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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
(was genau wird hier erfasst?)
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.01.2007 bis 30.06.2007

Archiv umfasst 181 Tage

242.072

 29.06.2007 Thüringer Baumschmuck Steinheid GmbH, Jahresendzierrat, Steinheid, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Arbeitsplätze.

40

 29.06.2007 Bistum Trier, Seelenheil katholisch, die 35 Dekanata in den Regionen Trier, Koblenz und Saarbrücken, werden neu strukturiert. Statt 389 pastoralen Einheiten für die 951 Pfarreien, denen 1,5 Millionen Katholiken angehören, soll es nur noch 173 geben, da bleibt weniger als die Hälfte übrig. Um den so ausgelösten Personalmangel zu kaschieren, will die Kirche verstärkt auf ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen, so sollen möglicherweise Beerdigungen künftig von Gemeindereferenten abgehalten werden.
Das Bistum Trier machte zuletzt am 23.4.2004 durch Personalabbau von sich reden. Damals wurde 1/4 der Kindergartenplätze abgebaut, was die Verringerung des Personalbestandes von 2.160 auf 2.000 nach sich zog. Geht man davon aus, dass noch rund 500 Mitarbeiter in Kindergärten, weitere 500 in zentralen Verwaltungseinheiten und sozialen Diensten tätig sind, bleiben für die "Seelsorge" immerhin noch 1.000 Stellen übrig. Wir nehmen an, dass die Hälfte davon durch die Strukturreform gestrichen wird.

geschätzt 500

 28.06.2007 Autohaus Koch, Bensheim, ist aus der Insolvenz heraus geschlossen worden. Betroffen sind 12 Mitarbeiter. Die Insolvenz wurde ausgelöst durch Forderungsausfälle gegenüber dem insolventen Autohaus Koch in Pfungstadt, wo 17 Mitarbeiter den Job verloren.

29

 28.06.2007 Horstmann, Anlagenbau, Bad Oeynhausen, Loh, das Insolvenzverfahren wird eröffnet. Betroffen sind rund 200 Mitarbeiter.

200

 28.06.2007 ProSiebenSat.1, SBS, Fusion - die erwarteten Einsparungen werden mit rund 80 Millionen pro Jahr angegeben. Auch wenn die Hälfte davon Fremdkosten sind - mit dem Abbau von 120 Stellen - wie von uns vor wenigen Tagen geschätzt, lässt sich das nicht darstellen. Wir erhöhen auf 600 und melden 480 nach.

geschätzt
weitere 480

 27.06.2007 Celler Heimstiftung, Celle, die von der Insolvenz betreute CHS schließt das St.Annen/Schulzestift, das Hehlentorstift wird weiterbetrieben. Das wird auch Veränderungen beim Personal nach sich ziehen. Wir schätzen, dass 15 Jobs verloren gehen.

geschätzt 15

 27.06.2007 Klinikum Dortmund, Gesundheitswesen stationär, Dortmund, das größte Krankenhaus der Stadt hat letztes Jahr einen Verlust von 10.9 Mio Euro eingefahren. Die Banken sind bei der Kreditvergabe zurückhaltend, wichtige Investitionen müssen verschoben werden. Die Stadt müsste einspringen - oder verkaufen...

Vorwarnung

 27.06.2007 Cottbus, Kommune, die Arbeitszeiten und Löhne der öffentlich Bediensteten sollen um 25% gekürzt werden. Wir hatten am 27.3.07 den Abbau von 280 Vollzeitstellen (von 1480 auf 1200) gemeldet, nun soll stattdessen die Wochenarbeitszeit von 1.450 (!) Beschäftigten von 40 auf 30 Stunden reduziert werden. Das heißt, dass rechnerisch nur noch 1.087 Vollzeitstellen bleiben. Das ist eine Differenz von 113 zu den bisher geplanten 1.200 - und die melden wir.

rechnerisch
weitere 113

 27.06.2007 Odenwaldklinik, Reha-Klinik, Bad König, die Schließung wird wahrscheinlicher. Jüngst erhielten 26 von 60 Mitarbeitern die Kündigung, der Vermieter ebenfalls. Betrieben wird das Haus vom Krankenhaus-Konzern Marseille-Kliniken AG, Hamburg.

vorerst 26

 27.06.2007 AWS, Stormannsche Abfallwirtschaft und AWL, Lauenburgische Abfallwirtschaft, fusionieren - voraussichtlich mit Sitz in Ratzeburg. Von insgesamt 40 Arbeitsstellen in beiden Gesellschaften sollen 4 entfallen.

4

 27.06.2007 Stadthagen, Kommune, legt Bauhof und Stadtgärtnerei zusammen. Von den 40 Mitarbeitern sollen in acht Jahren noch 30 übrig bleiben. Weitere 10 wurden bereits in den letzten Jahren abgebaut.

20

 27.06.2007 Meyra, orthopädische Hilfsmittel, Kalletal-Kalldorf, muss Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung abbauen. Wie viele der 495 Beschäftigten der Verschlankung zum Opfer fallen werden, ist noch nicht bekannt, wir schätzen: 65

 geschätzt 65

 27.06.2007 Solvay Fluor GmbH, Kältemittel, Höchst, wird 20 von 100 Mitarbeitern abbauen.

20

 26.06.2007 Duropal, Holzverarbeitung, Pressplatten, Bruchhausen, die Tochter des österreichischen Pfleiderer Konzerns muss 133 Stellen abbauen.27 per Auflösungsvertrag/Vorruhestand, 106 durch betriebsbedingte Kündigung.

133

 26.06.2007 Thomas Cook, Reiseveranstalter, Europa, KarstadtQuelle als Mehrheitseigner (52%) wird 2 500 Stellen von 19 000 Arbeitsplätzen streichen lassen. Das soll dem Vernehmen nach überwiegend im "britschen Heimatmarkt" vollzogen werden, doch halten wir Auswirkungen in Deutschland für durchaus nicht ausgeschlossen.

 geschätzt 300

 26.06.2007

AWO, Wohlfahrtsverband, Bochum, das neue Kindergarten-Bildungsgesetz von NRW wird den Wegfall von 45 Stellen (20%) im Kindergartenwerk der AWO-Ruhr-Mitte verursachen.

Gesetzesinhalt: Stellen für Kinderpfleger/innen für die Betreuung unter Dreijähriger, frei gestellte Leitungsfachkräfte, zusätzliches Personal in Einrichtungen mit hohen Migrantenanteil, Personal integrativer Kindergärten werden gestrichen bzw. stark gekürzt, außerdem gibt es ab 1. August 2008 keine Ausbildungsstellen für Erzieher/innen mehr.

... ja, ja, die Kinder sind unsere Zukunft.

NRW hat rund 18 Millionen Einwohner, über den dicken Daumen heißt das, dass es etwa 600.000 Kinder zwischen 4 und 6 Jahren geben dürfte, geht man davon aus, dass jedes 2. einen Kindergartenplatz hat - und pro 40 Kinder zwei Beschäftigte angestellt sind, dann wären das rund 15.000 Beschäftigte in Kindergärten. Wenn überall die gleichen Wirkungen des Gesetzes einträten, wie bei der AWO Ruhr-Mitte, dann müssten 3000 Stellen gestrichen werden. Nun, nicht überall gibt es soziale Brennpunkte und hohen Migrantenanteil, nicht überall freigestellte Leitungsfachkräfte, nicht überall integrative Kindergärten - aber die Hälfte, die Hälfte wird es wohl werden.

speziell 45
+ allgemein
geschätzt 1.500

 25.06.2007 Siekertal-Klinik, Gesundheitswesen stationär, Bad Oeynhausen, wird geschlossen. Die Patienten wurden in die Maternus Klinik verlegt, die letztenb 35 Beschäftigten auf die Straße, vorher wurde bereits 40 Mitarbeitern gekündigt (die haben wir auch noch zu melden.)

 75

 25.06.2007 Hämmerle, Damenoberbekleidungs-Hersteller, Reutlingen, wird zum Jahresende geschlossen.  Betroffen sind die letzten 7 Mitarbeiter (1990 waren es noch 160, 1995 130).

7

 25.06.2007 Stadtwerke Fritzlaer, Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg, kommunale Grundversorgung, wollen fusionieren. Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben, aber Synergieeffekte von 300,000 Euro werden angestrebt - das sind, rechnerisch, rund 6 Köpfe, die irgendwo abgebaut werden.

 geschätzt 6

 25.06.2007 Gruner + Jahr, Verlag, Hamburg, ein Gutachten empfiehlt den Abbau von bis zu 80 Stellen. Ein Teil der Vorschläge wird übernommen, ein Teil anders umgesetzt, ein Teil gar nicht - wir schätzen, dass es zum Abbau von 60 Jobs kommen wird.

geschätzt 60

 25.06.2007 VIVA, Polstermöbel, Storkow, stürzt im Strudel der Schieder-Insolvenz. Die 60 Arbeitsplätze werden höchstwahrscheinlich nicht zu retten sein.

60

 25.06.2007 Paion AG, Biotech-Unternehmen, Düsseldorf, baut 26 von 96 Stellen ab.

26

 22.06.2007 Talanx, Versicherungsgruppe (Gerling, HDI,HannoverRück), Hannover, das Lebensversicherungsgeschäft wächst, die Beitragseinnahmen sprudeln, der ausgewiesene Konzerngewinn - nach Steuern - hat 394 Millionen Euro erreicht. Bei Gerling werden 2000 Beschäftigte umziehen müssen (wie viele das wohl mitmachen können?) und außerdem hat es, neben dem Abbau durch Fluktuation auch schon 230 Kündigungen gegeben. Das alles haben wir schon Ende 2005 vorhergesagt.

Bestätigung

 22.06.2007 Carto Travel, Verlag, Bad-Soden, Berlin, Gotha, der ADAC will sich von seinem Verlag trennen, Carto Travel, spezialisiert auf kartographische Produkte geht wahrscheinlich an  MairDumont. Der Großteil der 150 Arbeitsplätze geht damit in der Synergie auf.

geschätzt 90

 22.06.2007

Aufschwung, Gespenst, Deutschland

Jeder zehnte Erwachsene ist pleite, eine Studie besagt, 7,2 Millionen Bundesbürger könnten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Folge: Massive Zunahme der Privatinsolvenzen. Im letzten Jahr waren es 121.800.

Creditreform geht davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2007 auch die Zahl der Firmenpleiten wieder zunehmen könnte - und das stets Aufschwungoptimismus verbreitende Ifo-Institut des Prof. Sinn hat den Geschäftsklima-Index massiv nach unten korrigiert.

 Trend

 22.06.2007 O2, Mobilfunk, die deutsche Tochter der spanischen Telefonica räumt weiter beim Personal auf. Wir hatten vor wenigen Monaten erwartet, dass ca. 1,000 der 4.500 Jobs in Deutschland verloren gehen, im Unternehmen sprach man damals von einigen Hundert. Nun heißt es aus dem Unternehmen, es könnten ganz schnell 1.000 - oder noch mehr werden. Wir erhöhen auf 1.250 und melden 250 nach.

geschätzt
weitere 250

 21.06.2007 Gerber Wieczoreck Computersysteme GmbH & Co, Systemhaus,Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Nach unserer Schätzung sind etwa 20 Mitarbeiter betroffen.

 geschätzt 20

 21.06.2007 Bogs AG, Systemhaus, Osnabrück, hat Insvolvenz beantragt. Betroffen sind 20 Mitarbeiter.

20

 21.06.2007 Verfahrenstechnisches Institut Saalfeld e.V. (VTI), Forschung, Saalfeld, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 24 Mitarbeiter.

24

 21.06.2007 Eckes Spirituosen und Wein (ESW), Alkoholica, Nieder-Olm, als im November letzten Jahres der Verkauf der ehemaligen Eckes-Tochter an Rotkäppchen und Mumm bekannt wurde, schätzten wir, dass dadurch etwa 20 Stellen entfallen. Nun droht der Abbau von 140 Stellen, 50 Mitarbeiter müssen sich auf Entlassungen einrichten, den übrigen 90 sollen Ersatzarbeitsplätze angeboten werden, bei Mumm in Eltville, bei Freixenet in Wiesbaden und bei Eckes-Granini in Nieder-Olm. Wir sind vorsichtig und melden nur die Differenz zu den 50, die kein Jobangebot erhalten haben.

 weitere 30

 21.06.2007 Provinzial Nord, Versicherung, Kiel, die Brandkasse soll wieder schwarze Zahlen schreiben. In den nächsten 24 Monaten sollen daher etwa 100 Stellen eingespart werden.

100

 21.06.2007 Fehr Edelhoff, Entsorgungsunternehmen, Marxen, hat 61 Beschäftigten gekündigt.

61

 21.06.2007

Ein bemerkenswert aufrichtiger Artikel über den "Aufschwung am Bau" kommt aus Donaueschingen. Wie absehbar war, herrscht dort nach den vorgezogenen Aufträgen (wg. Mehrwertsteuererhöhung und Wegfall der Eigenheimförderung) die große Flaute.

Hier der lesenswerte Artikel: http://www.sw-online.de/wm?catId=7833369&artId=12029123

Aufschwung?
 21.06.2007 HWG (Hattinger Wohnstätten Genossenschaft), Hattingen, verkauft alle Wohnungen außerhalb des Stadtgebietes an Investoren. Das sind 553 von 4763.  Weitere 125 Wohnungen sollen an private Kunden, bevorzugt die derzeitigen Mieter verkauft werden. Auch Personal wurde und wird abgebaut. Wir schätzen, dass wohl um die 15 Stellen entfallen.

 geschätzt 15

 21.06.2007 Camfil, Filterproduktion, Reinfeld, Taschenfilter lässt die schwedische Mutter künftig in der Slowakei fertigen. In Reinfeld entfallen 70 Stellen.

70

 21.06.2007 Rees, Kommune, die Gemeindeprüfanstalt rät: Sparen, sparen, sparen. Die Vorschläge reichen von Bauhof bis Bücherei, von Gebäudedienstzentralisierung bis gehobenen Dienst reduzieren. Wir schätzen, dass 10 Stellen gestrichen werden.

geschätzt 10

 21.06.2007 Brandenburg, Bundesland, Innenminister Schönbohm will die Polizeipräsidien Potsdam und Frankfurt auflösen, um die Einsparziele 935 Polizisten weniger, bis 2012 halten zu können. Tja, das haben wir insgesamt schon gemeldet, nun wird es konkret.

 Konkretisierung

 20.06.2007 Stegmann, Filzpantoffeln, Kellmünz, hat Insolvenz beantragt. Betroffensind 27 Mitarbeiter. Die Hoffnung, des Insolvenzverwalters, das Unternehmen retten zu können, nehmen wir zur Kenntnis, teilen sie aber nicht.

27

 20.06.2007 SSB-Antriebstechnik, Maschinenbau, Salzbergen, 80 von 350 Mitarbeitern werden wegen Auftragsverlust abgebaut.  

80

 20.06.2007 ProSiebenSat.1, Medienkonzern, fusioniert mit SBS, die Fusion wird Personalabbau in der Größenordnung von 120 Mitarbeitern, hauptsächlich am Standort Berlin, ermöglichen..

120

 20.06.2007

Telekom, Fernmeldeanlagenbetreiber, Deutschland, die Einigung des Unternehmens mit der Gewerkschaft öffnet den Weg zum Aufschwung. 50.000 Mitarbeiter arbeiten wöchentlich 4 Stunden länger, dafür hätte die Telekom eigentlich rund 6.000 Mitarbeiter zusätzlich einstellen können - und sie arbeiten für 93,5 Prozent des früheren Gehalts.

Faktisch sind die Stundenlöhne dieser 50.000 Beschäftigten damit um 16 Prozent gesenkt worden.

Dafür zu streiken, hat sich gelohnt. Für die Börsianer. Der Kurs der T-Aktie ist schon am frühen Morgen deutlich gestiegen.

 

Im Übrigen ist auch diese Vereinbarung einer von vielen Schritten, in deren Verlauf die Telekom bereits annähernd 200.000 Jobs abgebaut hat und noch viele weitere abbauen wird.

Konkretisierung

 19.06.2007

Handwerk - Trendwende - Pauschalmeldung

Die Fortschreibung der Zahl der Arbeitsplätze im Handwerk gehört seit Jahren zu den Leistungen dieser Statistik. Zugegeben, es ist nicht immer ganz einfach gewesen, die Zahlen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und die des Statistischen Bundesamtes in Deckung zu bringen, der letzte, einigermaßen sichere Orientierungspunkt wurde Ende 2006 gesetzt. Damals berichtete das Handwerk, es habe Ende 2005 in Deutschland 900.000 Handwerksbetriebe mit 5 Millionen Beschäftigten gegeben.

Ein Jahr vorher,
Ende 2004 waren es, lt. Statistischem Bundesamt, 3,4 % mehr, also 5.187.000.
Ein Jahr später,
Ende 2006, waren es, lt. Statistischem Bundesamt 1,4% weniger, also 4.930.000,

Nun kommt die Trendwende. Das Handwerk hält es für möglich, dass bis zum Jahresende bundesweit 30.000 neue Stellen im Handwerk geschaffen werden.

Allerdings gibt das Handwerk gleichzeitig an, es gäbe derzeit rund 4,8 Millionen Beschäftigte im deutschen Handwerk.
(und ich möchte wetten, dass diese Zahl eher auf- als abgerundet ist).

Das heißt aber nichts anderes, als dass zwischen Januar und Juni 2007 schon wieder 130.000 Stellen im Handwerk abgebaut worden sind!

Von diesen 130.000 abgebauten Stellen hatten wir 40.000 bereits berücksichtigt, so dass unser Zielwert für Ende 2007 auf 4.890.000 stand. Bleiben 90.000 zusätzlich abgebaute Stellen, und wenn man ernsthaft glaubt, dass bis zum Jahresende tatsächlich noch 30.000, nicht nur neue, sondern auch zusätzliche Stellen im Handwerk geschaffen werden, dann liegt die neue Planzahl für Ende 2007 bei 4.830.000 - und das sind 60.000 weniger, als bisher angenommen.

Seltsame Trendwende.

60.000

 18.06.2007 Buchhandlung Scheffel, Bad Kreuznach, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind 4 Mitarbeiter.

4

 18.06.2007 Anny Friede, Modehaus, Lübeck, schließt zum Jahresende. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

50

 18.06.2007 EAE (European Air Express), Fluggesellschaft, Mönchengladbach, hat die letzten Flüge bekanntgegeben. Am 31. Juli ist Schluss.  90 Arbeitsplätze gehen verloren.

90

 18.06.2007 Städtisches Klinikum, Gesundheitswesen stationär, Solingen,  wird in eine privatrechtliche Kapitalgesellschaft umgewandelt. Dadurch (wieso dadurch?, dadurch ändert sich doch nichts!) erwartet die Stadt eine langfristige Sicherung des Krankenhauses mit derzeit 1.200 Mitarbeitern. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2014 ausgeschlossen, doch die natürliche Fluktuation wird in diesen ersten Jahren dafür sorgen, dass die Belegschaft auf höchstens noch 900 Mitarbeiter zusammenschrumpft, wenn das so gewünscht wird. Wird gehen davon aus, dass die erhoffte "Wettbewerbsfähigkeit" durch den allmählichen Abbau von ca. 200 Stellen ermöglicht werden soll.

geschätzt 200

 18.06.2007 Scandlines, Fährrreederei, wird von der Deutschen Bahn und dem Dänischen Staat an den britischen Finanzinvestor 3i, die Allianz Capital und die Deutsche Seereederei in Rostock verkauft. Die Belegschaft ist für 40 Monate vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Doch wie das so ist, wenn Unternehmen von Finanzinvestoren geschluckt werden, es werden Arbeitsplätze entfallen. Noch sind es 2.700 - wir bleiben dran.

Vorwarnung

 18.06.2007 Marktkauf, Edeka, Einzelhandelskonzentrationsergebnis,  in der ehemaligen Marktkauf-Zentrale in Bielefeld werden 300 von 800 Beschäftigten eingespart.

300

 18.06.2007 MTU, Turbinen, Friedrichshafen, der finnische Großmotorenbauer Wärtsilä will die ehemalige MTU (die inzwischen Tognum heißt) vom Finanzinvestor EQT übernehmen. Weil es viele Überschneidungen gibt, können Einkauf, Vertrieb, Service und Verwaltung wohl ordentlich ausgedünnt werden. Schon vor zwei Jahren war beschlossen worden, 500 der damals 5000 Arbeitsplätze abzubauen. Wir schätzen, dass nach der Übernahme durch Wärtsilä weitere 500 Stellen entfallen.

geschätzt
weitere 500

 18.06.2007 Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge, Unna-Massen, wird in ein «Kompetenzzentrum für Integration» umgewandelt. Mehr als die Hälfte der 186 Stellen sollen entfallen. Wieder ein Mosaikstückchen aus dem Gesamtplan zum Personalabbau in NRW.

Konkretisierung

 18.06.2007 SVZ Schwarze Pumpe, Abfallverwerter, Spremberg, will 185 Stellen von 270 Stellen abbauen.

185

 18.06.2007 Liegelind GmbH & Co. KG, Textilfirma, Herbrechtingen, erst sollen nur 30 Jobs ausgelagert werden, jetzt wird ganz geschlossen. Wir melden die restlichen 20.

die letzten 20

 14.06.2007 Madaus, Naturarzneimittel, Köln, wird von der Droege International Group AG an das italienische Pharmaunternehmen Rottapharm (Monza) verkauft. Weil sich da "Kompetenzen ergänzen" werden wohl einige der 1.600 Mitarbeiter der Synergie zum Opfer fallen. Wir halten letztlich sogar die Totalaufgabe der deutschen Standorte für möglich, denn es kommt letztlich nur auf die Marke an - und die haben die Italiener ganz explizit mit übernommen.

Vorwarnung!

 14.06.2007 Schuhhaus Kutteroff, Backnang, wird geschlossen, betroffen sind die Läden im Biegel, in Sinsheim und Schwäbisch Hall. Die Filiale in der Sulzbacher Straße ist bereits dicht. Betroffen sind 20 Mitarbeiter.

20

 14.06.2007 Hagen, Kommune, Sparort Theater, die kleinstmögliche Sparnummer killt die Jobs von 8 Technikern und Haushandwerkern, 4 ChorsängerInnen und 4 BalletttänzerInnen, eine komplette Neuproduktion am Musiktheater wird gestrichen. Damit sind Chor und Ballett an einer kritischen Größenordnung angekommen, womit der "Tod auf Raten" in Gang kommen könnte. Wir halten uns zurück und verzeichnen vorerst nur die 16 geplanten Stellenstreichungen.

16

 14.06.2007 Volksbank Arnsberg-Sundern, Geld, fusioniert mit der Volksbank Sauerland, es soll keine fusionsbedingten Entlassungen geben, aber erfahrungsgemäß werden von den 180 Mitarbeitern der Volksbank Arnsberg-Sundern - nach und nach etwa 12 im Zuge der natürlichen Fluktuation abgebaut werden.

geschätzt 12

 14.06.2007 Magnetic Elektromotoren GmbH, Maulburg, Produktion und Vertrieb von E-Motoren werden in die Schweiz verlagert, 60 Stellen gehen verloren. Dass den betroffenen Mitarbeitern angeboten wird, in die Schweiz zu wechseln, ist eher ein schlechter Witz.
Magnetic, die Muttergesellschaft sitzt in der Schweiz, gehört der schwedischen Übermutter SKF (und das war vor Beginn des Ausverkaufs einmal ein deutscher Kugellagerhersteller)

60

 14.06.2007

NRW, Bundesland, Düsseldorf, mehrere tausend Beschäftigte sollen in Altersteilzeit oder Vorruhestand gedrängt werden. Damit soll der Abbau von 12 000 k.w. Stellen in Behörden bis 2010 beschleunigen.

Das wäre nur eine Konkretisierung, wäre da nicht noch eine Zahl: Das Land gibt an, derzeit 384.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Weil nun immer noch 12.000 Stellen (=15.000 Arbeitsplätze) abgebaut werden sollen, erhöht sich unsere Abbauzahl für NRW erneut um 8.500. Personalziel 2012: 369.000 Mitarbeiter auf 295.000 Stellen.

weitere 8.500

 14.06.2007 WMF, Tischwerkzeuge, Geislingen, bei größtem Gewinn werden in Geislingen 95 Arbeitsplätze abgebaut, wohl, weil sonst keine Gewinnsteigerung mehr möglich wäre.

95

 14.06.2007 Möchengladbach, Kommune, Sparetat, die Stadt hat eine Unternehmensberatung beauftragt,  Vorschläge für eine massive Kostensenkung zu entwickeln.Teilziel: Der Fachbereich 60 mit 500 von insgesamt 3200 Mitarbeitern soll outgesourct werden. Ein früheres Gutachten kam zu dem Ergebnis, es könnten insgesamt 906 Stellen gestrichen werden. Da kommt ganz unvermeidlich ein größerer Stellenabbau, wir schätzen, dass es bei etwas über 500 enden wird.

geschätzt 550

 14.06.2007 Brandenburg, Bundesland, bis 2012 sollen weitere (!) 3100 Lehrer-Stellen gestrichen werden. Das ist - soweit wir das beurteilen können - ein neuer, zusätzlicher Plan zum Abbau der Landesbediensteten. Dass jährlich 200 junge Lehrer eingestellt werden sollen, wirkt dem ja nicht entgegen. Es heißt ja nur, dass weniger eingestellt werden, als nötig wären, um die Abgänge auszugleichen. Wir setzen unser neues Personalziel für Brandenburg 2012 auf 41.506.

3.100

 13.06.2007

Brandenburg, Bundesland, die Reform der Forstverwaltung ist auf den Weg gebracht. Die Zahl der Standorte schrumpft von 82 auf 18, die Zahl der Mitarbeiter von 2600 auf 1500. Das wird als "Beitrag zum Abbau der Landesbediensteten" bezeichnet.

Da ist man auf gutem Wege:
Von ehemals 66.000 Stellen existieren noch rund 54.000 - Ziel ist ein Personalstand von 44.606 per Ende 2012. Sage niemand, der Stellenabbau sei beendet.

Bestätigung/
Konkretisierung
 13.06.2007 Oldenbourg GmbH, Druck und Bindung, Kirchheim, die graphischen Betriebe der Oldenbourg Gruppe in Heimstetten bei Kirchheim haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 230 Mitarbeiter.

230

 13.06.2007 Spiegel TV, Fernsehproduktion, wird umstrukturiert.Personalabbau wird befürchtet. 

Vorwarnung

 13.06.2007 Möbel Hiendl, Möbelhaus, Passau, wird von der österreichischen Möbelhauskette XXXLutz übernommen. Was es heißt, wenn gesagt wird, die Arbeitsplätze der 1.400 Hiendl-Mitarbeiter sollen möglichst erhalten bleiben, wird die Zukunft erweisen. Wir schätzen heute, dass kaum mehr als das reine Verkaufspersonal überleben wird und halten den Abbau von rund 500 Stellen für sehr wahrscheinlich.

geschätzt 500

 11.06.2007 Göttinger Gruppe, Finanzdienstleister,  das unter dem Verdacht des Kapitalanlagebetrugs stehende Unternehmen hat Insolvenz beantragt.Wie immer, wenn es auf dem Kapitalmarkt kracht, ist es die Zahl der geschädigten Investoren,die groß herausgestellt wird. Bei der Göttinger Gruppe sollen es über 100.000 sein, die ihre Einlage verloren haben und möglicherweise noch nachschusspflichtig.
Wir glauben allerdings, dass für die Konzeption der Anlagemodelle, die Gestaltung der Prospekte, die Schulung der Außendienstmitarbeiter, die Vertragsverwaltung, das Inkasso und die Vermögensanlage, sowie für allgemeine Verwaltungsdienste mindestens 80 Mitarbeiter tätig waren. Deren Jobs melden wir als verloren.

 geschätzt 80

 

 Gipfel in Heiligendamm - Afrika-Tag - Überbevölkerungstag

Nehmen Sie sich eine paar Minuten, lesen Sie hier einen Auszug aus Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II - und Sie werden verstehen, wo die Probleme liegen, und warum Sie so nicht gelöst werden können.

 
 07.06.2007 Ericsson, Mobilfunkausrüster, Backnang, als Ericsson in 2005 Marconi Deutschland übernahm, rechneten wir damit, dass 500 der 1500 Beschäftigten in Backnang den Job verlieren werden. Ein Jahr später meldeten wir weitere 350 der insgesamt 2.700 Jobs in Deutschland als verloren. Nun sind in Backnang nur noch 700 Mitarbeiter beschäftigt -und die Schließung des Standortes ist wohl kaum noch aufzuhalten.
Wir melden also 1.000 für Backnang (300 bereits abgebaut, +700 durch bevorstehende Schließung) und halten für die weitere Berichterstattung einen Ziel-Personalstand von 850 Stellen bei Ericsson in Deutschland fest.

 1.000

 06.06.2007 Uni Klinik Münster, Gesundheitswesen stationär, Münster, durch die Zusammenlegung von Stationen soll Geld gespart werden. Darunter 440.000 Euro pro Jahr, die bisher als Personalkosten in den Büchern standen. Wir schätzen, dass dies zum Abbau von rund 15 Mitarbeitern führt.

geschätzt 15

 06.06.2007 Quelle, Versandhändler im Karstadt-Quelle-Konzern, Nürnberg, die beiden Kundencenter in Nürnberg werden geschlossen. Aus für 750 Jobs.

750

 05.06.2007 Maschinenfabrik Ravenstein GmbH, Maschinen für das Druckgewerbe, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind 37 Mitarbeiter.

37

 05.06.2007 arvato-teleservice, Handy-Reparatur-Werk, Flensburg,  (Bertelsmann-Tochter) will 86 von 99 Stellen streichen.

86

 Hallo! Nach einer 9-tägigen Pfingstpause habe ich heute wieder mit der Fortführung der Statistik begonnen.

Da war ich doch tatsächlich so weit von Rundfunk, Fernsehen und Internet entfernt, dass ich erst heute - und das in nur noch einer einzigen Meldung davon erfahren habe, dass die Arbeitslosenzahlen im Mai - saisonbereinigt - leicht gestiegen ist, obwohl die Experten mit einem weiteren Rückgang gerechnet hatten.

Oder haben Sie das etwa auch nicht mitbekommen, vor lauter G8-Gipfel-Seligkeit hinter dem Eisernen Vorhang von Neu-Groß-Wandlitz an der Ostsee?

 Es geht weiter

 04.06.2007 Schreberjugend Katlenburg, Jugendförderung, Katlenburg, hat für die Herberge auf dem Burgberg Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass damit ca. 8 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 8

 04.06.2007 JUREX, Privatpostbetrieb, Berlin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 900 Mitarbeiter, im März hatten wir schon einmal die Entlassung von 100 Beschäftigten angekündigt, so dass jetzt noch 800 nachzumelden sind.

 weitere 800

 04.06.2007 Güstrower Türenwerke, Türenproduktion, Güstrow, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 116 Mitarbeiter.  

116

 04.06.2007 Schloss-Restaurant, Gastronomie, Haus in der Straßen, Hotel, Solingen, haben Insolvenz beantragt. Rettungsversuche erscheinen fragwürdig. Wir schätzen, dass ca. 12 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 12

 04.06.2007 Bauer's Backstube, Bäckereibetriebe, Regensburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind  170 Mitarbeiter.

170

 04.06.2007 Juraxx, Kanzleikette, bundesweit, beim Amtsgericht Dortmund liegen mehrere Insolvenzanträge vor. Zuletzt sollen 25 Filialen mit 86 Anwälten betrieben worden sein, wobei die Anwälte als Partner und geschäftsführende Gesellschafter beteiligt waren.
Wir schätzen, dass neben diesen " Chefs" noch nur 100 Mitarbeiter beschäftigt waren.

geschätzt 100

 04.06.2007 Volksbank Garbenteich, Geldschöpfung, Garbenteich, will sich der Volksbank Mittelhessen anschließen. Wir schätzen, dass die 11 Mitarbeiter über die Zeit ersatzlos in der Fluktuation der Volksbank Mittelhessen aufgehen.

geschätzt 11

 04.06.2007 Saia-Burgess Halver GmbH, Elektro-Komponenten, Halver,  es stehen 30 bis 50 Entlassungen an. Wir legen uns in die Mitte.

 40

 04.06.2007 Uniklinik Göttingen, Gesundheitswesen stationär, Göttingen, bis 2009 sollen 800 der 5.800 Vollzeitstellen gestrichen werden, die von 7.100 Mitarbeitern besetzt sind. Wir rechnen also mit dem Verlust von 980 Arbeitsplätzen.

980

 04.06.2007 Motorola, Mobiltelefone, Flensburg, im April meldeten wir den absehbaren Abbau von 380 Stellen. Nun mehren sich die Anzeichen dafür, dass das nicht reichen könnte.

Vorwarnung

 04.06.2007 GKN, Autoteile, Zwickau, will 100 Mitarbeiter entlassen.

100

 04.06.2007 Renold, Kettenhersteller, Northeim, will die Produktion nach England und China auslagern. Betroffen sind voraussichtlich 150 der 380 Mitarbeiter.
Bangen um Arbeitsplätze

150

 04.06.2007 Daimler(Chrysler), Automobile, Untertürkheim, im Komponentenwerk sollen über Aufhebungsverträge und Abfindungsreglungen bis zu 750 Stellen abgebaut werden. An weiteren Standorten weitere (wie viele? nicht so viele.)
Wir schätzen, dass es insgesamt 900 werden sollen.

750
+ geschätzt 150

 25.05.2007 Park-Klinik, Gesundheitswesen stationär, Bad Säckingen, wird nach Insolvenz geschlossen. Betroffen sind rund 80 Mitarbeiter.

 80

 25.05.2007 LD Didactic GmbH, Unterrichtsmaterialien, Hürth,  steckt offenbar in erheblichen Liquiditätsproblemen. Für rund 180 Mitarbeiter könnte es bald sehr eng werden, wenn Löhne, Gehälter und Pensionen endgültig ausbleiben.

Vorwarnung

 25.05.2007 Nassauische Sparkasse, kommunale Geldversorgung, Wiesbaden, 30 der 175 Filialen stehen auf der Schließungsliste. Der Personalstand soll, wie schon im Vorjahr, über die natürliche Fluktuation um 40 Mitarbeiter reduziert werden, auf dann noch 2.460.

80

 24.05.2007 ABC-Großhandelsgesellschaft mbH, (Telekommunikationstechnik), Lohmar, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 24.05.2007 Nordmilch, Milchwerke, Isernhagen, Beesten, wie bereits gemeldet sollen die beiden Standorte geschlossen und Verwaltungspersonal in der Zentrale abgebaut werden. Dazu hatten wir am 15. Mai einen voraussichtlichen Abbau von 440 Stellen gemeldet. Nun wird deutlich, dass die Pläne sehr viel weiter reichen und auch noch andere Standorte betroffen sein werden. Die Gewerkschaft NGG erwartet deutschlandweit den Abbau von rund 1.000 Arbeitsplätzen. Wir melden 560 nach.

weitere 560

 23.05.2007 Digital Ink Company GmbH, und Tiara-cml International GmbH, Tinte-Nachfüller, Mettmann, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 14 Mitarbeiter.

 14

 23.05.2007 Covertex, Allianz-Arena-Dach-Hersteller, Obing/Traunstein, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 150 Mitarbeiter.

150

 23.05.2007 Vereinigte Evangelische Kirchenkreise Dortmund und Lünen, Seelenheil, zum 1.6. werden 11 Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft ausgelagert.

11

 23.05.2007 FinanzIT, Software, Hannover, im Rahmen der Fusion mit der Sparkassen- Informatik (SI), in Frankfurt werden etwa 50 % der  2.700 Stellen entfallen.

1.350

 23.05.2007 Druckerei Bartsch, Ottobrunn, hat 65 Mitarbeiter entlassen. Die Produktion von Flugtickets findet künftig in Polen statt.

65

 23.05.2007 Möbelcity Wesner, Höchst, wird geschlossen. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 22.05.2007 Technische Betriebe der Stadt Leverkusen, kommunale Daseinsvorsorge, Leverkusen, der städtische Eigenbetrieb hat Bilanz gezogen. von 1999 bis 2006 wurden "kontinuierlich" 44 Stellen abgebaut. Umgerechnet auf unseren Erfassungszeitraum sind das 25.  

25

 22.05.2007 Alno, Küchenmöbel, Pfullendorf, baut 300 Stellen ab. 120 davon waren vorsorglich schon nur noch mit Leiharbeitern besetzt.

 300

 16.05.2007 Sparkasse am Niederrhein, kommunale Geldversorgung,  die Mitarbeiterzahl (jetzt 840) soll langfristig - ohne betriebsbedingte Kündigungen schrumpfen. Wir schätzen: in den nächsten fünf Jahren um 80 auf 760.

geschätzt 80

 16.05.2007 Verwertungszentrum Schwarze Pumpe, nahe Hoyerswerda, 200 der 280 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden, weil sich die schweizer Eigner von der Abfallverwertung abwenden.

200

 15.05.2007 Nordmilch, Milchwerke, Isernhagen, Beesten, der Milchkonzern mit Sitz in Bremen will die Werke in Isernhagen (160 Mitarbeiter) und Beesten (90 Mitarbeiter) schließen und in der Verwaltung weitere 170 Jobs abbauen.

440

 15.05.2007 Deutsche Post World Net, Logistikkonzern, Welt, die Zusammenlegung des Brief und Paketgeschäftes wird Arbeitsplätze kosten. Die haben wir schon längst berücksichtigt.

Bestätigung

 15.05.2007 O2, (Ou-Tuuh), Mobilfunk-Betreiber, München, der spanische Investor will höhere Gewinne sehen, daher werden voraussichtlich etwa 1.000 von rund 4.500 Stellen abgebaut.

1.000

 14.05.2007 Herlitz, Büroartikel /Schreibwaren, Peitz, nach vielem Hin und Her nach der Fast-Pleite bricht nun wieder ein Stückchen Herlitz weg. Der Standort Peitz mir rund 300 Beschäftigten wird wohl geschlossen, damit die Rendite der US-Investoren steigt. Nach unserer begleitenden Personalstandsrechnung dürfte Herlitz dann nur noch ca. 2.330 Mitarbeiter haben.

 300

 14.05.2007 Klinikum am Finkenhügel, Gesundheitswesen stationär, Osnabrück, der britische Militärstützpunkt in Osnabrück wird aufgegeben. Das bedeutet für das Klinikum, das die stationär-medizinische Versorgung der Briten übernommen hatte, den Wegfall einer kompletten Station. Wir schätzen, dass ca. 40 Stellen entfallen.

geschätzt 40

 14.05.2007 Ruwel, Automobilelektronik, Geldern, 150 von 550 Mitarbeitern werden entlassen. Die Bosch-Aufträge gehen künftig nach Asien.

150

 14.05.2007 Bundeswehr, der Stellenabbau unter den Zivilbeschäftigten gewinnt massiv an Fahrt. In diesen Tagen wird die Einsparung von mehreren tausend Stellen alleine in den nörlichen Bundesländern gemeldet. Insgesamt reduziert die Bundeswehr ihre Stärke um 88.000 zivile und militärische Stellen. Die haben wir längst gemeldet, doch jetzt kommen sie allmählich auf dem Arbeitsmarkt an.

Konkretisierung

 11.05.2007 Möbel-Hölzle, Möbelhaus, Villingen, das Stammhaus wird aufgegeben, nur "Happy Hölzle" und "Küchen Hölzle" bleiben am Markt. Betroffen sind rund 50 Mitarbeiter.

50

 11.05.2007 Schraubautomaten Weber, Wolfratshausen, 30 von 200 Mitarbeitern werden entlassen.

30

 08.05.2007 LGB, Modellbahnen, Nürnberg, auch Rudolf Wöhrl zieht sich zurück. Das insolvente Unternehmen wird aufgegeben. Betroffen sind rund 130 Mitarbeiter.

130

 08.05.2007 Beeskower Krankenhaus, Gesundheitswesen stationär, Beeskow, 15 bis 20 Stellen von 196 sollen sozialverträglich abgebaut werden.

20

 08.05.2007 Stadtwerke Oranienburg, Oranienburg, sind von Finanzinvestoren übernommen worden.Aus Verlusten sollen - durch Privatisierung - Gewinne werden. Das wird Stellen kosten.

 Vorwarnung

 08.05.2007 Spiegelhauer, Automobilzulieferer, Lauerbach, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Betroffen sind 60 Mitarbeiter.

60

 08.05.2007 Stadtwerke Lübeck, kommunale Daseinsvorsorge, Lübeck, im August 2006 hatten wir eine Vorwarnung in der Statistik - nun ist klar 100 von 556 Stellen entfallen.

100

 08.05.2007 Nokia-Siemens, nicht 1.800, sondern knapp 3.000 Stellen sollen in Deutschland gestrichen werden. wir haben 1.200 nachzumelden.

 weitere 1.200

 04.05.2007 Autohaus Appel, Gießen, steht im Insolvenzverfahren, der Betrieb wird eingestellt.
Betroffen sind die letzten fünf Mitarbeiter. Voll der Aufschwung, oder was?

 5

 04.05.2007 Möbelcity Wesner, Frankfurt/M., wird geschlossen. Billiglöhner kaufen auch im Aufschwung bestenfalls ein Billigmöbel. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 04.05.2007 Gebr. Faller GmbH, Modellbausätze, Gütenbach,  wirtschaftliche Schwierigkeiten sollen u.a. durch betriebsbedingte Kündigungen behoben werden. Wie viele der 164 Beschäftigten gehen müssen, wird nicht genannt. Wir schätzen: 44.
Billiglöhners Kinder bekommen eben auch mitten im Aufschwung keine Modelleisenbahn zu Weihnachten.

geschätzt 44

 04.05.2007 Kreiskrankenhaus Groß-Gerau, Gesundheitswesen stationär, Groß-Gerau, ist ständig in den Schlagzeilen. Negativ. 470 Beschäftigte fürchten, trotz Bestandsgarantie durch den Krankenhaus-Rahmenplan, die Schließung. Klar ist, dass jährliche Zusatzkosten von 900.000 Euro aufgefangen werden müssen. Das erfordert nach unserer Schätzung zwingend den Abbau von mindestens 30 Stellen. Das was der Aufschwung kostet, muss eben durch Personalkostensenkungen wieder eingespart werden - logisch, oder?

geschätzt mindestens 30

+ Vorwarnung
Schließung

 04.05.2007 Kreis Gießen, Verwaltungsstruktur, die Reinigung der Liegenschaften wird privatisiert. Das spart über eine Million Euro. Das sind, umgerechnet in Kaufkraft, mindestens 40 Jobs - und höchstwahrscheinlich gehen auch tatsächlich so viele verloren. Sparen für den Aufschwung ist auch auf Landkreisebene keineswegs unsozial, sondern ganz normal.

geschätzt 40

 04.05.2007 Bäckerei-Konditorei Bläsi, Kehl, der Betrieb wurde nach Insolvenz eingestellt. Betroffen sind 125 Mitarbeiter. Der Aufschwung verlangt erst kleine, dann keine Brötchen mehr.

125

 04.05.2007 Celanese, Chemie, Standort Kelsterbach, 50 von 70 Jobs in der Finanzverwaltung werden gestrichen. Finanzen werden künftig in Budapest und Dallas verwaltet.

50

 03.05.2007 Bergmann, Automaten, Rellingen, das Insolvenzverfahren wird eröffnet, betroffen sind bundesweit 140 Mitarbeiter.

140

 03.05.2007 Nokia Siemens Networks (NSN), Telefonnetzwerke, Europa, mehr als 3000 Stellen müssen weg. 1.800 davon sind ehemalige Siemens-Jobs in Deutschland.

1.800

 01.05.2007

 Die Vollbeschäftigung ist
ausgebrochen.

Kleine Meditation über den Unterschied zwischen den Wahrheiten.

 

Wahr ist, dass die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen für den April 2007 in Deutschland mit 3,967 Millionen angegeben wird.

Wahr ist, dass die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen für den April 2005 in Deutschland mit 4,968 Millionen, für den April 2006 mit 4,790 Millionen angegeben wurde.

Wahr ist, dass die Zahlen
der statistisch erfassten Arbeitslosen richtig sind -
genau so viele sind zu den jeweiligen Zeitpunkten statistisch erfasst worden.

Wahr ist, dass der direkte Vergleich dieser Zahlen geeignet ist, den Eindruck zu
erwecken,
die Arbeitslosigkeit sei seit 2005 um 1 Million gesunken.

Wahr ist jedoch auch, dass selbst die Zahl der statistisch erfassten
Rinder sinken muss, fasst man dazu den Beschluss, Kälber, Ochsen und schlachtreife Milchkühe künftig nicht mehr zu erfassen.


Drei Zahlen
Aus dem Monatsbericht April 2007 der Bundesagentur für Arbeit:
 Arbeitslose

 3.966.648

 Arbeitslosengeldempfänger

 1.189.919

 Arbeitslosengeld II -Emfpfänger

  5.204.567


Nur 62 Prozent der Empfänger von ALG und ALG II werden
statistisch als Arbeitslose erfasst.
Dass Arbeitslose, die weder ALG noch ALG II beziehen
auch nicht vollständig erfasst werden, soll bei dieser Gelegenheit
nicht unerwähnt bleiben.

Wahr ist, dass selbst das Wachstum der Vielzahl von Wahrheiten
als Indiz für den Aufschwung ausgedeutet werden könnte.

Hier noch einmal der Link zu dem satirisch-realistischen Aufsatz
vom 1. Mai 2003
"Erinnerungen an den 1. Mai 2009"

 Wahrheiten

 30.04.2007 Distrubution Logistic Center (DLC) Solms GmbH und Co. KG, so ein langer Name für eine Spedition, Solms-Oberbiel. Der Insolvenzantrag wurde zurückgewiesen.  Der Betrieb ruht allerdings seit rund vier Wochen und die etwa 40 Jobs dürften längst verloren sein.

40

 30.04.2007 Börner, Garn und Zwirn, Helmbrechts, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 36 Mitarbeiter.

36

 30.04.2007 Städtische Kliniken Düsseldorf, Gesundheitswesen, Düsseldorf, der private Krankenhauskonzern Sana will 51 Prozent übernehmen. Düsseldorf: Der Deal ist vielschichtig, aber mit einem Sozialfonds von einer Million Euro wird man - wenn 2011 der zu vereinbarende Kündigungsschutz ausläuft, wohl mindestens 200 Abfindungen finanzieren können. Aber vielleicht entscheidet der Stadtrat doch noch anders.

 Vorwarnung

 30.04.2007 M-Real-Zanders, Papier, Bergisch-Gladbach,  42 Wochenstunden bei gleichzeitiger Lohnkürzung um 10 Prozent - das ist die Arbeitgebervorstellung vom Aufschwung. Die Gewerkschaft denkt an Streik. Wir erwarten zum Schluss einen Abbau von 100 der 1000 Jobs.

Vorwarnung

 30.04.2007 Intershop, Systemhaus, Jena, will 4,5 Millionen sparen. Halbierung der Direktionsbereiche und Auflösung der Vertriebsstandorte in F,I, und A wird zu Entlassungen im Vertrieb und im Marketing führen. Wir schätzen, dass davon in D rund 70 Jobs betroffen sein werden.

 geschätzt 70

 30.04.2007

Einzelhandel, Deutschland, Realitätsnahe Kosumklima-Einschätzung,

im Gegensatz zu den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute ist der Aufschwung beim Einzelhandel noch nicht angekommen. Für das gesamte I. Quartal rechnet der Einzelhandelsverband mit einem Umsatzrückgang. Der Rest-Optimismus sieht einen Umsatzanstieg um 1% für das Gesamtjahr. Das ist so wenig, dass der Handel in diesem Jahr nach eigenen Angaben voraussichtlich erneut rund 20.000 Stellen abbauen wird. Wir werden davon nur den Teil erfassen können, der auf größere Unternehmen entfällt, verzichten aber trotzdem auf eine Pauschalmeldung.

Trend

 30.04.2007 Airbus, Fluggerät, Standort Hamburg, die jüngsten Meldungen über den Abbau von 2.317 Jobs in Hamburg sind unseres Erachtens geschönt. Was ist mit den Leiharbeitern?
Das sind weitere tausende Jobs, die dem Airbus-Debakel in der öffentlichen Diskussion offenbar nicht zugerechnet werden sollen. Wir haben darüber früher ausführlich berichtet.

 Kalter Kaffee

 27.04.2007 Möbelwerke Eggerath, Heinsberg-Oberbruch, auch die letzten 460 Jobs gehen nun verloren - wir hatten schon am 1.6.2006 den Verlust aller damals noch 580 Jobs für unausweichlich gehalten. Der Aufschwung braucht keine Wohnmöbel. Die Leute sollen schließlich nicht wohnen, sondern arbeiten.

Bestätigung

 27.04.2007 Wohnmöbelfirma EWM, Eisenberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 170 Mitarbeiter.Wie bereits erwähnt, der Aufschwung braucht keine Wohnmöbel. Die Leute sollen doch nicht wohnen, sondern arbeiten!

170

 27.04.2007 Wal Mart, Einzelhandelsmarke der METRO AG, Filiale Salzgitter-Bad, wird geschlossen. Wieder eine der 15 Filialen, die nach der Übernahme durch die Metro überflüssig wurden. Hier geht es um 74 Jobs. Insgesamt kostet die Übernahme 1.200 Stellen - das haben wir bereits am 2.1.2007 gemeldet.

 Bestätigung

 27.04.2007 Motorola, Cell-Phones, USA, am Standort Flensburg wird die UMTS-Handy-Produktion eingestellt und nach Asien verlagert. Das kostet, wenn wir die Meldung richtig interpretieren 230 Jobs, außerdem wird die Sparte Logistik und Transport ausgegliedert und an Fremdanbieter übertragen. Die werden Synergieeffekte ermöglichen können und nach unserer Schätzung auf 150 der 600 Beschäftigten verzichten. Irgendwie muss sich der Deal ja für alle rechnen - Mitarbeiter selbstverständlich ausgenommen.

230
+ geschätzt 150

 27.04.2007 AstraZeneca, Pillen und Tropfen, Schweden-Großbritannien, hat in Deutschland 2.300 Mitarbeiter. Das soll sich ändern. Ein Kostensenkungsprogramm zur Verstärkung des Aufschwungs sieht den Abbau von 500 Arbeitsplätzen vor, wobei der Standort Plankstadt bei Heidelberg ganz dicht gemacht wird. Aber auch das gehört zum Aufschwung, schließlich hat Astra Zeneca den Gewinn im I. Quartal um 11% auf 2,27 Mrd. $ steigern können - und das war
besser als erwartet.
Zeitgleich legte AstraZeneca ein stärkeres Ergebnis vor, als es die Analysten erwartet hatten. Der Gewinn vor Steuern sei im ersten Quartal um elf Prozent auf 2,27 Mrd. $ gestiegen, hieß es. Der Konzernumsatz habe um 13 Prozent zugenommen, wozu auch ein schwacher Dollar beigetragen habe. Analysten hatten mit einem etwas niedrigeren Gewinn vor Steuern von 2,22 Mrd. $ gerechnet.

500

 26.04.2007 Inkubatorzentrum Emscher-Lippe, Tochter der Fachhochschule Gelsenkirchen, Recklinghausen/Gelsenkirchen, hat Insolvenzantrag beantragt. 12 Millionen Fördergelder sind futsch, Professoren unter Betrugsverdacht, Rektor und Kanzler beurlaubt, ein Dozent in U-Haft.

?

 26.04.2007 VR-Banken Oberbayern Südost und Traunstein, Geld, Bad Reichenhall, die große Fusion steht bevor. Es ist mit weiteren Synergieeffekten zu rechnen. Wir schätzen: ca. 30 Jobs werden entfallen.

geschätzt 30

 26.04.2007 Schmitthelm, technische Federn, Heidelberg, der Betrieb wurde per 31.3. eingestellt. Rund 100 Arbeitsplätze gingen verloren.  

100

 26.04.2007 Süwag, Energieversorger, Frankfurt,  kündigt nach Gewinnrückgang Stellenabbau an. Wir schätzen, dass ungefähr 150 Jobs "sozialverträglich" und "ohne Kündigungen" den Bach hinunter gehen.

 geschätzt 150

 26.04.2007 Bützow, Kommune, die Stadtverwaltung ist zu teuer. Einige der 51 Stellen müssen entfallen. Wir schätzen: 5

geschätzt 5

 26.04.2007 Alte Leipziger, Geldsammelstelle, Oberursel, die Lebensversicherung will 250 von 1250 Stellen abbauen.

250

 26.04.2007 Vorwerk, Reinigungsgeräte, Wuppertal, Aufschwung, Aufschwung - niemand hat mehr Zeit zum Staubsaugen - und so ist der Umsatz bei Vorwerk eingebrochen, was zum Abbau von rund 190 Stellen führen wird, die bisherigen Arbeitsplatzbesitzer haben dann wieder Zeit zum Staubsaugen, was aber nichts nützt, weil sich vom ALG ein neuer Staubsauger nicht bezahlen lässt.

190

 25.04.2007 Köln Rio Travel, Touristik, Köln, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

 10

 25.04.2007 Autohaus Willner, Ingolstadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 35 Mitarbeiter.

35

 25.04.2007 Autohaus Westcar, Westhofen, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass 10 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 10

 25.04.2007 Münchener Rück, Rückversicherer, München, will Prozesse verschlanken, und profitabel wachsen. Die Aufgaben der 3.500 Mitarbeiter in der Zentrale München sollen neu verteilt werden - betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.
Weltweit sind in der Rückversicherungssparte 6.900 der 37.000 Beschäftigten des Unternehmens beschäftigt. Wir glauben, dass die Ankündigung möglichen Stellenabbaus nicht nur so dahergesagt war und schätzen, dass in Deutschland ca. 150 Stellen abgebaut werden.

geschätzt 150

 25.04.2007 Tech Data, Computer, Moers, am Standort Moers werden 60 Mitarbeiter entlassen, weil die Logistik nach Tschechien ausgelagert wird.

60

 25.04.2007 Waldenbuch, Dettenhausen, Gemeinden, legen die Bauhöfe zusammen - aus bisherher 18 Mitarbeitern sollen so nur noch 15 werden.

3

 25.04.2007 Wienerberger Ziegelindustrie, Baustoffproduzent, Hannover, das Werk in Malliß wird aufgegeben, Ursache: der Aufschwung hat die Lagerbestände an fertigen, aber unverkauften Ziegeln anwachsen lassen. 17 Mitarbeiter verlieren den Job.

17

 25.04.2007 Arge Teltow-Fläming, Hartz-IV-Amt, Luckenwalde, Zossen, die Verträge von 60 Prozent der 198 in der Arge Beschäftigten laufen aus. Wie es weiter geht - ist scheinbar vollkommen ungeplant und offen. Offensichtlich ist eine Art Crash beabsichtigt. Wir schätzen, dass nach dem Crash noch 148 übrig sind.

geschätzt 50

 25.04.2007 B & S Automotive, Autozulieferer, Mettmann, entlässt 320 Mitarbeiter.Offenbar eine Folge des Aufschwungs in der Automobilindustrie.

320

 25.04.2007 Continental, Automobilzulieferer, der Standort Haldensleben wird geschlossen, 135 Arbeitsplätze werden vernichtet. Das ist allerdings ein Teil einer seit Jahren gefahrenen Strategie des Rückzugs aus Deutschland.

 konsequenter
Abbau

 25.04.2007 Grammer, Sitzgelegenheiten,Wackersdorf, BMW bestellt anderswo - 28 Jobs gehen verloren - doch die Wirtschaftlichkeit des Standorts wird insgesamt bezweifelt. Wenn bis 2008 keine rentable Auslastung gefunden wird, stehen insgesamt 156 Stellen auf dem Spiel. Um dem Aufschwung eine Chance zu lassen, melden wir jetzt nur die 28 - die restlichen 128 heben wir uns für später auf.

vorerst 28

 25.04.2007 Symantec Deutschland, Security-Hersteller(?), baut Arbeitsplätze ab. Freiwillige sollen sich melden, damit betriebsbedingte Kündigungen nicht erforderlich werden. Wir rechnen damit, dass in D ungefähr 50 Jobs entfallen.

geschätzt 50

 25.04.2007 Asbach, Weinbrand, Rüdesheim, der Standort bleibt erhalten - die Mitarbeiter nicht. Nur das Asbach-Besucherzentrum und die "Destillatverfeinerung" bleiben, der Rest geht nach Sachsen. Vemutlich gibts dafür Subventionen. Interessant: der Rohstoff für den Weinbrand kommt als Destillat aus Frankreich, wird im Ottersweier auf Fässer gefüllt, nach der Lagerung wieder im Tanklastzug nach Rüdesheim gekarrt, dort wird es verdünnt, um künftig nach Wilthen in der Oberlausitz transportiert zu werden, wo die Abfüllanlage steht. Dabei gehen 30 Jobs verloren.

30

 25.04.2007 Quelle, Versandhandel, Leipzig, das Quelle-Versandzentrum in Leipzig wird vom Aufschwung großräumig umgangen. 300 der 1150 Arbeitsplätze werden abgebaut, weil die Auslastung zurückgegangen ist - von 130 Millionen Paketen auf nur noch 82 Millionen. Das sind 37 Prozent weniger.

300

 25.04.2007 Asklepios, private Krankenhausfirma, Hamburg, wird 320 Stellen abbauen. Wir gehen davon aus, dass wir die bisher noch nicht erfasst haben.

320

 25.04.2007 Rheinbahn, Bahnbetreiber, das Defizit muss sinken - und dafür müssen 250 von 2.480 Jobs gestrichen werden.

250

 19.04.2007 PIN Mail GmbH, privater Postdienst, Fulda, das Depot in Fulda wird geschlossen. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

 50

 18.04.2007 Anubis, Elektronikhändler, Saarbrücken(?), hat Insolvenz beantragt. Angeblich wurde das Unternehmen durch Unterschlagungen geschädigt, aber im Kern gesund sein und fortgeführt werden. Das klingt glaubwürdig. Wir geben jedoch Vorwarnung.

Vorwarnung

 18.04.2007 ESI, Opel-Zulieferer(?), Bochum, 80 Mitarbeiter, die bisher in den Werkhallen von Opel beschäftigt waren, verlieren den Job.  

80

 18.04.2007 Berlin, Hauptstadt, hat seit der Wende 97 000 Stellen abgebaut. Der Personalbestand liegt aktuell bei 113.920. Der Abbau soll fortgesetzt werden. 98.490 ist das Ziel für 2012 und danach entfällt das Verbot betriebsbedingter Kündigungen. Bei uns steht der Zeiger für das Hauptstadtpersonal seit Oktober 20067 auf 89.999
Es besteht kein Grund daran zu weifeln, dass das spätestens 2013 erreicht wird.

Bestätigung

 18.04.2007 Seniorenkaufhaus, Fachmarkt für ältere Mitbürger, Großräschen, hat Insolvenz beanragt. Betroffen sind 17 Mitarbeiter.

17

 18.04.2007

Theater in Deutschland
Björn Engholm stellt die Systemfrage: "Brauchen wir volkseigene Theater?"

In Lübeck wurde diskutiert - und dabei zu Tage gefördert, dass derzeit aufgrund von Sparplänen rund 4.500 Stellen an deutschen Theatern abgebaut werden sollen. Gleichzeitig die jungen Besucher fehlen und die Stammgäste moderne Inszenierungen nicht annehmen. Wir glauben, dass wir allenfalls von der Hälfte Kenntnis erhalten, und melden pauschal einen Kulturverlust von 2.250 Theaterschaffenden.

2.250

 18.04.2007 Schieder-Schwalenberg, Möbelhersteller, unsere Schätzung, in Deutschland seien 1.500 Arbeitsplätze von der Insolvenz betroffen hat sich als etwas zu niedrig erwiesen, Es sind 1.800 - und wir melden 300 nach.

weitere 300

 18.04.2007 Deilmann-Haniel, Bergbauspezialist, Kurl, hat Insolvenz beantragt. Das es das Ziel der Konkurrenz sei, Heitkamp-Deilmann-Haniel in die Insolvenz zu treiben, hat das Unternehmen bereits im Dezember 2005 dem Spiegel erzählt. Damals haben wir den Arbeitsplatzverlust erfasst. Nun ist der Insolvenzantrag für Deilmann-Haniel gestellt. Die letzten 1100 Mitarbeiter dieses Unternehmensteils sind betroffen.

Bestätigung

 18.04.2007 Opel, Fahrzeuge, Bochum, das Werk bleibt erhalten, aber 1.700 Stellen müssen weg. Das sind 750 mehr, als bisher geplant.

750

 16.04.2007 Schieder, Möbel, Herford, hat Insolvenz beantragt. Schieder fertigt mit 11.000 Mitarbeitern an 41 Standorten Möbel überwiegend für den deutschsprachigen und europäischen Raum. Wir schätzen, dass Schieder in den deutschen Werken in Schieder, Lüdenhausen und Delbrück noch ungefähr 1.500 Mitarbeiter beschäftigt - und melden diese als verloren - der Rest arbeitet längst jenseits der deutschen Grenzen.

 geschätzt 1.500

 13.04.2007 Carrier-Linde, Kältetechnik , Kostheim, in Kostheim sitzen Design und Entwicklung - bisher auch die Sondermöbel-Fertigung. Die wird jetzt aufgelöst, was- nach der Verlagerung der Produktion nach Tschechien (2005) weitere 70 Stellen kostet. Von einst über 1000 sind dann gerade noch 200 übrig

70

 13.04.2007 Dumonta, Industriemontage, Dummersdorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 33 Mitarbeiter.

33

 13.04.2007 Siemens VDO, Automobilzulieferer, vor 4 Wochen waren es in Summe noch 1000 bedrohte Jobs in Karben, Wetzlar und Regensburg. Nun steigen die Zahlen so steil nach oben, wie die Aufschwungphantasien im Lande. Karben, Stolberg und Wetzlar könnten geschlossen, Würzburg verkauft werden. Davon wären 4000 Arbeitsplätze betroffen. Wir taktieren vorsichtig und taxieren die vorbörsliche Schlankheitskur auf nun 2.500 Jobs, melden also vorsorglich 1.500 nach.

weitere 1.500

 13.04.2007 Märklin, Spielzeug, Sonneberg, wie schon im Januar vermeldete, wird der Standort Sonneberg geschlossen - und für alle, die immer noch lieber an den Aufschwung glauben: Die Kündigungen sind jetzt raus.

 Bestätigung

 12.04.2007 Deutsche Fernsprechergesellschaft, Telefonhersteller, Marburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 70 Mitarbeiter.

 70

 12.04.2007 Wolfram Büren GmbH, Hochbau, Sonsbeck, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter wurde nicht mitgeteilt. Wir schätzen vorsichtig: 10  

 geschätzt 10

 12.04.2007 Bauer‘s Backstube, Bäckerei, Haslbach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 150 Mitarbeiter.

150

 12.04.2007 Wiemer & Trachte, Bauunternehmen, Dortmund hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass von den 1.200 Mitarbeitern, die im In- und Ausland rund 350 Baustellen betreuten, rund 1.000 in Deutschland betroffen sind.

geschätzt 1.000

 12.04.2007 Autohaus Mümlingtal, Standort Stockheim, hat Insolvenz beantragt. Den Mitarbeitern wurde gekündigt. Wir schätzen, dass 10 Beschäftigte betroffen sind.

geschätzt 10

 12.04.2007 AMD, aus deutschen Steuermitteln hochsubventionierte Chipfabriken, Dresden, der US-Konzern, will in diesem Jahr 500 Millionen Dollar einsparen, der Standort Dresden wird seinen Teil zum konzernweiten Sparprogramm beitragen müssen. Einzelheiten sollen erst am 19. April bekannt gegeben werden. Wir warnen vor und tippen auf ein Sparvolumen von rund 300 Jobs in Dresden.
Nur zur Erinnerung: http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12799KarlEugen.html

 Vorwarnung

 12.04.2007 Förtsch Holzbau, Baiergrün, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 7 Mitarbeiter.

7

 12.04.2007 Buchloh, Bauunternehmen, Mülheim, hat Insolvenz beantragt
Buchloh, Eisenschutzbetrieb, Mülheim, hat ebenfalls Insolvenz beantragt. Die beiden Unternehmen sind nicht miteinander verbunden, tragen nur zufällig den gleichen Namen, doch wir kennen nur den Gesamtverlust von 65 Arbeitsplätzen, der sich noch steigern kann, weil der Eisenschutzbetrieb mit verkleinerter Mannschaft noch weiterarbeitet.

65

 12.04.2007 Bundesdruckerei, Berlin, nach der Privatisierung droht nun der Verlust mehrerer   hundert Arbeitsplätze. Wir geben Vorwarnung.

Vorwarnung

 10.04.2007 Marktkauf, Einzelhandel, Bielefeld, schließt 12 Baumärkte. Offenbar wirken die Maßnahmen des Bundes zur Eindämmung der Schwarzarbeit jetzt doch. Wenn mitten im Aufschwung Läden geschlossen werden, dann können das nur solche sein, die mit Schwarzarbeiterbedarf gehandelt haben. Von den jüngst bei Rewe gelandeten 133 Baumärkten der Edeka-Tochter Marktkauf sind 12 so unwirtschaftlich, dass sie geschlossen werden. Betroffen sind 340 Beschäftigte.

340

 10.04.2007 Liegelind GmbH & Co. KG, Baby u. Kinderbekleidung, Herbrechtingen, nachdem das Unternehmen nach Hongkong verkauft wurde, wurde es von dort aus nun Weber & Ott in Forchheim zugeordnet. Weber & Ott will den Standort schließen. Nur 20 Mitarbeitern wird ein Job in Forchheim angeboten. Die übrigen 30 bleiben wohl auf der Strecke.

30

 10.04.2007 Thermopal, Holzverarbeitung, Leutkirch, die Mutter (Pfleiderer, Österreich) baut in Leutkirch 75 von 480 Stellen ab. Damit sind wir, nach den 130 in Arnsberg, jetzt doch bei den anfänglich dementierten 200.

75

 10.04.2007 Hamburg, Kommune, der Aufschwung schreit nach zusätzlichen Arbeitskräften, die nirgends zu finden sind. Hamburg hilft großzügig und kürzt seinen eigenen Personalbedarf um 392 Polizistenstellen. Ist das nicht nett?  

392

 04.04.2007 Rio Bekleidungswerke GmbH, Rehau, steht in Insolvenz. Betroffen sind 26 Mitarbeiter.

26

 04.04.2007 Lüneburger Textilveredelungsgesellschaft (LTVG), Lüneburg, weil die Löhne zu hoch sind, müssen 10 der 23 Beschäftigten gehen.

10

 04.04.2007

Bundesrepublik Deutschland, Staat, Europa, der Sozialexperte im Landwirtschaftsministerium, Horst Seehofer, will dem Aufschwung am Arbeitsmarkt so gut er kann entgegenwirken. 350 Stellen der Agrarforschung sollen gestrichen werden. Aus 71 Instituten mit 2.700 Mitarbeitern werden 49 mit 2.350 Beschäftigten.

Wahrscheinlich ist das sinnvoll, weil es am Ende doch immer die Monsanto-Forschungsergebnisse sind, die auf den Feldern, in den Ställen und auf den Tellern zu finden sind.

350

 04.04.2007 Brandenburg, Bundesland, wir hatten als Personalziel zuletzt 45.000 im Jahre 2.012 vermeldet. Das war nicht so präzise, wie es jetzt das Finanzministerium veröffentlicht hat. Ende 2012 soll es demnach nur noch 44 606 Jobs in der Verwaltung geben. Wir haben 394 nachzumelden.

 weitere 394

 04.04.2007

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Die Zentralredaktion hat den Osterhasen gesehen.
Trotz der Finanzierung der Deutschen Einheit, die keine Arbeit gebracht, sondern nur Geld gekostet hat, werden möglicherweise im nächsten Jahr nur noch 3 Millionen Arbeitslose zu verzeichnen sein, wie zuletzt vor der Wiedervereinigung in den 90er Jahren.

Dieser Erfolg (der bisher weder eingetreten ist, noch auf tatsächlich vergleichbaren Zahlen beruht, also letztlich eine Statistiklüge darstellt) sei darauf zurückzuführen, dass die Gewerkschaften dankenswerterweise über zehn Jahre lang dem Stillstand der Löhne tatenlos zugesehen haben, und dass die Unternehmer in dieser Zeit dankenswerterweise die Produktivität stark erhöht haben.

Die Zentralredaktion meint, wenn es so weiter geht, werden das auch die Menschen spüren, die dieser Tage in einer Forsa-Umfrage angaben, der "Aufschwung" gehen an ihnen vorbei.

Wie sie das spüren, hat die Zentralredaktion nicht verraten.

 Osternest
West

 04.04.2007

Blick über den Zaun

In den Niederlanden muss die Post (TNT heißt sie dort) bis zu 11.000 Stellen abbauen, um auf dem Heimatmarkt bestehen zu können.

Vermutlich drängt die Deutsche Post World Net, die schon kräftig abgebaut hat, mit Niedrigpreisen auf den Markt der Tulpenzüchter und Wohnwagenbewohner.

Was aber, wenn die Niederländer die Sparrunde gewinnen?

Muss dann die Deutsche Post World Net noch schärfer sparen, um die Marktanteile nicht zu verlieren? Können die Niederländer dann noch einmal dagegen sparen?

Wer vom Dach eines Hochhauses springt, kann sich im freien Fall auf halber Höhe an der zunehmenden Geschwindigkeit so berauschen, dass er gar nichts mehr spürt, wenn er unten ankommt. Ein guter Grund für einen solchen Sprung ist das nicht.

 sparende
Nachbarn

 04.04.2007 Unilever, Margarine und anderes, Reken, am Standort Reken wurden 60 Stellen abgebaut. Wir nehmen an, dass diese in unseren früheren Unilever-Meldungen noch nicht erfasst sind.

 60

 04.04.2007 van Netten GmbH, Süßwarenfabrik, Dortmund, will 200 Stellen abbauen.

200

 04.04.2007 Wiemer & Trachte, Bauunternehmen, Dortmund, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 1200 Mitarbeiter, davon - nach unserer Schätzung - 1.000 in Deutschland.

1.000

 04.04.2007 Real, Handelskette des Metro Konzerns, sechs Märkte mit 443 Beschäftigten werden geschlossen, weitere sechs mit 539 Beschäftigten an "Nachmieter" abgegeben. Da Nachmieter in den Ladenlokalen nicht unbedingt wieder Supermärkte betreiben werden, ist davon auszugehen, dass nicht alle dort Beschäftigten von den Nachmietern übernommen werden.

 geschätzt 750

 04.04.2007 Kabel Deutschland, Kabelnetzbetreiber, Deutschland, der Abbau von 220 Stellen, der jetzt in den Medien abgehandelt wird, ist der Rest jener 473 Stellen, die im Oktober 2006 auf die Abschussliste gesetzt wurden.

 kalter Kaffee

 02.04.2007 Tiptel AG, Telekommunikationssysteme, Ratingen, hat Insolvenz beantragt. Nach dem letzten Geschäftsbericht (9/2006) beschäfttigte das Unternehmen im Inland 213 Mitarbeiter.

213

 02.04.2007 Asklepios, Gesundheitswesen privat, Bad Oldesloe, wie vom Betriebsrat schon immer befürchtet, wird die von Asklepios übernommene Klinik in Bad Oldesloe jetzt auf Profit getrimmt. Die im Zuge der Übernahme geschlossenen Personalüberleitungs- und Tarifverträge wurden gekündigt. 550 Mitarbeiter müssen die Gürtel enger schnallen, ein Teil wird gehen müssen. Wir schätzen, dass es einen Abbau von rund 100 Stellen und/oder entsprechende Lohn-/Gehaltskürzungen geben wird.

 geschätzt 100

 02.04.2007 Brandenburg, Städte und Kreise im Bundesland insgesamt
Die Märkische Oderzeitung hat genauer hingesehen und festgestellt: Nicht nur in Cottbus wurde und wird kommunales Personal abgebaut.

Die Landkreise hätten in den vergangenen Jahren 4.000 von 13.000 Stellen abgebaut, die Städte von 2000 bis 2005 11.700 von 39.590 - und der Trend sei ungebrochen.
Über den dicken Daumen sehen wir etwa 2.500 bis 3.000 Stellen jährlich schwinden. Auf den Zeitraum unserer statistischen Erfassung entfallen (10/2002 bis 3/2007) rechnerisch rund 12.500 - und wenn der Trend sich noch drei Jahre fortsetzt, dann kommen noch weitere 8.300 dazu - die Hälfte davon haben wir wohl in Einzelmeldungen erfasst, bzw. werden sie noch erfassen können, die andere Hälfte stellen wir heute pauschal in die Statistik ein. Das sind 10.400 Stellen, alleine in den Landkreisen und Gemeinden Brandenburgs. Dass dieser Prozess in allen neuen Bundesländern im gleichen Tempo abläuft, steht wohl außer Zweifel - trotzdem melden wir heute nur die Brandenburger Zahlen.

pauschal 10.400

 02.04.2007 General Motors, Opel und andere Marken, Automobile

weitere europäische Arbeitsplätze werden gestrichen. Bei stagnierendem Markt und einer Produktivitätssteigerung von 3 bis 5 Prozent jährlich müssen das Personal angepasst, möglicherweise ein Werk geschlossen werden. Noch hat GM in Europa 60.000 Mitarbeiter. Aber mit diesem Statement ist der Abbau von 7000 bis 10000 Jobs angekündigt.

Vorwarnung
 04.04.2007

 29.03.2007

Boesner, Autohaus, Bochum, steht in Insolvenz und wird geschlossen. Betroffen sind 55 Mitarbeiter.

Ein richtiger Aufschwung kommt auf dem Fahrrad daher.

55

 29.03.2005 IWKA, Maschinenbau, Karlsruhe, verkauft die Sparte Verpackungstechnik an den Finanzinvestor Odewald & Compagnie. Den 2.500 Mitarbeitern wurde die Trennung durch den Verzicht des Erwerbers auf betriebsbedingte Kündigungen und eine mehrjährige Standortgarantie leichter gemacht. Weil Finanzinvestoren aber Renditen erzielen wollen, was nur durch Kostensenkung möglich ist, die letztlich wiederum nur durch Personaleinsparung erreicht werden kann, rechnen wir mit dem Abbau von 250 Stellen in den nächsten drei Jahren.

 geschätzt 250

 29.03.2005 Avery, Paxar, Etikettenhersteller, USA, wollen nach Jahren erbitterter Konkurrenz nun fusionieren. Der plötzliche Friede wird in Sprockhövel, wo 530 Beschäftigte für Avery und Paxar arbeiten, mit Skepsis betrachtet. Wir geben Vorwarnung. Vorwarnung
 29.03.2007 Ineos, Petrochemie, im Club der BIS-Nutzer (Bayer Industry Services), will sparen und dafür 100 Stellen aufgeben. Die Strategie sieht Verschiebungen von Aufgaben und Versetzungen von Mitarbeitern, letztlich aber doch den Stellenabbau in der angestrebten Größenordnung.
Zu viele Beschäftigte sind dem Aufschwung eben hinderlich.

100

 29.03.2007 Rokal, Armaturen, Lobberich, 129 von 163 Mitarbeitern werden entlassen. Damit wurde nun wahr, was wir bereits Mitte letzten Jahres angekündigt hatten.
Der Aufschwung braucht offenbar keine Armaturen.

Bestätigung

 29.03.2007 Deutsche Konzerne,
A.T. Kearney, Consultant, legt eine Studie vor, derzufolge die 500 größten deutschen Unternehmen ihr internes IT.Personal bis 2011 unter dem Strich um 120.000 Beschäftigte reduzieren werden.

Ein richtiger Aufschwung braucht eben keine Mitarbeiter.

Trend

 29.03.2007

KarstadtQuelle, Versandhandel, Nürnberg/Fürth 800 Mitarbeiter in zwei Callcentern erhalten die Kündigung. Sie erhalten die Möglichkeit (gnädig!), sich bei einer neuen Tochterfirma des gleichen Unternehmens neu zu bewerben. Sie bekommen dann, falls die Personalakte keine Einstellungshindernisse enthält, den alten Job zurück.

Natürlich bleibt nur die Arbeit unverändert, die Arbeitszeit wird länger, der Urlaub kürzer und statt durchschnittlich 2.000 Euro pro Monat gibts nur noch 1.300 Euro durchschnittlich als Gehalt.

Rechnerisch entspricht das einem Personalabbau um mehr als 300 Mitarbeiter - und den vermelden wir hier.

Gut bezahlte Mitarbeiter verträgt so ein Aufschwung einfach nicht.

 rechnerisch 300

 28.03.2007 F1-Network, IT-Systemhaus, Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 35 Mitarbeiter.

 35

 28.03.2007 Lebenshilfe, Sozialdienst, Bonn, der Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt zur Entlassung von 13 Mitarbeiterinnen

13

 28.03.2007 Schuler AG, Umformtechnologie, wird von Müller Weingarten AG übernommen. Die neue Gesellschaft heißt Schuler Weingarten AG und sitzt in Göppingen. Der Zusammenschluss soll u.a. den Abbau von 400 bis 450 Stellen ermöglichen.

450

 28.03.2007 Kraus und Kroll Textil GmbH, Färberei, Rottenburg, die eigentliche Insolvenz liegt schon 18 Monate zurück, doch das Unternehmen wurde gerettet, vorläufig. Jetzt ist es wieder soweit. Damit sind die 30 Jobs endgültig verloren - auch wenn es jetzt nur noch 22 sind.

 30

 28.03.2007 Thüringen, Bundesland, der Stellenabbau wird um zehn Jahre verschoben. Das ist schön und schafft Luft - aber aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben.

 Verschiebung

 28.03.2007 Heine-Versand, Karlsruhe, 95 betriebsbedingte Kündigungen werden die Zahl der Mitarbeiter von 700 auf 605 absenken.

95

 27.03.2007 Tiefbau Suhl, Bauunternehmen, Suhl, hat Insolvenz beantragt. Das Ende des Autobahnbaus in der Region hat tiefe Spuren in den Auftragsbüchern hinterlassen.Wir schätzen, dass alleine bei diesem Unternehmen mindestens 50 Arbeitsplätze verloren sind.

geschätzt 50

 27.03.2007 Thüringen, Bundesland, Freisparstaat, neue Bildungsoffensive, während die Wirtschaft darum bittet, die Grenzen für die Einstellung hochqualifizierter Mitarbeiter aus dem Ausland durchlässiger zu machen, hat Thüringen die Mittel für die Universitäten soweit gekürzt, dass inzwischen 500 Stellen aus Geldmangel nicht mehr besetzt werden können. Ehrlich wie man ist, werden 200 dieser 500 unbesetzten Stellen nun auch aus dem Stellenplan getilgt. Wir melden hier alle 500 - zusätzlich und extra.

500

 27.03.2007 Deutsches Handwerk, das Statistische Bundesamt hat für 2006 Bilanz gezogen und einen Stellenabbau um 1,4 Prozent ermittelt. Es dürfte zum Jahresende 2006 also noch ca. 4.930.000 Handwerker gegeben haben. Wir liegen mit unserer Fortschreibung derzeit bei 4.890.000 für Ende 2007 und sehen derzeit keinen Anlass für eine Korrektur.

Bestätigung

 27.03.2007 Cottbus, Kommune, will in der Verwaltung 280 von 1.480 Vollzeitstellen streichen. Das sind vermutlich bis zu 350 Arbeitsplätze, aber wir bleiben bei der niedrigeren Zahl. Wer wird denn den Aufschwung kaputtreden wollen?

280

 26.03.2007 Woco, Automobilzulieferer, Bad Soden, wird wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage mitten im Aufschwung 110 Stellen abbauen.

110

 26.03.2007 Papierfabrik August Koehler, Oberkirch, Kehl, an beiden Standorten werden mittem in Aufschwung insgesamt 56 von 1.400 Stellen abgebaut.

56

 26.03.2007 TUI, Reisen und Schiffe, Hannover, kommt nicht zur Ruhe, die Fusion mit der britischen "First Choice" sollte in Deutschland ohne Arbeitsplatzabbau vonstatten gehen, nun sollen aber offenbar doch weitere Jobs in Hannover wackeln.

 Vorwarnung

 26.03.2007 Sachsen-Anhalt, Bundesland, alle Jahre (spätestens) wieder verkündet Finanzminister Bullerjahn, dass drastisch Stellen gestrichen werden müssen. Gegenüber der Aussage vom November 2006 (bis 2020 müssen 15.000 Stellen gestrichen werden, um auf eine Bestand von 47.000 Landesbediensteten zu kommen, sagt er jetzt bis 2020 müssten 16.400 Stellen - wohl um den Aufschwung nicht zu gefährden - eingespart werden.
Wir nehmen an, dass er seit November 2006 bereits 600 Jobs demontiert hat (bei jährlich 2000 - auch O-Ton-Bullerjahn aus dem August 2006) haut das hin - und setzen das Personalziel 2020 um weitere 2.000 auf 45.000 herunter.

weitere 2.000

 26.03.2007

Deutschland, Trends am Arbeitsmarkt
"Etwa 50 Prozent des Beschäftigungsaufbaus im vergangenen Jahr sind auf Leiharbeit zurückzuführen", sagt Wilhelm Adamy, Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand.

"Von den im vergangenen Jahr neu geschaffenen Stellen sind rund 90 Prozent Teilzeitarbeitsplätze", Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Trends

 26.03.2007 Pfleiderer, Holzverarbeitung, Arnsberg, am Standort Arnsberg sollen, mitten im Aufschwung, 130 Stellen abgebaute werden. Meldungen über den Abbau von insgesamt 200 Arbeitsplätze in Deutschland wurden von dem Unternehmen inzwischen dementiert.

130

 23.03.2007 Spielwaren Fischer, Einzelhandel, Böblingen, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass mindestens 3 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 3

 23.03.2007 NXP, Chiphersteller, Böblingen, das Werk Böblingen wird zum Jahresende geschlossen. 550 Arbeitsplätze werden vernichtet.  Die Produktion geht nach Hamburg und Nijmwegen, doch die Mitarbeiter gehen nicht mit.

 550

 23.03.2007 Flughafen Hahn, Touch-down-Area, Hahn, und bist du nicht willig, dann lass ich dich fall'n! Die US-Charter-Fluggesellschaft Omni-Air, die emsig Kriegsgerät und Truppen in den Irak schaufelt, reagiert verärgert auf Kurt Becks "Antiamerikanismus", wie es die CDU-Landtagsfraktion vermutet, und verlagert Zwischenstopps von Hahn nach Shannon. Das wird bei Dienstleistern am Flughafen Hahn schätzungsweise 20 Jobs kosten.

geschätzt 20

 23.03.2007 Züblin, Bauunternehmen, Europa, die Leipziger Filiale wird dichtgemacht. Das kostet 60 Jobs.

60

 23.03.2007 Media Service Center GmbH, Call-Center, Mainz, wird aufgelöst. 108 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

108

 23.03.2007 Südzucker, Zucker, Süden, Groß-Gerau und Regensburg werden geschlossen. 278 Jobs gehen verloren. Die durch die EU-Zuckerpolitik veränderten Marktverhältnisse, bringen jetzt die prognostizierten Arbeitsplatzverluste. Der Bauernpräsident Sonnleitner hatte 2005 den Verlust von insgesamt 92.500 Jobs vorhergesagt. Wir haben davon nur 20.000 übernommen. Etliche sind bereits weg. Jetzt werden die Einschläge dichter.

Konkretisierung

 23.03.2007 E.ON. Strom, Gas, Gewinne, Europa, in Deutschland ist Stellenabbau angesagt, den rund 33.000 Mitarbeitern stehen Gehaltskürzungen stehen ins Haus - und unbezahlte Mehrarbeit ganz selbstverständlich auch. Die Sparte E.ON Energie will zur 38 Stunden-Woche zurück, was rechnerisch bundesweit einem Äquivalent von 1.600 Arbeitsplätzen entspricht. Zahlen über den direkten Stellenabbau liegen nicht vor, wir gehen davon aus, dass dem rechnerischen der tatsächliche Abbau folgen wird - und dass darüberhinaus noch weitere Stellen entfallen - In Summe - geschätzt - 2.500

 rechnerisch +
geschätzt
2.500

 23.03.2007 Banken und Versicherungen - Trend
Ver.di geht davon aus, dass bis 2009 weitere 28.000 Stellen in der Branche entfallen. Welch ein Aufschwung! Welch ein Wachstum! Welch ein Merkel!

Trend

 23.03.2007 Kolbenschmidt Pierburg, Tochter von Rheinmetall, Neuss und Nettetal, in den beiden Werken sollen 250 Stellen abgebaut werden.

250

 23.03.2007 Nycomed, Pharma, der dänische Aufkäufer von Altana, wird in Konstanz 790, in Deutschland insgesamt 930 Stellen abbauen. - Am 17.01. hieß es: nach Übernahme der Altana-Pharmasparte werden "auf jeden Fall mehr als 100» Stellen abgebaut. Wir waren großzügig - und schätzten 250, mit der Begründung: Das sind auf jeden Fall mehr als 100.
Wieder einmal hatten wir den ausländischen Investoren zu wenig zugetraut. Uns bleiben also 680 nachzumelden.

weitere 680

 21.03.2007 EMS Marketing, Call-Center, Golm, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 20 Mitarbeiter.

 20

 21.03.2007 Niedriglohnland Tschechien macht sich als Standort attraktiver:
41.000 der 480.000 staatlichen Stellen werden gestrichen - das ist Europa!
unsere Nachbarn
müssen reagieren
 21.03.2007 Bundesagentur für Arbeit, ehemalige Sozialversicherung mit Vermittlungsauftrag,heute Mischbehörde mit unklaren Strukturen, Hauptsitz Nürnberg, schon mehrfach wurde davor gewarnt, dass zum Jahresende 9.000 befristete Verträge ablaufen. Für die Weiterbeschäftigung der befristet angestellten Mitarbeiter stehen jedoch nur 4.000 Planstellen zur Verfügung.

Seltsamerweise sieht die BA trotz des galoppierenden Aufschwungs genügend Arbeit, um alle 9.000 weiterbeschäftigen zu wollen, gesteht aber zu, dass es vom Geld abhängt - und das fehlt. Schließlich wurden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt, um die Unternehmer zu entlasten.

Wir vertrauen darauf, dass die Regierung auf den Aufschwung vertrauen und die Weiterbeschäftigung wegen rückläufiger Arbeitslosenzahlen nicht finanzieren wird.
Alles andere wäre ja so eine Art Eingeständnis.

5.000

 21.03.2007 Jurex, Postzustelldienst, Deutschland, in Berlin sollen 100 der dortigen 250 Arbeitsplätze abgebaut werden. Gerüchte sagen, dass das alles nur dazu dienen soll, sich wieder von einem bei Jurex in Berlin gewählten Betriebsrat zu trennen. Ist das nicht ein bisschen viel Aufwand?

 100

 21.03.2007 VGF, öffentlicher Nahverkehr, Hessen, hat die Kosten seit 1999 um gut 34 Mio Euro reduziert und 600 der urspünglich 2.600 Beschäftigen abgebaut. Weitere Einsparungen von über 22,3 Mio Euro sollen durch Einsparungen bei der Personalverwaltung, den kaufm. Mitarbeitern, in Kundendienst, Vertrieb und Omnibuswerkstatt erreicht werden. Darüberhinaus muss mit weiteren Ausschreibungsverfahren und Linienvergabe an private Konkurrenten gerechnet werden, was hunderte Stellen kosten kann. Wir nehmen aus dem bisherigen Abbau einen 4/8-Anteil für die Zeit von 2003 bis 2006 und sehen weitere 400 Jobs als absehbar verloren an.

 700

 20.03.2007 Klinik am Kurpark, Gesundheitswesen stationär - privat, Bad Salzuflen. Die der Median-Gruppe gehörende Klinik wurde vom Mutterunternehmen in die Insolvenz geschickt. Wir schätzen, dass rund 200 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 200

 20.03.2007 Ruma Packaging, Kunststoffverarbeitung. Langenlosheim, und weitere Insolvenzen
Ruma wird endgültig geschlossen, die Produktionsanlagen versteigert, über 20 von ehedem 70 Mitarbeitern verlieren den Job. Die Ruma hatte ihren Sitz in einem Gebäude der UB Industries GmbH, einer Beteiligungsgesellschaft, die ebenfalls im Insolvenzverfahren steht, wir vermuten hier drei weitere Mitarbeiter. Dort waren außerdem die Verpackungsunternehmen Maxeam (im Internet inzwischen automat. Weiterleitung auf Flexium) und Flexteam ansässig - und auch die stehen in Insolvenz. Wir schätzen, dass dort weitere 2x20 Mitarbeiter betroffen sind.

 alles in allem
geschätzt 65

 20.03.2007 Brandenburg, Bundesland

Gestern am Rande erwähnt, heute eine schöne Bestätigung. Der Tagesspiegel hat herausgefunden, dass die Verwaltung Brandenburgs bis 2012 auf 45.000 Stellen heruntergefahren werden soll. Das hatten wir schon am 5. Februar vermeldet.

Doch es gab auch eine zusätzliche Information. Brandenburg hat aktuell 54.600 Stellen. 12.000 der ehemals über 66.000 sind also schon weg. Die letzten 10.000, bei denen auch mit betriebsbedingten Kündigungen nachgeholfen werden soll, sind also nur noch der klägliche Rest - da sieht man doch deutlich, dass der Aufschwung da ist.

 Bestätigung

 19.03.2007 Kreishandwerkerschaft, Interessenvertretung, Wolfsburg, steht in Insolvenz. Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass vielleicht noch 2 oder 3 Mitarbeiter abgebaut werden müssen.

3

 19.03.2007 DLO AG, Logistik-Outsourcing, muss nach eigenen Angaben wegen ausbleibender Zahlungen möglicherweise Insolvenz anmelden. Betroffen sind 300 festangestellte Mitarbeiter. Wir halten den Verlust der Arbeitsplätze für absehbar.

300

 19.03.2007 Mecklenburg-Vorpommern, Bundesland, hat in 2006 keine neuen Schulden aufgenommen. Damit die 11 Milliarden Altschulden auch in 2007 nicht wachsen, muss der Personalabbau fortgesetzt werden. Von 42.000 auf 32.000 innerhalb von 6 Jahren. Wir haben diese Pläne bereits 2004 vermeldet, wollen aber "mitten im Aufschwung" daran erinnern, dass der Personalabbau der öffentlichen Haushalte überall munter weiter geht.

Bestätigung

 19.03.2007 Lutz, Fleischwaren, Kulmbach, am 12. Januar waren wir noch vorsichtig und haben uns mit einer Vorwarnung begnügt. Nun ist offenbar klar, dass Kulmbach geschlossen wird. Betroffen sind 64 Mitarbeiter.

64

 19.03.2007 Aker, Werften, Wismar + Rostock, die norwegische Muttergesellschaft, die gerne staatliche Beihilfen angenommen hat, will sich jetzt, nachdem das Auslaufen der Förderung (2008) bevorsteht, von den Ostseewerften trennen. Doch weit und breit ist - außer Finanzinvestoren - kein Interessent in Sicht. Die 2.300 Beschäftigten fürchten mit Recht um Ihre Arbeit. Wir rechnen damit, dass innerhalb der nächsten 2 Jahre die Hälfte der Jobs über den Jordan geht.

 geschätzt 1.150

 19.03.2007 Extra-Markt, Einzelhandel, Hückelhoven, wird geschlossen. Betroffen sind 46 Mitarbeiter.

46

 19.03.2007 Diakonie Württemberg, kirchl. Hilfswerk, Proteste und Streiks der Beschäftigten gegen die beabsichtigte Lohnkürzung um 20%. Auch wenn nur die Hälfte davon realisiert wird, sind das rechnerisch mindestens 500 eingesparte Arbeitsplätze. Müssen Kirchen wirklich mit Ausbeutungsmaßnahmen reagieren um mit Ausbeutern konkurrieren zu können?

rechnerisch 500

 19.03.2007 Brandenburg, Bundesland, die Jugendarbeit ist zu teuer. 21 Sozialarbeiterstellen stehen auf der Streichliste. Ob Frau von der Leyen weiß dass es auch ein Leben nach dem Krippenplatz gibt? Doch auch das ist nur ein kleines Mosaiksteinchen - zur Personalpolitik der Öffentlichen Arbeitgeber - Brandenburg baut von einst 66.253 auf 45.000 in 2012 ab.

Konkretisierung

 16.03.2006

NRW - nochmal ganz langsam und zum Mitdenken, von wegen: "verrückte Zahlen" in der gestrigen Notiz.

Die Medienmeldungen zur Personalpolitik des Landes verzeichneten im April 2005 308.000 Stellen, von denen 10.500 den "Kann wegfallen"-Vermerk der Vorgänger-Regierung trugen. Herr Rüttgers, als Wahlkämpfer, wollte weitere 10.000 Stellen abbauen.
Im Oktober 2005 erläuterten die Personalsparberater von McKinsey und der Bertelsmann-Stiftung, dass in NRW 34.400 Stellen überflüssig seien.

Im Dezember 2006 sprachen die Medien von 420.000 Beschäftigten auf 335.000 Stellen und gestern hieß die Parole 16.000 von 320.000 Stellen sollen gestrichen werden.

Doch es wird noch einmal ganz anders, das RWI, das den Haushaltsentwurf für 2006 begutachtete, meinte, in 2006 könnten 3.100 "kw"-Stellen abgebaut werden, ab 2007 weitere 9.300 und darüberhinaus sollte pauschale Kürzung der Stellen um 1,5 erfolgen. (2.965 Stellen bis 2010).

2.965 Stellen sind 1,5 Prozent von 197.667 Stellen - da fragt man sich dann schon, 1,5% von was?!

Wenn man unter Nutzung dieses Datenmaterials nach der schlüssigsten Interpretationsmöglichkeit sucht, dann darf man wohl davon ausgehen, dass

1. Jede Planstelle mit durchschnittlich 1,25 Mitarbeitern besetzt ist
2. Dass in 2005 mindestens schon 3.000 kw-Stellen = 3.750 Arbeitsplätze abgebaut wurden
3. Dass irgendwann und irgendwie in 2006 die Zahl der Stellen von 335.000 auf 320.000 geschrumpft ist, was - hochgerechnet - den Verlust von 18.750 Jobs bedeutet.
4. Dass die nun angekündigte Kürzung um 16.000 Stellen = 20.000 Arbeitsplätze bis 2009 den vorläufigen Endpunkt der Planungen darstellt.

Das wiederum heißt, dass insgesamt von 2005 bis 2009 ein Abbau von 42.500 Arbeitsplätzen zu verzeichnen ist.

Davon haben wir für diesen Zeitraum statistisch erfasst:

10.02.2005 ......Strafvollzug ................................................300
08.04.2005......Rüttgers Wahlversprechen ..........+.....18.700
25.10.2005 .....McKinsey-Bertelsmann-Stiftung + ....13.900

Insgesamt .......................................................................32.900


Bleiben also, zur Synchronisierung unserer Zahlen mit den aktuellen Plänen noch 9.600 nachzumelden.

Für bessere Zahlen, am besten aus dem NRW-Finanzministerium, wäre ich dankbar.

 weitere 9.600

 16.03.2007 AachenMünchener, Versicherung, Aachen, von den Stellenabbauplänen der Generali, die wir gestern registriert haben, ist auch die AM betroffen. Sollen von 900 Jobs bis Ende 2009 nur noch 520 übrig bleiben.

Konkretisierung

 16.03.2007 KarstadtQuelle, Einzelhandelsriese, Deutschland, hat den Betrieb von 27 der 90 noch verbliebenen Warenhäuser vom Erreichen bestimmter Ergebnisziele in 2007 abhängig gemacht. Bei allem Schönreden (die Häuser sollen besondere Unterstützung erhalten) sieht das eher nach weiterem Rückzug aus dem stationären Handel und Personalabbau aus.

Vorwarnung

16.03.2007  Selva Technik, Uhrwerke und Krimskrams, Trossingen, 13 von 26 Mitarbeitern müssen gehen.

13

 15.03.2007 Bäckerei Melchiors, Solingen, steht in Insolvenz, Betroffen sind rund 40 Mitarbeiter.

40

 15.03.2007 Helios-Klinikum, Gesundheitswesen stationär privat, Saarow, das Labor wird kleiner, die Apotheke geschlossen - 11 Kündigungen stehen an.

11

 15.03.2007 Drews, Textilfabrik, Meerane, wird geschlossen. Nach 36 Entlassungen im letzten Oktober verlieren nun die verbliebenen 120 Mitarbeiter ihre Jobs.

120

 15.03.2007 StoraEnso, Papierfabrik, Reisholz - die Schließung wird bestätigt, die verbliebenen 373 Mitarbeiter müssen gehen. Wir hatten das schon im Januar gemeldet.

Bestätigung

 15.03.2007 Bremi Autoelektrik, Meinerzhagen, Kierspe, verlagert die Produktion nach China. Entschieden hat das einer der so dringend benötigten ausländischen Investoren, die Technitrol aus Philadelphia. Betroffen sind die letzten 160 Mitarbeiter. Im Mai 2004, waren es noch 300 - da wurde die Bremi an die era-Gruppe verkauft. 2005 ging das Unternehmen an die Amerikaner - und nun nach China.

 300

 15.03.2007 Initial Textil Service, Großwäscherei, Untereisesheim, der Standort Untereisesheim wird aufgegeben. Von 180 Mitarbeitern werden vom neuen Besitzer nur noch 30 gebraucht.

150

 15.03.2007 Webasto AG, Automobilzulieferer, Stockdorf, spart noch schneller und heftiger. Bis 2008 sollen weitere 450 Stellen überflüssig werden. 280 davon in Deutschland.

weitere 280

 15.03.2007 NRW, Bundesland, Düsseldorf, verrückte Zahlen. 12.000 als entbehrlich gekennzeichnete Stellen sollen endgültig gestrichen werden, 4.000 Landesbedienstet in Forstämtern und ähnlichen Behörden zusätzlich abgebaut werden. Das alles ist glücklicherweise gar nicht neu - sonder wieder nur ein Teilschritt auf dem "Weg in die rüttgersche Richtung", dem in NRW insgesamt 35.000 Stellen zum Opfer fallen.

Konkretisierung

 15.03.2007 AMB Generali, Versicherung, Welt, will bis Ende 2008 weitere 1000 Mitarbeiter abbauen und dann nur noch 17.606 Angestellte zählen.

 1.000

 14.03.2007 Küchenwelt Putz, Möbelhaus, Bad Birnbach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 25 Mitarbeiter.

25

 

VW, Fahrzeuge, Welt

Fortschreibung der Personalplanung, aufbauend auf der letzten Zusammenfassung vom 10.02.2006

Nach dem Abbau von 31.000 Stellen bei VW (ohne Audi) gab es im Februar 2006 noch rund 100.000 VW-Mitarbeiter. Nun wird verkündet, alle 94.000 Mitarbeiter erhalten eine Bonuszahlung, es sind also schon wieder 6.000 verschwunden - und nach VW-Angaben sollen bis 2009 weitere 7.000 vorzeitig in Rente gehen. Da wären es dann noch 87.000 - wenn die Frühverrentung die einzige Möglichkeit wäre, Personal abzubauen. Wir zweifeln nicht daran, dass es gelingen wird, Ende 2010 das Ziel von 80.000 VW-Werkern zu erreichen. Vermutlich wird dann aber auch für die Komponentenwerke mit 30.000 Beschäftigten die Entscheidung zwischen Schließung und Verkauf, die 2006 angekündigt wurde, getroffen sein.
Die neuen Zahlen bestätigen unsere bisherige Fortschreibung und lassen erkennen, dass am Ende auch bei Golf und Passat in Deutschland nur noch die Reifenmontage stattfinden wird.

 Konsequenter Abbau

 14.03.2007 VDO, Automobilzulieferer unter dem Siemens Dach, Regensburg, nach Abbauankündigungen für die Werke Karben und Wetzlar ist nun auch Regensburg an der Reihe sich schlank zu machen, für die Abspaltung aus dem Konzern per Verkauf? Börsengang? BenQ-isierung? Insgesamt sollen vorher 1000 Jobs entfallen. 900 haben wir schon, bleiben noch 100 nachzumelden.

 weitere 100

 14.03.2007 Lünen, Kommune, Sparmaßnahmen im Stellenplan, mit einem fürchterlichen Gewurstel zwischen Gesamt- und Kernstellenplan, mit Teilzeitkräften besetzten Vollzeitstellen und Hunderstel-Kopf-Planzahlen soll möglicherweise verschleiert werden, wie viele Mitarbeiter den Job verlieren, um die angepeilten 1,35 Millionen Personalkosten einsparen zu können. Wir kommen auf 23, die im kommenden Jahr betroffen sein werden - und als der Rechenweg erst einmal gefunden war, haben wir auch gleich noch den Gesamt-Abbau seit 2001 ermittelt. Das dürften ca. 52 gewesen sein - und die Summe daraus melden wir heute.

 75

 13.03.2007

Deutsche Post AG, Marke des Unternehmens "Deutsche Post Word Net", Welt, Über die Personalzahlen der Deutschen Post in Deutschland wird von Deutsche Post Word Net seit Jahren der Mantel des Schweigens gebreitet (siehe auch Kasten unten)

Wir haben uns daher seit 2004 mit sehr vorsichtigen Schätzungen an ein mögliches IST herangetastet - und aus bekannt gewordenen Abbauplänen mögliche Soll-Personalzahlen abgeleitet. Darin ist auch bereits der Teilwegfall des Briefmonopols (2005) mit 6.000 Stellen enthalten.

Die neuen Meldungen, die dieser Tage umlaufen, nämlich die Verlängerung der Wochenarbeitszeit der 60.000 Beamten bei der Post von 38,5 auf 41 Stunden, was rechnerisch einen Personalabbau um 3.700 Mitarbeiter ermöglicht, und der angedrohte Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen, der mit dem wohl nicht mehr vermeidbaren Wegfall des Briefmonopols begründet wird, sind neue Pläne, die wir heute in die Statistik aufnehmen. Wir sehen allerdings zwischen Beamtenabbau und Briefmonopol große Überschneidungen und rechnen auch nicht mit 30.000 verlorenen Stellen durch eine noch nicht vorhandene Konkurrenz - wohl aber mit der Absicht, etwa weitere 20.000 Stellen abzubauen - und die melden wir heute als absehbar verloren.
Unsere letzte Anmerkung zur Post aus dem Dezember 2006  

Deutsche Post, Logistik,
die Deutsche Post hat es perfekt verstanden, die Entwicklung ihrer Personalzahlen im Inland zu verschleiern. Die Geschäftsberichte geben nur noch Konzernzahlen wieder. Unsere letzte Personalstandszahl für Deutschland stammt aus 2004, und auch die ist durch die Zusammenlegung mehrerer Firmen rund um die Tochter DHL, sowie weitere Zukäufe und Restrukturierung im Konzern nur bedingt aussagekräftig. Im September 2004 waren es also, mit allen Vorbehalten noch 220.000 - nach 240.000 im Oktober 2002. Nach unseren Erkenntnissen dürften inzwischen im Zuge der natürlichen Fluktuation weitere 12.000 Stellen unbesetzt geblieben sein, so dass der Personalstand bei 208.000 stehen könnte.
Die nun bevorstehende Zusammenlegung von Paket und Briefdienst haben wir bereits im August 2003 berücksichtigt, ebenso wie den vorgezogenen Wegfall des Briefmonopols in 2005 - unser Personalziel für die Deutsche Post in Deutschland steht daher jetzt bei 196.900. Weil uns keine neuen Ist-Zahlen vorliegen, bleiben wir vorsichtig und erachten den nun bevorstehenden Personalabbau als bereits berücksichtigt.

 absehbar
20.000

 13.03.2007 Rohde, Schuhfabrik, Schwalmstadt, hat Insolvenz beanragt. Betroffen sind weltweit 3.000, in Deutschland über 600 Mitarbeiter.

630

 13.03.2007 Patrol Holding Export und Import, Patrol Holding GmbH, Holding GmbH & Co KG Schleizer Sicherheitsdienst, Patrol Sicherheitsdienst - eine Firmengruppe mit insgesamt 283 Mitarbeitern steht in Insolvenz. Tragisch, weil die letzten Löhne erst kurz nach dem Insolvenzantrag ausbezahlt wurden, fordert der Insolvenzverwalter das Geld jetzt von den Beschäftigten zurück.

Lesen Sie den Artikel: Sauer Verdientes in der Konkursmasse

 283

 13.03.2007 Zehetner Bau, Bauunternehmen, Ottering, hat Insolvenz beantragt. Davon sind auch zahlreiche Handwerksbetriebe aus dem Landkreis betroffen. Betroffen 17 Mitarbeiter aus zwei rechtlich selbständigen Unternehmen.

17

 13.03.2007 Condomi, Kondome, Köln, die Börsenblüte Condomi ist geplatzt. Das Finanzamt Köln Nord hat Insolvenzantrag über das Vermögen der AG .Damit wurden nicht nur Anlegergelder und Öffentliche Fördermittel verbrannt, es sind sicher auch etliche Arbeitsplätze vernichtet wurden. Wie viele? Wir schätzen: 300

 geschätzt 300

 12.03.2007 Rosenthal, Porzellan, Selb, 380 von 1.750 Arbeitsplätzen werden abgebaut. Schon in den letzten beiden Jahren waren 300 Stellen abgebaut worden - davon hatten wir nur 100 erfasst, so dass nun insgesamt 500 Jobs zu melden sind.

 500

 12.03.2007 Rosenthal GmbH & Co. KG, Zellstoff, die Zahl der Mitarbeiter ist im letzten Jahr "in geringem Umfang" zurückgegangen. Wir schätzen: um 10

geschätzt 10

 12.03.2007 Dokumentation Ladensterben
Dr. Harald Wozniewski aus Karlsruhe dokumentiert das Ladensterben in Karlsruhe - und bittet um Mithilfe für eine bundesweite Dokumentation aufgelassener Ladengeschäfte.

Hier geht es zu seiner auch ansonsten sehr informativen und wichtigen homepage:
http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/karlsruhe-innenstadt.htm
 
 12.03.2007 Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, Seelenheil, plant Strukturveränderungen. Die 50 bestehenden Orts-Kirchengemeinden sollen zu fünf Kirchengemeinden (Ruppin, Wittstock, Wustrau-Radensleben-Protzen, Walsleben-Wildberg,Rheinsberg-Zechlin) zusammengeschlossen werden. Das wird - nach und nach - etliche Stellen sparen.
Wir schätzen: 25

geschätzt 25

 12.03.2007 Goldback GmbH (ehem. Hofmeister), Bäckerei, Cottbus, die Produktion in Cottbus wurde eingestellt. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter. Die hatten wir aber schon mit der Hofmeister-Insolvenz in 2006 gemeldet.

endgültig aus

 12.03.2007 Miele, Weiße Ware, Gütersloh und anderswo, die Wäschetrocknerfertigung soll zum Teil nach Tschechien verlegt werden. Stellenabbau in D soll es nicht geben. Wir notieren, dass es Ende 2006 knapp 5.000 Beschäftigte in Gütersloh und rund 10.600 in Deutschland gab. Weltweit waren es 15.400 - und sehen in einem Jahr wieder einmal nach den Zahlen.

Auslagerung ohne Abbau?

 12.03.2007 Volksbank Sauerland, neuer Name für fusionierte Banken,  Volksbank Arnsberg-Sundern und Volksbank Sauerland fusionieren. Die durch Synergieeffekte entfallenden Stellen sollen sozialverträglich abgebaut werden. Zahlen gibt es keine, wir schätzen also, dass ca. 50 Bankerjobs entfallen.

geschätzt 50

 12.03.2007 Belziger Krankenhaus, Gesundheitswesen stationär, Belzig, soll verkauft werden.
Das wird nicht ohne Personalabbau abgehen.

Hier ein paar Gedanken zur Privatisierung von Krankenhäusern: Die Wunderheiler
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD7.html

Vorwarnung

 12.03.2007 Eisenacher Landeskapelle samt Sängerensemble des Landestheaters Eisenach, soll aufgelöst werden. In Eisenach soll nur noch Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater. auf die Bühne kommen. Schauspiel und Musiktheater sollen aus Meiningen kommen. Das kostet in Eisenach 80 Kulturjobs.

80

 12.03.2007 Rewe, Einzelhandelskonzern, Hungen, Lagerhaltung und Vertrieb werden umstrukturiert, in Hungen werden voraussichtlich 150 von 950 Arbeitsplätzen entfallen. Wer die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, darf in Dietzenbach weiterarbeiten. 17 Jobs müssen dort besetzt werden, und 100 befristete Arbeitsverträge laufen aus ..., das nehmen wir als Anhaltspunkt

100

 08.03.2007 Oster, Möbelhersteller, Dohr, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind nach unserer Schätzung ca. 200 Mitarbeiter

200

 08.03.2007 Staatskapelle Halle, Klangkörper, Halle a.d. Saale, Aufregung um tatsächlichen und angeblichen, schon zugegebenen und noch nicht offiziellen Stellenabbau.
Ganz nach dem Motto, im Grunde reicht eine Mundharmonika, will die Stadt ihre Haushaltsprobleme auf der Ausgabenseite durch Einsparungen bei der Kulturförderung verringern.

Unstrittig ist wohl, dass um ehedem 197 Musikanten ging. Durch Orchesterfusion wurden daraus nun 172. Dass es Vorstellungen gibt, das Orchester auf 105 bzw. 103 Musiker schrumpfen zu lassen, ist nun die eine Aussage, während die andere Aussage lautet, es gäbe bisher nur den Beschluss aus dem Jahre 2003, wonach die Zahl der Musiker bis Ende 2007 auf 152 reduziert werden soll. Alles darüber hinausgehende seien nur Pläne, die dem Stadtrat noch gar nicht zur Entscheidung vorgelegt worden seien. (als ob es darauf ankäme)

Wir melden die beschlossenen 45 - und geben Vorwarnung für weitere 47.

45

 08.03.2007 Syring, Bauunternehmen, Bad Wildungen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 08.03.2007 Allianz. Geld, München, auch die Allianz kommt mit dem Personalabbau gut voran. Von ehedem 40.000 Mitarbeitern in Deutschland waren Ende 2006 noch 32.300 an Bord. Damit sei, so heißt es, die rund die Hälfte des geplanten Abbaus von 5.700 Stellen erreicht. Das heißt, es werden noch weitere 2.850 Stellen verloren gehen und das Personalziel auf 29.450 Mitarbeiter eingestellt.

Nun, das haben wir alles schon gemeldet. Jetzt wird nur noch bestätigt.

Bestätigung

 06.03.2007 Leder Gabler, Einzelhandel, Frankfurt/M., schließt Ende des Monats. Aus verlässlicher Quelle hörten wir, dass davon 50 Mitarbeiter betroffen sind.

 50

 06.03.2007 KN Handelsgesellschaft mbH (KN=Kober-Nerb), Immobilienfonds-Treuhänderin, Ihrlerstein, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind nach unserer Schätzung bis zu 5 Mitarbeiter.

 geschätzt 5

 06.03.2007 Cinemateq, Heimkino- und Kabelspezialist, München, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind nach unserer Schätzung ca. 40 Mitarbeiter.

geschätzt 40

 06.03.2007 Voith Papier Fiber Systems (VPR), Papierhersteller, Ravensburg, 15 Werksmonteureder Voith Paper GmbH und weitere 50 Mitarbeiter bei der VPR sollen entlassen werden.

65

 06.03.2007 FFT, Fertigungsstraßen für Autohersteller, Mücke, 21 von 350 Jobs werden abgebaut.

 21

 03.03.2007 König Ludwig - die Tragödie nimmt kein Ende
Das König-Ludwig-Musical zu Füssen spielt nicht mehr. Wir haben die letzte Pleite in 2003 gemeldet. Nun ist die Insolvenz wiederum kaum noch aufzuhalten.

Déjà vu

 03.03.2007 Eden-Werk, Saft- und Honigfabrik, Hünfeld, die Saftabfüllung soll eventuell geschlossen werden. Die Entscheidung fällt im Herbst.

 Vorwarnung

 03.03.2007 CKF Gebäudetechnik, Wolfsburg, steht in der Insolvenz. Betroffen sind 23 Jobs Mitarbeiter.

23

 03.03.2007 Sispa, Verschlüsse, Pansdorf, wird komplett nach Litauen verlegt. 95 Mitarbeiter werden entlassen.

95

 03.03.2007 Hela-Baumarkt, Ingelheim, wird geschlossen. 30 Mitarbeiter müssen sich nach einer neuen Stelle umsehen.

30

 03.03.2007 Hammerstein, Automobilzulieferer, Merscheid, 328 von 775 Arbeitsplätzen werden abgebaut. Ein neu errichtetes Werk in Rumänien machts möglich.

 328

 03.03.2007 TLG, (eine) Immobilienvermögensverwaltungsgesellschaft des Bundes, soll privatisiert werden (Ausverkauf von Tafelsilber) das Unternehmen, das mit einem Immobilienbestand von deutlich über 1 Milliarde Euro der größte Immobilienbesitzer in Ostdeutschland und Berlin ist, wird wohl an ausländischen Finanzinvestoren abgegeben. Im Vorfeld wurden bereits 700 von einst 1.200 Mitarbeitern abgebaut, 2008 sollen es nur noch 350 sein.

850

 28.02.2007 Fleischwarenfabrik Willershausen, Lohra, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 28.02.2007 Haushaltswaren Heese, Bad Oeynhausen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - nach unserer Schätzung etwa 10 Mitarbeiter.

Aussagen des Inhabers:
Eine Kaufzurückhaltung wie in den vergangenen vier, fünf Jahren habe ich noch nie erlebt. Statt neue Geräte zu kaufen, haben sich die Kunden oftmals für eine teure Reparatur entschieden.

geschätzt 10

 28.02.2007 Ernst Beck Textil-Produktions- und Vertriebsgesellschaft und Befatex GmbH, Reutlingen, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 84 Mitarbeiter.

84

 28.02.2007 Frank Walder, Damenoberbekleidung, Münchberg, hat 205 Mitarbeiter entlassen.

205

 28.02.2007 Schoedel, Weberei, Strickerei, Münchberg, hat 80 Mitarbeiter entlassen. Das haben wir aber schon vor einem Jahr, mit der Ankündigung der Auslagerung nach Tschechien berücksichtigt.

 kalter Kaffee

 28.02.2007 Pelzer, Automobilzulieferer, Wittten-Annen, Kreditrückforderungen der Bank lassen die Insolvenz befürchten. Weltweit beschäftigt Pelzer rund 4.000 Mitarbeiter in der Herstellung von Akustik-Elementen (Dämmstoffe). In Witten gibt es 350 Jobs, aber Pelzer hat noch weitere Werke in Deutschland. Wobei Pelzer im Grunde nicht mehr Pelzer ist, sondern seit Ende letzten Jahres nur noch Renditeobjekt der Beteiligungsgesellschaft MVB. Nachdem die Beteiligungsgesellschaft offenbar nicht Willens ist, eine Einigung mit der Bank zu erzielen, gehen wir davon aus, dass das Unternehmen übergeordneten Profitinteressen geopfert wird und schätzen, dass in Deutschland dabei etwa 2.000 Jobs verloren gehen

 geschätzt 2.000

 28.02.2007 Hempel, Modehaus, Gifhorn, Salzgitter, Wolfsburg, die Häuser in Gifhorn und Salzgitter werden geschlossen. Das kostet 55 Arbeitsplätze.

55

 28.02.2007 Telekom
55.000 Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen und, bei verlängerten Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, in eine Tochtergesellschaft überführt werden. Es stehen 40 bzw. 40,5 Stunden pro Woche, statt bisher 34,5 Wochenstunden auf der Agenda - das sind 17,5 Prozent unbezahlte Mehrarbeit. Als Trost wird eine Jobgarantie für fünf Jahre ausgesprochen. Dass während dieser fünf Jahre die natürliche Fluktuation wirken wird und unmittelbar danach eine Entlassungswelle bevorsteht, kann niemand bezweifeln. Die Beschäftigung bei der Telekom nimmt weiter ab. Weil die Kunden abwandern, und weil die Technik immer weniger Personal erfordert. Im Klartext bedeutet diese Entscheidung, dass rund 8.000 Telekom Mitarbeiter in den nächsten fünf Jahren (+1 Tag) entsorgt werden.

Das ist im Gesamtabbauplan enthalten, nur für die Methode hat man sich erst jetzt entschlossen.

Konkretisierung

 28.02.2007 Leipzig, Kommune, die Bundeszuweisungen an die ARGE (Arge ist eine der vielen neuen Verwirrnamen für das, was früher Arbeitsamt oder Sozialamt war) wurden um 9 Millionen Euro gekürzt. Die fehlen jetzt bei Weiterbildungen und Eingliederungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose. Nun werden 400 ABM-Stellen gestrichen. Das sind zwar keine Jobs, aber wer eine ABM-Stelle hat, wird nicht als arbeitslos gezählt, wer keine hat, und auch sonst nicht als Billiglöhner verheizt werden kann, der schon. Melden wir also.

400

 27.02.2007 Frankfurt, Kommune, nicht Frankfurt an der Oder, sondern Frankfurt am Main muss auf Geheiß der Landesregierung (Koch, Hessen) jährlich 2 Prozent der Stellen abbauen. Die Stadt sieht das nicht ein und entgegnet, es würden sogar 500 neue Stellen benötigt - wir fürchten, das Lamentieren wird nicht helfen und setzen für die ersten drei Jahre 3 x 2 Prozent, also 500 der jetzt 8940 besetzten Stellen, als absehbar vernichtet an.

 vorerst 500

 27.02.2007 Schwarz Pharma, Pillen und so, Monheim, baut eine von vier Außendienslinien in Deutschland ab, was bis zu 100 Stellen kosten wird.
Dies ist eine Folge der Übernahme durch den belgischen UCB Konzern. Weitere Stellenstreichungen in d
en USA sind beschlossen und in Deutschland langfristig zu erwarten.

 vorerst 100

 27.02.2007 Lampertheim, Kommune, der Haushalt macht Probleme - die FDP sieht 21 überflüssige Stellen als Dispositionsmasse und auch die CDU hält Personalabbau in der Stadtverwaltung für möglich. Der hessische Rechnungshof sieht 11,85 Stellen als einsparbar an, durch Arbeitszeitverlängerung kommen 6,5 dazu und wenn bezahlte Freistellungen entfallen (Kirchweihmontag, Fastnachtsdienstag-Nachmittag, Betriebsausflug) dann sind das weitere drei eingesparte Stellen, zumindest auf dem Papier. Wir sehen 20 Jobs als absehbar verloren an.

20

 23.02.2007 ZF Lemförder, Automobilzulieferer, Dielingen, Diepholz, Wagenfeld, konnte den Umsatz um 14 Prozent auf 2,6 Milliarden steigern. In Deutschland werden in Diepholz und Wagenfeld 62 Stellen in der Produktion gestrichen, in der Zentrale 45 Entwicklerstellen aufgebaut. Per Saldo minus 17. Doch ZF Lemförder baut derzeit ein neues Werk in der Slowakei - Vorwarnung für weiteren Abbau in Deutschland.

17
+Vorwarnung

 23.02.2007 Telekom

Auslagerung von 60.000 Jobs - was heißt das?

Wenn die Telekom Tochtergesellschaften gründet, um dorthin 60.000 Mitarbeiter auszulagern, was ja auch Geld kostet, dann kann sie das nur anstreben, weil sie sich erhofft, dadurch Kosten zu sparen. Insgesamt will die Telekom bis 2010 ihre jährlichen Kosten um 5 Milliarden Euro senken. Ein großer Teil davon wird sich aus ersparten Personalkosten ergeben müssen.

Vorwarnung

 23.02.2007 Initial Textil Service, Wäscherei, Trossingen,  130 von 400 Stellen werden gestrichen. Es ist eben billiger, Krankenhauswäsche in Polen oder Tschechien waschen zu lassen, als vor Ort.

130

 23.02.2007 Drauz-Nothelfer, Karrosseriebau, Heilbronn, die Mutter Thyssen-Krupp streicht 445 Arbeitsplätze bei der Tochter. Außerdem soll eine kleinere Tochtergesellschaft in Fulda mit 54 Mitarbeitern verkauft werden. Drauz Nothelfer muss künftig mit nur noch 1700 Mitarbeitern auskommen, davon 500 am Stammsitz Heilbronn.

Das ist aber nur ein Teil des Personallabbaus. Als Drauz und Nothelfer von Thyssen-Krupp zusammengelegt wurden, gab es noch 2.900 Stellen. Wir haben bisher den geplanten Abbau von 1022 Stellen*) gemeldet. Bleiben heute noch 178 nachzutragen.

*) Eigentlich ein Fehler, denn wir haben die bekanntgegebenen 511 zwei Mal erfasst, einmal im Januar, einmal im August 2005 - aber nun gleicht sich das wieder aus.

178

 22.02.2007 WFK Comforthaus GmbH, Bauträger, Fritzlar-Homberg, steht im Insolvenzverfahren.Geschädigt sind 40 Handwerksbetriebe und rund 15 Bauherren.
Wir schätzen, dass zudem etwa 5 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 5

 22.02.2007 Shell, Ölmulti, Welt, die Deutsche Shell will sich vom Heizölgeschäft trennen. Insgesamt 720 Mitarbeiter sind in Deutschland damit beschäftigt, die Heizöltanks der Kunden zu füllen. Das Privatkundengeschäft soll nun ganz den Heizölhändlern überlassen werden. Die Gewerkschaft glaubt, dass mehrere hundert Mitarbeiter den Job verlieren werden. Für die 200 Verwaltungsangestellten scheint das ziemlich sicher, für die 400 direkt im Privatkundengeschäft Tätigen schätzen wir, dass sich etwa ein Drittel als überflüssig erweisen wird.

geschätzt 333

 22.02.2007

Magdeburg, Kommune, es ist so schlimm, dass im Sommer die Freibäder geschlossen bleiben müssen. Die Parkgebühren werden verdoppelt, Mitarbeiter entlassen - denn das Landesverwaltungsamt hat verfügt, dass die Stadt jährlich 20 Millionen Euro sparen muss. Wir schätzen, dass das mindestens 300 Jobs kosten wird.

Stellen Sie sich vor, wir hätten keinen Aufschwung! Nicht auszudenken.

 geschätzt 300

 21.02.2007 Xerox, Kopiergeräte, die Deutschland Niederlassung muss Federn lassen. Etwa150 Stellen sollen gestrichen werden.

150

 21.02.2007 Weimann, Ladenbau, Selmsdorf, entlässt 22 von 117 Mitarbeitern, weil der Aufschwung an diesem Unternehmen spurlose vorübergeht.

 22

 21.02.2007

Bauknecht, Waschmaschinen, Schorndorf, eine Beschäftigungsgarantie bis 2010 sichert 1.000 Jobs, musss jedoch mit Lohnverzicht bezahlt werden. Der Eigner, das US Unternehmen "Whirlpool", der auch in Mexiko Waschmaschinen produzieren lässt, erreicht damit, dass die in Deutschland hergestellten Geräte sich trotz der niedrigen mexikanischen Löhne, des starken Euro und der gestiegenen Transportkosten in den USA mit guten Gewinnen verkaufen lassen.

Ist das noch lustig?

Export-
Weltmeister

 21.02.2007 MTU,  Triebwerkshersteller, München, die Verlagerung von Teilen der Produktion nach Osteuropa steht bevor, nun sollen durch verstärktes Outsourcing weitere 50 bis 100 Arbeitsplätze entbehrlich machen. Dazu wird die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche angestrebt. So lebt es sich, wenn US-Finanzinvestoren ein Unternehmen übernommen haben.

weitere 75

 21.02.2007 Brauerei Rolinck, Burgsteinfurt, nach Übernahme durch Krombacher sind 26 von 107 Stellen überflüssig.

26

 21.02.2007 InnoMasch Herzog, Textilmaschinen, Helmbrechts, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 28 Mitarbeiter.

28

 21.02.2007 Uniklinikum, Gesundheitswesen stationär, Mainz, Verwirrspiel: Im November letzten Jahre wurde beschlossen, 580 der 4.000 Stellen abzubauen. Heute heißt es, das Klinikum beschäftige derzeit etwa 6.000 Mitarbeiter. Von diesen sollen noch in diesem Jahr 185 gestrichen werden.

Vermutlich waren die 4.000 Stellen sogenannte Vollzeitstellen, von denen etwa die Hälfte als Halbtags-Teilzeit doppelt besetzt waren. Wir sehen uns veranlasst, die 580 Vollzeitstellen aus dem letzten Jahr im entsprechenden Verhältnis auf 870 Mitarbeiter hochzurechnen und folglich 290 abgebaute Arbeitsplätze nachzumelden.

weitere 290

 19.02.2007 Horstmann, Einrichtungshaus, Lübeck, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 7 Mitarbeiter.

 7

 19.02.2007 Sozialkonzept, Pflegeheimkonzern, Hannover, wird mit allen 18 Pflegeheimen an die Bad Homburger Pflegeholding "Casa-Reha" verkauft, die mehrheitlich US-amerikanischen Finanzinvestoren (Advent) gehört. "Mitverkauft" werden die Bewohner, die bringen ja schließlich die Kohle. Der Verkäufer meinte übrigens, seine Pflegeheime seien "wirtschaftlich erfolgreich", der Verkauf hätte private Gründe. Insgesamt sind in den 18 Heimen und der zentralen Verwaltung rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zentrale mit 50 Stellen wird wohl weitgehend aufgelöst.
Siehe dazu auch den folgenden eigenen Artikel

geschätzt 40

 19.02.2007 Bayer-Schering, der jetzt angekündigte Stellenabbau entspricht nur dem, was schon Ende 2005 / Mitte 2006 zu hören war.

aufgewärmt

 16.02.2007

Der Aufschwung in 2006 war noch nocherer als sowieso schon ...
Der Maschinenbau hat 20.000 neue Jobs geschaffen ...

Das habe ich doch nicht geträumt, das waren doch die Schlagzeilen dieser Woche.

Warum also spricht das Statistische Bundesamt in seiner heutigen Pressemitteilung nicht vom Aufschwung und nicht vom Maschinenbau, sondern vom Verarbeitenden Gewerbe?

Und warum erzählt das Statistische Bundesamt, im Verarbeitenden Gewerbe habe es 2006 einen Personalabbau um 33.000 Personen (0,6 Prozent) gegeben?

Ist das Statistische Bundesamt ein Spiel- und Spaßverderber?

Wirklich nicht! Es sagt ja auch, dass es dem Verarbeitenden Gewerbe gut geht. Der Umsatz ist um 6,5 Prozent gestiegen. Sogar die Zahl der Arbeitsstunden ist leicht, um 0,1 Prozent gestiegen. Die Entgelte sind um 1,8 Prozent gestiegen, vom Gesamtumsatz gingen 664,8 Milliarden (+10,1%) in den Export, 920,9 Milliarden blieben im Inland. Das ist doch der Aufschwung, oder was?

Und, ganz ehrlich, Sie würden doch auch nicht nach mehr Arbeit schreien, wenn Sie die Löhne aus Ihrem Gewinn bezahlen müssten, oder?

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=942310&ressort=1

Hintergrund

 16.02.2006 Alcatel-Lucent, Kommunikationstechnik, Frankreich, nach der Fusion, als 5.600 Alcatel und 1.400 Lucent Mitarbeiter in Deutschland zusammengeworfen wurden, war klar, dass Stellen abgebaut werden müssen. Am 3. April 2006 schätzten wir den Abbau auf 10%, also 700 deutsche Arbeitsplätze. Der damalige Hinweis, dass bei dieser Schätzung der deutsche Hochlohnland-Aspekt noch nicht berücksichtigt sei, erweist sich nun als berechtigt. Insgesamt sollen in D jetzt 1.000 Jobs wegfallen. Wir haben also 300 nachzumelden.

weitere 300

 15.02.2007 Bistum Passau, Seelenheil, kath., die Kirchensteuereinnahmen steigen wieder, aber auch der Klerus scheint Geiz inzwischen für geil zu halten - man gönnt sich ja sonst nichts. Jedenfalls wird weiter eisern gespart und das Budget von 78,9 auf 76 Millionen heruntergefahren, gerade so, wie es sich die McKinseys ausgedacht haben.
Wir hatte in 2004 den Abbau von 85 Vollzeitstellen gemeldet - und legen heute noch einmal 45 nach, die nach unserer Schätzung im nächsten Jahr sozialverträglich und unter Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden müssen - wenn das Budget eingehalten werden soll.

geschätzt 45

 15.02.2007 Zurich Financial Services, Versicherungsgruppe, Schweiz, im Februar 2006 meldeten wir, 600 der damals noch 6.080 Stellen in Deutschland seien in Gefahr. Heute sind noch 5.700 übrig, und davon sollen aktuell weitere 1.000 abgebaut werden - wir melden weitere 780.

weitere 780

 15.02.2007 Rafalcik, Fleischerei, Fröndenberg, hat Insolvenz beantrag, damit soll, so der Metzgermeister, aber lediglich die Rechtsform der GmbH aus der Welt geschafft werden. Im Übrigen soll alles so weiterlaufen wie bisher. Wir halten das für ein äußerst fragwürdige Erklärung und fürchten, dass die 14 Arbeitsplätze im Zuge des Involvenzverfahrens verloren gehen.

Vorwarnung

 15.02.2007 DISA (ehemals Badische Maschinenfabrik), Karlsruhe, wird Ende März geschlossen. Betroffen sind 70 Mitarbeiter.

70

 15.02.2007

Universität Bonn, Hochschule, Bonn, Bildung ist ebenso wichtig, wie der Sozialstaat, um beide erhalten zu können, muss man sie demontieren. Die Uni Bonn hat das eingesehen und baut heuer 100 Stellen ab. Ursache: steigende Kosten - auch die gestiegene Mehrwertsteuer, und fehlende Gelder des Landes.

Die kostendeckende Studiengebühr wird kommen, auch dieser Schritt ist ein kleiner Schritt auf dem Weg dahin.

Das hat drei positive Aspekte: 1. Die Länder sparen sich die Ausgaben für die Universitäten, 2. Es werden sehr viel weniger Studienplätze gebraucht, 3. Die Erb-Eliten bleiben unter sich.

...und dass die bekannten Bedenkenträger schon wieder negative Folgen an die Wand malen, bringt die Republik schließlich auch nicht vorwärts.

100

 14.02.2007 Thüringen, Bundesland mit Freistaatstatus, die CDU (und die regiert in Thüringen) hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die kompletten Verwaltungsaufgaben im Freistaat, von den Kommunen bis zu den Landesministerien auf Einsparungspotentiale untersuchen soll. Zielsetzung: Bis 2020 soll Thüringen mit 40.000 Beschäftigten im Landesdienst auskommen. Was bei Kommunen und Kreisen eingespart werden soll, ist noch nicht bekannt.

Das Potential:
Mitte 2004 gab es in Thüringen 129.000 besetzte Stellen bei öffentlichen Arbeitgebern. Davon 69.000 beim Land, 38.000 bei den Kommunen, 2.000 bei Zweckverbänden, 8.000 beim Bund und 12.000 im mittelbaren öffentlichen Dienst.

Zu den 69.000 Landesbediensteten haben wir bisher Abbaupläne in Höhe von 7.800 Stellen erfasst. Bleiben bisher 61.200 übrig - mit dem jetzt ins Auge gefassten Abbau auf 40.000 Stellen müssen also weitere 21.200 Stellen des Landes vernichtet werden. Die nehmen wir heute als angekündigt und absehbar in die Statistik auf.

21.200

 13.02.2007 Sparkasse Oberhessen, Geld, Lauterbauch, vor einem Jahr fusionierten die Sparkassen Wetterau und Vogelsbergkreis. Das ist uns entgangen. Heute erfahren wir, die damalige Zusage, eh werde in den ersten beiden Jahren keine fusionsbedingten Kündigungen geben, werde eingehalten. Das Institut hat 1179 Mitarbeiter - 35 bis 50 dürften jährlich durch die natürliche Fluktuation abgehen - und danach wird dann noch einmal gesiebt. Wir schätzen, dass die Fusion unter dem Strich doch Synergieeffekte in der Größenordnung von 100 Stellen bringen wird.

geschätzt 100

 13.02.2007 Stendal, Kommune, mit der Verabschiedung des Haushalts wurde auch eine Kürzung des Personaletats um 100.000 Euro beschlossen. Das ist nicht viel, aber wir gehen davon aus, dass letztlich doch 3 Stellen auf der Strecke bleiben.

geschätzt 3

 13.02.2007 Sanmina-SCI, Leiterplattenfertigung, Karlsruhe, die kalifornischen Eigner wollen die Fabrik schließen, die sie erst vor zwei Jahren von Siemens gekauft haben. Betroffen sind 270 Mitarbeiter.

270

 13.02.2007 Amt für Landwirtschaft, Bützow , wird aufgegeben. Damit verschwindet der bislang größte Arbeitgeber mit rund 100 Stellen aus der Stadt. Aber das ist nur eine Maßnahme aus dem gesamten geplanten Stellenabbau des Landes.

 Konkretisierung

 13.02.2007 Ethicon, medizinisches Nähzeug, Norderstedt, die amerikanische Johnson & Johnson-Gruppe zieht sich aus Norderstedt zurück und baut in Belgien einen neuen Lagerstandort auf. Betroffen sind 110 Jobs in Deutschland.

110

 13.02.2007 Lucia, Strickwaren, Lüneburg, am 2. Februar vermeldeten wir, dass die Hälfte der 520 Stellen abgebaut wird. Doch noch weigern sich die Banken den Sanierungsplan mitzutragen. Das kann des völlige Ende bedeuten.

Vorwarnung

 13.02.2007 WECO , Polstermöbel, Leimbach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 300 Mitarbeiter.

300

 13.02.2007 Rüsselsheim, Kommune, in Rüsselsheim nagt nicht nur GM an den Arbeitsplätzen, auch die Stadt selbst will Beschäftigte abbauen. Die Grundlage liefert die sog. Rürup-Studie mit einem 55 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog, dessen Umsetzung nicht nur neue Privat-Public-Partnership-Lösungen zur Verschleuderung von öffentlichem Eigentum vorsieht, sondern auch auf den Abbau von 400 Stellen hinausläuft.

400

 13.02.2007 Landeskrankenhaus Lüneburg, Gesundheitswesen stationär, Lüneburg, die Stadt kauft das Landeskrankenhaus - das ist gut(!) - und wird 40 Vollzeitstellen abbauen. Das ist weniger gut. Und wie sich das geplante Geflecht aus der Gesundheitsholding GmbH und der Psychiatrische Kliniken GmbH verhalten wird, wenn die Stadt letztlich doch nur Bürgschaftsgeberin ist, wird die Zukunft zeigen.

40

 12.02.2007 Krankenhaus Süd, Krankenhaus Priwall, Lübeck, vor 5 Jahren übernahm die Sana AG die Kliniken von der Stadt. Von 850 Arbeitsplätzen wurden seitdem 150 abgebaut - ohne Kündigungen, versteht sich.

150

 12.02.2007 Bundesagentur für Arbeit, Statistikerstellungsbehörde, Deutschland, mehrere Fachvermittlungsabteilungen sollen geschlossen werden. Es geht um die landwirtschaftlichen Fachvermittlungen Eberswalde, Wittenberg, Würzburg, Friedberg und Hannover, sowie im die Fachvermittlungen für Binnenschiffer, Pferdezucht, Kneipp-Bademeister und Masseure. Vorsichtig geschätzt dürfte so eine Fachvermittlung durchschnittlich 30 bis 40 Mitarbeiter beschäftigt habe, somit belastet die BA den Arbeitsmarkt mit schätzungsweise 300 gestrichenen Stellen.

geschätzt 300

 09.02.2007 Siekertal-Klinik, Bad Oeynhausen, die Betriebsgesellschaft hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - geschätzt - 80 Mitarbeiter.

geschätzt 90

 09.02.2007

Braunschweig, Kommune, das „Wunder von Braunschweig“
Ein neugewählter Bürgermeister hat vor gut fünf Jahren 330 Millionen Schulden von seinem Vorgänger übernommen.
Dann hat er für 450 Millionen Euro 74,9 Prozent der Stadtwerke verkauft,
für 112 Millionen die Entwässerung, für 15 Millionen die Müllabfuhr, für 9 Millionen Anteile an der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und weitere 35,4 Millionen hat er durch den Verkauf von Immobilien hereingeholt.
Das sind insgesamt 620 Millionen. Mit diesen Erlösen ist es ihm gelungen, die Verschuldung um 154 Millionen auf 176 Millionen zu senken. Er hat also 466 Millionen in den Haushalt gebuttert und dafür Volksvermögen an Investoren abgegeben, die sich sowohl ihr Geld, wie auch einen satten Gewinn innerhalb weniger Jahre über Gebührenforderungen und durch Sparmaßnahmen (Leistungseinschränkungen und Personalabbau) wieder hereinholen werden.

Aber der "Wunderheiler von Braunschweig" hat es mit dem Ausverkauf der städtischen Einrichtungen nicht bewenden lassen. Er hat zudem noch 700 von 4000 Stellen in der Verwaltung abgebaut und will noch weitere 200 einsparen.

900

 09.02.2007 Euler Hermes, Kreditversicherung, Hamburg, will 300 von 2000 Stellen in Deutschland abbauen.

300

 09.02.2007 Asbach, Weinbrandbrennerei, Rüdesheim, hat 31 Kündigungen ausgesprochen.

31

 09.02.2007 Siemens-VDO, Automobilzulieferer, Deutschland, gestern haben wir noch angenommen, es ginge um insgesamt 300 Stellen in Karben und Wetzlar - nun sollen es, nach Gewerkschaftsangaben 900 werden. Wir haben 600 nachzumelden.

weitere 600

 09.07.2007 Xella, Betonwerk, Wesel, wird geschlossen. Betroffen sind 93 Mitarbeiter.

93

 07.02.2007 Witten, Kommune, die Maßnahmen der kommunalen Arbeitsplatzvernichtung werden auch in Witten beherrscht. Schon im letzten Jahr ging die Zahl der Stellen um 139 zurück - bis 2012 sollen weitere 131 entfallen. Damit werden die Vorschläge der Gemeindeprüfungsanstalt aus dem Februar 2006 umgesetzt.

Konkretisierung

 07.02.2007 Siemens VDO, Automobilzulieferer, nach der Verlagerung der Würzburger Produktion nach Tschechien sind nun in Hessen (Karben und Wetzlar) rund 10 Prozent der Belegschaft zum Abbau freigegeben.

300

 07.02.2007 BBS, Automobilzulieferer, Schiltach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 1.200 Mitarbeiter.

1.200

 07.02.2007 Hotel Karlsbad, Hotel Rathaushotel, beide Oberwiesenthal, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind insgesamt 34 Mitarbeiter.

 34

 07.02.2007 Obst- und Gemüsezentrale GmbH und Co. Erzeugerorganisation KG, Glindow, steht in Insolvenz. Betroffen sind nach unserer Schätzung 3 Mitarbeiter.  

geschätzt 3

 07.02.2007 Severin, Kaffeemaschinen, Sundern, muss 17 Mitarbeiter entlassen.  

17

 05.02.2007 Steinland Rieß, Grabsteingroßhandel, Thiersheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 3 Mitarbeiter.

3

 05.02.2007

Brandenburg, Bundesland, zusätzlich zum geplant Abbau von 5.000 Stellen bis 2010 sollen bis 2012 mindestens weitere 2.700 Stellen, ggfs. auch per Kündigung, abgebaut werden. Ziel: statt bisher 54.600 Stellen künftig nur noch 45.000

Unser letzter Stand lag bei 50.141 für 2009 - wir haben also wieder einmal die ungebremste Fortsetzung der massiven Arbeitsplatzvernichtung der Öffentlichen Hände zu dokumentieren.


 8.11.2006

Brandenburg, Bundesland, um die überhitzte Binnenkonjunktur zu dämpfen, streicht das Land seinen Beamten das Weihnachtsgeld zusammen. Das soll in 2007 56 Millionen, danach jährlich 68 Millionen Euro sparen. Das entspricht rein rechnerisch der Kaufkraft und dem Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen von weiteren 1.500 Arbeitsplätzen.
Nebenbei wurde verlautbart, dass der Personalbestand des Landes mit derzeit rund 56000 Vollzeitstellen im Vergleich zu westdeutschen Ländern zu hoch sei.
Nur zur Erinnerung: Anfang 2000 hatte das Land noch 66.253 Stellen im Plan. Ende 2009 sollen es nur noch 50.141 sein, der Stellenabbau ist also voll im Plan. Und wie heißt es so schön:
Wer Arbeitsplätze schaffen will, muss Stellen abbauen ...oder so ähnlich.

weitere 5.141

 05.02.2007 Bundespolizei, Deutschland, (ja, auch Deutschland hat, wie die USA, eine Bundespolizei, und der Polizeichef heißt Schäuble.) Nun sind 40.000 Bundespolizisten verunsichert, denn es steht eine Strukturreform (also Stellenabbau) ins Haus. Wir schätzen, dass Schäuble liebend gerne alle 40.000 Polizisten aufgeben würde, wenn er dafür die Bundeswehr im Inneren einsetzen dürfte, aber weil das nicht kommt, wird er seine Hausmacht wohl eher ausbauen, als abbauen wollen.

Vorwarnung

 05.02.2007 Faurecia, Automobilzulieferer, Bad Abbach, die Franzosen verschieben den Prototypenbau von Bad Abbach nach Neuburg, von 29 Stellen gehen unterwegs 15 verloren.

15

 05.02.2007 Arvin Meritor, Abgas-Technologie, Augsburg, wird an eine amerikanische Investmentgesellschaft (OEP) verhökert. Neben der Angst vor Heuschreckenfraß kommt dabei heraus, dass die Belegschaft des ehemaligen Zeuner Stärker Werkes auch schon unter der Regie des amerikanischen Zulieferers Arvin Meritor, der das Werk 2003 übernommen hat, massiv Stellen verlor. 130 in 2004, weitere 60 in 2005 - wir fürchten, dass nun die restlichen 1200 in einem mehrstufigen Prozess zuerst ausgequetscht und dann mitsamt dem Standort weggeworfen werden - ob Gifhorn auch betroffen ist, ist uns noch unklar.
Melden aber zunächst einmal die 190, die schon gehen mussten. Der Rest ist Vorwarnung.

190
+ Vorwarnung für den ganzen Rest

 05.02.2007 Telekom, weitere Verschärfung des Sparkurses angedroht - wir warten konkrete Schritte ab.

neue Ansagen

 05.02.2007 Ruhr-Nachrichten, Verlag, Dortmund, 11 Drucker wurden quasi über Nacht entlassen.  

11

 02.02.2007 ICC exposé, Internetprovider, Sulingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - nach unserer Schätzung - ungefähr 2 Mitarbeiter.

geschätzt 2

 02.02.2007 Klinikum Region Hannover, regionale Klinikgruppe, will die Personalkosten (rund 300 Mio) um rund 10 Mio Euro senken. Das kostet nach Adam Riese exakt 200 Stellen.

rechnerisch 200

 02.02.2007 Jeyes (früher Globol), Haushaltschemikalien, Neuburg, die Produktion des von Engländern betriebenen Unternehmens in Neuburg wird geschlossen. Bereits 2004 hatte Jeyes - von uns unbemerkt - über 100 Stellen gestrichen. Die Firmenhomepage spricht von noch 250 Mitarbeitern, haben wir heute also 350 zu vermelden.

350

 02.02.2007 Diakonie-Gesundheitszentrum, Gesundheitswesen stationär, Kassel, große Investitionen in einen Neubau = Kostensenken = Personalabbau, von den 600 Stellen werden sich einige als überflüssig erweisen. Ein Verantwortlicher: Es ist ganz normal, dass weniger Mitarbeiter gebraucht werden, wenn es beispielsweise nur noch eine Küche gibt. Das klingt nach mehr. Wir schätzen, dass 50 Stellen entfallen.

geschätzt 50

 02.02.2007 Essent, Nuon, Energieversorger, Niederlande, fusionieren. Das kostet - sonderbarerweise - auch deutsche Arbeitsplätze. Denn Nuon hat 300 Mitarbeiter in Deutschland. Wir schätzen: 30

geschätzt 30

 02.02.2007 Lucia, Strickwaren, Lüneburg, 260 von 520 Arbeitsplätzen in Lüneburg werden gestrichen.

260

 02.02.2007

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hält den vom Deutschen Pflegerat in Folge der Gesundheitsreform prognostizierten Abbau von 30 000 Jobs in den Kliniken für realistisch.

Wir auch. Wir glauben allerdings, dass wir den größten Teil davon über Einzelmeldungen erfassen werden.

Trend

 02.02.2007

Cewe Color, Europas größter Fotoentwickler, Cewe-Color-Chef Rolf Hollander sagte, vergangenes Jahr seien 700 von 3700 Stellen abgebaut worden, 2007 solle das Werk in Berlin mit 70 Beschäftigten geschlossen werden.

Das hindert die Manager der Hedge-Fonds M2 Capital Management und K Capital Partners nicht, eine Sonderausschüttung erzwingen zu wollen. Nach Angaben des Unternehmens sollen 37 bis 120 Millionen Euro als Sonderdividende ausgeschüttet werden, das Geld soll sich Cewe über neue Schulden besorgen.

Politiker, die jetzt Krokodilstränen vergießen, sind Heuchler. Sie haben die Dämme, die so etwas verhindern sollten, doch erst eingerissen. Aber das merken die womöglich vor lauter sklavischem Fraktionsgehorsam schon gar nicht mehr, wofür sie da stimmen. 

 770

 01.02.2007 Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), Gesundheitskonzern, hat entschieden, dass sich die Kliniken Wolfhagen, Hofgeismar, und Bad Arolsen auf bestimmte Fachgebiete zu konzentrieren haben. Wieviel Geld gespart werden soll steht schon fest (nämlich soviel, dass der Verbund auch künftig schwarze Zahlen schreiben kann), worauf sich die Kliniken spezialisieren sollen, wird erst noch von Arbeitsgruppen erarbeitet. Überflüssig werdendes Personal soll durch die natürliche Fluktuation abgebaut werden. Wir schätzen, dass die vier betroffenen Kliniken bisher insgesamt rund 1000 Mitarbeiter beschäftigen, und dass davon etwa 200 entsorgt werden sollen.

 geschätzt 200

 01.02.2007 Bien-Zenker, Fertighaushersteller, Schlüchtern, die Politik zeigt Wirkung, der Wegfall der Eigenheimzulage und die Mehrwertsteuererhöhung schlagen eine tiefe Delle in den Auftragseingang, die mit Kurzarbeit alleine n nicht zu überbrücken ist. In Michelstadt und Schlüchtern kommt es zu insgesamt 27 Entlassungen.

 27

 01.02.2007 Bäckerei Gladen, Hemeran, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 60 Mitarbeiter.

60

 30.01.2007 BenQ, ausgeflaggte Siemens Sparte, Kamp-Lintfort, heute gehen die Lichter aus.

Endstation

 30.01.2007 E + M Bohr GmbH, Spezialbohrunternehmen, Hof, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 140 Mitarbeiter.

140

 30.01.2007 Duramotive, Automobilzulieferer, Großenlüder, entlässt 37 von 226 Mitarbeitern.

37

 30.01.2007

Airbus, Fluggeräte, Europa, nun rauschen die Jobs dahin, in Deutschland. Der Betriebsrat fürchtet den Abbau von 5000 bis 8000 der 23.000 Stellen in D, alleine in Hamburg könnten 2.500 bis 4.000 von 12.000 Stellen entfallen. Nun wird es eng und wir können unsere vorsichtige Prognose von 3.000 entfallenden Stellen in Deutschland nicht mehr halten.

  • Im Oktober hatte Airbus Deutschland noch rund 29,300 Mitarbeiter, davon waren 22.000 fest angestellt, 7.300 Leiharbeiter
  • Wenn es heute nur noch 23.000 Stellen gibt, dann müssen inzwischen 6.300 Stellen,
    wohl ganz überwiegend Leiharbeiter, abgebaut worden sein
  • Hinzu kommen ganz offensichtlich weitere 5-8.000 Stellen - wir legen uns in die Mitte
    und schätzen 6.500, die noch abzubauen sind
  • Das sind in Summe 12.800, davon haben wir bisher nur 3.000 erfasst, nun sind 9.800 nachzumelden.

18.10.2006 Airbus, Fluggerät,  Der Personalabbau kommt in Schwung. 22.000 Festangestellte und rund 7.300 Leih- bzw. Zeitarbeiter beschäftigt Airbus in Deutschland. Die ersten 300 Leihkräfte sind schon weg, Branchenkenner gehen davon aus, dass bis Weihnachten mindestens 2.000 Leiharbeitsverhältnisse beendet sein werden. Offiziell wurde bestätigt, dass vorerst die Verträge von 1.000 Leiharbeitern nicht verlängert werden. Zudem wird vielen Festangestellten die Arbeitszeit beschnitten (bis auf 28 Wochenstunden) was, wie auch eventuell noch mögliche Mehrarbeit, über Zeitkonten abgewickelt werden soll.

Das alles sind aber noch nur die ad hoc Maßnahmen, wie es mit Airbus in Deutschland und insgesamt weitergeht, steht noch in den Sternen.

weitere 9.800

 29.01.2007 Mitteldeutsche Diakonie, Wohlfahrtsverband, ev., zentralisiert sich und baut 21 von 96 Vollzeit-Verwaltungsstellen ab, die sich derzeit 116 Beschäftigte teilen. Wir melden also 25 verlorene Arbeitsplätze.

25

 29.01.2007 Airbus, Flugzeugbau, die Werke in Nordenham und Varel sollen dem Vernehmen nach verkauft werden. Wir hatten, unter Würdigung aller Aspekte, am 11.10.2006 den Abbau von 3.000 deutschen Airbus-Arbeitsplätzen angekündigt - und sehen uns mit jeder neuen Meldung ein Stückchen mehr bestätigt.

Bestätigung

 29.01.2007 Schloss Wachenheim AG, Sektkellerei, wird den Standort Böchingen faktisch aufgeben. Es wird wohl 50 betriebsbedingte Kündigungen geben.

50

 29.01.2007 Yakumo, Elektronikhersteller, stellt den Betrieb ein. Betroffen sind rund 50 Mitarbeiter.

50

 29.01.2007 NRW, Bundesland, zum Jahresbeginn wurden 38 Behörden und sonstige Einrichtungen des Landes aufgelöst. 4000 Mitarbeiter wurden in die Bezirksregierungen versetzt, 250 Stellen wurden gestrichen.  Das ist nicht mehr, als ein weiterer Schritt im konsequenten Abbau von Stellen in NRW. konsequente
Fortführung der Arbeitsplatz-
vernichtung in NRW
 25.01.2007 MÜNSTERSCHE ZEITUNG, Blatt des Medienhauses Lensing, hat seine Lokalredaktion verloren. Wie das passiert ist, ist lesenswert!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,461628,00.html

18

 25.01.2007 Ortenaukreis, Kreiskliniken, Gesundheitswesen stationär, 80 bis 100 Stellen fallen der Gesundheitsreform zum Opfer. Das haben die Verantwortlichen ausgerechnet.

80

 25.01.2007 Brandenburg, Bundesland
Bayern, Bundesland

Die beiden B-Länder leiden unter einer Waldarbeiter-Schwemme und bauen in den Forstbetrieben weiter massiv Stellen ab. Vermutlich lassen sich notwendige Arbeiten billiger von ausländischen Holzfällerkolonnen erledigen, die nur bei Bedarf eingesetzt werden. Vielleicht erledigen sie sich auch von selbst, wenn man sie nur lange genug liegen lässt - wer weiß?

Aber das haben wir längst in den Gesamtplänen aller Bundesländer erfasst - gegen deren katastrophalen Stellenkahlschlag die BenQ-Misere nichts als eine lächerliche Petitesse ist.

 Konsequenzen

 24.01.2007 proheq, ehemalls Hepp, Besteckfabrik, Birkenfeld, das von WMF übernommene Unternehmen war einst vorgesehen, die Aktivitäten der Marken Hepp und WMF-Hotel an einem Standort zu konzentrieren. Doch dieses Konzept muss neu überdacht werden, denn man hat entdeckt, dass in Birkenfeld dafür kein Platz ist. Kein Wunder, dass die Spekulationen blühen, sogar von einer drohenden Verlagerung nach Tschechien ist die Rede. WMF lässt wissen: „In den kommenden Monaten wird nichts passieren.“ Wir bleiben dran.

Vorwarnung

 24.01.2007 Pfizer, Potenzpillenmulti, nun ist es heraus. In Deutschland werden 760 von 5200 Mitarbeitern überflüssig. 440 in Feucht, 320 in der Deutschlandzentrale in Karlsruhe.
Wir haben 260 nachzumelden.

weitere 260

 23.01.2007

Roplasto, Fensterprofile, Bergisch-Gladbach, ausgesaugt und weggeworfen. Roplasto hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter. Ein Gewerkschaftssprecher hat den Eindruck, dass der Karren bewusst vor die Wand gefahren wurde. Wir hatten im Dezember 2004 über den ersten Akt der Tragödie berichtet und nun die letzten 81 Jobs nachzumelden

 1.12.2004Roplasto, Fensterprofile, Bergisch Gladbach, Restrukturierung, Personalkostensenkung, Stellenabbau. Hier geht es um 62 von 143 Jobs. Starke Quote. In Breslau gibt es seit kurzem ein Zweigwerk, in Tschechien eine Teilfertigung. Gemanagt wird Roplasto in Luxemburg - wo sich internationale Investoren über die Gewinne der Mutter-Holding "Solution für International Commerce SA" freuen.

Die zeigen uns, wie mans macht, die ausländischen Investoren. Von denen können wir gar nicht genug ins Land holen, Kapital-Multi-Kulti kennt keine Integrationsprobleme, keine Sprachprüfung und vor allem keinerlei Patriotismus.

81

 23.01.2007 ISE, Automobilzulieferer, Bergneustadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 2.600 Mitarbeiter. 1.900 davon in Bergneustadt, rund 700 an den Standorten Witten und Duisburg -deren Schließung - mit 1.000 Stellen, hatten wir schon im Oktober letzten Jahres vermerkt, so dass heute noch die 1.900 Jobs in Bergneustadt in die Statistik aufzunehmen sind.

1.900

 23.01.2007 Pfizer, Pillen, Salben, Tropfen usw., USA, streicht weltweit 10.000 Stellen. In Deutschland trifft es das Werk in Feucht bei Nürnberg, das verkauft werden soll. weil der Standort nicht mehr in die strategische Ausrichtung passt. 470 Mitarbeiter stehen vor einem Fragezeichen. Insgesamt beschäftigt Pfizer etwa 5000 Mitarbeiter in Deutschland. Wir schätzen, dass es in zwei Jahren mindestens 500 weniger sein werden.

geschätzt 500

 23.01.2007 DuMont Schauberg Konzern, Frankfurter Rundschau, Zeitung, Frankfurt, nach der Einverleibung in den DuMont Konzern wird nun ein Stellenabbau auf knapp unter 600 Stellen angepeilt. Das haben wir, zuletzt in Vermengung mit der DuMont-Gesamt-Personalstrategie, bereits erfasst. Wir freuen uns allerdings, dass die FR, als nach wie vor links ausgerichtetes Blatt, im konzernweiten Personalpoker dabei besser weggekommen ist, als ursprünglich angenommen, denn da hatten wir sie bereits bei nur noch 360 Arbeitsplätzen notiert.  Konkretisierung
 22.01.2007 Thomashütte, Ausflugslokal, Eppertshausen, ist in erheblichen Schwierigkeiten. Die Kaufkraft reicht einfach nicht mehr für alle gastronomischen Betriebe. 60 Beschäftigte versorgten hier an manchen Tagen bis zu 2.000 Gäste - nun kommt, nach 300 Jahren, voraussichtlich das Ende.

Vorwarnung

 22.01.2007 Steinkohlebergbau:, Ruhrkohle AG,
Man kann nur eines Abbauen, entweder die Subventionen, oder die Steinkohle.

Das Totenglöckchen für den letzten deutschen Steinkohlearbeitsplatz begann aber schon Mitte 2004 zu läuten - und Mitte 2005 war klar, dass die Steinkohleförderung in Deutschland lange vor dem Ende des historischen Steinkohlepaktes zum Erliegen kommen würde. Insofern ist das Gejammere um die jetzt in Frage stehenden 3.000 Bergmanns-Jobs zumindest verspätet - und was die Zeche Walsum betrifft: Deren Ende war auch schon lange beschlossen. Insbesondere wegen der Umweltproblematik.

aufgewärmt

 22.01.2007 Re-Bau, Bauunternehmen, Gönnern, entlässt 45 von 90 Mitarbeitern.

45

 22.01.2007

Max Bahr, Baumarktkette, Hamburg die von Praktiker übernommenen Baumärkte müssen Personal einsparen. Nachdem die Genehmigung des Kartellamtes nun endlich vorliegt wird gesagt: "Es macht für uns aus Kostengründen keinen Sinn, bestimmte Funktionen im Konzern doppelt vorzuhalten". Einkauf, Verwaltung, Finanzen und Rechnungswesen sind sicherlich besonders betroffen. Der Betriebsrat spricht von mehreren hundert Stellen ..., wir haben, als die Übernahme bekannt wurde, den Wegfall von 200 Stellen angenommen.

20.08.2006Max Bahr, Baumarktkette, wird von Praktiker übernommen. 76 Filialen wechseln den Betreiber.Die beiden Ketten bringen es gemeinsam auf 13.500 Mitarbeiter. Vor allem in den Zentralen werden sich Synergieeffekte ergeben. Wir rechnen damit, dass etwa 200 Stellen entfallen.

kalter Kaffee

 22.01.2007 E-Plus, Mobilfunkdienstleister, Düsseldorf, hat mitgeteilt, 300 von 2.900 Mitarbeitern abbauen zu wollen. Am 22.06.06 gab es dort noch 3000 Jobs, und unsere Vorwarnung, dass 1400 Stellen gefährdet seien. Am 21.09. war erstmals konkret vom Abbau von 300 Stellen die Rede, die haben wir gemeldet. Jetzt sind es noch 2,900 und immer noch sollen 300 abgebaut werden. wir melden 100 nach. Fürchten jedoch, dass das Ziel tatsächlich vorerst bei 2.400 liegt - denn im September hieß es, die Stellen sollen im Netzbetrieb entfallen, heute ist die Rede von Verwaltungsstellen.

weitere 100

 19.01.2007 Kreissparkasse Groß-Gerau, Geld, will ihre Filiale im Berliner Viertel schließen und stattdessen gemeinsam mit der Volksbank Rüsselsheim eine Automatenbank installieren. Der Personalabbau soll fortgesetzt werden. 2006 wurden 7 von 710 Stellen abgebaut. Wir schätzen weitere 7 für 2007 und sehen dann weiter.

14

 19.01.2007 AOK Baden-Württemberg, Wettbewerbsträger im Gesundheitswesen, strukturiert sich neu, 24 von 38 Bezirksdirektionen werden dichtgemacht. Die Stellenzahl von derzeit 8.500 soll an die Zahl der Versicherten gekoppelt und durch die natürliche Fluktuation reduziert werden. Mehr Zahlen gibt es nicht, also sind wir auch hier auf Schätzungen angewiesen. Unter Berücksichtigung des massiven Abbaus bei den Bezirksdirektionen und einem klaren Bekenntnis zum Personalabbau schätzen wir, dass die Fluktuation in den nächsten drei Jahren einen Abbau von rund 1.000 Stellen ermöglichen wird.

geschätzt 1.000

 19.01.2006

Kiekert, Automobilzulieferer, Heiligenhaus, will die Produktion komplett nach Tschechien verlagern. Das bedeutet den Verlust von 850 Arbeitsplätzen in D. Kiekert ist übrigens vor wenigen Jahren von Permira aufgekauft und dann (2006) an ein Bankenkonsortium weiterverscheuert worden. Und wenn die Produktion geht, geht der Rest auch. Unsere letzte Personalstandsmeldung stammt von 21.2.2006 - damals haben wir den geplanten Endstand von 1350 um weitere 50 "rechnerische" Jobs auf 1.300 herunter gerechnet - wie viele es heute noch sind, ist unklar, wir haben jetzt jedenfalls die letzten 1.300 in die Statistik einzustellen.

21.02.2006 Kiekert AG, Schließsysteme, Heiligenhaus, mutig sparen, sagt sich das Managment, solange die Gelegenheit noch günstig ist und streicht das Urlaubsgeld bis 2009, Tariferhöhungen werden "angerechnet" - dafür gibt es keine Arbeitszeitverlängerung und es werden bis 2009 mindestens 1.350 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Jetzt gibt es 1.500.
Neben den 150 zum Abbau freigegebenen Stellen muss aber auch die Streichung des Urlaubsgeldes - kosten- und kaufkraftseitig - mit weiteren 50 Jobs angerechnet werden
07.12.2004 Kiekert AG, Schließsysteme für Autos, Heiligenhaus,  bis 2006 entfallen in Deutschland 300Arbeitsplätze, das Werk in Tschechien wird auch künftig erweitert.

 die letzten
1.300

 18.01.2007 FCR, Gebrauchtwagenhandel, Kassel, am 15. Januar noch Vorwarnung, nun ist Insolvenz beantragt. Betroffen sind 109 Mitarbeiter.

 109

 18.01.2007

NRW, Bundesland, Düsseldorf , bis Ende 2009 sollen 12.000 Stellen des Landes gestrichen und möglichst viele staatliche Aufgaben dem privaten Profitstreben überlassen werden. Doch das ist wieder nur ein Ausschnitt aus dem Spardrama NRW. Im Kasten unsere Meldung vom 25.10.2005 - in Summe sind seit Rüttgers Amtsantritt rund 35.000 Stellen als überflüssig erachtet worden.

 NRW, Nordrhein-Westfalen,  Rüttgers-Land, die Sparplanexplosion:
Am 8. April mussten wir, aus den Wahlkampfreden des Kanditaten heraus melden, dass von den 308.000 Landesbediensteten in Summe 10.500 bereits von der Vorgängerregierung als "kann wegfallen" gekennzeichnete Stellen, sowie weitere 10.000 als reine "Rüttgers-Streichungen" entfallen müssen.
Nun will die Landesregierung acht Milliarden Euro einsparen - so eine "Expertenkommission" besetzt mit den üblichen Aderlass-Therapeuten von McKinsey und Bertelsmann, ergänzt um Führungskräfte der Unternehmen Lufthansa, Tengelmann und Miele.

Diese "Experten" empfehlen den Abbau von 34.400 Stellen und halten das für ein Aufbruchsignal gegen die unser Land lähmende Unsicherheit. Wer melden die Vernichtung weiterer 13.900 Arbeitsplätze nach.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den neuen Kommentar über die Sparpläne der Koalitionsunterhändler "Heucheln und Zähneklappern"

weitere Zwischenschritte

 18.01.2007 Niedersachsen, Bundesland, verkauft 8 Landeskrankenhäuser. Asklepios bekommt -Kliniken die Landeskrankenhäuser in Göttingen und Tiefenbrunn, Ameos darf künftig in Osnabrück und Hildesheim Kosten sparen und Gewinne einfahren. Die gemeinnützigen Betreiber -Arbeiterwohlfahrt Niedersachsen und Psychiatrieverband Oldenburger Land - übernehmen dieLandeskrankenhäuser in Königslutter, Wunstorf und Wehnen. In Lüneburg übernimmt die Stadt die Klinik.

Wenn auch alle Beschäftigten für 10 Jahre unkündbar sind, wird das die neuen Betreiber, vor allem die privatwirtschaftlich geführten, nicht daran hindern, massiv Stellen abzubauen, ob über die natürliche Fluktuation, ob über Anreize zur Eigenkündigung, ober über sanften Druck sei dahingestellt. Alle zehn Landeskrankenhäuser hatten zuletzt 6.500 Mitarbeiter - wir schätzen, dass die verkauften Häuser mit etwa 5.000 Beschäftigten zu Buche schlagen - und wir gehen davon aus, dass davon innerhalb der nächsten drei Jahre nur noch 4.000 übrig sein werden.

geschätzt 1.000

 18.01.2007 Vogelsang-Kita, Kinderbetreuung, Gardelegen, wird geschlossen. Wir schätzen, dass damit insgesamt 10 Stellen untergehen.

geschätzt 10

 18.01.2007 Toshiba, Elektronic, Regensburg, der japanische Computerbauer schließt die Produktion von Notebooks in Regensburg. 250 von 400 Mitarbeitern am Standort Regensburg dürfen stempeln gehen.

250

 18.01.2007 HSV, Fussballverein, Hamburg, falls der HSV absteigt, wird alles halbiert. Das kostet also auch 60 Arbeitsplätze in der Verwaltung. Kicken für Arbeit ist angesagt.

Vorwarnung

 18.01.2007 Stock Guss, Gießerei, Neumünster,  Erhöhung des Strompreises um 50 Prozent treibt das Unternehmen in den Ruin. 120 Jobs sind absehbar verloren.

absehbar 120

 18.01.2007 Telebau, Telefonanlagen, Sachsenhausen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 25 Mitarbeiter.

25

 17.07.2007

Reisebüros, Deutschland,
60,5 Milliarden Euro haben die Deutschen 2006 für Reisen ausgegeben. In den Meldungen wird suggeriert, es handele sich dabei ausschließlich um Urlaubsreisen - da wäre es doch schön, wenn man auch einmal eine Statistik über die Geschäftsreisen vorlegen würde, aber vermutlich sind die eben doch enthalten.

Die Reisebüros haben von dem Zuwachs der Reisekosten allerdings nicht profitiert. Im Reisejahr 2005/2006 haben 800 Reisebüros aufgeben müssen, in den letzten beiden Jahren waren es insgesamt 2000. Wir haben seit 2002 lediglich zwei Meldungen über Reisebüros mit insgesamt 34 verlorenen Stellen registriert.

Daher an dieser Stelle die Abschätzung über die Arbeitsplatzverluste der letzten beiden Jahre. Wir nehmen an, dass durchschnittlich pro Reisebüro nur 3 Arbeitsplätze bestanden - und melden, vorsichtig geschätzte 6.000 Stellen pauschal nach.

 geschätzt 6.000

 17.01.2007 BluRadio, Sender, Berlin, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass davon ca. 6 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 6

 17.01.2007 Stadtwerke Krefeld, Stadtwerke Neuss, wollen fusionieren. Das wird den Abbau von bis zu 70 Stellen ermöglichen.

70

 17.01.2007 Kurmittelhaus, Bad Reichenhall, hat Insolvenz beantragt. Die Stadt versucht zu retten. Wir werden sehen.

Vorwarnung

 17.01.2007 Siso, Textilien, Aachen, steht in Insolvenz, 25 Mitarbeiter werden von TornadoXXL übernommen, 15 bis 18 sollen im Fachgroßhandel überleben, der wohl gerettet werden kann, 50 Mitarbeiter haben aber auch schon von sich aus gekündigt. Interessant: Als Siso 2004 von einem niederländischen Unternehmen übernommen wurde, hatte das Unternehmen noch mehr als 800 Mitarbeiter. Das fällt nun wieder voll in unseren Erfassungszeitraum, so dass wir heute insgesamt 800 minus 25 minus 18 Arbeitsplätze als erfolgreich vernichtet melden.

757

 17.01.2007 Großmetzgerei Uschold, Kümmersbruck, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 120 Mitarbeiter.

120

 17.01.2007 J.B. Systempack Dienstleistungs GmbH, vormals Barfuss GmbH, Lohnpackerei, ist pleite. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht unmittelbar bevor. Betroffen sind nach unserer Schätzung rund 75 Mitarbeiter.

geschätzt 75

 17.01.2007 Arge Wuppertal, die Bearbeitung von Hartz-IV-Anträgen erfordert derzeit insgesamt 390 Mitarbeiter. 134 davon sind nur befristet eingestellt, die Zeitverträge laufen heuer aus. Die befristeten Stellen müssen mit neuen, insoweit dann fachfremden Mitarbeitern neu besetzt werden. Das wäre aus Sicht des Arge-Chefs Lenz "vollkommen undenkbar". Noch letztes Jahr hieß es, die "Befristeten" könnten vollständig übernommen werden. Nun werden weit weniger unbefristete Stellen zur Verfügung gestellt, als erforderlich. 55 befristete Stellen werden daher in diesem Jahr, 28 im nächsten Jahr, auf der Strecke bleiben.

83

 17.01.2007 Corovin, Vlies-Produktion, Peine, 35 von 90 Mitarbeitern sollen entlassen werden.

35

 17.01.2007 CarboSchröder, Schleifmittel, Hann. Münden,  11 Mitarbeiter werden entlassen.

11

 17.01.2007 Nycomed, dänischer Konzern, nach Übernahme der Altana-Pharmasparte werden "auf jeden Fall mehr als 100» Stellen abgebaut. Da sind wir großzügig - und schätzen 250, das sind auf jeden Fall mehr als 100.

 geschätzt 250

 16.01.2007 Marquardt GmbH, Schalter/Schaltsysteme, Rietheim-Weilheim, der neue Zukunftssicherungsvertrag, auf einen Nenner gebracht: 42-Stunden-Woche (nach 40,5-Stunden-Woche seite 2005 statt 35-Stunden-Woche, wie seit 1995) ohne Lohnausgleich und die Zusage, bis 2009 nicht mehr als 325 von 2100 Stellen abzubauen. Die 325 erscheinen uns heute bereits sicher.

absehbar 325

 16.01.2007 Müller Weingarten, Großpressen, will stärker in den USA und in China produzieren. In Deutschland sollen 189 Stellen entfallen. Wir hatten vor wenigen Tagen geschätzt, dass es mindestens 100 werden würden - und haben nun die 89 nachzumelden.

weitere 89

 16.01.2007 Stuttgart, Landeshauptstadt, Baden-Württemberg, am Schutz der Bürger muss gespart werden, die Polizei soll alleine in der Hauptstadt 200 Stellen verlieren - landesweit ist von 849 Stellen die Rede, die durch Schließungen und Zusammenlegungen von Revieren überflüssig werden sollen. Wir halten das für eine neue und zusätzliche Maßname, die über den bereits erfassten massiven Stellenabbau hinaus geht.

849

 15.01.2007 FCR-Gruppe, Gebrauchtwagenhandel, Kassel-Waldau, ist in Schwierigkeiten.

Vorwarnung

 15.01.2007 Dorint, Hotelkette, der französischen Hotelbetreiber Accor übernimmt und zerlegt Dorint. Nur noch 41 Häuser dürfen sich weiter Dorint nennen, 52 werden in die am Markt anders positionierten Ketten Novotel, Sofitel und Mercure eingegliedert. Dies wird nicht ohne Personalabbau über die Bühne gehen können. Accor ist übrigens mit 331 Häusern Marktführer des Beherbergungsgewerbes in Deutschland.

Vorwarnung

 15.01.2007 Umformtechnik Erfurt, Großpressen, Erfurt, das zum Müller-Weingarten-Konzern gehörende Unternehmen muß mit Umsatzeinbußen von rund 150 Millionen Euro fertig werden. Die IG-Metall rechnet mit Stellenabbau. Wir schätzen, dass bis zu 100 Jobs akut bedroht sind.

geschätzt 100

 15.01.2007 Brandenburg, Bundesland, 250 von 1.400 Stellen im Strafvollzug stehen auf der Abschussliste. Wieder ein "großer Schritt vorwärts" auf dem Weg zum Abbau von insgesamt rund 16.000 Jobs im Lande Brandenburg. Warum gibt das keinen Aufschrei?

Konkretisierung

 15.01.2006 Wüstenrot, Bausparkasse, vom Einsparziel: 1000 bis 2008 sind 100 erreicht, der Rest folgt in Kürze. Das haben wir am 29.06. schon gemeldet.

 Kalter Kaffee

 15.01.2006 BHW, Bausparkasse, das vor einem Jahr von der Postbank übernommene Unternehmen, das schon im Vorfeld 600 Stellen abbaute, wird weiter am Personal sparen und nochmals auf 600 Mitarbeiter verzichten. Auch das wissen unsere Besucher längst - seit Oktober 2005.

 Kalter Kaffee

 12.01.2007 Alfred Scharf, Bauunternehmer, Delmenhorst,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind über 20 Mitarbeiter.

21

 12.01.2007 90 Grad, Nobel-Club, Berlin, ist in Zahlungsschwierigkeiten, ob der Laden geretten werden kann, ist fraglich.

Vorwarnung

 12.01.2007 Maehler&Kaege, Leuchtmittel/Elektronik, Ingelheim, das seit 2002 von holländischen Eignern(Gropeco) gelenkte Unternehmen schließt den Standort Ingelheim. Seinerezeit waren dort noch 100 Mitarbeiter beschäfttigt. Trotz aller Beteuerungen, den Standort erhalten zu wollen, war schon 2003 der Großteil der Produktion nach Osteuropa verlagert. Jetzt haben die letzten 15 Mitarbeiter die Kündigung erhalten.

die letzten 15
und die 85
aus den letzten Jahren

 12.01.2007 Lutz, industrielle Nahrungsmittel, Kulmbach, die Lutz AG, die mit 2000 Mitarbeitern einen 100%ige Tochter der Südfleisch ist, die wiederum von der holländischen Vion-Gruppe beherrscht wird, hat in ihrerAuseinandersetzung mit den Beschäftigten, die sich nicht auf die Verlängerung von Wochenarbeitszeiten ohne Lohnausgleich, sowie den Verzicht auf Urlaubstage einlassen wollten, mit einer betriebswirtschaftlich begründete Strafaktion gezeigt, wer die Herr im Hause ist. Der Standort Kulmbach wird geschlossen, die Produktion vollständig nach Chemnitz verlagert. Das Angebot, ein Teil der Kulmbacher Mitarbeiter könne in Chemnitz, ein anderer in der Firmenzentrale in Landsberg weiterbeschäftigt werden, wird wohl von den wenigsten angenommen werden können. Sicherlich wird dieser Umzug auch Jobs kosten, aber da setzen wir heute einmal nur ein Fragezeichen in die Statistik.

 ?

 12.01.2007 Beutin, Modehaus, Lübeck, soll geschlossen werden. Betroffen sind 61 Mitarbeiter.

61

 12.01.2007 Märklin, Modelleisenbahnen, Göppingen, Sonneberg, legt nach, waren es gestern noch 311, sind es heute 372 Arbeitsplätze, die verloren gehen sollen. Neben dem Werk in Ungarn, wo Märklin 366 Mitarbeiter beschäftigt, soll der Umfang der Produktion in China mittelfristig verdreifacht werden.

weitere 61

 12.01.2007 Springer, Meinungsmacher, die "Welt" wird eingedampft. 100 Redakteure werden in eine Art "Beschäftigungsgesellschaft für Medienschaffende" ausgelagert.Der zuständige Verlagsmanager Josef Probst erklärte, der Verlag habe schlicht zu viele Leute für die anfallende Arbeit. Wir melden diese Stellen schon heute als vernichtet - wer glaubt, die "Entwicklungs- und Serviceredaktion" habe tatsächlich eine Chance, möge sich melden.

100

 12.01.2007 Iglo, industrielle Nahrungsmittelproduktion, Reken, nach der Übernahme durch Pemira wird in Reken nun durchrationalisiert. 60 Stellen werden gestrichen.

60

 11.01.2007 TTE, Entwicklungsfirma, Villingen, vor eineinhalb Jahren sah es aus, als hätten 80 Top-Entwickler eine reelle Chance - nun braucht sie doch keiner mehr, Insolvenz ist beantragt. Im Kasten unsere Meldung vom 17.06.2005
TTE Germany, TV-Hersteller-Torso, Villlingen, 40 von 120 Mitarbeitern sollen gehen. Alle wurden vor einem Jahr vom französischen Thomson Konzern (DTB) aus dem Standort Villingen ausgegliedert und in ein Joint-venture mit dem chinesischen TV-Multi TCL eingebracht worden. Die verbleibenden Spezialisten für Produktentwicklung sollen jetzt Grundlagenforschung betreiben.

80

 11.01.2007 Trend-Kaufhäuser, Einzelhandel, Brandenburg, die Brandenburgische Konsumgenossenschaft schließt ihre Häuser, nur die Filiale Niemegk bleibt als letzte von 24 Niederlassungen erhalten. Wir schätzen, dass dieser Prozess insgesamt rund 200 Arbeitsplätze kostet.

geschätzt 200

 11.01.2007 Asklepios Service GmbH, Krankenhausdienstleister im Krankenhauskonzern, Biebrich, hat 50 Kündigungen ausgesprochen. Der Betrieb wird eingestellt. Vermutliche Ursache: Der Versuch der Gewerkschaft Ver.di, einen Betriebsrat wählen zu lassen.
Da fühlt man sich als Patient doch richtig wohl...

50

 11.01.2007 Metallbau Geerds, Groß Welzin, Umstrukturierungen nach der Übernahme eines Lübecker Unternehmens führen zu Entlassungen in Verwaltung und Technikbereich. Das Unternehmen beschäftigt in Groß Welzin, Hamburg, Elmenhorst, Hiddenhausenin einer polnischen Produktionsstätte über 200 Mitarbeiter. Wir schätzen, dass von der Umstrukturierung etwa 10 Beschäftigte betroffen sind.

geschätzt 10

 11.01.2007 Autohaus Kirsch, Mönchengladbach, 23 von 201 Mitarbeitern müssen gehen, damit der BMW-Händler wirtschaftlich arbeiten kann.

23

 11.01.2007

Alstercafé, Behindertenwerkstätte der besonderen Art, evangelische Stiftung Alsterdorf, Hamburg, die einst hochgelobte Einrichtung ändert das Konzept, Betreuerin und Köchin müssen gehen, weil nur noch vorgekochte Komponenten herangekarrt und bis zur Ausgabe warm- oder kühlgehalten werden. Grund, die evangelische Kirche spart zu Lasten der Behinderten, die weder gefragt, noch vorgewarnt wurden. Die Hälfte der bisher tätigen behinderten Mitarbeiter wird nämlich ebenfalls von ihren Arbeitsplätzen im Alstercafé vertrieben.

Am 19. Januar, ab 11 Uhr soll ein Protestmarsch über den Wochenmarkt auf dem Stiftungsgelände stattfinden. Ich fände es gut, wenn möglichst alle Hamburger Leser dieses Beitrags sich aufmachen, um den Protest mitzutragen und zu verstärken - und auch noch jeden mitnehmen, der sich dafür einspannen lässt.

Wenn sich nun auch die Kirchen, selbst in solchen Einrichtugnen, als eiskalte Profit-Center-Controller gebärden, wer soll den Menschen denn dann überhaupt noch einen letzten Rückhalt geben?

geschätzt 7

 11.01.2007 Steinbach, Metallartikel, Oberbrügge, hat Insolvenz beantragt, betroffen sind die letzten 54 Beschäftigte von vorher rund 75 Mitarbeitern.

75

 11.01.2007 Landkreis Kassel, regionale Verwaltungsgliederung, hat per Haushaltssicherungskonzept 62 von 987 Stellen gestrichen, nun werden die Betroffenen sehen müssen, wie sie den eigenen Haushalt sichern, aber das geht den Landkreis ja nichts an, und wer arbeiten will, und sich wäscht und rasiert, der bekommt schließlich auch von einem Maßnahmenträger eine Praktikantenstelle...

62

 10.01.2007 Märklin, Modelleisenbahnen, Göppingen/Sonneberg, die britischen Investorengruppe "Kingsbridge", die Märklin aufgekauft und das Unternemen so vor der Insolvenz bewahrt hat, bereinigt jetzt die Geschäftsgrundlagen. In 2007 soll das Werk Sonneberg mit 221 Arbeitsplätzen geschlossen werden, daneben werden 30 Mitarbeiter in Nürnberg und 60 in Göppingen freigestellt.

311

 10.01.2007 Stormarn Plastic, Folien/Verpackungen, Bad Oldesloe, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 40 von vorher 60 Mitarbeitern.

60

 10.01.2007 RN Rhein-Neckar-Gruppe, Autohandel, Worms, Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, der Pächter, die Reagroup Deutschland, Tochter des Renault-Konzerns, gibt die Niederlassungen auf. Insgesamt dürften dabei rund 40 Arbeitsplätze verloren gehen.

40

 10.01.2007 Concordia, Versicherung, Hannover, will 100 von 1.400 Mitarbeitern abbauen.

100

 09.01.2007 Molter, Fensterbau, Bautzen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 100 Mitarbeiter.

 100

 09.01.2007 S-Bahn, Öffentlicher Nahverkehr, Berlin, die S-Bahn macht Ernst, 440 Zugabfertiger werden durch Kameras ersetzt. Das ist aber nicht neu. Den bevorstehenden Stellenabbau haben wir schon im letzten Jahr gemeldet.

kalter Kaffee

 04.01.2007 Pal Berkovics, Künstleragentur, Köln, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass etwa fünf Mitarbeiter den Job verloren haben.

geschätzt 5

 04.01.2005

Städtischen KrankenhäuserHamburg, Gesundheitswesen stationär, die Privatisierung des Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) wird zum Fass ohne Boden, so die Hamburger SPD. Mit Ablauf des Jahres 2006 muss der Verkäufer, also die Stadt 18,3 Millionen Euro nachschießen. Schon 2005 hatte Hamburg der Asklepius Gruppe 19,5 Millionen Euro überwiesen, nachdem die LBK vorher für nur 19,2 Mio Euro über den Tisch gegangen war. Dass sich Asklepios die Kliniken also faktisch hat schenken lassen und nun die Stadt weiterhin das Kostenrisiko trägt, ist die eine Seite des schlechten Witzes, dass damit gleichzeitig auch der Kündigungsschutz obsolet wird, weil der nur gilt, wenn die wirtschaftlichen Ziele erreicht werden (was bei Nachschussbedarf nicht der Fall ist), die andere.Verdi fürchtet (Stand Dez. 06) den bevorstehenden Abbau von 600 Stellen.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man das eigentlich alles schon vorher hätte wissen können - was den Verdacht der bewussten Planung ausdrücklich einschließt.

Zumal trotz des vorangegangenen Abbaus vor dem Verkauf schon Mitte 2005 klar war, dass auch die jetzt in Rede stehenden 600 Stellen auf der Abschussliste stehen.
(Wir hatten das jedenfalls am 15.6.2005 in der Statistik!)

LBK:
verschenkt!

Millionen
als Dreingabe

und trotzdem, oder gerade deshalb, kein Kündigungsschutz?
 04.01.2007 Ferrumtec Blech- und Systemfertigung GmbH, Ziesar, schließt Ende März.  Betroffen sind, geschätzt, die letzten 30 Mitarbeiter.

geschätzt 30

 04.01.2007 Elbe-Werkstätten, Hamburger Werkstätten, Winterhuder Werkstätten, städtische Behindertenwerkstätten, Hamburg, fusionieren. Das soll jährlich bis zu 1 Million sparen. Wir schätzen, dass etwa 50 der 550 angestellten, betreuenden Mitarbeiter gehen müssen. Sozialverträglich und im Rahmen der Fluktuation, versteht sich.

 geschätzt 50

 03.01.2007 INSERVIO, Service-Dienstleister, Bocholt, hat nun Insolvenz beantragt. Nach heutiger Meldung wurden rund 110 Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft übernommen, weitere 100, die noch Restarbeiten erledigen, sollen im Februar folgen. Wir hatten im Oktober den Verlust von 160 der ehedem 260 Jobs in die Statistik aufgenommen und legen nun die letzten 100 nach.
 31.10.2006: Inservio, Service-Dienstleister, Bocholt, Inservio sollte BenQ-Handys reparieren - nun müssen 160 von 260 Jobs gestrichen werden.  

weitere 100

 03.01.2007 Apotheke im Gesundheitszentrum, Isenbüttel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 5 Mitarbeiter.

5

 03.01.2007 AXA, Versicherungen, Frankreich, nach Übernahme der schweizerischen Winterthur steht in Deutschland Stellenabbau ins Haus. Mindestens zehn Prozent der "gemeinsamen Kosten" von Axa und DBV-Winterthur, also rund 120 Millionen Euro, sollen eingespart werden. Insgesamt hat AXA derzeit 12.200 Beschäftigte in Deutschland. 8.200 bei Axa in Köln und 4.000 bei der Winterthur in Wiesbaden. Das waren vor 18 Monaten noch 5.250, vor einem halben Jahr noch 4.700, wir waren im Juni 2006 davon ausgegangen, dass von diesen 4.700 nochmals 940 abgebaut werden würden. Wenn nun verlautet, es müssten 120 Millionen eingespart werden, und wir vorsichtig annehmen, dass davon nur 60 Millionen Personalkosten sind, dann steht der Abbau von mindestens 1.500 weiteren Jobs bevor. Wir haben also 1.260 nachzutragen.
 16.06.2006 Winterthur, Versicherungen, Schweiz, DBV-Winterthur, Wiesbaden, die Winterthur-Versicherungen sind an die französische AXA verkauft worden.
Da Winterthur und AXA jeweils alle Sparten abdecken, können Daten und Systeme mit relativ geringem Aufwand vereinheitlicht werden. Im Grunde hat AXA nur die Policen und die mit der Abwicklung laufender Geschäftsvorfälle betrauten Mitarbeiter gekauft - der Rest erweist sich mittelfristig als überflüssig. Von den 19.000 Winterthur-Beschäftigten arbeiten 4.700 in Deutschland. Bereits im April 2005 waren bei den deutschen Winterthur-Gesellschaften in Wiesbaden 550 Stellen abgebaut worden. Jetzt muss damit gerechnet werden, dass weitere 20 Prozent der Jobs verloren gehen.

geschätzt
weitere 1.260

 02.01.2007 Lippe Logistik, Beteiligung von Thiel Logistik, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 177 Mitarbeiter.

177

 02.01.2007

Richtigstellung:

Der Thüringer Vogtland Tourismus e.V. hat zu keiner Zeit Konkurs angemeldet und beabsichtigt dies auch nicht. Darauf wurden wir von der Geschäftsführerin, Frau Sabine Casper, freundlicherweise hingewiesen.

Vielmehr handelt es sich bei dem Antragsteller auf Insolvenzeröffnung um den Thüringer Tourismusverband e.V. mit Sitz in Erfurt - den ehemaligen Landesfremdenverkehrsverband der Thüringer Touristiker.

 geschätzt 5

 02.01.2007 StoraEnso, Papiermühlen, Standort Hagen, der schwedisch-finnische Konzern musst steigende Rohstoffpreise kompensieren. Schon ist die Belegschaft um 7% (75) geschrumpft. 2007 sollen weitere 35 Stellen abgebaut werden. Soll-Stand für Hagen: 950.

Stora-Enso, Papier, Uetersen, Reisholz, Summa, Berghuizer, die ehemalige Feldmühle wird von den neuen schwedisch-finnischen Eignern schlankgespart. Summa und Uetersen werden weiterbetrieben, Reisholz und Berghuizer geschlossen. Allerdings müssen auch in Uetersen 100 von 560 Mitarbeitern gehen. In Reisholz gehen 378 Arbeitsplätze verloren.

 110

 02.01.2007 Sidler, Automobilzulieferer, Tübingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 340 Mitarbeiter in Deutschland.

340

 02.01.2007 Bräuer Aufbereitungsmaschinen GmbH und Förderanlage KG, Bensheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 43 Mitarbeiter.  

 43

 02.01.2007 BenQ, die ex-Siemens-Handy-Sparte ist endgültig verloren - wie von uns seit dem 28.06.06 erwartet.

Bestätigung

 02.01.2007 Merck, Pharma, Darmstadt, nach dem Gewinn von 400 Millionen Euro aus der Beteiligung am Spekulationspoker um Schering (siehe Kasten unten) streicht Merck im deutschen Pharmavertrieb nun 100 von 500 Stellen.

100

 02.01.2007 Metro, Großer Einzelhandel, 15 der jüngst übernommenen 85 Wal-Mart-Märkte werden geschlossen, dadurch werden rund 1.200 Mitarbeiter überflüssig.

1.200

ARCHIV Ankündigungen vom 01.09.2006 bis 31.12.2006

492.897

ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2006 bis 31.08.2006

67.888

ARCHIV Ankündigungen vom 01.03.2006 bis 31.05.2006

421.795

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.12.2005 bis 28.02.2006

198.631

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2005 bis 30.11.2005

 362.963

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.07.2005 bis 30.09.2005

189.709

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2005 bis 30.06.2005

268.025

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach
Korrektur 82.279
)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

3 6.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235