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Impressum


Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.06.2004 bis 31.07.2004

Archiv - gesamt in Juni und Juli 2004

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 Bücher

107.316

 26.07.2004 Wir machen eine kurze Pause, Fortsetzung am 02.08.2004.  
 23.07.2004 Mecklenburg Vorpommern, neues Land,  wir haben die Pläne der Landesregieruing bisher mit pauschal 2000 Stellen + 400 Stellen an den Universitäten berücksichtigt. Das Ziel: Langfristig muss die Personalausstattung an die der westlichen Länder angeglichen werden. Das Tempo: etwa 1000 Stellen pro Jahr, das Ende: Der Bevölkerungsrückgang vermindert die Steuereinnahmen um rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Von 2009 an gehen zudem die Solidarpaktmittel zurück. 2020 sind wir dann auf dem gesamtdeutschen Boden der Realität angekommen. Sagt jedenfalls Finanzministerin Sigrid Keler.
Das könnte man auf 16.000 Stellen hochrechnen, doch erst im Herbst wird beraten und beschlossen. Wir bleiben dran.

Vorwarnung

 22.07.2004 Koopmeiners-Bau GmbH & Co. KG, Cloppenburg, schließt zum Ende dieses Jahres mangels Aufträgen. 40 Mitarbeiter aus der Region und den neuen Bundesländern werden entlassen.

40

 22.07.2004 HTP, (High Tech Plastic AG), Fohnsdorf, baut am Standort Fohnsdorf bis zu 20 Prozent ihrer 320 Beschäftigten ab.

60

 22.07.2004 Sport Entress, Facheinzelhandel, Stuttgart, wird zum Februar 2005 geschlossen. 75 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

75

 22.07.2004 Bonndata, Software, Bonn, das Unternehmen der Zürich Gruppe, plant offenbar die Verlagerung von 200 bis 250 Arbeitsplätzen aus Bonn, zu CSC mit Sitz im kalifornischen El Segundo. Bonndata hat derzeit insgesamt 530 Mitarbeiter, darunter 380 in Bonn.

250

 22.07.2004 Marienpflege, Kinder- und Jugenddorf, Ellwangen, schließt zwei Tagesgruppen und eine stationäre Gruppe. In den Bereichen Hausmeister und Hauswirtschaft werden Überkapazitäten reduziert. Insgesamt sollen bis zu zwölf Stellen abgebaut werden.

12

 21.07.2004 Colt Telecom, Glasfasernetz, Frankfurt, wir haben uns verschätzt. Heute wurden die Zahlen öffentlich. Colt baut in Frankfurt bis Ende Jahr 2005 300 Stellen ab. Unsere Schätzung vom 4. Juni lag bei nur 200. bleiben 100 nachzumelden.

 100

 21.07.2004 Wihag, Fahrzeugzulieferer, Rottenbach, die Thüringer Aufbaubank hat den Kompromiss zur Rettung der Rottenbacher Wihag Delta platzen lassen. Das Unternehmen muss Insolvenz anmelden. 190 Mitarbeiter sind betroffen.

190

 21.07.2004 Bertelsmann, die Musiksparten von Bertelsmann (BMG) und Sony fusionieren mit dem Segen der EU-Kommission. Die Werte der erwarteten Einsparungen variieren von rund 280 bis rund 350 Millionen Dollar jährlich. 2000 Jobs gehen verloren. Wo genau ist noch nicht bekannt. Also schätzen wir einfach, dass die Hälfte davon auf Bertelsmann entfällt und melden 1.000

1.000

 21.07.2004 VW - nur zur Erinnerung -
Anfang März wurde erklärt, dass Kosten in Höhe von vier Milliarden Euro pro Jahr gespart werden sollten. Dies wollte man mit dem Abbau von nur 5.000 Stellen weltweit erreichen. Wir konnten diese aberwitzigen Rechgnungen nicht nachvollziehen und prognostizierten den Abbau von 20.000 Jobs in Deutschland.
Nun will VW seine Personalkosten in Deutschland, wo rund 175.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, um 30 Prozent senken. Das kann alles bedeuten, was zwischen 30% weniger Geld für jeden oder der Vernichtung von rund 60.000 Jobs liegt.
Volkswagen will längere Arbeitszeiten, niedrigere Löhne und leistungsorientierte Bezahlung einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Arbeitszeiten zu verlängern, wenn gleichzeitig über eine viel zu niedrige Auslastung geklagt wird (etwa 70 Prozent), und dazu durch verstärkte Leistungsorientierung in der Bezahlung die Produktivität der länger arbeitenden Mitarbeiter noch zusätzlich zu erhöhen, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht hahnebüchener Blödsinn, solange daraus nicht die einzig sinnvolle Konsequenz, nämlich der massenhafte Abbau von Arbeitsplätzen gezogen wird.
Es sei denn, man gibt sich der Illusion hin, dass von irgendwoher ein gütiger Gott kommt und Kaufkraft regnen lässt. Traumtänzer!

VW 

Die Lage spitzt sich dramatisch zu.
 21.07.2004 Kreiskrankenhaus  Heppenheim, ein auf ominöse Weise verschwundenes und nun wieder aufgetauchtes Gutachten behauptet einen Personal-Überhang um 72,7 Stellen (von 367). Das defizitäre Krankenhaus wird die Einsparungsmöglichkeit nun umsetzen müssen.

73

 21.07.2004 Evangelische Kirche Berin, Seelenheil, will die Anzahl ihrer Pfarrer über natürliche Fluktuation in den nächsten Jahren von 1.000 auf etwa 900 reduzieren.

100

 20.07.2004 Philips, Elektro-Multi, LG Philips Displays baut am Standort Aachen weiter Arbeitplätze ab. Von den rund 520 Mitarbeitern im Aachener Glaswerk werden 93 ihren Arbeitsplatz verlieren. Wir unterstellen, dass dieser Stellenabbau zusätzlich zu den im November 2003 getroffenen Abbaubeschlüssen erfolgt.

93

 20.07.2004 Johannesstift, Sozialwerk, Spandau, das ev. Hilfswerk muss 25 Mitarbeiter entlassen. Der Vorstand begründet den Schritt mit den drastischen Einsparungen des Landes Berlin bei der Jugendhilfe.

25

 20.07.2004 Josef Brocke GmbH & Co. KG, Formen und Werkzeugtechnik, hat insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 1.200 Arbeitsplätze an den Standorten Morsbach bei Gummersbach, Waldbröl und Schwelm. Schwelm an der Prinzenstraße 12-20.

1.200

 20.07.2004 Nohl, Rohr- und Anlagenbau, Pfungstadt, die neuen Eigentümer (Übernahme in 2001 durch die Heag) wollen radikal umbauen und das Unternehmen bis 2006 auf einen Stamm von 250 Mitarbeitern eindampfen. Das erfordert den Abbau von rund 400 Stellen.

400

 20.07.2004 Schulpsychologischer Dienst, Rhein Kreis- Neuss, weniger Personal, zusätzliche Aufgaben. Wir wissen nur, dass einige(?) Stellen nicht mehr neu besetzt werden und die Mitarbeiter gezwungen sind , sich auf Kernbereiche zu beschränken. Einige sind mindestens 2, und die nehmen wir auf.

2

 19.07.2004 Kadabell GmbH & Co. KG, (Kadus), Haarpflegemittel, Lenzkirch, das ehemals zum Wella Konzern gehörende Unternehmen, wird vom Wella-Käufer Procter & Gamble nicht mehr benötigt. Den Namen Kadus will man zwar noch benutzen, nicht aber die Fertigungsstätte im Schwarzwald. 280 Arbeitsplätze gehen verloren. Procter & Gamble erzielte 2002 einen Gewinn von vier Milliarden Dollar. Kadus weist eine Rendite von zwölf Prozent aus. Für Procter und Gamble ist das zu wenig.
(Danke, Rossi, für diesen und alle vorhergegangenen Hinweise!)

280

19.07.2004  Bombardier, Bahntechnik, plant nun Entlassungen am Standort Niesky. Die Meldungen über Personalabbau bei Bombardier beschäftigen uns seit Oktober 2002. Sie zeichnen sich seit jeher durch besondere Unklarheit und Redundanz aus. Viele Einzelmeldungen der Vergangenheit haben wir schlicht ignoriert, die Absicht, im Güterwaggonwerk in Niesky 100 Stellen zu streichen, halten wir jedoch für neu und bislang nicht berücksichtigt.
Vielleicht hilft uns mal ein Bombardier-Betriebsrat oder ein mit Bombardier vertrauter Gewerkschafter, die tatsächlichen Zahlen herauszufinden.
Kontakt

 100

 19.07.2004 Postbank, Geld, die Postbank streicht 450 der 800 Arbeitsplätze der kürzlich übernommenen früheren Deutsche-Bank-Tochter DB Pay. Darauf hatten wir schon im Oktober 2003 hingewiesen.

aufgewärmt

 19.07.2004 Hamburg, Kommune, die Hamburger Polizei wird auf mehr als 300 Stellen verzichten müssen. Die bisher bekannten 151 waren vermutlich in den 1.000 Stellen enthalten , die wir im April summarisch für die Hansestadt gemeldet hatten. Die neuerliche Streichung trifft 150 Stellen mit denen einige der 500 Berliner(!) Polizisten über den Sachmittelhaushalt finanziert worden waren.

150

 16.07.2004 "V-Dia", (PrintPartner), Fotolaborgruppe, hat für das gesamte Unternehmen mit Labors in Heidelberg, Wallau, Berlin, Meißen und Gotha Insolvenz angemeldet. Insgesamt sind davon 980 Mitarbeiter betroffen. In Wallau wird die Fotoentwicklung bereits am 23. Juli geschlossen, am 15. August überall.

980

 16.07.2004 NOI Rotortechnik, Niedersachswerfen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 140 Arbeitsplätze.

140

 16.07.2004 Hukla, Polstermöbel, Gengenbach, hat Insolvenz beantragt. 1.250 Mitarbeiter sind betroffen.

1.250

 16.07.2004 Torgelower Polstermöbel GmbH, Torgelow, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 100 Mitarbeiter.

100

 16.07.2004 Häusslers Bauklotz, Eckernförde, Kappeln, der Baumarkt schließt zum 31.10.04, 55 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

55

 16.07.2004 General Motors, Opel, Transportmittel, die Standorte in Deutschland sollen im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig gemacht werden. Es solle nicht alles in Polen produziert werden, aber die Lohnstückkosten je Auto liegenbei den deutschen Werken im europaweiten Vergleich viel zu hoch. Die Lohnstückkosten müssen im zweistelligen Prozentbereich sinken“, sagte der stellvertretende Europa-Chef der Opel-Mutter General Motors, Carl-Peter Forster. Er forderte Einsparungen von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr in allen General-Motors-Werken in Europa. In Deutschland sind mit 34.500 Menschen die Hälfte der europäischen Opel-Mitarbeiter beschäftigt. Diese müssen also mindestens auf 50 Millionen Löhne/Lohnnebenkosten verzichten. Das entspricht in der Wirkung so ungefähr dem Abbau von 1400 Arbeitsplätzen. Weil am Ende nicht alles so heiß gegessen wird, stellen wir eine Lohnkürzung im Wert von 1000 Arbeitsplätzen in diese Statisitk ein.

1.000

 16.07.2004 Elwe Lehrsysteme GmbH, Schandelah, Übernahme durch arabischen Investor gescheitert. Der Betrieb wurde vom Insolvenzverwalter stillgelegt, die 120 Mitarbeiter treten beim Arbeitsamt an.

120

 15.07.2004 Normbau Weitz, Türen, Fenster, Lißberg, hat Insolvenz beantragt. 48 Arbeitsplätze sind betroffen.

48

 15.07.2004 Dierk Ahrens, Bauunternehmer, (Raum Hamburg) hat Insolvenz angemeldet. 30 Arbeitsplätze sind betroffen.

30

 15.07.2004 Michelin, Reifen, im Werk Trier wird die Prtoduktion zurückgefahren. 137 Beschäftigte werden entlsassen, insgesamt werden mit zusätzlichen Maßnahmen (Vorruhestands- oder Altersteilzeitregelungen, auslaufende Zeitarbeitsverträge) 200 der knapp 290 Stellen abgebaut.

200

 15.07.2004 Bayern, Bundesland, Edmund Stoiber und Erwin Huber gehen im munteren Spiel um die beste Idee zur größtmöglichen Arbeitsplatzvernichtung in die nächste konkrete Runde. Nach der Reform der Forstverwaltung beschloss die Landtags-CSU die mittlere der drei Verwaltungsebenen - die Agrar-Abteilungen in den Regierungen - zu streichen. Über Hubers Pläne, neben der mittleren Ebene auch noch die sieben Direktionen für ländliche Entwicklung aufzulösen, soll erst im Herbst entschieden werden. Einstimmig beschlossen wurden Kürzungen in Gewerbeaufsicht und Versorgungsverwaltung, auch die Landesplanung soll übere straffere Verfahren verschlankt werden. Insgesamt werden mit diesen Maßnahmen weitere 830 Stellen eingespart.

Konkretisierung

 14.07.2004 Babelsberg-Studios, Film, sind vom französischen Vivendi- Konzern an zwei Einzelinvestoren verkauft worden. Carl Woebcken, einst Investmentbanker und Finanzvorstand der Trickfilmfirma TV Loonland, führt die Filmfondsfirma BAF. Christoph Fisser, ein Münchner Gastronom, hat einen kleinen Studiobetrieb für Kinderfernsehen. Mit dem Verkauf schwindet auch die letzte Hoffnung, der Studiokomplex könne wieder zu filmwirtschaftlicher Bedeutung und Erfolg zurückfinden. Zwar löst Vivendi 18 Mio. Euro Schulden ab, die auf dem Studio lasten. Obwohl die rund 200 Arbeitsplätze bis 2007 garantiert sind, ist auch deren Existenz gefährdet. Wir schätzen, dass es kurzfristig zum Abbau von 100 Jobs kommen wird.
Die Story erinnert irgendwie an das Schicksal der Kodak-Fotolabore, die auch so lange verkauft wurden, bis sie mit geringem Aufwand aufgelöst werden konnten.

100

 14.07.2004 Elefanten, Schuhe (Clark), will den Standort Kleve aufgeben. 250 Arbeitsplätze sind betroffen. "Ich kann Ihnen versichern, der Standort Kleve ist sicher. Keiner wird den Elefanten aus seiner Heimat Kleve vertreiben." sagte Robin Newberry, Vorstandsmitglied des weltgrößten Schuhherstellers "C.& J. Clark Ltd." im Dezember 2001, neun Monate nachdem die Engländer Elefanten von der Weinheimer Freudenberg-Gruppe gekauft hatten. Keine drei Jahre später steht Elefanten nach NRZ-Informationen nun vor dem endgültigen Aus.

250

 14.07.2004 HIM, Hessische Industriemüll GmbH, Wiesbaden, der Sonderabfallentsorger schreibt rote Zahlen will 60 der 317 Stellen streichen. Zudem soll bis Ende 2005 die Hauptverwaltung von Wiesbaden auf das Gelände der Sondermüllverbrennungsanlage in Biebesheim umziehen.

60

 14.07.2004 Niedersachsen, Bundesland, wieder ein konkreter Schritt in Wulffs Kampf zur Reduzierung der Mitarbeiterschaft des Landes. Durch die Zusammenfassung der Aufgaben von Wasser- und Naturschutz im Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN) werden rund 400 Stellen eingespart. Im Landwirtschaftsministerium werden die Ämter für Agrarstruktur, die Domänenämter und die Staatliche Moorverwaltung Weser-Ems zum Ende dieses Jahres als selbstständige Behörden aufgelöst. Ihre Aufgaben werden den neuen Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) übertragen. Die bisherige Landesforstverwaltung wird in eine Anstalt öffentlichen Rechts „Niedersächsische Landesforsten“ umgewandelt. Auch diese Umstrukturierungen werden Arbeitsplätze kosten.
Insgesamt will Niedersachsen 26.500 Landes-Jobs abschaffen.
 Konkretisierung
 13.07.2004 R + S, Textilrecycler, Apolda, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 530 Mitarbeiter, davon alleine am Hauptsitz Apolda rund 260.

530

 13.07.2004 Müsing, Bauunternehmen, Leer, das sieht nicht gut aus: Der eine Geschäftsführer stellt vormittags Insolvenzantrag, der andere nimmt ihn am Nachmittag zurück. Der vorläufige Insolvenzverwalter: "Es herrscht Konfusion!" Müsing hat bundesweit 14 Niederlassungen, hauptsächlich im Bereich Tiefbau, Erdbau und Straßenbau. Von der (drohenden?) Insolvenz sind bundesweit 694 Arbeitsplätze betroffen.
Nachtrag 20.07.: Nun ist das Unternehmen endgültig in Insolvenz.

694

 13.07.2004 DaimlerChrysler, Transportmittel, erst hatten wir die Meldung, Bei Damimler Chrysler seinen 10.000 Jobs überflüssig. Nun kommt die Mittelung, durch Verlagerung nach  Südafrika könnten in Sindelfingen kurzfristig 6.000 Jobs entfallen.
Das klingt zu erst so, als käme es nun doch nicht ganz so schlimm, wie zuerst angenommen. Bei genauerer Betrachtung muss man aber vermuten, dass die 10.000 Jobs, die McKinsey auf die Streichliste gesetzt hat, die eine Maßnahme sind, die Fertigungsverlagerung die andere, und dass man beide addieren muss. Selbst wenn sich in ein paar Wochen herausstellen sollte, dass die Verlagerungsdrohung wirkt und Betriebsrat und Gewerkschaft der Wiedereinführung der 60-Stunden-Woche bei gleichzeitigem Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld zur Rettung der Arbeitsplätze schweren Herzens zugestimmt, und damit dem Arbeitgeber eine Beschäftigungsgarantie für volle drei Monate abgerungen haben, ....die Jobs gehen am Ende doch nach Südafrika. Früher oder später.

6.000

 13.07.2004 ITD Majer, Transporte und Dienstleistungen, Heidenheim, hat den Betrieb eingestellt. 15 Beschäftigte verloren ihren Job.

15

 13.07.2004 Hemo, Futtermittel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 150 Mitarbeiter an den Standorten Scheden, Lindhorst, Heilbronn und Ingolstadt.

150

 12.07.2004 Hintergrund

Kein Geld für neue Autos.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erwartet ein katastrophales Jahr.
Schon im vergangenen Jahr mussten 1800 Betriebe des Kraftfahrzeuggewerbes Insolvenz anmelden. Der ZDK befürchtet, dass es heuer noch mehr werden. Das ergibt für 2003 und 2004 in Summe den Verlust von rund 20.000 Arbeitsplätzen.

War haben allenfalls von 20 dieser 1800 kleinen Insolvenzen und stillen Betriebsschließungen Kenntnis erhalten, konnten also kaum mehr als 1 Prozent der Arbeitsplatzverluste in dieser Branche dokumentieren.

Hintergrund

 12.07.2004 IBS Brocke, Autozulieferer, Lichtenberg hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 1.200 Mitarbeiter.

1.200

 12.07.2004 DGB, Dachverband organisierter Arbeitnehmer in Deutschland, muss noch mehr eigene Stellen streichen. In den nächsten drei Jahren sollen neun Prozent der derzeit 800 Stellen beim DGB abgebaut werden. Erst am 30.6. hatten wir über die Schließung eines der beiden Jugendbildungshäuser des DGB berichtet, wir nehmen an, dass die dort gestrichenen 30 Stellen in den jetzt angekündigten 72 enthalten sind und melden 42 nach.

42

 10.07.2004 Kaufhaus Mohr, Ratzeburg, Das Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters erfordert die Entlassung von 18 der noch verbliebenen 100 Mitarbeiter.

18

 10.07.2004 Kaufhof, Einzelhandel, 300 der insgesamt 1800 Stellen in der Hauptverwaltung sollen wegfallen. Damit Kosten gespart, also Gewinne gesteigert werden können.

 300

 09.07.2004 Vieler KG, Letmathe, schließt Kfz-Werkstatt, Kantine, Schlosserei und Produktions-Pförtnerei. 13 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten.

13

 09.07.2004 Nordelbische Kirche, Seelenheil, ev., der Verband kirchlicher Mitarbeiter erklärt, dass angesichts der anhaltenden Finanzkrise in den nächsten vier bis fünf Jahren 4000 der derzeit 15 000 Jobs akut gefährdet sind. Schon jetzt haben viele Kirchenmusiker, Küster und Mitarbeiterinnen von Kindergärten ihren Job verloren.

4.000

 08.07.2004

Nach 5 Tagen Zangspause (katastrophaler Systemabsturz) sind wir ab heute mit neuen Meldungen wieder am Ball.
 
 08.07.2004 Society Expeditions, Reiseunternehmen, Bremen hat Insolvenz angemeldet. 20 Arbeitsplätze sind betroffen.

20

 08.07.2004 Unternehmensgruppe Geigle / Wahl, Geigle Baumschulen, die Gruppe mit 100 Mitarbeitern ist in Insolvenz. Alleine in der Baumschule in Reinstedt sind 60 Mitarbeiter betroffen.

100

 08.07.2004 Druckerei Meiller, Direktmarketing, Schwandorf, will 200 der rund 900 Arbeitsplätze abbauen. Einerseits wegen der schwachen Auslastung, andererseits wegen der möglicherweise anstehenden Verlagerung der Produktion nach Tschechien.

200

 08.07.2004 Steinhoff-Möbel, Remels, der Standort Remels wird geschlossen, nachdem die Produktion bereits in 2000 nach Polen und Ungarn verlagert wurde, folgt nur dier Vertrieb. 47 Arbeitsplätze sind verloren.

47

 08.07.2004 Druckerei Bell, Halver, schließt zum Jahresende. Die 14 Mitarbeiter haben die Kündigung bereits erhalten.

14

 08.07.2004 Wirth, Tunnelbohrmaschinen, Erkelenz, entlässt 52 Mitarbeiter. Das ist die dritte Optimierungsphase, mit der ein Personalstand von 470-480 Mitarbeitern erreicht werden soll.

 52

 08.07.2004 Gerland, Leiterplatten, Mölln, Mitarbeiter vor geschlossenen Türen, Geschäftsleitung nicht zu erreichen, 40 Arbeitsplätze futsch.

40

 08.07.2004 Infineon, Halbleiter, Auslagerung von Wartungsarbeiten kann 700 Mitarbeiter an den Standorten Regensburg, Perlach und Villach den Job kosten. Wir schätzen, dass in Villach (Österreich) 200 entfallen und melden 500 für Deutschland.

500

 08.07.2004 DSM, Deutsche Städte-Medien, Werbung, vom Kölner Konkurrenten Stroer übernommen, muss die DSM nun Kosten senken. 220 Plakatierer und 180 kaufmännische Angestellte in der Frankfurter Zentrale fallen weg.

 400

 02.06.2004 Haubner-Mössbauer, Ford-Autohaus, Amberg, Ende letzten Jahres wurde Insolvenz beantragt, der Werkstatt- und Service-Betrieb wurde bis zum 30.6. aufrechterhalten. Nun sind auch die letzten 6 Jobs futsch.

6

 02.06.2004 Evangelisches Krankenhaus Oberhausen (EKO), steht vor der Insolvenz. Rettung fraglich.

???

 02.06.2004 Zeiss-Kliniken, Bad Wildungen, die Zeiss Sanatorien KG – mit den Kliniken Reinhardsquelle in Reinhardshausen und Helenenquelle in Bad Wildungen – haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 130 Arbeitsplätze.

130

 02.06.2004 Kettler, Fitness-Produkte und Gartenmöbel, noch ein Pakt: Nur 100 - statt der vorsorglich angedrohten 200 - Mitarbeiter werden auf die Straße gesetzt. Dafür dürfen die verbleibenden 1700 bis Ende 2005 drei Stunden pro Woche umsonst länger arbeiten, womit der Kapazitätsabbau durch die Entlassungen um 50% überkompensiert wird! Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden dieses und nächstes Jahr um 25 Prozent gekürzt. In 18 Monaten wird dann neu verhandelt, denn dann läuft die Beschäftigungsgarantie aus.
Wahnsinn!

100

 02.07.2004 Diakonisches Werk, Kreis Harburg, die Kirche spart. Der heilige Sankt Nikolaus soll seinerzeit seinen Mantel noch halbiert haben, heute sind die Kirchen so darauf versessen, Barmherzigkeit in Geld und Geld in Barmherzigkeit umzurechnen, dass man glauben könnte, das Problem sei nicht die Not der Menschen, sondern der gesunde Schlaf des Kassenwartes, der gesichert ist, wenn er es schafft, die Silberlinge zusammen zu halten

So, das war zwischendurch in Anbetracht der Sparerei in beiden großen Kirchen endlich einmal fällig.

Im konkreten Fall werden noch in diesem Herbst die Diakoniestationen Winsen Seevetal, Buchholz Jesteburg, Hollenstedt und Neu Wulmstorf zusammengelegt werden. Die beiden verbleibenden Stationen haben ihren Sitz dann in Meckelfeld und Neu Wulmstorf, Zweigstellen soll es in Buchholz und Winsen geben. Ergebnis: Die Stellen von vier stellvertretenden Pflegeleiterinnen und zwei weitere Jobs entfallen. Weiter heißt es in der Meldung ziemlich kryptisch: "Die Kirche werde auch weiter dafür sorgen, dass >der Dienst am Nächsten, der in unserer Gesellschaft zunehmend zu kurz kommt<, über die finanzielle Leistung aus den Pflegekasse hinaus nicht geschmälert werde." Toll!

6

 01.07.2004 Thoms Metallbau, Rostock, hat gInsolvenz beantragt. Betroffen sind 108 Mitarbeiter.

108

 01.07.2004 Brandenburgische Tuchfabriken Forst, kein Ausweg aus der Krise. in Sicht. Zwar konnte die Insolvenz vorerst abgewendet werden, doch die Produktion steht still. Da BTF mit den Lohnzahlungen bereits drei Monate in Verzug ist, hat Prokurist Rainer Schmidt den 35 Beschäftigten nahe gelegt, fristlos zu kündigen. Im Gegenzug hat er ihnen die Wiedereinstellung im Herbst garantiert (mutig!), denn was vor allem fehlt, ist Geld vom angeschlagenen Mutterhaus und Großabnehmer Tiroler Loden.

 35

 01.07.2004 Geigle, Baumschulen, Nagold ist insolvent.  Die 60 Arbeitnehmer der seit 1817 bestehenden Baumschule verlieren ihren Arbeitsplatz, ihre noch ausstehenden Löhne bekommen sie vom Arbeitsamt bezahlt.

60

 01.07.2004 Goodyear Dunlop, Reifen, hat den Standortsicherungspakt für die insgesamt sieben deutschen Standorte um weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2007 verlängert. Darauf einigten sich Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat. Im Klartext: die Standorte Fürstenwalde, Fulda, Hanau, Köln, Philippsburg, Riesa und Wittlich werden erhalten, dafür hat das Unternehmen den Freibrief, in diesem Zeitraum 5 Prozent der Stammbelegschaft betriebsbedingt zu kündigen. Das dürften rund 200 Arbeitsplätze weden - rechnet man die natürliche Fluktuation hinzu, ist mit dem sogenannten Standortsicherungspakt der Abbau von mindestens 300 Jobs absehbar.

geschätzt 300

 01.07.2004 Gothaer, Versicherungen, der Konzernumbau hat nun dieGothaer Rück erreicht. Der Rückversicherer des Konzerns wird aufgelöst und abgewickelt. 100 Arbeitsplätze gehen verloren.

100

 01.07.2004 Kreiskrankenhaus, Greiz, zum 30. Juni gab es Entlassungen von Pflege- und Verwaltungspersonal. Es seien allerings bei weitem nicht so viele Betroffene, wie gerüchteweise(40) zu hören sei. Die konkrete Zahl der Mitarbeiter, die entlassen worden sind, war nicht herauszufinden.

???

 01.07.2004 BerliKomm, Regional-Carrier, die holländische Versatel wird BerliKomm wohl kaufen. Vorher allerdings tilgt Berlin die Schulden in Höhe von 90 Millionen Euro, die sicherlich bisher mit erheblichen Zinsaufwendungen dazu beitgetragen haben, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu verschlechtern. Im Gegenzug plant Versatel rund 70 der 150 Beschäftigten in die Wüste zu schicken.

70

 01.07.2004 Brau und Brunnen, Getränke, weiterer Arbeitsplatzabbau uvermeidlich, schon 2003 wurde die Mitarbeiterzahl um 219 auf 3084 verringert - den Verkauf der Brauereien Iserlohn und Oderland nicht eingerechnet.
Wie viel genau, ist nicht herauszufinden.

???

 01.07.2004 Symrise, Düfte und Aromen, weltweit werden bis Augsut etwa 500 Stellen abgebaut, betroffen davon ist auch der Standort Holzminden. Mittelfristig stehen auch Produktionsverlagerungen von Deutschland sowie von Nordamerika an Standorte mit niedrigeren Personalkosten auf der Agenda.
Wie viel genau, ist nicht herauszufinden.

???

 30.06.2004 Preßwerkzeugbau, Großdubrau, streicht Stellen, wie viele von den 180 Jobs verloren gehen, will die Geschäftsleitung noch nicht definitiv sagen. Wir nehmen daher die Zahl aus der jüngsten Gemeinderatssitzung und melden 75.

75

 30.06.2004 Welger, Landmaschinen, Wolfenbüttel, 140 Jobs werden gestrichen, die verbleibenden 230 Mitarbeiter müssen künftig 40 statt 32 Stunden pro Woche arbeiten (damit wird die Leistung von 58 Entlassenen umsonst von der Restbelegschaft erbracht!)
Doch Frau Merkel tönt: Arbeitszeitverlängerung schafft Arbeitsplätze.

140

 30.06.2004 DGB, Dachverband organisierter Arbeitnehmer in Deutschland, schließt eines seiner Jugendbildungshäuser. 30 Mitarbeiter werden entlassen.

30

 30.06.2004 Pfleiderer, Mischkonzern, schließt wegen Preisdrucks und Überkapazitäten im Markt für Holzwerkstoffe bis Ende 2004 den Standort Rheda. 215 Jobs gehen verloren. Bereits vor einem Jahr hatte Pfleiderer in der Spanplattenfertigung auf 350 Mitarbeiter verzichtet.

 215

 30.06.2004 Alcatel, Telecom-Ausrüster - aufgewärmt zum Halbjahr
Otto, Versandhandel - aufgewärmt zum Halbjahr
Phoenix, Zulieferer - aufgewärmt zum Halbjahr

 alles längst gegessen.

 30.06.2004 Legrand, elektronische Komponenten, Soest, baut 50 Stellen ab, obwohl Legrand seinen Marktanteil ständig gesteigert hat und mitder Rex-Zeitschalttechnik zu den Marktführern gehört, heißt die Devise künftiger Gewinnmaximierung: Konzentration auf Kernkompetenzen. Die Leiterplattenbestückung für die Elektronik gehöre nicht zu diesen Kernkompetenzen. Deshalb wird dieser Bereich bis Mitte 2005 komplett ausgelagert, es entfallen 30 Arbeitsplätze. Weitere 20 werden in Vertrieb und Verwaltung gestrichen.
Ach ja: Legrand ist, wie der Name vermuten lässt, das Unternehmen eines ausländischen Investors. Sie wissen, das sind diejenigen, die völlig selbstlos in Deutschland Arbeitsplätze schaffen, wenn man ihnen nur die richtigen Bedingungen bietet. Scheint was schief gelaufen zu sein, mit den Standortbedingungen in Soest...

50

 29.06.2004 Müller-Milch, Großmolkerei, das Unternehmen des Herrn Müller aus dem Allgäu, der seinen Wohnsitz aus erbschaftssteuerlichen Gründen in die Schweiz verlegt hat, erhält 31,3 Millionen staatliche Subventionen. Laut "Euronatur" die höchste Einzelsubvention der letzten drei Jahre im Agrarbereich.
Das ist zumindest ebenso skandalös, wie legal - doch die Pointe kommt erst noch: Herr Müller verwendet die 31,3 Millionen, um mit dem Ausbau des sächsischen Standorts Leppersdorf 144 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dieser Begründung hat die EU-Kommission, die Subventionszahlung genehmigt.

Was die Kommission dabei anscheinend nicht gewürdigt hat, ist die Tatsache, dass Müller-Milch im Gegenzug die Standorte Vienenburg (Harz) und Amelunxen (Westfalen) mit insgesamt 200 Arbeitsplätzen schließen wird.

Per Saldo haben wir (WIR!) damit den Erbschaftssteuerflüchtling Müller mit über dreißig Millionen Euro dafür bezahlt, dass er 56 Jobs vernichtet. Mehr als 50.000 Euro für jeden einzelnen Rausschmiss.


Wer sich darüber nicht aufregen mag, kann nur zu denen gehören, die von solchen Machenschaften profitieren. Dass das alles zudem noch völlig legal ist, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand des Rechtsempfindens im Rechtsstaat.

  56

 29.06.2004 Trumpf, Blusen-Kleider, Dornach-Aschheim, bei der vorletzten Betriebsversammlung war die Sprache von 130 Stellen, aber nachdem inzwischen viele Mitarbeiter selbst die Flucht ergriffen haben, sind es nun noch 68 Arbeitsverhältnisse, die vom Betrieb aufgelöst werden. Die Näherei wird aufgegeben, ein großer Teil der Buchhaltung ist anscheinend ebenfalls überflüssig geworden. 

 68

 29.06.2004 Stangl GmbH, Anlagenbau, Deggendorf, der erste Schritt zur Neuausrichtung der Firma ist der Abbau von 150 Stellen im Hauptsitz Deggendorf sowie in Halle und Berlin. Allein in Deggendorf fallen damit 75 der 450 Jobs weg, davon 35 in der Verwaltung, der Rest trifft hauptsächlich Monteure und Obermonteure.

 150

  Mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie im ersten Halbjahr 2003 wurden bis heute im ersten Halbjahr 2004 vernichtet. Das ist eine Steigerung, aber kein Aufschwung.

Wenn Sie ein bißchen Zeit haben, lesen Sie hierzu den Aufsatz
Über die besondere Fähigkeit der Bäume,
den Blick auf den Wald zu verstellen.
 
 28.06.2004 RAG, Energiekonzern, Mutter der "Deutsche Steinkohle" streicht weit mehr Stellen als bisher geplant. Hieß es in 2003 noch, von 44.000 Jobs sollten 8.000 gestrichen werden, heißt das Ziel nun, bis 2010 müssen 20.000 von noch 40.000 Arbeitsplätzen vernichtet werden. Wir haben also 16.000 Stellen nachzumelden.
(Chef der RAG ist übrigens Werner Müller. Sie erinnern sich, der Mann war einst Minister im Kabinett Schröder)

16.000

 27.06.2004 BASF, Großchemie, will bis Ende 2005 in Ludwigshafen Kosten in Höhe von 450 Millionen Euro einsparen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei auch weitere Stellen abgebaut werden, sei "relativ hoch", sagte BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht der "Berliner Zeitung".
Wir hatten Ende 2002 die seinerzeit von BASF genannten Einsparziele für 02 und 03 (2.600) gemeldet, weitere 1.600 für 04 und 05 geschätzt, sowie 287 konkret abgebaute Stellen zusätzlich aufgenommen. Das nun genannte Einsparziel von 450 Millionen Euro, erfordert - wenn davon nur 50% aus den Personlakosten kommen sollen, den Abbau von etwa 5.500 Stellen. Wir konsolidieren unsere Statistik und melden für BASF weiteren absehbaren Stellenabbau in Höhe von 3.600 Arbeitsplätzen.

3.600

 24.06.2004 ADP Dealer Services, Software, entlässt wegen zuletzt erheblicher Umsatzeinbußen Mitarbeiter und schließt Regional-Büros. Das Geschäft soll am Hauptstandort in Wülfrath zentralisiert werden. 45 Mitarbeiter werden entlassen.

45

 24.06.2004 Bundesrepublik Deutschland, Dienstherr, es ist beschlossene Sache, die Wochenarbeitszeit der 300 000 Beamten des Bundes wird von 38,5 auf 40 Stunden verlängert. Ziel: 3,9 Prozent der Stellen sollen wegfallen.
So kämpft die Regierung ihren verzweifelten Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und übernimmt das Konzept der bayrischen Staatskanzlei für den Bund.
Was bitte, ist eigentlich der Staatszweck, Herr Bundeskanzler?

 11.700

 24.06.2004 Tien-Versand, Nordhorn, das Unternehmen wird aufgegeben. Anfang 2002 zählte das Unternehmen noch 250 Beschäftigte, wir zählen nur die 110 Jobs, die es zu Beginn des Jahres 2004 noch gab. Die letzten 80 Kündigungen sind unterwegs.

110

 24.06.2004 Sony Deutschland, U-Elektronik, nach unserer Vorwarnung vom 20.10.03 erfolgte zunächst der Abbau von 140 Stellen in Stuttgart, nun sollen 200 der noch vorhandenen 850 Arbeitnehmer die Kündigung erhalten.

200

 24.06.2004 SAP, Software, Walldorf, es kommt schlimmer als von uns geschätzt: wir hatten im Mai angenommen, dass dem Aufbau von 500 Stellen in Indien der Abbau von 500 Stellen in Deutschland folgen würde. Nun heißt es, verschiedene, über Europa verteilte Verwaltungsfunktionen sollen an einem einzigen Standort in Osteuropa zusammengefasst werden. Die IG Metall in Heidelberg befürchte, dass von einer Verlagerung bis zu 1.300 Stellen bedroht sein könnten. Obwohl angenommen werden kann, dass es sich hier um eine zusätzliche Maßnahme handelt, melden wir zunächtst nur die Differenz von 800 Stellen nach.

800

 24.06.2004 Ploucquet, Taschenfutterstoffe, Heidenheim, im Stammwerk werden 80 Stellen abgebaut, in Zittau 40 neue geschaffen. Erst im Dezember waren 32 Kündigungen ausgesprochen worden, die wir jetzt nachmelden..

 72

 24.06.2004 Post Euro Express Verwaltungs GmbH, so heißt das Unternehmen, das aus der Verschmelzung von DHL, Danzas und Euro Express entsteht. Beschäftigungseffekt: 43,5 %, fast die Hälfte der 10.000 Mitarbeiter, werden überflüssig.

4.350

 23.06.2004 Sparkasse Holstein, ehemals Spk. Ostholstein / Spk. Stormarn, Fusion geglückt, Arbeitsplätze zerpflückt. 1.400 bleiben, 100 entfallen.

100

 23.06.2004 Volksbank Kleverland, Kleve,  die Zahl der Vollzeitstellen (mit insgesamt 193 Mitarbeitern besetzt) soll von 159 auf 128 reduziert werden. Schon in diesem Jahr werde es betriebsbedingte Kündigungen geben. Wir nehmen an, dass der Abbau Voll- und Teilzeitarbeitsplätze gleichermaßen trifft und melden den Verlust von 38 Arbeitsplätzen.

38

 23.06.2004 Schiess, Maschinenbau, Aschersleben, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind 277 Arbeitsplätze.

227

 23.06.2004 Faurecia, Zulieferer, hier: Autositze, nach Stellenabbau in Peine wird nun in Stadthagen gestrichen. 168 von 893 Stellen soll es künftig nicht mehr geben.

168

 23.06.2004 Getrag, Getriebe, Untergruppenbach, Rochade ist angesagt: Im Stammwerk Ludwigsburg werden 290 Stellen gestrichen, Teile der Produktion wandern nach Neuenstadt im Kreis Heilbronn, von dort wiederum werden Arbeiten nach Osteuropa und/oder China verlagert. Unter dem Strich werden 600 Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen.

600

 22.06.2004 Charité, Kult-Krankenhaus, Berlin, ausgerechnet der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller fordert Kostensenkung und Kündigungen in den Kliniken. Die Charitésoll 1621 Uni-Betten abbauen (wegen der Elite-Unis? Oder zu Gunsten der privaten Vivantes Kliniken?), angeblich doppelt vorgehaltene Abteilungen reduzieren und das so freigesetzte Personal über betriebsbedingte Kündigungen entsorgen. Kapazität sei genug da, man müsse ja nicht unbedingt "einfache Fälle" in Uni-Betten legen. Und was ist das Ziel der Krämer? Die Kosten für die Hochschulmedizin müssten sinken, damit die Lohnnebenkosten ebenfalls sinken. 100 Millionen Euro könnten jährlich gespart,die Bettenkapazität auf 1850 reduziert werden. Auch der Berliner AOK-Chef Rolf Dieter Müller verlangt einen drastischen Abbau der Unibetten. Da wird es nicht lange dauern, bis die verantwortlichen Gremien die Sparvorschläge aufgreifen und in schmerzafte Einschnitte auf dem richtigen Weg, zu dem sie keine Alternative sehen, umwandeln. Wir schätzen: 1.000 Jobs sind akut gefährdet.

geschätzt 1.000

 22.06.2004 Avacon, Energie, Helmstedt, die Konzentration des Personalbereichs am Standort Helmstedt hilft, die Zahl der Arbeitsplätze von 40,5 auf 32 zu reduzieren.

8

 22.06.2004 Flughafen München GmbH, Flugplatzbetreiber,  durch Umstrukturierung soll die durch den Bau des zweiten Terminals ins Minus gerutschte FMG schon 2007 wieder auf Gewinnkurs gebracht werden. Verdi befürchtet den Verlust von 600 bis 1000 Arbeitsplätzen, weil die offiziellen Sparvorschläge auf Entlassungen oder die Übertragung von FMG-Dienstleistungen an andere Firmen hinaus laufen. Allein im Bereich von Vorfeldsicherung und Bodendiensten stehen 400 Stellen im Feuer. Insgesamt sollen die Kosten zu Gunsten der Gewinne der FMG um 100 Millionen Euro gedrückt werden Bei dieser Größenordnung ist der Personalabbau um 600 bis 1000 Stellen eher sehr niedrig angenommen. Wir melden fürs Erste 800 und bleiben dran.

800

 22.06.2004 ZLB Behring, Pharmazie, Marburg, bis Ende Juni erhalten 280 Beschäftigte den blauen Brief. Das sei, so die Geschäftsführerin Mary Sontrop, der erste große Schritt, um das Unternehmen wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

280

 21.06.2004 Atlas, Baumaschinen, im März meldeten wir, dass das Werk im Löningen geschlossen wird. Nun steht die Kranfabrik Delmenhorst vor dem Aus, falls die Beschäftigten nicht auf die Forderung nach einer – je nach Auftragszahlen – unbefristeten 38-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich eingehen. 176 Jobs sind akut gefährdet, denn Atlas kann und will die Fertigung offenbar in das Werk Hamilton/England auslagern.

176

 21.06.2004 Fehmarn, Tourismusinsel, der Kurdirektor Rolf Harenberg setzt auf mehr Kreativität und fordert daher, die Verwaltung weiter zu verschlanken. Sieben Mitarbeiter sind kreativ betroffen, wenn im Herbst das Kurmittelhaus schließt. Zum 31. Dezember wird zudem die Fehmarn Tourismus GmbH aufgelöst, weitere 4,5 Arbeitsplätze gehen baden.

11

 21.06.2004 Maria Hilf, Krankenhaus, Bergheim, 20 Mitarbeiter im Pflegedienst werden entlassen. Die Kosten müssen runter.

20

 18.06.2004 Astra Datentechnik, IT-Händler, steht vor der Insolvenz. Betroffen sind rund 250 Mitarbeiter.

 250

 18.06.2004 dpa, Nachrichtenhändler, in 2003 ist die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe um fast vier Prozent auf 1137 zurückgegangen. Das waren dann also 45 - wir hatten 20 geschätzt. Auch in den nächsten Jahren wird es zu Stellenabbau, auch verbunden mit betriebsbedingten Kündigungen kommen. Da genaue Zahlen nicht genannt wurden, aber ein Kostensenkungsprogramm über 10 Millionen Euro durchgezogen werden soll, ist mit dem Wegfall von 100 Arbeitsplätzen zu rechnen. Diese und die Differenz aus dem Vorjahr sind nun zu registrieren.

 geschätzt 125

 18.06.2004 BRS, Bau- und Reparaturservice GmbH, Frankfurt, ist pleite, den rund 60 Mitarbeitern wurde zum 2. Juli gekündigt.

60

 18.06.2004 Vieler KG, Metallverarbeitung, muss in großem Umfang weiter Personal abbauen. Etwa ein Viertel der jetzt noch 270-köpfigen Belegschaft wird betroffen sein. Nachdem schon im Herbst vergangenen Jahres rund 30 Mitarbeiter entlassen wurden, summiert sich der Stellenabbau bei Vieler nun auf rund 100.

 100

 17.06.2004 Fairchild Dornier, Flugzeuge, auch die Chinesen kommen nicht in die Höhe. Das Projekt Dornier 728 steht erneut vor dem Aus. Nachdem Branchengrößen wie Europas Luft- und Raumfahrtkonzern EADS oder sein US-Konkurrent Boeing einen Einstieg bei der Do 728 abgelehnt hatten, kaufte 2003 der D'Long-Konzern das Projekt aus der Insolvenzmasse heraus, die damals in drei Teile zerfiel. Die Chinesen zeigten sich zuversichtlich,den Passagierjet mit seinen 70 Sitzplätzen zum Fliegen zu bringen. Der Erstflug war für diesen Herbst angesetzt. Die Serienfertigung sollte 2006 beginnen und das Personal dann von heute 40 auf 600 Mitarbeiter aufgestockt werden.
Wir hatten damals den Abbau von insgesamt 2.600 der ehemals 3.600 Jobs bei Dornier gemeldet. Nun müssen wir melden, dass inzwischen auch die letzten 1.000 Stellen irgendwo zwischen Oberpfaffenhofen und dem Chinesischen Meer versenkt wurden.

 1.000

 17.06.2004 Ravensburger, Spiel- und Puzzlehersteller, schon am 15.4.2004 meldeten wir, dass Ravensburger 60 Arbeitsplätze nach Tschechien verlagert. Hier eine Zusatzinfo:

Ravensburger
hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit knapp 15 Millionen Euro den höchsten Gewinn in der 120-jährigen Geschichte des Familienunternehmens erzielt. Das macht offensichtlich Lust auf mehr! Durch die Verlagerung arbeitsintensiver Produktionen nach Tschechien wird sich der Gewinn weiter steigern lassen. Wir schätzen, dass es um gut eine halbe Million Euro geht. Dafür kann man schon mal ein paar Arbeitsplätze abbauen.
 Hintergrund
 17.06.2004 Ost-Holstein-Kliniken: Geboren wird nur noch in Eutin: Aus für die Geburtshilfe an der Oldenburger Klinik. Entlassungen aufgrund der Aufgabe der Geburtshilfe wird es in Oldenburg nicht geben - die Fach- und Kinderschwestern werden in Eutin integriert - wohl aber einen grundsätzlichen Stellenabbau. 40 Vollzeitarbeitskräfte sollen im kommenden Jahr durch "normale Fluktuation" in den Ostholstein Kliniken abgebaut werden.

40

 17.06.2004 Renesas, Halbleiter, als Joint-Venture von Hitachi und Mitsubishi gegründet, muss sich einer Entscheidung aus Tokio beugen und das Werk in Alsdorf bei Aachen schließen. 520 Arbeitsplätze gehen bis Ende September verloren. Die Produktion von Hochleistungschips für Autos, Mobilfunk und Home Electronics wird nach Japan verlegt, die Niederlassungen in Landshut und Ratingen dürfen weiterarbeiten.
Aber:
Wir brauchen dringend und überall ausländische Investoren.
Für den Aufschwung.
Oder was?

520

 16.06.2004 Eppendorf AG, Biotech, nach 80 Entlassungen in 2003 (die wir heute nachreichen) werden heuer im Oldenburger Kunststoffwerk 50 Stellen abgebaut. Grund: Verlagerung in die USA und nach Asien, wahrscheinlich nach China.

130

 16.06.2004 Siemens, Personalarbeit à la Pierer, ...niemand will Mitarbeiter abbauen, nur die Löhne müssen runter... hier ein aktuelle Beispiel: Im Siemens-Transformatorenwerk Kirchheim müssen die Kosten gesenkt werden, sonst geht die Produktion nach Ungarn - was den Siemensgewinn angeblich um sechs Millionen Euro pro Jahr erhöhen würde. Um mit den Ungarn konkurrieren zu können sollen die 245 Siemens Mitarbeiter in Kirchheim künftig ohne entsprechenden Lohnausgleich 40 Stunden arbeiten, auf Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld verzichten, ebenso auf die Siemens-Jahreszahlung. Auch die Nachtschichtzulage würde gestrichen und der Prämienlohn auf Zeitlohn umgestellt. Die Gehaltsempfänger müssten sich auf eine Kürzung der Leistungszulage einstellen. Zudem sei eine Reduzierung der außertariflich bezahlten Angestellten genauso notwendig wie eine Überprüfung der Eingruppierungen, teilte die Geschäftsleitung mit.
Mehr beim Teckboten

die Realität hinter den Dementis

 15.06.2004 Schering, Pharma, über die bereits gemeldeten Stellenstreichungen hinaus sollen bis 2006 weitere 900 der insgesamt 26500 Stellen abgebaut werden. Die Hälfte der 24 kleineren Produktionsbetriebe soll geschlossen, die Dermatologie-Sparte als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert werden.
Damit solle bis 2006 die Profitabilität im operativen Geschäft (EBIT-Marge) von 14,2 im Jahr 2003 auf 18 Prozent gesteigert werden. Schering liegt damit immer noch unter dem Branchendurchschnitt von rund 25 Prozent. In absoluten Zahlen heißt das: In 2006 soll ein Umsatz von 5,8 Milliarden Euro ein EBIT von 1,050 Milliarden Euro einbringen. Bei Geldverleihern kann eine solche Verzinsung schnell als Wucher angesehen werden, doch die Höhe von Unternehmensgewinnen ist gesetzlich in keiner Weise begrenzt. Solange das so bleibt, wird Frau Schmidt auch weiterhin nichts anderes übrig bleiben, als die Zuzahlungen zu erhöhen. (EBIT ist übrigens der Gewinn vor Zinszahlungen und Steuern in Prozent vom Eigenkapital)

 900

Literatur
bei EWK

Wir freuen uns, Ihnen die Sieger des ersten Autorenwettbewerbs unseres jungen und unkonventionellen Verlages
vorstellen zu dürfen:

1. Platz: Marion Bialloblotzky - Mein friedliches Vietnam
2. Platz: Nicole Engbers - Hexen hexen heimlich
3. Platz: Alexander Klock - Lennard

Neugierig?

Hier

stellen wir die Autoren und ihre Werke
vor
 14.06.2004 Kaufhaus Zinner, Alsfeld, das insolvente Unternehmen wird - falls kein Wunder geschieht - in zwei bis drei Monaten geschlossen.

50

 14.06.2004 Jenoptik, Anlagenbau, ein Restrukturierungsprogramm sieht in diesem Jahr den Abbau von 200 Arbeitsplätzen vor.

200

 14.06.2004 RBB, Rundfunk Berlin-Brandenburg, bis Ende 2008 müssen mehr als 300 festangestellte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, damit der zur ARD gehörende RBB ein modernes Unternehmen mit journalistischer Strahlkraft werden kann. Ach so.

300

 14.06.2004 Mercedes-Benz, Transportmittelhersteller, Rationalisierung bei der neuen C-Klasse machen Personal überflüssig. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" hat McKinsey herausgefunden, MB könne auf etwas mehr als 10.000 der insgesamt 104.000 Stellen verzichten, ohne dass der Autoabsatz oder die Qualität der Fahrzeuge darunter litten. Wie es heißt, soll die Überkapazität durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und die Nichterneuerung/Nichtfortführung befristeter Verträge abgebaut weren.
Das Unternehmen spricht in diesem Zusammenhang übrigens von "reiner Spekulation", was man aber nicht unbedingt als ein Dementi deuten muss.

10.000

 09.06.2004 Niedersachsen, altes Bundesland,  Niedersachsen steht finanziell vor dem Kollaps. Die Präsidentin des niedersächsischen Landesrechnungshofes, Martha Jansen, will noch schneller sparen, als Christian Wulff. Dessen Einsparpläne über 6.750 Stellen reichen nicht aus, um die Finanzlöcher zu stopfen. Ab sofort müßten jährlich 2 060 Stellen im Landesdienst gestrichen werden, verlangte sie. Die Stellen der rund 14 500 Verwaltungsbeamten und 12 000 Lehrer, die bis 2010 in Pension gehen, müssen nach Auffassung des LRH per Einstellungsstopp eingespart werden. Mit Arbeitszeitverlängerung auf 45 Wochenstunden, Abschaffung der Altersteilzeit für Lehrer und anderen Mitteln soll erreicht werden, dass die notwendige Arbeit von weniger Menschen geschafft wird.
Wir glauben, dass Frau Jansen richtig gerechnet hat und dass es - mangels politischer Fantasie - auch so kommen wird. Die Differenz zwischen 26.500 und 6.750 ist nachzumelden.

19.750

 09.06.2004 Ibex AG, Systemhaus, steht seit vergangenen Freitag unter Insolvenzverwaltung. Betroffen sind 125 Mitarbeiter.

Nebeneffekt:
Diese Statistik des Stellenabbaus in Deutschland ist - wie unsere gesamte Internpräsenz - bei IBEX gehostet.


Es kann sich eventuell als notwendig erweisen, demnächst mit einer neuen URL ins Netz zu gehen. Selbstverständlich werden alle diejenigen, die sich für den Bezug unseres Newsletters angemeldet haben, per E-mail über die neue Adresse informiert. Wollen Sie sich jetzt auch anmelden? Bitte, hier gehts zum E-Mail-Formular.

 125

 09.06.2004 HeggenstallerAG, Holzwerkstoffe, hat - wie wir erst jetzt erfahren haben, die Produktionsanlagen am Standort Berka im letzten Jahr aufgegeben. Dabei gingen 60 Arbeitsplätze verloren.

 60

 09.06.2004 Holsten-Brauerei, nun ist es konkret: 209 Arbeitsplätze, davon alleine 134 in der Hamburger Verwaltung, weitere in den Braustätten Dresden, Lübz, Görlitz und Braunschweig. Zudem wird die Vertriebstochter in Großbritannien aufgelöst. 1371 Mitarbeiter sollen vorerst übrig bleiben, jedoch wird in Bereichen wie Logistik oder Veranstaltungsservice noch die Möglichkeiten der Auslagerung geprüft. Nach unserer Schätzung vom 5. Juni melden wir heute 59 Stellen nach.

 59

 05.06.2004 Holsten, Bier, nach der Übernahme durch Carlsberg kommt nur die Umstrukturierung - das Mineralwassergeschäft, sowie die Marken König und Licher sind bereits verkauft, 40 Prozent des Umsatzes sind damit verloren. Dies hat Folgen für die Mitarbeiter der Verwaltung. Wir schätzen, dass rund 150 Stellen entfallen.

geschätzt 150

 05.06.2004 Stiftung Weimarer Klassik, Kulturinstitution, die Mitarbeiter erfuhren im April aus der Zeitung, was der Stiftungsrat im Sommer letzten Jahres über ihre Köpfe hinweg entschieden hat. Stellenabbua und Outsorucing sind angesagt. Voraussichtlich werden 47 Jobs enfallen.

47

 05.06.2004 AllessaChemie, schließt einen von zwei Betrieben in Frankfurt-Griesheim baut 40 Stellen ab.

 40

 05.06.2004 Hamburger Feuerkasse, Versicherung, 43 Vollzeitstellen entfallen durch die Zusammenlegung von Verwaltung und Vertrieb mit der Provinzial.

 43

 04.06.2004 ASB, Arbeiter-Samariter-Bund, Hamburg, bei steigendem Umsatz mit der wirtschaftlichen Situation zufrieden, 13 KiTa-Angestellte und 9 Mitarbeiter im Bereich Krankentransport entlassen, bei 9 Jobs wurde die Arbeitszeit gekürzt.

22

 04.06..2004 Colt Telecom, Glasfasernetze, der Stellenabbau geht weiter, von einst 900 sind heute noch 700 übrig, das nächste Personalziel wird im Juli offiziell verkündet. Nachdem der Aufbau der Netzinfrastrukturen abgeschlossen ist, werden sich deutliche Kapazitätsanpassungen in den prospektiven Bereichen ergeben. Außerdem sollen, dem allgemeinen Trend folgend, die Fakturierung und die Programmierung nach Indien ausgelagert werden. Wir schätzen für die nächsten beiden Jahre den Abbau von weiteren 200 Jobs.

geschätzt 200

 04.06.2004 BAT und OMAG ("Omag" heißt jetzt "Besser") sind die heutigen "Aufwärmkandidaten" der Wirtschaftsnachrichten.  
 03.06.2004 Knaus, Reisemobil- und Wohnwagenbau, Umsatz und Gewinn steigen - und in Jandelsbrunn wurden 50 Stellen abgebaut.

50

 03.06.2004 Karstadt-Quelle, Einzelhandel, erst am 17. Mai hatten wir das Personalsparziel des Konzerns um 2.500 auf 5.500 Stellen erhöht, nun befürchtet Verdi, dass bis 2005 etwa 15000 der insgesamt 47000 Stellen im Warenhausbereich bedroht sind, falls die Kostensparmodelle der Unternehmensleitung umgesetzt werden. Karstadt widerspricht. Es sollen nur die Personalkosten abgebaut werden, nicht die Mitarbeiter. Dazu sollen einerseits freiwillige Leistungen gestrichen und andererseits die Arbeitszeiten flexibilisiert werden.
Also lasst uns rechnen: Über freiwillige Leistungen lassen sich nicht mehr als 10 % der Personalkosten sparen. Das entspräche 1.500 Stellen. Der Rest, die flexibleren Arbeitszeiten, können also nur bedeuten, dass praktisch alle Mitarbeiter ohne Lohnausgleich weniger arbeiten, weil sie nur noch dann in den Laden gerufen werden, wenn Kundschaft da ist. Auf den Punkt gebracht heißt das: Die gleiche Arbeitssmenge muss in kürzerer Zeit für weniger Lohn erledigt werden.
Dies ist in der Wirkung "Stellenabbau" und wird daher von uns gezählt. 15.000 minus 1.500 wg. Abbau freiwilliger Leistungen, minus 5.500 bereits gemeldete Stellen = 8.000 nachzumelden.

8.000

 03.06.2004 Gothaer, Versicherung, wird die Niederlassungen in Berlin, Dortmund und Frankfurt/Main mit insgesamt 380 Beschäftigten Anfang 2005 schließen. Ein Schadencenter in Berlin soll erhalten bleiben. In Köln will die Gothaer Allgemeine künftig die Antrags- und Vertragsverwaltung des Privatkundengeschäfts zentral in einem Servicecenter zusammenfassen. Geplant seien dort zunächst rund 100 Arbeitsplätze. Für die Schadenbearbeitung gebe es bereits eine Zentrale in Berlin.
Das ist ohne genaue Kenntnis der Organisationsstrukturen nicht 1:1 in Arbeitsplatzabbau umzurechnen. Wir schätzen daher 200

geschätzt 200

 03.06.2004 BRK, Rettungsdienst, der Kreisverband Starnberg des BRK muss wegen der Trust-Studie bis zum 1. Juli acht Stellen streichen, die Rettungswache Weßling wird geschlossen, in Starnberg wird ab diesem Zeitpunkt nachts nur noch ein Rettungswagen ständig besetzt sein.

 8

 01.06.2004 Munich Biotech AG, Pharmazie, braucht dringend ein neues Finanzierungskonzept, sonst droht die Insolvenz. 65 Mitarbeiter in Neuried sind von der Schieflage betroffen.

65

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235