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Impressum


Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.11.2004 bis 31.12.2004

Archiv für November und Dezember 2004

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Teilnahmeinformationen zum Autorenwettbewerb

95.013

 22.12.2004 Weihnachtsgrüße von der Telekom,

Anfang Oktober 2002 fasste die Telekom den Beschluss, bis 2005 im Festnetzbereich 29.500 Stellen abzubauen, davon 14.000 bereits in 2003. Eine Woche später, immer noch Anfang Oktober 2002, wurde die Gesamtzahl auf 55.00 erhöht, 40.000 davon sollten in Deutschland entfallen.

Die jüngste Meldung besagt nun, auch in den Jahren 2006 und 2007 wolle die Deutsche Telekom Stellen abbauen, insgesamt 20.000.


Der Versuch, sich darüber klar zu werden, ob diese 20.000 Jobs nun als Teil jener altbekannten 40.000 Stellen angesehen werden müssen, oder ob es sich um neue, zusätzliche Abbaupläne, oder einen Mix daraus handelt, erfordert die Betrachtung der Telekom eigenen PSA-Tochter Vivento. Dorthin hatte die Post bis Ende September 2004 bereits 30.000 Mitarbeiter abgeschoben, sind also bereits entsorgt. Nichts spricht dagegen, dass die Post auch in 2005 ihr Bemühen, jährlich um 10.000 Mitarbeiter zu schrumpfen, fortsetzen wird.

Die für 2006 und 2007 angekündigte Arbeitsplatzvernichtung ist also neu.

 20.000

 22.12.2004 Was wirklich abgeht und in dieser Statistik, mangels ausreichenden Medienechos sonst nicht angekommen wäre, hat ein Reutlinger Bürger (vielen Dank!) summarisch gemeldet:

Hier in Reutlingen und Umgebung sind momentan folgende Firmen von großem Arbeitsplatzabbau betroffen:
Fa. Schreyer in Metzingen (Insolvenz) 300 Arbeitsplätze
Fa. Vita Gemüse (Bonduelle) 75 Arbeitsplätze
Fa. Rieber GmbH&Co. 120 Arbeitsplätze
Fa. ekz Reutlingen 40 Arbeitsplätze
Fa. Still Wagner Mittelstadt ca. 250 Arbeitsplätze
Fa. Siedler Tübingen 77 Arbeitsplätze
finanziert wird dieser Abbau meist mit Verzichten aus der Belegschaft.

 862

Fröhliche, besinnliche, friedliche Weihnachten! 2004 geht zu Ende, Zeit, sich zwischen den Jahren Gedanken zu machen, wie es weitergehen wird, weitergehen kann und weitergehen soll.

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und lesen Sie die

2005 - Glaube, Hoffnung, Liebe? - Gedanken zum Jahreswechsel
Ein gesundes, glückliches, erfolgreiches Neues Jahr!
 21.12.2004 Möck, Abgas- und Abwasserröhren, Tübingen, stellt den Betrieb ein. Die von uns statistisch nicht erfasste Insolvenz (vor Beginn unserer Aufzeichnungen, im Februar 2002) findet nun ihr Ende. Die verbliebenen 106 Mitarbeiter können jetzt nicht einmal mehr in die Röhre schauen.

106

 21.12.2004 Venturion AG, Versicherungsvermittler, hat bereits am 2. November 2004 Insolvenz angemeldet. 290 festangestellte und 830 freiberufliche Mitarbeiter sind betroffen. Wir zählen alle.

1.120

 21.12.2004 GBH, Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Herne, 25 der insgesamt 52 Stellen werden gestrichen.

25

 21.12.2004

Handwerk,
am 29.10. übernahmen wir die vorläufige Abschätzung des Zentralverbandes des deutschen Handwerks für 2004. Dort (siehe Link) haben wir unsere Handwerkszählung auch ausführlich erläutert und begründet.

Das ist knapp zwei Monate her. Damals stand die Marke auf 150.000. Heute heißt es, das Handwerk hätte in 2004 178.000 Arbeitsplätze abgebaut. Wir haben also 28.000 Jobs nachzumelden.

 Fehler unsererseits.
Das hatten wir schon am 3.11.04
Die Gesamtsumme wurde am 4.1.05 korrigiert

21.12.2004 Munte-Bau, Braunschweig, steht vor der Insolvenz. Meinungsverschiedenheiten zwischen Eigentümer und Geschäftsführern, vages Taktieren der Banken, da wird auch der Gehaltsverzicht der Mitarbeiter nicht mehr helfen. Der Verlust der 320 Jobs ist absehbar.

320

 21.12.2004 Fraunhofer-Gesellschaft, Birlinghoven, über 100 Arbeitsplätzen werden einer geplanten Umstrukturierung zum Opfer fallen, fürchtet die Belegschaft seit der letzten Betriebsversammlung.

100

 21.12.2004 Die "offizielle" Prognose für 2005

Die BILD-Zeitung berichtet auf Basis einer Umfrage bei den Branchenverbänden, dass im kommenden Jahr bundesweit und unter dem Strich rund 130.000 Stellen gestrichen werden.
Anmerkung:
Das hat die Deutschland AG in den letzten beiden Jahren locker in sechs Wochen geschafft.
Stellenabbau 2005
"offizielle" Prognose
 18.12.2004 Retour, Recyclingfirma, Bad Mergentheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 7 Mitarbeiter.

7

 18.12.2004 Kur- und Klinikverwaltung Rappenau, mindestens 37 Stellen fallen weg, 20 davon durch Kündigungen.

37

 18.12.2004 EDAG, Entwicklungsdienstleister Autobau, wird im kommenden Jahr deutschlandweit rund 140 von 4200 Stellen abbauen.

140

 17.12.2004 Hohenloher Krankenhaus GmbH, stagnierende und sinkende Erlöse sollen durch den Abbau von 30 Vollzeitstellen im Klinikbereich kompensiert werden.

30

 17.12.2004 Sanofi-Aventis, Pharma-Fusions-Geschöpf, der Vorstandschef von Sanofi-Aventis, meint, er könne keine Garantien für die Arbeitsplätze von Sanofi-Aventis in Deutschland geben, wenn sich die Gesundheitspolitik nicht ändere.
Noch im April hatte Sanofi-Aventis in Verhandlungen mit dem Betriebsrat für Aventis-Mitarbeiter bis Ende 2007 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Wir hatten daran schon damals nicht glauben wollen und 3.000 Jobs als absehbar gefährdet gemeldet (26.4.04). Nun heißt es von der Firmenspitze, die Schließung von Fabriken und der deutschen Forschung stehe zwar derzeit nicht zur Diskussion, das Unternehmen werde aber langfristig nicht in einem Land investieren, in dem kein Geld zu verdienen sei. Sanofi-Aventis beschäftigt weltweit 100 000 Mitarbeitern, davon 10.000 in Deutschland.
da bewegt sich was...
 17.12.2004 Bäckerei Roßmann, Gebhardshagen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 130 Mitarbeiter (20 Filialen).

130

 17.12.2004 Total, Mineralöl und Raffinate, französicher Investor, baut in Deutschland rund 250 Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb ab.

250

 17.12.2004 BIR, Babcock Industrierohrleitungsbau, 110 von 430 Mitarbeitern werden entlassen.

110

 17.12.2004 PSA, Personal-Service-Agentur, Hartz-Idee, Fürstenwalde,  undurchsichtige Vorgänge hinter den Kulissen. Nach eigenen Angaben ist die PSA sehr erfolgreich (was immer das heißen mag), könnte sogar weitere Mitarbeiter beschäftigen - das Arbeitsamt (Verzeihung, die Agentur) sieht das anders und hat den Vertrag gekündigt. Die 58 Mitarbeiter der Agentur werden wohl per Ende April die Kündigung erhalten.

58

 17.12.2004 MHH, Medizinische Hochschule Hannover, 500 von 5.400 Stellen werden abgebaut, um die Kürzung der Landeszuschüsse zu verkraften.

500

 17.12.2004 Lufthansa Cargo, Spedition, 42% der Führungskräfte (300 von 800 Stellen) werden wegstrukturiert. Es heißt, die Frankfurter Zentrale sei mit hochqualifizierten Akademikern aufgebläht, die viel Geld kosten, aber nicht wirklich zu gerbrauchen sind. Bei solchen Argumenten bleibt es schwer, ruhig zu bleiben. Verdammt schwer.

300

 16.12.2004 Audi, Autos aus dem VW-Konzern, Ingolstadt und anderswo, will Personalkosten senken, das war schon vor gut zwei Wochen zu lesen. Stellenabbau sei aber nicht geplant. Nun kommen deutliche Hinweise darauf, dass es doch nicht ganz ohne Druck auf die Personalzahlen geht. 400 Mitarbeiter aus dem Werk Neckarsulm sollen angeblich an Daimler Chrysler verliehen werden, weiteren 400
Abfindungsangebote gemacht worden sein. Weil immer was dran ist und weil Audi-Personalchef Neumann 19.000 Stellen im "überbetrieblichen" Bereich auf dem Prüfstand hat, die wir bisher noch ignoriert haben, nehmen wir diese 800 als erste Tranche des absehbaren Stellenabbaus bei Audi in die Zählung auf.

800

 16.12.2004 Nistac, Wunstorf-Bokeloh, hat - wie wir erst jetzt erfahren haben - bereits am 01. 09. 2004 Insolvenz angemeldet. Bis auf zwei Menschen, die noch im Werksverkauf tätig sind, ist die Firma praktisch tot. Nach einem Sanierungsversuch in 2002, der 20 Arbeitsplätze kostete, haben nun weitere 100 Mitarbeiter den Job verloren.

100

 16.12.2004 AGIV, Immobiliengesellschaf, Hamburg, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind 85 Mitarbeiter.

85

 16.12.2004 Bäderland Hamburg, schließt das Bismarckbad und die Regionalbäder Wandsbek und Bramfeld. Es trifft 30 Festangestellte.

30

 16.12.2004 Eurohypo, Geldschöpfung, wird bis zu 200 Mitarbeiter entlassen, um sich auf den Börsengang vorzubereiten.

200

 16.12.2004 Mainau, Blumeninsel im Bodensee, die Grafen Bernadotte bauen Stellen ab. 20 bis 25 Prozent der insgesamt 259 Vollzeitstellen auf der Insel sollen entfallen.

60

 16.12.2004 Gemeindeverband Hattingen-Schwelm, Seelenheil, katholisch,  das Bistum Essen (wir haben das gemeldet) plant drastische Einschnitte. Im Gemeindeverband Hattingen-Schelm wird es etwa 290 Menschen treffen. konsequente
Umsetzung
 14.12.2004 Jahnel-Kestermann, Getriebe, Bochum, 80 bis 90 Mitarbeiter müssen mit der Entlassung rechnen. Grund: Umsatzrückgang um über 20 Prozent.

90

 14.12.2004 Keiper,  Autozulieferer, Kaiserslautern, will in Deutschland 600 Stellen abbauen und dafür die Produktion in Polen ausweiten.

600

 14.12.2004 Areva Sachsenwerk GmbH, Stromanlagenbau, Dresden, der Standort Dresden wird wohl aufgegeben. 200 Stellen sind akut bedroht, wenn der französische Mutterkonzern seine Konzentrationspläne umsetzt.

200

 10.12.2004 VR-Bank Nordwestpfalz, Volksbank Kaiserslautern, Geldschöpfer fusionieren zur "Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz". Die Fusion wird ohne Kündigungen erfolgen. Wieviele Stellen sie kosten wird, war nicht zu erfahren.

?

 10.12.2004 Continental, Reifen, Hannover, als wir vor zwei Jahren erwarteten, dass Conit nach und nach den Rückzug aus Deutschland antreten würde, gab es noch 26.000 Mitarbeiter in D. Nun ist Phoenix mit mindestens 1000 Arbeitsplätzen hinzugekommen, aber statt 27.000 zählt Conti inzwischen nur noch 24.000 Mitarbeiiter. Der Abbau der nächsten Tranche von 1000 Jobs ist nun konkret beschlossen. Zielsetzung des Managements: Eine Kapitalrendite von 15 Prozent. Man gönnt sich ja sonst nichts.

konsequente Umsetzung

 09.12.2004 Milchversorgung Stade, Molkerei, der Handel mit Fremdprodukten wird immer geringer, 20 von 70 Arbeitsplätze könnten wegfallen, wenn deshalb die Logistiksparte geschlossen wird.

20

 09.12.2004 EADS Space Transportation, deutsche Raumfahrtindustrie, Bremen, aufgrund von Kürzungen im Bundeshaushalt wurde die Mitarbeiterzahl in Bremen bereits von 1100 auf 850 reduziert, weitere 100 Stellen sind akut gefährdet, in München (Ottobrunn) sollen weitere 30 Stellen gestrichen werden.

380

 09.12.2004 General Motors, Opel, die Europazentrale teilte mit, bei Opel in Deutschland sind bis zu 10.000 Stellen betroffen, europaweit 12.000. Mit einem immensen Aufgebot an Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften, Vorruhestandsregelungen, Abfindungsprogrammen sowie der Auslagerung von Unternehmensteilen sollen jährlich (bei Opel) 500 Millionen Euro eingespart werden. Schon nächstes Jahr soll diese Einsparung fast vollständig erreicht werden.
Von Gewerkschaftsseite hört man dagegen Aussagen, die so klingen, als würden nur 6.500 Jobs wegfallen. Seltsam.
Voller Erfolg für General Motors
 08.12.2004 MultiCom Services GmbH (MCS), Callcener, Berlin-Spandau, soll Ende Mai 2005 geschlossen werden. die Hälfte der Belegschaft ist bereits abgebaut. Die
Firmenleitung hat angekündigt, sich nicht um neue Auftraggeber bemühen zu wollen. Insgesamt werden 500 Arbeitsplätze verschwinden.

500

 08.12.2004 Hammer´s Jeansladen, Nagold, hat Insolvenz angemeldet. Die Filialen in Nagold, Calw und Herrenberg werden geschlossen. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 08.12.2004 Weinhaus Sonntag, Neuruppin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind fünf Mitarbeiter.

5

 08.12.2004 Siemens, weltweiter Spieler, mehr als 20.000 Siemens-Mitarbeiter in den Vertriebs-Niederlassungen in Deutschland sollen mehr arbeiten und dafür weniger Geld bekommen. Bei über 12.000 Mitarbeitern sollen Weihnachts- und Urlaubsgeld abgeschafft und die Arbeitszeit auf 35,8 Wochenstunden erhöht werden. Die rund 11.000 Beschäftigten der Siemens-Service-Gesellschaften müssen mit dem Wegfall von Fixbeträgen rechnen.

weniger Geld, mehr Arbeit

Toll, oder?

 08.12.2004 Hewlett-Packard, Computer und Zubehör, schließt den Standort Köln. 160 Mitarbeiter sind betroffen.

160

 08.12.2004 Johnson Controls, Autozulieferer, Grefrath, 190 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Bisher gab es 930 Beschäftigte.

190

 08.12.2004 Interpane, Glasveredelung, Lauenförde, baut 140 von insgesamt 1055 Stellen ab.

140

 07.12.2004 Vereinigte Deutsche Nickelwerke (VDN), Münz-Rohlinge für den Euro, das große Geschäft mit der "Währungsreform" ist gelaufen, nun stehen die VDN vor der Insolvenz. Hatten die institutionellen Anleihe-Gläubiger der VDN-Tochter Deutsche Nickel Mitte November noch erklärt, die VDN durch Forderungsverzicht um mehr als 190 Millionen Euro entlasten zu wollen, bleibt nun die Umsetzung aus, was wiederum die Banken hindert, ihrerseits die notwendigen Kredite auszureichen. Nun drohte der VDN-Aufsichtsratschef den Gläubigerbanken mit der Insolvenz, weil die VDN ihre Zahlungsunfähigkeit erklären muss, wenn nicht kurzfristig ausgezahlt wird. Das wird wohl nichts mehr.
3500 Beschäftigten droht das Aus.

3.500

 07.12.2004 Lott, Feinpappen, Achern-Oberachern hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 90 Mitarbeiter.

90

 07.12.2004 Berufsförderungswerk Schömberg, eine betrieblichen Umstrukturierung macht rund 20 Mitarbeiter überflüssig.

20

 07.12.2004 Kiekert AG, Schließsysteme für Autos, Heiligenhaus,  bis 2006 entfallen in Deutschland 300Arbeitsplätze, das Werk in Tschechien wird auch künftig erweitert.

300

 07.12.2004 Paul Hartmann AG, Hygieneartikel, Heidenheim, konzernweit entfallen 600 Stellen, davon 500 in Deutschland, am Hauptsitz Heidenheim alleine 120.

500

 07.12.2004 Lübeck, einst reiche und freie Hansestadt, will 500 Stellen in der Stadtverwaltung streichen. Man spart sich ja sonst nichts.Das Bürgerinfozentrum an der Breiten Straße wird aufgelöst, Beratungsangebote des Gesundheitsamtes werden privatisiert. Bei Schuleingangstests und Zahnuntersuchungen soll ebenso gespart werden, wie bei den Beratungsstellen für Senioren-, Migranten-, Wohnungslosen- und Schuldner. Sogar die Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit wird eingestellt. Das Feuerlöschboot soll abgeschafft werden. Naturschutz und Umweltschutz werden nur noch soweit betrieben, wie es unumgänglich ist, freiwilllige Leistungen - zum Beispiel die Betreuung von Naturerlebnisräumen oder die Arbeit am Altlastenkataster werden beendet. Forstreviere werden zusammengelegt und der Verkauf von Wäldern vorangetrieben. Das Medienzentrum wird geschlossen, der schulpsychologische Dienst und Veranstaltungen im Kulturbereich reduziert. Der Fahrradbeauftragte wird entfallen, Bauhöfe und die Straßenunterhaltung werden privatisiert, die Schließung von Spielplätzen und der Verkauf dieser Grundstücke wird ernsthaft erwogen.

Armes Deutschland!
Die Reichen sind übrigens reicher geworden, sagt der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Die obersten 10 Prozent der Haushalte besitzen jetzt 47 Prozent des gesamten Vermögens. Aber Vermögenssteuer wird nicht erhoben. Zinserträge unterliegen besonders niedrieger Pauschalbesteuerung, Spekulationsgewinne sind weitgehend steuerfrei...
Armes Deutschland!!

500

 07.12.2004 Dresdner Bank. Geldschöpfung, über ein Jahr war jetzt Ruhe bei der Dreba, nur wird der Abbau von 300 Kreditberater-Stellen bis 2006 angestrebt.

300

 03.12.2004 Debitel, Serviceprovider, Stuttgart, einer internen Umstrukturierung fallen 150 Arbeitsplätze zum Opfer. Die Kündigungen werden in der nächsten Woche ausgesprochen.

150

 03.12.2004 Handelsring, Einzelhandel, Heiligenstadt, hat Insolvenz angemeldet, bereits früher die Konsumgenossenschaft Heiligenstadt, im Konsum gibt es noch etwa 50 Mitarbeiter, wie viele es beim Handelsring sind, ist unklar. Wir schätzen insgesamt 100.

geschätzt 100

 03.12.2004 Real, Einzelhandelskette, in der Verwaltung in Alzey werden 30 Menschen ihre Arbeit verlieren. 236 dürfen weitermachen.

30

 03.12.2004 Leifheit, praktische Dinge für Haushalt und Bad, Nassau, streicht nächstes Jahr 360 Arbeitsplätze in Deutschland. Am Hauptsitz Nassau sind 60 der dortigen 500 Stellen betroffen., in Murrhardt verlieren 110 von 180 Mitarbeitern den Job, in Zuzenhausen entfallen 190 von 275 Arbeitsplätzen. Leifheit produziert dafür vermehrt in Tschechien.

 360

 03.12.2004 Bielomatik Leuze, Papierverarbeitungsmaschinen, am Standort Neuffen werden 70 Stellen abgebaut, das Werk Gomaringen, wo bisher 35 Menschen beschäftigt sind, wird geschlossen.

105

 03.12.2004 Ahrweiler, regionaler Stellenschwund als "Sammelmeldung" in der Kölnischen Rundschau gefunden:
Regierungsbunker ...........................200 Stellen
Apollinaris .........................................100 Stellen (die hatten wir schon)
Aktiengesellschaft Bad Neuenahr ..80 Stellen
Morgan Rekofa ................................ 100 Stellen

380

 03.12.2004 BAT, Zigaretten, Düsseldorf und Ratingen, 361 Jobs in Bayreuth, das war nicht das Ende der Fahnenstange nun werden die Standorte Düsseldort und Ratingen geschlossen, was den Abbau weiterer 122 Arbeitsplätze bedeutet. Insgesamt beschäftigt BAT in Deutschland dann noch 1.400 Menschen - vor einem Jahr waren es noch 2.000.

122

 03.12.2004 Bayer AG, Chemie, 2002 wollte Bayer bis 2005/2006 13.000 Stellen abbauen. Im November 2003 hieß es: Wir bauen 1000 Stellen weniger ab als geplant, 14.000, statt 15.000. Nun, wieder ein Jahr später streicht Bayer "mickrige" 550 Stellen im Arzneimittelgeschäft, 440 in Wuppertal, 110 in den USA. Auch das halten wir für eine die allgemeine Stimmung fördernde, aufgewärmte Nachricht und melden nichts.

aufgewärmt

 02.12.2004 Bitter-Druck, Druckerei, Hillerheide, die Gewerkschaft will schnellstmöglich ein Insolvenzverfahren, um die Ansprüche der Mitarbeiter zu retten. 115 Mitarbeiter sind betroffen.

115

 02.12.2004 VetRad, Tierdiagnosezentrum, Castrop-Rauxel, hat Insolvenz beantragt. Auf der Strecke bleiben ein Kernspin- (CT) und Computertomograph (MT), eine digitale Röntgenanlage sowie ein Ultraschall/Farbdoppler. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter wurde nicht genannt, wir schätzen: 8

geschätzt 8

 02.12.2004 P.A. Life Möbelvertrieb GmbH, Möbelhaus, St. Augustin, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 30 Mitarbeiter.

30

 02.12.2004 Handwerkskammer, Hamburg, "Bündnis Personal und Innovation" heißt das Programm, das am Ende den Abbau von zwölf Stellen bewirkt.

12

 02.12.2004 Schoeller, Spinnerei, Eitorf, 110 von 150 Mitarbeitern verlieren ihren Job durch die Schließung der Färberei in Eitorf. Grund: Das Unternehmen müsste sich an der Erweiterung der Kläranlage beteiligen. Was für jeden Eigenheimbesitzer selbstverständlich ist, führt bei Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht mehr bewusst sind, zur Betriebsschließung.

110

 02.12.2004 "Vereinigung der Hamburger Kindertagesstätten", städtischer Kita-Träger Hamburg, Etatkürzung erfordert  Entlassungen. Rund Arbeitsplätze stehen alleine bei diesem Verein auf der Streichliste. Da wird also in der Gegenwart an der Ausbildung und Betreuung der Kindern gespart, damit sie es in der Zukunft besser haben, oder wie, oder was?

800

 02.12.2004 Takata-Petri,  Autozulieferer, Aschaffenburg, 371 Stellen von derzeit knapp 2000 Stellen werden abgebaut. Die Produktion von Lenkrädern geht nach Rumänien. Takata sitzt übrigens als Global-Player in Tokio und beschäftigt weltweit 29.000 Menschen.

371

 02.12.2004 Alcatel, Elektronik, Frankreich, baut in 2005 per Saldo 550 Stellen in Deutschland ab. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland reduziert sich von 5300 auf 4750.
Bereits vor einem Jahr hatte Alcatel den Abbau von 1180 deutschen Stellen angekündigt und in den beiden Jahren vorher über 3.000 Jobs in Deutschland abgebaut.

550

 02.12.2004

Bombardier, Bahntechnik, div. Standorte, auch Henningsdorf
Ein Deja-vù-Erlebnis?

Strich Bombardier nicht vor genau einem Jahr rund 500 Stellen in Henningsdorf? Und hat Bombardier nicht schon vor zwei Jahren 500 Stellen in Henningsdorf gestrichen? Wie viele Stellen sind denn da überhaupt noch?

Nun, wir haben bis heute folgenden Stellenabbau bei Bombardier erfasst:
11.10.02 Henningsdorf, Loks und Triebwagen ..................450
11.10.02 Andere dt. Standorte .........................................550
11.09.03 Halle Ammendorf ..............................................350
17.03.04 Halle Ammendorf, Auflösung .............................510
18.03.04 Andere dt. Standorte .........................................190
19.07.04 Güterwaggonfertigung Niesky ............................100

Die Meldung von heute: Bombardier streicht 515 Stellen von 1990 Stellen in der Zugfertigung in Hennigsdorf. Die ebenfalls in Henningsdorf ansässige Sparte Antriebe mit rund 400 Beschäftigten bleibt verschont.

Die Meldung geht aber weiter. Insgesamt will Bombardier in dieser Runde in Deutschland nämlich 900 Arbeitsplätze abbauen, die übrigen betroffenen Standorte sind Mannheim, Kassel und Niesky.

Wir nehmen die 515 Henningsdorfer als zusätzlichen, neuerlichen Stellenabbau an, bleiben von den 900 noch 385 übrig, davon haben wir 100 Niesky bereits im Juli und 190 an anderen Standorten bereits im März 04 gemeldet, bleiben also immer noch 95, so dass heute insgesamt 610 verlorene Jobs bei Bombardier zu vermelden sind.

610

 01.12.2004 Thomas Binder, Autoverleih, Würselen, diese Meldung hat der Chef persönlich bei uns abgegeben. Per 8.11. mussten 25 Arbeitsplätze abgebaut werden. Als Ursache kann Basel II angenommen werden.

25

 01.12.2004 Magdeburg, Kommune, das Orchester des Theaters wird um 8 Musiker leiser. Außerdem kommt es zu Entlassungen im technischen Bereich. Wie viele - wurde nicht gesagt.

8

 01.12.2004 Möller Stahlbau, Bünde, hat Insolvenz beantragt,  betroffen sind 70 Mitarbeiter.

70

 01.12.2004 Hettlage und Fischer, Bekleidungshaus, Recklinghausen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 230 Mitarbeiter in Buer, Recklinghausen, Herne, Castrop-Rauxel und Coesfeld.

230

 01.12.2004 Zauberwald, Pferde-Zirkus, hat Insolvenz beantragt. Der Betrieb ist eingestellt, die laufende Tournee wurde abgebrochen. Betroffen sind 100 Mitarbeiter.

100

 01.12.2004 Fahrion, Bauunternehmen, Stuttgart-Feuerbach, 90 von 240 Mitarbeiter erhalten den blauen Brief.

90

 01.12.2004 Roplasto, Fensterprofile, Bergisch Gladbach, Restrukturierung, Personalkostensenkung, Stellenabbau. Hier geht es um 62 von 143 Jobs. Starke Quote. In Breslau gibt es seit kurzem ein Zweigwerk, in Tschechien eine Teilfertigung. Gemanagt wird Roplasto in Luxemburg - wo sich internationale Investoren über die Gewinne der Mutter-Holding "Solution für International Commerce SA" freuen.

Die zeigen uns, wie mans macht, die ausländischen Investoren. Von denen können wir gar nicht genug ins Land holen, Kapital-Multi-Kulti kennt keine Integrationsprobleme, keine Sprachprüfung und vor allem keinerlei Patriotismus.

62

 01.12.2003 Atradius,  Kreditversicherer, Köln, der früher bei Gerling angesiedelte Kreditversicherer baut weltweit 600 Stellen ab. 160 davon in Deutschland, alleine 120 in Köln.

160

 01.12.2004 BAT, Zigaretten, Bayreuth, vor ein paar Tagen hieß es noch 200 - 300 (wir meldeten 300), nun sind es beschlossene 361 Jobs, die BAT Bayreuth aufgibt. Wir melden 61 nach.

61

 01.12.2004 Phoenix, Autozulieferer, Hamburg, vor einem halben Jahr, als bekannt wurde, dass Phönix von Conti übernommen werden würde, haben wir den Abbau von 500 Stellen vorhergesagt. Nun gab es die "Krisensitzung". Die Schließung des Standorts Hamburg erscheint möglich, der Betriebsrat rechnet mit dem Verlust von 1000 Stellen, der Vorstand ist, nach derzeitigem, aber noch nicht abschließendem Stand erst bei 700 angekommen. Wir melden erst einmal 200 nach.

 200

 29.11.2004 RCL Colorlabor GmbH, Fotolabore, Nürnberg - Berlin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 250 Mitarbeiter.

250

 29.11.2004 Deutsche Telekom, Bayer, Die Bahn,
was derzeit in den Nachrichten aufgekocht wird, ist nur die Umsetzung altbekannter, über viele Jahre laufender Planungen

aufgewärmt

 29.11.2004 RAG, Steinkohle, Saarbergbau, wer nicht beim nationalen Standort-Dumping-Wettlauf mit macht, den bestraft die Wirtschaft. Die RAG will im Saarland - über den bisher geplanten, massiven Stellenabbau hinaus, weitere 380 Jobs und 400 Ausbildungsplätze zu vernichten.
Nur mal eben so, zur Strafe, weil das Saarland die geforderten 100 Millionen Euro für die nationale Kohlebeihilfe nicht aufbringen kann. Als ob davon etwas besser würde...

780

 26.11.2004 Völkel, Autohaus, Rehau, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.

15

 26.11.2004 Dörken, Folien, Farben, Korrosions-Schutz, Herdecke, weniger Weihnachtsgeld und andere Maßnahmen zur Kostensenkung sollen dafür sorgen, dass sich die Ertragslage des Unternehmens samt seiner Töchter verbessert. 650 Mitarbeiter gibt es, für zehn Prozent wurde die Möglichkeit der betriebsbedingten Kündigung ins Auge gefasst.

65

 26.11.2004 Axima, Kühlgeräte, Lindau, es wird nur noch entwickelt, bauen sollen amdere, am besten entlassene Mitarbeiter, die sich selbständig machen und als Zulieferer auftreten. Wie viele der 320 Mitarbeiter des Lindauer Werkes betroffen sein werden, wird noch nicht gesagt. Unsere Schätzung: 250

geschätzt 250

 26.11.2004 Viva, Musiksender, Köln, beim Umzug von Köln nach Berlin wird der US-Medienkonzern Viacom (Paramount, MTV), dem Viva gehört, etwa 270 von 292 Mitarbeitern verlieren.

270

 26.11.2004 Henkel, Konsumgüter, will bis 2006 weltweit etwa 3000 der derzeit rund 50.800 Stellen abbauen. Nach Expertenmeinung werden in Deutschland davon weniger als 500 Stellen betroffen sein.

 499

 25.11.2004 lügro, "Immobilienimperium", ist insolvent, die Eigner inzwischen in der Schweiz, das Unternehmen beschäftigte zuletzt 13 Mitarbeiter.

13

 25.11.2004 Schäferhaus GmbH, Pflegedienstleister, Flensburg und Umgebung, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 71 Mitarbeiter.

71

 25.11.2004 Frankfurter Rundschau, Blatt, ein bisschen was geht immer noch. Nach der spektakulären Abmagerungskur von über 1.300 Mitarbeitern auf nur noch 750 soll es kurz vor Jahresende noch zur Kündigung von bis zu 8 Redakteuren in Außenbüros kommen, die - wie putzig-hartzig - durch einen Pool von Volontären mit Zeitarbeitsverträgen ersetzt werden sollen.

Wie man billig Zeitung macht.

 25.11.2004 BAT, Tabakwaren, wird die Produktion in Bayreuth um 200 bis 300 Mitarbeiter abschmelzen (derzeit gibt es dort rund 1000 Jobs). Dies ist eindeutig eine zusätzliche Maßnahme zu den am 26.4. gemeldeten 125 von den insgesamt 1.800 Jobs in D.
Ziel sind also unter dem Strich jetzt 1.375 Mitarbeiter.

300

 24.11.2004 GEWA, Stahl- und Blechverarbeitung, Schameder, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 70 Mitarbeiter.

70

 24.11.2004 Activest, Investment-Fonds, 25 von 80 Fondsmanagern erhielten die Kündigung.

25

 24.11.2004 LBBW, Landesbank Baden-Württemberg, der Abbau von weiteren 300 Mitarbeitern ist kalter Kaffee - wurde von uns bereits in 2003 gemeldet.

nichts Neues

 24.11.2004 Lanxess, Chemie (Ex-Bayer), Leverkusen, Dormagen, mehr als 150 der 1.500 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

151

 24.11.2004

BASF, Großchemie, Ludwigshafen,

Verwirrspiel mit Zahlen
Die BASF gehört zu den Unternehmen, deren Beschäftigtenzahlen und Personalpläne nur schwer zu durchschauen sind. Die jüngste Meldung, die BASF wolle weitere 3600 Stellen abbauen, war für uns Anlass, unsere bisherigen Meldungen zu konsolidieren und vor allem nach einer eindeutigen Ausgangsbasis zu suchen.
Nach eigenen Veröffentlichungen lag der Personalstand der BASF in Deutschland Ende 2003 bei 48.997 Mitarbeitern. Die Veränderung zum Vorjahr wird dort mit minus 2,6 Prozent angegeben, so dass es Ende 2002 - zu Beginn unserer Statistik - rund 50.300 BASF Mitarbeiter in Deutschland gegeben haben muss.

Nun soll die Zahl der Mitarbeiter in den kommenden drei Jahren um 3600 auf etwa 32 000 reduziert werden. Allerdings: Das Werk in Ludwigshafen, um das es geht, hatte per Ende September 39.102 Beschäftigte, davon 35.604 von der BASF-Mutter, 3.528 von Tochter- und Fremdfirmen.

Je nachdem, wie man diese 3.528 berücksichtigt, beläuft sich der gesamte Personalabbau seit Ende 2002 bis Ende 2007 auf entweder 18.300 oder 14.772 - wie immer glauben wir, dass die Wahrheit eher in der Mitte liegt und legen uns auf 16.536 fest.

Unsere bisherigen Meldungen (2.600+1.600+287+3600) summieren sich auf 8.087,
es bleibt eine Differenz von 8.449 - und die melden wir heute.

8.449

 23.11.2004 StarragHeckert, Werkzeugmaschinen, in der Schweiz werden etwa 80, in Chemnitz etwa 40 Stellen abgebaut.

40

 23.11.2004 Preussag Immobilien GmbH (PSI), Tui-Konzern, PSI verwaltet noch 13 500 ehemalige PSI-Wohnungen im Stadtgebiet Salzgitter, die vor zwei Jahren an die Deutsche Anlagen-Leasing verkauft wurden und von von der DAL an das Investment-Unternehmen Babcock & Brown weiterverkauft werden, das bereits 6000 ehemalige PSI-Wohnungen in Kiel übernommen hat. Damit droht die Streichung von 120 Arbeitsplätzen bei der PSI.

120

23.11.2004 Deutsche Bank, Geldschöpfung, Ende Oktober war die Rede von 2.000 Stellen im Investmentbanking, nun wird von weiterem Arbeitsplatzabbau in der Größenordnung von 3.000 Stellen gesprochen. Vor allem in Stabsstellen sollen Überkapazitäten festgestellt worden sein. Betroffen sind also voraussichtlich das Kredit-Risikomanagement, die Rechts-, Personal-, und IT-Abteilungen. Die Deutsche Bank hat die deutsche Belegschaft seit Ende 2001 von 41.191 Mitarbeitern (48 Prozent der Gesamtbelegschaft) auf 27.330 Mitarbeiter Ende September (41 Prozent der Belegschaft) reduziert. Dies geschah weitgehend über Verkäufe von Randgeschäften, Outsourcing und Aufhebungsverträge. Betriebsbedingte Kündigungen gehörten bisher nicht dazu.
Nun hat sich Ackermann zum Ziel gesetzt, die Eigenkapitalrendite der Bank im nächsten Jahr auf 25 Prozent vor Steuern zu steigern. Dazu sind weitere erhebliche Kostensenkungen erforderlich.
Weil die 2000 Investmentbanker wohl überwiegend im Ausland wegfallen werden, bleibt uns per Saldo die Notwendigkeit, 1.000 Bankerjobs nachzumelden, die vernichtet werden müssen, damit sich das Eigenkapital der Deutschen Bank künftig mit 25 Prozent verzinst.

1.000

So werden aus
Drohungen
Fakten
Opel, Transportvehikel, erwägt nun die Auslagerung von Stellen

die 'Stiefmutter' General Motors (GM) denkt daran, 6.000 Stellen.durch Outsourcing abzubauen. Das soll die Teilefertigung in Kaiserslautern sowie je rund 3.000 Jobs in Bochum und Rüsselsheim treffen. Insgesamt geht GM weiterhin davon aus, dass in good old germany 10.000 Stellen abgebaut werden müssen.

Opel
aktuelle
Pläne

 20.11.2004 Metallindustriewerk Staaken GmbH,  Berlin, hat Insolvenz beantragt, Betroffen sind 140 Arbeitsplätze.

140

 20.11.2004 Kettschau, Spielwaren - Kindermoden, Korbach, schließt den Laden zuim Jahresende mit einem Räumungsverkauf. 12 Arbeitsplätze gehen verloren.

12

 20.11.2004

Hintergrund

Die EU, die sich immer in erster Linie als Arbeitsgemeinschaft der europäischen Wirtschaft verstanden hat, mutiert mehr und mehr zur Interessenvertretung internationaler Konzerne, sog. Global Player.


Mit einer längst geplanten und neuerlich verschärften Richtlinie zum Wettbewerb in den Häfen sollen Schiffsbesatzungen künftig ihre Schiffe selbst abfertigen, Lotsendienste sollen privatisiert werden und den Staat mit seiner Infrastruktur ausschalten. Spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie müssen alle Hafendienstleistungen neu ausgeschrieben werden.

Interessiert daran sind insbesondere große internationale Konzerne, besonders aus Singapur und Hongkong, die das Hafengeschäft unter ihre Kontrolle bringen wollen.

In Deutschland könnte das den Verlust von rund 10 000 Arbeitsplätzen in deutschen Häfen bedeuten.

Mehr zur EU, insbesondere über die glücklicherweise noch nicht ratifzierte Europäische Verfassung finden Sie hier.

Die EU --

nützt wem?
 20.11.2004 Lion Bioscience, Bioinformatik, Heidelberg, die Geschäftsbereiche Bioinformatik und Chemieinformatik sollen in den USA und Großbritannien konzentriert werden. In Heidelberg soll nur noch verwaltet werden. Die Zahl der Mitarbeiter soll durch diese Maßnahmen von 142 auf 50 bis 70 sinken.

82

 20.11.2004 May-Logistik, Transport- und Lagerdienstleistungen, 23 von 67 Arbeitsplätzen werden abgebaut.

23

 20.11.2004 Weru, Fenster und Türen, Rudersberg, baut 130 Stellen ab

130

 20.11.2004 Allianz Sach-Gruppe, Sachversicherer, München, weniger Schäden, weniger Mitarbeiter. Noch beschäftigt der Sachversicherer über 32 000 Mitarbeiter, davon allerdings nur 10 000 im Innendienst. Mit der Schließung der Büros in Aachen, Chemnitz, Dortmund, Düsseldorf, Hannover, Regensburg, Rosenheim und Rostock entfallen 525 Stellen.

525

 20.11.204 Grünenthal, Pharmazie, Stolberg/Aachen, baut in Aachen 24 Stellen ab, Der Konzern hat 4700 Mitarbeiter, in Deutschland arbeiten 1850.

24

 20.11.2004 Siltronic, Wafer, München, baut 500 Jobs ab. Davon 300 in Deutschland.

300

 20.11.2004 HVB, Hypovereinsbank, Geldschöpfung, nach einigen Tagen Gerüchteküche kommen nun Zahlen ans Licht. Die HVB wird nochmals bis zu 3000 Jobs, überwiegend in Deutschland, abbauen. In 2003 war die Mitarbeiterzahl der Bank auf 58.000 gesunken, dem war der Abbau von 11.000 Stellen vorausgegangen.

 3.000

 18.11.2004 Neue Ostsee Fisch GmbH, Rostock, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 205 Mitarbeiter bei der Mutterfirma und weitere 121 bei der Tochter Ostsee Fisch Großhandelsgesellschaft. Auch hier hofft man, obwohl die Beteiligungsgesellschaft ausgestiegen und die Finanzierung des Umlaufvermögens weggebrochen ist, auf ein Wunder.

326

 18.11.2004 Anemo Logistics, Spedition, Wuppertal,  hat Insolvenz beantrag. Betroffen sind rund 400 Mitarbeiter in acht deutschen Niederlassungen.

400

 18.11.2004 Bistum Essen, Seelenheil, kath., rund 1000 Mitarbeiter werden bis 2009 ihren Job verlieren, alleine 200 Kindergarten-Gruppen werden geschlossen.

1.000

 18.11.2004 Fagro, Autozuliefere, Groß-Gerau, das Werk wird geschlossen. Die 226 Mitarbeiter sollen in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln. Kündigung auf Raten, sozusagen.

226

 17.11.2004 Heinrich von Ahsen, Elektrofachgeschäft, Verden,  hat Insolvenz beantragen müssen, betroffen sind 16 Mitarbeiter.

16

 17.11.2004 Metall- und Stahlbau Krempner GmbH,  Breese, hat Insolvenz beantragt. 67 Mitarbeiter sind betroffen.

67

 17.11.2004 Falterer, Einrichtungshaus, Erding, Räumungsverkauf nach Insolvenz. Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

10

 17.11.2004

Arbeitslos in Deutschland?
Sucht euch doch Jobs im Ausland!


Das jedenfalls hält Michael Fuchs, ein CDU-Wirtschaftsexperte, für eine gute Idee - besonders junge Leute sollten sich auch im Ausland bewerben. Dirk Niebel, ein Arbeitsmarktexperte der FDP fordert sogar die Bundesregierung auf, die Vermittlung von Arbeitslosen ins Ausland besser zu unterstützen.

Es sieht so aus, als hätten beide bei A.R. Schloch nachgelesen, der schon vor 200 Jahren auch eine Standortreform gefordert hat. Zitat:

7. Die Standortreform

Weil es ziemlich lästig ist, und auch eine unerträgliche Form der Landschaftsverschandelung, dass man hierzulande auf Schritt und Tritt zwischen auf die Straße gesetzten Rindviechern, deren Dunghaufen und den tristen Mauern von Rinderställen leben muss, sind für die Haltung der Rindviecher ab sofort verstärkt ausländische Regionen zu nutzen. Dort können sowohl die dort bereits ansässigen, als auch die bei uns überzähligen Rindviecher unter den dort herrschenden, noch günstigeren steuerlichen Rahmenbedingungen verwertet werden.

Alles über Leben und Werk des kgl. Ökonomierats A.R.Schloch finden Sie hier: http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/14025Schloch.html

geniale neue Vorschläge zur
Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt
 17.11.2004 Symrise, Duftstoffe, Holzminden, seit 1.7. bei uns als Vorwarnung erfasst - nun liegen konkrete Zahlen vor: "zur Stärkung der deutschen Produktionsstandorte" werden 350 Stellen abgebaut. Die meisten davon in Holzminden. Außerdem werden ganz selbstverständlich wieder 40 Stunden gearbeitet (ohne Lohnausgleich) und auf Lohnerhöhungen für die nächsten beiden Jahre wurde auch verzichtet.

Weil Symrise schon in 2003 in D 240 Stellen abgebaut hat, über die wir nicht berichtet hatten, und weil die 40 Stunden Woche für die letztlich verbleibenden 1850 Mitarbeiter auch noch einmal der Vernichtung von 150 Arbeitsplätzen entspricht, melden wir heute insgesamt 740 verduftete Arbeitsplätze.

740

 17.11.2004 Schering, Pharmazie, 1.250 Jobs, davon 950 in Deutschland, das haben wir bereits erfasst.

aufgewärmt

 17.11.2004 DyStar, Textilfarbstoffe, Brunsbüttel,  22 von insgesamt 180 Stellen werden 2005 abgebaut. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Abbaupläne - insgesamt will das Unternehmen bis 2007/2008 1.800 Jobs in Deutschland streichen.

1.800

 16.11.2004 Benteler GmbH, Maschinenbau, Bielefeld, vor einem Jahr mussten die Kosten von 200 Arbeitsplätzen eingespart werden, dafür wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für drei Jahre angeboten - nun stehen in Bielefeld 80 Kündigungen an.

80

 16.11.2004 Brooks Automation, Göschwitz, am 12.11. meldeten wir 100 Jobs. Nun ist klar, bis Herbst 2005 werden 116 Mitarbeiter entlassen. Es bleiben 48. Wir melden 16 nach.

16

 16.11.2004 Coronet, Haushaltswaren,  Rudolstadt-Schwarza, streicht 20 von 54 Arbeitsplätzen.

20

 16.11.2004 FJH, Software, München, 300 von rund 1050 Jobs werden kurzfristig gestrichen.

300

 15.11.2004 GKN Driveline international GmbH, Automobil-Entwicklungsdienstleister, Lohmar, die britische Konzernmutter will 50 von 270 Stellen streichen.

50

15.11.2004  Sinitec, IT-Dienstleister, Siemens-Tochter, streicht 600 von 1100 Stellen.

600

 12.11.2004 Brooks, High-tech (was für eine?), Göschwitz, die Konzernleitung in Chelmsford (USA) denkt an die vollständige Auslagerung der Produktion ins Billig-Ausland. Vorher soll die Zahl der Arbeitsplätze von 165 auf 60, vielleicht auch nur 40 reduziert werden. Jetzt sinds noch 165 - wir melden 100..

100

 11.11.2004 ...der Wahnsinn geht weiter

Die Wirtschaftswoche weiß von einer Studie des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie.
Derzufolge werden in den kommenden fünf Jahren alleine im Bereich dieser Branche 760.000 Arbeitsplätze durch Verlagerung ins Ausland - insbesondere nach Osteuropa und Asien entfallen.
Der Wirtschaftshistoriker unserer Redaktion hat dazu eine hochinteressante Entdeckung gemacht. Alle Strategien und Tricks und auch die vorgeschobenen Argumente, die heute eingesetzt werden, um den globalen Reibach zu machen, hat der zu Unrecht in Vergessenheit geratene, kgl. Ökonomierat A.R. Schloch schon vor 200 Jahren ersonnen.

Lesen Sie hier exclusiv den aufsehenerregenden Aufsatz:
A.R. SCHLOCH - Leben und Werk
und die Welt wird wieder ein Stück verständlicher.
die noch närrischere Zeit beginnt heute um 11.11 Uhr.

Haben Sie schon Ihr Exemplar von
"Starke Woche"
geordert?

(Was das ist? Na nun aber!)
11.11.2004  Kamps, Großbäckerei, schließt in 2005 das Werk in Brinkum. 120 Arbeitsplätze gehen verloren.

 120

 11.11.2004 Grotex,  Küchenzulieferer, Bünde, hat Insolvenz beantragt. 70 Mitarbeiter sind betroffen.

70

 11.11.2004 Sächsische Anlagen- und Maschinenbau GmbH (SAM). Zwickau, hat Insolvenz beantragt. 190 Mitarbeiter sind betroffen

190

 11,11.2004 Autohaus Am Ring (Ford), Minden, hat Insolvenz beantragt. Neu- und Gebrauchtwagen sind vom Platz. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

 40

 11.11.2004 Meritor, Automobilzulieferer, Gifhorn, mehr als 50 der rund 400 Beschäftigten erhielten die Kündigung.

 51

 11.11.2004 Kaufhaus Konze, Bad Arolsen, meldet Insolvenz an. Betroffen sind 22 Mitarbeiter.

22

 11.11.2004 Bayern München, Fußballverein, plant konsequenten Stellenabbau. Der Kader soll von 26 auf nur noch 22 Spieler reduziert werden.

4

 10.11.2004 Tenhaft, Straßenbau, Kalkar, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

10

 10.11.2004 Loewe Druck, Druckerei, Bielefeld, stellt Insolvenzantrag, Betroffen ist nur die Druckerei mit 150 Mitarbeitern, nicht die übrigen zur Loewe-Gruppe gehörenden Firmen Loewe Logistik & Service GmbH & Co. KG, EuroTicket SecurityPrinting GmbH sowie Wolfgang Loewe GmbH & Co. KG .

150

 10.11.2004 Siempelkamp, Anlagenbau, Krefeld, Reorganisation ist angesagt. 100 von 900 Arbeitsplätzen werden abgebaut.

100

 10.11.2004 Haitec, IT-Dienstleiste, München, seit Jahresbeginn fielen 50 Mitarbeiter der Restrukturierung zum Opfer. Weitere fünf sollen noch folgen, dann hat Haitec noch 75.

55

 10.11.2004 KaVo, Dentalgeräte, Leutkirch, nach der Übernahme durch den amerikanischen Danaher-Konzern prognostizierten wir den Abbau von 300 Stellen in Old Germany.
Nun sieht die Lage so aus: Leutkirch wird geschlossen. 470 Arbeitsplätze gehen verloren, 280 Mitarbeitern wird allerdings angeboten, künftig in Biberach oder Warthausen zu arbeiten. Doch der Restrukturierungsprozess wird unter dem Strich an allen Standorten 330 Jobs in Produktion und Verwaltung kosten. Weitere 59 Jobs entfallen durch die Aufgabe eigener Dienstleistungsbereiche (Kantine, Gärtner etc.).

Das ist Schritt 1. Danach soll idie eigene Produktion nach und nach aufgegeben werden, mit dem Ziel, die verbleibenden Reste bis 2007 zu verkaufen.
Wir nehmen fürs Erste die 389 akuten und erhöhen deshalb die bereits gemeldeten 300 um 89.

89

 09.11.2004 Schwarzataler Kunststoff GmbH, Granulate, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 200 Mitarbeiter in Katzhütte und Eisfeld.  

200

 09.11.2004 Schwerin, Kommune, will bis 2006 zwölf Millionen Euro sparen. Rund 500 der 1.299 Stellen werden in Frage gestellt.

500

 09.11.2004 Vossloh, Lokomotiven, Kiel, ein Teil der Produktion soll nach Spanien ausgelagert werden. Der Betriebsrat weiß von 116 Entlassungen die schon im nächsten Jahr ausgesprochen werden sollen.Die IG Metall erwartetm dass langfristig die Hälfte der 600 Arbeitsplätze im Kieler Werk entfallen.

300

 09.11.2004 Autohaus Jaretzke, Lebenstedt, hat Insolvenz angemeldet.  Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 09.11.2004 Railion, Gütertransport, Bahntochter, diese Meldung scheint neu und über die bisherigen Abbaupläne der Bahn hinauszugehen. Bis zu 3000 der rund 23 000 Stellen werden voraussichtlich der Restrukturierung des Systems der Knoten- und Rangierbahnhöfe zum Opfer fallen.

3.000

 08.11.2004 Schwäbisch Hall, Kommune, galt bis Anfang dieses Jahrtausends als die reichste Stadt Deutschlands. Doch mit dem Umzug der Bausparkasse nach Berlin entfielen jährlich 50 Millionen Gewerbesteuer. Die Stadtverwaltung verlor 100 von vorher 560 Beschäftigten.

100

 08.11.2004 Vorwarnung 
T-Mobile, die Telekom-Tochter will den Anteilseignern eine zusätzliche Milliarde zukommen lassen. Also wird ein Sparprogramm aufgelegt, das bereits im nächsten Jahr voll greifen soll.


Das wird unter dem Strich massenhaft Arbeitsplätze kosten - oder entsprechende Lohnkürzungen, oder beides.

Vorwarnung

 08.11.2004 DeTeWe, Telekommunikation, Berlin, etwa 500 von 1.200 Arbeitsplätzen will der Konzern in Deutschland streichen.

500

 08.11.2004 Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Seelenheil, die angespannte Finanzsituation zwingt die Reformierten zum Stellenabbau bei den Religionslehrern. 200 von 800 sollen bis 2008 "entsorgt" werden. Sozial verträglich, versteht sich.

200

 08.11,2004 Schönmackers, Entsorgungsunternehmen, Kempen, weil das Unternehmen bei einer Ausschreibung der DSD leer ausgegangen ist, wurde 19 Mitarbeitern der Filiale in Goch gekündigt.

19

 08.11.2004 Evangelischer Kirchenkreis Herford,  Seelenheil, kürzt den Etat um 1,8 Millionen Euro und trennt sich von Mitarbeitern. Die Bildungs- und Tagungsstätte Haus Reineberg hat den Auftrage, unter der Prämisse der Sicherung des kirchlichen Vermögens die Voraussetzungen für die eigene Schließung zu prüfen. Ihren Job verlierden der Umweltbeauftragte, der Sozialsekretär, die Jugendbildungsreferentin und die Öffentlichkeitsreferentin. Zudem wird es künftig nur 1 Jugend Diakon pro 4 Pfarrstellen geben, bisher war das Verhältnis 1:2,9. Das gibt, bei 76 Pfarrstellen einen Personalabbau um 7 Köpfe. In Summe entfallen 11 Jobs.

11

 05.11.2004 Elster Messtechnik, Lampertheim und Mannheim, insgesamt 140 Arbeitsplätze werden abgebaut. Der Ersatz dafür entsteht in der Slowakei.
220 Jobs bleiben im Lampertheim.

 140

 04.11.2004

103.000 Arbeitsplätze bis 2011 gesichert.
Ziemlich mutig, das zu behaupten.

VW hat betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31.12.2011 ausgeschlossen. Das ist etwas ganz anderes, als eine Garantie für 103.000 Arbeitsplätze. Wer jetzt einen Job in den westdeutschen VW-Werken hat, braucht, solange der Vertrag im Rahmen der nächsten Tarifrunde nicht revidiert wird, nicht mit der Kündigung zu rechnen.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass von den 103.000 Beschäftigten jährlich etwa 3 Prozent, also ca. 3.100, auch ganz ohne Kündigung ausscheiden. Einige sterben. Einige werden krank und arbeitsunfähig. Einige kündigen von sich aus, andere werden wegen persönlicher Verfehlungung (klaut silberne Löffel) entlassen, wieder andere machen von Abfindungs- und Vorruhestandsregelugen Gebrauch, viele gehen einfach in Rente.

Selbst wenn VW keine Maßnahmen trifft, die zu einem forcierten Ausscheiden führen, werden Ende 2011 dank der natürlichen Fluktuation nicht mehr 103.000 sondern nur noch ungefähr 81.500 Menschen beschäftigt sein.

Dies zum großzügigen Entgegenkommen des Arbeitgebers. Die Mitarbeiter haben im Gegenzug, so heißt es, auf eine Milliarde verzichtet. Das ist eine Milliarde, die unmittelbar dem Unternehmen zu Gute kommt, und weil das Unternehmen ganz ordentliche Gewinne schreibt, kann es diese Milliarde an die Aktionäre weitergeben. VW-Mitarbeiter hätten mit der Milliarde möglicherweise VWs gekauft. Rund 50.000 Stück Lupo, Polo, Golf, Passat.... Die Aktionäre kaufen nicht einmal den Phaeton. Die kaufen sich lieber noch ein paar Aktien..., das schafft einen Halbtagsjob bei der Deutschen Bank. Immerhin!

Wie viele Arbeitsplätze sichert die Einigung bei VW?
 04.11.2004 Wübbe Tiefbau GmbH & Co. KG , Sinsen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 45 Mitarbeiter.
Nicht insolvent ist die Hermann Wübbe GmbH, nur dass es da keine Verwechslungen gibt.

45

 04.11.2004 Mansfelder Kupfer und Messing GmbH,  der belgische Investor, die Lamitref-Gruppe, entlässt 70 von 1.100 Mitarbeitern. . Anfang des Jahres war bereits das MKM-Hüttenwerk stillgelegt worden, dabei verloren 140 Mitarbeiter ihren Job (wir hatten nur 80 und müssen noch 60 nachmelden).

130

 04.11.2004 Deutz, Motoren, Köln, die gute Meldung: Deutz streicht bei Großmotoren weniger Stellen als geplant. Nur rund 330, statt 400. Wir hatten im Mai erfahren: zwischen 150 und 500 und uns mit 325 genau in die Mitte gelegt. Wir sagen also: Deutz streicht 5 stellen mehr, als bisher gemeldet.

5

 04.11.2004 Falkenberg, Möbelfronten, Wulferding, hat Insolvenzantrag gestellt. 170 Mitarbeiter sind betroffen.

170

 03.11.2004 C. F. Ploucquet,  Textilunternehmen, Heidenheim, Teilschließung des Fertigungsbereichs Veredlung: 74 Kündigungen.

74

 03.11.2004

Handwerk,

der Zentralverband des Deutschen Handwerks präzisiert:
Stellenabbau in 2004: 178.000, absehbar in 2005: 100.000.

Wir hatten jüngst aus einer Äußerung Hanns Eberhard Schleyers entnommen, es würden in diesem Jahr "nur" 150.000 Jobs entfallen, haben also noch mal 28.000 nachzumelden.

weitere 28.000

 03.11.2004 Apollinaris & Schweppes, aromatisiertes Wasser, Bad Neuenahr,  streicht 100 von 560 Arbeitsplätzen. Ach so: Auch hier hat seit Kurzem der ausländische Investor das Ruder übernommen. Cadburry, aus England.

100

 03.11.2004 Commerzbank, Geldschöpfung, mehr als die Hälfte der Stellen im Investmentbanking sollen abgebaut werden. Insgesamt gibt es in diesem Segment derzeit noch 1.250 Jobs, gut 500 davon in Deutschland (Frankfurt). Für unsere Statistik schätzen wir, dass in Frankfurt 250 Stellen entfallen.

geschätzt 250

 02.11.2004 Bundeswehr, Bundesbahn,
heftig diskutiert wird zur Zeit die Schließung von über hundert Standorten der Bundeswehr, sowie etliche Einzelmaßnahmen der Bahn, um hier und da Stellen abzubauen.
Beide, unter staatlichem Einfluss stehenden Organisationen haben ihre Abbaupläne längst bekanntgegeben. Seit Oktober 2002 wissen wir, dass die Bahn 40.000 Jobs vernichten will, und dass bei der Bundeswehr 88.000 Jobs gestrichen werden. Die meisten davon übrigens im Bereich der Zivilbeschäftigten.
Es ist ja nicht so, dass das nun völlig überraschend kommt....
 02.11.2004 EHS, Evangelische Fachhochschule für Soziale Arbeit, Dresden, reagiert auf die Kürzung der staatlichen (Sachsen) Zuschüsse mit Personalabbau.. Es fehlen 400.000 Euro, das macht dann, geschätzt, rund 15 Jobs.

geschätzt 15

 02.11.2004 Karmann , Karosserien, Osnabrück, 120 Mitarbeiter aus dem Betriebsmittelbau werden entlassen. Weitere 130 müssen über vorgezogenen Ruhestand, Altersteilzeit und andere Modelle entfernt werden, um das Ziel von 400 Mitarbeiter (derzeit 650) zu erreichen. Dafür soll in Osteuropa investiert werden.

250

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235