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Impressum

Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.08.2004 bis 30.09.2004

Gesamt August + September 2004

 mehr Online-Info/Startseite

 Bücher

89.811

 01.10.2004 Vollmer & Sack, Ford-Autohaus, Karlsruhe, hat in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 01.10.2004 Opel, Transportvehikel, will auf (haha) betriebsbedingte Kündigungen bis 2010 verzichten, wenn jetzt erst einmal in Bochum, Rüsselsheim und Kaiserslautern im vierstelligen Bereich Personal abgebaut werden kann. Außerdem will Opel den Verzicht auf Tariferhöhungen bis 2009 und/oder die Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu vierzig Stunden pro Woche, wobei nur 35 bezahlt werden. So wie sich die Lage entwickelt, werden die 3.000 Jobs in den europäischen Werken des amerikanischen GM-Konzerns wohl doch bei Opel in Deutschland wegfallen. Wir haben uns entschlossen, diesen lange vorhergesagten Stellenabbau nun doch zu melden - auch weil wir vermuten, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.

3.000

 01.10.2004 Schumag, Maschinenbau, Aachen, die 40-Stunden-Woche komm wieder. von 35 auf 40 Stunden - 12,5 Prozent Lohnkürzung. Wie viele Jahre hat die IG-Metall gebraucht, um diese 12,5 Prozent zu erkämpfen? Die Schumag brauchte nur mit dem Abbau von 500 Stellen zu drohen - das wars. Bei mehr als 1000 Beschäftigten bedeutet die Verlängerung der Arbeitszeit, dass dem deutschen Arbeitsmarkt rund 140 Jobs fehlen. Die melden wir.

140

 01.10.2004 Frankfurt/Oder, Kommune, Kinderbetreuung, die Kindertagesstätten "Hans und Hanka" und "Am Mühlental" fallen aus dem städtischen Bedarfsplan und erhalten weniger Zuschüsse zu den Personalkosten. Die Träger "Kinderwelt GmbH" und "AWO" kündigten die Schließung der Häuser an und rechnen mit Entlassungen. Konkrete Zahlen wurden noch nicht genannt. begegnen. Wir schätzen: 15

geschätzt 15

 01.10.2004 Meyer & Beck, Einzelhandel, Berlin, Eigentümer Oetker spürt die Schwäche der Binnenkonjunktur und verkauft die Supermarktkette. Der Betriebsrat rechnet damit, dass sechs von 44 Filialen geschlossen werden.  Das wird etwa 40 betriebsbedingte Kündigungen zur Folge haben.

40

 01.10.2004 Spar, Einzelhandel, Schenefeld, nun ist auch diese Katze aus dem Sack. In der Schenefelder Zentrale werden 250 Mitarbeiter entlassenBereits vor wenigen Tagen hatte der Konzern mitgeteilt, 80 Mitarbeiter in Flensburg entlassen zu wollen. Auch am Rostocker Standort sollen 65 Beschäftigte ihre Jobs verlieren. Insgesamt sind damit 450 Stellen geSPARt worden.

250

 01.10.2004 Bielefeld, Kommune, kommunaler Müll, in Bielefeld werden sich ab 1. Januar 2005 die "Stadt-Tochter" WRB und die Entsorgungsgruppe Sulo (Herford) den Profit aus dem Geschäft mit den gelben Säcken teilen. Von ehemals 10 WRB Mitarbeitern werden sechs bleiben, die künftig dafür statt 38,5 Stunden 45 Stunden in der Woche malochen dürfen. Ohne Lohnausgleich versteht sich, was einer Lohnsenkung um 15 Prozent entspricht.

4

 01.10.2004 FAG Kugelfischer, Wälzlager, Schweinfurt, will über 1000 Stellen streichen und nach Osteuropa verlagern. Das Kegelrollen-Werk im unterfränkischen Eltmann mit 673 Mitarbeitern soll bis 2006 geschlossen werden. Auch in Schweinfurt müssen mittelfristig 356 Stellen gestrichen werden.

 1.029

EWK
Verlag


Neu
erschienen
im September
2004


mehr über den Verlag
´(hier)

und die
Methoden der
Buchherstellung
(hier)

und wie man
bei EWK
Autor wird
(hier)

Also: Lebkuchen gibts schon, in den Supermärkten.
Wollten Sie sich diesmal nicht rechtzeitig
um die Geschenke kümmern?


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Eines für die kultivierte Frau, eines für das lesefreudige Kind und
eines für den starken Mann, der sonst nie zu Büchern greift.
Ist ja nur ein Vorschlag.
 

Mein friedliches
Vietnam,
Marion Bialloblotzky

Hexen hexen heimlich,
Nicole Engbers

Starke Woche,
Mike Wilhelm

 1. Preis im Autorenwettbewerb, ein wunderschönes Buch

 2. Preis im Autorenwettbewerb, spannender Jugendroman

Das Chauvi-Tagebuch, garantiert nichts für Warmduscher


Bücher, die schon wegen ihre winzigen Auflagen und der "anachronistischen" Herstellungsmethode das Zeug haben, eines Tages zur gesuchten Rarität mit hohem Sammlerwert zu werden.

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lieferbare Programm finden Sie hier:

Verlagsprogramm


Im Oktober erscheint
unter anderem
"Lennard"
von Alexander Klock, ein Thriller um die Arbeit einer
Anti-Terror-
Spezialeinheit

Lassen Sie sich
in den Verteiler
der Verlags-Nachrichten
aufnehmen:
und wir informieren
Sie über alle
wichtigen
Neuigkeiten
 27.09.2004 LVA Schleswig- Holstein (Rentenversicherung der Arbeiter) fusioniert mit den LVAen Hamburg und Mecklenburg. Ab 1. Oktober 2005 sollen die drei Institute in der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV) aufgehen. Mit der Fusion sollen bis zu 20 Prozent der 3200 Stellen abgebaut werden. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, garantierte der Vorstandsvorsitzende. Frei werdende Stellen werden nicht mehr besetzt.

640

 27.09.2004 Sinius, IT-Dienstleister, der Siemens-Konzern plant offenbar einen massiven Stellenabbau und Lohnsenkung bei dem IT-Dienstleister Sinius. Gewollt ist eine Senkung der Jahreszielgehälter um 10 Prozent, Verzicht auf fünf Urlaubstage und Zuschläge sowie Personalkostensenkungen von 30 Prozent. Seit Januar letzten Jahres hält Siemens Business Services die Mehrheit an Sinius. Sinius beschäftigt derzeit rund 1.087 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro erarbeiteten.
Aus diesen Angaben läßt sich unschwer der absehbare Verlust von rund 300 bezahlten Arbeitsplätzen abschätzen.

geschätzt 300

 27.09.2004 Karstadt-Quelle, Einzelhandel/Versandhandel, nun heißt es, 8.500 Stellen sollen abgebaut werden, 77 von 180 Warenhäusern sollten ausgegliedert werden, 6.000 Jobs sollen im Warenhausbereich wegfallen, 2.500 im Versandhandel.

Die Karstadt-Quelle-Stellenabbau-Story hat im
Februar 2003, also vor mehr als anderthalb Jahren begonnen. Schon damals sollten 80 von 180 Warenhäusern geschlossen werden. Wir gingen von kleineren Häusern aus und schätzten den Verlust von 2.400 Stellen.
Im Januar 2004 hieß es, es müßten 3.000 Stellen abgebaut werden. Wir nahmen an, dass davon 1.200 auf noch nicht realisierten Stellenabbau aus der Ankündigung vom Februar 2003 entfallen und meldeten nur 1.800 nach.
Am 17.5.2004 hieß es, es sollten 5.500 Jobs entfallen und wir erhöhten um weitere 2.500 auf nun in Summe 6.700.

Als am 3.6.2004 bekannt wurde, dass rund 15.000 der 47.000 Jobs in den Warenhäusern gefährdet seinen, dass aber nicht Personal, sondern nur Personalkosten abgebaut werden sollten, ermittelten wir rechnerisch den "Stellenabbau-Effekt" aus Arbeitszeitverkürzung und Flexibilisierung, rechneten die Kürzung freiwilliger Leistungen des Konzerns ebenso ab, wie den größten Teil der bereits vorher gemeldeten Stellen und legten lediglich 8.000 nach.

Tatsächlicher Stellenabbau und rechnerische Effekte summierten sich in unserer Betrachtung zu diesem Zeitpunkt auf ca. 14.700 Stellen im Warenhausbereich. Wir nehmen an, dass wir damit den Gesamtumfang des durchgeführten und noch bevorstehenden Stellenabbaus relativ präzise wiedergegeben haben und die nun neuerliche Ankündigung des Abbaus von 6.000 Jobs in den Warenhäusern in unseren Zahlen bereits enthalten ist.

Anders sieht es im Versandhandel aus. Dort haben wird bisher lediglich 300 Stellen aus der Schließung eines Call-Centers erfasst (22.09.2004), haben also die traurige Pflicht, den Verlust weiterer 2.200 Jobs vermelden zu müssen.

2.200

 24.09.2004 Brüggemann, Bauunternehmung, Hamborn, nimmt keine neuen Aufträge mehr an. Gewährleistungspflichen nachkommen, aber ansonsten den Betrieb einstellen. 100 Beschäftigte sind betroffen.

100

 24.09.2004 Wedeco AG, Technologieunternehmen, Herford, hat wegen Auftragsmangels 27 Mitarbeitern gekündigt.

27

 24.09.2004 Allianz-Sachversicherung, will mindestens sieben deutsche Standorte der Sachversicherung schließen. Insgesamt sind mehr als 500 Mitarbeiter betroffen.

500

 24.09.2004 PVG Papier-Verarbeitung,  Staubsaugerbeutel, Melitta-Gruppe, Minden/Spenge, von 290 Beschäftigten sollen Ende 2005 nur noch 200 übrig bleiben.

90

 24.09.2004 Nord/LB, Geld, Hannover, vor eineinhalb Jahren ging die erste Welle des Stellenabbaus über Nord- und West-, BayernLB und der LBBW hinweg. Insgesamt 4.200 Jobs gingen dort verloren. Nun eröffnet die Nord/LB mit der Ankündigung neuerlichen Stellenabbaus die nächste Runde. 12 % der 9.500 Jobs sollen wegfallen, das sind 1.140.

1.140

 23.09.2004 TRW, Autozulieferer, Schalke, die Verhandlungen um den "Arbeitnehmer-Beitrag" stehenvor dem Abschluss. Statt 450 sollen nun nur 140 von 900 Mitarbeitern entlassen werden. Dafür machen die restlichen 760 künftig 38 statt 35 Stunden und von diesen 38 arbeiten sie fünf Stunden schwarz, also ohne Bezahlung, ohne Lohnsteuer, ohne Sozialversicherungsbeiträge.

140

  Die noch nicht genau quantifizierten Ankündigungen und Androhungen von Stellenabbau, die derzeit bei Neckermann und der Mutter Karstadt-Quelle, bei Generals-Motors in Bezug auf den Standort Rüsselsheim und bei etlichen weiteren Unternehmen in der Luft hängen, können wir noch nicht aufnehmen, die bisherigen Informationen sind einfach noch viel zu dürftig. Selbst für eine Schätzung reicht's nicht.  
 22.09.2004 Amadeus, Flugdienst, hat Insolvenz angemeldet. Zwölf Maschinen bleiben in Mainz und im Hunsrück am Boden. Betroffen sind zwölf Mitarbeiter,

12

 22.09.2004 Geraer Verkehrsbetriebe, Massenverkehrsmittel, 77 Millionen Euro werden ausgegeben, aber nur jeder dritte Euro fließt in den eigentlichen Bau der Straßenbahnanlagen. Zwei Drittel der Investition gehen in so genannte Begleitmaßnahmen wie die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, des Puschkinplatzes oder des zum neuen Ortszentrums avancierten Knotens in Zwötzen. Geld fließt sogar in den Aus- und Neubau von Straßen.
Am Ende der Investitonen in den Autoverkehr wird es 30 Fahrer zuviel geben, deren Arbeitsplätze abgebaut werden.

30

 22.09.2004 Zahntechniker, Pauschalmeldung aus einem einzigen Innungsbezirk:
1400 Zahntechniker droht alleine in Westsachsen die Entlassung oder Kurzarbeit. So die Zahntechnikerinnung Westsachsen mit Sitz in Augustusburg. Grund: Die Kassen haben die Zuschüsse dramatisch zusammengestrichen. Das hat verheerende Folgen: In den Dentallabors bleiben nun die Aufträge aus. Allein Innungsobermeister Lorenz (F.l.o.) hat in seinem Betrieb bereits 34 von 56 Mitarbeitern kündigen müssen.
Weil einzelne Entlassungen in kleinen Dentallabors kaum einmal eine Nachricht wert sind, nehmen wir diese 1.400 stellvertretend für viele weitere in ganz Deutschland in diese Statistik auf.

pauschal 1.400

 22.09.2004 BAM (Behälter-, Apparate- und Maschinenbau) GmbH & Co KG, Kürten-Broich, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 65 Arbeitsplätze.

65

 22.09.2004 Quelle, Versandhandel, nach der Vorwarnung nun der erste konkrete Schritt im Stellenabbau bei Karstadt-Quelle im Bereich Versandhandel. Das Call Center am Binger Schlag in Mainz soll geschlossen werden. Rund 300 Arbeitsplätze gehen verloren.

300

 22.09.2004

DaimlerChrysler, Transportvehikel, der deutsch-amerikanische Konzern will die Kosten in den deutschen Werken massiv senken. Neuinvestitionen für die C-Klasse und den Nutzfahrzeugbau soll es in Deutschland nur geben, wenn zu niedrigeren (Personal-)Kosten produziert werden kann. Nach Angaben des Betriebsrats sind dadurch bis zu 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr.
Das ist in der gesamtwirtschaftlichen Lage nur die Konsequenz aus den Entwicklungen bei Opel und VW. Stellenabbau also absolut absehbar.

Dazu passt die folgende Meldung:

DaimlerChrysler schafft neue Arbeitsplätze
21.09.2004

Die DaimlerChrysler AG teilte am Dienstag mit, dass die anhaltend starke Nachfrage im Bereich Nutzfahrzeuge bis zum Ende des laufenden Jahres bis zu 4.000 neue Stellen erfordern wird. Davon würden 3.000 Arbeitsplätze im Freightliner-Werk in Portland geschaffen. Die restlichen 1.000 Stellen sollen an verschiedenen anderen Werken weltweit entstehen. Durch diese Maßnahme wird die gesamte Belegschaft des Konzerns auf 110.000 Arbeitnehmer ansteigen.
Der Umsatz im Bereich Nutzfahrzeuge konnte in der ersten Jahreshälfte um 34 Prozent auf 310.700 Einheiten verbessert werden. Infolge dessen wurde auch beim Umsatz eine Steigerung von 26 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro verzeichnet. Der operative Gewinn erzielte sogar ein Wachstum um 174 Prozent auf 736 Mio. Euro.


Auf diese Steigerung des Ertragswinkels der Aktionäre können die Mitarbeiter in Sindelfingen, Untertürkheim, Bremen, Mannheim und Wörth echt stolz sein. Mit ein bißchen Verzicht, ermuntert das Management die Malocher, ist eine solche Steigerung alle Jahre möglich.

10.000

 21.09.2004 EBM Cargo, privater Betreiber der Talbahn, Hagen-Ennepetal-Altenvoerde, hat Insolvenz beantragt. Das NRW-Verkehrsministerium hat daraufhin entschieden, die Strecke sei zunächst stillzulegen. Betroffen sind - so schätzen wir - rund 50 Mitarbeiter.

geschätzt 50

 21.09.2004 Spedition Ehrmann, Leutkirch hat beim Amtsgericht Ravensburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

50

 21.09.2004 Klinikum Offenbach, die Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken GmbH (HSK) führen per Besorgungsvertrag die Geschäfte des Offenbacher Klinikums. Ziel ist, die Arbeit so zu organisieren, dass weniger Mitarbeiter mehr leisten. 67 Vollzeitkräfte sind schon weg. Weitere werden folgen.

 67

 21.09.2004 Famka-Markt, Meinersen, am 19. Oktober ist der letzte Verkaufstag für den zur Spar-Handels AG gehörenden Supermarkt. Den 25 Mitarbeitern wurde gekündigt.

 25

 20.09.2004 Chemnitzer Theater, es fehlt am Geld, wollen die 474 Mitarbeiter nicht auf Lohn verzichten (250000 Euro pro Jahr), müssen 170 Leute gehen. Sonst droht Insolvenz.

170

 20.09.2004 Siegburger Krankenhaus, Mindestens 100 Arbeitsplätze sind in akuter Gefahr und 28 sind seit Jahresbeginn bereits verschwunden. Der Fresenius-Konzern, dessen Tochtergesellschaft Wittgensteiner Kliniken das Hospital betreibt, will endlich Gewinne einfahren.

128

 20.09.2004 Autohaus Dürkop, der Autohändler baut Jobs ab. 5 in Wolfsburg, 28 in der Region und 110 in allen 17 Dürkop-Filialen in Norddeutschland.

143

 17.09.2004 Spar Handels-AG, Einzelhandel, Vorwarnung:
Spar will die Kosten deutlich reduzieren und dazu auch die Zentrale in Schenefeld verkleinern. "Ein im scharfen Wettbewerb arbeitender Großhandel kann eine inzwischen deutlich zu groß gewordene Zentrale nicht weiterhin dauerhaft unterhalten", sagte gestern Spar-Chef Stefan Schelo.

Vorwarnung

 17.09.2004 Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB), hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. In den nächsten Jahren sollen rund 100 von derzeit 800 Vollzeitstellen gestrichen werden.

100

 17.09.2004 Sparkasse Leipzig, will bis Ende des laufenden Jahres weitere 50 Stellen abbauen. Betroffen ist die so genannte Stabsabteilung, zu der unter anderem die Kommunikation, die Verwaltung und das Rechnungswesen gehört.
Die Sparkasse Leipzig reagiert mit den Restrukturierungsmaßnahmen auf einen Beschluss der Anteilseigner vom Dezember des Jahres 2003. Danach sind den Mitgliedern der Sachsen-Finanzgruppe (SFG) verbindliche Ziele vorgegeben, unter anderem eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 15 Prozent.

50

 17.09.2004 Siemens AG,  Werk Bruchsal, zum Monatsende werden 120 Mitarbeiter entlassen. Über die 120 Kündigungen zum Monatsende werde nicht mehr geredet, sagte der Sprecher. Der Betriebsrat bestätigte, dass er das Kündigungsbegehren erhalten habe. Er werde ihm mit den Argumenten widersprechen, die Kündigungen seien vermeidbar und die soziale Auswahl nicht in jedem Fall richtig. Das könne den Stellenabbau aber nicht verhindern. Nach Angaben des Betriebsrats stehen im Werk Bruchsal 500 bis 600 Arbeitsplätze zur Disposition. so läuft es dann
(längst gezählt)

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"Mein friedliches Vietnam"
von Marion Bialloblotzky
die erste Neuerscheinung dieses Herbstes herausgebracht. Der Siegertitel unseres Autorenwettbewerbs ist ab sofort bei uns zu haben.
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entfällt die Versand- und Verpackungskostenpauschale.
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  Die Autorin

Eine Leseprobe

Bestellen
 16.09.2004 ThyssenKrupp, Sparte Werften, HDW, Kiel, am 14.08. haben wir vorsichtig den Verlust von mindestens 430 Arbeitsplätzen durch die Restrukturierungen im Werftenverbund unter Dach von ThyssenKrupp prognostiziert. Nun wird darüber gesprochen, dass alleine bei HDW in Kiel weniger als 1 800 Beschäftigte von derzeit 3 050 übrigbleiben könnten. Wir erhöhen also heute auf 1.250 und melden die Differenz von 820 Jobs nach.

820

 16.09.2004 Dorian Gray, Nachtclub/Disco, Berlin, Daimler Chrysler, als Vermieter, hat wegen Mietschulden die Kündigung ausgesprochen. Ob ein neuer Betreiber die 40 Mitarbeiter übernimmt, ist offen. Das "Dorian Gray" gilt in der Branche wegen der architektonischen Konzeption und der Lage als schwierige "Location".

40

 16.09.2004 Wahlstedter Tierklinik, wurde zum 1. September geschlossen, der Chef ist unauffindbar, schlechte Aussichten, für Rettungsversuche. 18 Mitarbeiter sind betroffen.

18

 16.09.2004 Leipzig, Kommune, leere Kassen erfordern Einsparungen. Im Verwaltungsbereich soll mit dem Abbau von 440 Stellen Luft geschaffen werden. Kündigungen sind nicht vorgesehen, aber Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich hat eine vergleichbare Wirkung. Löblich: Trotz angespannter Haushaltslage will Leipzig 6 Millionen mehr für Kindertagesstätten und -horte ausgeben.

440

 15.09.2004 Renewable Energy AG,  Umweltkontor, 2 von 6 Banken winkten ab - damit war die Insolvenz besiegelt. Das Unternehmen aus der Nähe von Aachen hatte sich mit der Finanzierung von Wind-, Solar-, Wasser- und Biomasse-Anlagen einen Namen gemacht. 300 Mitarbeiter bei der Muttergesellschaft sind betroffen, währden die Tochtergesellschaften offenbar aus der Insolvenz herausgehalten werden konnten.

300

 15.09.2004 Tischlerteam GmbH, Lüdenscheid, hat Insolvenz angemeldete. Betroffen sind 10 Arbeitsplätze.

10

 14.09.2004 Gossen Metrawatt, Elektrogeräte, Nürnberg, der Betrieb ist geschäftlich erfolgreich und profitabel, er kann alle laufenden Rechnungen bezahlen. Doch den Verpflichtungen gegenüber rund 1800 Pensionisten stehen keine ausreichenden Vermögenswerte gegenüber. Früher einmal mit Siemens verbandelt gehört das Unternehmen heute einem schweizerischen Unternehmen. Ob von dort die entsprechende Masse eingebracht wird, oder ob auch noch die letzten 250 Arbeitsplätze vernichtet werden, war die Frage, die vor der Insolvenz zu stellen war.
Nun ist die Absicht kaum noch zu verkennen.

250

 14.09.2004 Rheinbahn, Transporte, Düsseldorf, bis zum Jahr 2007 sollen insgesamt 480 Stellen gestrichen werden.

480

 14.09.2004 Salzgitter, Kommune, die Stadtverwaltung wird restrukturiert. Das kostet nach vorsichtiger Abschätzung mindestens 30 Jobs. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2006 ausgeschlossen. Bis dahin wirkt also nur die natürliche Fluktuation.

geschätzt 30

 14.09.2004 Huber Westform-Werk, Hommerich,  steht vor der Schließung, rund 65 Mitarbeiter sollen in den nächsten Tagen ihre Kündigung erhalten.

65

 14.09.2004 Welger, Maschinenfabrik, Braunschweig, 135 Welger Arbeitnehmer fühlen sich verraten und verkauft Das Weiterführungskonzept kommt ohne sie aus.

135

 14.09.2004 Immergut-Molkerei, (Trinkfit) Schlüchtern, Stavenhagen hat Insolvenz beantragt. Die Schlüchterner Molkerei war im vergangenen Jahr von Immergut-Geschäftsführer Klaus Weise aus Stavenhagen übernommen worden. Er hatte Anfang September mitgeteilt, dass für die gesamte Gruppe ein Sanierungsprogramm laufe. Betroffen sind rund 240 Mitarbeiter an zwei Standorten.

 240

 14.09.2004 WalMart, Einzelhandel, Solingen, mit dem Ende des Mietvertrages muss WalMart gehen, 130 Mitarbeiter fürchetn, vom Nachmieter Kaufland nicht übernommen zu werden. Verdi rechnet damit, dass allenfalls die Hälfte weitermachen kann, weil Kauflandfilialen mit wesentlich weniger Personal betrieben werden.

geschätzt 65

 13.09.2004

Deutsche Post, Briefe und Pakete, die Zusammenlegung der Tochterfirmen DHL, Danzas und Euro Express soll den Wegfall von rund 1600 Stellen ermöglichen. Darauf haben sich die Post und die Gewerkschaft Verdi geeinigt.

Die Post beschäftigt derzeit in Deutschland rund 220.000 Menschen. Nach früheren Angaben der Post sind rund 4000 Beschäftigte direkt von der Zusammenlegung betroffen. 1600 Stellen würden wegfallen. Verdi und der Post-Konzern hatten sich in der Vergangenheit bereits auf einen Pakt zur Beschäftigungssicherung geeinigt, der die von den Zusammenlegungsplänen betroffenen Töchter aber nicht erfasst.

1.600

 10.09.2004 Barry Callebaut, Kakao- und Schokolade, schließt Fabrik in Köln. Betroffen sind 150 Beschäftigte.

150

 10.09.2004 Rentacomp, Miet-PCs, Schwaig-Oberding bei München, hat Insolvenz angemeldet.. Betroffen sind die letzten 25 von ehemals 50 Mitarbeitern.

25

 10.09.2004 Bäckerei Morgenstern GmbH, Helbra, hat Insolvenz beantragt. Auch wenn die mehr als 40 Beschäftigten in zwei anderen Betrieben der Familien Morgenstern unterkommen, die Jobs sind futsch.

40

 10.09.2004 Staatliche Glasmanufaktur Harzkristall, Derenburg, die Zeiten, als unwirtschaftliche Betriebe für eine symbolische Mark verkauft wurden, sind vorbei. Gerhard Bürger (die Bürger AG) erhält als Übernahmeprämie für die Manufaktur 2,225 Millionen Euro. Dafür darf er 9 vom 25 Arbeitplätzen vernichten.
Dass diese "Eigentumsübertragung" als "Verkauf" bezeichnet wird hat wohl hauptsächlich damit zu tun, dass niemand auf die Idee kommen soll, es läge eine schenkungssteuerpflichtiger Tatbestand vor.

9



09.09.2004

Heute im Bundestag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Superminister Wolfgang Clement in der Haushaltsdebatte:
Die Konjunkturkrise ist definitiv beendet.
Die Lage ist so gut, wie seit Jahren nicht mehr.
Der Stellenabbau hat sich schon deutlich abgeschwächt und ist aktuell zum Erliegen gekommen.

Wie kommt er darauf?


Diese Statistik zeigt im Zwölf-Monatsvergleich einen sehr ähnlichen, saisonalen Verlauf des Stellenabbaus und bei den kumulierten Zahlen einen erkennbaren Zuwachs der Arbeitsplatzvernichtung gegenüber den Vorjahreswerten.
(Die Septemberwerte 2004 sind auf das Monatsende hochgerechnet.)

Heute auf dem Arbeitsmarkt:

VW will
30.000 Leute rausschmeißen, wenn es nicht zum Lohnverzicht kommt,

Thüringen will 7000 Stellen streichen, um
weniger Schulden machen zu müssen, aber Clement erklärt:

Der Stellenabbau ist aktuell zum
Erliegen gekommen.

Nun ja.

Der Glaube hat schon so manchem geholfen.

 

 

 

 09.09.2004

 VW, Transportmittel
na also, ran an die Buletten!

Die Mär, die Personalkosten des Konzerns könnten durch den Abbau von weltweit 5.000 Stellen um 30 Prozent reduziert werden, ist geplatzt.

Nun droht VW den 103.000 "westdeutschen" Beschäftigten den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen an, sollten sich die Arbeitnehmer nicht auf einen zweijährigen Verzicht auf Gehaltserhöhungen sowie eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten einlassen.

Nur zur Erinnerung -

Anfang März 2004

wurde erklärt, dass Kosten in Höhe von vier Milliarden Euro pro Jahr gespart werden sollten. Dies wollte man mit dem Abbau von nur 5.000 Stellen weltweit erreichen. Wir konnten diese aberwitzigen Rechnungen nicht nachvollziehen und prognostizierten den Abbau von 20.000 Jobs in Deutschland.
Im Juli 2004
erklärte VW seine Personalkosten in Deutschland, wo (in Ost und West) rund 175.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, um 30 Prozent senken zu wollen.
Wir kommentierten das damals so:
30 % Personalkostensenkung kann alles bedeuten, was zwischen 30% weniger Geld für jeden oder der Vernichtung von rund 60.000 Jobs liegt. Volkswagen will längere Arbeitszeiten, niedrigere Löhne und leistungsorientierte Bezahlung einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Arbeitszeiten zu verlängern, wenn gleichzeitig über eine viel zu niedrige Auslastung geklagt wird (etwa 70 Prozent), und dazu durch verstärkte Leistungsorientierung in der Bezahlung die Produktivität der länger arbeitenden Mitarbeiter noch zusätzlich zu erhöhen, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht hahnebüchener Blödsinn, solange daraus nicht die einzig sinnvolle Konsequenz, nämlich der massenhafte Abbau von Arbeitsplätzen gezogen wird.
Es sei denn, man gibt sich der Illusion hin, dass von irgendwoher ein gütiger Gott kommt und Kaufkraft regnen lässt. Traumtänzer!

Heute wird offen mit dem Abbau von 30.000 Jobs gedroht. Wir nehmen die Drohung ernst und melden weitere 10.000 VW-Jobs nach.

10.000

 09.09.2004 Salamander, Schuhe, im Garant-Verbund, beantragt Insolvenz. Betroffen sind etwa 1.000 Beschäftigte. Die kommen zu den geschätzten 300 der Garant-Mutter dazu.

1.000

 09.09.2004 Erzbistum Paderborn, Seelenheil, will 18,5 Millionen Euro (10 Prozent) bei den Personalkosten sparen. Das trifft - geschätzt - bis zu 500 Mitarbeiter.

geschätzt 500

 09.09.2004

Thüringen, Neuland, nun meldet auch der Ossi-Freistaat seine Sparziele.
7000 Landesbedienstete sollen nach dem Willen von Dieter Althaus ihren Job verlieren, um die Aufnahme neuer Schulden begrenzen zu können. Drastischer Personalabbau, Schließung und Zusammenlegung von Behörden und Streichung von Fördermitteln sind die Folterinstrumente, mit denen "der Michkuh endlich das Fressen abgewöhnt werden soll":

Details: die Zahl der Forst- und Landwirtschaftsämter wird reduziert werden, Aus 20 Finanzämtern werden zwölf, die Oberfinanzdirektion wird in ein "Landesamt für Finanzen" umgewandelt. Die Zahl der Amtsgerichte sinkt von 30 auf 25, ein Landgericht und eine Staatsanwaltschaft werden ganz abgeschafft, der Gerichtsstandort Mühlhausen wird aufgelöst. Die vier Staatlichen Umweltämter, das Landesamt für Soziales und Familie, das Landesjugendamt, die Versorgungsämter und die Ämter für Arbeitsschutz werden abgeschafft. Das Landesamt für Denkmalpflege und das Landesamt für Archäologie sollen fusionieren.

Der Stellenabbau soll ohne Kündigungen nur über Umsetzung, Fluktuation oder altersbedingtes Ausscheiden erfolgen. Gestaffelt soll sich im öffentlichen Dienst die Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden erhöhen.

Zeit, wieder einmal auf den Staatszweck hinzuweisen.

7.000

 09.09.2004 Eisenmoorbad Kur GmbH, Bad Schmiedeberg, 50 bis 60 Angestellte wurden seit Juli auf Kurzarbeit gesetzt. In der Orthopädie mussten zwei Stationen geschlossen werden. Nun stehen zehn Kündigungen an.

10

 09.09.2004 Autohaus Bonte, VW, Braunschweig, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 90 Mitarbeiter

90

 09.09.2004 TV Today, Programmzeitschrift, Hamburg, zwei Monate nach Übernahme durch Hans Barlach wird das Personal des einst zu Gruner + Jahr zählenden Blattes von 108 auf 45 eingedampft.

 63

 09.09.2004 Akzo Nobel, Chemie, verlagert die Produktion von organischen Peroxiden von Emmerich nach Amerika und Asien und streicht 70 Stellen in Emmerich.

70

 08.09.2004 Venturion AG, Finanzdienstleister, die Niederlassung in Gumpertsreuth (Kreis Hof) wird geschlossen. Den 80 Mitarbeitern dort wurde bereits gekündigt.

 80

 08.09.2004 Expert Bielinsky, Medien, Bonn, hat Insolvenz angemeldet. In Bonn sind 32 Angestelle betroffen. Die Insolvenzanträge der Standorte Troisdorf, Ahrweiler und Kerpen werden erwartet. Insgesamt werden dann 74 Mitarbeiter betroffen sein.

 74

 08.09.2004 TÜV Nord, Prüforganisation, nach der Fusion mit dem nordrhein-westfälischen TÜV (RWTÜV) ist mit mehr als 7000 Mitarbeitern die zweitgrößte TÜV-Organisation in Deutschland entstanden. Es wird zwar keine "fusionsbedingten" Kündigungen geben, doch soll der Zusammenschluss eine bessere Marktposition und eine Senkung der Kosten nach sich ziehen, was nur funktioniert, wenn die Abgänge aus natürlicher Fluktuation über mehrere Jahre nicht ersetzt werden. Die Wirkung müssen wir schätzen, aber rund 7 Prozent werden es schon sein.

 geschätzt 500

 08.09.2004 Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf,  kündigt 30 Lehrern die Verträge
zum 30. September.

 30

 08.09.2004 KaVo, Dentalgeräte, Leutkirch/Biberach,   325 Stellen sind überzählig, meint der amerikanische Danaher-Konzern, der KaVo im Frühjahr übernommen hat und will alle Produktionsstandorte auf den Prüfstand stellen. Wetten, dass der Stellenabbau ganz überwiegend die deutschen Werke treffen wird?

 300

 08.09.2004 OBI-Markt, Pinneberg, schließt zum 31. Oktober. Elf Vollzeitkräften wurde gekündigt, auch die Aushilfen müssen gehen. In Summe wohl rund 20 Jobs futsch.

 20

 08.09.2004 Schott, Spezialglas, Mainz, will die Bildschirmproduktion in Mainz einstellen. Dem werden voraussichtlich 500 Stellen zum Opfer fallen. Das sind 200 mehr, als die von uns bereits am 18.2.04 gemeldeten 300 Stellen.
Weltweit beschäftigt Schott 19 350 Mitarbeiter, knapp die Hälfte in Deutschland.

 200

 08.09.2004 Fischwirtschaft, die deutsche, hat im vergangenen Jahr rund 1.900 Arbeitsplätze abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten sank damit auf 43.000.
Ganz sicher haben wir davon bisher keinen einzigen gemeldet. wir übernehmen also ausnahmsweise die Pauschalzahl des Verbandes, der als Ursachen die Zunahme der Konkurrenz durch die EU-Osterweiterung und den verstärkten Einsatz von Technik nennt.

 1.900

 07.09.2004 Garant Schuh + Mode AG, Düsseldorf, stellt Insolvenzantrag. der Einkaufsverbund hat sich an der Übernahme der Salamander-Schuhgeschäfte verschluckt. Noch wird versucht, die Banken zur Fortführung der Finanzierung zu bewegen, um den Insolvenzantrag zurückziehen zu können, anderenfalls sollen die für die Fortführung des Geschäftsbetriebes notwendigen Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen im Zuge eines Insolvenzverfahrens umgesetzt werden. Garant, die Interessengemeinschaft von rund 5.000 Fachhändlern in 14 Ländern macht 71 Prozent des Umsatzes im Ausland. Die Zahl der Mitarbeiter einschließlich des Handels wird mit etwa 2.600 angegeben. Vorsichtige Schätzung: Auch wenn die Insolvenz abgewendet werden kann, werden Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland etwa 300 Arbeitsplätze kosten.

geschätzt 300

 07.09.2004 Navcon-Werft, Segelschiffe, Peenemünde, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 62 Mitarbeiter.

62

 07.09.2004 Forensik-Klinik, Lippstadt-Eickelborn, wird schrittweise verkleinert. Rund 90 der 500 Mitarbeiter sollen abgebaut werden.

90

 07.09.2004 Internationalen Bund für Sozialarbeit im Verbund NRW Nord (Herne)  78, Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, kann als Verein mit von Arbeitnehmervertretungen überwachter Tarifbindung im knochernharten Wettbewerb um öffentliche Fördergelder oft nicht mehr mithalten. Deshalb, so IB-Geschäftsführer Dietmar Haußmann gestern in drei Güteterminen vor Arbeitsgerichtsdirektor Gerretz, wurde mittlerweile eine GmbH gegründet, die im verstärkten Wettbewerb um die Fördergelder vor allem der Agentur für Arbeit besser mithalten kann. Auf der Strecke blieben gleichwohl im Verbundbereich 78 Arbeitsplätze im Ausbilderbereich.

78

 07.09.2004 KarstadtQuelle Vorwarnung

nach massivem Abbau von Arbeitsplätzen in den Warenhäusern plant der Konzern nun auch einen Aderlass im Versandhandel
die anhaltende Krise soll durch einen "harten und konsequenten Sanierungs- und Konsolidierungskurs" aufgehalten werden. Dies bedeutet Lohnkürzungen, Stellenabbau und die Einforderung eines zeitlich befristeten Solidarbeitrages von jedem Beschäftigten.

Vorwarnung

Mein friedliches Vietnam? 
 03.09.2004

Opel

Vorwarnung ---- Macht GM Rüsselsheim dicht?
nach langen Querelen zwischen GM und deutscher Belegschaft will GM nun ein europäisches Werk schließen. Entweder Rüsselsheim (5.600 deutsche Jobs) oder Trollhättan (6300 schwediche Jobs).

Die Entscheidung wird Anfang kommenden Jahres fallen. Die Ankündigung dieser Entscheidung wird sicherlich nicht ohne Einfluss auf die laufenden Verhandlungen über Löhne, Arbeitszeiten und Sozialleistungen bleiben. So viel Fairness und Offenheit der GM-Führung den deutschen Arbeitnehmern gegenüber hätte niemand erwartet. Wer da von Erpressung spricht, hat immer noch nicht verstanden, dass sich die Zeiten geändert haben.

Vorwarnung

 03.09.2004 Mutter-Kind-Kurklinik Haus Hohenbaden, Bad Dürrheim, wird geschlossen. Die Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft hat ihre Arbeit beendet. Es gingen 45 Arbeitsplätze verloren.

45

 03.09.2004 GFN AG, Wissenstransfer, hat Antrag auf Insolvenz für die GFN AG und ihre Tochtergesellschaften GFN e-Learning AG, rent a trainer GmbH, GFN Training GmbH, Dreieich sowie GFN College GmbH gestellt. Die GFN AG hatte Ende 2000 231 Mitarbeiter, Ende 2002 lt. Geschäftsbericht noch 113. Die zählen wir nun.

113

 03.09.2004 fmd Märtens Matratzen GmbH, Grürmannsheide hatdas vorläufige Insolvenzverfahren beantragt. Betroffen sind 42 Mitarbeiter.

42

 03.09.2004 Möbel Könecke, Gifhorn, schließt zum Jahresende. Die 28 Mitarbeiter haben bereits die Kündigung erhalten

28

 03.09.2004 Pfleiderer, Mischkonzern, Bruchhausen, das Werk in Bruchhausen wird von derzeit noch 578 Mitarbeitern bis Ende2005 weitere 87 Stellen abbauen..

87

 03.09.2004 Drägerwerk AG, Medizintechnik, Lübeck,
Vorwarnung

Bei Dräger denkt man intensiv über die Verlagerung der Produktion des Standorts Lübeck nach. Dort sorgen derzeit 1.700 Mitarbeiter für etwa 70 Prozent des Konzernumsatzes. Als Alternative für den bisherigen Standort wird ein Umzug innerhalb Lübecks, die Verlagerung in die Nähe Hamburgs oder auch die Auslagerung ins Ausland geprüft.

 Vorwarnung

 03.09.2004 Landesbetrieb Straßen und Verkehr, Rheinland-Pfalz, soll effizienter werden. Das schafft Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) durch den Abbau von 10 Prozent der 4.200 Stellen. Noch nicht entschieden ist hingegegen, ob sich der LSV auch im kommenden Jahr drei Geschäftsführer leisten wird.

420

 02.09.2004 Betonwerk Queck, Kiebingen, der vorläufige Insolvenzverwalter sieht keine Grundlage, den Betrieb weiterzuführen. Betroffen sind 13 Mitarbeiter.

13

 02.09.2004 JPG, Jenaer Präzisionstechnik,  Ausgründung der Jenoptik, muss nach fünf Jahren aufgeben und Insolvenz anmelden. Betroffen sind 90 Mitarbeiter.

90

 02.09.2004 Piratenland, Freizeitpark, Fehmarn, auch die zweite Saison endete glücklos. Die Insolvenz wurde beantragt und die Halle geschlossen. Betroffene Mitarbeiter: ?
Wir schätzen: mindestens 30

geschätzt 30

 02.09.2004 Maritimo, Spaßbad, Oer-Erkenschwick, Für fünf Mitarbeiter endet die Saison mit der betriebsbedingten Kündigung. Zu wenig Besucher.

5

 02.09.2004 Nylstar-Nordfaser, Neumünster, die niederländische Nylstar NV, Gemeinschaftsunternehmen der Rhodia SA (Paris) und der Fiat-Tochter SNIA (Mailand), hat die Schließung des Betriebes zum 30. September angekündigt. Die Chancen für eine Übernahme stehen schlecht. Wer kauft schon einen Standort, den der bisherige Eigner wegen Überkapazitäten auf dem Weltmarkt aufgibt?

250

 02.09.2004 DHL, Spedition, die Deutsche Post AG, will bei ihrer Tochter DHL 1.000 angestellte Expresskuriere durch Subunternehmer ersetzen.

1.000

 02.09.2004 Josef Wirtz Werbemittelverarbeitung GmbH, Alsdorf, die EU-Osterweiterung hat große Aufträge wegbrechen lassen, die jetzt in Tschechien zu einem Fünftel der hiesigen Lohnkosten erledigt werden. Konsequenz: Insolvenz. Betroffen sind 44 Festangestellte und 26 Aushilfen.

70

 02.09.2004 Hoesch, Metall- und Kunststoffwerk, Sanitärartikel, Kreuzau,entlässt 70 Mitarbeiter von 360 Mitarbeitern wegen der negativen Branchenentwicklung im Inland.

70

 02.09.2004 TV Markt 2000, München/Germering, Sanierung fehlgeschlagen, Banken verweigern Kredit, Insolvenz. Betroffen sind 75 Arbeitsplätze.Vermutlich wird TV Markt 2000 von einem Mitbewerber geschluckt, ein Teil der Mitarbeiter kann also hoffen.

75

 02.09.2004 ADO, Gardinen, Papenburg-Aschendorf, baut 44 von 754 Arbeitsplätzen ab. Vermutlich wird die Arbeit künftig im polnischen ADO-Werk erledigt. Bereits im letzten Jahr wurden in Aschendorf 50 Arbeitsplätze abgebaut. Wir melden insgesamt 94.

94

 02.09.2004 MIFA, Fahrräder, Sangerhausen hat 80 der rund 400 Mitarbeiter entlassen. Dies sei wegen saisonaler Nachfrageschwankungen erforderlich. Mitarbeiter und die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger vermuten jedoch ernsthafte Schwierigkeiten. Obwohl die Erlöse aus dem Börsengang zur Tilgung von Krediten verwendet wurden, sind die Verbindlicheiten bei schwächlicher Liquidität von 29 auf 42 Millionen Euro gestiegen.

80

 01.09.2004 TSG Stahlbearbeitungs GmbH, Schwenningen hat Insolvenz angemeldet. Über die Mitarbeiterzahlen liegen keine Informationen vor - die Website von TSG läßt aber den Schluss zu, dass es sich um mindestens 25 Arbeitsplätze handelt.

geschätzt 25

 01.09.2004 Wegner Strickmoden, Apolda, wird zum 31.1.05 geschlossen. 36 Arbeitsplätze gehen verloren.

36

 01.09.2004 Lufthansa Technik AG, Ausstattung und Überholung von Jets, Fuhlsbüttel, wegen nachlassender Auftragseingänge werden über 200 Jobs abgebaut. Das war in den bisherigen Meldungen zur Lufthansa nicht enthalten.

200

 31.08.2004 Porzellanfabrik Mitterteich, hat Insolvenz beantragt. Etwa 400 Mitarbeiter sind betroffen.

400

 31.08.2004 Auto Pauli, Händler, Essen, stellt Antrag auf Insolvenz. Betroffen sind 18 Mitarbeiter. Pauli hofft, den Betrieb fortführen zu können. Doch die Lieferanten haben bereits begonnen, ihre Fahrzeuge vom Hof zu holen.

18

 31.08.2004 Thonet, Stühle, Frankenberg, nach knapp zwei Jahren Kurzarbeit gehen 27 Arbeitsplätze endgültig verloren.

27

 31.08.2004 Rücker, Fahrzeug-Entwicklung, Gifhorn, weil VW spart, müssen bei Rücker in Gifhorn 50 von 400 Mitarbeitern gehen.

50

 31.08.2004 Audi, Fahrzeuge, Vorwarnung:
Audi-Chef Martin Winterkorn denkt intensiv über die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Mexiko und in die USA nach.
 Vorwarnung
 31.08.2004 Mey & Edlich, Mode, Berlin, nach Hamburg (25, Ende Juni) ist nun auch Schluss für die Filiale am Kudamm. Die befristeten Verträge der letzten zehn Mitarbeiter enden mit dem Räumungsverkauf. Insgesamt sind von der Mey & Edlich Pleite bundesweit 220 Mitarbeiter betroffen. 25 davon haben wir bereits gemeldet, bleiben 195 nachzutragen.

195

Kommt alles erst
2006, wenn überhaupt,
Bürgerversicherung - Kopfpauschale ?

Lesen Sie hier einen aktuellen Kommentar zu den Reformansätzen für das Gesundheitswesen.
Sollte man sich aber trotzdem mal ansehen...
 30.08.2004 Heymanns, Buchhandel, vier Filialen melden Insolvenz an. Betroffen sind die Buchhandlung Merkel in Erlangen, die Bockenheimer Bücherwarte in Frankfurt, die Buchhandlung Harri Deutsch ebenfalls in Frankfurt und die Buchhandlung Hofmann in Ulm. Wir schätzen dass davon insgesamt mindestens 20 Mitarbeiter betroffen sind. 

geschätzt 20

 30.08.2004 HOPPE AG, Tür- und Fenstergriffe, will die beiden Stadtallendorfer Werke zusammenlegen. Wie viele der derzeit 479 in Stadtallendorf beschäftigten Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, lasse sich noch nicht sagen. Es werde alles getan, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Wir schätzen: 50

geschätzt 50

 30.08.2004 Cinram, CDs und DVDs, muss drastische Maßnahmen zur Kosteneinsparung ergreifen. Es geht um ein Einsparungsvolumen von 30 Millionen Euro, mit Entlassungen und der Nichtfortführung befristeter Arbeitsverträge ist zu rechnen. Cinram zählt derzeit rund 1300 Mitarbeiter.Wir schätzen, dass es diesmal rund 100 Arbeitsplätze treffen wird.

geschätzt 100

 30.08.2004 LRP, Landesbank Rheinland-Pfalz, streicht mehr Arbeitsplätze, als bislang geplant. Das Ausmaß ist noch unklar.Die bisherigen Planungen sahen vor, dass bei der LRP bis Ende 2005 rund 200 Arbeitsplätze abgebaut werden. Aktuell zählt das Institut rund 1800 Mitarbeiter. Die 200 hatten wir noch nicht - und das Mehr an Stellenabbau schätzen wir auf weitere 100.

300

 27.08.2004 ddp, Nachrichtenagentur, die ddp-Inhabergesellschaft SFG hat Insolvenz beantragt, indirekt betroffen sind rund 160 ddp Mitarbeiter (ohne freie).

 160

 27.08.2004 DB Systems, Systemhaus, Bahntochter, will einen Berliner Standort schließen.Von den 140 Arbeitsplätzen bleiben 40 erhalten. bundesweit sollen 550 von 2.290 Stellen abgebaut werden.

550

 27.08.2004 Strabag , Bauunternehmung, im Straßenbau werden regionale operative Einheiten zusammengelegt. Dies wird die Entlassungen von mehreren hundert Mitarbeitern ermöglichen. Im ersten Halbjahr zählte Strabag im Schnitt knapp 10 400 Mitarbeiter, 688 weniger als vor einem Jahr, wir hatten bisher nur 500 aus der Übernahme der Deutsche Asphalt gemeldet, fassen jetzt die fehlenden 188 und die "mehreren Hundert" zusammen und schätzen rund 500 weitere Strabag Jobs, die - mangels Straßenbau - den Bach runter gehen.

geschätzt 500

 26.08.2004 Lethen Seidenweberei, Krawattenstoffe, Krefeld, wird schließen. Die 65 Mitarbeiter wechseln in eine Transfergesellschaft der IG-Metall, doch die Arbeitsplätze (vor zwei Jahren waren es noch 110) sind verloren.

65

 26.08.2004 Europa-Passage, Großbaustelle in der Hamburger Innenstadt, fordert Tribut. Die Boutique C'est la vie an der Bergstraße zieht als erster Laden die Konsequenz und schließt zum 30. September wegen Umsatzeinbußen von mehr als 70 Prozent. Vier Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz, andere können in anderen Filialen weiter beschäftigt werden.

4

 26.08.2004 Adenauer-Stiftung, Bildungswerk, die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung schließt zwei der vier Standorte in Baden-Württemberg. Das wird fünf Stellen kosten.

5

 26.08.2004 Schwermetall GmbH, Halbzeug, Stolberg, das war uns entgangen: zwischen April und Dezember 2003 wurden 70 Mitarbeiter entlassen und die Belegschaft auf 270 reduziert. Der dafür verantwortliche Geschäftsführer, der per April 2003 installiert worden war, verläßt das Unternehmen jetzt wieder.

 70

 26.08.2004 Lufthansa Cargo, über den Stellenabbau bei der Lufthansa, incl. Catering und Cargo haben wir bereits im Oktober 2003 berichtet, die jetzt wieder kursierenden Meldungen sind aufgewärt.

aufgewärmt

 26.08.2004 Universität Hamburg, Forschung und Leere?, bis 2012 soll es 20 Prozent weniger Studierende geben, rund 200 Prof-Stellen sollen wegfallen, da im Gegenzug auch rund 200 Assistentenstellen aufgebaut werden sollen, saldiert sich hier der Qualitätsabbau unter rein quantitativen Aspekten auf Null. Weil noch offen ist, ob das Konzept auch beschlossen wird, enthalten wir uns jeglicher Abschätzung. Ob der Abbau von Studienplätzen und Professuren aber hilft "unser höchstes Gut, die Bildung" zu erhalten, ist äußerst fraglich. Daher diese Vorwarnung.

Vorwarnung

 25.08.2004 Fiat-Autohaus Führ, Bebra, Insolvenz, spätestens im Oktober gehen endgültig die Lichter aus. 24 Mitarbeiter in Bebra und Bad Hersfeld bangen im ihre Jobs.

24

 25.08.2004 GLI-MICRAM, Zollsoftware, Bochum, beantragt Insolvenz Betroffen sind rund 70 Arbeitsplätze.

Nachtrag 27.08.2004
Die Betreuung der Softwarekunden ist gesichert, Teile der Mitarbeiter wechseln in den RZ-Betrieb. Nähere Informationen dazu auf der aktuellen Site des Unternehmens
http://www.gli-micram.de/

70

 25.08.2004 St.-Nikolaus-Hospital, Büren, das Krankenhaus hatte im Juni wegen finanzieller Probleme insgesamt 83 betriebsbedingte Kündigungen zum 1. Januar 2005 ausgesprochen. Nun stehen 40 Kündigungsschutzklagen an.

83

 24.08.2004 Dahlener Holzverarbeitung eG hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind die "Existenzen" von 7 mitarbeitenden Genossen.

7

 24.08.2004 Space Park, Vergnügungsgelände, Bremen, 1,4 Millionen Besucher sollten jährlich kommen und im Space Park selbst, sowie im angegliedertes Einkaufszentrum die Euros rollen lassen. Doch die verdammte Kaufzurückhaltung machte den Investoren und ihren Subventoren einen dicken Strich durch die Rechnung. Für insgesamt 44.000 Quadratmeter Ladenfläche hat sich kein einziger Mieter gefunden und der Vergnügungspark wurde nicht angenommen. 66 Mitarbeitern wurde bereits gekündigt und auch die übrigen 300 Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren.

366

 24.08.2004 Spar-Markt, Braunschweig im Kanzlerfeld, wird geschlossen. 12 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

12

     
 23.08.2004

Die 2-Millionen-Grenze ist überschritten.

...und die Regierung will ab sofort den Namen "Hartz" nicht mehr gebrauchen.

Wenn es wenigstens aus Scham wäre, über das offenkundige Versagen - und nicht Ausdruck der feigen Hoffnung, der wachsende Widerstand könnte ohne das "Feindbild Hartz" ins Leere laufen.

Bis zum 30. Juni 2005 sollte die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 2 Millionen reduziert werden. ´So die vollmundigen Versprechungen des Peter Hartz aus dem Herbst 2002. Man müsse dazu nur seine 13 Module 1:1 umsetzen und eine Projektkoalition aller Profis der Nation schmieden, dann...

Was die Kritiker schon immer vorhersagten, lässt sich nun nicht mehr länger verbergen. Das primäre Ziel der Agenda 2010, der Hartz-Gesetze und der sonstigen, sogenannten Reformen ist es, alle überflüssigen und kostspieligen Elemente der Bewirtschaftung des Produktionsfaktors Volk über Bord zu werfen.

Es sind doch schon lange nicht mehr nur die Lohnnebenkosten, denen der Kampf angesagt ist, es sind schon lange nicht mehr nur die Löhne, die in den Keller geprügelt werden und die, folgt man Wirtschaftsminister Clement, nicht durch einen Mindestlohn in ihrer Talfahrt gebremst werden dürfen.

Es sind die Kindergärten, Schulen und Universitäten, es sind die Rathäuser, Bibliotheken und öffentlichen Parkanlagen, die Museen und Theater, es sind die Kliniken und Kurheime, auf die das Volk verzichten soll, während sich große, international operierende Konzerne die einst öffentlichen Einrichtungen der Grundversorgung unter den Nagel reißen. Post, Telefon, Bahn - längst alles verhökert, Strom, Gas und Wasser sind in weiten Teilen bereits unter der Verfügungsgewalt von Konzernmanagern, die nur dem Profit ihrer Aktionäre verpflichtetet sind.

Und der Abriss geht weiter.

Auch die neue EU-Verfassung, die ohne Zustimmung des Volkes schnellstmöglich ratifiziert werden soll, ist Neoliberalismus pur. Doch dass dieses Regelwerk der Global Player unser Grundgesetz in weiten Teilen außer Kraft setzen wird, versucht kein Politiker zu vermitteln.
Warum denn auch? Gibt doch nur wieder Zoff mit dem Volk....

 Hartz wirkt

-

aber wie?

     
 23.08.2004 Apparatebau Pitton + E. Gessner GmbH,  Kirchhain, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 140 Mitarbeiter an den Standorten Kirchhain und Freudenberg.

140

 23.08.2004 Segeberger Kreditbank, Geldschöpfung, wird geschlossen. Den zwölf Mitarbeitern, wurde gekündigt.

12

 23.08.2004 Stadtwerke Kiel, kommunale Versorgung, wollen im Rahmen 'notwendiger' Umstrukturierungen die Zahlder Vollzeitarbeitsplätze um 300 auf 775 reduzieren.

300

 20.08.2004 Convergence, Linux und Digital-TV, Berlin, tritt auf die Kostenbremse. Der Betrieb wird aber nicht eingestellt, die Entwicklungsabteilung wird weitgehend ohne Beschränkungen aufrecht erhalten, aber in der Verwaltung wurden Stellen abgebaut. Das Gros der momentan etwa 30-köpfigen Belegschaft werde aber weiter beschäftigt bleiben. Was heißt das wohl? Wir schätzen: 5 müssesn gehen.

geschätzt 5

 20.08.2004 ING BHF-Bank, Frankfurt, will fast 300 Arbeitsplätze im Firmenkundengeschäft., Die holländische Mutter sucht, nachdem die Übernahme durch die Commerzbank gescheitert ist, nach einem neuen Käufer.

300

 19.08.2004 Märklin, Modelleisenbahnen, Göppingen, will die Kosten um 15 Prozent senken, Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten zwar erst zu Jahresbeginn einen Beschäftigungssicherungsvertrag unterzeichnet, der im Zuge einer Verkürzung der Arbeitszeiten vorsah, dass es bis zum Jahr 2008 keine Kündigungen geben sollte. Nun hat die Geschäftsleitung diesen Vertrag gekündigt. Mit dem Abbau von 400 Stellen muss nun gerechnet werden.

400

 19.08.2004 Agfa, Foto, Graphische Systeme, Med. Bildtechnik, Der Fotobereich für Endverbraucher wird an das Management und Finanzinvestoren verkauft und künftig als AgfaPhoto mit 2.870 Beschäftigten eigenständig arbeiten. In Deutschland, wo der Schwerpunkt der Agfa Gevaert Foto-Aktivitäten lag, hatte das Unternehmen bisher. 4300 Mitarbeiter, über deren Zukunft sich das Unternehmen noch nicht geäußert hat. Wir schätzen, dass der Verkauf das AUS für rund 1.000 Arbeitsplätze bedeuten wird.

 geschätzt 1.000

 19.08.2004 Energy-Call Service GmbH, Callcenter, Hamburg, hat Insolvenz angemeldet. 10 festangestellte und bis zu 600 freiberufliche Mitarbeiter, die noch erhebliche Honorarforderungen an das Unternehmen haben, sind betroffen. Die Hintergründe für die Insolvenz sind unklar. Eigentlich ist das Geschäft mit 0190er Erotik-Nummern sehr lukrativ.

610

 19.08.2004 Hänsel Textil, Iserlohn, 25 Mitarbeiter werden entlassen. Die Bereiche Wickelei, Verpackung sowie Teile des Labors werden in den tschechischen Ort Krupka verlagert.

25

 18.08.2004 Bauunternehmen Werner Eble GmbH & Co. KG, Baltringen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter. as Kieswerk Eble bleibt als eigenständiges Unternehmen bestehen.

40

 18.08.2004 Hans Christians Druckerei und Verlag (GmbH & Co.), Hamburg, hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Betroffen sind etwa 30 Mitarbeiter .

30

 18.08.2004 Hannelore Schumacher GmbH, Transportvermittlung und Erdarbeiten, Horrem, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind über 40 Mitarbeiter.

40

 17.08.2004 Athemia GmbH, e-Learning-Unternehmen, ist insolvent. 10 Mitarbeiter sind betroffen. (Achtung: die Athemia AG in der Schweiz ist von der Insolvenz nicht betroffen)

10

 17.08.2004 US-Army, robuste Diplomatie, Truppenabzug konkretisiert sich, im März hatten wir noch vorsichtig geschätzt, dass der beabsichtigte Truppenabzug die Arbeitsplätze von 2.900 deutschen Zivilbeschäftigten überflüssig macht. Nun wissen wir, dass mit dem Abzug der Hälfte jener 70.000 Soldaten auch rund die Hälfte der 15.000 deutschen Zivilbeschäftigten verschwinden wird.
In Katastrophenszenarien wird zwar schon die Verelendung ganzer Landstrich und der Verlust von bis zu 80.000 Jobs im Umfeld der Kasernen an die Wand gemalt - wir bleiben da seriöser und melden nur die Differenz zwischen 2.900 und 7.500 nach.

4.600

 

Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau:
Volksfront, Rattenfänger, Aufwiegler und unüberbietbarer Populismus?

Egon W. Kreutzer stellt provozierend die Frage: Wer ist das Volk?

Lesen Sie hier seinen Aufsatz für die Fortsetzung der Demonstrationen gegen Sozialabbau und Verarmungspolitik.

 
 16.08.2004 ABB, Bildungs-Unternehmen, Duisburg, die Tochtergesellschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO), hat nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 120 Arbeitsplätze.

120

 14.08.2004 Europroteome, Biotechnologie, Berlin-Hennigsdorf, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 28 Mitarbeiter.

28

 14.08.2003 Dülsen, Steinofenbäckerei, Hammoor, Insolvenz. Der Inhaber, der seit den 70er Jahren bereits 15 Filialen geschlossen hat und nun mit noch drei Mitarbeitern die beiden letzten Läden in Bargteheide und Hammoor betreibt, hofft auf die Fortführung, doch der bisherige Verlauf der Geschäftsentwiclung spricht dagegen.

3

 14.08.2004 Erzbistum Hamburg, Seelenheil, katholisch, der Bischof plant den Abbau von 88 der 346 Vollzeitstellen. Der Personalabbau ist nur ein Teil des großen Sparprogramms der Erzdiözese Hamburg. Aus 38 Pfarreien sollen 25 werden. Bauzuschüsse werden radikal zusammengestrichen: Auch wenn unter dem Dach einer Pfarrei drei Kirchen, drei Pfarrhäuser und drei Gemeindehäuser vereint sind, gibt es ab Januar 2005 nur noch Geld für den Erhalt eines Standortes.

88

 14.08.2004 Koenig und Bauer, Druckmaschinen, Würzburg, nach Werksschließungen und Entlassungen in 2003 beschäftigt Koenig & Bauer einschließlich der Anfang des Jahres aufgekauften Tochter Metronic knapp 7300 Mitarbeiter.In der Produktion ist kein weiterer Personalabbau vorgesehen, die Verwaltung soll jedoch um 80 Köpfe reduziert werden.

80

 14.08.2004 ZVS, Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, auch diese Behörde schrumpft. Von einst 200 Mitarbeitern sind noch 130 beschäftigt, das Ziel liegt bei 109.

91

 14.08.2004 Schillerkaufhaus,Weimar,  Insolvenz. 43 Mitarbeiter sind betroffen.

43

 14.08.2004 Büscher, Getränkeabfüller, Wiehl-Weiershaben, muss 14 von 45 Mitarbeitern entlassen.

14

 14.08.2004 HDW, Kiel, Blohm+Voss, Hamburg, Nordseewerke, Emden, alle unter dem Dach der ThyssenKrupp-Werften, müssen sich auf Restrukturierungsmaßnahmen gefasst machen. Bei HDW wird der Bau von Containerschiffen, Fregatten, Korvetten und Megayachten aufgegeben. Der gesamte Überwasserschiffbau wird von Kiel nach Hamburg und Emden verlagert. Sämtliche U-Boot-Aktivitäten werden in Kiel angesiedelt. Von dieser strukturellen Bereinigung sind in Kiel 3.050, in Emden 1.500 und in Hamburg 1.560 Arbeitsplätze betroffen. Eine Personal- und Kapazitätsplanung liegt zwar angeblich (das wäre eine unglaubliche Fahrlässigkeit in der Entscheidungsvorbereitung) noch nicht vor, wir melden dennoch den absehbaren Abbau von mindestens 430 Arbeitsplätzen.

430

 14.08.2004 Bacardi, Rum und Mischgetränke, wegen der Sondersteuer für Mischgetränke mit Spirituosenanteil (Alcopops) streicht der Rumhersteller Bacardi 40 von 113 Arbeitsplätzen an seinem Standort Buxtehude.

40

 13.08.2004 Park & Bellheimer, Brauerei, Pirmasens, das insolvente Unternehmen wird von Eichbaum aufgekauft. Die Übernahme bringt 57 Entlassungen mit sich.

57

 13.08.2004 KTE-AG, Klinikbetreiber, Bad Hersfeld und andere Standorte, die Gehaltszahlungen für den Monat Juli stehen aus. Die Geschäftskonten wurden durch die Banken gesperrt. Das ist der klassische Fall von Zahlungsunfähigkeit - obwohl die Geschäftsführung versichert, es gäbe noch Chancen, die Insovenz zu vermeiden. Vor dem Hintergrund der durch die Sparmaßnahmen der Sozialkassen verursachten, rein betriebswirtschaftlichen Überkapazität an Klinikbetten in Deutschland, sehen wir wenig Hoffnungen für die Arbeitsplätze der bundesweit 1300 Mitarbeiter der KTE-Gruppe. Letztlich ist es doch egal, wen es trifft. Hauptsache, die Lohnnebenkosten werden gesenkt. Oder ist das noch nicht klar, dass jedes Klinikbett, jede Krankenschwester, jeder Pfleger - über den Umweg der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung - , gesamtwirtschaftlich gesehen, nichts anderes als ein möglichst schnell zu eliminierdes Stück der verhassten Lohnnebenkosten ist?

1.300

 13.08.2004 Niag, Privatbahn, Wesel, zum Jahresende drohen im Bereich Güterverkehr betriebsbedingte Kündigungen. Möglicherweise muss jeder Fünfte von den 100 in dieser Sparte Beschäftigten gehen. Grund: die Deutsche Bahn hat einen Großauftrag von der Niag abgezogen und an ein eigenes Tochter-Unternehmen vergeben.

20

 13.08.2004 FJH, Softwarehaus, München, ein umfassendes Maßnahmenpaketzur Senkung der Personalkosten enthält auch deutlichen Stellenabbau. enthalten. Ende Juni beschäftigte FJH 990 Mitarbeiter rechnerisch ist der Abbau von etwa 200 Mitarbeiterkapazitäten geplant.

200

 12.08.2004 Welger, Landmaschinen, Wolfenbüttel, rechnet im nächsten Geschäftsjahr mit Umsatzrückgängen von 25 bis 30 Prozent. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden 135 Mitarbeitern in eine Transfergesellschaft verschoben, die am 1. September ihre Arbeit aufnehmen wird. Der Abschluss eines Standortsicherungs-Tarifvertrages verlangt von den verbleibenden 240 Mitarbeitern den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie die Verschiebung der Wirksamkeit der Tariferhöhung um sechs Monate.

135

 12.08.2004 Bosch-Siemens, Hausgerätewerk, Nauen, baut bis zu 150 Stellen ab, weil die Fertigung von Wäschetrocknern 2005 nach Polen verlagert wird.

150

 12.08.2004 Johann A. Krause, Maschinenfabrik, Farge, Lieferant von Montagelinien für Motoren, Getriebe und Achsen, entlässt in Bremen-Farge 250 von 1200 Mitarbeitern. Außerdem wurdedie Rückkehr zur 40-Stunden-Woche vereinbart. Bezahlt werden nur 37 Stunden. Ist das nicht eigentlich "Schwarzarbeit"?

250

 12.08.2004 Siemer+Müller GmbH & Co. KG,  Bauunternehmung, Bremen. ist insolvent. dBetroffen sind sind insgesamt 423 Arbeitnehmer.

423

 12.08.2004 Sachsen-Anhalt, Neuland, bisher war wenig zu hören, aus Sachsen-Anhalt, bis auf 838 Stellen in der Kinderbetreuung, 400 Stellen im Landesverwaltungsamt und 47 Forstabeiterjobs aus 2003 und den 350 Jobs in den Unikliniken von gestern gibt unsere Statistik nichts her. Jetzt wird bekannt: Bis 2006 fallen 8400 Stellen weg. 4720 Planstellen seien bis Juni 2004 bereits gestrichen worden. Ziel des Landes ist es aber, auf den Bundesdurchschnitt von 21,6 Landesbediensteten je 1000 Einwohner zu kommen. In absoluten Zahlen ist das eine Verringerung von 68000 auf 55000 Stellen. Wir nehmen diese 13.000 Stellen, vermindert um die 1.635 bereits gemeldeten und registrieren den geplanten Abbau von weiteren 11.365 Jobs.

11.365

 12.08.2004 Diakonisches Werk Westfalen, Sozialdienst,  wegen Kürzungenvon Landesmitteln und Zuschüssen der evangelischen Kirche muss rund ein Drittel der Stellen gestrichen werden. 47 von 154 Vollzeitjobs werden vernichtet.

47

 12.08.2004 LTU Aircraft Maintenance, Flugzeugwartung,Flughafen Hahn, stellt den Betrieb ein. Allen 65 Mitarbeitern wurde gekündigt .

 65

 11.08.2004 C.H.A.I.M, internationales Zentrum für Trauer, Kultur und Begegnung, Bad Segeberg, ist insolvent. Betroffen sind 23 Mitarbeiter.

 23

 11.08.2004 Heyer, Spedition, Neersen, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 111 Mitarbeiter, die um ihren Job bangen müssen, obwohl der Betrieb noch ganz normal läuft.

 111

 11.08.2004 Betosta-Leibbrand Bewehrungstechnik GmbH, Ingelheim, musste in Folge der Stahlkrise Insolvenz anmelden. Mitarbeiterzahlen liegen nicht vor - wir schätzen mindestens 100.

 geschätzt 100

 11.08.2004 DEUTSCHE NICKEL, Münzrohlinge, steht vor der Insolvenz. Die letzte Hoffnung liegt in einer großangelegten Umschuldung. Wir geben Vorwarnung für rund 3.000 Arbeitsplätze.

 Vorwarnung

 11.08.2004 Sachsen-Anhalt, Unikliniken, Leistungsorientierung und Wettbewerb, das sind die Phrasen, mit den die Sparmaßnahmen an den Unikliniken bemäntelt werden. Der Kanzler der Magdeburger Universität, Wolfgang Lehnecke, denkt sogar daran, Haustarifverträge abzuschließen. Der Personalrat befürchtet ein wachsendes Lohngefälle innerhalb der 7.000 Mitarbeiter zählenden Belegschaft sowie einige hundert Entlassungen. Der Kanzler will hierzu noch keine Zahlen nennen, sicher ist nur, dass die Zahl der Professoren-Stellen schrittweise von 75 auf 60 je Standort reduziert wird. Wir schätzen den zu erwartenden Stellenabbau vorsichtig mit 5% und stellen 350 Stellen in die Statistik ein.

geschätzt 350

 11.08.2004

Lufthansa, Transporte, Call-Center Kassel, -die Drohung mit der Schließung hat nichts gebracht. Die Mitarbeiter lehnten das Sparpaket mehrheitlich ab. Wollte die Lufthansa wirklich 370 Jobs vernichten? Offenbar nicht. Die neuen Verhandlungen mit dem Betriebsrat finden zu neuen Konditionen statt. Nicht um 40, sondern nur noch um 30 Prozent müssen die Kosten sinken, verlangt die Lufthansa nun.Noch gibt es zwar keinen neuen Gesprächstermin, aber es wird davon ausgegangen, dass - bei moderater Verkleinerung des Standorts die meisten Arbeitsplätze erhalten werden können, wobei betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sein sollen.

Wir schätzen den Effekt der LH-Drohung so ein, dass am Ende mit Gehaltsverzicht, Mehrarbeit und anderen Instrumenten die 30 Prozent Marke erreicht wird und melden einen "Abbau-Effekt" von 111 Jobs.

 geschätzt 111

 11.08.2004  WILA Leuchten, Iserlohn, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 169 Beschäftigte.

 169

 10.08.2004 Kureinrichtungen Mecklenburg-Vorpommern, Die Kassen streichen Mutter-Kind-Kuren radikal zusammen. Fast jeder zweite Antrag wird in MV abgelehnt. In der Folge geraten nun die Kurkliniken in Existenznot.Mathias Löttge, Präsident des Bäderverbandes MV klagt über Belegungsrückgänge von 16 bis 20 Prozent. ergeben. Gerade diese Häuser hätten keine Ausgleichsmöglichkeit, sagte Löttge. Weil eine Kurklinik keine Ausgleichsmöglichkeiten für entgangene Einnahmen und nur wenig Möglichkeiten zur teilweisen Betriebsstillegung hat, drohende landesweit Pleiten. Gut 1000 Mitarbeitern in den Kliniken und natürlich auch die regionalen Zulieferer stehen im Überlebenskampf. Gerade die Besten fallen in diesem Spiel zuerst: Die Mutter-Kind-Kurkklinik des ASB, in Toplage im Ostseeheilbad Graal-Müritz kämpft mit der Insolvenz und plant schmerzliche Einschnitte ihre 90 Mitarbeiter.

Vorwarnung

 10.08.2004 Bahnbau-Industrie, Pauschalmeldung, Auftragsrückgang im ersten Halbjahr 2004 um 40 Prozent, eine Milliarde Euro fehlen im Haushalt der Bahn für Neu- und Ausbauprojekte. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht in dieser Spezialsparte 8.000 von 20.000 Arbeitsplätzen gefährdet. Wir halten diese Einschätzung für gerechtfertigt. Weil es sich um einen schleichenden Prozess handeln wird, der im Wesentlichen ohne spektakuläre Meldungen aus den Unternehmen vollzogen wird, nehmen wir diese 8.000 Stellen pauschal in diese Statistik auf.

8.000

 10.08.2004 Basell, ehem. Rheinische Olefinwerke (ROW), Wesseling, Vorwarnung:
Basell, weltweit führender Polyolefin-Hersteller, gemeinsame Tochter von BASF und Shell, soll bis Mitte 2005 komplett verkauft werden. Rund 2.000 Arbeitsplätze werden zur Manövriermasse im weltweiten Kunststoff-Geschäft. Mit massivem Arbeitsplatzabbau muss leider gerechnet werden - auch wenn die Variante 2, der Börsengang zum Zuge kommt.

Vorwarnung

 09.08.2004 World of Music, München, wird geschlossen. Aus für 25 Stellen.

 25

 09.08.2004 Rohrwerk Maxhütte, Sulzbach Rosenberg, Endweder: Mehrarbeit ohne Lohnausgleich, Verzicht auf Urlaubstage und Jahressonderzahlung, oder: Auslagerung von Produktionsbereichen nach Osteuropa und Verlust von rund hundert Jobs.
Heute nennt man das "Verhandlung".
Wir enthalten uns der Wertung und zählen 100 Jobs als absehbaren Stellenabbau.

100

 06.08.2004 Landgraf, Luft- und Klimatechnik, Unterlüß, wird bis Mitte September insolvenzbedingt stillgelegt. 83 Mitarbeiter sind betroffen.

83

 06.08.2004 Cofresco, Frischhalteprodukte, Melitta-Gruppe, Minden, die Zukunft des Werkes am Hauptsitz Minden sollte durch die Verlagerung der Produktion nach Polen und den Abbau von bis zu 175 der 250 Stellen gesichert werden. Nun hat die Drohkulissse ihre Wirkung getan. Mit Gehaltsverzicht, flexibleren (Mehr-)Arbeitsmodellen und nur(!) teilweiser Produktionsverlagerung wird das Einsparziel voraussichtlich ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht. Bei vorsichtiger Abschätzung rechnen wir damit, dass unter dem Strich doch rund 80 Jobs verloren gehen.

geschätzt 80

 05.08.2004 Steag HamaTech, Maschinen zur DVD-Herstellung, hat den Personalstand um 50 Mitarbeiter auf 280 reduziert.

50

 05.08.2004 Duve GmbH, Automobilzulieferer, Neuenrade, rund 100 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten. Zwar sollen in Neuenrade neue Duve-Firmen gegründet werden, die ggfs. einen Teil der jetzt entlassenen Mitarbeiter wieder aufnehmen, doch zunächst greift der Stilllegungsbeschluss. Die jetzt vernichteten Jobs gibt es nicht wieder.

100

 05.08.2004 Nappo, Süßwarenhersteller,  führt die 60-Stunden-Woche ein.
Bild.de berichtet, dass die 40-Stunden-Woche mit einer Verpflichtung zu 20 unbezahlten Überstunden pro Woche für 150 Mitarbeiter ausgerufen wurde. Diese Maßnahme vernichtet Jobs, denn sie erspart ungefähr 90(!) Neueinstellungen bzw. senkt die Personalkosten um nahezu 40 Prozent.

90

 05.08.2004 SAP, Software, die Jobverlagerung geht weiter. Am 24.06. hatten wir die Zahl des zu erwartenden Stellenabbaus in Deutschland wegen Outsourcing nach Osteuropa und Indion noch auf 1.300 geschätzt. Nun soll die Zahl der Mitarbeiter in Indien nicht um 500, wie bisher gemeldet, sondern um 1.900 auf 3000 erhöht werden. Die Strategie, Forschung und Entwicklung, aber auch Verwaltungsfunktionen verstärkt in Niedriglohnländer zu verlagern, um Lohnkosten zu sparen, wird in Deutschland - so schätzen wir - nun insgesamt etwa 2000 Jobs kosten. Wir melden 700 nach.

 700

 04.08.2004 Kloster Andechs, Mönche, Seelenheil geht künftig vor, die Gastronomie musste im Machtkampft auf dem Klosterberg in Insolvenz geschickt werden. 224 Mitarbeiter sidn betroffen.

224

 04.08.2004 Mansfelder Hof , Hotel, Eisleben, hat Insolvenz angemeldet. Rund 20 Mitarbeiter sind betroffen.

20

 04.08.2004 Zelic GmbH, Forstpflege, Herscheid, hat  Insolvenz angemeldet. 11 Mitarbeiter sind betroffen.

11

 04.08.2004 PPS-Fotofachhandel hat Insolvenzantrag für drei Unternehmensteile gestellt.
In den Standorten Hamburg, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M. und Saarbrücken sind rund 170 Mitarbeiter betroffen.

170

 04.08.2004 Miele, Hausgeräte, Gütersloh, ein neues Arbeitszeitmodell(!) macht produktiver. Das führt zunächst zur Kurzarbeit und bei unverändert guter (also nicht noch besserer) Auftragslage zum Abbau von 120 Stellen. Wenn's geht über Altersteilzeit.

120

 04.08.2004

Pauschal-Info -

In der deutschen Medienwirtschaft sind in den Jahren 2002 und 2003 insgesamt 85.200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gegangen. So das BAW-Institut für Wirtschaftsforschung in Bremen.

ein paar davon haben wir sicherlich gemeldet....
 04.08.2004 Wilhelm Rusch GmbH, Bauunternehmen, Vöhrum, hat Insolvenz angemeldet, 29 Mitarbeiter sind betroffen.

29

 04.08.2004 Ott und Zimmermann KG, Druckerei, Gerstetten, hat Insolvenz angemeldet, betroffen sind ca. 20 Beschäftigte.  

20

 04.08.2004 Spermann, Karosserie- und Fahrzeugbau, Werne, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind rund 50 Mitarbeiter.

50

 04.08.2004 Big Star, Jeans,  Restrukturierung wird in Deutschland zum Abbau von 10 % der 70 Jobs führen.

7

 02.08.2004

Ende der Pause.

Das Sommertheater wuchtet den zweiten Akt auf die Bühne. Merz, der Finanzexperte mutiert zum Sozialpolitiker und will den Kündigungsschutz auf Bierdeckelformat bringen. SPD-Platzeck warnt - nachdem nun auch Hartz IV in trockenen Tüchern ist - publikumswirksam vor weiteren Reformen am Arbeitsmarkt.
Siemens, Mercedes und weitere Unternehmen legen der Reihe nach prächtige Quartalszahlen vor, aber bei Hartz-VW werden bittere Tränen geweint, weil der Gewinn im Jahr 2004 voraussichtlich nur 1,9 Milliarden Euro betragen wird. Ist ja nichts, 1,9 Milliarden - würde ja höchstens reichen, um 60.000 Mitarbeiter ein Jahr lang zu bezahlen (VW hat weltweit 330.000, davon in Deutschland rund 175.000 Mitarbeiter).
Auch die Gewinne der Deutschen Bank geben zu heftigen Klagen Anlass. Bei einer voraussichtlichen Eigenkapitalrendite von nur (!) 25 Prozent vor Steuern und einem Gesamtgewinn von 1.6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr sind die Analysten schockiert. Die Aktie verlor daraufhin an einem Tag mehr als drei Prozent ihres Kurswertes. Entsetzlich, oder?

Wenn die Gewerkschaften so weiter machen, ist Deutschland wirklich bald nicht mehr zu retten.

 
 02.08.2004 Norwas GmbH, Werbeagentur, Stralsund hat Involvenz angemeldet. Betroffen sind die letzten sieben Mitarbeiter

 7

 02.08.2004 Brüninghaus, Waggonbau, der Laden ist dicht. Rund 150 Mitarbeiter verloren ihren Job.

150

 02.08.2004 Sund Data, Stralsund, hat Insolvenzantrag gestellt, nach durchschnittlich 20 Angestellten und 20 Auszubildenen sind von diesem letzten Schritt nur noch ein Angestellter und 2 Azubis betroffen.

3

 02.08.2004 Zoologischer Garten, und Tierpark Berlin fusionieren bei der Verwaltung. Weil Angestellte in beiden Tiergärten von sich aus gehen, verringere sich deren Zahl von 520 auf 480.

40

 02.08.2004 Girmes, Textilien, Oedt/Lobberich,  als Girmes Mitte Juli von der französischen Firma Tissavel gekauft wurde, kam noch einmal Hoffnung auf. Nun steht fest: Nur 35 Vertriebs-Mitarbeiter erhalten unbefristete Arbeitsverträge. Rund 80 Arbeiter, überwiegend aus dem Bereich Industrietextil-Produktion, erhalten lediglich befristete Verträge bis zum Jahresende. Wir melden hiermit 52 Jobs nach (640 hatten wir schon am 27-01-04.

52

 02.08.2004 Weru, Fenster- und Türen, Rudersberg, Auch hier der neue deutsche Erfolgsmix: Kündigungen kominiert mit unbezahlter Mehrarbeit. Der Vorstand will ein Streichungspaket, bei dem 150 Beschäftigte entlassen und im Gegenzug die 40-Stunden-Woche ohne Einkommensausgleich für die verbleibende Belegschaft eingeführt und zusätzlich das Urlaubs- und Weihnachtsgeld einbehalten werden soll.

150

 02.08.2004 Nothelfer, Thyssen-Krupp-Tochter, Ravensburg, die Geschäftsführung will 160 Stellen abbauen.

160

 02.08.2004 Pilkington, Glas, Gelsenkirchen?, 80 Stellen werden abgebaut, die betroffenen Mitrarbeiter werden an eine Transfergesellschaft abgegeben.

80

 02.08.2004 Nestle, Nahrungs- und Genußmittel, will bis Ende 2005 in Deutschland rund 230 Stellen abbauen. In der Frankfurter Zentrale sollen 160 der 1.500 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen.

 230

 02.08.2004 Thyssen-Krupp und Hüttenwerke Krupp Mannesmann, Stahl, Thyssen-Krupp will bis September 2007 jährlich 200 bis 250 Mio. Euro einsparen. Das entspreche umgerechnet 1100 Stellen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann, die zu 50 Prozent Thyssen-Krupp gehören, wollen im gleichen Zeitraum 100 Mio. Euro jährlich sparen und zwischen 461 und 571 Stellen abbauen.

1.600

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235