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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
 30.09.2003 Roche Vitamine GmbH, Pharma, nach Verkauf der Vitaminsparte an das holländische Unternehmen DSM sollen 120 Arbeitsplätze gestrichen werden.

 120

 30.09.2003 Kieft & Kieft, Kinobetreiber, der deutsche Marktführer rechnet mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent. Die Lübecker wollen daher 49 Mitarbeiter aus der Verwaltung entlassen. Der Kinobetrieb ist nicht betroffen.

 49

 30.09.2003 Koenig & Bauer, Druckmaschinen, Ende Mai hieß es, 473 Arbeitsplätze müßten gestrichen werden. Heute wiederholt das Handelsblatt die Meldung. Warum?

 frisch aufgekocht

 30.09.2003 Bochmann, Textilveredelung, der Insolvenzverwalter paßt die Belegschaft der Auftragslage an. 52 Mitarbeiter mußten gehen.

 52

 30.09.2003 Epcos, el. Bauelemente, die Verlagerung der Fertigung in Niedrielohnländer führt zu Stellenabbau in Heidenheim (250) und zur Schließung des Werkes im französischen Lormont.

 250

 30.09.2003 Mannheimer, Versicherungen, die angeschlagene Versicherungsgruppe wird umstrukturiert und baut 130 Stellen ab.

 130

 30.09.2003 EnBW, Energie, kaum hat E On nach Rekordgewinn die Streichung von 3.500 Stellen angekündigt, schon zieht der Konkurrent aus dem Ländle nach. 3700 von 13.000 im Energiebereich werden im betriebswirtschaftlichen Logik-Kurzschluß verbrannt, darüber hatten wir allerdings schon am 5.7.03 berichtet und glauben weiterhin, dass die damals abgegebene Schätzung am Ende zutreffen wird.

 halbherzig aufgewärmt

 30.09.2003 Ford, Automobile, nach einer beispiellosen Rabattschlacht in een USA entlässt der zweitgrößte US-Autokonzern in Europa. 1.700 Mitarbeiter bei Ford in Köln zahlen die Zeche. Ihre Jobs werden zum Jahresende auf dem Altar der Kostensenkung geopfert.

 1.700

 29.09.2003 DanNatura, Möbelhaus, schließt die Filiale Magdeburg zum 18.10.03, 5 Mitarbeiter gehen demnächst stempeln.

 5

 29.09.2003 Staadt, Buchhandlung, nach dem Weihnachtsgeschäft wird geschlossen. Fast alle der letzten zehn Mitarbeiter werden vom Mutterhaus übernommen. Wir schätzen, daß zwei auf der Strecke bleiben.

 2

 29.09.2003 Gutenberg-Druck, Lüdenscheid, beantragt das Insolvenzverfahren, es sind nur wenige Arbeitsplätze betroffen (wir schätzen: 5)

 5

 28.09.2003 Opel Hermann, Autohaus mit fast 100-jähriger Tradition in München, schließt nach tapfer durchgehaltenen 10 Jahren roter Zahlen. 80 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

 80

 26.09.2003 Körber, Maschinenbau, Schaudt Mikrosa in Hartmannsdorf (67 Mitarbeiter) und Schleifring in der Zwickauer Straße in Chemnitz (73) sollen zum 1.1.2004 dichtgemacht werden. Das Schaudt-Mikrosa-Werk in Leipzig (135) will der Mutterkonzern Körber aus Hamburg mit 100 Beschäftigten nach Hartmannsdorf verlegen, unter dem Strich sehen wir da 175 Jobs entschwinden.

 175

 26.09.2003 Wanner, Wohnwagen, Camping,  die letzten 14 Firmenangehörigen in Detting trifft die Insolvenz.

 14

 26.09.2003 Escada, Damenmoden, vor knapp einem Jahr wurde der Standort Dolnstein geschlossen. 90 Jobs gingen verloren. Jetzt muß Escada weitere 850 Arbeitsplätze abbauen, 300 davon in Deutschland .

 300

 26.09.2003 Schumag AG, Maschinenfabrik, in Aachen werden 55 von 400 Mitarbeitern entlassen.

 55

 26.09.2003 Schupa, Merenberg/Limburg,
betriebliche Vereinbarung:
im November 2002 hatten die Mitarbeiter der Firma Schupa schriftlich ihren Verzicht auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld für zwei Jahre und einen fünfprozentigen Lohn- und Gehaltsverzicht für ein Jahr erklärt. Mit dem Verzicht auf insgesamt über 202 000 Euro sollten die Arbeitsplätze der Mitarbeiter langfristig gesichert werden.
Zum 30. Juni wurde der Produktionsbereich geschlossen. 57 von 95 Mitarbeitern erhielten die Kündigung. Sämtliche Mitarbeiter der Produktion wurden entlassen.

 57

 26.09.2003 Uckermark, Landkreis, der Landrat erklärt die fetten Jahre für beendet, was bisher aus Bequemlichkeitsgründen nach hinten geschoben wurde, müsse nun angepackt werden. 44 betriebsbedingte Entlassungen sollen den "Mut zu unpopulären Entscheidungen" stärken und ein positives Signal gegen das allgemeine Schwarzmalen und Jammern setzen, oder so ähnlich...

 44

 26.09.2003 Cognis, Spezialchemie, 140 von 2.400 Stellen müssen weg, damit die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt.

 140

 26.09.2003 Daimler-Chrysler, Automobile, 1000 Stellen in Sindelfingen entfallen, gleichzeitig und völlig unabhängig davon, wird der Global Player, in das Mercedes- Werk im US-Bundesstaat Alabama rund 600 Millionen Dollar investieren.

 1.000

 26.09.2003 Carl Zeiss, Elektronik, Optik, streicht 1000 Stellen, 700 davon an Standorten im Südwesten, 100 bei der Thüringer Tochter in Jena und 180 im Werk Wetzlar. Die 100 Jobs in Jena hatten wir schon am 10.9. aufgenommen, bleibt ein Zuwachs von 900.

 900

 24.09.2003 KBA, Druckmaschinen, im Werk Spandau sind 114 Arbeitsplätze in Gefahr. Das profitable Werk soll geschlossen werden, weil der Senat die Wirtschaftsförderung gekürzt und die Wasserpreise erhöht hat. Spart mal schön weiter, im Bund, bei den Ländern und in den Kommunen! Sparen schafft Wachstum. Oder?

 114

 24.09.2003 T-Online, Internetprovider, die Zahl der Mitarbeiter im Portalgeschäft soll um 80 auf 370 reduziert werden.
Man hofft, das Portalgeschäft durch die Einsparung von Personalkosten spätestens 2005 wieder mit Profit betreiben zu können.

 80

 24.09.2003 Faurecia, Automobilzulieferer, im deutschen Werk Peine des französischen Autozulieferers entfallen wegen der auslaufenden Produktion des VW Golf A4 rund 170 Arbeitsplätze. Die Produktion für die neue Generation wird in Polen angesiedelt.

 170

 24.09.2003 NRW, altes Bundesland, auch NRW hat nun sein Sparprogramm. Der Haushalt 2004 soll gegenüber dem lfd., Budget um 2,1 Milliarden Euro zurückgefahren werden, 2005 sollen es 2,9 Milliarden weniger sein. Förderprogramme müssen um mehr als 1/3 gekürzt werden, Landesbediensteten werden längere Arbeitszeiten verordnet und im Gegenzug die Zulagen gekürzt. Gesetzliche Leistungen wie im Schienennahverkehr und bei der Schulfinanzierung werden beschnitten.
Natürlich nimmt die Regierung auch den Verlust von Arbeisplätzen billigend in Kauf, wird aber sehr schweigsam, wenn nach konkreten Zahlen gefragt wird. Doch alleine aus der Streichung von Personalkostenzuschüssen und institutionellen Förderungsmittel läßt sich bei vorsichtigen Ansätzen (Streichung 150 Millionen, Förderung pro Arbeitsplatz 20.000 Euro) die Größenordnung von 7.500 gefährdeten Jobs abschätzen. Rechnet man die geplanten Arbeitszeitverlängerungen in Arbeitsplatzverluste um, wird diese Zahl noch deutlich ansteigen. Wir lassen es vorläufig dabei und warten die offiziellen Zahlen ab.

 7.500

 24.09.2003 Celanese AG, Ticona Kunststoff, in der Kunststoffsparte werden rund 140 von 2.400 Stellen gestrichen. Vor allem betroffen: Verkauf, Verwaltung und Marketing. Die Hälfte der Stellen entfällt in Deutschland

 70

 23.09.2003 Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH,  Berlins größter Klinikkonzern, wird mindestens 70 Arztstellen und 150 Op-Schwestern streichen. Die privatwirtschaftliche geführte Gesundheitsfabrik erwartet ein Jahresdefizit von 30 Millionen Euro.

 220

22.09.2003 Spediteure im Grenzverkehr zu Tschechien, nach dem EU-Beitritt Tschechiens im nächsten Jahr werden allein in der Grenzstadt Furth im Wald 140 Arbeitsplätze im Transportgewerbe entfallen, bayernweit sind es 200 und in ganz Deutschland 1.500. Alle bisherigen Versuche, Ersatzarbeitsplätze zu finden, schlugen fehl.

 1.500

 22.09.2003 Topack, Verpackungsmaschinen für Zigaretten, Hauni schließt sein Topack-Werk, 200 Jobs gehen verloren. Aber auch die Zulieferer im Umland bangen um die Auslastung.

 200

 21.09.2003 Bergen. Landkreis, das Personalentwicklungskonzept sieht vor, dass in der Verwaltung 45 Stellen entfallen.

 45

 21.09.2003 Humboldt-Universität, Forschung und Lehre, die HU in Berlin muss bis 2009 insgesamt 80 Professuren abbauen. Der Senat spart, ...und PISA ist ja nicht mit Studenten, oder?

 80

 20.09.2003 Centro, Facility-Dienstleister, Die Centro- Betriebsgesellschaft will bis Anfang kommenen Jahres 94 Beschäftigten aus den Bereichen Sicherheit, Reinigung und Haustechnik entlassen.

 94

 20.09.2003 VORWARNUNG
Sollte der französische Industriekonzern Alstom zusammenbrechen, wären in Deutschland rund 11.000 Jobs betroffen.

Eine Vorentscheidung im Streit mit der omnipotenten EU-Kommission wird voraussichtlich am Montag fallen.
 
 20.09.2003 Klinikum Lippe GmbH, Krankenhaus, in Folge der Krankenhausplanung des Landes NRW werden 150 Betten und damit 100 Stellen verschwinden. Schöner Plan!

 100

 20.09.2003 RAG, Deutsche Steinkohle,
aufgewärmte Hiobsbotschaft:
die Schließung von zwei Zechen und das Ziel, die Belegschaft der DSK bis 2005 um 8.000 auf 36.000 Kumpel zu verringern hatten wir schon am 5. März, also vor mehr als 6 Monaten vermeldet.

 nichts Neues

 19.09.2003 Toshiba, Elektronik, gestern wurden die ersten Kündigungen in den USA ausgesprochen, die Restrukturierung des Konzerns wird aber auch vor Regensburg nicht Halt machen, im dortigen Werk sind ca. 175 Jobs akut gefährdet.

 175

 19.09.2003 Sony Ericsson, Telekommunikation, 250 Arbeitsplätze in der Forschung und Entwicklung in Dornach bei München werden zum Jahresende gestrichen. Die Ideen für neue Handys sollen künftig aus dem schwedischen Lund und aus Tokio kommen. Die Manager sagen, das sei effizienter.
...aber Roland Koch glaubt allen Ernstes, er müsse ausländische Manager mit der Vergünstigung einer pauschalierten Einkommensteuer von 35% für Bestverdiener ins Land locken ...

 250

 19.09.2003 Hellberg, Tiefbau Bad Segeberg, fehlende Aufträge führen zur ordnungsgemäßen Beendigung des Geschäfstbetriebes. 75 Beschäftigte verlieren den Job. Trotzdem ein hohes Lob an das Management, das auf eine Insolvenz verzichtete!

 75

 19.09.2003 Wohnunggesellschaft Grimmen (GWG)
18 Mitarbeiter haben ihre fristlose Kündigung erhalten. Die anderen sieben Mitarbeiter warten noch darauf, weil es sich um Betriebsratsmitglieder, Frauen im Mütterurlaub, einen Kranken und einen Schwerbehinderten handelt.Ab Montag soll eine Zeitarbeitsfirma die Arbeit der gekündigten Handwerker und Büroleute übernehmen.

 25

 19.09.2003 Deggendorf, bayr. Landkreis die Schließung der Wäscherei am Klinikum Deggendorf zum 31. März 2004 ist beschlossene Sache. Betroffen sind 22 Angestellte.

 22

 19.09.2003 Sachsen-Anhalt, neues Bundesland, Schwarz-Gelb sagt dem Ämter-Wildwuchs den Kampf an. Während die Opposition nichts als eine Superbehörde erkennen kann, glaubt die Regierung mit dem neuen Landesverwaltungsamt 400 Stellen einsparen zu können und für die Investoren (welche) zum Land der kurzen Wege zu werden.

 400

 18.09.2003 IMA, Maschinenbau, rund 100 Mitarbeiter müssen bis Ende des Monats gehen, weil die Binnenkonjunktur nicht ausreicht, um die Beschäftigung des Unternehmens, das Spezialmaschinen für den Möbelbau herstellt, zu sichern.

 100

 18.09.2003 Kreissparkasse Südholstein, Geldschöpfung, Personalabbau um 200 Stellen und die Schließung von 10 Filialen sollen jährliche Gewinnsteigerung um 6 Millionen Euro ermöglichen.

 200

 18.09.2003 Meta, Regalbau, der Standort in Dellwig wird geschlossen. Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter haben sich auf einen Sozialplan für die 66 Mitarbeiter geeinigt.

 66

 18.09.2003 Volksbank Freiburg, Geldschöpfung, bis Ende 2005 werden 70 Stellen abgebaut, 10 weitere bis 2007. Von den 48 Filialen, die zum Teil heute schon nicht mehr sind, als Automatenhäuschen, werden bis 2007 voraussichtlich fünf geschlossen.

 80

 17.09.2003 Kynast GmbH, Fahrradhersteller, einst größter Fahrradhersteller Europas, heute ein Fall für das Insolvenzgericht. Die Produktion wird Ende September eingestellt, den 340 Mitarbeitern wird gekündigt.

 340

17.09.2003  debitel, Telekommunikation, 300 Stellen zuviel in einem gutgehenden Unternehmen? Eher 300 Stellen zu teuer, für die Rendite-Erwartung. Nachdem es im Vorjahr so gut ging, als von 2.140 auf 1.900 Stellen abgebaut wurde, sollte es mit dem Teufel zu gehen, wenn das Wachstum des Stellenabbaus nicht noch rasanter verlaufen könnte.

 300

 17.09.2003 WKA, Wittgensteiner Kliniken AG, die vier Bad Berleburger Reha-Kliniken der WKA verlieren bis Jahresende 150 Jobs. Die meisten davon werden in der Baumrain-Klinik abgebaut.

 150

 17.09.2003 Malerwerkstätten Heinrich Schmid, in Limbach-Oberfrohna wurde die Hälfte der Belegschaft entlassen. 50 Mitarbeiter malen sich eine triste Zukunft aus.

 50

 17.09.2003 WKA, Tannenwald-Klinik, Neurologie, wird zum Jahresende geschlossen. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dann in Bad Homburg auf der Straße. Auch hierzu gibt es eine Story: Anfang 2003 übernahm die Wittgensteiner Kliniken AG das Haus vom "Verein Hirnverletztenheim", die Zusage lautete, alle 140 Mitarbeiter zu übernehmen und nach einer Sanierungsphase neue Arbeitsplätze zu schaffen. Geplatzt!

 100

 17.09.2003 BVG, Berliner Verkehrsbetriebe, Von heute12.000 Beschäftigten sollen spätestens Ende 2007 nur noch etwa 6000 übrig bleiben. Der Vorstand will am Mittwoch den Mitarbeitern das Abbaukonzept vorstellen, das intern "Antrieb" heißt. Vorrangig wolle der Vorstand die Verwaltung abspecken - von etwa 1300 auf nur noch 619 Mitarbeiter.

 6.000

 17.09.2003 Diakonisches Werk, Kassel, Sozialeinrichtung, Für 40 von insgesamt 100 Beschäftigten des Diakonischen Werks ist in Roland Kochs Sparplänen kein Geld mehr da.
"Uns fehlt im Moment die Fantasie, wie wir die Kürzungen des Landes ausgleichen sollen", erklärte der Geschäftsführer.
Anmerkung: Kassel ist nicht die einzige Gemeinde in Hessen

 40

 17.09.2003 Motorola, Elektronik, der ausländische Investor verlegt 600 Arbeitsplätze der Handy-Fertigung von Flensburg nach China. Schuld sei der enorme Kostendruck. Na ja, alle Kosten mindern den Gewinn, insofern ist das Argumente gar nicht falsch,

 600

 15.09.2003 Sachsen-Anhalt, neues Bundesland,  noch ist das nur eine Finanzprognose der SPD und keine Regierungserklärung, doch die Zahlenbasis ist wohl korrekt und daraus werden - nach den derzeit herrschenden Denksystemen - von allen großen Parteien die gleichen Schlüsse gezogen. Die Drohung ist also real und konkret: Abwanderung und rückläufige Transfers aus dem Westen mindern die künftigen Einnahmen erheblich. Weil das Land spätestens ab 2008 keine neuen Schulden mehr aufnehmen soll, um die Zinsausgaben zu begrenzen, müssen bis 2020 ca. 30.000 Stellen gestrichen werden. Wahnsinn mit Methode! So wird das Land noch weniger attraktiv, die Einnahmen gehen noch stärker zurück und in 2021 macht dann der Letzte das Licht aus!
Wenn die Ankündigung auch sehr langfristig ist, Jens Bullerjahn, der verantwortliche SPD-Finanzstratege meint es offenbar ernst mit dem angedachten Kahlschlag.
Der Original-Artikel aus der Volksstimme ist hier verlinkt und im Übrigen empfehle ich dringend eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Geld!

 30.000

 15.09.2003 Weimar, deutsche Kommune, die Stadt muss sparen, und bis 2004 insgesamt 100 Mitarbeiter abbauen. Unter anderem wird zum 30. September das Stadtmuseum geschlossen, auch die Stadtbücherei wird ihre Öffnungszeiten reduzieren.

 100

 15.09.2003 MPA Pharma, Trittau, Nähe Hamburg, wegen befürchteter Umsatzeinbußen aufgrund der Gesundheitsreform hat das mehrheitlich zur Fielmann-Kette gehörende Unternehmen 150 Mitarbeitern gekündigt. Zur Durchsetzung eines Sozialplanes wird eventuell gestreikt.

 150

 13.09.2003 BASF, Chemie, (Werk Minden,ehemals Knoll) Rund 30 der zurzeit etwa 730 Arbeitsplätze sollen im Werk Minden nach den Vorstellungen der Ludwigshafener Zentrale der BASF AG abgebaut werden.

 30

 13.09.2003 Henningsdorf, deutsche Gemeinde, die Gewerbesteuern sanken von 62 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 202 000 Euro in diesem! Das Land kürzte seine Zuschüsse dramatisch. Die Folge: Der Kämmerer verhängte eine Haushaltssperre, die Stadt stoppte die 7,5 Millionen teure Investition in die Gesamtschule. Erstmals sinnt die Verwaltung über einen Stellenabbau nach. 45 von rund 300 Stellen sollen möglicherweise gespart werden. Wie, ist offen.

 45

 13.09.2003 Städtischen Kliniken Wiesbaden, Krankenhaus rund ein Zehntel der Betten wird abgebaut, 100 Stellen entfallen.

 100

 13.09.2003 Werkö, Werkzeuge, die Werkzeugfabrik Königsee (Werkö) baut 46 Stellen ab, der Zweigbetrieb Altenburg wird geschlossen. Der US-Mutterkonzern Kennametal, der Werkö 2002 übernommen hat, muß die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Ein Beweis mehr dafür, wie wichtig es ist, ausländischen Investoren ins Land zu holen. Da bewegt sich was!

 46

 13.09.2003 Baden-Württemberg, altes Bundesland, eine Milliarde Euro soll im Landeshaushalt 2004 eingespart werden. Immer noch zu wenig, um einen verfassungs gemäßen Etat aufzustellen. Erstmals zeichnen sich Stellenstreichungen bei der Polizei ab.
Fraktionschef Günther Oettinger, CDU, kündigte Stellenstreichungen in der Landesverwaltung an. Allein durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit ließen sich 3000 Stellen einsparen. Rechnerisch erlaube die verlängerte Arbeitszeit einen zweiprozentigen Stellenabbau. Erstmals soll es auch Polizei und Justiz treffen, wobei bei der Polizei zunächst die Zahl der Ausbildungsplätze verringert wird.
Angela Merkel, ebenfalls CDU, glaubt allerdings, daß die Erhöhung der Wochenarbeitszeit Arbeitsplätze schafft. Das scheint sich in der CDU aber nur langsam herumzusprechen.

 3.000

 13.09.2003 Möbel Meyn, Möbelhaus, nahe Hamburg, in Neu Wulmstorf beginnt am Montag der Insolvenz-Verkauf. Das Geschäft soll weitergeführt werden, die Auffanggesellschaft übernimmt aber nur 40 Mitarbeiter. 20 werden die Schaufenster demnächst von außen bes'taunen.

 20

 12.09.2003 Thomas Cook, Touristik, hier wird wieder einmal erklärt, daß 13 Flugzeuge verkauft werden, wir hatten das schon am 2.8. gemeldet,  
 12.09.2003 Ford Deutschland, Automobile, Bernd Mattes Ford Chef in Deutschland erklärt, Ford müsse "die Anstrengungen auf der Kostenseite intensivieren", nachdem im vergangenen Jahr erneut ein Verlust eingefahren worden sei. Ford beschäftigt in Köln und Saarlouis rund 27.500 Mitarbeiter, einige Hundert Arbeitsplätze - so präszise können Manager sich ausdrücken - sollen gestrichen werden.

 Einige Hundert, geschätzt: 600

 12.09.2003 Karl Lenz GmbH & Co. KG, Bad-Ausstattung, Baumarkt, das Unternehmen aus Iserlohn mit ca. 150 Beschäftigten mußte Insolvenz anmelden. Die Jobs sind akut gefährdet.

 150

 11.09.2003 Bombardier, Waggonbau Halle, Im Werk Halle-Ammendorf sollen bis 2004 etwa 200 und bis 2006 weitere 150 Stellen von derzeit 860 Stellen abgebaut werden. Dabei hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder noch vor Jahresfrist umfangreiche Aufträge der Bahn in Aussicht gestellt, doch die sind nicht gekommen. Bombardier hatte außerdem zugesichert, in Halle ein Qualifizierungszentrum für seine europäischen Mitarbeiter zu schaffen. Es soll nun, "wenn überhaupt", nach Berlin kommen.
Wieder ein Lehrbeispiel dafür, wie wichtig es für Deutschland ist, ausländische Investoren anzulocken, oder?

 350

 10.09.2003 Eichsfeld-Küchen, Möbelhersteller,  vor einem Jahr wurde ein Insolvenzverfahren beantragt, jetzt ist die Weiterführung mangels Investor ernsthaft bedroht. 80 Arbeitsplätze sind betroffen.

 80

 10.09.2003 Held, Einzelhandel, Weitere vier selbständige Firmen der Einzelhandelsgruppe Wolfgang Held (Bielefeld) haben Insolvenz angemeldet. Betroffen sind jetzt insgesamt acht Fachgeschäfte. Rund einhundert Mitarbeiter müssen mit dem Verlust des Arbeitsplatzes rechnen.

 100

 10.09.2003 Carl Zeiss Jena, hightech+optik, die Zentrale in Jena wird ihren Personalbestand zum Monatsende um rund 100 reduzieren.

 100

 10.09.2003 AOK Thüringen, ges. Krankenkasse, will mehr als zehn Prozent ihrer Arbeitsplätze streichen. Zirka 250 der 2.300 Mitarbeiter müssten entlassen werden

 250

 10.09.2003 Opel, Automobile, am 7.10.2002 kamen die ersten Meldungen über den bevorstehenden Stellenabbau im Opelwerk Bochum . Jetzt werden die Zahlen genannt: Bis zu 500 Stellen sollen im Zuge der Einführung des neuen Astra 2004 abgebaut werden.

 500

 10.09.2003 West-LB, Finanzierungen, Anfang August sahen wir das Ende der Fahnenstange bei ca. 6.500 verbleibenden Arbeitsplätzen, jetzt nimmt die Bank die 6.000er Marke ins Visier. Zu den Maßnahmen gehört wohl auch das Outsourcing von IT-Leistungen ins Ausland.

 500

 10.09.2003 Siemens PG, Kraftwerkstechnik, Siemens PG warnt:
die Gewinnmarge von 19% (!) kann nicht gehalten werden. Nach der Übernahme des französischen Alstom-Konzerns müssen daher jetzt Mitarbeiter entlassen werden. Ca. 15% von derzeit 30.250 Arbeitsplätzen werden in den nächsten Jahren gestrichen.

 4.500

 09.09.2003 Komische Oper, Berlin, gar nicht komisch finden es 23 TänzerInnen, daß die Komische Oper künftig auf ein eigenes Ballett verzichtet. Wieder ein Stück Kultur hinweggespart - doch das schafft Wachstum, oder?

 23

 09.09.2003 Infineon, Chips, der abwanderungslustige Siemens-Ableger streicht bis zu 350 Arbeitsplätze in der Produktion in Regensburg. Daß auch in München gestrichen wird, steht fest, hier gibt es jedoch noch keine Zahlen.
Wir warten diese Globalisierungsfolge noch ab.

 350

 07.09.2003 Philip Morris, Tabakwaren, am 15.5.03 meldeten wir ganz vorsichtig den möglichen Abbau von 400 Jobs bei Philip Morris in München. Nun, lange nach der ersten Aufregung über die geplante Erhöhung der Tabaksteuer stehen die 750 Mitarbeiter in der Produktion ebenso wie die 450 Mitarbeiter der Hauptverwaltung im Feuer. Es sind also 800 gefährdete Jobs nachzumelden. Mit der Verlagerung der Arbeitsplätze ins raucherfreundliche Ausland verliert München seinen größten Gewerbesteuerzahler. München ist also auch "nikotinabhängig" - eine Schande für sich - wo sind die anderen großen Münchner Unternehmen? Außerdem müssen sich die deutschen Raucher, wenn das inländische Angebot verknappt wird, dringend nach neuen Bezugsquellen für Zigaretten umsehen. Aber Vorsicht, immer nur die ordentlich Versteuerten kaufen! Besitz von Schmuggelware ist strafbar, völlig unabhängig davon, wo Philip Morris produziert!

 800

 04.09.2003 General Motors Europe, Automobile restrukturiert nationale Verkaufsorganisationen mit dem Ziel, insgesamt die Organisation zu rationalisieren und zu vereinheitlichen. In Deutschland werden Sales, Marketing und Aftersales von Opel und Saab mit Hauptsitz in Rüsselsheim zusammengelegt. Das könnte rund 200 Jobs kosten - und solange wir nichts anderes hören, melden wir die.

geschätzt 200

 03.09.2003 Götz, Puppenmanufaktur, nachdem Zapf die Fertigung von Designerpuppen in Rödental eingestellt hat, wird nun Götz, ebenfalls in Rödental beheimatet, per Ende März 2004 dicht machen. 120 Mitarbeiter werden arbeitslos.

 120

 03.09.2003 K&M Möbel, Möbelherstellung und -Vertrieb.
nach langem, schweren Leiden hat K&M den Gang zum Insolvenzgericht angetreten. 803 Mitarbeiter sind betroffen.

 803

 03.09.2003 OssiVersand, Versanhandel, die Geschäftsidee war es, Ostalgie per Versandhandel zu schüren. Es hat nicht funktioniert. 15 Jobs verschwinden wieder.

 15

 02.09.2003 Hessen, altes Bundesland, Roland Koch glaubt daran, will Wachstum herbeisparen und verordnet Hessen ein "brutalstmögliches" Sparprogramm.Im Haushalt 2004 werden 1,03 Milliarden Euro eingespart, alle Gebühren um zehn Prozent erhöht, alle freiwilligen Ausgaben und Subventionen um ein Drittel gekürzt. Für sämtliche Bereiche der Landesverwaltung gilt ab sofort ein Einstellungsstopp. Für Beamte gibt es zudem Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Koch machte nach eigenen Aussagen für den Haushalt als erster hessischer Ministerpräsident von der in der Verfassung vorgesehenen Richtlinienkompetenz Gebrauch. Er beschloss demnach Einschnitte gegen den Willen seiner Minister. Alle Sparmaßnahmen stehen laut Koch unter dem Vorbehalt, dass die dritte Stufe der Steuerreform nicht auf 2004 vorgezogen wird. Sonst drohten dem Bundesland weitere Risiken in Höhe von 440 Millionen Euro.

 10.000

 28.08.2003 Deutsche Post, Brief- und Paketdienst, längere Arbeitszeit für die einen, gar keine Arbeit mehr für die anderen, so lassen sich die Jobvernichtungspläne bei der Post auf ihren verheerenden Nenner bringen. Die sibyllinschen Aussagen über den Umfang der Jobvernichtung : "das hängt davon ab, in welchem Umfang das Angebot zur Arbeitszeitverlängerung angenommen wird" sind unglaubwürdig. Die Zusammenlegung von Brief und Paketzustellung hat ihre innere Logik. Wir schätzen in Anlehnung an den kaufmännischen Dreisatz wie folgt:

Wenn 81.000 Briefträger bislang 38,5 Stunden pro Woche arbeiten, dann braucht man für das gleiche Arbeitsvolumen bei einer 48-Stunden-Woche nur noch 65.000 Briefträger. (Die Differenz von 16.000 Jobs korresponidert gut mit der Ankündigung, dass die Zahl derjenigen Briefträger, die auf ihrer Tour sowohl Briefe, wie auch Pakete ausliefern, von 26.000 auf 40.000 erhöht werden soll. Womit über den dicken Daumen um die 14.000 Paketzusteller überflüssig werden.) Weil aber die Umschichtung der Arbeitszeiten für sich alleine nahezu kostenneutral bleibt, also nur das Mittel sein kann, um in der auf längere Arbeitszeiten abgestellten Organisation die eigentlich angestrebten Rationalisierungs- und Einsparungseffekte zu erzielen, werden in wenigen Jahren von den 81.000 Jobs im Zustelldienst der Post nur noch um die 60.000 übrig bleiben.

 geschätzt 21.000

 28.08.2003 EnBW, Strom, die Billigstrom-Tochter Yello wird geschlossen. 200 Mitarbeiter müssen lernen, dass es farbigen Strom nicht gibt.

 200

27.08.2003  GAD, Banken-Dienstleister baut bis 2005 rund 280 von 1540 Arbeitsplätzen ab. Die Standorte in Lehrte bei Hannover, Oldenburg, Hamburg und Koblenz werden geschlossen, 320 Mitarbeiter sollen ihren Dienstsitz nach Münster verlagern. Sparpotential: bis 60 Millionen Euro jährlich.

 280

 22.08.2003 Berkom, Tochter der Telekom-Tochter T-Systems will bis zum Jahresende schnell noch 180 Stellen einsparen. - von ganzen 500! Genannter Grund: die Nachfrage.

 180

 21.08.2003 Agfa, Bildtechnik, mit der traditionellen Foto-Sparte bei Agfa geht es bergab. 750 Stellen stehen auf der Streichliste, 600 davon in Deutschland. Genannte Gründe: es werden weniger Urlaubsfotos gemacht und die Digitalfotografie gewinnt Marktanteile gegenüber dem Film.

 600

 21.08.2003 Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen, 10% Umsatzrückgang, vorwiegend vom schwachen Inlandsgeschäft verursacht, führen nach Kurzarbeit zum Abbau von 10% der Arbeitsplätze.

100

 14.08.2003 E.ON, Energie, auch E.ON will eine Milliarde sparen und baut deshalb mehrere tausend Arbeitsplätze ab. Die zusammengekauften Töchter werden zusammengelegt, und dabei fallen etwa 3500 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2006 weg. Zwei Drittel, also ca. 2.400 in Deutschland, wo bisher eigenständige regionale Versorgungsunternehmen unter ein Dach kommen.

 2.400

 14.08.2003  Dresdner Bank, Finanzen, nun ist die Katze aus dem Sack, um die Gewinnforderungen der Mutter Allianz befriedigen zu können, muß die DreBa bis 2005 Kosten von rund einer Milliarde Euro einsparen. Die vierte Entlassungswelle wird 4.700 Jobs kosten. Wir hatten gestern 1.000 gemeldet und holen jetzt 3,700 nach.

 3.700

 13.08.2003 Dresdner Bank, Finanzen, 11.000 bisher angekündigte und weitgehend abgebaute Stellen sind noch nicht das Ende. Weitere 1.000 stehen jetzt auf der Abschußliste.

 1.000

 12.08.2003 Giesecke & Devrient, Spezialtitätendruckerei,
entlässt 45 Mitarbeiter der erst Anfang des Jahres eingegliederten Gesellschaft für Automation und Organisation. Grund: Schlechte Geschäftte, weitere Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.

45

 10.08.2003 Kreisjugendring München, Jugendarbeit, Sparzwang 72 von ca. 400 Mitarbeitern müssen gehen, weil München Pleite ist. Dummerweise sind Berlin, Hamburg, Rostock, Düsseldorf, Frankfurt, Bremen, Leipzig, Dresden und wer weiß wer noch ebenfalls pleite. Die 72 Stellen, die hier zufälligerweise in der SZ auftauchen stehen also eigentlich stellvertretend für viele, viele weitere ....

 72

 07.08.2003 WestLB, Finanzierungen, in sechs Monaten 359 Millionen Euro versiebt und mehrere hundert Millionen aus oberfaulem Auslandsgeschäft auf der Kippe. Kein Wunder, daß Johannes Ringel, derzeitiger Chef der WestLB sein Heil nur noch in der Jobvernichtung sieht.
Zur Klarheit der Informationen:
Am 11. April 2003
hieß es, die Bank hätte aktuell 8700 Mitarbeiter und wollte sich zum Jahresende 1,500 Stellen streichen. Heute heißt es, in den letzten 1,5 Jahren (also seit Anfang 2002) hätte das Institut 1.600 Arbeitsplätze gestrichen und beschäftige jetzt noch 7.100 Mitarbeiter.
Wahr ist wohl, daß innnerhalb von nur drei Monaten 1.600 Jobs vernichtet wurden. 100 mehr, als im April angekündigt, wir hoffen, daß die WestLB dieses Tempo nicht durchhält und schätzen, daß bei 6.500 Schluß sein wird.

 700

 05.08.2003 WARNUNG - Gesundheitsreform!
Krankenkassen planen Personalabbau,
zur Senkung der Verwaltungskosten sollen Mitarbeiter gehen.
Ob damit allerdings die Position der Kassen gegenüber den marktbeherrschenden Anbietern gestärkt wird, muß bezweifelt werden. Es sieht eher so aus, als sollten den Kassen jetzt die letzten Zähne gezogen werden.

 ?

 02.08.2003 Thomas Cook, Touristik, scheibchenweise gewinnt das Sparprogramm Konturen. 600 Millionen p.a. sind angepeilt, 13 Flugzeuge werden verkauft, Reisebüros geschlossen. Am 16.07. hatten wir einen geplanten Stellenabbau von 340 Arbeitsplätzen gemeldet, jetzt steht der Zeiger auf 1.200. Die Mütter Karstadt-Quelle und Lufthansa lassen die gemeinsame Tochter zur Ader. Wir melden 860 gestrichene Stellen nach.

 860

 31.07.2003 Siemens, Softwareentwicklung, der Siemens- Vorstand hat entschieden, Teile der Software- Entwicklung und Bereiche der Buchhaltung nach Osteuropa und Asien auszulagern. So heißt es aus Gewerkschaftskreisen und der Konzern kommentiert das bisher nicht. Etwa ein Drittel der 100.000 Angestellten in Deutschland entwickeln Software. Zusammen mit den Buchhaltern und Kostenrechnern dürften rund 40.000 Arbeitsplätze in der Überprüfung stehen. Nachdem erst kürzlich im Zusammenhang mit dem Stellenabbau beim Mobilfunk verlautete, Siemens wolle die Kosten um insgesamt 1 Milliarde Euro senken, kann der Ansatz für die Zahl der auszulagernden Arbeitsplätze gar nicht hoch genug gewählt werden. Wir schätzentrotzdem niedrig: 25% = 10.000 Jobs fallen bis Ende 2005 weg.

 10.000

 31.07.2003 Siemens, Kommunikationselektronik, Siemens baut in der Mobilfunksparte weitere 2300 Stellen ab, ca. 500 davon in Deutschland. Grund: schlechte Lage auf dem Handymarkt (also kauft Euch endlich das Dritt-Handy, verdammt nochmal!)

 500

 31.07.2003 Schering, Pharma, Gesundheitsreform und Eurostärke werden als Gründe für den Abbau von 300 Stellen in Deutschland genannt. Der Konzern hat 26 000 Mitarbeiter, 8400 davon in Deutschland.

 300

 28.07.2003 Deutsche Bank AG, Sprachregelungen:
«Zu sagen, wir gliedern 5500 Stellen aus, wäre eine grundverkehrte und falsche Botschaft» So die Deutsche zum heutigen Artikel in der Welt (sh. unten)

Es wird wohl doch «jeder einzelne Prozess» in der Bank auf den Prüfstand gestellt<< und auch ausgegliedert und an Niedrig-Kosten-Standorte verlagert, doch zu den Details gab es keine Stellungnahme. Seit Ende 2000 hat die Deutsche Bank 20.000 von ehedem 90.000 Jobs gestrichen. Über weiteren Stellenabbau darf nun wohl nur noch hinter vorgehaltener Hand gesprochen werden. Ob Clement, der Aufschwungromantiker interveniert hat?

immer noch 5.500
aber jetzt als grundverkehrte Botschaft angekündigt

(wir haben nur einmal gezählt!)

 28.07.2003 Deutsche Bank AG, Finanzen, will jeden einzelnen Prozess, der in der Bank abläuft, auf den Prüfstand stellen um im großen Stil Outsourcing zu betreiben. Externe Dienstleister/Niedriglohnländer sollen künftig die Aufgaben von bis zu 5500 Bankangestellten übernehmen.

 5.500

 25.07.2003 Hornblower Fischer, Wertpapierhandel, Alexander Falk, Chef der Großaktionärin "Alexander Falk Holding GmbH" sitzt wegen Betrugsverdachts in U-Haft, sein Vermögen ist beschlagnahmt, die Hornblower Fischer AG dadurch zahlungsunfähig. Die letzten 40 Mitarbeiter hoffen darauf, daß sich kurzfristig ein Käufer findet -

 40

 22.07.2003 Neoplan, Busse, in Stuttgart und im bayr. Pilsting werden 250 Stellen gestrichen.

 250

 22.07.2003 Elmeg-Gruppe, Kommunikationstechnik, hat Insolvenz angemeldet. Hauptgrund: Auftragsrückgang vom 50%-Kunden Deutsche Telekom. Produktion und Lohnzahlungen sind noch ein paar Monate gesichert - aber dann müßte ein Wunder geschehen.

 300

 17.07.2003 Kohlebergbau, Subventionsförderung, der Staatshaushalt braucht Subventionsabbau, 20.000 Kumpels fallen bis spätestens 2012 in die Obhut der Organisation Gerster und der Sozialhilfe. Von der vorgezogenen Steuerreform werden die vorgezogen Gefeuerten nicht mehr viel haben.

 20.000

 17.07.2003 EDS, IT-Dienstleister, wird weltweit 2% Stellen abbauen. Von den 5.300 Jobs in Deutschland sollen in den Sparten Outsourcing und Systemintegration 700 bis 800 Stellen sozialverträglich abgebaut werden.

 800

 17.07.2003 Frankfurter Rundschau, Printmedium, über den bisher bekannten Abbau hinaus müssen 130 weitere Arbeitsplätze in Neu-Isenburg (Druck) und Frankfurt (Verlag) abgebaut werden.Gründe: Schuldenab- und Vermögensaufbau und neue Investitionen, da sind die Menschen im Wege, zumal die Personalkosten trotz des Verzichts der Belegschaft auf Weihnachts- und Urlaubsgeld noch immer höher liegen als geplant - da war wohl der Plan falsch, wenn sich sonst nichts verändert hat, ...?

 130

 16.07.2003 Thomas Cook, Touristik, ab sofort wird tiefer geflogen. Auslastungsprobleme erfordern Kapazitätsabbau. 340 Stellen sind - einschließlich Piloten - akut absturzgefährdet.

 340

 12.07.2003 Zapf, Puppen, der Rödentaler Puppenfabrikant, großgeworden mit der Arbeit von Hunderten - ortsüblich bezahlten - Heimarbeitern und deren Familien, produziert jetzt nur noch in Fernost und nur noch die billige Massenware, hochwertige Puppen, wie sie bis jetzt noch in Rödental entstanden, gehören nicht mehr zum Sortiment. Aus für ca. 70 andere schätzen sogar 90 Arbeitsplätze.

 70

 10.07.2003 STP, Leiterplatten, Ende Juli gehen bei STP in Sindelfingen endgültig die Lichter aus. Ein Darlehen der EU kam zu spät, um die Insolvenz noch zu vermeiden. Von ehemals 800 Mitarbeitern sind die letzten 420 jetzt betroffen.

 420

 10.07.2003 ARAG, Versicherungen, Paul Otto Faßbender, uneingeschränkter Alleinherrscher über die ARAG Versicherungen, auf der Liste der reichsten Deutschen des Manager Magazins mit nur 0,6 bis 0,7 Milliarden Euro Vermögen weit abgeschlagen auf Platz 105, tritt auf die Kostenbremse. 400 Jobs in Deutschland fallen weg, was sich in Faßbenders Vermögen ab 2005 jährlich mit rund 50 Millionen Euro auswirken soll.
Ganz am Rande: im Personenversicherungsgeschäft (Leben/Kranken) hat die ARAG jüngst 286 Millionen Euro in den Börsensand gesetzt, so hoch sind jedenfalls die diesbezüglichen Abschreibungen in 2002 und 2003, kein Wunder, daß gespart werden muß.

 400

 10.07.2003 Pfleiderer, Spanplatten, wegen der Krise in der Möbelindustrie trennt sich Deutschlands größter Hersteller beschichteter Spanplatten von 350 Mitarbeitern.

 350

 08.07.2003 Computerwoche, Verlag, von 190 Angestellten muß ein Drittel gehen. Ursache: Konjunktur, Anzeigenflaute

 63

 07.07.2003 Bosch-Siemens Hausgeräte (BSH) verlagert zügig ins Ausland, noch in diesem Jahr werden in Deutschland über 500 Arbeitsplätze abgebaut, schon 2002 wurden bei BSH 440 Arbeitsplätze gestrichen. Betroffen sind hauptsächlich die Werke in Berlin und Giengen, aber auch anderswo wird der Rotstift angesetzt. Dafür soll die Zahl der Arbeitsplätze im Ausland wachsen.
Die Chance für echt mobile Arbeitslose.
08.07.2003
BSH hat den Abbau als solchen bestätigt, die Zahlen jedoch dementiert, es könnten also weniger sein,

 500

 05.07.2003 EnBW, schwäbischer Versorgungsriese,statt der bisher geplanten Kostenminderung um 700 Millionen Euro muss nun eine Milliarde Euro eingespart werden. Jährlich, versteht sich. Allein bei den Personalkosten wird eine Senkung der Ausgaben um 350 Millionen Euro angestrebt. Dabei können betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. Zur Zahl der möglicherweise betroffenen Mitarbeiter äußerte sich das Unternehmen nicht. Aber wir können rechnen. 350 Millionen heißt: die Energie Baden Württemberg verbrennt mindestens 6.000 Jobs. Aber Arbeitszeitverkürzung ist in diesen Zeiten das falsche Signal. Jawoll Herr Wirtschaftsminister!

 geschätzt 6.000

 04.07.2003 Intershop, Software, Auftragsmangel und Liquiditätschwäche beim einstigen ostdeutschen Vorzeigeunternehmen. Jetzt verlieren 220 Mitarbeiter ihre Jobs. Ob's hilft, bleibt fraglich.

 220

 04.07.2003 Heidelberger Druck, Druckmaschinen, nachdem zuletzt im Oktober vermeldet wurde, Heideldruck wolle weltweite 2.200 Arbeitsplätze streichen, 1.800 davon in Deutschland und dies z.T. wegen Verlagerung nach USA, sind jetzt weitere 1.500 Jobs auf der Streichliste.

 1.500

 03.07.2003 Tagelang nichts Neues
Bleibt zu berichten, daß es alleine im 1. Halbjahr 2003 in Deutschland ungefähr 19.000 Pleiten gegeben hat, denen rund 300.000 Arbeitsplätze zum Opfer fielen.
In Bayern hingegen würdigte Wirtschaftsminiser Wiesheu dieser Tage die sogenannte bayerische Job-Maschine.
Die 50 meist-einstellenden Unternehmen seines Landes haben in 5 Jahren gemeinsam 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

 Sommerloch

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto-Neuzugang 91.279
(netto nach Altkorrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002

 95.235