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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
(was genau wird hier erfasst?)
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
Archiv

vom 01.09.2006 bis 31.12.2006

492.897

 20.12.2006 Iceline, Tiefkühlkost, Heppenheim,  die Iceline Produktions GmbH in Heppenheim liegt still, es kommt keien Ware mehr herein, mit den Lohnzahlungen ist das Unternehmen im Rückstand. Ähnlich sieht es bei den Produktionsstätten Karlsruhe und Remchingen der TMF Food Industries GmbH & Co KG aus. In Heppenheim stehen rund 100 Jobs auf dem Spiel. Wir schätzen, dass in Kürze insgesamt rund 300 Stellen verloren gehen.

100
+ geschätzt 200

 20.12.2006

Volkswagen, Fahrzeuge,

An den deutschen Standorten - so gibt VW jetzt zu - wurden in 2006 mehr als 7.800 Stellen abgebaut. So VW-Arbeitsdirektor Horst Neumann zur "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Zudem erklärte er, der "Rückbau" in Westeuropa schließe den mittelfristigen Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen in Deutschland ein.

So ist es eben mit der Salami - Scheibchen für Scheibchen wird abgeschnitten, und wer nicht aufpasst, merkt gar nicht, dass es längst um die ganze Wurst geht.
Hier noch einmal der Rückblick auf die VW-Entwicklung, wie wir ihn schon im Februar 2006 veröffentlicht haben:

VW, Volkswagen, die Demontage deutscher Arbeitsplätze,
Ein Rückblick über nur 24 Monate ...



Meldung von 18.2. 2004

VorWarnung
D
er Gewinn des VW-Konzerns ist im Jahr 2003 um 62,6 % auf schlaffe 1,78 Milliarden Euro gesunken. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende 2003 konzernweit bei rund 337 000 Menschen. Lt. Finanzvorstand Pötsch hat VW derzeit Überkapazitäten von etwa 20 Prozent. VW wird daher Fertigungsanlagen zusammenlegen und so flexibilisieren, dass dort verschiedene Modelle nebeneinander produzieren werden können. Weil diese Eingriffe erst ab 2005 wirken werden zwischenzeitlich alle Register gezogen, um die Kosten kurzfristig zu senken. ...das klingt nach vielen tausend Stellen, die es in Deutschland bald nicht mehr geben wird.

Statistisch erfasst: 0


Meldung vom 8.3. 2004
Europas größter Autokonzern mit derzeit 330.000 Beschäftigten will in erheblichem Ausmaß Arbeitsplätze abbauen und außerdem Überstunden nicht mehr in der gewohnten Höhe vergüten. Binnen zwei Jahren sollen insgesamt 4 Mrd. Euro Kosten eingespart werden. Selbst wenn es gelingen sollte, 2 Milliarden im Bereich der Sachkosten wegzudrücken ist das immer noch das AUS für 30 bis 40.000 Arbeitsplätze, der Großteil davon dürfte in Deutschland zur Disposition stehen. Wir schätzen vorsichtig 20.000 und hoffen, dass wir morgen, nach der Bilanzpressekonferenz nicht allzuviele nachmelden müssen.

Statistisch erfasst: 20.000



Meldung vom 9. März 2004
Die Bilanzpressekonferenz ist überstanden, die Korrespondenten berichten zum geplanten Stellenabbau sehr Unterschiedliches: Reuters hat herausgehört, dass VW bis 2005 weltweit 5.000 Stellen abbauen will, die Hälfte davon in Deutschland, das wären also nur 2.500. Allerdings betont Reuters, dass diese 5.000 Jobs außerhalb der Automobilproduktion entfallen sollen. Die FAZ hat verstanden, dass 3,5 Prozent der weltweit beschäftigten Mitarbeiter abgebaut werden sollen - das wären immerhin rund 12.000 - die FAZ rechnet aber anders und kommt lediglich auf 5.000 - und erklärt, der Abbau von 5000 Jobs -weltweit - würde 600 Millionen Euro sparen. Also 120.000 Euro (240.000 DM) pro Nase. Hat VW so viele Direktoren? ...und kann man wirklich auf so viele verzichten? Spiegel-online wiederum berichtet, dass die Mitarbeiterzahl in 2004 und 2005 jeweils um 3,5 Prozent gesenkt werden soll, das wären rund 24.000 Jobs, behauptet aber, auch 2 x 3,5 Prozent von 337.000 ergäbe einen weltweiten Personalabbau von exakt 5.000 Mitarbeiter und daraus entstünde eine jährliche Kostenersparnis von 600 Millionen Euro.
Beim genaueren Lesen kommt man zu dem Schluss, dass sich alle Zahlen nur auf die "neuen" 2 Milliarden beziehen, die zusätzlich mit dem ForMotion Programm gespart werden sollen. Die ersten 2 Milliarden, die noch vorher einzusparen sind, wurden offenbar überhaupt nicht erläutert.
Wir sehen daher keinen Anlass, unsere gestrige Schätzung zu korrigieren. VW wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende 2005 rund 20.000 Jobs in Deutschland abbauen.
Nachtrag am 11.3.04: Eine Zahl, die üblicherweise schwer zu finden ist stand heute in der Zeitung: VW beschäftigt demnach derzeit rund 174.000 Mitarbeiter in Deutschland. Da werden wir doch gelegentlich nachfragen...

Statistisch erfasst: 20.000

Meldung vom 3. Mai 2004
Wir haben die Lage bei VW bereits im Februar und März gewürdigt. VW will bis Ende 2005 rund 4 Milliarden Euro einsparen (jährlich) und weltweit angeblich nur 5.000 Stellen einsparen. Dazu haben wir am 8.3.04 folgende Überlegungen angestellt:
Europas größter Autokonzern mit derzeit 330.000 Beschäftigten will in erheblichem Ausmaß Arbeitsplätze abbauen und außerdem Überstunden nicht mehr in der gewohnten Höhe vergüten. Binnen zwei Jahren sollen insgesamt 4 Mrd. Euro Kosten eingespart werden. Selbst wenn es gelingen sollte, 2 Milliarden im Bereich der Sachkosten wegzudrücken ist das immer noch das AUS für 30 bis 40.000 Arbeitsplätze, der Großteil davon dürfte in Deutschland zur Disposition stehen. Wir schätzen vorsichtig 20.000 und hoffen, dass wir morgen, nach der Bilanzpressekonferenz nicht allzuviele nachmelden müssen.
Nun gibt es neue Töne aus Wolfsburg, Personalvorstand Hartz will die Arbeitskosten um rund 30 Prozent senken, weil nur so die 176.544 Konzernarbeitsplätze in Deutschland erhalten werden können. Wie soll das gehen?
Sollen sich VW-Arbeiter, die bisher 2.000 Euro brutto verdienen, künftig mit 1.400 zufrieden geben?
Oder soll die durchschnittliche, hochflexible, ohne vollen Lohnausgleich eingeführte 4-Tage-Woche mit 28,8 Stunden bei VW - wiederum ohne Lohnausgleich in eine 5-Tage Woche mit 41 Wochenstunden umgebaut werden? Oder soll es einen Mix geben? 6 Stunden pro Woche mehr arbeiten und gnädigerweise nur 15 Prozent weniger verdienen?
Wenn Peter Hartz die Personalkosten in Deutschland um 30 Prozent senkt, wird am Ende ganz unausweichlich auch eine um 30 Prozent reduzierte Belegschaft stehen. Das sind dann noch 123.581

Statistisch erfasst 52.963


Meldung vom 9.9.2004

Die Mär, die Personalkosten des Konzerns könnten durch den Abbau von weltweit 5.000 Stellen um 30 Prozent reduziert werden, ist geplatzt. Nun droht VW den 103.000 "westdeutschen" Beschäftigten den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen an, sollten sich die Arbeitnehmer nicht auf einen zweijährigen Verzicht auf Gehaltserhöhungen sowie eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten einlassen.
30 % Personalkostensenkung kann alles bedeuten, was zwischen 30% weniger Geld für jeden oder der Vernichtung von rund 60.000 Jobs liegt. Volkswagen will längere Arbeitszeiten, niedrigere Löhne und leistungsorientierte Bezahlung einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Arbeitszeiten zu verlängern, wenn gleichzeitig über eine viel zu niedrige Auslastung geklagt wird (etwa 70 Prozent), und dazu durch verstärkte Leistungsorientierung in der Bezahlung die Produktivität der länger arbeitenden Mitarbeiter noch zusätzlich zu erhöhen, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht hahnebüchener Blödsinn, solange daraus nicht die einzig sinnvolle Konsequenz, nämlich der massenhafte Abbau von Arbeitsplätzen gezogen wird.
Es sei denn, man gibt sich der Illusion hin, dass von irgendwoher ein gütiger Gott kommt und Kaufkraft regnen lässt. Traumtänzer!
Heute wird offen mit dem Abbau von 30.000 Jobs gedroht. Wir nehmen die Drohung ernst und melden weitere 10.000 VW-Jobs nach.

Statistisch erfasst: 62.963

Meldung vom 15. Juli 2005

VW - mit einem Jahr Verspätung kommt der Experte:
VW müsste mehr als jede zehnte Stelle in Deutschland abbauen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Das sagte Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der FH Gelsenkirchen, dem "Hamburger Abendblatt". "VW hat allein in Deutschland einen Personalüberhang von mindestens 15.000 Mitarbeitern", sagte Dudenhöffer. VW beschäftigt in Deutschland gut 120.000 Menschen.Nach Berechnungen Dudenhöffers müssten die Personalkosten im VW-Konzern insgesamt "um 20 Prozent" gesenkt werden. VW müsse bei dieser Kostenreduzierung auf das Niveau anderer Volumenhersteller wie Opel oder Ford kommen, um effizient arbeiten zu können, sagte Dudenhöffer.
Unsere Anmerkung dazu: Peter Hartz hat im Mai 2004 angekündigt, die Personalkosten um 30 Prozent senken zu wollen. Dies bezogen auf den Gesamt-Konzern, der damals noch rund 175.000 Mitabeiter in Deutschland beschäftigte.Das hatte ich am 5. Dezember 2005
Was Peter Hartz im Mai 2004 angekündigt hat, ohne dass das irgendjemand wirklich registrierte, kommt nun ins Rollen: Offenbar sollen relativ schnell weitere 10 000 Stellen - hauptsächlich in Wolfsburg gestrichen werden. Das ist aber wieder nur die Spitze des Eisbergs. Nur zur Erinnerung: Im Mai 2004 erklärte der damalige Personalvorstand Peter Hartz, dass die Arbeitskosten um rund 30 Prozent gesenkt werden müssen. Wir bezogen das auf den damaligen Personalstand in den inländischen Werken des Gesamtkonzerns (das waren zu diesem Zeitpunkt 176.544) und kündigten einen insgesamt erforderlichen Abbau von knapp 53.000 Stellen an.
Schon Ende 2004 meldete der Konzern nur noch 160.100 Stellen in Deutschland, ein erster Abbau um 16.444 Stellen ist also klammheimlich durchgezogen worden. Vermutlich hat sich der Personalbestand in den seither vergangenen 8 Monaten schon wieder drastisch reduziert und nun wird vom "Autoprofessor" Dudenhöfer erklärt, ein Personalüberhang von 15.000 Stellen müsse bei VW abgebaut werden.

Statistisch erfasst: 62.963



Heute, am 10. Februar 2006, wird nun gemeldet:


20.000 Stellen bei VW sollen abgebaut werden und
die Stellen von 30.000 Beschäftigten in den Komponentenwerken stehen zur Disposition.
Schließung oder Verkauf. Dass sowohl Schließung wie auch Verkauf nichts anderes heißen kann, als Verlagerung in Niedriglohnländer, weil eben in Deutschland nicht billig genug produziert werden kann, um den Anteilseignern die erhöhte Dividende zu garantieren, steht völlig außer Frage.

Nun sieht die Rechnung so aus:

Von ehemals 176.000 Konzernmitarbeitern in D sind etwa 45.000 - vom Personalabbau praktisch unberührt - bei Audi beschäftigt. Zu Beginn der Diskussion um den Personalabbau bei VW gab es also noch rund 131.000 "echte" VW-Mitarbeiter.

Heute gibt es noch rund 100.000 Es sind also 30.000 schon aus den Fabrikhallen und Büros verschwunden, nun sollen weitere 20.000 abgebaut und zusätzlich 30.000 ausgelagert werden. Bereits umgesetze Arbeitsplatzvernichtung und neue Ankündigungen summieren sich damit auf 80.000 absehbar vernichtete Jobs in D. Das ist zu den von uns bisher erfassten Abbauplänen eine Differenz von 17.037 - und die melden wir heute nach.



Die Medien meinen übrigens überwiegend, es gäbe einen Abbau von nur 20.000 Stellen - und die hauptsächlich in der Komponentenfertigung.
Aber die Medien waren ja vor zwei Jahren auch der Meinung, VW wolle weltweit nur 5.000 Jobs aubbauen, um 600 Millionen Euro zu sparen ...
Aus diesen 5000 weltweit sind inzwischen 30.000 alleine in Deutschland geworden - wir sind zuversichtlich, spätestens 2008 berichten zu können, dass wir auch diesmal wieder die richtigen Ziele und Zahlen herausgehört haben.

Blicken Sie noch durch?
Nein?
Dann fangen Sie einfach noch einmal ganz oben an, und hören Sie erst damit auf, wenn Ihnen vor Bitternis das Lachen darüber, dass der Arbeitsdirektor verkündet, VW habe 2006 im Inland mehr als 7.800 Stellen abgebaut, endgültig im Halse stecken bleibt.

In dieser Manier werden die gigantischen Stellenvernichtungen auch bei vielen anderen Großkonzernen in kleinen, leicht verdaulichen "alles-nicht-so-schlimm-Häppchen" über den Ladentisch gereicht, und dazu sanft vom Aufschwung gesäuselt, aus dem nicht nur die Gewinne der DAX-Unternehmenen, sondern auch das moderne Prekariat hervorgegangen ist.

 Nachlese
 19.12.2006 Sparkasse Niederbayern-Mitte, Fusion der Sparkassen Straubing-Bogen und Dingolfing-Landau, nun wird der Zusammenschluss vollzogen. Natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, natürlich eine zukunftsorientierte Entscheidung - und, wie es in diesen Tagen üblich ist: Kein Wort über die Auswirkungen auf die Beschäftigten. Also schätzen wir, dass die Fusion dem neuen Institut die Personalkosten von mindestens 25 Angestellten ersparen wird.

geschätzt 25

 19.12.2006 Ernst von Bergmann Klinikum, Gesundheitswesen stationär, Potsdam, in 2006 gelang es, 80 Stellen ohne Kündigung abzubauen, auch in 2007 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Wir schätzen, dass es auch im neuen Jahr gelingen wird, ein paar Stellen ohne Kündigung abzubauen.

80
+ weitere
geschätzt 50

 19.12.2006 SCM, Logistik, Kempen, die Wal-Mart-Misere hat noch einen Scherbenhaufen hinterlassen. Nachdem Wal-Mart sich aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat, will die Metro den einstigen Wal-Mart-Logistik-Dienstleister SCM (aus taktischen Gründen) von DHL übernehmen, samt Mitarbeitern und vertraglichen Verpflichtungen. Beides kann die Metro eigentlich nicht brauchen, daher wird spekuliert, dass die Metro die 300 Jobs zügig abbauen wird. Wir folgen dieser Auffassung.

300

 19.12.2006 ODS, CD und DVD Produktion, Dassow, beginnt mit der Produktionsverlagerung nach Polen und baut die ersten 100 - von 1.700 - Arbeitsplätzen in Deutschland ab.

vorerst 100

 18.12.2006 Sauerzweig, Feinkostproduzent, Seckenhausen, wird geschlossen. 45 Arbeitsplätze gehen verloren.  

45

 18.12.2006 Hochschule für Kirchenmusik, Aachen, wird geschlossen, 125 Jahre lang wurden hier Organisten, Chorleiter und Kantoren ausgebildet. Jetzt herrscht Ruhe. Wir schätzen, dass mindestens 10 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 10

 18.12.2006 Bartec, Bergbauausrüster, Menden, baut 28 Arbeitsplätze ab.

28

 18.12.2006 Kindertagesstätten Bad Oldesloe, die Stadt hat die Verträge mit den Trägern gekündigt. Künftig sollen die Zuschüsse niedriger ausfallen. Befürchtet wird, dass bis zu 70 Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Wir halten das für allzu lautes Kriegsgeschrei, und schätzen, dass es allenfalls 20 werden.

geschätzt 20

 18.12.2006 AOL, Internetportal, Deutschland-Division, nach dem Verkauf des Zugangsgeschäftes an Hansenet (= Telecom Italia), sind bei AOL nur 250 Mitarbeiter verblieben. Von denen sollen nun weitere 130-140 überflüssig sein.

135

 18.12.2006 DaimlerChrysler, allerlei Fahrzeuge, will weiter Stellen streichen.
Uns wundert das nicht.

 Kalter Kaffee

 18.12.2006 Geschmay, Filztuche, Göppingen, will in Deutschland rund 100 Stellen abbauen.

100

 18.12.2006 Sachsen-Anhalt, Bundesland, muss härter sparen, als bislang geplant. Nun ja, das hatten wir schon am 3.11.gemeldet.  

Kalter Kaffee

 15.12.2006 Vattenfall Europe, Energieoligopolist, Europa, für rund 16 000 Beschäftigte in Ost und Westdeutschland ist eine Tarifeinigung erzielt worden. Erwähnt wird besonders, dass bis zum Jahr 2012 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wurden. Nicht erwähnt wird, dass Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen nur Sinn macht, wenn der Arbeitgeber Personal abbauen will. Vattenfall wird als sechs Jahre lang die natürliche Fluktuation wirken lassen ud ggfs. mit Abfindungsregelungen für das frühzeitige Ausscheiden von Mitarbeitern sorgen. Wir schätzen, dass bis 2012 nur noch 14.000 der jetzt 16.000 Stellen besetzt sein werden. Einen bevorstehenden Abbau von 1.050 Stellen wegen der Senkung der Netzentgelte hatten wir schon im September, so dass jetzt noch 950 nachzumelden bleiben.

 geschätzt
weitere 950

 15.12.2006 Dessau, Kommune, die Stadtverwaltung spart den Aufschwung Ost herbei. Weil die Forderung zur Rückkehr zur 40 Stunden Woche für die 730 Mitarbeiter nicht durchtzusetzen war, denkt der Bürgermeister jetzt laut über Kündigungen nach. Seltsam, oder, wenn nicht freiwillig mehr gearbeitet wird, können wir auch Leute entlassen. Ein sogenanntes Dreisatz-Paradoxon. Wir schätzen, dass 70 Stellen abgebaut werden müssen. - Sonst wäre die Forderung nach der 40 Stunden-Woche nämlich vollkommen unsinnig gewesen.

 geschätzt 70

 15.12.2006 Anton André, Lackproduzent, Oppenau, wird geschlossen. 20 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

20

 15.12.2006 BASF, Chemie, im Bauchemiegeschäft werden nach der Übernahme der Degussa Bauchemiesparte Synergien wirken. Das soll den Abbau von weltweit 200 Stellen
ermöglichen. Wir rechnen damit, dass davon 150 in Deutschland wegfallen.

geschätzt 150

 15.12.2006

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Medium, wird weitere Stellen abbauen. Von 1.761 Stellen in 2003 sollen Ende 2008 noch 1.452 übrig bleiben.

Das wussten die Besucher dieser Seite aber bereits im Juni 2004 - Guten Morgen!

 saukalter Kaffee
 15.12.2006 Bosch, allerlei Elektrisches, Werk Feuerbach, 2700 Stellen sind bedroht. Auch das ist nichts Neues, die Besucher dieser Seite haben das schon im Sommer 2006 erfahren.

aufgewärmt

 15.12.2006 Norske Skog, Papierfabrik, Walsum baut 65 Stellen ab um die Kostensteigerungen bei Strom und Holz aufzufangen.

65

 14.12.2006 Mahle, Automobilzulieferer, Standort Alzenau, bis 2009 werden 120 von 470 Stellen abgebaut.

120

 14.12.2006 Atmel, Chiphersteller, Standort Heilbronn, die Fertigungen in Tyneside (England) und in Heilbronn mit insgesamt 1000 Arbeitsplätzen sollen verkauft, darüber hinaus weitere 300 Jobs abgebaut werden. Wir schätzen vorsichtig, dass in Deutschland rund 400 Stellen verloren gehen.

geschätzt 400

 14.12.2006

Bundesbank, Geld, ist wieder einmal mit ihren Stellenabbauplänen in den Schlagzeilen, zur Einstimmung hier noch einmal unsere Meldung vom 19. April 2005:

Bundesbank, Euroverwalter und DM-Umtauschstelle, will weiteren Personalabbau vollziehen. Bis etwa 2007/2008 soll die Zahl der Mitarbeiter, die Ende 2001 bei 16.283 lag, auf unter 10.000 sinken.
Wir hatten bisher den geplanten Abbau von 4.825 Stellen gemeldet (Oktober 02 1.800, Oktober 03 3.025). Wenn wir annehmen, "unter 10.000" heißt 9.500, hat die Bundesbank insgesamt 6.783 Arbeitsplätze aufgelöst. Bleibt uns eine Differenz von 1.958 nachzumelden.

Nun sagen die Agenturen, die Bundesbank wolle ihr Personal bis 2012 von derzeit 11.250 auf etwa 9.000 Stellen reduzieren. Wir haben also nach langer Zeit wieder einmal 500 Bundesbankerstellen nachzumelden.

weitere 500

 13.12.2006 Volksbank Rhein-Neckar,  VR Bank Ludwigshafen, Geld, die beiden Institute wollen fusionieren zur "VR Bank Rhein-Neckar eG". In der ursprünglichen Zeitungsmeldung heißt es: "Die Volksbank Rhein-Neckar beschäftigt 400 Mitarbeiter(...). Die VR Bank (...) besitzt 300 Mitarbeiter (...). Hoffentlich werden diese 300 nun nicht plattgesessen. Denn offenbar geht hier schon rein rechnerisch nicht alles mit rechten Dingen zu. Aus 400 + 300 Mitarbeitern sollen nach der Fusion, bei Erhalt aller 52 Zweigstellen und unter Ausschluss fusionsbedingter Kündigungen immerhin 760 Mitarbeiter werden.

Wir gehen davon aus, dass auch diese Fusion unter dem Strich zu einer Personaleinsparung führen wird und schätzen, dass zwei, drei Jahre nach der Fusion weder 760 noch 700 sondern allenfalls noch 650 Mitarbeiter beschäftigt, bzw. besessen sein werden.

geschätzt 50

 13.12.2006 Bad Oldesloe, Kommune und Landkreis, ein Verwaltungszusammenschluss von Oldesloe-Stadt und Oldeslohe-Land steht ins Haus. Auch hier soll es zwar Einsparungen, aber auf keinen Fall "fusionsbedingte" Entlassungen geben. Wir werden sehen.

Vorwarnung

 13.12.2006

Rostock, Kommune, von 2.900 Stellen soll langfristig die Hälfte wegfallen. Dabei wird ein "Bleibepotenzial" (hahaha!) von 1.400 Stellen vorgesehen, während 500 Mitarbeiter an den zu bildenden "Großkreis" übergeben werden sollen. Bleibt eine Differenz von 1.000 futschen Stellen. Das "Fortbleibepotenzial"?

Wir vermuten, dass unsere begleitende Rechnung (zuletzt aktualisiert im August 2006) von den jetzt anstehenden 1.000 Stellen bereits 906 berücksichtigt hat und melden lediglich die Differenz nach

weitere 94

 13.12.2006 Autohaus Koch, Pfungstadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 17 Mitarbeiter.

17

 13.12.2006 Deutsche Post, Logistik,
die Deutsche Post hat es perfekt verstanden, die Entwicklung ihrer Personalzahlen im Inland zu verschleiern. Die Geschäftsberichte geben nur noch Konzernzahlen wieder. Unsere letzte Personalstandszahl für Deutschland stammt aus 2004, und auch die ist durch die Zusammenlegung mehrerer Firmen rund um die Tochter DHL, sowie weitere Zukäufe und Restrukturierung im Konzern nur bedingt aussagekräftig. Im September 2004 waren es also, mit allen Vorbehalten noch 220.000 - nach 240.000 im Oktober 2002. Nach unseren Erkenntnissen dürften inzwischen im Zuge der natürlichen Fluktuation weitere 12.000 Stellen unbesetzt geblieben sein, so dass der Personalstand bei 208.000 stehen könnte.
Die nun bevorstehende Zusammenlegung von Paket und Briefdienst haben wir bereits im August 2003 berücksichtigt, ebenso wie den vorgezogenen Wegfall des Briefmonopols in 2005 - unser Personalziel für die Deutsche Post in Deutschland steht daher jetzt bei 196.900. Weil uns keine neuen Ist-Zahlen vorliegen, bleiben wir vorsichtig und erachten den nun bevorstehenden Personalabbau als bereits berücksichtigt.

jetzt wird es wieder einmal ernst

 13.12.2006 BASF, Chemie, Minden, am Standort Minden von 484 Vollzeitstellen sollen bis Ende 2007 nur 265 übrig bleiben. 219 gehen verloren.

219

 12.12.2006 Weil Deutschland vom weltweiten Aufschwung profitiert,
hier ein paar Fundsachen aus den heutigen Meldungen:

UPS, United Parcel Service Inc, Atlanta, will 1.850 Arbeitsplätze abbauen,
DaimlerChrysler, Transportmittel, streicht in 2007 bis zu 4000 Stellen im nordamerikanischen Lkw-Geschäft

Schweiz, mitteleuropäischer Kapitalfluchthafen, im Rahmen einer "Aufgaben-Verzichtsplanung" entfallen 4000 Stellen beim Bundespersonal
Schweiz, Post und Bahn bauen Stellen ab

TUI, Touristik und Schifffahrt, will in Großbritannien mehrere tausend Stellen abbauen, auch in Frankreich wird Personal eingespart.

Siemens, will zwei Werke im US-Bundesstaat Ohio schließen und 720 Stellen abbauen

Hintergrund

  Aber wir wollen uns weiterhin auf Deutschland konzentrieren.  
 12.12.2006 Modern Direct Mailing Gmbh, Wernau, hat Insolvenz beantragt.  Betroffen sind 530 Mitarbeiter.

530

 12.12.2006 Gewerkschaften, den Stellenabbau bei der IG Bau haben wir gerade gemeldet, doch das war nicht alles, was die deutschen Gewerkschaften zum Arbeitsplatzabbau beigetragen haben. Verdi hat seit dem Zusammenschluss der fünf Einzelgewerkschaften trotz Kündigungssperre schon 1.500 von ehemals 5000 Mitarbeitern abgebaut. 1.000 davon hatte Herr Bsirske (wie von uns gemeldet) in 2003 angekündigt - inzwischen ist klar, dass ab 2008, wenn der Kündigungsschutz fällt, mit weiterem Stellenabbau zu rechnen ist. Wir nehmen also die bereits realisierten zusätzlichen 500 - und weitere 500 absehbar vernichtete dazu.

 500
+ weitere 500

 11.12.2006 Kunststoffwerk Gottfried Roder GmbH, Kunststoffspritzteile, Lübeck, steht im Insolvenzeröffnungverfahren. Betroffen sind nach unserer Schätzung rund 80 Mitarbeiter. geschätzt 80
 11.12.2006 Gesellschaft für Bauen und Wohnen, Bauunternehmen, Bad Salzschlirf, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist beantragt. Über die Zahl der Beschäftigten gibt es keine Angaben.

 ?

 11.12.2006 Odenwälder Kunststoffwerk Dr. Herbert Schneider GmbH & Co. KG, wird vom Insolvenzverwalter geschlossen. Die letzten 98 Mitarbeiter verlieren den Job.

98

 11.12.2006 Tauberlux Weingüter GmbH, Lauda-Königshofen, hat Insolvenz beantragt. Über die Zahl der Mitarbeiter liegen keine Angaben vor.

?

 11.12.2006 KarstadtQuelle, Einzel- und Versandhandel, die Dienstleistungsparte im Versandhandel (schön gesagt, oder?) soll verkauft werden. Gemeint sind im einzelnen "die Logistik", früher hieß so etwas "der Versand", die "Kundenbeziehungen" also wohl Auftragsannahme und Verwaltung, sowie Personalsteuerung, Recht und die Informationstechnologie. Da bleibt, außer Einkauf und Bilanzbuchhaltung, nicht viel übrig, vom Versandgeschäft. Betroffen sind rund 2000 Beschäftigte bei der Quelle-Neckermann Logistik GmbH, weitere 2000 in den weiteren betroffenen Bereichen.
Noch sind die Konsequenzen völlig offen, wir schätzen jedoch, dass möglich Käufer im Versandbereich und im Bereich Kundenbeziehungen bis zu 80 Prozent des Personals auch nach Rationalisierung und Synergieeffekten weiter beschäftigen werden, dass jedoch in den Managementbereichen deutlich größere Einsparpotentiale erwartet werden können. Insgesamt schätzen wir den absehbaren Personalabbau auf 1.000 Stellen.

geschätzt 1.000

 11.12.2006 Motorola, Handysparte, Flensburg, eine "Kostenüberprüfung" macht den 1.150 Mitarbeitern und den 1.200 Leiharbeitern Angst.

Vorwarnung

 11.12.2006 Uni Credito, Geldschöpfung, Europa, die Tochter "HypoVereinsbank" soll bundesweit 800 Stellen abbauen. Das ist nichts Neues. Massiver Stellenabbau war im Zuge der Übernahme durch die Italiener geplant und wird Schritt für Schritt durchgezogen.
Hauptsache, Deutschland bleibt attraktiv für ausländische Investoren, oder?

Kalter Kaffee

 08.12.2006

Die Bahn, Volksvermögen vor dem Verkauf,

Arbeitsplatzabbau vom Feinsten, ein Stück Historie:

 Datum / Stichtag / Ereignis

Mitarbeiter
 Dezember 1994, Personalbestand

 352.000

 Dezember 2001, Personalbestand

226.000

 Vernichtete Arbeitsplätze in 7 Jahren

 126.000

 IST Dezember 2006

 183.000

 Vernichtete Arbeitsplätze der letzten 5 Jahre

43.000

 Arbeitsplatzabbau seit 1994 insgesamt

169.000

Ein Ende ist jedoch noch nicht in Sicht. In den nächsten fünf Jahren will die Bahn in Deutschland weitere 10.000 Stellen streichen, während die internationale Logistik-Sparte (Schenker) weiter ausgebaut werden soll.

Wir hatten Mitte des Jahres, als noch zu befürchten stand, die Bahn könnte ohne das Schienennetz privatisiert werden, den von Transnet für diesen Fall prognostizierten Verlust von 50.000 Jobs und die 10.000 Jobs, die wegen der Zuschusskürzungen für den Nahverkehr entfallen sollten gemeinsam betrachtet, einen "Propaganda-Abschlag" von 50% vorgenommen und den absehbaren Verlust von 30.000 Jobs gemeldet. Damit liegt unsere Prognose nun bei einem Endstand von 156.000 Bahn-Mitarbeitern in Deutschland. Damit sind wir den offiziellen Zahlen der Bahn um 17.000 Stellen voraus. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Bahn im Laufe der nächsten 12 Monate deutlich auf unseren Wert zu bewegen wird und sehen keinen Anlass für eine Korrektur.

 Konkretisierung und Hintergrund

 08.12.2006 Italia Automobili Castrop GmbH, Castrop-Rauxel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 5 Mitarbeiter.

 5

 08.12.2006 Saarower Klinikum, Gesundheitswesen stationär, Saarow, wird von Helios geschluckt. In Lager, Technik und Management wurden 14 Stellen gestrichen, weitere 100 sollen in den nächsten drei Jahren über die natürliche Fluktuation abgebaut werden.  

114

 08.12.2006 E-Plus, Mobilfunk, Düsseldorf, die Ausgliederung der Netztechnik steht auf dem Programm. Schon im September war berichtet worden, dass die niederländische Mutter den Abbau von 300 Stellen plant. Heute wird ein Geheimnis daraus gemacht.

Kalter Kaffee

 08.12.2006 IG BAU, Gewerkschaft, Stuttgart, will sich von 117 Mitarbeitern trennen.

117

 08.12.2006 AOK Thüringen, gesetzliche Krankenkasse, der Abbau von 250 Stellen in 2004 (wir meldeten die Absicht schon 2003) ist gerichtlich abgesegnet worden.

na also.

 08.12.2006 TUI, Schifffahrt und Touristik, Hannover, nach der zweiten Vorwarnung (September) kommt jetzt Klarheit auf. Der Konzern, der weltweit 61.480 Mitarbeiter beschäftigt, will die Touristiksparte, dort sind weltweit 52550 Menschen beschäftigt, um 3.500 bis 4.000 Stellen abspecken. Der Großteil davon in England und Frankreich, doch auch in Deutschland sollen "sehr viele hundert" Jobs entfallen. Man hätte wohl auch "knapp 1.000 sagen können). Wir legen uns bei 850 fest.

geschätzt 850

 07.12.2006 Fahrradwerk-Biria, Neukirch, die amerikanische Fondsgesellschaft Lone Star hat die Lust am Fahrrad verloren, folglich verlieren 220 Beschäftige den Arbeitsplatz. Biria wird dichtgemacht.

220

 07.12.2006 Optiplan Kunststoffe GmbH, Weiden, nach dem Verlust zweier Großkunden hat das Unternehmen der Züricher Investorengruppe ILM Insolvenz angemeldet.Ob es gelingen wird, ausreichend neue Abnehmer zu finden und damit eine wirtschaftliche Kapazitätsauslastung zu erreichen ist noch offen. Vorerst werden 9 Zeitarbeitsverträge nicht verlängert. Die übrigen 64 Arbeitsplätze in Oelsnitz, sowie die 38 in in Weiden sollen erhalten werden.Wir sind in diesem Fall ausnahmsweise optimistisch.

9

 07.12.2006 Hucke AG, Mode, Bielefeld, hat Insolvenz beantragt. Über die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze wurde nichts bekannt.

??

 07.12.2006 Historisches Weinhaus Wöhler Gastro GmbH, Schwerin, steckt in Schwierigkeiten.

Vorwarnung

 07.12.2006 Europa Philharmonie Hundisburg, Orchester, Haldensleben, steht vor der Insolvenz. Das Kultusministerium hat Finanzhilfen abgelehnt.

 Vorwarnung

 07.12.2006 Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK), Hamburg, die privatisierten Krankenhäuser (Asklepios) haben seit 2004 rund 1.500 Stellen abgebaut, nun sollen weitere 600 Anfang 2007 folgen. Dieser weitere Abbauschritt ist seit Mitte 2005 bekannt und von uns vermeldet. 

Kalter Kaffee

 07.12.2006 Internationaler Suchdienst (ITS), Bad Arolsen, baut 70 der 287 Stellen ab.

70

 06.12.2006 Globe Ground Berlin (GBB) und Ground Service International, Flugabfertigung, Berlin, die Töchter der Berliner Flughafengesellschaft stehen in Notlagen-Tarifverhandlungen mit Ver.di. 1.500 Mitarbeiter sollen auf 20% ihres Gehalts verzichten und auf jegliche Erhöhung bis 2012 verzichten, andernfalls droht Insolvenz. Wir melden zunächst den rechnerischen Stellenabbau - und warten alles weitere ab.

 zunächst
rechnerisch 300

 06.12.2006 ERP, Gemeinschaftsunternehmen von EWG (Alzey) und den  Stadtwerken Kirchheimbolanden, soll Synergien wirken lassen. Aus bisher 70 (Alzey) + 35 (Khb.) sollen künftig 90 werden.

15

 06.12.2006

Studie

Im deutschen Gesundheitswesen werden in den nächsten Jahren mehr als 400.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

Das besagt der iSoft-Report, eine aktuelle Studie iSoft Deutschland GmbH. Die Studie kann unter team@dripke.de oder Fax: 0611 / 71 92 90
angefordert werden.

Trend

 NRW

NRW, Bundesland

"Butter bei die Fische...!"

Eine eigene, 180 Mitarbeiter starke Behörde soll dafür sorgen, dass die Personalabbaupläne schnell umgesetzt werden. Das zentrale "Personaleinsatzmanagement" soll es schaffen, dass bis zum Jahr 2010 rund 12.000 Stellen wegfallen können.

Die interessante Information in diesem Zusammenhang: Derzeit arbeiten - so der Finanzminister - rund 420 000 Landesbeschäftigte auf 335 000 Stellen. Also gibt es 1,25 Beschäftigte pro Stelle. Insgesamt ist in dieser Statistik für NRW der geplante Abbau von 34.400 Stellen vermeldet. Theoretisch müssten wir jetzt noch 25%, also 8.600 Landesjobs nachmelden.  

 Konkretisierung
 05.12.2006 SPD, an der poliltischen Willensbildung Mitwirkende, Berlin, der wunderbare, strahlende
Aufschwung hat auch das Willy Brandt Haus erreicht. 200 Zuarbeiter des Parteivorstandes
müssen auf die vereinbarte Gehaltserhöhung verzichten, dafür wird im Gegenzug die
Wochenarbeitszeit verlängert, was nicht schlimm ist, weil in Berlin der Ladenschluss gefallen
ist. Doch damit nicht genug, auch die SPD scheint durch die De-facto-Fusion mit der CDU-CSU
Synergieeffekte zu erleben. 16 Stellen sollen - ohne betriebsbedingte Kündigungen, versteht
sich - abgebaut werden. Außerdem wird mit allerlei Tricksereien an Steuern und Abgaben
gespart. Weihnachtsgeld schon im März verringert die Sozialabgaben, statt steuerpflichtig
Essensgeld zu beziehen, bekommen die Mitarbeiter künftig steuerfreie Bons. Nein,
Gestaltungsmissbrauch ist das nicht. Das sind die Taten, die man würdigen sollte. Erzählen
kann man schließlich viel.

16

 05.12.2006 Städtische Kliniken, Höchst, die Zahl der Betten soll um 200 reduziert werden, da kommt
man dann auch mit weniger Personal aus. Über Entlassungen wird laut nachgedacht. Wie viele
- wird noch geheim gehalten. Wir schätzen: 100

geschätzt 100

 05.12.2006 Leiber OHG, Automobilzulieferer, Emmingen, rund 450 Mitarbeiter verzichten für drei
Jahre auf 8,5 Prozent ihres Lohns, sowie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Das entspricht rechnerisch dem Abbau von 80 Stellen.

rechnerisch 80

 05.12.2006 NDR, gebührenfinanziertes Medienunternehmen, Hamburg, wird in den nächsten zwei
Jahren 150 Stellen abbauen. Auch hier wirkt ganz offensichtlich der Aufschwung.

150

 05.12.2006 Versicherungen, Branchenausblick - Aufschwungsszenario
Der Präsident des Branchenverbandes GDV geht davon aus, dass der Stellenabbau
in den Versicherungsunternehmen noch fünf Jahre lang weitergehen wird. Sollte die
private Krankenversicherung im Zuge der gesundheitsreformerischen Bemühungen
ernsthaft beschädigt werden, würden alleine dort rund 50.000 Arbeitsplätze
entfallen.

Trend

 05.12.2006 MZ, Motoradbauer, Zschopau, will noch einmal 35 Stellen streichen und mit nur noch 65
Mitarbeitern weiterarbeiten.
 
 01.12.2006 Forsthaus, Hotel u. Restaurant, Wolfenbüttel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 8 Mitarbeiter.

8

 01.12.2006 Greenpeace, Umweltschutzaktivisten, Hamburg, der Aufschwung kommt zu spät - spärlicher fließende Spendengelder machen 20 betriebsbedingt Kündigungen erforderlich.

20

 01.12.2006 Bals Elektrotechnik, Steckvorrichtungen/Verteiler, Albaum, entlässt 40 Mitarbeiter.

40

 01.12.2006 Marienhospitals Letmathe, Evangelisches Krankenhaus Elsey, Gesundheitswesen stationär, wollen fusionieren. Personalabbau ist mittelfristig zu erwarten. Wir schätzen, dass 40 der 400 Beschäftigten überflüssig werden sollen.

geschätzt 40

 30.11.2006 Gera, Kommune, ein privater Partner soll am Entsorgungs-Unternehmen der Stadtwerke beteiligt werden.
Wenn ein privater Partner mehr Geld verdienen muss, weil er Gewinne machen will, und die Stadt gleichzeitig Geld spart, weil der Private billiger ist, dann muss es bei den Arbeitsplätzen krachen. Anders geht's leider nicht.

Vorwarnung

 30.11.2006 Kirchenkreise Rendsburg und Eckernförde, Seelenheil, ev., sollen am 1. Mai 2009 zusammengelegt werden, um Synergieeffekte - also Mitarbeiterabbau - zu ermöglichen. Wir schätzen, dass von rund 900 Beschäftigten etwa 75 den Job verlieren werden.

geschätzt 75

 30.11.2006 MTU, Triebwerke, München, ab in den Osten, heißt die Parole. Mit einem kleinen Standort für 100 bis 200 Mitarbeiter und einfacheren Produkten soll die Auslagerung getestet werden. Und weil neue Standorte bei gleicherl Leistung stets weniger Beschäftigte brauchen, als die alten, nehmen wir die höhere Zahl in die Statistik auf.

 200

 30.11.2006 Deutscher Wetterdienst, Station Bamberg, wird geschlossen. Das kostet 4 Arbeitsplätze.

4

 30.11.2006 Universelle, Maschinenbau, Schwarzenbek, baut 70 Stellen ab. Dass diese bisher mit Leiharbeitern besetzt waren, ändert nichts daran, dass die Jobs verloren sind.

70

 30.11.2006 Ticona, chemisches Landebahnausbauhindernis, Kelsterbach - Nähe Fraport,  650 Millionen Euro werden gezahlt, damit Ticona das Gelände räumt. Die 1.000 Beschäftigten werden in eine Beschäftigungsgesellschaft abgeschoben. Der SPD-Politiker Gerold Reichenbach hat hochgerechnet, dass in der Region an diesem Werk insgesamt 4.000 Jobs hängen.

Nun, noch erklärt Ticona, mit der Produktion in Deutschland bleiben zu wollen, noch ist auch die neue Startbahn nicht genehmigt, aber beides wird sich vermutlich schneller ändern, als uns lieb sein kann. Daher heute die Vorwarnung für den Verlust von 1000 bis 4000 Jobs in der Rhein-Main-Region.

Vorwarnung

 30.11.2006 Koehler, Papierfabrik, Oberkirch und Kehl, 50 Stellen werden abgebaut.

50

 30.11.2006 S-Bahn, Öffentlicher Personen Nahverkehr, Berlin, weiterer Stellenabbau geplant. Das Aufsichts- und Sicherheitspersonal soll massiv betroffen sein, wenn im nächsten Jahr 670 und in Folge weitere 190 Stellen wegrationalisiert werden.

860

 29.11.2006 EDS, IT-Dienstleister, Rüsselsheim, der Betriebsrat rechnet nun mit dem Abbau von 350 Stellen - 50 mehr, als vor einer Woche gemeldet.

 weitere 50

 29.11.2006 CSH, Flugzeugkabinenausrüster, Hamburg, hat Insolvenz beantragt. Die CSH entstand 2004 aus dem Zusammenschluss von zunächst 5 kleineren und mittleren Unternehmen, die sich in Hamburg als "großer" Airbus-Partner aufstellen wollten. Schon Anfang 2005 waren es 16 Gesellschaften mit insgesamt 4900 Beschäftigten. Ein weiteres Wachstum war geplant. Nachdem die Gesellschaft jedoch nicht in der Lage war, das vorgesehene Eigenkapital von 750.000 Euro aufzubringen, strich der Hamburger Senat den vorgesehenen Zuschuss in Höhe von 550.000 Euro. Nun ist - wohl auch im Gefolge der A380-Probleme Zahlungsunfähigkeit eingetreten. Wir fürchten, dass es zum Komplettverlust dieser 4.900 Jobs kommt. Kabinen kann man schließlich überall auf der Welt einrichten. Der Vogel muss dafür nur einmal hinfliegen.

 4.900

 29.11.2006 Druckhaus Darmstadt, Druckerei, Darmstadt, das Finanzamt hat die Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 50 Mitarbeier.

50

 29.11.2006 Cat Logistics, Ersatzteil-Logistik, Rüsselsheim, das Gemeinschaftsunternehmen von Opel und Caterpillar will sich von 66 der 560 Mitarbeitern trennen.

66

 29.11.2006 Bundeswehrkrankenhaus (BWK), Amberg, wird Ende März 2007 geschlossen. Wieder gehen im Zuge der Bundeswehrreform 120 Arbeitsplätze verloren.
Insgesamt arbeitet die Bundeswehr einen Sparplan von 88.000 Stellen ab. Link
Konkretisierung
 28.11.2006 Sparkassen, Geldschöpfung, Schwerin, Ludwigslust, Sparkasse Schwerin und Kreissparkasse Ludwigslust schließen sich zusammen und werden drittgrößte Sparkasse in Mecklenburg-Vorpommern. Auch ohne betriebsbedingte Kündigungen sollen 60 von 521 Stellen abgebaut werden.

60

 28.11.2006 Gauss, Forschungsschiff, Deutschland, nichts ist wichtiger als Forschung - bloß kosten darf sie nichts.  3,3 Millionen Betriebskosten pro Jahr sind der Regierung zu viel. Die Gauss wird verkauft, die 19-köpfige Besatzung muss gehen.

19

 28.11.2006 Trelleborg Automotive, Automobilzulieferer, Schweden, Mannheim, rund 700 Stellen sollen in Towbridge (England) und Mannheim (Deutschland) sowie an zwei kleineren Standorten abgebaut werden. Wir schätzen, dass in Mannheim rund 250 Jobs verloren gehen werden.

geschätzt 250

 28.11.2006 Staatliche Porzellan-Manufaktur, Weißes Gold, Meissen, strukturiert um und entlässt 40 von 860 Mitarbeitern.

40

 28.11.2006 Verzinkerei Rhein-Main, Korrosionsschutz, Groß-Rohrheim, am Standort Groß-Rohrheim sollen 44 Stellen abgebaut werden.

44

 27.11.2006 kultur journal mittelthüringen, Heft, seit 1992 von den Städten Weima, Erfurt und Jena herausgegeben, ist erneut insolvent. Wir schätzen vorsichtig, dass davon mindestens drei Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 3

 27.11.2006 Hamburger Morgenpost, Berliner Morgenpost, Blätter, unsere letzte Bestandsaufnahme vom März erfasste noch 700 Stellen in Berlin, und 114 in Hamburg. Das entsprach einem Abbau von bis dahin 62 Stellen. 100 hatten wir bei Bekanntwerden der Übernahme geschätzt. Nun sagt der Wirtschaftsprüfer/Consultant Pricewaterhouse, in Hamburg könnten 22 von (noch) 120 Stellen gestrichen werden (Ziel also 98). In Berlin will der Verlag 90 Mitarbeiter in Altersteilzeit schicken. Dann sind das dort noch 610. Insgesamt ergibt sich daraus ein Abbau um 168 Stellen. Wir haben also 68 nachzumelden.

weitere 68

 27.11.2006 Westspiel, konzessioniertes Glücksspiel, im Casino Berlin werden die beiden letzten französischen Roulettetische und damit acht Mitarbeiter abgebaut.

8

 27.11.2006 Grundig, Unterhaltungselektronik, Nürnberg, nach dem Aderlass von Ende 2002/Anfang 2003 werden bei Grundig in Deutschland nun neuerlich 50 Jobs abgebaut.

 50

 27.11.2006 Giesecke & Devrient, Banknoten und Chipkarten, die neue Fabrik in Nitra (Slowakei) ist eröffnet. Der Abbau von 240 Jobs in Louisenthal am Tegernsee damit besiegelt.

Bestätigung

 27.11.2006 Güstrow, Landkreis, Pricewaterhouse berät nicht nur die Morgenpost, sondern auch den Landkreis Güstrow, dort wird jetzt bekannt, dass Pricewaterhouse unter dem Namen Wibera jüngst im vergleichbaren Kreis Ostvorpommern (Anklam) ganz massive Einsparungen vorgeschlagen hat. Wir werden sehen, was daraus wird.

 Vorwarnung

 27.11.2006 Victoria, Versicherungen, Düsseldorf, das zur Ergo-Gruppe (Münchner Rück) gehörende Unternehmen baut 200 Stellen ab. Damit scheint die nächste Sparrunde eingeläutet. Insgesamt will Ergo im Laufe der nächsten drei Jahre die Kosten um 270 Mio Euro p.a. senken. Das ist mit dem Abbau von 200 Jobs nicht zu schaffen, dazu müssen einige tausend Stellen abgebaut werden.

vorerst 200

 27.11.2006 Zürich Versicherungen, der nun offiziell bekanntgegebene Abbau von 1000 der 5700 Stellen wurde von uns bereits im Sommer angekündigt.

Bestätigung

 27.11.2006 RTL, Werbung und Meinung, Köln, die "Senderfamilie"strukturiert um. Alle technischen Aufgaben werden zentralisiert. Damit sollen im ersten Schritt 75 der bundesweit 2500 Stellen entfallen. Insgesamt erscheint der Abbau von bis zu 300 Jobs möglich.

 300

 24.11.2006 Aachen Münchener, Versicherung, gibt den eigenen Außendienst auf. Den Vertrieb der Versicherungsprodukte übernimmt exclusiv die Deutsche-Vermögensberatungs-AG. Den 1.350 freiberuflichen und 874 festangestellten Außendienstlern soll angeboten werden, in die DVAG zu wechseln, doch verlieren die Angestellten die Anstellung. Wenn sie weiter Klinken putzen wollen, dann nur als freie Handelsvertreter. Ja, so gehts, wenn man gekauft wird. Die Mutter Generali ist zufälligerweise auch mit knapp 50 Prozent an der DVAG beteiligt, was das Zusammenschmeißen sehr viel leichter macht.

874

 24.11.2006 Märkische Buchhandlung, Lünen, hat Insolvenz beantragt. Seit August gingen 4 Arbeitsplätze verloren.

 4

 24.11.2006 Gerstmann Autohäuser, hat für die Betriebe Volvo Schepker und Ford/Opel Gerstmann in Oberhausen, sowie für Ford Deterding in Mühlheim Insolvenz beantragt. Betroffen sind 200 Mitarbeiter.

 200

 23.11.2006 Blomeier und Schulte, Taxi-Unternehmen, Meersburg/Friedrichshafen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 55 Mitarbeiter.
Der Aufschwung ist da. Die Taxi-Pleite beweist: Die Deutschen haben wieder Geld, sich eigene Autos zu kaufen.

55

 23.11.2006 Flughafen Hof-Plauen, fränkisch-thüringisches Luftblasendrehkreuz, Hof,  der Oberbürgermeister von Hof hat (vorbehaltlich eines Wunders) das AUS für den Flughafen erklärt. Wir schätzen, dass am Flughafen selbst rund 15 Arbeitsplätze hängen.
Der Aufschwung ist da. Die Schließung des Regionalflughafens beweist: Die Deutschen haben wieder genug Geld, sich auch längere Anfahrten zu einem richtigen Flughafen - samt Parkgebühren - leisten zu können.

geschätzt 15

 23.11.2006 Kirchen in Darmstadt, Martins-, Michaels-, Thomas-, und Stiftskirchengemeinde wollen fusionieren. Ziel: Personalabbau. Wir schätzen, dass ca. 10 Stellen verschwinden.
Der Aufschwung ist da. Der Rückzug der Kirchen beweist: Die Deutschen haben wieder genug Geld, um sich auch bei kleinen Seelenschmerzen professionelle psychologische Hilfe und wirksame Psychopharmaka leisten zu können.

 geschätzt 10

 23.11.2006 Kondi, Einzelhandel, Halle, die Firmenzentrale des Ossi-Discounters wird geschlossen, das Zentrallager aufgelöst. Das kostet 180 Jobs. Eigentümer Edeka mach Netto und NP - Märkte aus den Kondi-Märkten.
Der Aufschwung ist da. Selbst die Ostdeutschen haben nun wieder genug Geld, um bei den großen Marken-Kaufläden von Edeka einkaufen zu können.

 180

 23.11.2006 DSV, Transportunternehmen, Dänemark, nach Übernahme der niederländischen Frans-Maas-Gruppe werden die deutschen Aktivitäten umstrukturiert. 140 deutsche Mitarbeiter (von 2.400 in D.) verlieren den Job.
Der Aufschwung ist da. Immer weniger Deutsche müssen sich hinter das Steuer eines LKWs quetschen, was auch immer wir brauchen, die Dänen und die Holländer bringen es ins Haus.

140

 23.11.2006 Real, Einzelhandel, Alzey, der Markt wird rationalisiert. Mindestens 36 Mitarbeiter werden nicht mehr gebraucht. Aber das ist nur ein konkreter Einzelfall eines Sparprogramms, dass sehr viel mehr Real-Märkte und sehr viel mehr Mitarbeitert trifft.
Der Aufschwung ist da. Die Durchsetzung der noch unter Gerhard Schröder beschlossenen Sparmaßnahmen zeigt, dass auch weiterhin die richtigen Schritte in die richtige Richtung gegangen werden.
Konkretisierung
 23.11.2006 Jakobi-Krankenhaus,Gesundheitswesen stationär, Rheine, die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie speckt ab.  Im kommenden Jahr können in Rheine und Lengerich rund 20 Stellen entfallen.
Der Aufschwung ist da. Die Psychiatrie hat genug Geld um die Patienten mit modernster Technik und hochwirksamen Medikamenten zu überwachen und zu beruhigen. Menschliches Mühe ist überflüssig geworden.

 20

 23.11.2006 Universitätsklinikum Mainz, Gesundheitswesen stationär, Mainz, im Juni schätzten wir, dass die Tarifabschlüsse zum Anlass genommen werden 300 Stellen abzubauen. Nun ist die Katze aus dem Sack. 580 Stellen (von 4.000) werden gestrichen.
Der Aufschwung ist da. Der Stellenabbau an der Uniklinik beweist, dass die Deutschen mehr Zeit und mehr Geld für die Pflege ihrer Gesundheit aufwenden können. Der Krankenstand sinkt mit wachsendem Wohlstand.

 weitere 280

 23.11.2006 Zapf, Spielwaren, Mönchröden (Rödental), der US-Großaktionär MGA greift durch. Vertrieb und Marketing werden vom Zapf-Firmensitz zur Deutschland-Zentrale der MGA nach Darmstadt verlagert. Weiterer Stellenabbau senkt die Kosten. Von noch 334 sollen 240 übrig bleiben. Die Datenlage ist nicht ganz klar, es sieht aber so aus, als würden vom Stellenabbau 45 Mitarbeiter in Deutschland betroffen.
Der Aufschwung ist da. Die Deutschen haben genug Geld, um sich die teuren Original-US-Barbie leisten zu können. Wer muss da noch auf die preiswerteren, aber doch ziemlich bieder-deutsch wirkenden Zapf Puppen zurückgreifen?

45

 1 Jahr    
Schuh-Nöding, Baunatal, Geschäftsaufgabe nach 35 Jahren. Betroffen sind nur die Inhaber, die sind zwar als Selbständige unter "Erwerbstätige" gezählt, aber einen "Arbeitsplatz" hatten sie nicht.

 0

 
 1 Jahr    
Hotel Westerkamp, Beherbergungsgewerbe, Osnabrück, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - geschätzt - 10 Mitarbeiter.

 geschätzt 10

 
 1 Jahr    
Klinikum Niederberg, Gesundheitswesen stationär, Velbert, steht in der Insolvenz. Betroffen sind rund 900 Mitarbeiter.

 900

 
 1 Jahr    
Witten, Kommune, will 20 Millionen sparen, jährlich. Wir schätzen, dass dafür mindestens 200 Stellen abgebaut werden müssen.

 geschätzt 200

 
 1 Jahr    
APM, Druckerei, Darmstadt, die gewerkschaftseigene Druckerei hat Kostenprobleme. Trotz der bis Ende 2007 vereinbarten Beschäftigungsgarantie gab es zwei Kündigungen.
170 Mitarbeiter wissen, dass das Unternehmen verkauft werden soll. Die 4 Mio, die von der Belegschaft als Sanierungsbeitrag aufgebracht wurden, sind offenbar wirkungslos verpufft.

 Vorwarnung

 
 1 Jahr    
Heilbronn, Kommune, im Verwaltungsgebiet sind schätzungsweise 1000 Haushalte von der Stromversorgung abgeklemmt. Kein Wunder: die Heilbronner Aufbaugilde, die einst als Berufsförderungseinrichtung 250 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze anbot, hat jetzt nur noch 1-Euro-Jobs im Angebot. Da wächst die Kaufkraft, da sprudeln die Steuerquellen, da wachsen die Beitragseinnahmen - oder wird doch auch da nur destruktiv gespart.

 250

 
 1 Jahr    
Werkö, Werkzeugfabrik, Königsee (Thür.), die Tochter der Widia GmbH, die wiederum vom US-Konzern Kennametal geschluckt wurde, hat Auslastungsprobleme. Rund 50 der 220 Mitarbeiter müssen mit der Kündigung rechnen.

 50

 
 1 Jahr    
Frankenwälder, Textilien, Münchberg, verlagert die Produktion ins Ausland und baut 210 von 540 Arbeitsplätzen ab.

 210

 
 1 Jahr    
WM Logistik, Bocholt, 7 von 97 Mitarbeitern müssen gehen.

 7

 
 1 Jahr    
Unilever, Brotaufstriche etc, Europa, streicht 240 Stellen in Forschung und Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass auch in Deutschland einige Streichstellen anzutreffen sind und schätzen ihre Zahl vorsichtig auf 25.

 geschätzt 25

 
 1 Jahr    
Kaufhof, Einzelhandel, Viernheim, das Lager in Viernheim wird wegrationalisiert. 250 Arbeitsplätze werden aufgegeben.

 250

 
 1 Jahr    
EDS, IT-Dienstleister, Rüsselsheim, wird an den deutschen Standorten rund 300 von 4.400 Stellen abbauen. Alleine in Rüsselsheim über 100.

 300

 
 1 Jahr    
Studio Babelsberg, Filmstudio, Potsdam, entlässt 40 Mitarbeiter.

 40

 
 1 Jahr    
Schulte-Gruppe, Großhandel, hat für einen Teil der Aktivitäten Insolvenz beantragt. Betroffen sind nach unserer Schätzung rund 300 Mitarbeiter.

 geschätzt 300

 21.11.2006 A. Hainke GmbH, Haslocher Ausziehtisch-und Möbelfabrik, Hasloch, steht in Insolvenz. Betroffen sind nach unserer Schätzung rund 100 Mitarbeiter.

 geschätzt 100

 21.11.2006 Preusse, Bauunternehmen, Braunschweig, wird von der Strabag übernommen. 38 von 110 Mitarbeitern werden bei der Gelegenheit entlassen.

38

 21.11.2006 AlzChem, Chemie, Trostberg, es heißt, die Mitarbeiter der 100%-Degussa-Tochter seien glücklich. Warum? Darum!
ab 1. Januar dürfen sie statt 37,5 wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten, ohne Lohnausgleich, versteht sich,
100 Mitarbeiter sollen die Chance der Altersteilzeit nutzen dürfen,
und die Mehrarbeit soll keine Entlassungswelle auslösen, jedenfalls nicht bei der AlzChem, sondern allenfalls bei Zulieferern, weil man so wieder mehr Aufgaben selbst wahrnehmen könne,
und für die nächsten fünf Jahre sollen freiwerdende Stellen frei bleiben, wenn das die Gewinnsituation verbessert.

Wir konnten nicht herausfinden, wie viele Mitarbeiter die AlzChem beschäftigt. Wir schätzen aber, dass etwa ein Drittel der rund 25.000 Arbeitsplätze im Chemiedreieck auf die AlzChem entfallen. Das bedeutet rechnerisch 20.000 kostenlose Mehrarbeitsstunden für das Unternehmen - und die rechnerische Einsparung von über 500 Mitarbeitern.

Bleibt glücklich, Trostberger!

rechnerisch 500

 21.11.2006 Racke, Alkoholica, Bingen, hat das Spirituosengeschäft verkauft und sich auf den Weinhandel konzentriert. 50 von 250 Stellen in Deutschland konnten so gestrichen werden.

 50

 21.11.2006 Brandenburg, Bundesland, ob die Kriminalität sinkt, wenn man Stellen bei der Kripo streicht? In Brandenburg scheint man das zu hoffen. Schönbohm streicht 400 von 2.400 Kripo-Stellen.  Dass Bundesländer zigtausende Stellen abbauen haben wir ziemlich umfassend dokumentiert. So ist auch diese Meldung nur eine Konkretisierung.

Konkretisierung

 21.11.2006 RÜTGERS Chemicals AG, Chemie, 20 bis 25 Millionen Euro jährlich müssen gespart werden, die Belegschaft auf 405 Köpfe verschlankt werden. Daraus schließen wir, dass etwa 100 Stellen abgebaut werden müssen.

geschätzt 100

 17.11.2006

Medizinische Versorgung - Apotheken

nicht nur im Bereich der stationären Versorgung fliegen uns die Trümmer der vom Sparhammer zerschlagenen, einst weitgehend mit öffentlichen Mitteln errichteten Infrastruktur um die Ohren. Auch im pharmazeutischen Einzelhandel wird die Umsetzung der Gesundheitsreform einen Tsunami auslösen, der tausende von Apotheken und mit ihnen zigtausende von dort Beschäftigten vom Markt fegen wird.

Wenn die Apotheker am Mittwoch, den 22. November, auf die Straße gehen, um gegen die Gesundheitsreform zu protestieren, geht es ihnen nicht nur um die Sicherung des eigenen Einkommens. Es wird geschätzt, dass die von der Gesundheitsreform angetriebene "Marktbereinigung" zur Schließung von etwa 4.000 der 20.000 deutschen Apotheken führt und dass damit - und bei den überlebenden Apotheken rund 40.000 Arbeitsplätze verloren gehen werden.

Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen etwas übertrieben sind, können andererseits aber durchaus erkennen, dass auch diese Entwicklung voll der Zielsetzung der Gesundheitsreform entspricht - und vom Grundsatz her kommen wird. Wir setzen pauschal 25.000 absehbar verlorene Arbeitsplätze in die Statistik ein, wohl wissend, dass wir von den eintreffenden Einzelfällen kaum jemals Kenntnis erhalten werden.

pauschal 25.000

 17.11.2006 Besmer, Teppichproduktion, Hessisch Oldendorf, steht seit einem Vierteljahr in Insolvenz, nun wird das Unternehmen von Dura Tufting übernommen. Wie viele der 235 Mitarbeiter den Arbeitsplatz behalten werden, ist noch offen. Wir rechnen damit, dass 85 gehen müssen.

geschätzt 85

 17.11.2006 Rennsteigbäckerei, Filialbäckerei, Rodacherbrunn, steht seit 29. September im Insolvenzverfahren.Von 44 Filialen existieren noch 26, von 200 Beschäftigten sind noch 140 an Bord. Nun bleibt die Frage offen, ob sich ein Käufer findet, der das Unternehmen fortführt.

vorerst 60

 17.11.2006 Villiger, Cigarrenfabrik, Tiengen, streicht 56 von 211 Arbeitsplätzen.

56

 17.11.2006 Arcor, telekomisches Unternehmen, Eschborn, baut 150 von 3.800 Stellen ab

150

 17.11.2006 Deutsche Wüstenrot, Bank, Versicherung, die neu in die Presse lancierten Zahlen zum Stellenabbau sind längst beschlossen und registriert.

Kalter Kaffee

 16.11.2006

Handwerk

Wie in den Vorjarhen nehmen wir auch diesmal die Gelegenheit wahr, die Prognosen des Generalsekretärs des Zentralverbandes des deutschen Handwerks zu würdigen und pauschal in die Statistik einzustellen.
Schleyer erklärt, allein in diesem Jahr würden rund 50 000 Stellen abgebaut. Er rechnet damit, dass die Unternehmen im nächsten Jahr weitere 30 000 Mitarbeiter entlassen müssen.
Dass Schleyer kurz vor Jahresende seine ursprüngliche Prognose, in 2006 würden 60 bis 80.000 Stellen im Handwerk verloren gehen auf 50.000 reduziert hängt in erster Linie damit zusammen, dass die Bauwirtschaft in ganz erheblichem Maße angezogen hat. Der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage habe sich im Baubereich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt. Das wiederum hat einen ganz wesentlichen Grund: Um letztmalig in den Genuss der Eigenheimzulage zu gelangen, mussten vor dem 1.Januar 2006 die Bauanträge gestellt werden. Die wurden dann nach und nach von den Behörden abgearbeitet und in Baugenehmigungen umgesetzt. Der Berg der genehmigten Bauanträge ist jetzt bei der Bauwirtschaft angekommen und muss erledigt werden, bevor die Mehrwertsteuererhöhung zuschlägt. Das große Loch kommt ab Mitte 2007 auf die Bauwirtschaft zu. Wir nehmen daher von den für 2006 eingestellten Zahlen vorsichtshalber nichts zurück und stellen die wiederum sehr knapp geschätzten 30.000 für 2007 in die Statistik ein.

 30.000

 16.11.2006 Berlin, Haupt- und Schuldenstadt,
unsere Vorausberechnung vom 20.10.2006 hat voll ins Schwarze getroffen. Mit der nun angekündigten Streichung von 23000 Stellen bis 2011 wird das von uns angenommene neue Personalziel: "Unter 90.000" angepeilt. Statt sich, wie Wowereit, mit Formulierungen wie "die Stellen werden >im Prinzip< abgebaut", herauszureden, sollte endlich jemand kommen und rufen: "Völker der Welt, seht auf diese Stadt - und auf dieses Land!"

 Bestätigung

 16.11.2006 Stadtwerke Frankfiurt/Oder, kommunale Daseinsvorsorge, das Heizkraftwerk gehört rund 400 Investoren. Die Stadtwerke es geleast und müssen Leasinggebühren zahlen. Nach anfänglichen Gewinnen, von denen ein Teil auch in die Stadtkasse zurückfloss, sieht es nun so aus, als ob die Rechnung nicht mehr aufginge - und wenn Verluste eintreten - so sieht es der Vertrag vor, auf den man sich in Frankfurt eingelassen hat, dann muss die Stadt alleine dafür aufkommen. Weil die Stadt das voraussichtlich nicht stemmen kann, müssen nun in Höhe der prognostizierten Verluste von 1,5 Mio p.a. Mitarbeiter abgebaut werden. Wir schätzen, dass es um die 50 werden müssen. 

geschätzt 50

 16.11.2006

Schaustellergewerbe 
das Schaustellergewerbe klagt über massiven Umsatzrückgang. Wurden in 2002 auf Volksfesten noch rund 3,9 Milliarden Euro umgesetzt, werden es in 2006 nur noch rund zwei Milliarden sein. Der von den Wirtschaftsweisen und der Politik "gefühlte Aufschwung" ist scheinbar beim Volk noch nicht so weit angekommen, dass es in früherem Ausmaß zu feiern in der Lage ist.

Die aktuellen Zahlen:
12 250 Volksfeste, Jahrmärkte und Kirmesveranstaltungen sowie 1750 Weihnachtsmärkte mit einem Besucheraufkommen von 178 Millionen Menschen werden von rund 5000 Schaustellerbetrieben mit 45 700 Arbeitnehmern bewältigt.

Wie viele es 2002 waren, ließ sich auf die Schnelle nicht herausfinden - vielleicht kann mir jemand weiterhelfen: EWK@egon-w-kreutzer.de

 ?

 16.11.2006 Brandenburgische Konsumgenossenschaft, Einzelhandel, Trebbin, die Kaufhäuser in Trebbin und Zossen werden geschlossen. Von ehemals 24 Kaufhäusern und Läden sind dann noch 3 übrig. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter ist nicht bekannt. Wir schätzen 20.

geschätzt 20

 16.11.2006 Goebel, Nippes, Rödental, als wir am 7.7.2006 von der Insolvenz berichteten, spekulierten wir, dass ein US-amerikanischer Investor das Unternehmen und die Hummel-Rechte übernehmen und die Produktion in Billiglohnländer verlagern werde.Nun, Punkt 1 ist eingetroffen. Merryl Lynch hat sich bei Goebel engagiert - und nun beginnt auch der Stellenabbau. Wir bleiben dran.

Bestätigung

 16.11.2006 Bayern, Bundesland, der Hochschulausschuss hat die Streichung von 50 Stellen in der Priesterausbildung (katholisch) an den Standorten Bamberg und Passau beschlossen.

50

 15.11.2006

Medizinische Versorgung

Die Politik kürzt die Budgets, die Industrie steigert die Kosten.

Auf der Strecke bleibt das deutsche Gesundheitswesen. Entlassungen von Arzthelferinnen, Praxisschließungen und - Insolvenzen, demonstrierende Apotheker, Verkäufe von Krankenhäusern an "Klinikkonzerne" und die Schließung von Abteilungen und ganzen Krankenhäusern gehören zu den wiederkehrenden Meldungen in dieser Statistik.

Nun hat der Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, Hans-Fred Weiser erklärt, er befürchte ein Krankenhausssterben ungeahnten Ausmaßes. Er geht davon aus, dass in den kommenden Jahren jedes fünfte Krankenhaus geschlossen werden muss.

Und warum?

Weil deutsche Produkte im Vergleich zu vietnamesichen, koreanischen oder usbekischen Produkten die Kosten der deutschen Sozialsysteme zu tragen haben.
Dieses Wettbewerbshindernis wollen die Global Player aus dem Weg räumen. Aber nicht nur die Sozialsysteme, auch die gesamte öffentliche Infrastruktur ist zu teuer. Das deutsche Schulsystem ist zu teuer, der Polizeischutz für die Bevölkerung ist zu teuer, der Straßenbau außerhalb der Schwertransporttrassen ist überflüssig, Theater, Museen, öffentliche Parks sind überflüssiger Luxus - und warum soll ein deutscher Beschäftigter so viel verdienen müssen, dass er sich ein eigenes Auto leisten kann? Reicht ein Fahrrad nicht auch?

Es ist Zeit, darüber nachzudenken, ob sich Wohlstand für alle nicht auch herstellen lässt, ohne vorher dem Götzen "Export" allen mühsam erarbeiteten Wohlstand in den Rachen werfen zu müssen.

Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band IV
- Kritik und Überwindung des aggressiven Eigentums -

begründet ausführlich, dass - und wie - ein verändertes Eigentumsrecht, ohne Revolution, ohne Enteignungen, ohne Chaos zu verursachen, die Erpressungspotentiale des aggressiven Eigentums überwinden kann. Den Kern bildet das Modell des "wahlfreien Grundeinkommens" - mehr hier

 Hintergrund

 15.11.2006 Kreiskrankenhaus Waldeck-Frankenberg, Gesundheitsversorgung stationär, ist praktisch zahlungsunfähig. Für fällige Löhne und das Weihnachtsgeld ist schlicht kein Geld vorhanden. Fusionsgespräche mit dem Stadtkrankenhaus Korbach sind gescheitert, und so wird der Landrat die Klinik wohl in die Insolvenz entlassen müssen. Betroffen sind absehbar 450 Mitarbeiter.

450

 15.11.2006 Cantina Bau & Boden Projektentwicklung GmbH, Hafen-City-Mitentwickler und -Vermarkter, Hamburg, hat Insolvenz beantragt.  Wir schätzen, dass ca. 15 Angestellte betroffen sind.

geschätzt 15

 15.11.2006 Badischen Drahtwerke, Kehl,  50 von 183 Arbeitsplätzen sollen abgebaut werden. Ganz am Rande: Im Jahr 2000 waren es noch 300.

50

 15.11.2006 Meffert, Gebäudedienstleister, Rüsselsheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 1.500 Mitarbeiter.

1.500

 15.11.2006 SAS, Software, Heidelberg, in Heidelberg sitzt die sog. EMEA-Verwaltung von SAS, die soll an den US-amerikanischen Hauptsitz verlagert werden. 240 von 730 SAS Mitarbeitern in Deutschland verlieren den Job.

 240

 15.11.2006 Sparkassen Informatik GmbH & Co.KG, IT-Tochter, der Rechenzentrumsbetrieb der deutschen Sparkassen wird um fünf Standorte abgespeckt. s Sparkassen wollen fünf Rechenzentren schließen. Köln, Duisburg, Mainz, Karlsruhe und Nürnberg sollen aufgegeben werden. Das bringt eine jährliche Gewinnsteigerung in Höhe von 1.400 Jahresgehältern.

1.400

 14.11.2006 Ingenico, Kartenzahlungssysteme, Krauthausen, die Zentrale in Krauthausen wird von den französischen Eignern dichtgemacht. 40 Arbeitsplätze gehen verloren.

40

 14.11.2006 Evangelische Landeskirche Westfalen, Seelenheil,  nach unserer Vorwarnung vom Oktober 2005 werden die Veränderungen nun sichtbar: eine neue Vorruhestandsregelung soll den baldigen Abbau von 322 der insgesamt 2.100 Theologen ermöglichen. Da langfristig (bis 2030) die Zahl der Pfarrstellen von jetzt 1.500 auf dann 700 zusammengestrichen wird, werden wohl insgesamt 520 Theologen gehen müssen. 36 Stellen im Landeskirchenamt wurden bereits gestrichen.

556

 14.11.2006 Nordelbischen Kirche, Seelenheil, Hamburg und Umgebung,  der Landeskirchenmusikdirektor beklagt den Abbau hauptamtlicher Kirchenmusiker.Von 119 Stellen im Jahr 1998 sind nur noch 77 übrig geblieben, ein Ende des Stellenabbaus ist nicht abzusehen. Wir schlagen die Hälfte des erfolgten Abbaus unserer statistischen Erfassungszeit zu und schätzen, dass weitere 20 Stellen akut bedroht sind.

geschätzt 41

 13 .11.2006 Sachsen, Bundesland (Freistaat), 60 Millionen Euro Einsparungen bringt die Kreisreform dem Land, 4386 Mitarbeiter sollen aus der staatlichen Verwaltung heraus und in die Kommunale Verwaltung eingegliedert werden.
Wer spart hier was?
Linke Tasche, rechte Tasche heißt das Spiel. Noch dazu, wenn das Land von seiner eigenen Verfassung verpflichtet ist, den Kommunen auch das Geld durchzureichen, was diese für die Bewältigung der zusätzlichen Aufgaben und die Bezahlung des zusätzlichen Personals benötigen.

Doch hinter allen diesen Nebelwänden lauert die Wahrheit. Die Bezahlung, die vom Land an die Kommunen durchgereicht wird, sinkt nämlich, von anfänglichen 201 Millionen pro Jahr auf 142 Millionen im Jahr 2017. So werden die Kosten um 29 Prozent abgebaut. Die Kommunen müssen das Personal abbauen. Für die zu übernehmenden Mitarbeiter sind drei Jahre Kündigungsschutz vereinbart - für die bereits bei den Kommunen tätigen Mitarbeiter allerdings nicht. So is damit zu rechnen, dass der Personalabbau sehr viel schneller vonstatten geht, als es die Pläne ausweisen - und es ist damit zu rechnen, dass die Kommunen mehr abbauen, als jene 29 %, die sich der Freistaat ausrechnet. Wir schätzen also heute, dass die Kreisreform rund 1.550 Stellen kosten wird. 570 davon haben wir bereits im Oktober registriert. Bleiben 980 nachzumelden.
 weitere 980
 13.11.2006 Klinikum Leverkusen Service GmbH (KLS), Gesundheitswesen stationär, Leverkusen, 400 Jobs sind bedroht, wenn sich die Belegschaft nicht auf eine 40%ige Lohnkürzung einlässt. Da ist es nur gut, dass die Tarifparteien auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Sonst wäre so etwas glatte Erpressung.

 400

 13.11.2006 Rexxon, Klimatechnik, Kiel, 13 von 60 Stellen werden abgebaut.

13

 13.11.2006 Polizeiwache Nord, Potsdam, Öffentliche Sicherheit, die Wache Nord und eine ganze Reihe weiterer Polizeistandorte in Brandenburg werden geschlossen. Eingespart werden dabei 72 Stellen von Führungs- und Bürokräften.

Nun, wir sind der Auffassung, dass wir auch diese 72 Stellen im der Gesamtzahl des geplanten Abbaus von 16.000 Stellen in Brandenburg bereits erfasst haben. Doch wollen wir auch von den konkreten Maßnahmen so viel als möglich hier erfassen, damit sich immer mehr Menschen die Frage stellen, was davon zu halten ist, dass sich die politisch Verantwortlichen in schöngefärbten Sonntagsreden aus dem Fenster lehnen und ihre übermenschlichen Bemühungen um neue Arbeitsplätze in den höchsten Tönen loben, wenn sie sich von Montag bis Freitag darum bemühen, den großen Arbeitsplatzvernichtern aus der Wirtschaft den Rang abzulaufen?
Konkretisierung
 13.11.2006 Nordeutsche Affinerie, Kupferhütte, Hamburg, Teile des Betriebes müssen wegen der dramatisch gestiegenen Strompreise stillgelegt werden. Da hackt die Stromkrähe der Kupferkrähe das Auge aus, aber die NA-Eigner wissen ihren Besitzstand zu wahren. 400 Jobs sollen gestrichen werden, um den Gewinneinbruch abzumildern.

400

 10.11.2006 Comline AG, Systemhaus, Neu-Ulm, Karlsruhe, Hannover + ?, die Niederlassungen in Neu-Ulm und Karlsruhe wurden geschlossen. Etwa 50 Mitarbeiter mussten gehen, nun soll auch die Dependance in Hannover (geschätzt weitere 25 Mitarbeiter) aufgegeben worden sein, so dass Comline nur noch 9 Standorte unterhält. Comline war stark bei EADS engagiert und wird nun offenbar vom Sog des A380 Sinkflugs mitgerissen.

50
+ geschätzt
25

 10.11.2006 QMP, Automobilzulieferer, Dahl, die kanadischen Eigner haben die Schließung des Standorts beschlossen.70 Arbeitsplätze gehen verloren.

70

 10.11.2006

Mehrwertsteuer-Erhöhung
Viele große Unternehmen machen eine Zusatzwerbung daraus. "Wir schenken Ihnen die Mehrwertsteuer", heißt es, und, "Wir werden die Steuererhöhung nicht an unsere Kunden weitergeben."
Dass soll glauben machen, die Mehrwertsteuererhöhung würde ganz alleine durch Gewinnverzicht von Unternehmern und Anteilseignern von den Kunden ferngehalten.

Da verblüfft die Ehrlichkeit, mit welcher der Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg verkündet:
3.000 von 90.000 Beschäftigten der 32.000 Betriebe im Ländle würden in Folge der Mehrwertsteuererhöhung den Job verlieren, um die Mehrbelastung, die nicht in den Preisen weitergegeben werden könne, aufzufangen.

Wohlgemerkt, 3.000 von 90.000 - die MwSt-Erhöhung betrifft aber weit mehr als 90.000 Beschäftigte - lässt man diejenigen, die überwiegend für den (mehrwertsteuerfreien) Export arbeiten außen vor, bleiben schätzungsweise immer noch rund 15 Millionen sozialversicherungspflichtiger Jobs betroffen - ein Potential, dass ausreicht, mehr als 400.000 Stellen zu streichen. Die Voodoo-Ökonomie und ihre Kehrseite.

 Hintergrund
 10.11.2006 Klinikum Salzgitter, Gesundheitswesen stationär, rund 90 Beschäftigte sollen entlassen werden.

90

 10.11.2006 Brandenburg, Bundesland, noch ein Beleg zum ungebremsten Fortgang der Arbeitsplatzvernichtung im Öffentlichen Dienst: 1000 von 2.600 Stellen in der Landesforstverwaltung werden plattgemacht.
Wieder ein "großer Schritt vorwärts" auf dem Weg zum Abbau von insgesamt rund 16.000 Jobs im Lande Brandenburg. Warum gibt das keinen Aufschrei?
5 x BenQ, und alle freuen sich, oder?

 Bestätigung

 09.11.2006 Bavaria, O&K/Kone, Essanelle, Betriebskrankenkassen, schließen sich zusammen. 13 von 77 Mitarbeitern erhalten die Kündigung - nicht wegen der Fusion, nein, nein, wegen des Mitgliederschwundes.

13

 09.11.2006 Bäckerei-Konditorei Bläsi, Filialbäcker, Ichenheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 125 Mitarbeiter.  

125

 09.11.2006 Lübeck, Kommune, das Streichen geht weiter, u.a. werden das Kommunale Kino und die Nachbarschaftsbüros dicht gemacht. Bis zu 15 Mitarbeiter sollen die Kündigung erhalten.

15

 08.11.2006 Evangelische Jugendheime, Sozialarbeit, Heidenheim, bereits im letzten Jahr wurden zwölf Stellen gestrichen, nun müssen weitere 15 Mitarbeiter von derzeit noch 134 Mitarbeitern gehen.

27

 08.11.2006 MOS-Bau, Bauunternehmen, Kirchhasl, hat Insolvenz beantragt.  Wir schätzen, dass 20 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 20

 08.11.2006 Euro-Center, Wirtschaftsberatung, Bad Bramstedt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 2 Beschäftigte.

2

 08.11.2006 Brandenburg, Bundesland, um die überhitzte Binnenkonjunktur zu dämpfen, streicht das Land seinen Beamten das Weihnachtsgeld zusammen. Das soll in 2007 56 Millionen, danach jährlich 68 Millionen Euro sparen. Das entspricht rein rechnerisch der Kaufkraft und dem Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen von weiteren 1.500 Arbeitsplätzen.
Nebenbei wurde verlautbart, dass der Personalbestand des Landes mit derzeit rund 56000 Vollzeitstellen im Vergleich zu westdeutschen Ländern zu hoch sei.
Nur zur Erinnerung: Anfang 2000 hatte das Land noch 66.253 Stellen im Plan. Ende 2009 sollen es nur noch 50.141 sein, der Stellenabbau ist also voll im Plan. Und wie heißt es so schön:
Wer Arbeitsplätze schaffen will, muss Stellen abbauen ...oder so ähnlich.

rechnerisch 1.500

 08.11.2006 Evangelische Kirchengemeinde, Seelenheil, Hilden, verkauft die Jesus - Christus - Kirche samt Gemeindezentrum und reißt die Friedenskirche ab, um sie wieder aufzubauen. Nach dem Sanierungskonzept 2003, dem sechs Stellen zum Opfer fielen, werden nun mindestens 4 weitere Beschäftigte überflüssig. In Summe also 10

10

 08.11.2006 Eckes, Schnaps und Fruchtsaft, verkauft den Schnaps an Rotkäppchen. Eckes Edelkirsch, Chantré, Mariacron und Nordhäuser werden von Deutschlands größtem Sekthersteller übernommen. Die durch die Übernahme möglichen Umstrukturierungen wird sich Personal abbauen lassen. Entlassungen werden nicht ausgeschlossen. Wir schätzen, dass bis zu 20 Stellen entfallen.

geschätzt 20

 08.11.2006 Panasonic AVC Networks, Stederdorf, der Standort wird nach Verlagerung der Produktion nach Osteuropa geschlossen.  Die letzten 110 Mitarbeiter haben ihre Kündigung erhalten.

110

 08.11.2006 Ubrig + Söhne GmbH, Autozulieferer, Heiligenhaus, hat Insolvenz beantragt.  Betroffen sind 360 Mitarbeiter in Prenzlau und Heiligenhaus.

360

 08.11.2006 Dorfbäckerei Freiberger, Engelmannsreuth, ihat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

50

 08.11.2006 TUI, Reisekonzern, 200 Arbeitsplätze der Tochter airtours werden in Frankfurt abgebaut. Der Hälfte der Beschäftigen wird angeboten, den Job in Hannover fortzuführen.

100

 08.11.2006 DHL, Posttochter, das neue Drehkreuz Leipzig wird in Köln/Bonn 550 Stellen entfallen lassen. Wir haben für Köln/Bonn und Berlin insgesamt 700 geschätzt - und sehen uns bestätigt.

Bestätigung

 08.11.2006 Zoll, Schmuggler und Schwarzarbeiterverfolgung, in Hannover sollen rund 400 Beamtenstellen beim Zoll wegzufallen, weil Herr Steinbrück seine Zollbehörde, die von Hans Eichel erst massiv mit Schwarzarbeitersonderfahndungstruppen aufgebaut worden war, wieder straffen will. Aus acht Oberfinanzdirektionen sollen fünf Bundesfinanzdirektionen in Hamburg, Potsdam, Köln, Nürnberg und Neustadt/Pfalz werden. Es kann angenommen werden, dass der Stellenabbau bei den beiden anderen aufgegebenen Standorten eine ähnliche Größenordnung erreicht. Wir melden also 3x400.

geschätzt 1.200

 07.11.2006 Griesbacher Mineralquellen, Abfüllbetrieb, Bad Peterstal-Griesbach (Schwarzwald), weite Teile der Sprudelproduktion werden nach Sachsenheim-Spielberg verlagert. In Bad Griesbach werden 5 Mitarbeiter entlassen.

5

 07.11.2006 Gevelsberg, Kommune, 2 Millionen jährlich sparen heißt, 25,25 Mitarbeiterkapazitäten (entspricht aktuell ca. 30 Stellen) ersatzlos streichen. Weitere 21 Stellen per Outsourcing entsorgen.

rund 50

 06.11.2006 Haus Berghof, Appartement-Hotel, St. Englmar, vor zwei Monaten wurde das Haus geschlossen. Wir schätzen, dass rund 25 Beschäftigte den Job verloren.  

geschätzt 25

 06.11.2006 Parkhotel, Beherbergungsbetrieb,Viechtach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - so schätzen wir - ca. 15 Mitarbeiter.

geschätzt 15

 06.11.2006 Universitätsklinikum Frankfurt, Gesundheitswesen stationär, Frankfurt/M., bis zu 450 von 3900 Stellen sollen gestrichen werden.

450

 06.11.2006 Frankfurt am Main, dt. Geldhauptstadt, 11.500 von 13.500 Beschäftigten müssen künftig 39 statt 38,5 Stunden arbeiten - für das gleiche Geld. Das ist eine Mehrleistung von 1,3 Prozent. So spart sich die Stadt 150 Arbeitsplätze. Entweder zusätzliche, oder solche, bei denen die Fluktuation nicht ersetzt wird.

rechnerisch 150

 06.11.2006 Ohrekreis-Klinikum, Gesundheitswesen stationär, wird privatisiert. Von 600 Ärzten, Krankenschwestern und Verwaltungsangestellten werden voraussichtlich etwa 120 mit der Schließung des Krankenhauses in Wolmirstedt abgebaut.

120

 06.11.2006 Uniklinik Düsseldorf, Gesundheitswesen, Forschung und Lehre, stationär, Düsseldorf, 35 Millionen Euro sollen gespart, rund 200 Stellen abgebaut werden.

200

 03.11.2006 Die neuen Arbeitslosenzahlen sind da.
Grund zum Jubeln?
 zum Kommentar
 03.11.2006 Sachsen-Anhalt

Weil die Arbeitslosenzahlen sinken, will Herr Bullerjahn bis 2020 für Ausgleich sorgen und die Stellen von 15.000 Landesbedienstete abbauen auf dann 47.000. (2002 waren es noch 70.000)

Wir haben das schon gemeldet, aber es passt so gut zu den jüngsten Zahlen aus Nürnberg.

Aufschwung

 03.11.2006 Kaufhauses Joh, Saalfeld,  47 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

47

 03.11.2006 Schloss Neuhirschstein, Reha- Klinik, Neuhirschstein, der Betreiberverein hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass ca. 40 Mitarbeiter betroffen sind.  

geschätzt 40

 03.11.2006 Gisela moden, V-Moden,  Modegeschäfte, Hann Muenden, haben Insolvenz beantragt, Larossi, Lederwaren, ebenfalls Hann. Muenden, wird geschlossen. Wir schätzen, dass insgesamt 20 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 20

 02.11.2006 Burda, Zeitschriftenverlag, Offenburg, neue Software für die Buchhaltung spart 10 Vollzeitbuchhalter.

10

 02.11.2006 BASF, Chemie, Welt, hat im dritten Quartal den operativen Gewinn kräftig gesteigert. Konsequenz: Abbau von rund 1.000 Stellen, überwiegend in Nordamerika und Asien. Deutschland wird verschämt unter "unterwiegend" verschwiegen.

???

 02.11.2006 Stadtwerke Kiel, kommunale Daseinsvorsorge, Kiel, weitere 100 Arbeitsplätze werden abgebaut, statt 780 (wie in 2004 geplant) sollen 2010 nur noch 680 Mitarbeiter an Bord sein.

weitere 100

 02.11.2006 Heinz Kettler GmbH Co.KG, Sport und Fitness-Geräte, Ense-Parsit, Mitte 2004 wurden 100 von 1.800 Jobs abgebaut, für den Rest war Mehrarbeit und Gehaltsverzicht angesagt und eine Beschäftigunggarantie. Nun geht es munter weiter.
137 Stellen entfielen zum 30.06.06, 50 entfallen Ende des Jahres, weitere 53
zum 30.06.07.

weitere 240

 31.10.2006 Industriebau Oelsnitz, Bauunternehmen, hat Insolvenz beantragt.  Wir schätzen, dass rund 25 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 25

 31.10.2006 Overmeyer, Modehaus, Kassel, hat Insolvenz beantragt. betroffen sind 45 Mitarbeiter.

45

 31.10.2006 Volksbank Niederrhein, Geld, Wesel, mit 8 Mitarbeitern werden Wege zur einvernehmlichen Beendigung der Beschäftigung gesucht.

8

 31.10.2006 Bero Zentrum, Oberhausen, der britsiche Investor hat 19 Beschäftigten gekündigt.

19

 31.10.2006 Lumberg Connect, Zulieferer, Schalksmühle, an den Standorten Schalksmühle und Cloppenburg werden in Folge der BenQ-Pleite 120 Mitarbeiter entlassen.

120

 31.10.2006 Myllykoski, Papierhersteller, Dachau, der finnische Konzern schließt den Standort Dachau. 350 Mitarbeiter verlieren den Job. In Plattling wird eine neue Papierfabrik.errichtet, die wird 130 Mitarbeiter beschäftigen. Unter dem Strich gehen 220 Stellen verloren.

220

 31.10.2006 Bucher Industries, Maschinen und Fahrzeugbau, Niederweningen, die Produktion des Bereiches Emhart Glass wird auf Standorte in USA und Schweden konzentriert. In Neuss gehen 45 von 60 Arbeitsplätzen verloren.

45

 31.10.2006 FTE, Automobilzulieferer, Ebern, verlagert 250 von 2.000 Stellen von Ebern nach Tschechien. Ebern erhält außerdem Produktionen anderer Standorte hinzu, so dass 50 neue Arbeitsplätze aufgebaut werden. Netter Kommentar dazu: Ursprünglich sollten in Ebern 400 der rund 2.000 Stellen abgebaut werden.
Nun, unsere Meldung vom 4.11.2005 besagt, dass es damals noch 2.500 Mitarbeiter gab.
Davon sollten 500 Stellen gestrichen werden. Hier ein Link, in dem das bestätigt wird http://www2.igmetall.de/homepages/bamberg/file_uploads/fte-produktioninniedriglohnland.pdf
Außerdem eine Meldung, die besagt, dass es in Ebern im Februar 2006 noch 2.400 Mitarbeiter gab.http://www.automobilindustrie.de/news/ai_beitrag_2668551.html
Die 500 vor einem Jahr gemeldeten Stellen sind also bereits abgebaut, jetzt entfallen weitere 250 bei FTE, die 50 nach Ebern verlagerten entfallen in Fischbach oder Mühlhausen.

weitere 250

 31.10.2006 Unstrut-Hainich-Kreis, Landkreis, streicht "Jugendpauschalstellen" (was auch immer das ist) von 25,21 auf 20,8 zusammen, Micha Hofmann, der Ausschuss-Chef, erklärt allerdings, eigentlich seien es sieben bis acht Stellen, die entfallen.

7

 31.10.2006 Inservio, Service-Dienstleister, Bocholt, Inservio sollte BenQ-Handys reparieren - nun müssen 160 von 260 Jobs gestrichen werden.  

160

 30.10.2006 Fraunhofer-Gesellschaft, Auftragsforschung, das Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme in Darmstadt wird aufgelöst. Was mit den Mitarbeitern geschieht ist noch weitgehend offen. Ziel ist, sozialverträgliche Lösungen zu vereinbaren, wobei betriebsbedingte Kündigungen keineswegs ausgeschlossen sind.
Wir schätzen, dass ca. 30 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 30

 30.10.2006 Katholischen Kliniken Oberberg gGmbH (KKO), Krankenhaus Herz-Jesu, Lindlar, St. Josef, Engelskirchen, Kosteneinsparung durch Abbau von Pfegepersonal von 193 auf 166 Stellen ist vollzogen.

27

 30.10.2006 Institut für ökologischen Landbau, Trenthorst, Umstrukturierung in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft soll aufgelöst werden. Betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 30.10.2006 Pfleiderer, Holzverarbeitung, als im Juni 2006 die ersten Pläne ruchbar wurden, schätzten wir, dass etwa 500 der 2.600 deutschen Mitarbeiter von Kostensenkungsprogrammen mit massiver Auslagerung nach Osteuropa betroffen sein könnten. Nun überholt uns auch in diesem Fall die Realität. Bis zu 860 Jobs sollen in den nächsten drei Jahren abgebaut werden. Wir melden 360 nach.

weitere 360

 30.10.2006 Concordia, Assekuranz, Hannover, schlechte Geschäfte erfordern Stellenabbau. Zumal angeblich das Eigenkapital weitgehend abgeschmolzen ist. Ein Zusammenschluss mit der VHV-Gruppe steht ebenso im Raum, wie der Abbau von 500 der 1.500 Arbeitsplätze. Doch noch dementiert der Vorstand vehement - wir warnen vor.

Vorwarnung

 27.10.2006 Schaper & Brümmer, Pharmazie, Ringelheim, entlässt  48 Mitarbeiter. Ursache: Gesundheitsreform. Pflanzliche Arzneimittel werden aus der Verschreibungspflicht herausgenommen, die Kassen erstatten prompt nicht mehr und die Umsätze brechen ein. Gut, dass ordentliche Chemiepräparate, schon wegen der Nebenwirkungen, weiterhin verschreibungs- und erstattungspflichtig bleiben und wenigstens deren Hersteller von Verlusten verschont bleiben!

48

 27.10.2006 Alba, Entsorgungsunternehmen, Kavelstorf, der Standort wird geschlossen. 49 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

49

 27.10.2006 Vlotho, Kommune, wandelt sich zum Konzern (Eigenwerbung). Die größte Umorganistation in der Geschichte der Stadt soll Personalkosten senken. Wir schätzen, dass es um ungefähr 20 Stellen gehen dürfte, die auf der Abschussliste stehen.

geschätzt 20

 27.10.2006 Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) schließt die Bezirksstelle Bayreuth und vernichtet damit 90 Arbeitsplätze. Insgesamt sind bei der KVB bis zu 250 Jobs akut bedroht. Ursache: Gesundheitsreform.

250

 27.10.2006 Epigenomics, Molekulardiagnostik, Berlin, stellt Projekte ein und baut 34 Stellen ab.

34

 27.10.2006 Villeroy & Boch, Sanitär- und Baukeramik, Mettlach, wandert mehr und mehr nach Osteuropa ab und kauft drei Sanitärkeramik-Werke in Mexiko. Das kostet nun 150 Jobs in Luxemburg und 330 in Mettlach. Insgesamt beschäftigt V&B derzeit noch 3.500 von 10.200 Mitarbeitern in Deutschland.

330

 26.10.2006 Eul & Günther, Papierverarbeitung, Emmerich, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 45 Mitarbeiter, im Juni 2006 waren es noch 71.

71

 26.10.2006 Semiramis, Softwareentwicklung, Hannover, die 100%-Tochter der österreichischen Semiramis Software GmbH, will heute Insolvenz beantragen. Wir schätzen, dass rund 30 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 30

 26.10.2006 Köln, Kommune, auch in der Domstadt am Rhein ist Sparen erste Bürgerpflicht. Der Fehlbetrag in der Stadtkasse wird für 2007 auf rund 600 Millionen Euro beziffert. Es droht ein Nothaushalt. Dass die Stadt bisher noch keine Kündigungen ausspricht, ist für die rund 16.000 Beschäftigten ein Segen, dass die natürliche Fluktuation gering ist, erschwert es der Stadt, diese Politik durchzuhalten. Die Stadt schiebt 2,5 Milliarden Euro Schulden vor sich her und ist verpflichtet, in 2008 mit dem Schuldenabbau zu beginnen, das wird - so heißt es - mit dem Verkauf des Tafelsilbers nicht zu schaffen sein, sondern auch eine weitgehende Beschränkung auf die Kernaufgaben hoheitlicher Verwaltung erfordern.

Wir schätzen, dass in den letzten vier Jahren jährlich etwa 3 Prozent des Personals durch natürliche Fluktuation abgebaut werden konnten, das ergibt einen bereits vollzogenen Stellenabbau von rund 2.000 Stellen - und wir schätzen, dass bis 2010 weitere 4.000 Stellen abgebaut werden müssen, um der Haushaltskonsolidierung auch nur ein kleines bisschen näher zu kommen.

geschätzt
2.000
+ geschätzt weitere 4.000

 26.10.2006

Bistum Hildesheim, Seelenheil, katholisch, aus 313 Pfarrgemeinden werden 243 - wie einst Jesus die wunderbare Vermehrung von Fisch und Brot beherrschte, beherrschen es die Kleriker, ihr Angebot an Trost und Hilfe dem Sprudeln der Geldquellen anzupassen. Gemeindezusammenlegung, das heißt Schließung von Kirchen, Reduzierung der sozialen Dienste, Abbau von Verwaltungs- und Theologie-Personal. Wir schätzen, dass jede Gemeinde, die durch die Zusammenlegung verschwindet, dem Bistum mindestens 3 Stellen einspart.

An dieser Stelle eine überfällig Anmerkung zum rasanten Stellenabbau in den großen Kirchen

Die katholische Kirche, die an sinnlos aufgehäuftem Reichtum und verschwenderischen Pomp von kaum einer Organisation auf dieser Welt übertroffen wird, sollte in der Lage sein, gerade in Zeiten, in denen Not und Armut sich breit machen, ihre Hilfen auszuweiten, statt sich - unter Hinweis auf sinkende Kirchensteuererträge - wie ein x-beliebiges, privates Unternehmen der sozialen Fürsorge zu verhalten. Für die evangelische Kirche gilt, trotz geringeren Reichtums und weniger pompösen Erscheinungsbildes das Gleiche:

Wenn die Nächstenliebe da endet, wo das Zehren an eigenen Reserven beginnen müsste, kann es damit nicht weit her sein.

Das Argument, die Kirche passe sich lediglich ihren schwindenden Mitgliederzahlen an, ist dabei mehr als dünn - Kirche, die ihren Auftrag, allen Menschen das Heil zu bringen (nicht mit Feuer und Schwert, sondern mit selbstloser Liebe), ernst nimmt, darf so etwas nicht einmal denken.

 geschätzt 210

 26.10.2006 Fortuna, Bäckereimaschinen, Bad Staffelstein, hat im September Insolvenz beantragt, betroffen waren zunächst rund 100 Mitarbeiter. Allerdings scheint ein Investor zu Übernahme und zum Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze bereit. Wir nehmen also nur geschätzte 20 Verlierer in die Statistik auf.

geschätzt 20

 26.10.2006 Balda, Kunststoffverarbeitung, die gestrige Meldung über 1.000 abzubauende Stellen war nur die erste Scheibe der Salami. 450 weitere Arbeitsplätze werden erst nachträglich erwähnt. Es handelt sich ja auch nur um "Leiharbeiter".

weitere 450

 26.10.2006 Sachsen-Anhalt, Ein neues Personalkonzept? Bis 2020 sollen jährlich 2.000 Stellen abgebaut werden, 30.000 insgesamt, das war im September 2003, nun wird zwischenzeitlich Klein-Klein vermeldet. Der Landesbetrieb Bau müsse wegen rückläufiger Zuschüsse und daher sinkender Bauleistungen einen Teil seiner 2.100 Mitarbeiter abbauen. Ebenso das Landesamt für Vermessung und Geoinformation mit noch mehr als 1300 Stellen, von denen 300 als überflüssig erachtet werden.In den Ministerien sollen 111 Stellen schwinden, bis 2011 weitere 200. Bei Gerichten und Staatsanwaltschaften sollen bis 2016 263 Stellen wegfallen. Im Justizvollzug bis 2020 245. 7 von 21 Finanzämtern sollen verschwinden, bis 2011 sollen 300 Finanzbeamte bis 2020 550 eingespart werden. Das Personal der Landwirtschaftsämter soll an die Kommunen übertragen werden.

Dass die großen Zahlen in diesen Tagen unter dem Tisch bleiben, ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass das zarte Pflänzchen Aufschwung nicht erschreckt werden soll. Darüber freuen wir uns.

Konkretisierung

 26.10.2006 Pfaff, Nähmaschinen, Kaiserslautern, schon 2004 war das Personalziel nach Verlagerung ins Ausland auf 250 Arbeitsplätze in Deutschland festgeschrieben worden. Nun sind offenbar noch 500 von ehemals 800 übrig und es geht an die nächsten 250.

Netterweise versucht die Geschäftsleitung aber zunächst, noch Zugeständnisse bei Lohn, Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu erreichen, mit der Aussage dann könnten (bis 2009) 350 statt 250 Stellen erhalten bleiben. Mal sehen, ob sich Betriebsrat und Gewerkschaft dazu überreden lassen.

 Bestätigung

 26.10.2006 Infineon, Chips, nicht nur bei Balda hat man zu hastig gezählt, auch bei Infineon fallen - wegen BenQ - ein paar Jobs mehr weg, als noch gestern angenommen. 230 statt 200.

 weitere 30

 25.10.2006

Kreissparkasse Rüsselsheim, Volksbank Rüsselsheim eröffnen gemeinsame SB-Geschäftsstelle.

Ein Signal für die Zukunft der Beschäftigten in der Kreditwirtschaft, ein Signal für den zukünftigen Umgang mit den Bankkunden
Endstufe möglicherweise: Bundesweit pro 10.000 Einwohner eine Geldautomatenstation, akzeptiert werden Kunden aller Banken und Sparkassen, die im Einzugsgebiet wohnen. In Rüsselsheim, wo das Modell im kleinen Maßstab ausprobiert wird, ist die konkrete Folge die Schließung der Sparkassenfiliale in der Berliner Straße.

So wie wir die Meldung interpretieren sind dabei insgesamt von beiden Instituten 7 Arbeitsplätze abgebaut worden.

7

 25.10.2006 Badische Stahlwerke, Kehl, nach Lohnverzicht nun doch Entlassungen. Bis zu 50 der 183 Beschäftigten müssen gehen.  

50

 25.10.2006 Telekom - das Dementi
"Die Telekom plant über das Jahr 2008 hinaus keinen weiteren Stellenabbau"


Nun, unsere erste Reaktion war: "Dann bauen sie ab 2008 eben planlos ab"

Ein paar interessante, weiterführende Gedanken hat Christine Hochreiter in der "Mittelbayerischen" Link zur Zeitungsmeldung vom 23.10.2006 veröffentlicht.

Hintergrund

 25.10.2006 Balda, Kunststoffverarbeitung, Bad Oeynhausen, die Produktion von Handy-Schalen für BenQ fällt weg, in der Folge baut Balda in Deutschland 1.000 von 1.600 Mitarbeitern ab.

1.000

 25.10.2006 Infineon, Chips, die Produktion von Bausteinen für BenQ-Handys fällt weg, in der Folge baut Infineon 400 Arbeitsplätze ab. 200 davon in Deutschland.

200

 25.10.2006 Kolping-Bildungswerk, Sachsen-Anhalt, gestern schätzten wir, von der Insolvenz könnten rund 100 Beschäftigte betroffen sein - heute wissen wir, es sind 140.  

weitere 40

  Nachtrag von 348.129 vernichteten Arbeitsplätzen aus 2005
Ist das fair?


Nun, die Systematik dieser Statistik ist seit jeher so, dass Arbeitsplatzverluste zum frühestmöglichen Zeitpunkt - häufig also schon lange vor dem tatsächlichen Eintreten - aufgenommen werden, dass aber gleichzeitig auch nachträglich bekannt gewordener Stellenabbau unter dem Datum erfasst wird, an dem er uns bekannt geworden ist. Dass in 2005 insgesamt 563.000 Stellen durch Insolvenz vernichtet wurden, steht fest. Dass wir davon nur einen Bruchteil erfasst hatten, lässt sich nachzählen.
Dass die Erfassung dieser Zahl in die Regierungszeit der großen Koalition fällt, also den Merkelfaktor wieder in die Höhe treibt, gehört zu den schicksalhaften Zufälligkeiten, vor denen niemand gefeit ist.
Oder glauben Sie vielleicht, Herr Kauder, Herr Pofalla oder gar Herr Söder hätten im umgekehrten Fall irgendwelche Skrupel? Ich nicht.
 
 24.10.2006 Wir haben nachzutragen
die targas AG in Frankfurt am Main, ein auf Unternehmenstransaktionen im kleinen und mittleren Segment spezialisiertes Unternehmen, weist darauf hin, dass bei den kleinen und mittleren Unternehmen weit mehr Arbeitsplätze durch Insolvenzen und Geschäftsaufgaben verloren gehen, als bei den großen Konzernen.
Dabei verweist die targas AG unter anderem auf Zahlen der Creditreform, die besagen, dass in 2005 bei insgesamt 37.900 Unternehmensinsolvenzen insgesamt 563.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind.Wir haben unsere Statistik durchgezählt und festgestellt, dass wir in 2005 lediglich 89.871 durch Insolvenz verloren gegangene Arbeitsplätze erfasst haben - und davon stammten 60.000 aus der pauschalen Abschätzung der für die Zukunft erwarteten Insolvenzen von Arztpraxen.
Nehmen wir die 125.000 Jobs, die wir nach Angaben des Zentralverbands des deutschen Handwerks in 2005 als verlorene Handwerksstellen gemeldet haben, dazu (obwohl die garantiert nicht alle per Insolvenz abgebaut wurden), so haben wir maximal 214.871 erfasst. Es ergibt sich ein noch nachzutragender Stellenabbau von 348.129 aus dem Jahr 2005.

 348.129

 24.10.2006 Kolping-Werk Sachsen-Anhalt, Aus- und Weiterbildung, hat Insolvenz beantragt. Die Zahl der Beschäftigten in mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen und den Berufsschulzentren in Oschersleben, Halberstadt und Genthin wurde nicht genannt. Wir schätzen, dass ca. 100 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 100

 24.10.2006 Sanofi-Aventis, Pharmazie, Paris, die Übernahme durch Sanofi beginnt, bei Aventis zu wirken. 50 Stellen in Frankfurt Höchst, 220 in Berlin stehen auf der Streichliste. Außerdem soll in Höchst nicht mehr investiert werden.  Konkretisierung
 24.10.2006 DFS, Flugsicherung, Deutschland, die Privatisierung ist gestoppt, der Stellenabbau nicht. Seit August 2005 ist klar, dass 1.000 der damals 5.400 Stellen gestrichen werden sollen. Das gilt offenbar auch weiterhin.

Bestätigung

 23.10.2006 ThyssenKrupp, hier Automobilzuliefer, Düsseldorf, die Lenkungsfertigung in Düsseldorf ist von der Schließung bedroht. 900 Jobs sind absehbar verloren.

900

 23.10.2006 Novem, Automobilzierrat, Eschenbach, 80 Vollzeitarbeitsplätze werden gestrichen, 90 befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert, denn in Pilsen lässt sich billiger fertigen.

170

 23.10.2006 Autohaus Kuhn, Krefeld, wird geschlossen, 86 Mitarbeiter verlieren den Job.

86

 23.10.2006 Voith, Anlagenbau, Heidenheim, will in Ravensburg 230, in Düren 50 Stellen abbauen.

280

 23.10.2006

Arbeitslosigkeit sinkt - Ursache: Auswanderer!

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat festgestellt, 145.000 Auswanderer aus Deutschland im Jahre 2005 - so viele hat es seit 1954 nicht mehr gegeben. Mehr als die Hälfet ist jünger als 35, viele hochqualifiziert und motiviert.

Die Job-Wunder-Legende der sinkenden Arbeitslosenzahlen bekommt neben den bekannten Veränderungen in der Statistik, den nicht gezählten Mini- und 1-Euro-Jobbern sowie der zunehmenden Zahl der Teilzeitjobs einen weiteren markanten Riss. Auch 145.000 Auswanderer braucht man in Deutschland nicht mehr als Arbeitslose zu zählen. Das zu bejubeln ist pervers - bleibt aber scheinbar immer noch unterhalb der politischen Schamgrenze.

 Hintergrund

 23.10.2006 Telekom

Die jüngsten Spekulationen über einen Abbau um 74.000 auf 93.000 Mitarbeiter entsprechen in etwa dem, was interessierte Besucher dieser Seite seit geraumer Zeit wissen.
Dass die Telekom derzeit allerdings noch 167.000 Beschäftigte haben soll, konnten wir bisher nicht nachvollziehen.

aufgewärmt

 23.10.2006 Bayer Industry Services (BIS), Chemie-Dienstleister, nun ist es heraus - nicht 1.450, wie von uns geschätzt, sondern bis zu  3000 Stellen werden an den Standorten Leverkusen, Krefeld und Dormagen sozialverträglich vernichtet.

weitere 1.550

 20.10.2006 Hiesgen, Großbäckerei, Wanne-Eickel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.

 50

 20.10.2006 CREA, Kreativunternehmen, Ganderkese, hat Insolvenz beantragt. Das Unternehmen existiert nur noch auf dem Papier. Der letzte von einst 13 Beschäftigten ist schon vor einem Jahr gegangen. Aber es waren 13!

13

 20.10.2006 Henne, Mode (Perry Trachtenmode), Wernau, Ende März 2007 wird geschlossen. Wir hatten Anfang des Jahres die Zielbelegschaftsgröße bei 14 Mitarbeitern angenommen, deren Arbeitsplätze sind damit auch verloren.

die letzten
14

 20.10.2006 Jost, Spedition, Tübingen, ist aus der Insolvenz von N.A.T. übernommen worden.Nur 15 von 46 Mitarbeitern wurden übernommen.

31

 20.10.2006 Kolbenschmidt-Pieburg AG, Automobilzulieferer, Neuss,  am Standort Lobberich entfallen 193 von 450 Stellen . Das Unternehmen hat bereits einen Großteil der Produktion nach Tschechien verlagert. Bundesweit sollen 2.025 Stellen entfallen, zwei von vier Standorten sind von der Schließung bedroht.

2.025

 20.10.2006 Nordland, Papier, Dörpen, neben den 200 Stellen in der Produktion werden nun weitere 23 Jobs in der Finanzabteilung gestrichen.

weitere 23

 20.10.2006 Xella, Betonfertigteile, Wesel, soll zum Jahresende geschlossen werden. 93 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

93

 20.10.2006 Kabel Deutschland, Verkabeler, Deutschland, streicht 473 von 2600 Stellen. Von 36 Standorten sollen nur neun übrig bleiben.

473

 20.10.2006

Berlin, Arm-aber-sexy-Kommune und Hauptstadt zugleich, Deutschland, der Bund, sagen die Richter, muss für die Schulden der Stadt nicht aufkommen Nun droht ein gigantisches Sparprogramm. Es sollen nicht nur 227.000 Wohnungen verkauft werden, was den Berliner Wohnungsmarkt endlich auch für Finanzinvestoren interessant machen würde, die Stadt soll auch rund 35.000 Stellen streichen.

Der Berliner Senat, so heißt es, habe bisher 25.000 Stellen in Aussicht gestellt.Nun, wir haben schon länger mitgerechnet:

Hier unsere Meldung vom 3. August 2005

 Fortschritte beim Stellenabbau, jubelt die Berliner Morgenpost
(hier der Link zum Artikel)http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/03/berlin/770662.html

Land Berlin, Hauptstadt, will bis 2012 die Zahl der Mitabeiter unter 100.000 bringen. 2001 waren das noch 141.000, aktuell werden 127.000 gezählt. Davon 32 000 Lehrer, 17 000 Polizisten, 7000 Finanzbeamte, 3300 Feuerwehrleute und 12 000 Erzieher in Kindertagesstätten.

Wir haben unsere Statistik quergecheckt und meinen, dass wir aus der Differenz zwischen 141.000 (Ende 2001) und dem Ziel auf weniger als 100.000 zu kommen, bisher folgende Maßnahmen erfasst haben: 580 Stellen an FU und Humboldt Uni, 1.159 beim Jugendaufbauwerk, 4.500 bei der Polizei, 600 beim Telebus-Sonderfahrdienst, 400 Referendare aus der Lehrerausbildung, weitere 9.500 ohne nähere Bestimmung. Das sind in Summe 16.739. Hinzu kommen geschätzte 4.000 aus dem Jahre 2002, also vor Beginn der Statistik, so dass noch 20.261 vom Senat zur Vernichtung vorgesehene Arbeitsplätze nachzumelden sind.

Die von uns gemeldeten Stellenabbaupläne bei den Verkehrsbetrieben (BVG: 6.000), bei der Wasserversorgung (RWE, Veolia: 1.000), bei der S-Bahn (DB: 800) und die 11.000 gestrichenen ABM-Stellen sind u.E. nicht im Stellenplan der Stadt enthalten.

und kommen zu dem Schluss, dass die Soll-Zahl für die Mitarbeiter der Stadt nun auf "unter 90.000" festgeklopft wird. Wir haben weitere 10.000 in die Statistik aufzunehmen.

Das ist mehr, als BenQ und Airbus zusammen - und es ist nur der jüngste Personalabbau, den die Stadt zu beschließen haben wird.

weitere 10.000

 20.10.2006 Dachziegelwerk Görlitz, Dachziegel, Görlitz, 65 von 180 Mitarbeitern werden entlassen

65

 19.10.2006 M-real Zanders, Papier, Bergisch-Gladbach, Gohrsmühle, eine Halle mit museumsreifen Maschinen wird aufgegeben. 35 von rund 1.000 Arbeitsplätzen fallen weg.

35

 19.10.2006 Groß Sand, Krankenhaus, Hamburg-Wilhelmsburg, finanzielle Probleme zwingen den Träger, die katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius, vermutlich in Kürze zum Verkauf. (Private Betreiber können irgendetwas einfach besser). Die Stadt fürchtet gar, dass das Haus ganz aufgegeben wird. Wir rechnen damit, dass von den 478 Mitarbeitern binnen Jahresfrist nur noch 430 übrig sein werden.

geschätzt 48

 19.10.2006 Airbus - Fluggerät
Die offiziellen Aussagen nähern sich in windeseile unserer ursprünglichen Schätzung (Abbau von 3.000 Jobs in Deutschland) an. Heute wird gemeldet:
Es sind in Deutschland 2800 Airbus-Mitarbeiter zu viel an Bord.

 Konkretisierung

 19.10.2006

MAN Roland, Druckmaschinen, Offenbach, Mainhausen, eine Entscheidung über den Fortbestand der beiden hessischen Standorte soll in den nächsten Wochen fallen. Die IG Metall glaubt, dass mehr als 500 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Darunter auch der gesamte Standort Mainhausen mit rund 300 Beschäftigten - Ursache, Verlagerung nach Polen. Insgesamt hat die zu 65 % von der Allianz kontrollierte MAN Roland noch 8.800 Mitarbeiter. Am 16.03.2006, als der Verkauf an die Allianz bekannt wurde, waren es übrigens noch 9.000.

Nun soll das Unternehmen "profitabel" gemacht und in wenigen Jahren an die Börse gebracht werden. Da sind Mitarbeiter stets im Wege. Wir melden die 200 aus dem letzten halben Jahr - und die 500 hessischen halten wir für durchaus absehbar.

700

 19.10.2006

DHL, Posttochter, Leipzig, die DHL-Baustelle in Leipzig feiert Halbzeit. 14 Monate wird schon gebaggert und betoniert - mit dem Zie, 10.000 neue Arbeitspläte zu schaffen. So jedenfalls wird es seit mehr als einem Jahr verkündet. Nun, die Jobs in Leipzig sind neu, aber keineswegs zusätzliche Jobs. Die alten Jobs werden in Köln, Berlin und Brüssel abgebaut. Außerdem wird es nur etwa 3.500 Post-Jobs geben. Der Rest ist Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass im Umfeld zusätzlich 7.000 neue Arbeitsplätze entstehen werden.  Also pro Post-Job zwei zusätzliche.
Wir fragen uns, wo: Wartung und Instandhaltung von Gebäuden und Anlagen? Das könnten 70 - 100 sein, Wachdienst? Vielleicht 50. Zulieferer von Verbrauchsmaterial (Stempelkissen?) - vielleicht weitere 50. Einzelhandelsverkäufer, Pizzaservice und Zookartenabreißer für 3.500 Menschen, welche die Differenz zwischen Hartz IV und neuem Nettogehalt nun zusätzlich umsetzen? Das könnten bei wohlwollender Abschätzung 300 bis 500 sein. Und der Rest?

In Köln, wo bisher die deutsche Verteilungszentrale war, werden einige hundert Stellen abgebaut. Den Mitarbeitern wird angeboten, nach Leipzig umzuziehen. Da dürfen sie dann für 80 Prozent des bisherigen Gehaltes weiterarbeiten. Aus diesen Zahlen lässt sich abschätzen, dass in Deutschland bei DHL/Post etwa 700 Stellen entfallen werden. (Und was in Leipzig "im Umfeld" dazu kommt, wird in Köln und Berlin zwangsläufig wegfallen - das gleicht sich aus.)

Die Entscheidung für den Umzug nach Leipzig wurde dadurch begünstigt, dass der fällige Neubau in Leipzig mit 70 Millionen Euro Landes- und EU-Mitteln subventioniert wird.

Dazu vielleicht interessant der Aufsatz "Investitionen in gesättigte Märkte sind destruktiv"

Frau Merkel sprach übrigens, wie schon so oft, auch in diesem Zusammenhang von einem „guten Tag für Deutschland“

Nun ja, wenn sie meint.

geschätzt 700

 19.10.2006 Pall Filtersystems GmbH, Waldstetten, der Standort Waldstetten wird aufgegeben. 277 Mitarbeiter stehen im Regen. Ungefiltert. 
Eigentümer: ein US-Unternehmen.

277

 18.10.2006 Zum Totlachen:

Kaum ist die Rente mit 67 vom Kabinett beschlossen (Münteferings Husarenritt, Sie erinnern sich), schon merken die Experten, dass das drei Millionen zusätzliche Arbeitslose bescheren wird.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), ein Ableger der Bundesagentur für Arbeit, hat das ausgerechnet.

Das ist natürlich vollkommener Quatsch.
Die Rente mit 67 hat nur ein einziges Ziel, nämlich die Renten zu kürzen, das aber - so glauben die Politiker - würden die Menschen bemerken, also führen sie lieber Abschläge für vorzeitigen Renteneintritt ein, und glauben, dass die Menschen glauben, daran seien sie selber schuld.

Hier zwei frühere Kommentare dazu:
Achtelfinale im Staatstheater und Die Zahl des Tages

einen Jux wollt' er sich machen ...

 18.10.2006 Scholl-Seniorenheim, Potsdam, die Kommune will ihr einziges Seniorenheim verkaufen. Betriebsbedingte Kündigungen unter den 35 Mitarbeitern schließt der Käufer, der hat schließlich bereits 2000 Beschäftigte in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und kann die Fluktuation beliebig wirken lassen. Wir schätzen, dass 15 Jobs untergehen, ohne dass auch nur ein Hahn danach kräht.

geschätzt 15

 18.10.2006 Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbh, Gesundheitswesen, statt drohender 8,5 Mio. Verluste soll ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Das kostet rund 160 Stellen.

160

 18.10.2006 Wittelsbacher Zollhaus, Hotel, Vilshofen, wird geschlossen.16 Mitarbeiter wurden gekündigt.

16

 18.10.2006 Glashütte Eisch, Zwiesel, 18 Mitarbeiter werden entlassen.  

18

 18.10.2006 Kassel, Kommune, will Stadtbezirksstellen schließen und die Bürgernähe durch Zentralisierung ein bisschen distanzierter betreiben. Immerhin - damit lassen sich fünf Stellen einsparen, und Sparen ist immer gut, oder?

5

 18.10.2006 Airbus, Fluggerät,  Der Personalabbau kommt in Schwung. 22.000 Festangestellte und rund 7.300 Leih- bzw. Zeitarbeiter beschäftigt Airbus in Deutschland. Die ersten 300 Leihkräfte sind schon weg, Branchenkenner gehen davon aus, dass bis Weihnachten mindestens 2.000 Leiharbeitsverhältnisse beendet sein werden. Offiziell wurde bestätigt, dass vorerst die Verträge von 1.000 Leiharbeitern nicht verlängert werden. Zudem wird vielen Festangestellten die Arbeitszeit beschnitten (bis auf 28 Wochenstunden) was, wie auch eventuell noch mögliche Mehrarbeit, über Zeitkonten abgewickelt werden soll.

Das alles sind aber noch nur die ad hoc Maßnahmen, wie es mit Airbus in Deutschland und insgesamt weitergeht, steht noch in den Sternen.
Konkretisierung
 18.10.2006 Lucia AG, Strickwarenfabrik, Lüneburg, streicht 70 Stellen von 631 Stellen in Deutschland.

70

 18.10.2006 Rokal, Armaturen, Grefrath-Nettetal, der Mutterkonzern Hansa will 135 Stellen streichen.

135

 18.10.2006 Deutsche Telekom, noch mehr Stellen zu streichen? Die Geschäftskundensparte, T-Systems, beabsichtigt die Streichung von zusätzlichen 1.600 Stellen. Wir behandeln diesen offenbar kurzfristig geplanten Stellenabbau als vorzeitige Konkretisierung der für 2008 und 2009 absehbaren weiteren massiven Jobvernichtung bei der Telekom.  Konkretisierung
 18.10.2006 Sachsen, Bundesland, die Landesregierung baut Stellen ab und lädt sie - im Rahmen der Verwaltungsreform - den Gemeinden auf.  Allerdings wollen die Gemeinden weit weniger als die von Milbradt zur Abschiebung vorgesehenen 4.500 Beschäftigten aufnehmen. 570 könnten zwischen Baum und Borke in die Arbeitslosigkeit rutschen. Die haben wir, zu allem bisherigen sächsischen Stellenabbau noch nachzumelden.

570

 16.10.2006 Raiffeisenbank Buchloe-Kaufbeuren-Marktoberdorf und Volksbank Ostallgäu, wollen fusionieren. Fusionsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, aber das heißt ja nicht, dass es keinen Stellenabbau gibt - der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, Herr Huber, formuliert das so: „Im Lauf der Zeit werden wir selbstverständlich über die natürliche Fluktuation den Personalbestand nach und nach an die Größe und die Aufgaben in der neu entstehenden Bank anpassen.“ Auch werden wohl nicht alle 33 Filialen nebeneinander bestehen bleiben. Wir schätzen, dass die Fusion unter dem Strich den Abbau von ca. 35 Stellen ermöglichen wird.

geschätzt 35

 16.10.2006 Stofffabrik Drews, Meerane, will 36 Mitarbeiter entlassen. Begründund: Preisdruck durch Importe aus China.  

36

 16.10.2006 Gebhardt Transport- und Lagersysteme, Nieder-Ofleiden, das Zweigwerk wird geschlossen, die letzten 10 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.  

10

 16.10.2006 Arbeitsplätze: Nur Illusion
Unter dieser Überschrift setzt sich die Frankfurter Neue Presse mit den Jubelmeldungen über die Trendwende am Arbeitsmarkt auseinander. Die Lektüre des Artikels lohnt sich.
http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=3270317

Hier nur ein Satz: Die Arbeit verlagert sich von den einstigen regulären, sozialversicherungspflichtigen (Vollzeit-)Arbeitsplätzen auf immer mehr prekäre (Teilzeit-)Jobs, die keine Sicherheit und weniger Geld bieten.

Hintergrund

 16.10.2006 Sachsen, Bundesland, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, 13 Prozent der Stellen sollen abgebaut werden. (von 302 auf 275, evtl. sogar nur 259). So schlimm es ist, es ist ein Witz, dass sich der Landtag an diesen paar Jobs in Rage diskutiert. Sachsen baut insgesamt viele tausend Stellen ab. Konkretisierung
 16.10.2006 Hessen, Bundesland, Polizeipräsidium Südosthessen, es werden  95 Stellen abgebaut. Auch das ist längst in großen Zahlen geplant. Auch Hessen baut viele tausend Stellen ab. Konkretisierung
 16.10.1006 ISE, Autozulieferer, Bergneustadt, will die Werke Duisburg und Witten schließen. Das vernichtet 1.000 Arbeitsplätze. Am 6. 10. hatten wir noch geschätzt, dass 500 Jobs gestrichen werden. Nun kommen weitere 500 dazu.

weitere 500

 13.10.2006 Metallwarenfabrik Neustadt, Blechbearbeitung, Neustadt/Holstein, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 67 Mitarbeiter.

67

 13.10.2006 Peter Heim, Trauringfabrik, Pforzheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 13.10.2006 Autohaus Ogrinz, Worms, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 14 Mitarbeiter.

14

 13.10.2006 Michelin Deutschland, Reifen, in fünf deutschen Werken soll die Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Wochenstunden angehoben werden. Das trifft 5.390 der 5.750 Mitarbeiter, die dafür keinen Cent zusätzlich erhalten werden, denn die übrigen 360 werden - im Zuge der natürlichen Fluktuation abgebaut.

360

 12.10.1006 Lorenzen Communications GmbH, Consumer Electronic, Bückeburg, steht im Insolvenzverfahren. Wir schätzen, dass ca. 100 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 100

 12.10.2006 Tanzschule Wendt, Hamburg, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass ca. 15 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 15

 12.10.2006 Böge, Molkerei, Gifhorn,
staatlich subentionierte Arbeitsplatzvernichtung mit Fernwirkung
. Als Müller Milch in Sachsen das größte Milchwerk Europas mit 144 Arbeitsplätzen errichtete und dafür 40 Millionen Euro Zuschuss vom Land Sachsen und 30 Millionen Euro von der EU erhielt, wurden die Müller Standorte Vienenburg und Ameluxen mit 165 Mitarbeitern geschlossen. Per Saldo gingen also 21 Arbeitsplätze verloren.

Nun hat in Folge dieser Ostverlagerung auch die Molkerei Böge in Gifhorn den Betrieb eingestellt. 5 Mitarbeiter wurden entlassen, dann musste Böge an den Konkurrenten Frischli verkauft werden. Ein Teil der restlichen 19 Mitarbeiter darf jetzt für Frischli Lkw's fahren, denn auch Frischli produziert jetzt, mit Millionen an Fördermitteln in Sachsen.

10

 12.10.2006 Molda AG, Lebensmitteltrockung, Dahlenburg
staatlich subventionierte Arbeitsplatzvernichtung,
die Wirtschaftsförderung in Mecklenburg Vorpommern päppelt einen Konkurrenten hoch, ausgerechnet ein britisches Unternehmen kassiert rund 18 Millionen Euro Fördermittel, um eine neue Instant-Kaffee-Fabrik mit 120 Arbeitsplätzen für ca. 50 Millionen Euro zu errichten. Im niedersächsischen Dahlenburg ist dadurch zumindest ein Teil der bestehenden 400 Arbeitsplätze direkt bedroht.

geschätzt 200

 11.10.2006 Airbus, die Flugzeugtochter der EADS, der neue Chef will die Pläne seines Vorgängers umsetzen, möglicherweise schneller, möglicherweise härter, möglicherweise deutsch-französisch ausgewogener.
Die Berichterstatter bieten ein breites Szenario möglicher Konsequenzen an:
a) 1.000 Jobs in Deutschland wackeln
(das betrifft Norddeutschland, wo Entlassungen zwar bis 2012 vertraglich ausgeschlossen sind, aber Personalabbau auch durch den Abbau von Zeitarbeitern sowie Kurzarbeit möglich seien).
b) Airbus will sich von fünf deutschen Standorten mit 6.600 Mitarbeitern trennen
Das wird von Airbus vage als "Spekulation" abgewiesen, im Moment(!) sei davon gar nicht die Rede. Gemeint sind die Werke in Nordenham, Stade, Varel, Buxtehude und Laupheim, die an "Investoren" verkauft und künftig als Zulieferer fungieren sollen.
Nimmt man diese Überlegung ernst, dann muss man festhalten, dass die Produktion durch den Verkauf alleine nicht billiger wird. Folglich werden die "Investoren" Kosten senken müssen, und das können sie letztlich nur über Einsparungen beim Personal.
c) 10.000 Stellen bei Airbus in Gefahr
Damit sind jetzt weltweit alle gefährdeten Stellen gemeint. So viel, glaubt man, muss man entlassen, um die fünf Milliarden Miesen, die in den nächsten Jahren erwartet werden, aktionärsfreundlich kompensieren zu können.
d) Das Vier-Jahres-Programm "Power8" soll die Kosten um 30 Prozent senken.

Nimmt man alle Meldungen zusammen und versucht, den gemeinsamen Nenner zu finden, dann bietet das Sanierungsprogramm "Power8" den bestmöglichen Ansatz. Eine Kostensenkung um 30 Prozent ist vollkommen unmöglich, ohne mindestens auch 30 % der Personalkosten einzusparen. Unterstellen wir, dass die Hälfte davon durch Lohnverzicht und/oder unbezahlte Mehrarbeit der Belegschaft erreicht werden kann, dann bleibt ein Abbau der Belegschaft um15 Prozent unumgänglich. Das wären 8.250 der derzeit 55.000 Jobs - und darin wären alle auslagerungsbedingten Veränderungen mit enthalten. Unterstellt man, dass sich der Stellenabbau einigermaßen gleichmäßig über die europäischen Airbus-Werke verteilt, dürfte es in Deutschland ca. 3000 treffen. 1.000 davon sind als Sofort-Maßnahme offenbar schon so gut wie gestrichen, für weitere 2.000 werden sich - mit und ohne den Verkauf an Investoren - Möglichkeiten finden lassen.

Zum Schluss bleibt nur noch eine Frage offen:
Ist es tatsächlich möglich, dass die Ursache für die Lieferverzögerungen ausgerechnet von Problemen bei der Verkabelung des Riesenvogels ausgelöst werden konnten? Mir leuchtet das nicht ein.
geschätzt 3.000
 11.10.2006 Hirschmann Gruppe, Automatisierungstechnik und Automobilelektronik, Neckartenzlingen, 80 von 850 Stellen werden gestrichen. Der britische Mehrheitseigentümer, Hg-Capital, will sich von Hirschmann trennen und durch diesen Schritt offenbar die Attraktivität für den nächsten Investor erhöhen.

80

 11.10.2006 Abfallwirtschaftsunion Schwedt (AWU), Schwedt, fordert  Lohnverzicht von 15 Prozent und droht, andernfalls 36 der 57 Mitarbeiter zu entlassen, weil die Auftragslage nur noch bis zum Jahresende eine ausreichende Beschäftigung ermöglicht. Nun, wir halten die 36 Jobs für verloren, mit - und ohne vorherigen Lohnverzicht.

36

 11.10.2006 Gettorf, Kommune, Dänischer Wohld, Amtsverwaltung, werden fusioniert. Der erforderliche Personalabbau soll ohne Entlassungen und sozialverträglich erfolgen. Wir schätzen: 3

 geschätzt 3

 11.10.2006 SB Union, Großmarkt, Gotha,  wegen zweier Gammelfleischfunde vorübergehend geschlossen, hat wieder geöffnet. Mehrer Mitarbeiter wurden entlassen, die personelle Lücke durch Umsetzungen geschlossen. Wir schätzen, dass insgesamt mit dem Gammelfleisch auch rund 5 Arbeitsplätze vom Hof geräumt wurden.

geschätzt 5

 10.10.2006 ISTA, Heizkostenabrechnungen, Münster, eine lange Firmengeschichte endet beim Finanzinvestor, das 1957 in Mannheim gegründete Dienstleistungsunternehmen gint 1990 an Raab Karcher übernommen, vier Jahre später wurde es mit Clorius fusioniert und als Raab Karcher Energieservice neu aufgestellt. 1999 fusionierte Raab Karcher mit Veba Immobilien zur Viterra AG und ging damit in den E.ON-Konzern ein. Im April 2002 ging das Unternehmen für 930 Mio Euro an den britischen Finanzinvestro CVC, seit 1. Januar 2006 trägt es den Namen Ista Deutschland GmbH. Nun ist CVC dabei, Ista für den Börsengang hübsch zm machen, in vielen Filialen werden ohn großes Aufsehen zu erregen Stellen abgebaut. Offizielle Zahlen sind nicht zu finden, wir schätzen, dass es bis Ende 2007 mindestens 250 sein werden.

geschätzt 250

 10.10.2006 Waag und Spelberg GmbH und Betriebs KG, Kunststoffteile, Harsum-Asel, steht in Insolvenz. Betroffen sind 28 Mitarbeiter.

28

 10.10.2006 Götterdämmerung
Manfred Bleskin bemäkelt mit seinem Zwischenruf bei n-tv-online nicht nur die Führungsprobleme von Frau Merkel, der gibt auch einen an Klarheit kaum zu überbietenden Hinweis auf den Verbleib von Hunderttausenden von Arbeitslosen.
Lesen Sie mal: http://www.n-tv.de/719301.html

Hintergrund

 10.10.2006 Autohaus Wagner, Hann. Münden, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - incl. Auszubildende - 12 Mitarbeiter.

12

 10.10.2006 Am Kurpark, Eltern-Kind-Klinik, Grafenau, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, in den vergangenen drei Jahren, so hat es die pnp recherchiert, haben in Niederbayern acht von zehn Eltern-Kind- Kureinrichtungen geschlossen, unter anderem die Kliniken in Bischofsmais, Lohberg, Zwiesel, Bayerbach, Regen-Weißenstein und Bayerisch-Eisenstein. Insgesamt gingen damit 500 Arbeitsplätze verloren. Ursache: die so genannte »Kostendämpfung im Gesundheitswesen«

500

 10.10.2006 Bayer Industry Services (BIS), Chemiepark, Leverkusen, umfangreiche Umstruktuierungen werden Opfer fordern. Die Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen der gemeinsamen Tochter von Bayer und Lanxess stehen auf dem Prüfstand. Die Boston Consulting Group ist dabei, Einsparpotentiale unter den 6.000 Beschäftigten aufzuspüren. Wir rechnen damit, dass es bei dem bleibt, was Ende letzten Jahres schon zu hören war (damals 1.600 von 6.700 - inzwischen sind 700 zurück bei der Mutter) und wagen die Prognose, dass 1.450 von 6.000 Jobs über die Wupper gehen.

geschätzt 1.450

 10.10.2006 Federal Mogul, Bremsbeläge, Marienheide, 100 Mitarbeiter von 240 Mitarbeitern werden entlassen, die übrigen dürfen dann - ohne Lohnausgleich - 40 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten. Falls die IG Metall dem bis Ende Oktober nicht zustimmt, soll das Werk geschlossen werden. Wir schließen uns der Meinung des Leserbriefschreibers Klaus Herden http://www.oberberg-aktuell.de/show-article.php?iRubrikID=1&iArticleID=57869 an, und erwarten die vollständige Schließung.

240

 09.10.2006 MAN, Maschinen- und Fahrzeugbau, VW hat sich bei MAN eingekauft, Endziel: ein einziger LKW-Bau-Konzern aus MAN, Scaniau und der Nutzfahrzeugsparte von VW. Der MAN-Betriebsrat sieht in dieser Konstellation die Gefährdung von bis zu 50.000 Jobs. Das wird noch eine Weile dauern, aber eine Vorwarnung wollen wir dazu aussprechen.

Vorwarnung

 09.10.2006 Unger, Gebäudereinigung, Sonneberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 450 Mitarbeiter in Sonneberg, Erfurt, Leipzig, Halle, Berling und Hoyerswerda.  

450

 06.10.2006 Hautum, Stoffe, Regensburg, hat Insolvenz beantrag. Zwei der 16 Filialen werden in Eigenregie unter neuem Namen weiter betrieben. Nur 15 der 60 Mitarbeiter kommen bei den Nachfolgegesellschaften unter. 45 Arbeitsplätze sind verloren.

45

 06.10.2006 Schneider GmbH, Präsentationsgeräte für Teppiche, Vorst, stellt den Betrieb ein. Betroffen sind 20 Mitarbeiter.

20

 06.10.2006 Dehnhardt, Spedition, Meinerzhagen, BDI-Präsident Thumann hat den letzten 70 Mitarbeitern mitteilen lassen, dass der Betrieb als Niederlassung der gp cargo zum Ende des Jahres geschlossen wird. Was Thumann damit zu tun hat? Nun, der hat sich die Spedition Dehnhardt gekauft und beerdigt nun das, was davon noch übrig ist. Vor vier Jahren war das Unternehmen mit 200 Mitarbeitern noch gut im Geschäft.

200

 06.10.2006 ISE, Automobilzulieferer, Bergneustadt, nach der Schließung des Standortes Schwelm sollen nun weitere Teile der Fertigung nach Polen ausgelagert werden. Möglich scheint die Schließung des Standortes Duisburg mit 350 Mitarbeitern und Teile des Standortes Witten (dort hat ISE 455 Mitarbeiter). Gleichzeitig werden unbezahlte Mehrarbeit und Lohnverzicht gefordert. Wir halten dies für das übliche Geplänkel, an dessen Ende dann doch der Stellenabbau stehen wird und schätzen, dass bei ISE in Deutschland der Abbau von 500 Stellen absehbar ist.

geschätzt 500

 05.10.2006 CV Möbel Mitnahme Markt GmbH & Co. KG, Detmold, mit rund 5000 qm Verkaufsfläche nicht mehr rentabel. Das Unternehmen wird zum Jahresende geschlossen

 geschätzt 25

 05.10.2006 Möbel Salomon GmbH, Kassel, Räumungsverkauf, dieSchließung steht bevor,

geschätzt 20

 05.10.2006 Möbel Nies GmbH, Wiehl, 16.500 qm Verkaufsfläche im Räumungsverkauf. Danach wird geschlossen. Wie viele Mitarbeiter der Nachfolger braucht, ist unbekannt, wir schätzen, dass Personal auf der Strecke bleibt.

 geschätzt 20

 05.10.2006 Helberger Einrichtungshaus, Frankfurt am Main, Wiesbaden, wird beide Häuser Anfang nächsten Jahres schließen.

geschätzt 25

 05.10.2006 Drent Goebel GmbH, Druckmaschinen, Darmstadt, der Großteil der Belegschaft (80) soll zum Jahresende entlassen werden.

 60

 05.10.2006 Medion, Discounter-PCs, kämpft mit dem Preisverfall und wird auch beim Personal sparen müssen. Wir schätzen, dass etwa 70 der 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

geschätzt 70

 05.10.2006 Chemica, Chemie, Sondershausen, wird wegen eines schwelenden Rechtsstreits um einen Gleisanschluss höchstwahrscheinlich geschlossen.

48

 05.10.2006 Deutsche Telekom, 70.000 von 110.000 Mitarbeitern müssen sich um ihren Job neu bewerben. Dann entscheidet sich, wer einen der abgewerteten Arbeitsplätze für geringeres Gehalt übernehmen darf und wer in die Beschäftigungslosigkeit der Beschäftigungsgesellschaft wechseln muss. Wichtige Information aus dieser Meldung:
Von real 140.000 Beschäftigten der Telekom im Dezember 2005 (also ohne die in der Beschäfitgungsgesellschaft Vevento geparkten 16.000) sind offenbar im Oktober 2006 nur noch 110.000 an Bord. Wieder 30.000 Stellen abgebaut, nach denen kein Hahn kräht.

 Bestätigung

 05.10.2006 Stora-Enso, Papier, Uetersen, Reisholz, Summa, Berghuizer, die ehemalige Feldmühle wird von den neuen schwedisch-finnischen Eignern schlankgespart. Summa und Uetersen werden weiterbetrieben, Reisholz und Berghuizer geschlossen. Allerdings müssen auch in Uetersen 100 von 560 Mitarbeitern gehen. In Reisholz gehen 378 Arbeitsplätze verloren.

478

 05.10.2006 NRW, Bundesland, der Landesbetrieb Straßenbau hat 74 Stellen abgebaut, 120 weitere sollen in diesem Jahr folgen. Ziel-Personalstand dann: 6.480 - auch das ist nur eine Konkretisierung des radikalen Stellenabbaus, der von H. Rüttgers in NRW betrieben wird. Konkretisierung
 05.10.2006 Rhön-Klinikum, Krankenhäuser, Erlenbach, Miltenberg, kaum privatisiert, schon werden 20 Prozent des Personals freigestellt. 38 Mitarbeitern der Kliniken in Erlenbach und Miltenberg sei auf Grund von Sparmaßnahmen gekündigt worden, insgesamt wurden 95 von rund 520 Stellen gestrichen.

95

 05.10.2006 EADS, Flugzeuge, Europa, die Turbulenzen um den A380 rufen Politiker auf den Plan. Ihre Chancen, diesmal einen Erfolg vorweisen zu können, sind hoch. Einerseits gibt es bindende Verträge, andererseits soll der A320 nach Hamburg kommen, wenn der A380 ganz in Toulouse gebaut wird.

abwarten

02.10.2006  Müller Weingarten AG, Maschinen- und Werkzeugbau, Weingarten, Verluste im Werkzeugbau sollen durch Stellenabbau und Lohnkürzungen kompensiert werden. Rund 90 Stellen, auf denen bisher Leiharbeiter eigesetzt waren und weitere 60 Jobs der Stammbelegschaft werden gestrichen.

In China wurde jüngst der Grundstein für ein neues Werk gelegt. Das allerdings, so heißt es, sei erforderlich, um Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten.

 150

 02.10.2006 Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden, 300 von 2.700 Stellen fallen dem Rotstift zum Opfer.

300

 29.09.2006 Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt, vier von 19 Filialen werden geschlossen. Wir schätzen, dass dabei 15 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 15

 29.09.2006 Expert Maschinenbau, Lorsch, nur 100 von ehemals 400 Mitarbeiteren (2004) werden von den Investoren, die das in Insolvenz stehende Unternehmen übernehmen einen neuen Vertrag erhalten. Wir hatten bisher den Verlust von 190 Jobs bei Expert angekündigt und melden nun 110 nach.

weitere 110

 29.09.2006 Papierverarbeitungs-GmbH (PVG), Spenge, die Melitta-Tochter baut 77 Stellen von 171 Jobs ab.

77

 29.09.2006 Springer & Jacoby, Werbung, Hamburg, streicht weiter Stellen. Waren im Juni dieses Jahres noch 350 Mitarbeiter an Bord, sind es jetzt bereits nur noch 300, nun soll vor allem Personal in der Verwaltung abgebaut werden. Dort gibt es noch über 70 Mitarbeiter. Wir rechnen damit, dass die Agentur bald nur noch 250 Köpfe zählen wird.

50
+ geschätzt 50

 28.09.2006 BenQ Mobile GmbH, Aufkäufer der Siemens-Handy-Sparte aus Taiwan, wird in den nächsten Tagen Insolvenz beantragen. Betroffen sind 1.400 Mitarbeiter in München und 1.600 in Kamp-Lintfort. Am 3.7.2006, als der Abbau von 800 Jobs bekannt gegeben wurde, waren es noch 3.300 - wir haben die letzten 2.500 nachzumelden.

 die letzten
2.500

 28.09.2006 OVE, Lohnlackiererei, Eiterfeld, nachdem ein Gläubiger Insolvenzantrag gestellt hatte, sind nun alle Rechnungen bezahlt, die Insolvenz ist aufgehoben. Von ehemals 80 Mitarbeitern, die für VW Türzuziehgriffe lackiert hatten, sind noch 16 übrig, die aufgefordert wurden, selbst zu kündigen. Insolvenzausfallgeld kann es nun nicht mehr geben. Wir halten die Fortführung des Betriebes für ausgeschlossen.

 80

 28.09.2006 Haus Elbmarsch, Pflegeheim, Elmshorn,  nach jahrelangen Verlusten wird investiert. Der Altbau mit 180 Betten abgerissen, und ein Neubau mit 120 Betten errichtet. Natürlich werden dann nicht mehr alle der 104 Mitarbeiter benötigt. Wir schätzen, dass durch den Kapazitätsabbau (1/3) und die technischen Verbesserungen im Neubau ca. 40 Mitarbeiter freigesetzt werden können.

 geschätzt 40

 28.09.2006 CTS, Cabriodachhersteller, Harburg, das Werk wird geschlossen. Das berichteten wir bereits im Februar. Damals gab es noch 200 Beschäftigte, inzwischen wurden bereits 60 Jobs abgebaut.

Kalter Kaffee

 28.09.2006 Infraserv, Chemiedienstleister, Knapsack, das Effizienzsteigerungsprogramm wird 113 der 814 Mitarbeiter Arbeit und Lohn kosten, dem Unternehmer aber jährliche 17 Millionen Ergebnisverbesserung bescheren.

113

 28.09.2006 Prinovis, Druckerei, Hamburg, wird in den nächsten drei Jahren in Ahrensburg und Itzehoe rund 250 von 1.900 Stellen abbauen. Davon haben wir im Juli bereits 110 gemeldet.

weitere 140

 27.09.2006 Reithinger, Privatbank, das Bundesaufsichtsamt hat den Insolvenzantrag gestellt. Damit dürften die ca. 60 Arbeitsplätze nun endgültig verloren sein.

 60

 27.09.2006 November AG, Entwicklungs- und Beteiligungsholding, Erlangen, hat Insolvenz beantragt.  Wir schätzen, dass ca. 40 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 40

 27.09.2006 Epcos, Elektrokomponenten, Heidenheim, die Verlagerung ins Ausland schreitet zügig fort. Bald werden in Heidenheim weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigt sein. Das haben wir lange vorher angekündigt. Kalter Kaffee
 27.09.2006 Markant-Markt, Sittensen, wird geschlossen. 22 Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

22

 27.09.2006 SPD, Partei, Deutschland, Mitgliederschwund führt zu Stellenabbau. Hätte sich die SPD auf sozialdemokratische Inhalte besonnen, das Debakel wäre zu vermeiden gewesen. So schickt die SPD jetzt auch Mitarbeiter der Zentrale zur Agentur und an die Hartz-IV-Töpfe. 2 Millionen müssen gespart werden - da könnten 20 - 40 Stellen wackeln.

Vorwarnung

 27.09.2006 DuMont Schauberg, Verlag, Köln, den 3000 Mitarbeitern wurde ein Abfindungsangebot unterbreitet. Seit 2003 hat der Verlag bereits 300 Stellen abgebaut, nun werden - so schätzen wir - weitere 500 folgen. 360 davon haben wir bereits beim Verkauf eines Anteils der Frankfurter Rundschau an DuMont vorhergesagt, bleiben weitere 140 nachzutragen.

geschätzt
weitere 140

 27.09.2006 Debitel, Mobilfunk, bis Ende 2007 sollen in Deutschland weitere 100 Jobs von derzeit noch 1.200 abgebaut werden.

100

 27.09.2006 TUI, Touristik und Schifffahrt, die Fluglinien HLX und Hapagfly werden zusammengeführt, was 200 von 2.500 Jobs überflüssig macht.

200

 27.09.2006 Webasto, Autozulieferer, will Stellen abbauen. Um den Gewinnrückgang aufzufangen müssen wohl rund 400 der 6.200 Mitarbeiter gehen.

geschätzt 400

 27.09.2006 MTU Aero Engines, Strahltriebwerke, München, wird Stellen abbauen. Ein "Profitabilitätsprogramm" sieht vor, dass 300 von 4700 Jobs entfallen. In den letzten drei Jahren hat sich MTU bereits von 40 Prozent der ehemaligen Belegschaft getrennt. Unsere letzte Personalzahl für die MTU Aero Engines waren 6.500 Beschäftigte. Wir haben also neben den neuerlichen Planungen auch noch 1.800 Stellen nachzumelden.
(Ach so, die MTU gehört seit ein paar Jahren der US-amerikanischen Investmentbank KKR. Die können wirtschaften!)

2.100

nächster Update

Der nächste Update dieser Tabelle erfolgt am 27.09.2006
 21.09.2006 Ibis acam AG, Personalqualifizierung und Vermittlung, Andernach, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind Mitarbeiter und Dozenten an 100 Standorten in Deutschland. Wir schätzen, dass eine Organisation dieser Größenordnung mindestens 400 Arbeitsplätze umfasst.

 geschätzt 400

 21.09.2006 Reisebüro, Groß Ilsede, steht ihn Insolvenz, betroffen sind ca. 30 Mitarbeiter.

30

 21.09.2006 KGW Schweriner Maschinenbau GmbH, Windanlagen, Schwerin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 140 Mitarbeiter.  

140

 21.09.2006 Steilmann, Mode, Bochum, nach massiver Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland in 2003 und 2004 droht dem Unternehmen nun die Insolvenz. Alle Zahlungen sind eingestellt. Es geht noch um 500 Jobs in Bochum-Wattenscheid - und die sind absehbar verloren, selbst wenn Radici als Käufer einsteigt, drohen Rationalisierung und weitere Jobverlagerung.

500

 21.09.2006 Armstrong DLW AG, Bodenbeläge, Delmenhorst, Gerüchte besagen, dass Schlosserei, Elektrowerkstatt und Kantine aufgelöst, die Verwaltung an den Stammsitz Bietigheim verlegt werden soll. Die Leitung des Standorts Delmenhorst dementiert - und der Betriebsrat ist erst am Montag wieder zu sprechen.

Gerücht?

 21.09.2006 Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde (SET), Werften, Tangermünde und Genthin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 90 Mitarbeiter.

90

 21.09.2006 E-Plus, Mobilfunk (KPN-Tochter), der niederländische Konzern streicht bei E-Plus in Deutschland 300 Stellen.  

 300

 19.09.2006 Heveco, Champignonzüchter, Niederlande, mit Standorten in Straelen und Kevelar, hat Insolvenz beantragt. Insgesamt arbeiten 1.100 Menschen für Heveco, 600 davon in den Niederlanden - wir schätzen, dass in Deutschland 250 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 250

 19.09.2006 Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG, Modelleisenbahnen, Nürnberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 150 Mitarbeiter.

150

 19.09.2006 Marburg, Kommune, die Stadtwerke-Tochter MaBus soll künftig den öffentlichen Nahverkehr mit Omnibussen übernehmen. Europäisches und hessisches Recht machen daraus eine bürokratische Schaunummer sondersgleichen. Um den Zwang zur öffentlichen Ausschreibung (also zur Privatisierung) vermeiden zu können, muss die Stadt zunächts Alleingesellschafter der MaBus werden - außerdem müssen bisherige Linien, die bisher in sinnvoller Kooperation mit anderen Unternehmen betrieben wurden entweder aufgegeben, oder vollständig selbst übernommen werden.
Ziel der Aktion: Die Einsparung von mindestens 550.000 Euro pro Jahr. Vor allem dadurch, dass das Personal der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke künftig Personal der MaBus sein wird, was schlechtere Bezahlung ermöglicht. Wir schätzen, dass durch Stellenabbau per Fluktuation in den nächsten Jahren rund 25 Arbeitsplätze abgebaut werden.

geschätzt 25

 19.09.2006 Bugenhagenwerk, Berufsbildungswerk, Timmendorfer Strand, 18 von 180 Mitarbeitern müssen gehen, weil die Milliarden "Überschüsse" der BA vor allem dadurch "erwirtschaftet" werden, dass überall gespart wird. Auch bei der Berufsförderung.

18

 15.09.2006

Der Aufschwung ist da.



Das statistische Bundesamt stellt fest:

Seit mehr als einem Jahr (Anm.: das muss zu dem Zeitpunkt gewesen sein, als Rüttgers NRW gewonnen und Müntefering die Neuwahlen angekündigt hat) machen die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes (die Industrie) gute Geschäfte mit z.T. zweistelligen Zuwachsraten, vor allem im Export.

Alleine im ersten Halbjahr 2006 stiegen die Umsätze um 7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten ist jedoch im gleichen Zeitraum um 0,9 Prozent zurückgegangen.


Wir stellen fest:

Es gab Zeiten, da hieß es von den Wirtschaftsweisen, neue Stellen gibt es (erst) ab drei Prozent Wachstum, dafür müssen die Mitarbeiter bereit sein, auf liebgewonnene Besitzstände zu verzichten.

Nun haben die Belegschaften jeden verfügbaren Gürtel enger geschnallt. Weitgehender Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld, weitgehender Verzicht auf Überstundenzuschläge und in vielen Fällen auch absolute Kürzungen bei den vereinbarten Grundgehältern haben der deutsche Industrie erneut gegenüber den Konkurrenten aus Fernost, gegenüber hart arbeitenden Kindern und rechtlosen Wanderarbeitern einen Kostenvorteil auf dem Weltmarkt beschert.

Das hat sich in der Steigerung der Umsätze und der Gewinne ausgedrückt. Aber weil die Belegschaften in Deutschland gleichzeitig gerne bereit sind, statt 35 wieder 38, statt 38 wieder 40, statt 40 wieder 43 Stunden pro Woche zu arbeiten, weil sich kaum einer noch traut, überhaupt nach einer Bezahlung für Überstunden zu fragen, weil niemand, der noch kriechen kann, zum Arzt geht, weil ihn das neben Praxisgebühr und Zuzahlungen eben auch den Job kosten kann, ist die Produktivität der Mitarbeiter so stark gestiegen, dass auch bei 7 Prozent Wachstum noch so viele Entlassungen möglich sind, dass die Angst vor drohender Arbeitslosigkeit ausreicht, den Beschäftigten noch weitere Zugeständnisse abzuschwatzen.

Außerdem ist das gut für die Rente - je mehr Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger, desto niedriger die Rentenansprüche in der Zukunft, je härter die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, desto kürzer die Rentenbezugsdauer - und wenn sich da ein lukratives Verhältnis eingependelt haben wird, ist endlich auch der Weg frei, für die Privatisierung der Rentenversicherung.

Hintergrund

 15.09.2006 Wackenhut, Möbelhersteller, Tübingen, hat Insolvenz beantragt.

 ?

 15.09.2006 Potsdam, Kommune, Stadt- und Landesbibliothek bauen 10 von 48 Stellen ab und bitten um ehrenamtliche Unterstützung, um das Serviceangebot aufrecht erhalten zu können. Gute Idee! Kostet jedenfalls noch weniger als Kombilohn und 1-Euro-Jobs und hat damit Modellcharakter für die weitere Stärkung der Konkurrenzfähigkeit Deutschlands auf den Weltmärkten.

10

 15.09.2006 Ford, Fahrzeuge, Welt, erst waren es 30.000, vor ein paar Tagen noch waren es nur 40.000 Mitarbeiter, die Ford in den USA auf die Straße setzen wollte. Nun scheint es, dass die Schließung von 14 Fabriken immer noch nicht ausreicht. 75.000 Mitarbeitern wird ein Angebot z um freiwilligen Ausscheiden vorgelegt. Wer sich bis zum 27. November einverstanden erklärt, kann auf eine Abfindung hoffen. in den USA und den Abbau von rund 30.000 Stellen bis 2012 angekündigt.

Wir halten es für ausgeschlossen, dass der Sparkurs des Automobilriesen auf Nordamerika beschränkt bleiben wird und prognostizieren für 2007 neuerlichen, massiven Stellenabbau auch in Köln.

 Vorwarnung

 15.09.2006 Süddeutsche Klassenlotterie, Nordwestdeutsche Klassenlotterie, staatliche Spielsuchtkanalisierungsanstalten, fürchten um ihre Existenz. Wenn Gesetz wird, was derzeit von den Bundesländern als Entwurf vorgelegt wurde, nämlich ein weitgehendes Werbeverbot für Glücksspiele, dann könnten die Klassenlotterien dichtmachen. Das würde, so heißt es, 16.000 Arbeitsplätze kosten. Doch darum geht es eigentlich gar nicht. Die EU will, dass auch in Deutschland künftig jeder, der sich dazu berufen fühlt, Glücksspiele und Wetten jeder Art veranstalten darf. Das würde wiederum bedeuten, dass private Konkurrenz die staatlichen Monopoltöpfe plündern könnte. Nicht die Spieler, auch nicht ein Heer von Mitarbeitern würde verschwinden, sondern nur die Monopoleinnahmen der Bundesländer aus Lotto, Toto & Co.

Letztlich wird sich die EU auch in dieser Frage durchsetzen. Vermutlich wollen die Länder mir der Abwehrschlacht nur Zeit gewinnen, um sich für den Zeitpunkt der Freigabe strategisch neu aufzustellen.

Hintergrund

 15.09.2006 Rheinische Post, Printmedium, Düsseldorf, will 65 ihrer 650 Stellen streichen.

65

 14.09.2006 Stadtwerke, Krefeld und Neuss, fusionieren. Auch Versorger im Umland sollen noch ins Boot geholt werden.Grund: Kostendruck! Ziel: Synergieeffekte von rund 13 Mio. Euro. Das wird rund 300 Arbeitsplätze kosten - auch wenn es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll.

geschätzt 300

 13.09.2006 Fahrrad Richter, Hamburg, wird nach Insolvenz geschlossen. Betroffen sind 3 Mitarbeiter.

3

 13.09.2006 Pro-Genomics, Biotech, Halle, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 19 Mitarbeiter.

19

 13.09.2006 Herforder Brauerei, Herford, 60 von 237 Jobs sollen abgebaut werden, weil die Lohnkostensenkung nicht wie von der Brauerei gewünscht, durchgegangen ist.

60

 13.09.2006 Verlagsgruppe Handelsblatt, schlägt scharfen Sparkurs ein. Etwa 100 von 1.600 Stellen sollen entfallen.

100

 12.09.2006 Krönig, Papier- und Kartonwerk, Süchteln, die amerikanische "Newark Group" kauft das Unternehmen aus der Insolvenz. 60 von 94 Arbeitsplätzen bleiben erhalten.

34

 12.09.2006 Sagem Orga, Chipkarten-Hersteller, Flintbeck, plant den Abbau von 300 der 700 Arbeitsplätze. 150 in 2006, weitere 150 in 2007. Sagem Orga war eine Tochter der Bundesdruckerei, bis sie vom französischen Safran-Konzern aufgekauft wurde.

300

 12.09.2006
Schering, Pharma, Berlin, nach Übernahme durch Bayer werden die Pläne zum Stellenabbau nun konkreter - wenn auch wieder einmal ein unglaubliches Verwirrspiel mit Zahlen getrieben wird:

"Es wird mit einem Einmalaufwand von einer Milliarde Euro - hauptsächlich für Abfindungen - gerechnet."
"Ungefähr 6.000 Leute sollen gehen, das sind 10 Prozent von Schering und der Gesundheitssparte von Bayer"
"bezogen auf Schering und die für die Fusion relevante Pharmasparte von Bayer bedeuten die 6.000 Mitarbeiter eine Quote von 14 Prozent."

Unsere Bewertung:
  • Falls von der 1 Milliarde tatsächlich nur 750 Millionen für Abfindungen aufgewendet werden sollen, wären das immer noch 125.000 Euro pro Entlassenem. Das ist als Durchschnitt viel zu hoch, dafür könnte man auch 12.000 Mitarbeiter abfinden.
  • 10 Prozent der 60.000 Schering Mitarbeiter sind schon alleine 6.000 Beschäftigte. Wenn auch 10 Prozent der Stellen von Bayer Health Care entfallen, kommen wir der Abfindungssumme schon wieder näher
  • Der Spruch von der "Quote von 14 Prozent" bleibt rätselhaft.

  • Bisher hatten wir einen fusionsbedingten Verlust von 4.000 Stellen in Deutschland geschätzt. Wir erhöhen nun sehr vorsichtig lediglich um weitere 2.000 - rechnen aber damit, dass die Zahl bis zum Jahresende noch auf bis zu 10.000 steigen wird.

weitere 2.000

 12.09.2006 Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, Reformpläne und Tarifabschlüsse erfordern den Abbau von 3000 Stellen in den Kliniken Thüringens.
Wir nehmen an, dass wir später Einzelmeldungen erhalten und erwähnen dies hier nur als Hintergrundinformation.

Hintergrund

 12.09.2006 Klinik-Verbund Südwest, in den Kreisen Böblingen und Calw betreibt der Klinikverbund sieben Kliniken mit insgesamt 2.000 Betten und 4.000 Mitarbeitern. Davon werden wohl 150 gestrichen. Grund: Gesundheitsreform und Tarifabschlüsse.

150

 08.09.2006 Georg Bruner, Fleischgroßhandel, München,  schon vor der Gammelfleisch-Affäre stand das Unternehmen vor der Insolvenz. Nach dem Suizid des Unternehmers dürften die 16 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze endgültig verloren haben.

16

 08.09.2006 Schwiese, Kaufhaus, Hattingen, wird geschlossen. 15 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

 15

 08.09.2006 AEG Elektrofotografie, Belecke, die Produktion von Laser-Kartuschen wird von Belecke nach Shanghai verlagert. 48 Jobs fallen in Deutschland weg.

48

 08.09.2006 Kondi, Lebensmitteldiscounter, Halle, das Zentrallager in Halle wird geschlossen. 200 Jobs werden abgebaut.

200

 08.09.2006 Vattenfall, Strompreisgewinnler, Hamburg, die Schweden wollen wegen der Senkung der Netzentgelte weitere Mitarbeiter freistellen. Der Betriebsrat schätzt, dass kurzfristig 700, mittelfristig weitere 350 Stellen abgebaut werden. Wir halten das für absolut realistisch.

1.050

 08.09.2006 Vossloh, Werdohl, 70 feste Mitarbeiter werden abgebaut und 100 Zeitarbeitsverträge nicht verlängert.

170

 08.09.2006 AMB Generali, Versicherung, Europa, Das Verwirrspiel um den Umfang des Stellenabbaus geht weiter. Wir hatten bisher (Oktober 2005 und August 2006) 2.000 Stellen bei der Holding und 230 Stellen bei einer IT-Tochter gemeldet. Nun heißt es, in den letzten vier Jahren seien bereits 2.000 Stellen gestriechen worden, bis zum Jahr 2008 sollen bundesweit zusätzlich weitere 1.500 Stellen abgebaut werden und diese weiteren 1.500 seien 500 mehr, als geplant. ???

Wir versuchen heute, diese Zahlen gerade zu ziehen. Inclusive Außendienst haben die Italiener noch 17.000 Mitarbeiter in Deutschland. Wir gehen davon aus, dass wir in dieser Statistik den bisherigen Abbau erfasst haben und melden nun die "zusätzlichen" 1.500 nach. Und Ende 2008 zählen wir dann spätestens wieder einmal durch.

 1.500

 07.09.2006 Geschäftsaufgaben in der Möbelbranche
Möbel Schott GmbH

Unteressendorf
88454 Hochdorf
Rosebrock Das Küchenzentrum-Gägelow GmbH
Untere Str. 1
23968 Gägelow bei Wismar
Möbelhaus Schröder GmbH
Albert-Schweitzer-Str. 53 und Leibnizstr. 5
38226 Salzgitter
Möbelhaus Hunschede
Jägerstr. 42
44532 Lünen
Küchenstudio Heinevetter Inh. Bernd Hölzle
Leberstr. 3
53359 Rheinbach
Graf Möbel GmbH (auch Küchenstudio)
Bahnhofstr. 7
54608 Bleialf
Einrichtungshaus Süß & Rubens GmbH
Mainzer Str. 8
64521 Groß-Gerau

Wir schätzen, dass insgesamt rund 100 Arbeitsplätze verloren gehen.

 geschätzt 100

 07.09.2006 Preisler & Schneider, Fischverarbeitung, Cuxhaven, wird geschlossen. 120 Arbeitsplätze gehen verloren.

120

 07.09.2006 Fujitsu Siemens Computers, Computer, will bis September 2007 weitere 300 Stellen streichen.

300

 07.09.2006 Argillon, Redwitz, ein Sanierungstarifvertrag hat den Standort gerettet. Statt 60 Entlassungen 15 bis 20 Prozent Lohnverzicht - nun, das melden wir trotzdem.

umgerechnet 60

 07.09.2006 Vesuvius, Zinnbadbodensteine, die Zinnbadbodensteine werden in Romerode nicht mehr hergestellt. Bereits Ende 2005 mussten 40 Mitarbeiter gehen, nun stehen weitere Kündigungen in der gleichen Größenordnung an.

80

 06.09.2006 Waechtersbacher Keramik, Brachttal, seit Oktober 2005 in Insolvenz, wird wohl in Kürze geschlossen. Betroffen sind die letzten 120 Mitarbeiter.

 120

 06.09.2006 Landesbühnen Sachsen, Radebeul, bis 2008 sollen 15 von 300 Stellen abgebaut werden.

15

 06.09.2006 Forstamt Mönchengladbach, wird zum 1. Januar 2007 aufgelöst und durch die neue Superbehörde "Forstamt Niederrhein" mit Sitz in Wesel abgelöst. Insgesamt werden in NRW von 35 Forstämtern nur 14 Bestand haben. Dabei werden 170 von 1100 Mitarbeitern ausgemustert und in Auffanggesellschaften abgeschoben. Dies ist nur eine kleine Maßnahme aus dem Gesamtpaket der großangelegten Arbeitsplatzvernichtung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Konkretisierung

 06.09.2006 Linde, Technische Gase und Gapelstapler, Wiesbaden, Linde hat den größten Konkurrenten im Gasgeschäft (BOC) aufgekauft. Zum Ausgleich soll die Gabelstapler-Sparte mit rund 19 000 Mitarbeiter verkauft werden. Offenbar wollen die internationalen Wettbewerber nicht einsteigen, so dass die Übernahme durch Finanzinvestoren und damit ein weiterer, beschleunigter Arbeitsplatzabbau befürchtet werden muss. Wir schätzen, dass bis Ende 2007 mindestens 3.000 Jobs verloren gehen.

 geschätzt
vorerst 3.000

 06.09.2006 Axel Springer, Medien, als wir von den Analysen der Unternehmensberatung hörten, schätzten wir, dass bei Axel Springer 200 Stellen verloren gehen. Nun ist offiziell: 266 Mitarbeiter in der Verwaltung sind als überflüssig eingestuft, ihre Jobs werden abgebaut. Wir haben 66 nachzumelden.

weitere 66

 04.09.2006 Der Aufschwung ist da!
Airbus, Fluggerät, Europa,
gerade noch als Jobmotor bejubelt, mit 700 offenen Stellen und der Absicht, alleine in Deutschland und noch in diesem Jahre weitere 1250 Stellen zu schaffen, hat nun einen Einstellungsstopp verhängt.

Hintergrund

 04.09.2006 Moeller, Elektrotechnik, Bonn,  aus der Zusammenlegung der Werke Dausenau und Holzhausen werden mehr Stellen frei, als ursprünglich von uns geschätzt. 180, statt 60. Wir haben 120 nachzumelden.

weitere 120

 04.09.2006 TUI, Touristik und Schifffahrt, Hannover, nach unserer Vorwarnung von Ende Juni steht der weitere Stellenabbau nun offenbar unmittelbar bevor. Vorstand und Aufsichtsrat haben ein entsprechendes Sparprogramm beschlossen. Zahlen waren immer noch nicht zu hören.

2. Vorwarnung

 04.09.2006 Wülfrath, Kommune, will die Zahl der städtischen Mitarbeiter verringern um jährlich 4 Millionen zu sparen. Das kostet hier konkret 38 Jobs.

38

 04.09.2006 Süba, Mappenfabrik, Kehl-Marlen, hat (schon Ende Juli) Insolvenz beantragt. Betroffen sind 60 Mitarbeiter.

 60

 04.09.2006 BASF, Chemie, Minden, die Sparte PharmaChemikalien in Minden verliert rund 200 Vollzeitstellen.

200

 04.09.2006 Der Aufschwung ist da!
Intel, Computerchips, Welt, streicht bis zu 20.000 Stellen.
Ob und in welchem Umfang Deutschland betroffen ist, bleibt vorerst unklar.

 Hintergrund

ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2006 bis 31.08.2006

67.888

ARCHIV Ankündigungen vom 01.03.2006 bis 31.05.2006

421.795

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.12.2005 bis 28.02.2006

198.631

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2005 bis 30.11.2005

 362.963

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.07.2005 bis 30.09.2005

189.709

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2005 bis 30.06.2005

268.025

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach
Korrektur 82.279
)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

3 6.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235