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20.01.2004 bis 19.02.2004 Summe aus 30 Tagen
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83.225

 19.02.2004 Kobra Greiftechnik GmbH, Sangerhausen, irgendwie ist alles in der Schwebe, nur dass 15 Mitarbeiter im Umfeld einer Insolvenz bzw. Liquidation oder Übernahme entlassen wurden, ist Fakt.

 15

 19.02.2004 Sachsen-Anhalt, neues Bundesland,  Einschnitte bei der Kinderbetreuung haben zu massivem Arbeitsplatzabbau in Kindergärten und Krippen geführt. Wir meldeten im Herbst den Verlsut von 162 Arbeitsplätzen, Eine MZ-Umfrage im Vorfeld ein Volksbegehrens ergab, dass mehrere hundert Erzieherinnen seit Sommer 2003 ihren Job verloren haben, zudem senken viele Städte und Gemeinden die Arbeitszeit in den Kitas drastisch. Weiterer Abbau wird erwartet. Statistiken für das Land liegen allerdings nicht vor. Allein die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat aber mehr als 100 Erzieherinnen, die gegen ihre Entlassung vor Gericht klagen, einen Rechtsbeistand gestellt. Die Gewerkschaft Verdi schätzt, dass bis zu 2000 Erzieherinnen entweder von Arbeitszeit-Verkürzung oder Kündigung betroffen sind. Wir schätzen die Gesamtwirkung auf 1.000 Stellen und melden die Differenz von 838 nach.

geschätzt 838

 19.02.2004 Vorwarnung
Gelegentlich heißt es, diese Statistik sei die reine Panikmache.
Dabei zählen wir die eigentliche Panikmache gar nicht mit. Zu den von Wirtschaftsverbänden und Forschungsinstituten prophezeihten 1.153.000*) Stellenverlusten sind just 130.000 dazu gekommen.
Eine Studie der Management-Beratungsfirma A.T. Kearney, besagt:
130.000 Arbeitsplätze werden der IT-Branche in den nächsten drei Jahren verloren gehen, wenn keine Gegenmaßnahmen zur Auslagerung der niedrig qualifizierten Tätigkeiten in Billiglohnländer getroffen werden.

*)613.000 wg. Insolvenzen, 450.000 wg. Osterweiterung,
70.000 wg. Mautausfall, 20.000 Rabattschlacht Einzelhandel
Diese düsteren Prognosen sind in unserer Zählung nicht enthalten.

wer macht Panik?
 19.02.2004 Baden Württemberg, Altes Bundesland, die Erhöhung der Wochenarbeitszeit scheint nicht genug. Jetzt werden landesweit 700 Stellen bei der Polizei eingespart.

700

 18.02.2004 VorWarnung
Der Gewinn des VW-Konzerns ist im Jahr 2003 um 62,6 % auf schlaffe 1,78 Milliarden Euro gesunken. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende 2003 konzernweit bei rund 337 000 Menschen. Lt. Finanzvorstand Pötsch hat VW derzeit Überkapazitäten von etwa 20 Prozent. VW wird daher Fertigungsanlagen zusammenlegen und so flexibilisieren, dass dort verschiedene Modelle nebeneinander produzieren werden können. Weil diese Eingriffe erst ab 2005 wirken werden zwischenzeitlich alle Register gezogen, um die Kosten kurzfristig zu senken. ...das klingt nach vielen tausend Stellen, die es in Deutschland bald nicht mehr geben wird.

 Vorwarnung

20% Überkapazität bei VW
 18.02.2004 Schott, Glas,  der „größte Modernisierungsprozess in der Unternehmensgeschichte“ wird beschleunigt. Zuletzt beschäftigte Schott weltweit 19 350 Leute nach 19 864 vor Jahresfrist. Über den tatsächlichen Umfang des bevorstehenden Stellenabbaus hüllt man sich noch in schweigen, sicher scheint lediglich, dass in Mainz 300 Stellen abgebaut werden.

300

 18.02.2004 Estrich- und Parkettbau Breitung GmbH und Co. KG aus Eiterfeld-Großentaft musste Insolvenz anmelden, betroffen sind 20 Mitarbeiter.

20

 18.02.2004 Clariant, Chemie, der Azo-Betrieb in Hürth wird geschlossen. Der Abbau von 70 Arbeitsplätzen soll ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen.

70

 18.02.2004 Klinikum Deggendorf, Sparmassnahmen: 96 Stellen fallen weg.

96

 17.02.2004 Kenvelo AG, früher Jean Pascale, Textilhandel, der Modekonzern ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen beschäftigt 2600 Mitarbeiter und hat in Deutschland 165 Geschäfte. Noch besteht die Hoffnung, mit rund 100 Filialen weiter arbeiten zu können. Wir halten derzeit 1.000 Jobs für bedroht.

 1.000

 17.02.2004 Klinikum Nürnberg, in diesem Jahr werden 200 Betten und etwa 100 Planstellen gestrichen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.

100

 17.02.2004 Theresien-Krankenhaus, Nürnberg, 50 Stellen müssen gestrichen werden, Kündigungen sind nicht zu vermeiden.

50

 17.02.2004 Mecklenburg-Vorpommern, neues Bundesland, morgen beginnenden die Haushaltsverhandlungen. 2000 Stellen in der Landesverwaltung stehen auf der Sparliste. Es soll zwar möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen geben, aber die Absenkung der Stunden ohne Lohnausgleich läuft leider im Effekt auf das Gleiche hinaus.

2.000

 17.02.2004 März, Strickmoden, hat Insolvenantrag gestellt. Betroffen sind insgesamt 520 Mitarbeiter, davon 400 in Ungarn, 120 in Bayern.

120

 17.02.2004 Siemens, Elektronik, nach Darstellung eines indischen Konzernmanagers wird der überwiegende Teil der 15.000 Stellen in der Softwareprogrammierung aus den USA und Westeuropa nach Indien, China und Osteuropa verlegt. Siemens habe entschieden, dass ein großer Anteil der Software-Entwicklungsaktivitäten von Hochlohnländern in Niedriglohnländer verlagert werden müsse, sagte Anil R. Laud, Managing Director von Siemens Information Systems India am Montag. Rund 3.000 der insgesamt weltweit bei Siemens beschäftigten Softwareprogrammierer arbeiteten bereits in Indien. Ihre Zahl werde jährlich um wenigstens 30% steigen, sagte Laud.
Siemens dementiert: Man wolle zwar langfristig Kapazitäten in diesen Regionen aufbauen und sukzessive Personal in den USA und Westeuropa reduzieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage in München. Dies sei jedoch nichts Neues, und es gebe keine Pläne für einen massiven Stellentransfer, betonte er.
Das Dementi ist eigentlich keines, denn es sagt nur: es wird nicht eine Gewaltaktion, sondern ein schleichender Prozess werden. Wir nehmen an, dass 10.000 der 15.000 Jobs in Deutschland entfallen und melden das.

geschätzt 10.000

 17.02.2004 Barbara-Klinik, Hamm, Sparzwang wird 30 Arbeitsplätze kosten.

30

 16.02.2004 Maatwerk, Personaldienstleister,  die deutsche Tochter des niederländischen Personaldienstleisters Maatwerk hat Insolvenz beantragt. Maatwerk hat rund 200 Personal-Service-Agenturen (PSA) betrieben, ein ehedem zentrales Konstruktions-Element des Hartz-Konzepts, dessen Schwächen mit dieser Insolvenz früher und deutlicher sichtbar werden, als es sich die Reformriege vorgestellt hat. 9.500 Leiharbeiter und 500 Leiharbeiterverwalter drängen auf den Arbeitsmarkt.

 10.000

 16.02.2004 Lambdanet Deutschland AG, Telekommunikation, hat Insolvenz angemeldet, wir schätzen, dass etwa 100 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sind.

geschätzt 100

 16.02.2004 Haus Hohenbaden, Mutter/ Vater-Kind-Rehabilitation, in Trägerschaft des Badischen Roten Kreuzes (BRK) in Bad Dürrheim, hat Insolvenz angemeldet. Wie das BRK mitteilt, hat die Einrichtung mit ihren 44 Arbeitsplätzen bereits seit einigen Jahren wegen der Gesundheitsreformen mit einer sinkenden Auslastung und dadurch bedingt mit finanziellen Problemen zu kämpfen.

 44

 16.02.2004 Vobis, Computerhandel, die Aachener Vobis-Zentrale wird im Sommer geschlossen, viele der 300 Vobis-Geschäfte sollen aufgegeben werden. Allein in Aachen gehen 180 Arbeitsplätze verloren. Vobis will denOnline-Vertrieb ausbauen und sich auf die Kooperation mit Galeria Kaufhof konzentrieren.

180
+ geschätzt 100

 14.02.2004 Spedition Hopfengärtner, Nürnberg, musste Insolvenz melden 50 Mitarbeiter sind betroffen.

50

 14.02.2004 Ernst Schumacher GmbH, Bauunternehmen, stellt Insolvenzantrag. 30 Mitarbeiter sind betroffen.

 30

 13.02.2004 Sto AG, Fassaden-Dämmsysteme, wird in Deutschland am Standort Kriftel Logistik und Produktion verkleinern und die Logistikaufgaben der in Kriftel angesiedelten Tochtergesellschaft StoCretec GmbH im Laufe des Jahres vollständig an den Standort Donaueschingen verlagern. Am Standort Kriftel werden rund 65 Stellen abgebaut, wobei die Hälfte dieser Arbeitsplätze in die Werke Stühlingen und Donaueschingen verlagert wird.

 32

 13.02.2004 Carl Zeiss, Elektronik, Optik, der Stellenabbau geht weiter, von den 1000 Stellen, die wir im letzten Jahr gemeldet hatten, sind 550 bereits abgebaut. Jetzt sollen weitere 600 entfallen. Wir melden nur die 150 Differenz nach.

150

 13.02.2004 SEB, drittgrößte schwedische Bank, ist mit den Geschäften in Deutschland nicht zufrieden und will 400 Arbeitsplätze streichen.

 400

 13.02.2004 Freitag, der Dreizehnte,

bis 9.00 Uhr nur 81 abgebaute Stellen gefunden. Schlimm für die Betroffenen, aber ein guter Tag für alle, die noch einmal davon gekommen sind.

Diese Statistik ist heute 500 Tage alt geworden. Durchschnittlich war täglich der Verlust von über 3.000 Jobs zu vermelden. Dabei hatte Dr. Peter Hartz vor 500 Tagen noch versprochen, die Zahl der Arbeitslosen bis zum 30.6.2005 zu halbieren.

Heute ist Halbzeit. Zeit, nachzufragen.

Hier der Offene Brief an Dr. Petzer Hartz.

 Zwischenstand:

1.571.846

 13.02.2004 NOI-Meerestechnik GmbH, Windkraftanlagen,  Flaute in Göllingen. 50 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und 6 Kündigungen bei den Festangestellten.

56

 13.02.2004 Bosch-Blaupunkt, Autoelektrik, erst 830, dann doch nur 480, jetzt 480+150 und die Erkenntnis, dass damit wohl das gesamte Sanierungskonzept gescheitert ist, wir bleiben bei den längst gemeldeten 830...

aufgewärmt

 13.02.2004 Strausberg, Kommune, ein Haushaltsdefizit von mehr als sieben Millionen Euro legt Sparsamkeit nahe. Also verlieren 25 Mitarbeiter ihren Job.

 25

 12.02.2004 Heckmann, Bauträger, Insolvenz-Verfahren beantragt, 27 Mitarbeiter sind betroffen.

27

 12.02.2004 Porzellan-Manufaktur Meissen, weißes Gold, nach Umsatzrückgang, Kurzarbeit und dem Abbau von 100 Arbeitsplätzen ist die Manufaktur 2003 in der Gewinnzone geblieben. Der Personalstamm soll bis Jahresende von 963 auf 900 Beschäftigte weiter sinken, der Umsatz aber auf gleicher Höhe gehalten werden.

63

 12.02.2004 WMF, feine Metallwaren, bis Ende des Jahres sollen 70 Arbeitsplätze abgebaut werden.

70

...und hier nun wieder einmal ein zarter Hinweis: Diese Statistik zeigt, wie es um den Arbeitsmarkt in Deutschland steht.
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 12.02.2004 Epcos, Elektronik, will weitere Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Mittelfristig sollen mehr als 80 % der Mitarbeiter in Niedriglohnländern angesiedelt sein und dort 70% der Wertschöpfung erzielen. Derzeit schaffen 65 % der konzernweit 13 300 Mitarbeiter etwa 50 % der Wertschöpfung in Ländern mit niedrigeren Löhnen. Bereits im November hatte Pegam einen weiteren Wegfall von rund 800 Arbeitsplätzen in Hochlohnländern bis Ende 2005 angekündigt, davon 500 in Deutschland. Dies wird aber nicht reichen. Wir haben nachgerechnet und schätzen von daher, dass in Deutschland insgesamt 1.250 Jobs fallen müssen, um die 80% Niedriglohnmarke zu erreichen.

Dabei sind die Pläne des Vorstands noch zögerlich. Die Aktionärsvertreter forderten eine vollständige Verlagerung der Produktion.

750

 12.02.2004 Zehdenick Electronic GmbH,  am 2. Oktober gab es eine Meldung über 120 unabwendbare Entlassungen. Heute stellen wir fest, dass inzwischen alle 304 Beschäftigten von einer Transfergesellschaft übernommen wurden, die nun versucht, die einstige Zehdenick Belegschaft auf Praktikumsplätze zu vermitteln.
Weil ziemlich klar vorherzusehen ist, wie das enden wird, melden wir heute 184 Arbeitsplätze nach.

184

 12.02.2004 Repp Bauträger und Vermittlungs GmbH, entlässt acht von insgesamt 18 Mitarbeitern.

 8

 12.02.2004 Software AG, Software, weiterer Stellenabbau beschlossen, 15 Prozent der deutschen Belegschaft, das sind 175 Mitarbeiter, werden entlassen.

175

 11.02.2004 Berlin, Hauptstadt, schwieriges Pflaster für Behinderte, der Senat wird den Telebus-Sonderfahrdienst an die Berliner Verkehrsbetriebe übertragen. Gleichzeitig werden die Zugangskriterien für die Behinderten verschärft. Übrig bleibt ein kleiner Fahrdienst für sehr wenige Menschen. Der Betriebswechsel zur BVG - wo Entlassungen schwierig sind - wird vermutlich den Verlust von 50 Arbeitsplätzen in der Telebuszentrale und etwa 550 im Bereich der Fahr- und Taxidienste bedeuten. Ob und wie es konkret weitergehen soll, weiß offenbar niemand. Die Sozialsenatorin hat lediglich das Aus für den Telebus verkündet, zu Alternativen aber kein einziges Wort gesagt.

600

 11.02.2004 LSN Group, Metallverarbeitung, das Neuenrader Familienunternehmen stellt Antrag auf Insolvenz. betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 11.02.2004 Studio Schleswig-Holstein, Fernsehproduktion und
Television Schleswig-Holstein sind zahlungsunfähig. Beide haben Insolvenz angemeldet. 50 Arbeitsplätze sind betroffen.

50

 11.02.2004 Wirtschaftsschule Franke, in Kleve+Wesel, hat Insolvenz angemeldet. 31 Mitarbeiter werden ihr Wirtschaftswissen bald im richtigen Leben erproben können.

31

 11.02.2004 CDS AG, IT-Systemhaus,Unna. samt Tochter PDI hat Insolvenz angemeldet. 50 Mitarbeiter sind betroffen.

50

 11.02.2004 SGSN, Saint-Gobain Sekurit Nutzfahrzeugglas, am Standort Porz sind 180 Arbeitsplätze gefährdet.

180

 11.02.2004 Dielektra-Werk, Spezialfolien, die US-Mutter läßt das erst 1997 gekaufte Elektronikunternehmen in die Insolvenz rauschen. Von einst 350 Beschäftigten sind nach dem "Abmelken" noch knapp über 100 an Bord und erleben den Rückzug der Investoren.

100

 11.02.2004 AEB, Anlagen und Engineering Büro, Magdeburg, mit bis zu 600 festen und freien Mitarbeitern war die AEB einstmals größte Engineering-Firma der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt.. Nach vielen Jahren des Personalabbaus geht die Gesellschaft nun mit den letzten 70 Beschäftigten in INsolvenz.

70

 11.02.2004 Deckel Maho, Werkzeugmaschinen, der Abbau von 120 Stellen ist beschlossen, aber die Arbeitgeber fordern die 40-Stunden-Woche. Kein Wunder, dass die noch Beschäftigten glauben, erpressbar zu sein.

120

 11.02.2004 Gonso, Sportmoden-Hersteller, stellt Insolvenzantrag, rund 70 Mitarbeiter sind betroffen.

70

 11.02.2004 Wickmann-Werke, Elektro-Komponenten,  weil die Gerätehersteller nach China verlagert haben, müssen die Vorlieferanten jetzt folgen. Bei Wickmann gehen deshalb ca. 60 Stellen verloren.

60

 10.02.2004 Karsdorfer Eisenbahngesellschaft, Bahnbetreiber, die Deutsche Bahn hat kein Herz für Konkurrenz. Züge der KEG dürfen seit Monatsbeginn die Gleise der Deutschen Bahn nicht mehr nutzen. Grund: Außenstände bei der Zahlung der Trassengebühren. Die Zahlungsschwierigkeiten hatten sich schon länger abgezeichnet, auch die Lohnzahlungen stehen seit zwei Monaten aus. Insgesamt sind im Unternehmen rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Da dem Unternehmen mit dem Verbot der Gleisbenutzung die Betriebsgrundlage entzogen ist, müssen die Arbeitsplätze wohl abgeschrieben werden.

 1.400

 10.02.2004 Fröndenberger Kettenfabrik Heinrich Prünte, hat Insolvenz angemeldet, betroffen sind 36 Mitarbeiter.

36

 10.02.2004 handwerk.de, Internetportal, der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat das Internetportal des Handwerks in die Insolvenz laufen lassen. Die Anteilseigner der 2000 gegründeten und 2001 ans Netz gegangenen Aktiengesellschaft streiten darum, wer die aufgelaufenen Verluste in Höhe von 8,7 Millionen Euro bezahlen muss. Dabei geht es nicht nur um Geld, angeblich soll einigen Verantwortlichen aus der Insolvenz ein Strick gedreht werden. Handwerk.de soll mit einem oder zwei Mitarbeitern online bleiben.Bisher waren es 15.

13

 10.02.2004 Infracor, Infrastrukturdienstleister, am 15.01.04 waren noch bis zu 300 Jobs gefährdet. Jetzt sollen 400 Mitarbeiter bis 2006 abgebaut werden. Nachmeldung: 100 

100

 10.02.2004 Ikon GmbH, Schlösser, der Potsdamer Betrieb wird aufgegeben, die Produktion in das Stammwerk Berlin verlagert. Im Zuge dieser Maßnahme gingen 22 Arbeitsplätze verloren.

 22

 10.02.2004 Findlay, Automobilzulieferer,  Rätselraten und Gerüchte, von einer Übernahme ohne Entlassungen bis hin zur Standortauflösung scheint alles möglich. Gerüchte sagen, Findlay in Geretsried soll verkauft werden, um den angeschlagenen Mutterkonzern in den USA zu sanieren. Käufer wäre vermutlich Faurecia. Im Poker um Märkte und Anteile bleiben die 375 Mitarbeiter außen vor. Die Geschäftsleitung schweigt. Wir halten die 375 Jobs für ganz erheblich bedroht.

375

 10.02.2004 Schiffbau Gerdes GmbH, von der Insolvenz der Lloyd-Werft ist auch die Gerdes GmbH betroffen. Das Ausbau-Unternehmen musste 23 Mitarbeiter entlassen, die in Bremerhaven eingesetzt waren.

23

 10.02.2004 Eder GmbH, Chemikalien, das Burgwalder Unternehmen schließt: 13 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

13

 09.02.2004 Schnell vermittelt, im Ringen um den SPD-Vorsitz gab es kurzfristig eine freie Stelle. Als Begründung hieß es, die Reformen seien unter der Last der Doppelrolle Kanzler+Parteivorsitzender nur schwer vermittelbar. Franz Müntefering hingegen war leicht vermittelbar und vermittelt in der Doppelrolle Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender nun etwas leichter, quasi mit Links.

 0

 09.02.2004 Lloyd Werft, Bremerhaven, die Schieflage des gekenterten Kreuzfahrtliners "Pride of America" hat nun auch seine Werft in Schieflage gebracht. Mit dem heutigen Insolvenzantrag sind 550 Jobs bedroht.

550

 09.02.2004 Kickert, Tiefbau,  Trierer Baufirma Kickert meldet Insolvenz an – es sind 155 Mitarbeiter betroffen.

155

 09.02.2004 IFU, Dresden und ISE Zittau, beide Unternhemen haben Beschäftigung in ABM-Maßnahmen organisiert, doch mit dem Rückschnitt der ABM-Förderung sind nun auch solche Unternehmen bedroht. Bei den beiden verbundenen Unternehmen in Sachsen, über die hier berichtet wird, sind 50 Festangestellte Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.

50

 09.02.2004 Meerbusch, Kommune, "Learning from the best" in Meerbusch heißt das, die Personalkosten bis 2008 um 10 % senken. 670 Mitarbeiter sind nach heutigem Stand bei der Stadt beschäftigt, befristete Arbeitsverträge werden nicht mehr verlängert, Pensionsangebote bei gleichzeitigem Neueinstellungs-Stopp sorgen für eine weitere Reduzierung der Arbeitsplätze. Wir glauben, Meerbusch wird weiter runterkommen und melden 70.

70

 09.02.2004 Gesobau, Wohnungsbaugesellschaft, entlässt bis Juli 43 Hauswarte, insgesamt sollen 61 Stellen gestrichen werden.

61

 09.02.2004 LBBW; Landesbank Baden-Württemberg, verwirrende Zahlen: am 11. April 2003 wollte die LBBW bis Ende 2004 insgesamt 700 von 9.300 Stellen streichen. Heute heißt es, die LBBW hätte aktuell 12.000 Mitarbeiter, könnte die gleichen Geschäfte aber auch mit 10.500 Mitarbeitern bewältigen. Wir legen uns auf die sichere Seite und korrigieren die 1.500 von heute um die 700 bereits im April gemeldeten Stellen.

800

 07.02.2004 Hüttebräucker & Herfel, Gesenkschmiede, hat Insolvenz angemeldet, 57 Mitarbeiter sind betroffen.

57

 07.02.2004 MAT Transier GmbH, Gera, hat Insolvenz beantragt. Die 15 Mitarbeiter haben sich bereits als arbeitslos registrieren lassen.

15

 07.02.2004 Kirner Abbruch GmbH, hat Antrag auf Insolvenz gestellt, betroffen sind mehr als 70 Mitarbeiter. Nicht leere Auftragsbücher, sondern Zahlungsausstände haben die Liquidität beschädigt. Beispielsweise ist aus dem Abbruch der Lotharpassage in Mainz noch ein Betrag von rund 900000 Euro offen, um den das Kirner Unternehmen derzeit mit der Landeshauptstadt Mainz vor Gericht streitet.

 70

 07.02.2004 Leica, Kameras, Personalkostensenkung um 20 Prozent. Leica hat weltweit knapp 1300 Mitarbeiter, davon 526 in D. Wir schätzen den deutschen Abbauanteil auf 100.

geschätzt 100

 07.02.2004 Geithainer Baugesellschaft GmbH , Insolvenz. 46 Mitarbeiter entlassen

46

 Prognosen
2004

Vorwarnungen: Zu Beginn dieses Jahres werden von Verbänden und Auguren düstere Prognosen gestellt:
für 2004 werden
42.000 Pleiten erwartet, dadurch sollen etwa 613.000 Menschen arbeitslos werden,
die Öffnung der Grenzen per
EU-Osterweiterung soll die Abwanderung von 450.000 Arbeitsplätzen aus Deutschland zur Folge haben,
aufgrund der fehlenden
Maut-Einnahmen sind 70.000 Arbeitsplätze im Verkehrswegeausbau konkret gefährdet,
und der
Einzelhandel glaubt, dass als Opfer der Rabattschlachten rund 20.000 Mitarbeiter auf der Strecke bleiben werden.

Arbeitslosigkeit = Überbevölkerung?

Lesen Sie
hier ein Kapitel aus Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II

(nicht mitgezählt!)

Insgesamt sollen also
weit über eine Million Arbeitsplätze verloren gehen.
Wir werden auch weiterhin versuchen, die konkreten Auswirkungen im Einzelnen aufzulisten.
 05.02.2004 Stralsund, Gemeinde, wieder ein Detail über den Abbau von Stellen im ABM Bereich: im Bereich Stralsund gibt es zurzeit 2727 Beschäftigte in ABM, aufgrund der Mittelkürzungen werden es im Jahresdurchschnitt nur noch etwa 1650 sein. Sinken müssen auch die Teilnehmerzahlen der beruflichen Weiterbildung. Weiterhin werden die Eingliederungszuschüsse halbiert, um nur einiges zu nennen.

1.077

 06.02.2004 Niedersachsen, altes Bundesland, jetzt müssen sogar die Finanzämter bluten: landesweit sollen 600 der 12500 Arbeitsplätze wegfallen, bei der Oberfinanzdirektion in Hannover (OFD) zusätzlich 103 von 400 Stellen.
Wir halten das für einen neuen Abbaubeschluss, der in den bisher für Niedersachsen gemeldeten Zahlen nicht enthalten ist.

703

 06.02.2004 Rodenstock, Brillen, Auslagerung nach Tschechien und Thailand, rund 370 Arbeitsplätze gehen verloren.

370

 06.02.2004 Schering, Pharma, bis 2006 sollen zu den 300 bereits angekündigten zusätzlich 350 Stellen abgebaut werden.

350

 06.02.2004 Siemens, ICN Netzwerksparte, am Standort Bruchsal werden 600 Arbeitsplätze abgebaut, die Fertigung von DSL-Modems soll nach China verlagert werden.

600

 05.02.2004

Auto Reintges, Ford und andere Marken, hat Insolvenz angemeldet.Über 300 Mitarbeiter des Essener Familienunternehmen fürchten um ihre Arbeitsplätze.

Nach 32 Jahren als Ford-Vertragshändler, läßt der US-Konzern den Händler fallen. In einer Erklärung des Autohauses heißt es, Ford habe bisherige Finanzierungshilfen reduziert und zustehende Zahlungen zurückgehalten. Der Konzern konzentriere sich in letzter Zeit verstärkt auf international tätige Händlergruppen - zum Nachteil von Familienbetrieben wie Reintges. Zudem interessiere sich ein finanzstarker holländischer Investort bereits seit längerem für die Übernahme des Essener Autohändlers.
Na ja, so ist das in einer neoliberalen, deregulierten Marktwirtschaft. Die schwarz-gelbe Opposition kann es kaum erwarten. Wenn sie es schafft die Regierung zu weiteren Reformen vor sich her zu treiben, wird es Ford noch leichter haben, seine Spielchen auf dem deutschen Standort zu spielen.
Für wen sind die eigentlich, unsere Politiker?

300

 05.02.2004 Unruh Bauunternehmung, Titisee, hat Insolvenzantrag gestellt, 78 Bau-Jobs stehen auf dem Spiel.

78

 05.02.2004 Deutsche Bank, Geld, erhöht die Dividende. Der Gewinn nach Steuern betrage für die 3 Monate Oktober bis Dezember 436 Millionen Euro, für 2003 ergibt sich damit unter dem Strich ein Konzerngewinn von 1,4 Milliarden Euro. Das Institut setzte seinen Sparkurs, mit dem in den vergangenen Jahren ein Stellenabbau von 15.000 einherging, fort. Der Verwaltungsaufwand sank um 11 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Die Bank gab zunächst keinen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung 2004.
Mit dieser Geheimniskrämerei setzt die Bank ihre Verschleierungstaktik um den geplanten Personalabbau fort. Wir hatten zur Deutschen Bank zuletzt am 28.07.2003 gemeldet, dass seit Ende 2000 bis Mitte 2003 20.000 Stellen abgebaut worden seien und dass ein Outsourcing in Höhe von 5.500 Jobs geplant sei, was dann prompt in Bezug auf die Höhe der Zahl wieder dementiert wurde. Man kann nun - Herr Ackermann möge bitte korrigieren, falls diese Annahme falsch ist - aus den Vergangenheitszahlen und der Aussage, der Sparkurs werde (unverändert) fortgesetzt, den Schluß ziehen, dass die Deutsche Bank in 2004 in Deutschland weitere 8.000 Stellen abbauen wird - und die melden wir, als Schätzwert.
geschätzt 8.000
 05.02.2004 Norddeutsche Affinerie, Kupferhütte, um sich gegen internationale Wettbewerber zu wappnen, hat das Unternehmen ein Sparprogramm aufgelegt, der Abbau von 300 Mitarbeiter gehört dazu.

300

 05.02.2004 Canzler, Maschinenbau, meldet Insolvenz an, 50 Stellen werden gestrichen. Vom Spezialisten für Großanlagen ist nur die Konstruktionsabteilung mit einem guten Dutzend Mitarbeitern geblieben.

50

 05.02.2004 Schoeller-Textil, in Huchem-Stammeln, dem Unternehmen droht die Schließung, 140 Mitarbeiter fürchten um ihren Arbeitsplatz.

140

 04.02.2004 Edeka, Lebensmittel-Einzelhandel, der größte deutsche Lebensmittel-Einzelhändler Edeka will 2004 ebenso wie im vergangenen Jahr bundesweit rund 400 Filialen schließen. Zudem soll es Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro in den Bereichen Logistik und Verwaltung geben. Entlassungen seien jedoch nicht vorgesehen, hieß es. Edeka beschäftigt rund 200.000 Mitarbeiter und betreibt 8.700 Geschäfte. Unterstellt man, dass von der Schließung überwiegend kleinere Fililaen mit durchschnittlich 10 Beschäftigten betroffen sind, entfallen durch die geplanten Schließungen ca. 4.000 Stellen. Geht man weiter davon aus, dass nur 1/3 der Kostensenkung in Logistik und Verwaltung auf dem Personalsektro erzielt werden soll, kann dort von Stellenstreichungen in der Größenordnung von 2.000 Arbeitsplätzen ausgegangen werden.

geschätzt 6.000

 04.02.2004 Jenoptik, Technologiekonzern, schon am 28. Januar berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass das Unternehmen mehrere hundert Stellen abbauen wolle. Diese Angabe wurde bis heute leider nicht konkretisiert. Bevor das völlig in Vergessenheit gerät, schätzen wir nun ganz vorsichtig und melden 400.
(Jenoptik hat insgesamt noch ca. 10.000 Mitarbeiter)

400

 04.02.2004 Waldau Theater, Bremen, das zweitgrößte Theater in Bremen hat Insolvenz angemeldet. Die Homepage des Theaters nennt die Namen von rund 30 Beschäftigten hinter der Bühne, geht man davon aus, dass etwa gleich viele Schauspieler im Ensemble vertreten waren, dann sind rund 60 Jobs betroffen.

60

 04.02.2004 Brandenburg, Bundesland, Brandenburg will in den kommenden drei Jahren 300 Millionen Euro Personalkosten sparen und 12.400 Stellen vorwiegend über Abfindungsregelungen und Altersteilzeit abbauen. Das wussten wir schon seit Oktober 2003 und daran wird auch festgehalten. Neu ist, dass die rund 60.000 Landesbediensteten zusätzlich auf bis zu 7,5 Prozent ihres Gehalts verzichten müssen und dafür bis zu drei Stunden wöchentlich weniger arbeiten. Darauf einigten sich Landesfinanzministerin Dagmar Ziegler und die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes in einem am Dienstag unterzeichneten Tarifvertrag. Vollbeschäftigte Arbeitnehmer in der Landesverwaltung werden sozial gestaffelt zwischen einer halben und drei Stunden pro Woche weniger arbeiten und dafür Gehaltseinbußen zwischen 1,25 Prozent und 7,5 Prozent hinnehmen. Ziegler erklärte mit Blick auf gestrichenes Urlaubs- und gekürztes Weihnachtsgeld bei Beamten, damit würden Landesangestellte und Beamte gleich behandelt. Geht man von einer mittelern Kürzung um 2 Stunden bzw. 4% aus, entspricht diese Maßnahme einem weiteren Stellenabbau von rund 2.400 Arbeitsplätzen. Die zählen wir.

2.400

 04.02.2004 Kreismusikschule, Bautzen, ein weiterer Vorstoss der Bildungs- und Innovationsoffensive: 
Die Schülerzahl muss bis 2007 von rund 1.700 auf 1 200 gesenkt werden.
Die Musikschuldirektorin rechnet dieses Jahr mit einem Defizit von 142 000 Euro. Ein straffer Sanierungsplan soll die Musikschule jetzt aus der Krise führen. Er sieht vor, dass Lehrkräfte ab dem Sommer freiwillig auf Unterrichtsstunden und damit einen Teil ihres Gehalts verzichten. Zudem darf Garnys einen Kredit von 142 000 Euro aufnehmen, damit die Einrichtung ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Laut Wirtschaftsplan müssen die Ausgaben für Löhne und Gehälter zwischen 2005 und 2007 um 260 000 Euro auf dann 981 000 Euro sinken. Die Musikschule beschäftigt zurzeit 34 fest angestellte Mitarbeiter und 33 Honorarkräfte. Neun Personalstellen sollten bis 2006 geräuschlos abgebaut werden.

Wozu braucht Deutschland auch Musiker? Es gibt doch überall preiswerte CD-Player zu kaufen.

9

 04.02.2004 Dresden, Kommune, die Stadt muss ein Haushaltsloch von 67,3 Millionen Euro stopfen, eine Folge: Bis 2007 werden rund 650 Stellen ersatzlos gestrichen - ist es da nicht tröstlich, dass der US-Konzern AMD - gefördert mit Bundes- und Landes-Zuschüssen und -Bürgschaften, die das Dresdner Haushaltsloch um ein Vielfaches übersteigen, demnächst 1.000 Arbeitsplätze in Dresden schafft?

650

 03.02.2004 MFTW,  Mecklenburger Fertigteilwerke, haben Insolvenz angemeldet. 75 Arbeitsplätze sind betroffen.

75

 03.02.2004 Ernst Gerlach, Aluminium-Druckguss, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. 50 Arbeitnehmer sind betroffen.

 50

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  EWK, Edelstahlwerke Witten-Krefeld, 350 Jobs werden abgebaut, das haben wir schon im Oktober 2003 gemeldet.

 aufgewärmt

 03.02.2004 Novar (Ex Ackermann), Elektrosysteme, 140 der zurzeit 583 Beschäftigten werden am Standort Gummersbach ihren Arbeitsplatz verlieren; Auch 40 Mitarbeiter am Standort Albstadt sind betroffen. Offiziell begründet die Novar GmbH diesen weiteren Stellenabbau mit einer „Straffung der Organisation“.

180

 03.02.2004 Kodak, Bilder, am 15.11.03 schätzten wir, dass 5 von 10 Foto-Laboren mit ca. 700 Beschäftigten in Deutschland geschlossen werden sollen. Wenige Wochen nach dem Verkauf an die Heidelberger BHG Color & Print werden nun 6 Labore mit insgesamt 819 Mitarbeitern geschlossen, 119 mehr.
Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Roswitha Ramin vermutet, Kodak habe sich durch den Verkauf an die BHG um die Zahlung angemessener Abfindungen herumgedrückt. Angeblich betrug der Kaufpreis einen Euro. Gleichzeitig habe Kodak ein Treuhandkonto mit acht Millionen Euro eingerichtet, von dem die Abfindungen an die zu entlassenen Mitarbeiter gezahlt werden sollen. Nach Angaben des Betriebsrats ist jedoch mindestens eine doppelt so hohe Summe notwendig.

119

 02.02.2004 Theodor Lohnert, Bauunternehmen, das Eckernförder Traditionsunternehmen hat Insolvenz angemeldet, rund 100 Arbeitnehmer sind betroffen.

100

 02.02.2004 Sozialkassen, siehe unten, den Sozialkassen für das Maler- und Lackiererhandwerk droht die Schließung. Veit Wilhelmy, Geschäftsführer des Bezirksverbands Wiesbaden-Limburg der IG Bauen, Agrar, Umwelt erwartet den Verlust von 165 Arbeitsplätzen.. Schuld seien die "Horrorvorstellungen der Arbeitgeber". So verlangten diese unter anderem eine Absenkung der Beiträge und eine Erhöhung der Anwartschaftszeiten. Zudem befürchtet Wilhelmy einen "Domino-Effekt": Ist die Sozialkasse der Maler und Lackierer erst geschlossen, dann würden die ebenfalls hier ansässigen Kassen des Baugewerbes, der Dachdecker, der Steinmetze und der Gerüstbauer bald folgen. Insgesamt bedeutete dies einen Wegfall von 2 000 Arbeitsplätzen. Auch die Betriebsratsvorsitzende der Sozialkasse, Cornelia Hammen, stufte die Pläne der Arbeitgeber als "skandalös" ein. Neben den bedrohten Arbeitsplätzen seien auch alle Maler und Lackierer betroffen. Sie sollten durch die Pläne allein für die Rente verantwortlich gemacht werden und ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Die Sozialkassen sind für die Zahlung von Zusatzrenten und Urlaubsgeld zuständig. Veit Wilhelmy hofft jetzt, dass die Schließung der Kasse in den letzten Schlichtungsverhandlungen am 6. Februar noch abgewendet werden kann. Falls man dort keine Lösung finde, werde es mit Sicherheit zu "Arbeitskampfmaßnahmen bis hin zu Streiks" kommen, warnt er.

Wir glauben nicht, dass der Erhalt der Sozialkassen gelingen kann und nehmen die 2.000 Jobs in die Statistik auf. Hier kann die Senkung von "Lohnnebenkosten" ohne Staatsbeteiligung direkt zwischen den Tarifparteien vereinbart werden. Das wird den Arbeitgebern gelingen.

Weil die "Sozialkassen" weitgehend unbekannt sind, hier ein Auszug aus der Selbstdarstellung der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes
Die Sozialkasse des Berliner Baugewerbes (Sozialkasse) ist eine gemeinsame Einrichtung der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V., des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e. V., des Landesverbandes Bauhandwerk Brandenburg und Berlin e. V. sowie der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Zu den Aufgaben der Sozialkasse gehört die Sicherung von Urlaubs-, Lohnausgleichs- und Übergangsbeihilfe- sowie von Überbrückungsgeld- ansprüchen. Des weiteren fördert sie Ausbildungsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen und bietet die Sicherung von Arbeitszeitguthaben an. Finanziert werden diese Aufgaben durch Arbeitgeberbeiträge. Rechtsgrundlage sind allgemeinverbindliche Tarifverträge, die sich infolge der Allgemeinverbindlichkeit auf alle Arbeitgeber unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Vereinigung der Arbeitgeber und auf die Arbeitnehmer unabhängig von der Mitgliedschaft in der Gewerkschaft erstrecken.

2.000

 02.02.2004 Opel, Automobile, schlechte Zahlen im Jahresabschluss 2003 verführen die Manager zu zusätzlichem Stellenabbau. Über die 2500 im Sanierungsprogramm "Olympia" bereits beschlossenen Stellen sollen weitere
1.600 Stellen an den Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern wegfallen.

Übrigens: der Vorstandsvorsitzender Carl-Peter Forster erklärte das Ergebnis in Rüsselsheim mit Währungsverlusten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe, einer starken Kaufzurückhaltung vor allem der deutschen Kunden sowie einem zunehmenden Preisverfall, dem auch Opel durch Sondernachlässe habe begegnen müssen.
Dreistellige Millionen fangen bei 100 Millionen an. Schon damit könnte man ungefähr 2.500 Mitarbeiter ein Jahr lang bezahlen, aber wo könnten bei Opel in Deutschland im operativen Geschäft Währungsverluste entstanden sein? Hat da jemand spekuliert? Die Aussage ist zumindest sehr bemerkenswert...

1.600

 02.02.2004 WestLB, Finanzierungen, vor einem Jahr zählte die WestLB noch 8.700 Mitarbeiter, seitdem hat sie in mehreren Schritten Stellen abgebaut. Unser letzter Stand für das Personalziel waren 6.000 Beschäftigte (10.9.03).nun wird ein neues Personalkonzept vorgelegt, wonach die Beschäftigtenzahl auf 5.500 abgesenkt werden soll. Wir notieren die Differenz.

500

 02.02.2004 VDN, Deutsche Nickel und EuroCoin, im Bereich der Deutschen Nickel fallen 30 Arbeitsplätze, im Bereich der EuroCoin 15 Stellen weg.

 45

 30.01.2004 J.G. Müller Bau-GmbH, Mellingen, geht in Insolvenz, betroffen sind rund 90 Mitarbeiter.

90

 30.01.2004 Schaumann, Tiefbau, soll nach 43 Jahren geschlossen werden. 35 Arbeiter erhielten den Kündigung.

35

 30.01.2004 KFS, Fotolabore, von den beabsichtigten Standortschließungen sind insgesamt 850 Mitarbeiter betroffen. (mehr sagt die "Badische Zeitung online" den Nicht-Abonnenten leider nicht)

850

 30.01.2004 Seefischmarkt Cuxhaven GmbH, die landeseigene Gesellschaft wird auf den Immobilienbereich reduziert, von den zur Zeit noch 42 Arbeitnehmern des Seefischmarktes sollen etwa 20 bis 22 abgebaut werden, ganz überwiegend Fischlöscher und aus dem handwerklichen Bereich.

22

 30.01.2004 Frankfurt an der Oder, Kommune, die Zahl der Mitarbeiter im Frankfurter Rathaus soll bis zum Jahr 2009 von derzeit knapp 1000 auf ca. 600 in der Kernverwaltung sinken. Die Stellenreduzierung soll zu einer Personalkosteneinsparung von 7 bis 8 Millionen Euro führen.

400

 30.01.2004 Berlin, Hauptstadt, in diesem Jahr wird es nur noch 11 000 ABM-Stellen in Berlin geben, das sind 4000 weniger als 2003. Für 2005 soll es dann zu einer drastischen Kürzung auf etwa ein Viertel der Stellenzahl aus 2003 kommen, weil in erster Linie der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt finanziert werden muss. ABM ist nicht mehr zeitgemäß.
(Gut, dass es für jeweils 14 Arbeitslose eine offene Stelle gibt, oder?)
Auch ABM-Stellen sind Arbeitsplätze, wer den ABM-Job verliert, hat gar keinen mehr. In Berlin werden bis 2005 rund 11.000 gestrichen! Wer weiß, wo noch....

 11.000

 29.01.2004 ASG, Kraftfahrzeug Handelsgesellschaft mbH, die Kündigung des Händlervertrags (Toyota) im Zuge der neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) hat das Autohaus nicht verkraftet. Insolvenz.

 geschätzt 10

 29.01.2004 Wenzel Holding, Autohandel, 16 Standorten und 310 Mitarbeiter - das war die Wenzel Gruppe. Jetzt ist die Insolvenz beantragt.

310

 29.01.2004 PHB, Gießerei, mehr als 100 Mitarbeiter der St. Ingberter Gießerei PHB stehen vor der Entlassung. Alle Versuche des Insolvenzverwalters, dem traditionsreichen Betrieb eine Zukunft zu eröffnen, sind bislang fehlgeschlagen.

 101

 29.01.2004 EMK, Elektro-Mechanische Komponenten, hat Insolvenzantrag gestellt. Obwohl das Unternehmen eine Auftragspolster von derzeit rund acht Millionen Euro aufweist und 2003 schwarze Zahlen schrieb, wollen die Gesellschafter Dieter Lenhard und Rüdiger Hornhardt die EMK Darmstadt wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung schließen und liquidieren. Die rund 130 Mitarbeiter des Unternehmens bangen nun um ihre Arbeitsplätze.

130

 29.01.2004

Arquati, Rollo-Herst

eller, nicht mehr zu retten! 227 Mitarbeiter sind Opfer der Insolvenz. Die letzten 198 gehen zum 1. Februar.

 227

 29.01.2004 Mainz, Kommune, "Orchesterstrukturreform" - wer sich so ein Wort ausdenkt, um 6 Musiker brotlos zu machen, verdient keine gute Musik. Nach dem Kulturausschuss hat gestern der Hauptausschuss der Sitzungsvorlage zur Orchesterstrukturreform zugestimmt. Dabei ist ungeklärt, wie die angestrebte Zahl von 66 Musikern mit Beginn der Spielzeit 2005/2006 finanziert werden soll.

6

 29.01.2004 Schuler, Pressenbauer, der Personalabbau in Deutschland hat bereits 200 Stellen gekostet, weitere 200 sollen noch aufgelöst werden.

400

 29.01.2004 Nürnberg, Kommune, Stellenabbau gegen Haushaltsprobleme. Es geht um 200 Stellen in 2004, bis 2007 soll es insgesamt 500 Beschäftigte weniger geben. Der Sparwahn ist offenbar ansteckend.

500

 28.01.2004 Xomox, Armaturen, hauptsächlich die Chemieindustrie nimmt die Armaturen von Xomox in Lindau ab, doch die Krise der Chemieindustrie und die Auslagerung der Produktion in Niedriglohnländer macht Xomox zu schaffen, 53 Mitarbeiter verlieren in den nächsten Wochen ihren Job.

 53

 28.01.2004 Gerolsteiner Sprudel, Wasserabfüller,  am 21.10.2003 hatten wir geschätzt, dass 50 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Die Eifel Zeitung berichtet nun in einem wunderbar engagierten Artikel von 150 Arbeitsplätzen, die bei Gerolsteiner wegfallen
Hier der lesenswerte Original-Text der Eifel Zeitung:
Ganz ohne Not werden offensichtlich nach Analyse durch Berater beim Gerolsteiner Sprudel 150 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies nicht deshalb, weil es dem Gerolsteiner Sprudel schlecht geht, sondern weil das Profitstreben bei der Geschäftsführung des Gerolsteiner Sprudels oberstes Gebot hat. Obwohl der Profit beim Gerolsteiner Sprudel jährlich viele zehn Millionen Euro ausmacht, bekommt man den „Hals“ nicht voll und will das Ergebnis weiter steigern. Dadurch steigt natürlich der Verkaufspreis, denn wie die Eifelzeitung bereits berichtete, wird wohl bald der Schweizer Nestlé Konzern den Gerolsteiner Sprudel übernehmen. Das heißt dann, dass die vielen zehn Millionen Euro Profit und Gewinn pro Jahr durchs Wasser, das der Gerolsteiner aus Eifeler Böden holt, in die Schweiz fließt. Unser Eifel-Wasser wird dann für dicke Geldströme ins Alpenland sorgen.

 100

 28.01.2004 DKM,  Dauner Kleinmotorengesellschaft, die Firma tritt den Rückzug an. Bis zum Spätsommer 2004 ist die Schließung perfekt, es gehen etwa 40 Arbeitsplätze in Daun verloren.

40

 28.01.2004 mib Baugesellschaft Wriezen mbh, 160 Arbeiter und Angestellte der Firma erhalten heute ihre Entlassungsschreiben. Als Grund für die Liquidation gibt Geschäftsführer Uwe Bahr die schlechte Auftragslage an.

160

 28.01.2004 Herford, Kommune, 61 „gemarkerte“ Stellen, deren Funktionen nicht mehr unbedingt wahrgenommen werden müssen sollen bis Mitte 2005 verschwinden.

61

 27.01.2004 Grinbold GmbH, mobile Fertigbausysteme, hat beim Amtsgericht Aalen Insolvenzantrag eingereicht. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 27.01.2004 Kögel, Fahrzeugbauer, hat beim Amtsgericht Ulm die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Antrag umfasse die Kögel Fahrzeugwerke AG, die Kögel Werdau GmbH & Co und die Fahrzeugwerk und Werdau NVG Nutzfahrzeug-Vermietung GmbH & Co KG, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt sind 1186 Mitarbeiter betroffen.

1.186

 27.01.2004 Girmes, Textilhersteller, 640 der aktuell 727 Beschäftigten des insolventen Unternehmens erhalten die Kündigung.

 640

 27.01.2004 Bundesagentur für Arbeit, Clement will die BA-Zentrale in Nürnberg von derzeit 1.100 Stellen auf etwa 400 Stellen verkleinern.

 700

 27.01.2004 Landkreis Wittenberg, will bis 2008 104 Stellen abbauen um die Personalkosten zu senken.

104

 27.01.2004 Bacardi, Rum, Bacardi Deutschland wird in Buxtehude die Zahl der Mitarbeiter von heute 152 um 40 abbauen.

40

 27.01.2004 Aventis, Pharma,
Vorwarnung: Sollte die feindliche Übernahme durch Sanofi-Synthelabo Erfolg haben, könnte das bis zu 10% der Arbeitsplätze beider Unternehmen kosten. Weltweit bedeutet das Gefahr für bis zu 12.000 Jobs, in Deutschland könnten rund 900 Arbeitsplätze verloren gehen.

Vorwarnung

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 24.01.2004 Schenker Automotive Logistics, Verpacker, VW hat das Verpackungsvolumen von Fahrzeugteilen für Übersee um 20%gekürzt. Folge: Schenker muss 20 Mitarbeiter entlassen.

20

 24.01.2004 Horus GmbH. Garne und Nadelvlies, das Unternehmen der Wirth-Gruppe muss nach dem Kauf (früher Falke-Garne) auf Synergien hin optimiert werden. Das kostet 7 Arbeitsplätze.

7

 23.01.2004 Bilfinger Berger AG, Bauunternehmen, hat die Zweigniederlassung in Magdeburg geschlossen. Unter den 41 Beschäftigten, die von der Schließung betroffen sind, befinden sich über 20 Bauarbeiter sowie technisches und kaufmännisches Personal.

 41

 23.01.2004 Bauunternehmen Mayer, Giengen, hat Insolvenzantrag gestellt.
Etwa 120 Mitarbeiter sind betroffen.

 120

 23.01.2004 Siemens, Elektronik, Siemens wirft weitere 2200 Arbeitsplätze in Deutschland als Ballast ab. In der Gebäudetechnik-Sparte SBT sollen in den nächsten drei Jahren 900 von 9000 Arbeitsplätzen im Inland gestrichen werden, zudem solle der Geschäftszweig Projektgeschäft mit 1300 Mitarbeitern in Deutschland verkauft werden.
Nun, die Verkauften werden ihren Job wohl zunächst behalten, aber 900 dürfen sich verraten fühlen.

900

 23.01.2004 Takko, Mode-Discounterk, die Sache mit den 50-Jährigen wird konkreter. Das Unternehmen plant, knapp 80 Mitarbeiter über 50 Jahren "auf Entwicklung und Optik zu überprüfen" und sich aus betrieblichen Gründen von ihnen zu trennen. Gerwin Eck, Geschäftsführer von Takko widerspricht gegenüber unserer Zeitung den Darstellungen: "Bei uns wird niemand gekündigt, nur weil er älter als 50 Jahre ist". Auf Entlassungen könne das Unternehmen nach enttäuschenden Umsätzen in den vergangenen Monaten und einem schlechten Weihnachtsgeschäft nicht verzichten. 214 Mitarbeiter (davon sieben über 50-Jährige) verloren seit November ihren Arbeitsplatz. Bei Angestellten mit Kundenkontakt gibt es allerdings besondere Regelungen: "Kündigungen hängen von der Leistung, dem Interesse an Mode und auch dem Alter entsprechend unserer Zielgruppe zwischen 20 und 45 Jahren ab", sagt Unternehmenssprecher Eck. Da nennen wir doch jetzt, passend zur "eleganteren Sprachregelung" alle 214 seit November vernichteten Arbeitsplätze.

214

 23.01.2004 TRW Fahrwerksysteme, Automobilzulieferer, das Schalker Unternehmen will bis Ende kommenden Jahres 440 von 1000 Mitarbeitern entlassen. Kugelgelenke, begründet die Chefetage, könnten in Tschechien billiger produziert werden.

440

 23.01.2004 Pilkington, Sicherheitsglas und mehr, baut in Gelsenkirchen 80 von 600 Arbeitsplätze ab.

80

 23.01.2004 Lambda Physik, Laser, wird durch die Coherent Holding übernommen und muss Produktionsstätten zusammenlegen und Stellen streichen. Gespart werden sollen 1,5 Mio Euro pro Jahr - das rechnet sich gut und gerne auf 30 der bisher 365 Mitarbeiter. Das Unternehmen gibt zum Stellenabbau keine Details bekannt.

geschätzt 30

 23.01.2004 Karstadt Warenhaus AG, Einzelhandel, "Die Karstadt-Führung plant, über 3000 Arbeitsplätze in den Warenhäusern und in der Verwaltung abzubauen. Das hat uns der Vorstand der vor wenigen Tagen mitgeteilt", sagte Christa Schubert, Vize-Betriebsratschefin des Unternehmens, am Donnerstag im Gespräch mit der WAZ.
Wieweit sich das mit der Meldung vom 28.02.2003 überschneidet, ist nicht feststellbar. Damals hieß es, 80 von 180 Warenhäusern sollten aufgegeben, wir schätzten ein Abbaupotential von 2.400 Stellen. Heute nehmen wir an, dass diese 2.400 Jobs erst zur Hälfte abgebaut sind und die Differen in den nun genannten 3.000 noch einmal enthalten ist. Melden also (3.000 - 1.200) 1.800 nach.

 1.800

 22.01.2004 KAT-Möbel, Handel,  Die Recklinghäuser Firma steht vor dem Aus. Betroffen sind zwölf Mitarbeiter an den Standorten Schaumburgstraße und Bochum.

12

 22.01.2004 Schaper & Brümmer, Pharmazie, bis Mitte des Jahres werden 30 Arbeitsplätze abgebaut, die Zahl der Beschäftigten sinkt unter 300 .

30

 22.01.2004 Uckermark, Landkreis, laut Stellenplan wird die Zahl der Mitarbeiter um 41 auf 738 Stellen sinken. Mehr als 20 betriebsbedingte Entlassungen sind zu erwarten.

41

 22.01.2004

Berlin Transport GmbH, Busfahrer-Tochter der BVG, die rund 1200 bei der Berlin Transport beschäftigten Busfahrer haben lediglich Jahresverträge. Diese sollen nun teilweise nicht mehr verlängert werden, weil es bei der Mutter Produktivitätssteigerungen gegeben habe. Der Mitarbeiterabbau bei der BT soll aber deutlich unter 10 % liegen. Geschätzt: 100

BT-Aufsichtsratschef Hans-Heino Dubenkropp bestätigte die Pläne, auslaufende Verträge teilweise nicht mehr zu verlängern. Der Mitarbeiterabbau werde jedoch "deutlich unter zehn Prozent" betragen, sagte Dubenkropp, der zugleich Betriebsvorstand bei der BVG ist. Er begründete die Pläne mit Produktivitätssteigerungen bei der BVG. Dadurch seien dort Kapazitäten frei geworden, so dass bei der BT derzeit nicht mehr so viele Leistungen wie bislang bestellt werden müssten.

 geschätzt 100

 22.01.2004 Celanese, Chemie, baut in Holten 120 Arbeitsplätze ab.Mit dem derzeitigen Übernahmeverfahren durch den US-Investor Blackstone hat die Maßnahme angeblich nichts zu tun, erstaunlich, dass die Vorschläge von der US-Beraterfirma Sinclair stammen, die letztes Jahr schon bei Celanese-Ticona in Kelsterbach 70 Arbeitsplätze zum Abbau vorgeschlagen hat.

120

 22.01.2004 VS, Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Geschäftsleitung und Betriebsrat einigen sich auf Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich und 130 Entlassungen.

130

 21.01.2004 Takko, Mode-Discounter

Eine haarsträubende Meldung des Stern:

Hamburg (ots) - Der Mode-Discounter Takko, der in Deutschland 9300 Mitarbeiter in 670 Filialen beschäftigt, will sich nach Informationen des Hamburger Magazins stern von über 50 Jahre alten Mitarbeitern trennen. Der stern zitiert in seiner neuen Ausgabe das Protokoll einer Takko- Regionalleiter- Sitzung, in dem es unter dem Punkt Personal heißt: "Mitarbeiter über 50 Jahre sind im Laufe der nächsten drei Monate auf Entwicklung und Optik zu überprüfen. Nicht passende sind nach Abwägung zu kündigen." Die Kündigungen sollen "ab sofort aus betrieblichen Gründen" erfolgen.

Eine Anfrage des stern, wie viele Mitarbeiter bereits auf Optik
überprüft und gekündigt wurden, ließ Takko-Geschäftsführer Gerwin
Eck, 43, unbeantwortet. Günter Isemeyer, 50, Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen, sagte dem stern, dass ihm "so eine Unverschämtheit wie bei Takko noch nicht untergekommen ist". Im zurückliegenden Geschäftsjahr machte die Modefirma mit Sitz in
Telgte 673 Millionen Euro Gesamtumsatz.
Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung
frei. ots Originaltext: stern

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 21.01.2004 Otto, Versandhandel, die Kosten der Hamburger Konzernzentrale sollen um 25 Prozent sinken. Wie hoch der Stellenabbau bei dem weltgrößten Versandhändler ausfallen wird, ist noch unklar. In den betroffenen Abteilungen sind etwa 3000 von insgesamt 12.000 Mitarbeitern in Deutschland beschäftigt. Wir müssen schätzen: 900

geschätzt 900

 20.01.2004 Prümer Holzbau GmbH & Co.KG, Holzverarbeitung, hat beim Amtsgericht Bitburg das Insolvenzverfahren beantragt. 61 Arbeitsplätze sind betroffen. Das Unternehmen betreibt drei Produktionsstätten: Die Standorte Redekin bei Magdeburg und Burgbernheim in der Nähe von Würzburg mit rund 120 Mitarbeitern sind nicht betroffen.

61

 20.01.2004 Saale-Net, Internetservices, hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Zuletzt waren noch vier Mitarbeiter beschäftigt.

4

 20.01.2004 Marchner, Maschinenbau, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Von der Insolvenz sind 34 Mitarbeiter betroffen.

34

 20.01.2004 Klinikum Solingen, Heilstätte, das Geld ist knapp, 16 Jobs werden gestrichen.

16

 20.01.2004 Mannstaedt, Profile, Wettbewerbsfähigkeit gesichert - Jobs vernichtet. 65 Beschäftigte erhalten nun die Kündigung. Zum Jahresende waren bereits das Rohrwerk geschlossen und 139 Mitarbeiter entlassen worden. Es folgt der Abbau von 100 weiteren Arbeitsplätzen bis zum 31. Dezember 2005. In Summe: 304

304

 20.01.2004 AMI Doduco, elektr. Kontakte, Pforzheim,  52 Mitarbeiter sollen ausscheiden, die Umsätze haben sich stärker nach Osteuropa und China verlagert, also muss auch die Produktion wandern.

52

 20.01.2004 Chevalier, Sicherheitsdienste, Wolfsburg - Insolvenz. 40 Mitarbeiter sitzen auf der Straße.

40

 20.01.2004

Berlin, Hauptstadt, die Bildungsoffensive in Deutschland ist nicht mehr aufzuhalten. Der Senat will nun 400 Stellen für Referendare sparen. Damit sinkt die Zahl der Plätze für die zweite Phase der Lehrerausbildung von 1900 auf 1500. Begründet werden die Kürzungen vom Senat mit einer "Anpassung an den künftigen Lehrerbedarf".

Rose-Marie Seggelke, die stellvertretende Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW sieht das anders: Berlin steuert ab 2006 auf einen drastischen Lehrermangel zu. Der Bedarf an Lehrern sinkt nicht, sondern steigt auf Grund der Pensionierungswelle. Von 2005 bis 2011 müssten nach der Bedarfsprognose des Senats 7000 neue Lehrer eingestellt werden. Davon allein 780 im Jahr 2006.

400

 20.01.2004 Niedersachsen, altes Bundesland, am 30.5.03 verkündete Chr. Wulf einen geplanten Abbau von 6.000 Stellen.
Inzwischen sollen es 6.743 werden. Über den jüngsten Teilschritt freute sich der Inneminister Schünemann (CDU) in diesen Tagen. 220 der 324 Stellen in den vier Bezirksregierungen, die sich bislang mit Soziales und Wohnungsbau beschäftigen, fallen künftig ersatzlos weg. Für den Landeshaushalt bedeute dies eine Ersparnis von rund 8,8 Millionen Euro jährlich. 170 Aufgaben im Sozialbereich hatten die Projektgruppen von Sonderstaatssekretär Wolfgang Meyerding unter die Lupe genommen. Ergebnis: 52 können ersatzlos wegfallen, weitere elf auf die Kommunen sowie drei auf sonstige staatliche Institutionen übertragen werden. 20 Aufgaben sollen privatisiert werden. Mit den erzielten Stelleneinsparungen liege man mit 68 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 50 Prozent, betonte Schünemann.

743

 20.01.2004 Elektra Lindau, Elektro-Heizungen, wird geschlossen, 15 Arbeitsplätze sind betroffen.

15

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235

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