttgart.

110

 17.02.2005 Epcos, Elektronik, München, um Geld zu sparen, will Epcos nach der Produktion auch Forschung und Entwicklung sowie Einkauf und Logistik an Billigstandorte verlagern. Seit Beginn des Sparkurses 2002 sparte der Konzern fast eine halbe Milliarde Euro ein und senkte den Anteil der Mitarbeiter in Hochlohnländern auf weniger als ein Drittel. der weltweit 15.600 Mitarbeiter. Wir haben bisher 1.500 Jobs aus der Produktion gemeldet. Wieviele Entwickler, Einkäufer und Logistiker betroffen sein könnten, müssen wir schätzen. Vermutlich hat EPCOS in D noch zwischen 3.000 und 4.000 Mitarbeitern, ein Drittel davon dürfte auf F&E, Einkauf u. Logistik entfallen. Der Rest ist Vertrieb, Kaufmannschaft, Stabsabteilungen und Vorstand. Wir schätzen also, dass 1.250 Jobs auf der Abschussliste stehen. geschätzt 1.250
 16.02.2005 Herbert Oetken GmbH & Co. KG, Bauunternehmen, Ganderkesee,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 20 Mitarbeiter.

20

 
 16.02.2005 Hans Ernst Metallbau GmbH, Vilshofen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 75 Mitarbeiter. Die Folge von Großinsolvenzen am Bau 300.000 Euro von Walter Bau, 130.000 Euro von Gehlin Bau, Berlin sind abzuschreiben. Auch gegen die Strabag bestehen noch Forderungen von 120.000 Euro, die so lange nicht zu erwarten sind, wie die Strabag ihrerseits auf die Bezahlung eines Krankenhausbaus (Bauherr ist eine Krankenkasse) warten muss. Nun sind die Kreditlinien ausgeschöpft und das eigentlich gesunde Unternehmen steht unter Kuratel des Insolvenzverwalters.

75

 16.02.2005 Wiedemann-Klinik, Ambach,
Wiedemann-Privatklinik Meersburg, beides Unternehmen der Sanacare Verwaltungs GmbH,
haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind in Ambach 74, in Meersburg 65 Mitarbeiter.

139

 16.02.2005 Sparkasse Goslar-Harz, drei Jahre nach der Fusion wird nun die Ernte eingefahren: 50 der bisher 511 Mitarbeiter sind überflüssig. Vorstand Weiterer: "Fakt ist, wir müssen, wie andere Banken auch, Mitarbeiter abbauen." bzw. ein "Kostenäquivalent" von rund 50 Mitarbeitern einsparen.

50

 16.02.2005 Berlin, Hauptstadt, der Senat spart - und baut Personal ab. Von derzeit rund 130.000 Stellen sollen bis 2007 weitere 13.000 Stellen wegfallen. Ziel ist, bis dahin die Ausgaben (ohne Zinsen!) soweit zu senken, dass sie den Einnahmen entsprechen.
Wir hatten bisher lediglich den geplanten Abbau von 4.500 Polizisten gemeldet, habe also noch 9.500 zur Vernichtung freigegebene Arbeitsplätze nachzumelden.

weitere
9.500

 16.02.2005 Walter Bau, die Strabag (Österreich) hat wesentliche Teilde von Walter Bau aus der Insolvenz heraus übernommen. Nun werden die Zahlen über drohenden Arbeitsplatzverlust wieder nach unten korrigiert. Wir wollen uns da nicht ausnehmen und nehmen 5.000 Stellen zurück.

Korrektur
-5.000

 15.02.2005 Spedition und Lagerei Wilhelm Nagel GmbH und Co KG, Dorsten, die niederländische SABIC BV spart. Gestern meldeten wir den Abbau von 200 Stellen am eigenen Standort Gelsenkirchen, heute wird bekannt, dass die Geschäftsbeziehungen zu Nagel aufgekündigt wurden, was in Dorsten 13 von 29 Jobs kostet.  

13

 15.02.2005 Autohaus Mahle,  Wendlingen, hat den Betrieb eingestellt, dem Vernehmen nach erhielten alle 43 Mitarbeiter die Kündigung.

43

 15.02.2005 Sparkasse Uckermark,  14 von 259 Stellen sollen gestrichen werden, um Personalkosten zu sparen, als ob das alleine schon ein Ziel wäre...

14

 14.02.2005 Baden-Württemberg, Altland, die Diskussion darüber, wie viel Personal das Land braucht, geht munter weiter. Nachdem die SPD am 13. Januar den Abbau von 10.000 Stellen bis 2014 forderte, dürfen nun endlich die Grünen jene Zahl nennen, von der wir schon immer ausgehen, sie aber bisher nicht in die Statistik aufgenommen haben. 20.000 Stellen sind im Ländle zu viel. Das ergibt sich ganz alleine aus dem Kapazitätsgewinn durch die Arbeitszeitverlängerung im Öffentlichen Dienst.
Nun muss der allgemeinen Arbeitszeitverlängerung die individuelle Verkürzung auf Null folgen. Sonst ist die Illusion, das 3-Milliarden-Loch im Haushalt könnte noch irgendwie gestopft werden, überhaupt nicht mehr aufzuhalten. Weder in Bayern, noch in Baden-Württemberg, noch sonstwo.
Wir denken, dass der nun angedachte maximale Abbau absehbar kommt.

 weitere
10.000

 14.02.2005 Sabic EuroPetrochemicals, Standort Gelsenkirchen, 200 von 540 Stellen sollen wegen mangelnder Rendite gestrichen werden.

 200

 14.02.2005 Dombrink Fenster+Türen GmbH & Co., das insolvente Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück wird von Hilzinger, Willstätt übernommen. von ehemals 180 Arbeitsplätzen waren zuletzt 92 übrig. Davon übernimmt Hilzinger 51. Wir melden 41.

41

 11.02.2005 Betonwerk Nord, Milmersdorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 125 Mitarbeiter.

125

 11.02.2005 MSP Metallsystem Produktion, Kollm, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 11.02.2005 Köthenbürger, Bau, Paderborn, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 100 Mitarbeiter. Vor 9 Jahren waren es noch 350. G

100

 11.02.2005 Daimler Chrysler, Transportgeräte, Welt,  
es ist ja nicht so, dass der Konzern in den letzten zwei Jahren in Deutschland keine Stellen abgebaut hätte. Nun aber soll es "drastisch" ans Sparen gehen. Bei Mercedes.
Ziel: Ergebnisverbesserung um 3 Milliarden Euro.
So Daimler Chrysler Chef Schrempp. Eckhard Cordes, der Verantwortliche bei Mercedes weiß noch nicht so genau, wie er das machen wird, will Stellenabbau und betriebsbedingte Kündigungen aber nicht ausschließen. Wir müssen wieder einmal schätzen: Selbst wenn es gelingen sollte, die Hälfte der 3 Milliarden bei Zulieferern (die auch wieder nur Personal abbauen können), und sonstwo außerhalb der eigenen Personalkosten zu sparen, bleiben 1,5 Mrd. Euro, die durch Stellenabbau, Lohnsenkungen, unbezahlte Mehrarbeit und andere Späßchen bewältigt werden müssen. Wir schätzen: Die angestrebte Gewinnverbesserung für die Daimler Chrysler Aktionäre wird in Deutschland mindesten 30.000 Arbeitsplätze bei Mercedes selbst kosten.

geschätzt
30.000

 11.02.2005 Theater, Subventionskultur, Chemnitz, die Stadt hat ein Haushaltsloch. Das stopft sie, indem sie 150 Theaterleuten den Job streicht. Falls der Stadtrat zustimmt.

150

 11.02.2005 Arbeitslosigkeit treibt Wähler zur NPD?
Bayern, schwarzes Bundesland,
konkretisiert Pläne zur Vermehrung der Arbeitslosigkeit durch Stellenabbau. Die künftige Organisation der Landwirtschafts- und Forstverwaltung wird um 1.600 Stellen gegenüber dem IST verkleinert. Das wissen wir im Groben (12.600 Jobs werden im bayrischen Staatsdienst vernichtet) schon seit Oktober 2003, aber es passt halt so schön zu Stoibers Reden...
Konkretisierung
 11.02.2005 Dekan-Bangert-Heim, Altersheim, Kastel, soll geschlossen werden. Das trifft 60 Mitarbeiter.

60

 10.02.2005 Waldhotel, Elten, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 13 Mitarbeiter.

13

 10.02.2005 Beckmann Mineralölhandel GmbH, Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Derzeit wird ein Schaumschläger-Wettbewerb in den Medien veranstaltet, ob die Gruppe nun 1.000 oder nur 119 Mitarbeiter hat. Dies wohl hauptsächlich deshalb, weil es sich bei Beckmann um den Präsidenten der IHK handelt. Wir halten es für ausgeschlossen dass nennenswerte Teile der 115 Tankstellen der Marke Q 1 überleben, wenn der beliefernde Mutterkonzern aufgibt. Wir sagen daher dass auch die Mitarbeiter in den Tankstellen, samt Pächtern, von der Insolvenz betroffen sind.

1.000

 10.02.2005 Ratskeller, Herford, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 20 Mitarbeiter.

20

 10.02.2005

Braunschweiger Zeitung, das Blatt hat 74 Arbeitsplätze abgebaut. Um dies publik zu machen, habe sich die Betroffen zusammengeschlossen. Hier der Link zur "Selbsthilfegruppe" http://www.netzwerkit.de/projekte/bzv/

Die Zeitung selbst hält ihre Großtat keiner Meldung wert. Wir schon.

74

 10.02.2005 HDO Druckguss- und Oberflächen GmbH, Paderborn, baut 110 von 490 Arbeitsplätzen ab. Ein Großkunde aus dem Bereich Sanitärarmaturen kauft demnächst lieber in China ein.

110

 10.02.2005 Auwärter, Omnibusbau, Steinenbronn, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 150 Mitarbeiter.

150

 10.02.2005 Schering, Pharmazie, Berlin, Ziel ist es, die Umsatzrendite (!) auf 18 Prozent zu treiben. Bisher schreibt der Konzern bei 4,9 Milliarden Umsatz nur schäbige 671 Millionen Gewinn. Deswegen muss Schering, wie auch die Deutsche Bank weitere Mitarbeiter abbauen. Aber diese Meldung kommt auch seit über einem Jahr alle paar Wochen wieder. Warum nur? kalter Kaffe aus der Pillenfabrik
 10.02.2005 NRW, altes Bundesland, bisher in unserer Statistik Dank ziemlicher Vorsicht beim Nennen von Zahlen gut weggekommen. Hauptsächlich haben wir bisher über die erhebliche Streichung von Fördermitteln die Auswirkung der Sparsamkeit auf geförderte Institutionen abgeschätzt (7.500 Jobs) und den Abbau von 1.200 Polizisten vermeldet. Nun kommen wieder einmal konkrete Streichungspläne über 300 Stellen im Strafvollzug ans Licht.

weitere 300

 10.02.2005 Lumberg, Handy-Komponenten, Siemens-Zulieferer, Cloppenburg, Schalksmühle, baut Stellen ab. Voraussichtlich 200 von 700 in Cloppenburg, Stellenabbau auch im Hauptsitz Schalksmühle ist nicht ausgeschlossen.

vorerst 200

 09.02.2005 Aschermittwoch
Wir haben heute die Reste der Walter Bau in die Statistik eingestellt. Der Fasching ist schließlich vorüber, nun geht die Narretei völlig unmaskiert weiter.

Eine gesonderte Würdigung der aktuellen Narreteien
-- von Stoibers NPD-Vorwürfen über Gewinne und Stellenstreichungen bei der Deutschen Bank, bis hin zu der in vollem Ernst vorgetragenen Idee, die Unternehmenssteuern noch weiter zu senken, um Arbeitsplätze zu schaffen -- werden wir heute noch online stellen und über unseren Newsletter verlinken.
 Sie erhalten den Newsletter noch nicht?

Hier können Sie sich eintragen lassen.
 09.02.2005

Walter Bau AG, Augsburg,  die Insolvenz lässt sich nicht auf die Mutter begrenzen. Mindestens 11 Töchter haben inzwischen ebenfalls Insolvenz angemeldet, wir hatten am 1.Februar vorsichtshalber nur 4.500 Jobs in die Statistik eingestellt, nun ist absehbar, dass der Konzern völlig zerschlagen wird. Daher reichen wir nun die übrigen 5.000 nach.

Auch hier haben letztlich die Banker die Arbeitsplätze vernichtet. Halali!

zweite
Tranche 5.000

 09.02.2005 VMR, Verkehrsbetriebe, Herford, 50 der 150 Busfahrer der VMR sollen bis Ende 2006 entlassen werden.

50

 08.02.2005 Atlantik, Behälter, Stadtallendorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 55 Mitarbeiter. Atlantik gehört zur Faudi Gruppe, deren weitere Unternehmen dem Vernehmen nach von der Insolvenz nicht berührt sind.

 55

 08.02.2005 Schefenacker, Autospiegel, Essinglingen, Geislingen, Schwaikheim, Oberrot, der weltgrößte Hersteller von Autospiegeln wird 580 von 1.600 Stellen in Deutschland abbauen. Das Werk in Geislingen wird geschlossen. Die Arbeitsplätze gehen ins Ausland.

580

 07.02.2005 Konnersreuther Rolladen-Technik GmbH und MG Vertrieb GmbH, Waldsassen, Konnersreuth, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 07.02.2005 Schwan-Stabilo, Schreibgeräte, Nürnberg, verlagert 400 Arbeitsplätze nach Tschechien.

400

 07.02.2005 Singulus Technologies AG, Maschinen zur Herstellung optischer Datenträger, Kahl am Main, will 120 Stellen streichen um das Ergebnis um 5 Millionen Euro zu verbessern.

120

 04.02.2005 Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?
Agentur für Arbeit, (früher Arbeitsamt) Filialen Rüdesheim und Idstein,
Im Bezirk Wiesbaden sind durch Hartz IV knapp 50 Stellen in den Arbeitsagenturen entgefallen. Rüdesheim und Idstein verlieren Ihre Eigenständigkeit und werden als Zweigstelle von Bad Schwalbach geführt. Da dürfen die Überflüssigen nur nicht vergessen, sich zum frühestmöglichen Zeitpunkt bei ihren Ex-Kollegen arbeitslos zu melden. Sonst gibts gleich die erste Sperre!

50

 04.02.2005 Schütte Schüttguttechnik GmbH, Letmathe, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind 17 Mitarbeiter.  

17

 04.02.2005 Randerath Elektrotechnik GmbH, Heinsberg, rund 70 Mitarbeiter erhielten im Zuge des Insolvenzverfahrens zum 1. Februar die Kündigung.

70

 04.02.2005

Gillette, Rasierklingen und mehr, wird von Procter & Gamble für 57 Milliarden Dollar geschluckt.

Procter & Gamble ist damit in seinen Sparten (Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Körperpflege, Rasiergeräte mit den Marken Ariel, Meister Proper, Pampers und Tempo,Gillette, Wella, Duracell (Batterien), Oral B, Braun (Elektrogeräte) der weltweite Marktführer. P&G hat weltweit bisher 110.000 Mitarbeiter, Gilette 29.400. Geplant ist, um Zuge der Fusion weltweit 6.000 Stellen zu streichen.
Alleine P&G erwirtschaftete im GJ 2003/2004 einen Gewinn von 6,5 Milliarden Dollar bei 51,4 Milliarden Umsatz, also 12,6 Prozent Umsatzrendite! Gilette schaffte 1,4 Milliarden Dollar Gewinn bei 9,3 Milliarden Umsatz und damit sogar 15 Prozent Umsatzrendite.

Wenn man eine Kennzahl für den Gewinn eines Unternehmens pro lebendem Mensch und Jahr bildet, so hat auf dieser Erde im letzten Jahr jeder einzelne Mensch durchschnittlich 1,23 Dollar bzw. 1 Euro für die Anteilseigner von P&G und Gilette gespendet - und das, obwohl die meisten der 6,396 Milliarden Menschen, die es Mitte 2004 gab, keinerlei Produkte der beiden Unternehmen benutzt haben.
Branchenkenner gehen davon aus, dass der neue Konzern die neu gewonnene Marktmacht auch in Deutschland ausspielen wird, was für den Einzelhandel zu steigenden Einkaufspreisen und sinkenden Margen - oder höheren Endverbraucher-Preisen führen wird.
In Deutschland sitzen die beiden Unternehmen im Taunus dicht beieinander. P&G hat seine Deutschlandzentrale in Schwalbach, Gilette betreibt im Nachbarort Kronberg Marketing und Vertrieb für Gilette.
Wenn auch die Produkte und Fertigungsanlagen der fusionierten Gesellschaften kaum Überschneidungen aufweisen, so besteht für die 500 Beschäftigten von Gilette in Kronberg höchste Gefahr, zu den 6.000 weltweit vorgesehenen Kandidaten für den Stellenabbau zu gehören. Denn in diesem Bereich gibt es nahezu deckungsgleiche Strukturen in beiden Unternehmen die als sogenannter "Synergieeffekt" auch gemeinsam von einer Stelle wahrgenommen werden können.
Wir melden vorerst diese 500 und warten die weiteren Synergieeffekte ab.

500

 04.02.2005 Makino, Maschinenbau, Hamburg, der japanische Konzern streicht bei wachsendem Auftragsvolumen 25 von 140 Arbeitsplätzen. Makino Hamburg war früher einmal die Werkzeugmaschinenfabrik Heidenreich & Barmbek, bis der ausländische Investor eingestiegen ist und aus dem einstigen Produktionsbetrieb ein Verkaufs- und Servicezentrum gemacht hat.

25

 04.02.2005 htel GmbH, Breitband-Carrier, Schweinfurt, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter ist nicht bekannt.

?

 03.02.2005 Imax, Supergroßleinwandkino, Forum der Technik im Deutschen Museum, München. Die Betreibergesellschaft kommt aus der Insolvenz nicht heraus. Das Forum der Technik wird geschlossen, 24 feste Mitarbeiter und 80 Aushilfen erhielten die Kündigung. Probleme gab es sogar beim wichtigsten Umsatzträger Imax. Das Großkino hat 2003 noch mehr als die Hälfte zum Umsatz des Forums beigetragen, ist inzwischen aber bei einer Auslastung von nur noch 25 Prozent nicht mehr kostendeckend zu betreiben.

104

 03.02.2005 Modehaus Fuchs, Osterhofen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.

15

 03.02.2005 Toom-Markt, Dietzenbach, Einzelhandel aus dem Rewe-Konzern, wird am 31. Juli geschlossen. 84 Mitarbeiter erhalten die Kündigung.

84

 03.02.2005 HEW, Hamburger Elektrizitätswerke, Hamburg, vom schwedischen Stromkonzern Vattenfall aufgekauft, soll das Unternehmen künftig "Vattenfall Europe Hamburg" heißen. Beim ersten Teilverkauf an die Schweden hatten die HEW 4.600 Mitarbeiter. Bis heute ist die Belegschaft auf 3.881 geschrumpft. Vattenfall garantirt 3000 Beschäftigte bis Ende 2005 und verzichtet bis 2007 auf betriebsbedingte Kündigungen. Hamburg hat damit 1.600 Arbeitsplätze sicher verloren. Wie es ab 2006 weiter geht, bleibt abzuwarten. Aber auch das haben wir schon gemeldet, als die Verkäufe an Vattenfall begonnen haben. Im Oktober 2002.

aufgewärmt

 03.02.2005 BSHG, Bosch-Siemens-HausGeräte, Nauen, der Standort verliert zum 30.4. und zum 30.8. je 110 Mitarbeiter. Die entsprechende Produktion wandert nach Polen.

220

 03.02.2005 Pingel Präzision, Drehteile, Sundern, baut 13 Arbeitsplätze ab.  Lohnkosten für Drehteile sind zu hoch

13

 03.02.2005 Schreiber, Musikinstrumente, Nauheim, 66 Mitarbeiter der Oboen- und Klarinettenfertigung sollen nach Markneukirchen umziehen. Dort allerdings nach dem Umzug für weniger Geld. Es kommt voraussichtlich zu 66 Entlassungen. Doch das ist nur der Anfang, auch in Nauheim müssen weitere Kosten gesparte werden. Der Konzern droht damit, den Standort ganz zu schließen. Dann sind 153 Jobs über den Jordan. Wir bleiben dran.

vorerst 66

 03.02.2005 Böhmer, Schuhhändler, Essen, mit rund 40 Filialen hat Böhmer Insolvenz angemeldet. Mitarbeiterzahlen sind nicht genannt. Wir schätzen, dass mindestens 100 Arbeitbsplätze betroffen sind.  

geschätzt 100

 03.02.2005 Elster, Messtechnik, Lampertheim und Mannheim, 148 Mitarbeiter werden entlassen. Die Arbeitsplätze werden in die Slowakei verlagert.

148

 03.02.2005 BVB, Profitsport,  Acht oder neun Angestellte der Geschäftsstelle des Ballspielvereins Borussia erhielten zum Monatsende die Kündigung.

8

 03.02.2005 Bistum Speyer, Seelenheil, muss die Ausgaben um 20 Millionen Euro senken. In Seelsorge und Verwaltung werden 100 der 840 Stellen abgebaut. Außerdem sollen in erheblichem Umfang Liegenschaften verkauf werden.

100

 03.02.2005 Deutsche Bank, Ertragswinkelsteigerungsgesellschaft, streicht trotz Gewinn massiv Stellen,
Ackermanns Ziel, eine 25-prozentige Kapitalrendite zu erzielen, kann nur mit massivem Abbau von Arbeitsplätzen gelingen. Noch hat das Unternehmen in D rund 27.330 Stellen, Ziel ist bis 2006 bei etwa 25.410 zu landen. Dies ist schön länger bekannt und von uns bereits berücksichtigt.

aufgewärmt

 01.02.2005 Brinkhoff, Dortmund, Kindl, Berlin, Brauereien des Dr.-Oetker-Konzerns, werden geschlossen. Dr. Oetker will damit 450 Arbeitsplätze abbauen und die vor einem Jahr übernommene Tochter Brau und Brunnen sanieren. Künftig braut Dr. Oetker in Dortmund bei DAB und in Berlin bei Schultheiss.
Wir hatten in einer Vorankündigung am 18. Januar 180 Jobs bei Kindl in Berlin gemeldet und haben nun 270 nachzutragen.

weitere 250

 01.02.2005 Walter Bau, Baukonzern, Augsburg, hat nun doch Insolvenz für die Muttergesellschaft beantragt, wo rund die Hälfte der 9.000 Mitarbeiter beschäftigt ist. Die operativen Töchter sind davon nicht berührt, trotzdem kamen auf vielen Baustellen die Arbeiten zum Erliegen.

vorerst 4.500

 01.02.2005 Ostseeklinik Dierhagen, Privatklinik, hat Insolvenz angemeldet, betroffen sind die für den Betrieb eines 170-Betten-Hauses der Vorsorge- und Rehabilitationsmedizin nach unserer Schätzung allermindestens benötigen 65 Mitarbeiter, eher aber mehr.

 geschätzt 65

 01.02.2005 Granitwerk Bruno Lichtnack, Parsau, hat Insolvenz beantragt.  Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter dürfte nach unserer Schätzung nicht unter 50 liegen.

geschätzt 50

 01.02.2005 Sparkasse Gera-Greiz,  im Laufe des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter von 607 auf 560 reduziert werden.

47

 01.02.2005 Stiftung Stadtmuseum, Berlin, der Betreiberin von 13 Museen fehlen seit Beginn des Jahres monatlich 40 000 Euro. Schließungen und betriebsbedingte Kündigungen sind zu erwarten.

geschätzt 20

 01.02.2005 Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Nordelbien, Seelenheil, ev., hat sich nach eigenen Angaben halbiert, was der ev. Kirche jährlich 2,5 Millionen Euro spart. Neben zwölf Pastoren und Sozialsekretären, die in den vorzeitigen Ruhestand gegangen sind müssen dann wohl noch rund 30 weitere Mitarbeiter den Dienst quittiert haben.

geschätzt 42

 01.02.2005 Stars and Stripes, US-Militärzeitung, Darmstadt, gibt die eigene Druckerei auf. Rund 20 deutsche Mitarbeiter werden entlassen.

 20

 01.02.2005 IVU Traffic Technologies AG, Berlin, streicht 23 Stellen in der Berliner Zentrale und zehn in Aachen.

33

 28.01.2005 Galaxis technology AG, Digitalfernsehen, Lübeck, hat Insolvenz beantrag. Die letzten 55 Mitarbeiter sind betroffen.

55

 28.01.2005 Braunschweiger Mühlenwerke GmbH, Sickter Mühle, die Obermutter "VK Mühlen AG", hat den Untergang der Sickter Mühle beschlossen. 22 Arbeitsplätze gehen verloren.

22

 28.01.2005 Möller-Group, Lederverarbeitung, Gerberei, Brackwede, die Möller Group schließt ihre Gerberei in Brackwede. 150 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

150

 28.01.2005 Stiegelmeyer, Krankenhausbetten, Herford, rund 150 von 400 Stellen stehen im Feuer, 87 Entlassungen stehen wohl schon fest, über weitere 60 Arbeitsplätze wird noch verhandelt. Bei dem führenden Hersteller von Krankenhausbetten ist seit Herbst 2004 Kurzarbeit angesagt - gedroht wird mit weiterer Verlagerung von Arbeitsplätzen an den Betrieb in Polen.

147

 27.01.2004 Kreisklinik Hechingen, Krankenhaus im Zollernalbverbund, das Klinikkonzept mit drei Standorten hat ausgedient. Eine neu gegründete Betreibergesellschaft "Zollernalb Klinikum gGmbH" hatte vor einem Jahr die Betriebsführung der drei Kreiskrankenhäuser Albstadt, Balingen und Hechingen übernommen. Nun wird eines der drei Häuser, voraussichtlich das Krankenhaus in Hechingen mit 374 Beschäftigten den Sparzwängen des zunehmend privatisierten und profitorientierten Gesundheitswesen in Deutschland zum Opfer fallen.

374

 27.01.2005 Gartencenter Feustel, Bayreuth, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind etwa 100 Mitarbeiter der Firmengruppe.

100

 27.01.2005 Landschlachterei Grote,  Lübbecke-Gehlenbeck, hat Insolvenz beantragt. Auf einem an der Ladentür befestigten Schriftstück sind die Gründe für die Schließung nachzulesen: Sinkende Umsätze, steigende Kosten, Konkurrenzdruck durch Billiganbieter und die zunehmenden Auflagen der Kontrollbehörden. Ob neben dem Inhaber weitere Beschäftigte betroffen sind ist nicht bekannt. Dass gleichzeitig sogar dänische Schlachthöfe lieber in Deutschland von ausländischen Billigjobbern schlachten lassen ist in Dänemark
Wahlkampfthema. Siehe auch weiter unten: Billiglohn-Paradies Deutschland.

?

 27.01.2005 BKO (Regional Massivhaus GmbH), Bauträger, Herford, hat Insolvenz beantragt. Geschädigte sind hauptsächlich Bauherren und Handwerker. Über die Zahl der Mitarbeiter des Unternehmens wurde nichts bekannt. Wir schätzen: 15

geschätzt 15

 27.01.2005 Mecklenburg-Vorpommern, Neues Land, nun ist es endgültig raus. Wir hatten im Laufe des letzten Jahres Schritt für Schritt die Informationen darüber gesammelt, dass in McPomm 10.000 Stellen gestrichen werden sollen. Nun ist beschlossen, dass bis 2009 rund 8.000, danach weitere rund 1.500 Stellen abgebaut werden sollen, weil
"Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein rund 10.500 überzählige Beschäftigte in der Landesverwaltung hat." Nun, die werden es dann unter dem Strich wohl auch werden.

Beschlüsse

 27.01.2005 Schott-Konzern,  Glas, Mainz, gibt die Herstellung von Jenaer Glas in Jena auf. 120 Arbeitsplätze gehen verloren.

120

 27.01.2005

Billiglohn-Paradies Deutschland,

Hartz IV wirkt! Aber wie!
während die Interessenvertreter der deutschen Wirtschaft noch ungerührt erklären, die Arbeit sei in Deutschland zu teuer und dies von den Politikern in Regierung und Opposition eilfertig nachgeplappert wird, streitet man sich im dänischen Wahlkampf über den richtigen Umgang mit dem Nachbarland Deutschland, in dem ,wie der Gewerkschaftschefs Jens Peter Bostrup in einem TV-Streitgespräch mit Regierungschef Anders Fogh Rasmussen äußerte, "Wildwestzustände herrschen" und "Hungerlöhne" gezahlt werden.

Dänische Schlachtbetriebe belasten den eigenen Arbeitsmarkt, indem sie Jobs nach Deutschland verlagern, wo die Schlachtarbeiter nur ein Drittel so viel kosten, wie in Dänemark. Mehr dazu in der hier verlinkten Meldung von N24

 http://www.n24.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/index.php/a2005012615022086722

Hintergrund für alle, die immer noch glauben, der Kaiser hätte neue Kleider

 27.01.2005 DAK, Krankenkasse, Hamburg, der Umbau des Unternehmens soll die Verwaltungskosten um 20 Euro pro Mitglied senken. Das bedeutet, dass 1600 Stellenabgebaut werden müssten.

1.600

 27.01.2005 MVV Energie, Regionales Versorgungsunternehmen, Mannheim,  will die Kosten massiv senken. Dazu müssen Stellen abgebaut werden, insbesondere in der Verwaltung, wo rund 600 Menschen arbeiten. Details werden nicht genannt. Wir müssen also schätzen: Nach einem Verlust von 44 Mio Euro im letzten Geschäftsjahr, der mit den Kosten für den Konzernumbau begründet wird, sollen im nächsten GJ vor Zinsen und Steuern 150 Mio Euro Gewinn geschrieben werden. Wir schätzen, dass von den 6.957 Menschen, die per 30.9.04 für das Unternehmen arbeiteten rund 700 den Hut nehmen müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

geschätzt 700

 27.01.2005 Karmann, Cabriolets, Osnabrück, zuletzt hatten wir im März 2004 den Abbau von 700 Jobs im Betriebsmittelbau gemeldet. Nun wird a) der Abbau von weiteren 600 Stellen angekündigt und dabei darauf verwiesen, das Unternehmen hätte bereits im Dezember b) den Abbau von 120 Jobs angekündigt und c) die Verträge von 770 befristet Beschäftigten vorzeitig gekündigt. Wir nehmen an, dass in a) die 120 aus b) noch enthalten sind und melden 600+770

1.370

 25.01.2005 Polynorm-Grau, Werkzeugsysteme, Schwäbisch Gmünd, hat 52 Mitarbeitern gekündigt. Ihnen wurde der Wechsel in eine Beschäftigungsgesellschaft angeboten.

52

 25.01.2005 Mester-Bau, Hovestadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 78 Mitarbeiter.

78

 25.01.2005 Lapp-Insulator GmbH & Co.KG, Isolatoren, Wunsiedel, entlässt 28 von 280 Mitarbeitern.

28

 25.01.2005 GBM Gleisbaumechanik, Mittenwalde, Kirchmöser, die Gleisbaumechanik beschäftigt in Kirchmöser noch 130 Mitarbeiter, die Fahrzeuge für den Gleis- und Oberleitungsbau herstellen und betreuen. GBM bekommt nicht ausreichend Aufträge und verkürzt die bezahlte Arbeitszeit von 38 auf 30 Stunden. In Kirchmöser entfallen 18 Stellen, in Mittenwalde verlieren 43 Mitarbeiter den Job.

61

 25.01.2005 Der Albtraum wird wahr.
Unternehmen gründen ihre eigene Leiharbeitsfirma und überführen die eigenen Mitarbeiter nach und nach in den Leiharbeiter-Status. Das spart deutlich Personalkosten - und ist wohl auch legal. Wo leben wir eigentlich?
Konkret berichtet die taz (http://www.taz.de) unter dem Titel "Niedrige Löhne trotz Milliardenumsatz" über diesbezügliche Entwicklungen bei Wincor Nixdorf in Paderborn,
http://www.taz.de/pt/2005/01/25/a0005.nf/text.ges,1
schöne neue Arbeitgeberwelt
 25.01.2005 Dietsche, Todtnau/Emmendingen, die Badische Zeitung, deren online-Inhalte hochgradie nur Abonnenten zugängig sind, berichtet ale einzige über den Abbau von 72 Stellen bei einer Firma Dietsche. Wer mehr wissen will, muss die Badische Zeitung abonnieren.

72

 25.01.2005 Danfoss, Installationstechnik, Flensburg, im Werk Flensburg baut das dänische Unternehmen rund 700 von 1500 Arbeitsplätzen ab.

700

 25.01.2005 Brooks Automation GmbH, Jena, 120 Mitarbeiter werden überflüssig, weil die Produktion nach Asien ausgelagert wird. Dabei sollte man im Auge behalten, dass das Unternehmen ursprünglich zu Jenoptik gehörte, bevor es an den US-Investor verscherbelt wurde, der das KnowHow abgesaugt hat und nun damit von dannen zieht.

120

 25.01.2005 Infineon, Halbleiter, am 11.1.05 schätzten wir den zu erwartenden Stellenabbau auf 200. Nun sickert durch, dass vermutlich das Werk in Berlin mit 280 Mitarbeitern geschlossen wird. Wir melden 80 nach.

80

 25.01.2005 Fiat Automobil AG, Importeur, mindestens 15 Prozent der Stellen sollen abgebaut werden. Ziel ist eine Mitarbeiterzahl deutlich unter 250. Da ergeben sich rechnerisch rund 45 vernichtete Stellen.

45

 25.01.2005 Brandenburg, Neues Bundesland, der Stellenabbau im Polizeidienst wird deutlich über die bisherigen Planungen hinausgehen und zusätzliche 700 Stellen kosten.

700

 21.01.2005 Opel, 10.000 Stellen.
Entsezter Aufschrei. Wer hatte ernstlich mit weniger gerechnet? Wir nicht.
damit hatten wir längst gerechnet
 21.01.2005 Club Bertelsmann, Buchvermarkter,  will mehr als 50 von 450 Stellen in Rheda abbauen, es wird sogar von über 100 gemunkelt, wir legen uns in die Mitte

75

 21.01.2005 Fein, Bohr- und andere Maschinen, Genkingen, will 180 Arbeitsplätze abbauen.

180

 21.01.2005 Die Medien waren heute zugekleistert mit Meldungen über OPEL und die Telekom, auch die VW-Doppel-Ente hat dafür gesorgt, dass sonst praktisch nichts an die Oberfläche gedrungen ist.

Auch nicht für die Statistik zu gebrauchen, aber hochinteressant, war eine Nachricht, die ausgerechnet von den Schweizer Bauern in deren "Agro News" vorgetragen wurde, demnach wurden in Deutschland in der Landwirtschaft zwischen 1991 und 2003 mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze vernichtet. Von 1,37 Millionen Menschen, die noch 1991 auf Bauernhöfen beschäftigt waren, reduzierte sich die Zahl auf 822.700 in 2003. Etwa im gleichen Umfang, so berichten die Schweizer Bauern weiter über den Arbeitsplatzabbau bei ihren deutschen Kollegen, hat auch die Zahl der Betriebe abgenommen. Die Flächen der aufgegebenen Betriebe wurden dank Produktivitätssteigerung von den verbleibenden Betrieben und deren Mitarbeitern bewirtschaftet werden. Der "Arbeitskräftebesatz" je 100 Hektar ist so von vier auf zwei Vollzeitbeschäftigte gesunken.

Hintergrund

 20.01.2005 Insel-Stuben, Hotel, Bad Kreuznach, schließt nach langer Insolvenzphase Mitte Februar. Auch das hat sicher einige Arbeitsplätze gekostet.

?

 20.01.2005 Ellwanger, Bauunternehmen, Osterburken, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind die letzten 60 Mitarbeiter.

60

 20.01.2005 Airnyx AG, drahtlose Internetzugänge, hat Insolvenz angemeldet. Der englische Anbieter The Cloud hat das Geschäft übernommen. Es ist anzunehmen, dass die einige Arbeitsplätze kostet, aber wir haben keine Vorstellung von der Größenordnung.

?

 20.01.2005 T-Mobile, Telekommunikation, Bonn, im November gab es bei uns die Vorwarnung, nun kommen die Zahlen heraus. Zur Steigerung der Gewinne wird sich T-Mobile von 2.200 Personalkostenverursachern trennen. 1.200 davon in Deutschland.

1.200

 20.01.2005 Thyssen-Krupp, fusioniert die Töchter Drauz und Nothelfer, Autozulieferer/Anlagenbau, dabei sollen 511 Stellen gestrichen werden. Bisher hat Drauz 1100, Nothelfer 1800 Mitarbeiter in Deutschland. Im einzelnen entfallen in Heilbronn 112 von 730 in Hohenstein 46 von 270, in Ravensburg 187 von 600 und in Lockweiler 166 von 1200 Stellen.

511

 20.01.2005 Voit Reisen GmbH und die Regionalverkehrsgesellschaft Voit mbH, Reise/Touristik, Chemnitz, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 52 Mitarbeiter.

52

 20.01.2005 Freyersbacher Schwarzwaldquellen GmbH & Co KG, Wasservermarktung,  20 Stellen werden bei der 100%igen Tochter der Brunnen Union abgebaut.

20

 20.01.2005 Bayer, Pharma-Chemie, Standort Wuppertal, 440 Stellen sollen bei der Bayer-Tochter HealthCare gestrichen werden. Ein Teil (ca. 100) davon, soll eventuell durch eine allgemeine Arbeitszeitkürzung mit entsprechender Lohnkürzung umgesetzt werden.

440

 20.01.2005 Bayern, altes Bundesland mit Sitz in München, im Oktober 2003, gleich nach der Wiederwahl Stoibers zum Ministerpräsidenten gab das Management des Freistaats bekannt, dass aus Kostengründen in den nächsten Jahren 12.600 Stellen gestrichen werden müssten. Zwischenzeitliche Meldungen aus Bayern, bei denen unklar war, ob sie in dieser Zahl schon enthalten waren, haben wir als Konkretisierung erfasst, aber nicht nochmals gezählt.

Nun wird erklärt, bei der bayerischen Polizei sollten statt der bisher genannten 900 nun rund 1.200 Stellen gestrichen werden. Das bewerten auch wir als einen zusätzlichen Stellenabbau und melden die Differenz von 300.

300

 20.01.2005 Deutsche Bank, den Kahlschlag im Investmentbanking, der nun erneut auf dem Spielplan der Medien steht, haben wir schon am 23.11.04 gewürdigt. Die Meldung ist aufgewärmt. Allerdings hat es endlich wieder einmal klare Zahlen gegeben. Die Bank, deren Sprachgestalter das sinnlose Unding vom gesteigerten Ertragslwinkel in die Welt gesetzt haben,will bis Ende 2006 von derzeit 27.330 auf nur noch 25.410 Mitarbeiter in Deutschland schrumpfen.

aufgewärmt

 19.01.2005 Esotronic Computer GmbH, Berlin, hat Insolvenz abeantragt. Betroffen sind rund 70 Mitarbeiter.

70

 19.01.2005 FRAPORT, Flughafenbetreiber, Frankfurt/M., die jährlichen Personalkosten sollen um 90 Millionen Euro sinken. Auf betriebsbedingte Kündigungen und auf Kürzungen der monatlichen Gehälter soll dabei verzichtet werden. Bleibt das übrige Instrumentarium: Nicht ersetzen der natürlichen Fluktuation, Aufhebungsverträge und Frühverrentungen, Kürzungen bei Jahreszahlungen, Überstundenvergütung usw. - in Summe entspricht das einem Abbau von 2.500 Mitarbeitern; geschätzt.

geschätzt 2.500

 19.01.2005 Post, Restrukturierung im Express- und Paketversand, führt zu Stellenabbau. Wissen wir seit September 2004. Verdi hat seinerözeit zugestimmt, dass 1.600 Jobs abgebaut werden.

aufgewärmt

 19.01.2005 Bauer Druck, Großdruckerei, Köln, nur noch vier von acht Rotationsdruckmaschinen sollen in Betrieb bleiben. Damit gehen 470 von 950 Stellen in Köln verloren.

 470

 18.01.2005 Lütkemeyer Garten und Landschaftsbau GmbH, Isselhorst, hat Insolvenz beantragt. Betroffen vom Niedergang des Unternehmens sind rund 70 Mitarbeiter (12 davon wurden schon in 2003 entlassen).

70

 18.01.2005 Möbel Ströher, Bad Kreuznach, das Geschäft wird zum 31. März aufgegeben. Über die Zahl der betroffenen Mitarbeiter gibt es keine Angaben.

?

 18.01.2005 Kindl-Brauerei, Berlin-Neukölln, die Konzernmutter Radeberger will Stellen streichen, um die Kosten um 20 Prozent zu senken. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Kindl Brauerei keine realistische Überlebenschance hat, wenn es zu der Zusammenlegung mit der Schultheiß Brauerei kommt. Wir schätzen, das von 280 Mitarbeitern von Kindl und 450 Mitarbeitern von Schultheiß am Ende nicht mehr als 550 übrig bleiben werden.

geschätzt 180

 18.01.2005 Autohaus Sauerland, Meschede, etwa 100 Autos und das gesamte Inventar sind über Nacht verschwunden. 16 Arbeitsplätze sind futsch.

16

 18.01.2005 Grohe, Armaturen, Hemer, Grohe muss Kosten sparen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Werk Porta Westfalica sollen rund 150 von 460 Stellen abgebaut und die 40-Stunden-Woche eingeführt werden. werden.

150

 18.01.2005 Walter Bau, Baukonzern, Augsburg, weitere 400 Stellen werden abgebaut, dadurch soll der Gewinn um jährlich bis zu 60 Millionen Euro erhöht werden. Na ja, Walter sagt, die Kosten sollen gesenkt werden, aber wenn die Kosten sinken, steigt der Gewinn, oder?
Außerdem will Walter auch noch die restlichen Anteile des Stuttgarter Konkurrenten Züblin übernehmen. Nach einem Sanierungsfall sieht das nicht gerade aus.

400

 17.01.2005 Aquila, Flugzeugbau, Schönhagen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 14.01.2005 Awus, Bildungsträger, Leipzig, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind auch die Niederlassungen Freital und Bautzen. In Freital sind 6 Mitarbeiter betroffen, über Leipzig und Bautzen liegen keine Angaben vor. Wir schätzen insgesamt 40.

geschätzt 40

 14.01.2005 Frauenklinik Bogenhausen, München,  hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

50

 14.01.2005 Mildner-Reisen, Busunternehmen-Reiseveranstalter, Leichlingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 3 Mitarbeiter.

3

 14.01.2005 Städtische Krankenhäuser München, wurden zur Klinik GmbH verschmolzen. Das werden nicht nur die Patienten spüren. Betroffen sind die städt. Kliniken Schwabing, Bogenhausen, Neuperlach und Harlaching, insgesamt sollen bis 2009 rund 1000 Stellen abgebaut werden. Da hilft nur eines, Münchner: BX, Bleibt's gsund!

1.000

 13.01.2005
Unerträgliche Heuchelei!

Während der geplante Abbau von 10.000 Jobs bei Opel oder Karstadt (zu Recht!) größte öffentliche Aufmerksamkeit erregt und zu rührenden Auftritten besorgter Volksvertreter führt, findet der Stellenabbau bei Bund, Ländern und Gemeinden, der seit diese Statistik geführt wird in die Hunderttausende geht, praktisch keinerlei Beachtung.

Auch heute wieder müssen wir aus zwei Bundesländern neue Abbaupläne über mehr als
17.000 Stellen registrieren. Welcher Ministerpräsident, welcher Arbeits- und Wirtschafts-, welcher Sozialminister regt sich darüber auf? Heuchler!

Dem Bürger wird erklärt, der Staat müsse sparen
um Schulden abzubauen, um den Standort attraktiv zu machen, um die Steuern senken zu können usw. usw.

Dass mit jeder gestrichenen Stelle im Öffentlichen Dienst ein zusätzlicher Arbeitsloser und künftiger ALGII-Empfänger geschaffen wird, dass der Staat seinen Bürgern immer weniger Leistungen bietet, dass staatliches - also unser aller Eigentum - immer schneller verscherbelt wird und dass dies alles niemandem nutzt, außer den Gewinnen der Exporteure, das wird nicht gesagt und schon gar nicht kritisiert.

Sie wollen mehr darüber wissen?

Hier die Links zu einigen früheren Aufsätzen von mir, die die Thematik vertiefen:

Die Finanznot der Städte - München ist pleite 12758 Münchenpleite 240702.html
Wachstum kann man nicht herbeisparen! 12772 Wachstum herbeisparen.html
Aber die Vermögenden entlasten, das kann man. 12774 Geniestreich.html
Hält man uns für Idioten? 12784_Der_Idiot.html
Sparwut in Bayern 12795Staatszweck.html
und Subventionen für den US-Konzern AMD in Sachsen 12799KarlEugen.html
Der Bürger ist wütend, nicht verunsichert.14003verunsichert.html
Dabei lassen sich Schulden nicht abbauen, es sei denn, man macht neue - eine wichtige und bislang unbeantwortete Frage an Edmund Stoiber14021Offenerbriefstoiber.html
Eine ganz andere (!) Sicht auf Staatsschulden und Staatshaushalt Grundlagen6.html
Der Staat baut weiter ab.

Kommentar zu den jüngsten
Beschlüssen aus Sachsen und Baden-
Württemberg
 13.01.2005 Frigera Frischgetränke GmbH, Lindau, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

10

 13.01.2005 Rungis Express, Feinkosthändler, Köln Meckenheim, steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Insolvenz ist nicht auszuschließen. Betroffen sind rund 400 Mitarbeiter.

400

 13.01.2005 Infraserv, Industriepark-Höchst-Betreiber, Frankfurt, Restrukturierung ermöglicht Verzicht auf 178 Stellen, verbunden mit Gewinnsteigerung um 55 Millionen Euro jährlich.

178

 13.01.2005 Sachsen, Neuland, Haushaltsentwurf 2005/2006, bis Ende nächsten Jahres werden 5.619 Stellen gestrichen. Davon 2.910 im Kultusministerium. Dort werden insgesamt bis 2010 7.400 Stellen vernichtet, die haben wir schon gezählt, ebenso wie 2.100 Polizisten.
Ist der Stellenabbau also zurückgenommen worden?
Nein. Interessant ist die neue Langzeitplanung. von jetzt 94.938 Stellen sollen in 2010 nur noch 80.000 übrig bleiben. Das ist ein Abbau von 14.938. Von den 7.400 Lehrer-Jobs waren Ende 2004 rund 4.200 bereits abgebaut. Bleiben 3.200 aus unserer früheren Meldung und die 2.100 Polizisten, um die wir korrigieren müssen. Trotzdem bleiben weitere 9.638 Jobs nachzumelden.
Eine Politik, die nicht dazu beiträgt, die Arbeitslosigkeit zu mindern. Eine Politik für "das Land" und gegen "die Bürger". Als ob das Land den Investoren gehört und nicht dem Volk. Seltsames Staatsverständnis. Zwingt mich, wieder einmal an den Staatszweck zu erinnern.

9.638

 13.01.2005 Baden-Württemberg, Altland, die SPD macht die Steilvorlage: 10.000 Stellen sollen bis 2014 gestrichen werden. Die Regierung widerspricht wählerwirksam. Das erinnert mich an Kohl und Lafontaine. "Blühende Landschaften aus der Portokasse" einerseits und "unbezahlbares Abenteuer" andererseits. Als Lafontaine gesagt hatte, es wird unbezahlbar bestand für Kohl kein Anlass mehr, zu sparen. Nun, auch in Baden-Württemberg werden Jobs verschwinden. 2.300 bis 2006 haben wir schon gemeldet. Doch alleine die Arbeitszeitverlängerung im Öffentlichen Dienst bringt unbezahlte Mehrarbeit in Höhe von 20.000 Vollzeit-Jobs. Die Luft für Stellenabbau wird also längst geschaffen. Jetzt hat die SPD quasi ihr Einverständnis erklärt - auch wenn es vordergründig aussieht, als sei ein Streit um die Jobs ausgebrochen.
Wir denken, die 10.000 bis 2014 kommen auf alle Fälle. Reduzieren diese Zahl um unsere bereits gemeldeten 2.300 und schreiben 7.700 zusätzlich in die Statistik

7.700

 12.01.2005 Sägewerk Fürstenwalde, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind die letzen 20 Mitarbeiter, im Sommer waren es noch 40.

40

 12.01.2005 Herhof-Umwelttechnik GmbH, Herhof Holding AG, Müllwesen, haben in Wetzlar Insolvenz beantragt, über die Zahl der betroffenen Mitarbeiter war nichts zu erfahren.

?

 12.01.2005 Heinzer, Bau, Hümme, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 27 festangestellte Mitarbeiter.

 27

 12.01.2005 Michels-Gruppe, Klinik und Hotelbetreiber, Bad Lausick, wegen eines Streites um die Grundsteuer? wurde einem Teil des Personals gekündigt. Angaben über die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter gibt es nicht.

?

 12.01.2005 Deponie Ihlenberg, Müllwesen,  baut, wegen Müllmangel 25 Arbeitsplätze ab.

25

 11.01.2005 BIONAS GmbH, Biotech, Rostock-Warnemünde, schon im Herbst letzten Jahres hat das Unternehmen Umstrukturierungen vorgenommen. Ergebnis: 1 von 9 Mitarbeitern verlor den Arbeitsplatz. Betriebsbedingt. Wir haben die Info erst gestern erhalten und stellen sie gerne mit in die Statistik ein.

1

 11.01.2005 Forth, Elektroanlagenbau, Barnim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 92 Mitarbeiter.

92

 11.01.2005 Lycos, Internetportal, will in Europa 200 Stellen abbauen.In Deutschland wurde 18 Mitarbeitern gekündigt.

18

 11.01.2005 Infineon, Halbleiter, will das Glasfasergeschäft nun nicht mehr verkaufen, sondern mit "signifikanten Einschnitten" Restrukturieren. Stellenabbau ist sehr wahrscheinlich. Über den Umfang gab es keine Angaben. Wir schätzen einfach mal: 200

geschätzt 200

 11.01.2005 Nokia, Handy-Hersteller, will in Deutschland Stellen abbauen. Betroffen sind Forschung und Entwicklung im Bereich Multimedia.Wie viele der 3.400 Nokia-Stellen in D betroffen sein werden wurde nicht gesagt, wohl aber, dass der Stellenabbau im laufenden Jahr schrittweise umgesetzt werden soll. Wir schätzen einfach mal: 200

geschätzt 200

 10.01.2005 Siemens, Global Multi, will in München bis zu 1000 Stellen streichen. Das ist nichts Neues.

aufgewärmt

 07.01.2005 Gewa, Stahlbau, Schameder, das Insolvenzverfahren wurde eröffnet. Betroffen sind rund 70 Mitarbeiter.

70

 07.01.2005 Tanzschule Wendt, Rellingen, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind vier Tanzlehrer und 2 Auszubildende.

 6

 07.01.2005 Rethmann, Müllwesen, hat in Gifhorn zwölf Mitarbeiter entlassen, den Job macht nun das Unternehmen Alba aus Berlin. 2 Rethmänner wurden von Alba übernommen. 10 Jobs sind futsch.

10

 07.01.2005 Alpen, Bauunternehmen, Neustadt/Holstein, 50 Mitarbeiter mussten gehen, die Löhne der verbliebenen 400 Mitarbeiter werden um bis zu zehn Prozent gekürzt. Auf drei Jahre, ohne Arbeitsplatzgarantie.

50

 07.01.2005 Renolit Haus Bau, Fertighäuser, Worms, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind rund 50 Mitarbeiter.

50

 07.01.2005 Arbeitsagentur Offenburg, Ehemals Arbeitsamt, die Agenturen Achern und Oberkirch werden zusammengelegt, die Kindergeldabteilung wird ausgegliedert, in Freiburg soll ein Call-Center gegründet werden. Mit diesen Restrukturierungsmaßnahmen sollen 50 Vollzeitstellen abgebaut werden. Treffen wird es einige Mitarbeiter mehr, weil z.T. Teilzeitkräfte eingesetzt sind.

50

 07.01.2005

Hewlett-Packard, Computer, US-Konzern, will in Deutschland bis zu 350 Stellen streichen. Die Auflösung der HP-Niederlassung in Köln mit rund 160 Beschäftigten ist angeblich schon fest beschlossen.

Nach der Verschmelzung mit Compaq war HP in Deutschland mit erheblichem Stellenabbau auf rund 7.200 Jobs geschrumpft. Nun gibt HP an, die Mitarbeiterzahl sei durch die Übernahme von Triaton und diverse Outsourcing Verträge auf fast 10.000 gewachsen. Das klingt gut. Doch als Triaton übernommen wurde (war vorher IT-Tochter von Thyssen Krupp) war das mit erhbelichem Stellenabbau bei Triaton verbunden. Auch die outsourcenden Unternehmen, die nun von HP betreut werden, haben sich eigenen Personals entledigt. So ist HP zwar gewachsen, hat dabei aber keine neuen Arbeitsplätze geschaffen.

 350

05.01.2005  Wegert, Fotokette, Berlin, wird wahrscheinlich 51 von 83 Filialen schließen. Die Geschäftslräume wurden Dienstag früh geschlossen und ausgeräumt. 187 von insgesamt 250 Arbeitsplätzen sind in akuter Gefahr.

 187

 05.01.2005 Bücherwurm, Buchhändler, Regensburg, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der Stellen wurde nicht genannt, wir schätzen, dass im Haupgeschäft und den fünf Filialen mindestens 10 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 10

 05.01.2005 GSOAG, Software, Neukirchen-Vluyn, hat Insolvenz beantragt, ebenso die Tochter Systemhaus GmbH, Limburg, betroffen sind insgesamt rund 80 Mitarbeiter.

80

 05.01.2005 Keßner& Arzberger, Bauunternehmen, Meißen, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind18 Mitarbeiter.

 18

 05.01.2005 Parkhotel Rosarium, Uetersen, hat Insolvenz beantragt, die Zahl der Mitarbeiter wurde nicht angegeben, wir schätzen für das Vier-Sterne-Golf- und Tagungshotel eine Belegschaft von mindestens 20 Mitarbeitern.

geschätzt 20

 05.01.2005 DLM-Dienstleistungs GmbH, Münchberg, so heißt das Unternehmen, dass in der Hettlage Gruppe als Logistikzentrum errichtet worden war. Nun ist Hettlage pleite und die DLM  steht vor dem Nichts. Die letzten 44 von einst 160 Mitarbeitern werden wohl mit dem Ende des Hettlage Geschäftsbetriebes zum 30.6.05 ebenfalls ihren Job verlieren.

44

 05.01.2005 Deitermann, bauchemische Produkte, Datteln,  25% Kurzarbeit seit Januar, 40 Entlassungen sind angekündigt.

40

 05.01.2005 Erzbistum Paderborn, Seelenheil, katholisch, nun werden auch die Putzfrauen weggespart. Alle an katholischen Schulen und Bildungshäusern beschäftigten Reinigungskräfte erhalten die Kündigung. Stattdessen sollen fremde Reinigungskolonnen ran. Die bieten billiger an.
Vorsichtshalber war dem Verkünder dieser Nachricht nicht bekannt, wie viele Menschen betroffen sein werden. Die genaue Zahl kenne nur die Hauptabteilung Schule und Erziehung des Generalvikariats, dort seien die meisten Mitarbeiter aber noch in Urlaub. Gut, solche Begründungen zu haben, wenn man keine Zahlen nennen will.

?

 04.01.2005  Eine gute Nachricht:
Unsere zuletzt erreichte Statistik-Summe von 2.366.154 vernichteten Arbeitsplätzen, war um 28.000 zu hoch. Ursache: Wir sind auf eine aufgewärmte Nachricht aus dem Handwerk hereingefallen. 178.000 statt 150.000 vernichtete Arbeitsplätze im Handwerk im Jahre 2004 - das haben wir am 21.12.2004 gemeldet. Übersehen haben wir dabei, dass wir exakt diese Differenz bereits am 3. November erfasst hatten. Wir haben nun die Meldung vom 21.12. als ungültig gekennzeichnet und die Gesamtsumme auf 2.338.154 nach unten korrigiert.

 Korrektur
(-28.000)

 04.01.2005

Eine weniger, aber immer noch gute Nachricht:
Der Stellenabbau, soweit wir ihn in dieser Statistik erfassen können, ist in 2004 gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert geblieben.

Jahr 
Zahl der abgebauten Stellen

 Veränderung

 2003

836.262 

 

2004 

835.688

- 0,12 % 

Dass andere Statistiker melden, dass gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen angestiegen ist und wieder andere, dass sich nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen, sondern gleichzeitig auch die Zahl der Arbeitslosen erhöht hat, stellt keinen Widerspruch dar, sondern ist lediglich ein Hinweis auf die Wanderungsbewegungen zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Die Zahl der Selbständigen ist von 4, 16 Millionen um rund 140.000 auf 4,3 Millionen gestiegen. Das waren ganz überwiegend frisch gegründete und von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Ich-AGs.
Dadurch ist die Zahl der Erwerbstätigen (darin sind abhängig Beschäftigte und Selbständige enthalten) um 128.000 auf 38,4 Millionen gestiegen.

Dass die Zahl der abhängig Beschäftigten annähernd gleich geblieben ist, kommt daher, dass hier nur die Zahl der Beschäftigten, nicht das Ausmaß ihrer Beschäftigung gezählt wird. Die immer noch anhaltende Umwandlung von Vollzeitstellen in Teilzeitjobs und die forcierte Einrichtung sogenannter Mini-Jobs halten die schöne Zahl der Beschäftigten stabil, während die Zahl der Vollzeitstellen sinkt.

Außerdem vollzieht sich daneben ein steter Generationenwechsel. Ältere steigen aus Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Richtung Rente aus, Jüngere drängen aus der Schule in das Erwerbsleben nach. Die Wahlversprechen von 1998 und 2002, mit denen die schnelle Reduzierung der Arbeitslosigkeit angekündigt wurde, beruhten auf dem Kalkül, dass aufgrund der Altersstruktur mehr Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden, als nachrücken, dass also bei gleichbleibender Beschäftigung die Arbeitslosigkeit zwangsläufig sinken müsse. Dies ist, wir wissen es, so nicht eingetreten, weil die Zahl der vernichteten Arbeitsplätze schneller wuchs, als die Differenz zwischen Neurentnern und Berufsanfängern.

Statistiken

 04.01.2005 HVB, HypoVereinsbank, die zum Jahreswechsel verkaufte Botschaft, die HVB wolle weitere 3.000 Stellen abbauen ist eindeutig ein Recycling-Produkt. Aufgewärmt.

aufgewärmt

 04.01.2005 ThyssenKrupp Marine Systems AG, Verbund aus HDW-Werft, Blohm+Voss, und Nordseewerke Emden, den Stellenabbau aufgrund der Werftenfusion haben wir bereits in der Vergangenheit berücksichtigt. Ob die jetzt in den Medien genannte Zahl von 800 Arbeitsplätzen schon in früheren Verlautbarungen enthalten war, oder nicht, kann von hier aus nicht verifiziert werden. Wir glauben, es handelt sich um eine aufgewärmte Nachricht.

aufgewärmt

 03.01.2005 Kessler, Sektkellerei, Esslingen , hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 35 Mitarbeiter.

35

 03.01.2005 Taskarena AG, Systemhaus-Gruppe, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 145 Mitarbeiter an fünf Standorten (Unna, Bonn, Berlin, Dresden und München)

145

 03.01.2005 Hotel Engelsbach, Engelsbach, hat Insolvenz beantragt, den 9 Angestellten ist gekündigt worden.

9

 03.01.2005 Gut Luisenhof GmbH, Pflegeheimbetreiber, hat für die 100-Betten-Einrichtung in Bimöhlen Insolvenz beantragt, doch auch in der Schwestereinrichtung in Schmalensee scheint es ganz erheblich an Liquidität zu mangeln. Da genaue Zahlen nicht übermitteln wurden, schätzen wir, dass insgesamt rund 50 Arbeitsplätze betroffen sind.

 geschätzt 50

 03.01.2005 Nordmilch,Milchverarbeiter, hat das für 2004 geplante Kostensenkungsziel mit 30 Millionen Euro um zehn Millionen Euro übertroffen. 2005 sollen 65 Millionen Euro und von 2007 an jährlich rund 100 Millionen Euro gespart werden. Wer wird die gesparten Millionen wohl einschieben? Zumal inzwischen das Personalabbauziel noch höher gesteckt wurde. Bis 2007 sollen rund 1600 von ehemals 4200 Arbeitsplätzen abgebaut werden.Im November 2003 sollten noch 1.500 von 4.400 abgebaut werden. Ziel ist also nicht mehr ein Personalstand von 2.900 sondern nur noch 2.600. Wir haben weitere 300 Nordmilchstellen in die Statistik aufzunehmen.

 300

 03.01.2005 Minol-Tankstelle, Berlin-Marzahn, ist zum Jahresende geschlossen worden. Es war die letzte Minol Tankstelle in Berling. Pächter, fünf Mitarbeiter und der Azubi erhhielten die Kündigung. Das sind, wenn wir einmal großzügig darüber hinwegsehen, dass zwischen Tankstellenpächter und Scheinselbständigkeit für den Laien oft kein Unterschied zu erkennen ist, 6 verlorene Jobs.

6

 03.01.2005 Krankenhaus Lichtenstein, 14 Mitarbeiter erhielten vom neuen Eigentümer die Kündigung. Lapidare Erklärung: „Wir müssen umorganisieren, die Kündigungen sind notwendig.“

14

 03.01.2005 Einzelhandels- und Dienstleistungsverbands Rhein-Wupper, Düsseldorf, acht Mitrarbeiter des Verbandes erhielten ihre Kündigungen. Begründung: eine "dramatische Entwicklung" bei den Mitgliedern, deren Zahl durch Geschäftsaufgaben und Insolvenzen immer weiter schrumpft. Alleine im letzten Jahr sank die Zahl von 1700 auf 1600.

8

 03.01.2005 Evangelische Landeskirche Bayern, spart weiter. In 2005 sollen betriebsbedingte Kündigungen noch vermieden werden können, doch - so droht der Landesbischof Johannes Friedrich - falls bis 2006 nicht genügend Mitarbeiter freiwillig mit Abfindungen oder Vorruhestandsregelungen gehen, seien Entlassungen zu befürchten.
Wie viele "genügend" sind, ist uns nicht bekannt geworden. Wir werden dran bleiben.

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 03.01.2005 Milchstraße, Verlagsgruppe, vom Burda-Verlag nach Auffassung des Gründers, Dirk Manthey, feindlich übernommen, wird, so erwartet Manthey, nun zerschlagen. Wir halten Mantheys Argumente und Befürchtungen für gerechtfertigt und vermelden den absehbaren Abbau von 430 Mitarbeitern.

430

 03.01.2005 Reckziegel, Formenbau, Kaufbeuren, Ende Mai soll das Werk geschlossen werden, die 42 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten.

42

 03.01.2005 Neue Torde, Möbelfabrik, Wilhelmshaven, wie wir erst jetzt erfahren, hat die Geschäftsleitung bereits im Oktober 04 die Schließung des Werks zum Jahresende beschlossen. 117 Arbeitsplätze sind verloren.

 117

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235