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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
(was genau wird hier erfasst?)
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
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vom 1.6.06 bis 31.08.06

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67.888

 31.08.2006 Arnolds, Werttransporte, Essen, der Skandal um verschwundene Millionen hat das Vertrauen in das Unternehmen untergraben. Die Kunden ziehen sich zurück, Die Insolvenz scheint unabwendbar. Betroffen sind rund 2.000 Mitarbeiter.

2.000

 31.08.206 Inca Engineering, Ingenieurs-Dienstleistungen, Delmenhorst, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 45 Mitarbeiter.

45

 31.08.2006 Joh. Schön, Holzverarbeitung, Hünfeld, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 28 Mitarbeiter.

28

 31.08.2006 Krankenhaus Mariahilf, Hamburg Harburg, die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul von Hildesheim verkauft die Klinik an die LBK Hamburg GmbH, welchselbige Trägerin der Asklepios Klinik Harburg ist.
Ziel: Zusammenlegung der beiden Kliniken in einem neuen Haus mit insgesamt verringertem Bettenangebot (780 statt 1020) und entsprechend weniger Personal (1.700 statt 2.000).

Da haben die Barmherzigen Schwestern den Gesundheitsgewinnlern perfekt zugearbeitet.

300

 31.08.2006 HSH Nordbank, Landesbank von Hamburg und Schleswig Holstein, Hamburg, geht mit 27 Prozent an einen privaten Investor. Es sind keine Entlassungen geplant. Noch beschäftigt die Bank 4.400 Mitarbeiter, 150 weniger, als noch vor einem Jahr. Alledings soll die Bank in drei Jahren an die Börse gehen, bis dahin lassen sich alleine durch natürliche Fluktuation und kleine Nachhilfen durchaus noch 600 Stellen abbauen. Ganz ohne Entlassungen. So etwas freut die potentiellen Aktionäre.

150
+ geschätzt 600

 31.08.2006 AMB Generali, Versicherungen, Europa, es wird nicht nur die Volksfürsorge treffen, wie wir bereits berichteten, auch die Central und die Aachen Münchener, beides ebenfalls längst von der Generali aufgekauft, sollen Federn lassen. Wir schätzen, dass weitere rund 500 Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen werden..

geschätzt 500

 31.08.2006 ZMD, Integrierte Schaltungen, Dresden, muss in den nächsten vier Monaten 10 Millionen sparen. Einsparungen beim Material, in der Entwicklung und beim Personal sollen dazu beitragen. Wir schätzen, dass 100 der 500 Mitarbeiter gehen müssen. Sonst ist dieses Ziel nicht zu erreichen.

geschätzt 100

 31.08.2006 Sachsen-Anhalt, Neuland, im September 2003 erklärte der heutige Finanzminister Bullerjahn, SPD, bis 2020 müssten 30.000 Landesstellen abgebaut werden. Daran hat sich nichts geändert, nur heißt die Parole jetzt, es müssten jährlich 2.000 Stellen plattgemacht werden. Das klingt viel harmloser, ist aber auch nicht weniger.
Ganz am Rande: 2003 hieß es, das Land wolle ab 2008 keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Jetzt ist dieses Ziel auf 2010 verschoben.

Bestätigung

 30.08.2006 Schütz, Flechtwaren, Lichtenfels, wir berichteten vor einigen Wochen über die Insolvenz. Nun wird bekannt, dass das Unternehmen offenbar gezielt in die Pleite gefahren wurde. Schütz hat parallel zur Insolvenz in Deutschland einen neue Produktion in Indonesien hochgezogen. Das nennt man wohl "Unternehmerischen Wagemut" - und "Leistung, die sich wieder lohnen muss"

Hintergrund

 30.08.2006 Lorenzen Communications, Receiver und Zubehör, hat Insolvenz beantragt. Auch hier ist, wie bei Schütz (eine Zeile höher) das Nachfolgeunternehmen bereits aufgestellt. Es heißt SL Communication & Technology und soll, so heißt es, einen Großteil der Mitarbeiter übernehmen.
Stellt sich allmählich die Frage, wo eiogentlich der Unterschied liegt, zwischen der großväterlichen Wechselreiterei und dem modernen Insolvenz-hopping ...
Zahlen gibt es nicht. Wir schätzen, dass 20 Jobs verloren gehen.

geschätzt 20

 30.08.2006 ISE,Automobilzulieferer, Bergneustadt, am 17.7.06 gaben wir eine Vorwarnung heraus. ISE war dabei, ein "Sparpaket" zu schnüren. Jetzt ist beschlossen, das Werk in Schwelm zu schließen. Damit werden 126 Arbeitsplätze vernichtet.

126

 30.08.2006 Opel, Bochum,
Das unwürdige Gezerre um die Astra Produktion geht weiter, Manager und Mitarbeiter von fünf europäischen General Motors Standorten müssen zu Kreuze kriechen, um die Mutter in USA gnädig zu stimmen. Nur wer sich am billigsten verkauft, hat eine Chance. Bochum wird mit dem Verlust von 2.500 Arbeitsplätzen gedroht - wenn das Werk sich nicht billig genug anbietet

...da hat Angela Merkel doch ganz recht, wenn sie strikt gegen einen Mindestlohn ist, oder?

Vorwarnung

 30.08.2006 Bayer, Chemie, Welt, die Pflanzenschutzsparte (crop sciences) streicht weltweit weitere 1500 Stellen. Der Schwerpunkt soll in Nordamerika liegen. Wir schätzen, dass es in Deutschland immerhin noch 500 Giftspezialisten treffen wird.

geschätzt 500

 29.08.2006 Breukers, Spedition, Schüttdorf, hat Insolvenz beantragt, zuvor aber noch den Gefahrgutbereich verkauft. Betroffen sind die letzten 50 Mitarbeiter.

50

 29.08.2006 Zamek, Dosensuppen, Düsseldorf, selbst lecker Süppchen sind der Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft nicht mehr gut genug. Die kaufen die Suppe in der Dose einfach nicht mehr. Das haben sie nun davon: Statt zusätzlicher Arbeitsplätze gibt es zusätzliche Arbeitslose. 60 von 550 Mitarbeitern werden entlassen. 

60

 29.08.2006 Unilever, Lebensmittel, Europa, der Lebensmittelspezialist sieht keine Wachstumsmöglichkeiten mehr und verkauft seine Tiefkühlsparte (ohne Speiseeis). Der Aufkäufer, ein Finanzinvestor, glaubt es besser zu können. Wirklich? 3.500 Beschäftigte europaweit, davon 1.500 bei Iglo in Deutschland sind für den neuen Eigner nur interessant, wenn sich deutlich höhere Gewinne als bisher erzielen lassen. Das geht wohl nur, wenn Kosten gesenkt werden. Wir erwarten, dass Iglo innerhalb von weniger als 2 Jahren deutlich mehr als 10 Prozent der Belegschaft abbauen muss.

Vorwarnung

 28.08.2006 Heidehof , Wellness-Hotel, Dolle, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 6 Mitarbeiter.

6

 28.08.2006 Thome, Brauerei, Breidenbach-Wolzhausen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten beiden Mitarbeiter.

 2

 28.08.2006 Nappo, Süßwaren, Pirmasens, soll Ende des Jahres geschlossen werden. Betroffen sind 108 Mitarbeiter.

108

 28.08.2006 Marktkauf, Einzelhandel, Edeka-Tochter, vor wenigen Tagen waren es noch 1.000 Vollzeitstellen, die dem Rotstift zum Opfer fallen sollten, nun haben die Edeka Manager beschlossen, bis zu 1.800 Stellen zu streichen - außerdem sollen 1.600 Angestellte umgruppiert werden und künftig 20 Prozent weniger verdienen. Das sind für den Konzern - wie für die Kaufkraft, umgerechnet weitere 360 Stellen. Wir haben also 1160 nachzumelden.

weitere 1.160

 28.08.2006 Volksfürsorge, Versicherung, Hamburg, trotz des schönen Namens will das gewinnorientierte Privatunternehmen bis zu 600 Stellen im Innendienst streichen.

600

 25.08.2006 Faurecia, Automobilzulieferer, Werk Stadthagen, am 28.06. berichteten wir über den geplanten Abbau von 190 Stellen. Nun sollen 350 der 650 Arbeitsplätze abgebaut werden. Wir melden nach.

weitere 160

 25.08.2006 August Bauer, Spedition, Kremmen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 240 Mitarbeiter.

240

 25.08.2006 WW System Design GmbH, Designmöbel, Kassel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 7 Mitarbeiter.

7

 25.08.2006 Stadtwerke Lübeck, Kommunaler Nahverkehr, Lübeck, Überschüsse aus Strom und Wasser subventionieren den öffentlichen Nahverkehr. Das ist im Sinne einer kommunalen Selbstversorgung ausgesprochen sinnvoll. Nun soll damit Schluss sein. Urteile der Europäischen Union (EU) gefährden die Quersubventionierung. Es wird erwogen, die Busbetriebe in die Insolvenz zu schicken. Der SPD Fraktionschef Peter Reinhardt meint: "Das Ganze ist ein Stück aus dem Tollhaus."
Da liegt er wohl gar nicht so falsch.

Vorwarnung

 25.08.2006 Membrana, Filtrationsmembranen, Wuppertal, die Technologie der Dialyse-Membranen ändert sich, statt Zellulose kommt zunehmend synthetisches Material zum Einsatz, das führt bei Membrana zu Umsatzeinbrüchen. Die Konsequenz: 180 von 500 Stellen werden abgebaut. Besseres ist dem Management offenbar nicht eingefallen.

 180

 25.08.2006 Hawesta (+Heyco), Fisch in Dosen, Lübeck, selbst Fisch ist der Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft nicht mehr gut genug. Die kaufen den Hering in Soße in der Dose einfach nicht mehr. Das haben sie nun davon: Statt zusätzlicher Arbeitsplätze gibt es zusätzliche Arbeitslose. Die Heyco-Produktion geht zu Hawesta und 100 von insgesamt 400 Konservierungsspezialisten werden ausgemustert.

100

 24.08.2006 Autohaus Plinke, Soest, hat Insolvenz beantragt.  Betroffen sind 9 Mitarbeiter.

 9

 24.08.2006 Kloster Rühn, Öl- und Senfmühle, Bützow, die vom Sternekoch Michael Laumen betriebene Mühle hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - geschätzt - 4 Mitarbeiter.

geschätzt 4

 24.08.2006 Brandenburg, Bundesland, bestellt Züge ab und vermindert damit nicht nur die öffentliche Verkehrsstruktur, sondern auch die Zahl der Arbeitsplätze bei den Bahnen (Niederbarnimer Eisenbahn, deutschen Eisenbahn, Prignitzer Eisenbahn), wenn dabei die Bahnbetreiber nicht vollends in den Ruin getrieben werden, schätzen wird, dass ca. 15 Jobs verloren gehen.

geschätzt 15

 24.08.2006 Möbel Horstmann, Lübeck, schließt Ende 2006. 15 Mitarbeiter verlieren den Job.

15

 23.08.2006 Schmöller, Akustik- und Innenausbau, Hutthurm, ein Gläubiger hat Insolvenz bentragt. Betroffen sind 28 Mitarbeiter.

28

 23.08.2006 Mücher, Dachdecker, Burscheid, hat Insolvenz beantragt.  Betroffen sind 10 Mitarbeiter.

10

 23.08.2006 Henschel Recycling, Kassel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter.  
 23.08.2006 Hamburg, Kommune, verscherbelt Pflegeheime. Die Berliner Vitanas Gruppe und die Hamburger Franke Gruppe, in Hamburg zur Vitana Hamburg GmbH vereint, übernehmen die 12 städtischen Pflegeheime. Großartige Modernisierungsprogramme zur Hebung der Pflegesätze sind geplant. Die 2.800 Plätze sollen erhalten bleiben, für die 1.600 Beschäftigten gibt es eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2009. Die Stadt bleibt auf den Altlasten in Höhe von 210 Millionen sitzen. Bis Ende 2009 werden etwa 100 Beschäftigte durch die natürliche Fluktuation abgebaut sein. Danach ist modernisiert und rationalisiert - und der eigentliche Abbau kann beginnen.

 vorerst
geschätzt 100

 23.08.2006 Autohaus Blüchel, Helmbrechts, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 4 Mitarbeiter.

 4

 23.08.2006 Visteon, Automobilzulieferer, Welt,  nach radikalen Lohn- und Gehaltskürzungen, der Streichung übertariftlicher Zulagen, des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes und einem Rückgang der deutschen Belegschaft von 3.000 Ende 2005 auf ca. 2.800 ist Visteon nun hübsch genug für Verkaufsverhandlungen mit Investoren. Konkret geht es um die Werke Düren und Wülfrath, in denen 1.400 Mitarbeiter tätig sind.

 Konkretisierung

 23.08.2006 Klinikum Nürnberg,Gesundheit, die Tarifeinigung für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern soll durch den Abbau von 150 bis 200 Stellen bis Ende 2007 ausgeglichen werden. Noch hat das Nürnberger Klinikum rund 5.400 Mitarbeiter.

 200

 23.08.2006 Axel Springer, Verlag, Roland Berger sucht nach Einsparmöglichkeiten. 1.200 Arbeitsplätze wurden analysiert. Nun steht ein Konzept, von dem rund 400 Arbeitsplätze betroffen sein sollen. Ein Teil Abbau, ein Teil Verlagerung. Wir schätzen vorerst, dass 200 Jobs vernichtet werden.

 geschätzt 200

 23.08.2006 Küchenfachhandel
Möbelhaus Heinevetter, Rheinbach
Möbelhaus Rosebrock, Gägelow/Wismar
Meterküche GmbH, Hochheim
Plana Küchenland, Bamberg

haben Insolvenz beantragt. Wir schätzen vorsichtig, dass insgesamt 40 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 40

 22.08.2006 VION, Schlachtbetrieb, Rodleben, wird geschlossen. 70 Mitarbeiter des Schlachthofs und weitere 200 im Umfeld verlieren die Arbeit.

270

 22.08.2006 Sachsen-Anhalt, sparsames neues Bundesland, hat vor, die Städtbauförderung   bis 2008 auf NULL zusammenzustreichen. Die IHK Magdeburg rechnet in Folge dieser Kürzung mit dem Verlust von 5.000 Arbeitsplätzen im Baugewerbe. Das wird voraussichtlich ein "stilles" Stellensterben bei einer Vielzahl kleiner Betriebe geben, von denen wir - abgesehen von den zwei oder drei Insolvenzen, die auch zu erwarten sind, nichts bemerken werden. Daher nehmen wir hier die Schätzung IHK als Pauschalwert auf.

 5.000

 22.08.2006 Möbelhaus Frenzel, Haspe, wird geschlossen. Die 30 Mitarbeiter erhalten die Kündigung.

30

 22.08.2006 Herta, Fleisch und Wurst, Werk Spandau (Berlin), nach Personalabbau in Herten und Herne werden nun von den Mitarbeiter des Spandauer Fleischwerks 5 Prozent Lohnverzicht, Verzicht auf Zuschläge und Verzicht auf Urlaubstage gefordert. In Summe Einbußen von 5100 Euro pro Nase und Jahr. 140 Mitarbeiter sind betroffen, wir warten ab, ob es zu einer Einigung kommt.

Vorwarnung

 22.08.2006 Evangelischer Kirchenkreis Leverkusen, Seelenheil, Stellensparen ist angesagt, vor allem auf dem Weg der Zentralisierung, wir schätzen, dass es in drei Jahren bereits rund 10 Mitarbeiter weniger geben wird.

geschätzt 10

 22.08.2006 Stadtwerke Bonn, kommunale Versorgungsbetriebe, es muss gespart werden. Vor allem die Mitarbeiter des Bus-und Bahnbetriebs sollen länger arbeiten und zum Ausgleich weniger verdienen. Sieben Millionen Euro jährlich müssen weggedrückt werden. Das heißt, dass zunächst 114 Stellen abgebaut werden müssen. Zusätzlich zu den 20, die seit 2004 nicht mehr neu besetzt worden sind.

134

 22.08.2006 Baden Württemberg, Staatsforst, 2,33 Millionen Kubikmeter Holzeinschlag bringt der Staatsforst jährlich, das entspricht einem Umsatz von ca. 150 Millionen Euro. Nun ist der zuständige Minister zu der Auffassung gelangt, man könne auch mit einem Drittel weniger Waldarbeitern auskommen und wolle dieses Ziel per Fluktuation anstreben.
Wir schätzen, dass dadurch mindestens 750 Stellen abgebaut werden.

geschätzt 750

 22.08.2006 Storopack, Logistikdienstleister, Esslingen, das Logistikcenter Esslingen soll zum Jahresende geschlossen werden, ebenso das Lager in Deizisau. 30 Arbeitsplätze gehen verloren.

30

 22.08.2006 Sachsen, Neues Bundesland, der Stellenabbau wird planmäßig fortgesetzt. Rund 6500 Stellen entfallen bis 2010. Das ist zwar schon lange bekannt, aber weil es den Aufschwung stützt, und in diesen Tagen neu gemeldet wurde, weisen wir kurz darauf hin.

Bestätigung

 21.08.2006

Verwaltungstätigkeiten in Deutschland

Die Süddeutsche Zeitung warnt:

"Hunderttausende Bürojobs auf der Kippe - es droht ein massiver Abbau durch Automatisierung oder Verlagerung ins Ausland"

Trendmeldung:

Der Aufschwung kommt!

 21.08.2006

Autohandel,
der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erklärt, in den nächsten 10 Jahren werden

60.000 Stellen bei Autohändlern

verloren gehen.

Trendmeldung:

Der Aufschwung kommt!

 21.08.2006 Bet3000, Sportwetten, am 23.05.2006 kündigten wir den bevorstehenden Zusammenbruch der privaten Wettveranstalter in Deutschland an. Nun macht der Staat ernst, mit einer Razzia und Beschlagnahmeaktion bei Bet300AG wurde der Reigen eröffnet, mit dem das Glücksspielmonopol des Staates durchgesetzt werden soll. Bei Bet3000 stehen 450 Arbeitsplätze vor der Vernichtung. Ingsgesamt werden bundesweit etwa 10.000 Wettbüroangestellte den Job verlieren.

Konkretisierung

  WilliBald, Möbelhaus, Siegen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind -geschätzt- 20 Mitarbeiter.

20

  Stella, Möbelwerk, Lippstadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 30 Mitarbeiter.

 30

 21.08.2006 Johnson Controls, Automobilzulieferer, Welt, will in den nächsen 12 Monaten 5.000 Stellen abbauen. 10 Standorte in USA, 3 in Europa, 1 in Asien werden geschlossen.
Der Abbau in Europa trifft 1.450 Beschäftigte - vor allem in der Sitzherstellung. Details zum Stellenabbau sind nicht bekannt. Doch die Europazentrale von Johnson Controls sitzt in Burscheid, in Deutschland - wir schätzen, dass es ca. 700 deutsche Arbeitsplätze treffen wird.

 geschätzt 700

 18.08.2006 Tix, Autohaus, Bitburg/Prüm/Wittlich/Trierweiler/Koblenz, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 270 Mitarbeiter.

270

 18.08.2006 Paul Ihde KG, Sanitärgroßhandel, Lübeck, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind mehr als 100 Mitarbeiter.

101

 18.08.2006 dauair AG, Fluggeselleschaft, Lübeck/Rostock, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 63 Mitarbeiter.

63

 18.08.2006 Rosner, Modehersteller, Ingolstadt, die Produktion wird komplett ins Ausland verlagert. 110 Arbeitsplätze in Deutschland gehen verloren.  Dass 40 der 110 Beschäftigten in der Musternäherei oder in der Schnittbearbeitung unterkommen, ändert nichts an der Zahl der vernichteten Arbeitsplätze.

110

 18.08.2006 ARAG, Versicherungen, Düsseldorf, knapp 10% der 3.400 Stellen des Familienkonzerns sollen bis Ende nächsten Jahres gekappt werden. Betroffen ist die Rechtsschutz, deren 1224 Vollzeitstellen um 300 reduziert werden. In der Zentrale Düsseldorf trifft es 150 Stellen, der Rest wird durch die Schließung von 10 Außenstellen vernichtet. Außerdem ist heute zu hören, dass in den vergangenen drei Jahrenbereits über 800 Stellen abgebaut wurden. Davon haben wir bisher nur 400 erfasst. So dass insgesamt ARAG Stellen zu melden sind.

700

 18.08.2006 Städtisches Klinikum Magdeburg-Olvenstedt, bis 2009 werden rund 180 Stellen abgebaut.

180

 17.08.2006 Lachenmaier GmbH&Co. KG, Buchbinderei, Reutlingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 220 Beschäftigte.

 220

 17.08.2006 Ancora Versicherung, Hamburg, die  Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Ancora Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, beantragt. Betroffen sind die letzten sechs Mitarbeiter.

6

 17.08.2006 Wirtschaftsfördergesellschaft Linthe, Linthe, hat Insolvenz beantragt.

?

 17.08.2006 RTL, Meingungsbildung, Arbeitszeitverlängerung, geringere Einstiegsgehälter und betriebsbedingte Entlassungen stehen auf der Agenda.  15 betriebsbedingte Kündigungen sind ergangen, weitere werden folgen.

vorerst 15

 17.08.2006 Max Bahr, Baumarktkette, wird von Praktiker übernommen. 76 Filialen wechseln den Betreiber.Die beiden Ketten bringen es gemeinsam auf 13.500 Mitarbeiter. Vor allem in den Zentralen werden sich Synergieeffekte ergeben. Wir rechnen damit, dass etwa 200 Stellen entfallen.

geschätzt 200

 17.08.2006 Deilmann-Haniel, Bergbau-Spezialgesellschaft, Herne, der Abbau von 500 Mitarbeitern ist Teil des Gesamtabbaus bei HDH und ist von uns längst berücksichtigt.

kalter Kaffee

 17.08.2006 Postbank, Geld, trotz guter Gewinne werden bei der zugekauften Bauspar-Tochter Stellen abgebaut. Im Oktober 2005 wurde das noch massiv bestritten - jetzt wird wenigstens nur noch über die Größenordnung geschwiegen. Wir haben seinerzeit den Verlust von 2.500 Stellen geschätzt.

kalter Kaffee

 17.08.2006 Marktkauf, Einzelhandel, Edeka-Tochter, streicht 1.000 "Vollzeitstellen". Marktkauf beschäftigt 29.000 Mitarbeiter in 180 Lebensmittelmärkten, 150 Baumärkten und 90 Krane-Optik-Fachgeschäften. In der Baumarktsparte sind Anfang des Jahres bereits 300 Stellen,abgebaut worden.
(Wahrscheinlich verbergen sich hinter den 1.000 Vollzeitstellen doppelt so viele Arbeitsplätze von Teilzeitkräften - aber das können wir nur vermuten.)

 1.300

 17.08.2006 Ciba, Pharma, Schweiz, der Abbau von 2500 Stellen ist beschlossen. Nur 350 in der Schweiz. In Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens beschäftigt CIBA 1.800 Mitarbeiter in Grenzach und Lampertheim. Wir schätzen, dass hier mindestens ebenfalls 350 Stellen abgebaut werden.

geschätzt 350

 15.08.2006 Hans Brochier, Spezialbauunternehmen, Nürnberg, hat Involvenz beantragt. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter an den neun deutschen Standorten wurde nicht genannt. Wir schätzen, dass es sich um mindestens 600 handelt.

geschätzt 600

 15.08.206 RAG, Entsorgung, Waldshut, hat Insolvenz beantragt. Auch hier wird die Zahl der betroffenen Mitarbeiter nicht genannt. Wir schätzen, dass es sich um ca. 25 handelt.

geschätzt 25

 15.08.2006 Hexal, Pharma, Standort Radebeul, das Werk in Radebeul wird höchstwahrscheinlich geschlossen. Betroffen sind 200 Arbeitsplätze.

200

 15.08.2006 Aareal Bank, Immobilienfinanzierung, Wiesbaden, zur Steigerung der Gewinne sollen weitere 150 Stellen gestrichen werden. Erst Ende letzten Jahres waren bei der Muttergesellschaft, der Aareal Bank AG 253 von 1249 Stellen gestrichen worden, jetzt trifft es den Dienstleistungsbereich, wo in der Verwaltung von Wohnungsbeständen und in der Abwicklung des Zahlungsverkehrs 150 von 1.600 Stellen überflüssig erscheinen.

weitere 150

 14.08.2006

In ganz Deutschland sind Sommerferien,
rund ein Drittel derer, die noch Arbeit haben, haben Urlaub. Die Geschäfte laufen trotzdem. Man kann sogar weitgehend auf Aushilfen, Ferien- und Leiharbeiter verzichten, so kräftig legen sich die zu Hause gebliebenen in die Riemen, um ihren Wert für das Unternehmen zu demonstrieren.

In den Personalabteilungen und Chefetagen herrscht Freude.

Freude!
 14.08.2006 Südfleisch, Schlachtkonzern, Standort Pfarrkirchen, dass 80 von 120 Südfleischmitarbeitern entlassen werden, haben wir schon vor einiger Zeit gemeldet. Neu ist, dass die Südfleisch-Tochter "Lutz Fleischwaren AG" in Pfarrkirchen geschlossen wird.  Das kostet weitere 120 Jobs.

weitere 120

 14.08.2006 DRK-Blutspendedienst, Hagen, wegen finanzieller Engpässe wird die Abteilung "Virusinaktivierung von Humanplasma" geschlossen. 10 Arbeitsplätze entfallen.

10

 14.08.2006 Dresdner Bank, Geld,weiterer Stellenabbau und betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Nach Bankangaben sind seit Übernahme durch die Allianz in 2001 bereits 17.000 Stellen (in anderen Meldungen sind es 18.000) gestrichen worden, nun sollen bis 2008 weitere 2.500 der zuletzt 28.000 Mitarbeiter gehen. Das ist aber nicht neu. Wir haben zuletzt im Juni darüber berichtet.

kalter Kaffee

 14.08.2006

Telekom, Telekommunikation, Bonn, auch eine Sommerloch-Meldung: Der Stellenabbau wird über die geplanten 32.000 hinaus gehen.

Diese 32.000 sind eine "willkürlich" herausgegriffene, verharmlosende Zahl aus einem Arbeitsplatzvernichtungsprozess, der von 1995 bis 2005 bereits 182.500 Stellen bei der Telekom und den zwischenzeitlich dazu gekauften Unternehmen gekostet hat. Der Abbau von 32.000 bis 2008 ist nur eine harmlose Vorstufe für den Abbau in 2009 und 2010, wenn die Verträge zur Arbeitsplatzsicherung auslaufen. Eine Gesamtbetrachtung finden Sie, wenn Sie rechts auf "Gesamtbetrachtung" klicken.

Gesamtbetrachtung

 11.08.2006 TransTec, Drehgestelle für Schienenfahrzeuge, Vetschau, wegen fehlender Aufträge droht die Insolvenz. Die ungarischen Investoren weigern sich, das Urlaubsgeld zu zahlen, die Belegschaft hat das Fabriktor verschweißt und droht mit dauerhafter Besetzung. Das wird nicht gutgehen.  

110

 11.08.2006 Autohaus Drosten, Burscheid-Hilgen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 13 Mitarbeiter.

13

 11.08.2006 Ruwel AG, Leiterplatten, Geldern, seit drei Jahren kämpft das Unternehmen ums Überleben. Die Belegschaft hat drei Sanierungstarifverträgen zugestimmt. Nun ist der Laden mit seinen vier deutschen Werken verkauft.
Käufer: Eine internationale Investorengruppe.
Pläne: Teile der Produktion sollen nach Osteuropa und Asien verlagert werden. Wir gehen davon aus, dass von den 1.200 Mitarbeitern in Deutschland nicht mehr als 400 erhalten bleiben. Das sind - so wie der Markt es erfordert - die technischen und kaufmännischen Koordinatoren, und ein kleines Werk für Musterbau und Eilaufträge. Der Rest geht ab, nach Billiglohn.

geschätzt 800

 11.08.2006 Hagebaumarkt, Wunsiedel, wird geschlossen. Betroffen sind 24 Mitarbeiter.  

24

 11.08.2006 Ostelbien GmbH, Sport- und Freizeit-Zentrum, Beilrode, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass rund 10 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 10

 11.08.2006 Rostock, Kommune, der Landesrechnungshof hat angeregt, 906 Stellen abzubauen. Es ist nicht klar, von welchem Personalstand aus diese Zahl erreicht werden soll. Wir haben im März 2004 den Abbau von 700 Stellen bis 2010 gemeldet. Im September 2005 wurden weitere 340 Stellen zum Abbau vorgesehen. Bei linearer Umsetzung würde das bedeuten, dass bis heute bereits 370 Stellen abgebaut sind, also nach bisherigen Plänen noch 670 zum Abbau anstünden. Unterstellt, diese 670 sind in den 906 des Landesrechnungshofes enthalten, ergibt sich ein neuerlicher Abbau um 236 Stellen. Die Stadt bereitet jetzt übrigens auch betriebsbedingte Kündigungen vor.

 geschätzt
weitere 236

 11.08.2006 WestLB, Geldschöpfung, Düsseldorf, was in diesen Tagen als Neuigekeit kursiert, haben wir bereits im Dezember 2005 vorhergesagt. Eine Studie von Roland Berger zeigte auf, dass die Bank, die noch vor wenigen Jahren 8.700 Mitarbeiter hatte, auch mit 5.000 Mitarbeitern auskommen kann. Die letzten 500 Stellen, die auf dem Weg zu diesem Ziel noch fallen müssen, werden in den nächsten drei Jahren abgebaut.

Bestätigung

 10.08.2006 Autohaus Köhler, Celle, hat bereits am 14. Juli Insolvenz beantragt. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.

 15

 10.08.2006 3U Telecom, Preselect und DSL-Produkte, Marburg, 40 von 112 Mitarbeitern wurden entlassen.

40

 10.08.2006 Karstadt-Quelle, Einzelhandel. Deutschland, kommt nicht zur Ruhe, jetzt werden weitere Stellen im Versandhandel (Qelle und Neckermann) abgebaut. Deutlich mehr als 1.000 von 23.400 Stellen im Versandgeschäft sollen wegfallen. Was kann das bedeuten? 1.800? 2.500? 5.000? Alles wäre deutlich mehr als 1.000. Wir rechnen ein bisschen mit. Der Versandhandel hat im ersten Halbjahr fast 110 Millionen Verlust eingefahren, wenn man dies in einen Gewinn von 110 Mio drehen will, was immer noch weit unter den Erwartungen bleibt, müssten insgesamt 220 Mio pro Halbjahr erspart werden. Das erfordert den Abbau von rund 10.000 Stellen! Das ist schlicht unmöglich. Folglich wird sich Herr Middelhoff nur etwa 1/3 der Einsparsumme bei den Mitarbeitern holen wollen. Ein weiteres Drittel muss er den Lieferanten abringen und das letzte Drittel könnte über die Zinsen für Ratenkredite, veränderte Versandkostenregeln und Absenkung der Qualitätsnormen bei der Kundschaft gespart bzw. eingesammelt werden. Wir schätzen, dass deutlich mehr als 1.000 in diesem Falle heißen wird: rund 3.000.

geschätzt 3.000

(das ist deutlich mehr als 1.000)

 10.08.2006 Ericsson, Telekom, Schweden, will in Deutschland noch mehr Stellen abbauen. In Frankfurt am Main bei der Tochtergesellschaft Network Services sollen bis zu 210 Stellen in der Richtfunkmontage abgebaut werden, zusätzlich zu den 350 Stellen, über die wir am 10.05. berichteten.  

210

 10.08.2006 Der Aufschwung ist da.
WM-Arena, Public-Viewing-Veranstalter, Tübingen,
hat Insolvenz beantragt. Nur die Hälfte der 200 Beschäftigten konnte ausbezahlt werden - der Betreiber, ein Tübinger Gastronom, musste inzwischen auch seine vier Lokale in der Stadt schließen.

Obwohl die 200 "Saisonkräfte" garantiert auch im Juli noch zum Potential der "abgebauten Arbeitslosigkeit" gerechnet werden, wollen wir diese Jobs, die es nur für ein paar Wochen gab, nicht als vernichtet zählen. Von der Schließung der festen Häuser sind - nach unserer Schätzung - rund 40 Beschäftigte betroffen; die zählen wir.

geschätzt 40

 10.08.2006 Der Aufschwung ist da!
Industrie, Deutschland, die Managementberatung A.T.Kearney hat ermittelt, dass in den
Schlüsselindustrien Auto, Stahl, Pharma, Energie und Versorgung sowie Chemie und Telekommunikation in den nächsten fünf bis zehn Jahren knapp 120 000 Arbeitsplätze in der Verwaltung überflüssig werden. Der Bedarf an Verwaltungspersonal in den Schlüsselbranchen wird demnach von derzeit 152 000 auf 34 000 Mitarbeiter sinken.

Hintergrund

 10.08.2006 Pfleiderer, Holzverarbeiter, Neumarkt, Gewinnsteigerung und Abbau von 200 Stellen? Das hatten wir schon vor einem Monat.

kalter Kaffee

 08.08.2006 Brönner & Daentler, Druckerei, Eichstätt,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 70 Mitarbeiter.

 70

 08.08.2006 Holzland Bösch, Holzhandel, Moordeich, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 08.08.2006 Tegenero, Pharma-Unternehmen, Würzburg. Sie erinnern sich an die schrecklichen Meldungen über sechs junge Engländer, die sich als "Versuchskaninchen" für einen Medikamententest zur Verfügung gestellt hatten, danach unter ganz erheblichen Problemen zu leiden hatten und nun extrem krebsgefährdet sind? Nun drohen Schadensersatzforderungen - und prompt ist Tegenero insolvent. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.

15

 08.08.2006 Birkenstock, Vertrieb für in Spanien produzierte Gesundheitstreter, Bad Honnef, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass etwa 25 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 25

 08.08.2006 Pforzheim, Kommune, Nahverkehr, Pforzheim hat den Nahverkehr outgesourct. Neuer Betreiber ist das französischen Unternehmen Veolia. Ein 10-Jahres-Vertrag für den Betrieb der derzeit 80 Busse sieht vor, dass die Löhne und Gehälter der 251 Mitarbeiter bis 2013 festgeschrieben bleiben und es keine betriebsbedingten Kündigungen geben darf. Pforzheim will damit die Zuschüsse für den Busbetrieb um 1,8 Millionen Euro jährlich auf 4,0 Millionen reduzieren. Nachdem Veolia aber ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, kann diese Rechnung eigentlich nicht aufgehen.
Wir rechnen daher damit, dass in den acht Jahren bis 2013 über Abfindungsangebote, Frühverrentung (gleich zu Beginn) und die laufende natürliche Fluktuation rund die Hälfte der derzeit Beschäftigten ausscheiden werden, und dass die so entstehende Lücke durch die Einstellung von ca. 50 billigeren Mitarbeitern und durch die Einschränkung des Betriebs geschlossen wird.

geschätzt 75

 08.08.2006 Morys, Schreibwarengeschäft, Mainz, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.

 15

 08.08/.2006 Hué, Gebäudereinigung, Mainz, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 150 Mitarbeiter.

150

 04.08.2006

geschätzt 5

 04.08.2006 Theresia Muck, Damenschuhfabrik, Bruchweiler, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 60 Mitarbeiter.

60

 04.08.2006 Güstrower Türenwerk GmbH, Güstrow, setzt auf Expansion. Der Kauf eines Zargenwerkes bei Paderborn soll es ermöglichen, in Güstrow nur noch Türen zu produzieren. Die Folge: 15 Entlassungen in Güstrow, 3 Neueinstellungen in Paderborn. Per Saldo 12 sind Arbeitsplätze verloren. Personalziel 154 Mitarbeiter an beiden Standorten.

12

 04.08.2006 Nauheim, Kommune, der Bauhof ist zu teuer und wird aufgelöst. Die Mitarbeiter sollen von den künftigen Dienstleistern übernommen werden. Ansonsten ist noch alles offen. Wir schätzen, dass die Maßnahme letztlich mindestens 5 Stellen kosten wird.

 geschätzt 5

 04.08.2006 Sarah Kuttner, Entertainerin, die Show wird abgesetzt. 10 Beschäftigte verlieren den Job. Dass MTV den Sendeplatz ähnlich aufwändig besetzen wird, ist nicht zu erwarten.

10

 04.08.2006 Berlin Cosmetics, Berlin, wird geschlossen, die Produkton nach Köln verlegt. Den Mitarbeitern wurde erklärt: "Wer will, kann umziehen".Mehr als 40 Kündigungen wurden bereits ausgesprochen.

mindestens 40

 04.08.2006 Bäcker Krause, Elmshorn/Lägerdorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 68 Mitarbeiter in 12 Geschäften.

68

 04.08.2006 Philips, Elektronik, Welt, hat eine 80%-Mehrheitsbeteiligung an seiner Halbleiter-Produktion verkauft. In Hamburg, wo die Belegschaft seit 2004 um 700 Köpfe auf rund 2.300 reduziert wurde, geht erneut die Angst um, zumal das Paket an drei(!) US-Finanz-Investoren abgegeben wurde. Wir halten ein massives Kostensenkungsprogramm für höchst wahrscheinlich und rechnen mit dem Abbau weiterer 500 Arbeitsplätze.

geschätzt
weitere 500

 04.08.2006 BAT, Tabakerzeugnisse, Welt, die deutsche Tochter in Hamburg verzichtet auf die eigene Warenverteilung. Den Job macht demnächst die Post-Tochter DHL. Das Ende für 124 Stellen bei BAT.

124

 04.08.2006 CSC, Computer Sciences Corp., US-IT-Konzern, im April wurde bekannt, dass weltweit 5000 von 80.000 Stellen abgebaut werden sollen, die Mehrzahl davon in Europa . Wir schätzten, dass in Deutschland etwa 500 Stellen betroffen sein werden. Nun mehren sich die Stimmen, die einen Abbau von 1.000 Stellen ankündigen. Wir haben 500 nachzumelden.

weitere 500

 04.08.2006 Ergo-Gruppe, Versicherungen, Münchner-Rück-Tochter trotz Gewinnwachstum werden weitere 1200 Stellen gestrichen. Vor allem werden viele festangestellte Vertriebsmitarbeiter künftig nur noch als freie Mitarbeiter beschäftigt. Das haben wir aber schon im Oktober 2005 vermeldet.

aufgewärmt

 04.08.2006 AOL (America! On Line), Internetprovider, Welt, zieht sich aus Europa zurück. In Deutschland beschäftigt AOL rund 1.500 Mitarbeiter. Die werden, bei Übernahme durch einen Mitbewerber, bei weitem nicht benötigt. Wir schätzen, dass mindestens die Hälfte den Job verliert.

geschätzt 750

 03.08.2006 Metall-Technologie Meyer & Teubner GmbH & Co. KG, Drolshagen, das insolvente Unternehmen stellt den Betrieb ein.  Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 03.08.2006 Huss, Karussellbau, Bremen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind weltweit 280 Mitarbeiter. In Bremen 50.

50

 03.08.2006 Möbelwerk Eggerath, Heinsberg, Anfang Juni wurde berichtet, das Unternhmen mit 580 Arbeitsplätzen habe Insolvenz beantragt. Nun heißt es, das Unternehmen sei mit über 1.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Raum Heinsberg gewesen. Wir melden 420 nach.

420

 03.08.2006 Getronics, IT-Service, Niederlande, will 1.000 von 25.000 Arbeitsplätzen abbauen. Betroffen sind Niederlassungen in Europa und Nordamerika. Getronics ist in Deutschland mit 5 Geschäftsstellen und 34 Servicestützpunkten vertreten. Wir schätzen, dass die Maßnahme in Deutschland 100 Stellen kosten wird.

geschätzt 100

 03.08.2006 Jungmeier, Dachziegelwerk, Straubing, wurde an den Baustoffkonzern Wienerberger verkauft. 10 Arbeitsplätze in der Verwaltung werden gestrichen. Die übrigen 190 sollen erhalten blieben.

10

 03.08.2006 EDS, IT-Dienstleister, Welt, will die Zahl der Beschäftigten in Niedriglohnländern um 50 Prozent auf 45.000 steigern. Doch die Gesamtzahl der Stellen des Konzerns soll dabei sinken. Das bedeutet den Abbau von mindestens 15.000 Jobs in den Industrieländern. Für Deutschland, wo der Konzern noch ca. 4.500 Menschen beschäftigt, schätzen wir einen Abbau um 1.500 Stellen.

geschätzt 1.500

 03.08.2006 MVV, Energieversorger, Mannheim, die Pläne zum Stellenabbau und Outsourcing in neu gegründete Tochtergesellschaften werden fortgeführt. von 6.957 Beschäftigten Ende 2004 sind nur noch ca. 6.500 an Bord. Der Abbau weiterer 130 Stellen ist beschlossen. Es ist auch zu erwarten, dass mit der Gründung von fünf Tochterunternehmen (Abrechnung, Energiehandel, Netzbetrieb, Informationstechnologie, Zähler- und Messwesen) weitere Personaleinsparungen beabsichtigt sind. Unser Personalziel für MVV steht seit Januar 2005 auf 6.257.

Konkretisierung

 02.08.2006 Kuhn, Autohaus, Krefeld, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 190 Mitarbeiter in Krefeld, Duisburg, Düren und Aachen.

190

 02.08.2006 Wal-Mart, Einzelhandel, Welt, die Metro wird die Zentrale der aufgekauften deutschen Wal-Mart-Tochter für ihre Real-Märkte nicht brauchen. Die ersten 700 definitiv überflüssigen Stellen sind damit benannt.

zunächst 700

 02.08.2006 Infineon, Chips, in Dresden wird Infineon 600 von 5.500 Stellen abbauen.

600

  Arbeitslosenstatistik Juli 2006

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli 2006 gegenüber dem Juni 2006 um 12.000 gesunken.
Nachdem im Juni und Juli 2006 nach annähernd gleichen Methoden gezählt wurde, kann sie als korrekt angesehen werden.

Die BA weist jedoch darauf hin, dass die Zahlen wegen der Fußball-WM und des späten Ferienbeginns mit Vorsicht zu genießen sind.

Die eigentliche Meldung, mit der sich BA und die Regierung schmücken heißt:
Gegenüber dem Juli 2005 ist die Zahl der in der Statistik ausgewiesenen Arbeitslosen um 451.000 zurückgegangen.

Auch das ist richtig - aber es hat nichts mit der Realität der Arbeitslosigkeit in Deutschland zu tun, sondern lediglich mit den Aussagen der Statistik dazu, deren Inhalte in den letzten 12 Monaten doch ganz erhebliche Veränderungen erfahren haben.
 
 02.08.2006 Delmenhorst, Kommune, die Stadt kündigt Putzaufträge, das Reinigungsunternehmen kündigt. Personalabbau in Fremdverantwortung - die Stadtväter können doch nichts dafür, wenn der Dienstleister nicht genügend Aufträge hereinholen kann.

5

 02.08.2006 Offenburg, Kommune, in der Stadtverwaltung sollen vier Stellen abgebaut werden.

4

 31.07.2006 Euskirchen, Kommune, das Hallenbad wird geschlossen. Damit gehen 20 Arbeitsplätze verloren.

 20

 31.07.2006 Frankenwaldklinik, Gesundheit, Kronach, die private Rhönklinikum AG, der auch die Kronacher Frankenwaldklinik gehört, setzt die Knochensäge an und amputiert 64 Arbeitsplätze.

64

 28.07.2006 Wal-Mart, Einzelhandel, Welt, verkauft das deutsche Geschäft an die Metro. Die Metro, die mit der Übernahme einen realen Vermögenswert erwirbt, der im dreistellligen Millionenbereich über dem Kaufpreis liegt, will die 85 Wal-Mart-Warenhäuser (Jahresumsatz 2005: 2 Milliarden Euro) in ihre Real-Kette integrieren und erhofft sich davon "signifikante Synergieeffekte". In welcher Größenordnung diese Synergieeffekte beim Personal wirksam werden, war nicht zu hören. Wir sind also vorläufig auf eigene Schätzungen angewiesen.

Die Metro beschäftigt in ihren rund 550 Warenhäusern in Deutschland rund 36.000 Mitarbeiter. Ähnliche Personalzahlen unterstellt, dürften mit den 85 Wal-Mart-Häusern eigentlich nur rund 6.000 Mitarbeiter dazukommen, es sind aber 11.000.
"Signifikante Synergieeffekte" kann eigentlich nur heißen, dass auf dem Weg der Marktbereinigung nach und nach eine ganze Reihe von Häusern (vor allem bei Konkurrenzsituationen mit Nachfrageschwäche am gleichen Ort) geschlossen wird und das doppelt vorhandene Strukturen in den Zentralen abgebaut werden.
Wir rechnen damit, dass insgesamt bis zu 5.000 Arbeitsplätze verloren gehen, deklarieren dies aber zunächst nur als Vorwarnung.

Vorwarnung

 28.07.2006 Priel Wohnsysteme, Möbelhersteller, Bad Ditzenbach, hat Insolvenz beantragt. Betroffens sind schätzungsweise 30 Mitarbeiter.

geschätzt 30

 28.07.2006 Osthannoversche Eisenbahnen (OHE), sollen verkauft werden. Bedingungen des Landes für den Käufer: 1/3 des 320 km langen Schienennetzes muss erhalten bleiben, betriebsbbedingte Kündigungen erst nach 2009. Wir schätzen, dass die OHE rund 250 Mitarbeiter beschäftigt - und, dass davon - z.B. nach Kauf durch die DB, die auf der Interessentenliste steht, die Hälfte gehen müssen, vor 2009 mit Abfindungen und durch natürliche Fluktuation, und nach 2009 der Rest per blauem Brief.

geschätzt 125

 28.07.2006 Klinikum Kassel, Gesundheitswesen, Kassel,  Das Klinikum am Möncheberg soll einen zentralen Neubau erhalten. Doch um die Finanzierung zu sichern, muss die Krankenhausholding Kosten senken, die Idee: Die 2.900 Mitarbeiter sollen auf 6% des Gehalts verzichten. Wie auch immer das ausgeht - am Ende werden es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur noch 2.700 sein.

geschätzt 200

 28.07.2006 Cottbus, Kommune, Stadtwerke, die Stadtwerke glauben, 2 Millionen Euro alleine am Personal sparen zu müssen und denken an Entlassungen. wir schätzen, dass dafür mindestens 50 Jobs geopfert werden müssen.

geschätzt 50

 28.07.2006 Leica Microsystems, Mikroskopie, Bensheim, Heppenheim,  die Konzernherren aus den USA schließen die Niederlassungen in Bensheim und Heppenheim, den Mitarbeitern wurde angeboten, nach Wetzlar umzuziehen. Ein wohlbekannter Trick, sich scheinbar völlig unschuldig und noch dazu kostenlos von einem Großteil der Mitarbeiter (vor allem von den teureren älteren) zu trennen. Vorgeschobenes Argument: Die Mieten an der Bergstraße seien höher, als in Wetzlar. Wir gehen davon aus, dass von den 77 betroffenen Mitarbeitern rund 50 ersatzlos abgestreift werden sollen.

geschätzt 50

 27.07.2006 Getacom, Internet-Provider beantragt Insolvenz. Wir schätzen vorsichtig (Getacom hatte zuletzt vor, zum drittgrößten Anbieter aufzusteigen) dass rund 50 Mitarbeiter betroffen sind.

 geschätzt 50

 27.07.2006 Maria Hilf, Krankenhaus, Warstein,  37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Pflegebereich erhielten die Kündigung. Das Krankenhaus spricht vom Befreiungsschlag. Eine sehr befremdliche Wortwahl!

37

 27.07.2006 Efen GmbH, Elektrotechnik, Rauenthal, die Produktion wird nach Brandenburg verlagert. In Rauenthal wurden 78 Kündigungen ausgesprochen.  Vermutlich locken Subventionen Ost.
Wieviele Arbeitsplätze im Ausgleich neu entstehen, wurde nicht gemeldet.

?

 26.07.2006

Firmenbestatter

ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt der in aller Kürze aufzeigt, wie spezialisierte Dienstleistern den Gesellschaftern von GmbHs helfen, ein blutleeres und für die Gläubiger wertloses Unternehmen in die Insolvenz zu schicken.

...und während auf der einen Seite wütend über Sozialschmarotzer hergezogen wird, sehen die gleichen Politiker gerne über diese Auswüchse hinweg, obwohl die entsprechenden Angebote überall auf den Kleinanzeigenseiten der Zeitungen zu finden sind.

Lesenswert: http://www.handelsblatt.com/news/default.aspx?_p=204886&_t=ft&_b=1112190

Hintergrund

 26.07.2006 Edag, Engineering & Design, Fulda, nach Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Lohnkürzungen und unbezahlter Mehrarbeit liegen nun weitere 19 Kündigungen auf dem Tisch. Im letztenJahr waren es rund 500 (die wir noch nachzumelden haben).

519

 26.07.2006 Humaine-Klinikum, Bad Saarow,  nach der Übernahme durch den Fresenius Konzern werden erste Sparmaßnahmen ergriffen. Die ersten sechs Mitarbeiter müssen stempeln gehen. Aber bei einem Haus mit 1.000 Mitarbeitern kann das nur der allererste Schritt sein, wir schätzen, dass im Laufe der nächsten beiden Jahre noch mindestens 100 Stellen abgebaut werden.

 die ersten 6

 26.07.2006 Christliches Jugenddorf, Wolfsburg, 55 von 120 Stellen werden gestrichen.

 55

 25.07.2006 Michelin, Reifen, Bad Kreuznach, nun soll auch in Bad Kreuznach mit weniger Personal produziert werden, so wollen es die Manager des französischen Unternehmens, die finden, im Vergleich mit Polen oder China sei Bad Kreuznach zu teuer. Deshalb steht bereits fest, dass 150 von 1.600 Mitarbeitern, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, nicht ersetzt werden.

 vorerst 150

 25.07.2006 Wiesbaden, Kommune, Einsparungen im Hochbauamt. Die Werkstatt in der Waldstraße soll geschlossen werden. Damit gehen 14 Arbeitsplätze verloren.

14

 25.07.2006 Rosenthal, Weißes Gold, Selb, im Selber Werk Rotbühl werden in den nächsten Monaten 100 Arbeitsplätze abgebaut.

100

 24.07.2006 Humboldt-Buchhandlung, Potsdam, ist nach Insolvenz geschlossen. 17 Mitarbeiter verlieren den Job.

17

 24.07.2006 AOK Sachsen, Gesundheitsfinanzierung, durch die geplanten Änderungen beim Beitragseinzug sieht alleine die AOK Sachsen 800 ihrer 5020 Stellen gefährdet. Ob das so kommt, und in welchem Maße die vorgesehenen zentralen Einzugsorgane für den "Fonds" solche Arbeitsplatzverluste ausgleichen, ist unseres Erachtens noch völlig offen. Wir wollen aber nicht versäumen, auf diese Befürchtungen hinzuweisen.

Vorwarnung

 24.07.2006 Finanz IT, IT-Dienstleister der Sparkassen (Norden und Osten), will rund 600 der 2.800 Stellen streichen.

600

 24.07.2006 Federal Mogul, Motorkolben, Nürnberg, der US-Konzern wird in Nürnberg 160 von 1.000 Stellen abbauen. Weitere Einsparungen sind in Planung.

160

 24.07.2006 Dammer Möbelwerke, Damme, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 50 Mitarbeiter. Der österreichische Investor Tectra, der das Unternehmen vor zwei Jahren übernommen hatte, scheint mit diesem Engagement fertig zu sein.

50

 24.07.2006 SUN, Computer, Welt, der US-Konzern schließt Niederlassungen in Deutschland. 120 von 1.650 Stellen werden abgebaut.

120

 21.07.2006 Krystaltech Lynx, PC-Hersteller, Tübingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 126 Arbeitsplätze.
Gleichzeitig wurde ein verbindliches Kaufangebot vorgelegt. Nun muss der Insolvenzverwalter entscheiden. Wir halten das Kaufangebot für eine vorsorgliche Maßnahmen zur Marktbereinigung und die 126 Arbeitsplätze mittelfristig für verloren.

126

 21.07.2006 Geesthachter Hospiz, Sterbebegleitung, Geesthacht, die Gesundheitsreform bietet den Krankenkassen die Rechtfertigung für eine massive Ablehnungspraxis. Das Haus mit 26 Beschäftigten steht vor dem Ruin. Ebenso steht es um das Hospiz in Elmshorn, dort haben die 23 Mitarbeiter die Kündigung bereits erhalten.

 49

 21.07.2006 Textar - TMD-Friction -, Automobilzulieferer, Leverkusen, jetzt wollen Hedge-Fonds einsteigen, nachdem - unabhängig vom Bau eines Werkes in Rumänien - vorab zusätzlich 100 Stellen gestrichen werden. Der bisherige Eigentümer, der Finanzinvstor Montagu, hat dem Vernehmen nach Probleme, die Kredite mit denen er vor fünf Jahren die Übernahme finanziert hat, zu bedienen. Die allerdings standen in den Büchern von TMD-Friction. Teile dieser Schulden wurden inzwischen von Hedge-Fonds erworben, die wohl kein anderes Interesse haben, als das Unternehmen auszuschlachten. Wir rechnen damit, dass alle 1000 Arbeitsplätze innerhalb von 12 Monaten verloren gehen. 460 davon haben wir bereits im Januar angekündigt, nun melden wir den Rest als absehbar vernichtet nach.

540

 21.07.2006 Leipa, Papierfabrik, Schrobenhausen, Umstrukturierung wird zu Entlassungen führen. Wie viele? Wir schätzen: 15

geschätzt 15

 21.07.2006 Lanxess, Chemie, Leverkusen, will noch ein sSanierungsprogramm auflegen. 50 Mio Euro jährlich in Antwerpen und in Deutschland sollen zusätzlich an die Aktionäre fließen, statt an Mitarbeiter und Zulieferer. Unsere Fortschreibung steht bei einem Personalziel von 8.850 Lanxess Mitarbeitern in Deutschland. Wir schätzen, dass das neuerliche Sparpaket in Deutschland weitere 500 Jobs kosten wird und legen uns auf die neue Planzahl von 8.350 fest.

geschätzt 500

 21.07.2006 Porzellanfabrik Retsch, Wunsiedel, wird geschlossen. 100 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze.

100

 21.07.2006 Riedel, Glas, Spiegelau, die ehemaligen Nachtmann Glashütten werden vom österreichischen Eigner Riedel erneut zur Ader gelassen Bis zum Herbst werden weitere 90 Arbeitsplätze abgebaut.

90

 Sommerloch Wenn auch die Meldungen über Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland - saisonbedingt - rückläufig sind, das Sommerloch hat auch noch andere Seiten. Schöne, und weniger schöne - hier zum Kommentar  Sommerloch
 20.07.2006 Globo, Sat-Receiver-Hersteller, Niederlauer, Gläubiger fordern die Insolvenz, der Antrag ist wohl nicht mehr aufzuhalten, in Niederlauer werden davon 40 Mitarbeiter betroffen sein, an weiteren Standorten in Deutschland geschätzt weitere 20.

geschätzt 60

 20.07.2006 Esesix, Computer&Lösungen, Pfaffenhofen a.d. Ilm, die Gerüchte verdichten sich zur Gewissheit, was vor zwei Wochen nur Vorwarnung war, ist nun ausreichend sicher absehbar. Die Esesix wird höchstwahrcheinlich Insovenz anmelden müssen. Rückgerechnet von der verfügbaren Bürofläche (1200 m²) wird das schätzungsweise 75 Mitarbeiter treffen.

 geschätzt 75

 19.07.2006 Die vornehme Zurückhaltung
niemand will die Bürger verunsichern, niemand sagt mehr, wie viele Stellen den jeweiligen Maßnahmen zum Opfer fallen sollen. Wir müssen mehr denn je schätzen.
 
 19.07.2006 Talanx, Versicherungskonzern, Deutschland, nach der Übernahme des Gerling Konzerns droht massiver Stellenabbau - das wussten wir schon im November 2005 - und haben die Mitarbeiterzahl des Gesamtkonzerns auf 14.600 heruntergezählt. Offiziell ist man jetzt beim Ziel 15000 angekommen, aber das wird wohl nicht das Ende sein.

kalter Kaffee

 19.07.2006 Expert, Maschinenbau, Lorsch, am 5.7. meldeten wir: Expert gibt den Bereich Sondermaschinen auf und streicht 90 Stellen. Nun hat Expert Involvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 260 Arbeitsplätze, wir gehen einfach davon aus, dass die 90 von vor zwei Wochen auch heute noch an Bord waren und melden 170 nach.

 die letzten 170

 19.07.2006 Region Heilbronn-Hohenlohe, (was ist das?), Kliniken, 4 Kliniken aus Stadt und Land Heilbronn und zwei weitere aus  dem Hohenlohekreis werden fusioniert. Von 1.857 Betten werden nur 1315 Betten übrig bleiben. Natürlich wird betont, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird, aber Stellen, die werden abgebaut, wir schätzen: mindestens im gleichen Maße wie Betten, also werden von 3.450 höchstens 2.450 übrig bleiben.

 geschätzt 1.000

 19.07.2006 Tagesgruppe für entwicklungsgestörte Kinder, Lövenich, wird geschlossen. Wir schätzen, dass das 10 Stellen kostet.

geschätzt 10

 19.07.2006 Funkwerk, TK-Geräte, Kölleda, der Umsatz um über 8 Prozent, der Gewinn von 4,4 Mio auf 1,3 Mio gesunken. Kurssturz an den Börsen. So kann es nicht weitergehen. Der Aktionär kann erwarten, dass sein Mitarbeiter mehr als 1.000 Euro pro Jahr für ihn erwirtschaftet. Also werden, so schätzen wir, 100 Funkwerker gehen müssen, damit sich das "Engagement" wieder richtig lohnt.

geschätzt 100

 19.07.2006 Frankfurter Rundschau, SPD-Zeitung, Frankfurt, nach Halbierung der Belegschaft auf 720 Köpfe wurde die Mehrhat am Druck- und Verlagshaus an den Verleger DuMont Schauberg verkauft. Jetzt sind weitere Sparmaßen unvermeidlich. Wir schätzen, dass eine nochmalige Halbierung problemlos möglich ist. Nachrichten und Meldungen kommen von DuMont, Kommentar und Meinung werden auf eine Leserbriefspalte reduziert, eine preiswertere Druckerei lässt sich finden und im neuen Media-Mix-Angebot der DuMont-Gruppe wäre eine eigene Anzeigenabteilung der FR der pure Anachronismus.  Eigentlich könnte man das Abo auch gleich kündigen ...

 geschätzt 360

 19.07.2006 Feldschlößchen, Brauerei, Braunschweig, hat im letzten Jahr 55 Stellen abgebaut und nun auch den Rekord-WM-Durst mit 25% Umsatzplus bewältigt. Darüber haben wir in größerem Zusammenhang aber schon im September 2005 berichtet.

Konkretisierung

 19.07.2006 Hella, Autozulieferer, die Einkommen der 11 000 deutschen Beschäftigten sollen deutlich gekürzt werden. Aha. Auch einen Personalabbau schloss Hella nicht aus. Wir schätzen eine Gesamtwirkung aus Lohnkürzung und Personalabbau von nur 7,5 %.

 geschätzt 825

 19.07.2006 Herta, Wurst, Herten, in Herten sollen 150 von 550 Stellen abgebaut werden.

150

 18.07.2006 Honeywell, Triebwerkswartung, Raunheim, die Tochter des US-Konzerns kämpft mit Verspätungen bei der Auftragsabwicklung und verärgert damit die Kundschaft. Ursache ist, so sagt der hiesige Betriebsrat, die oft unregelmäßige Ersatzteillieferung aus den USA. Nach 120 Kündigungen in 2002 und weiteren 40 in 2005 scheinen die verbliebenen 544 Jobs nun einigermaßen sicher. Die aktuellen Meldungen dazu sind kalter Kaffee fürs Sommerloch.

Kalter Kaffee

 18.07.2006 Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverbände Jena und Weimar, fusionieren. Synergien im Controllings sowie im Personal- und Qualitätsmanagements und der Finanzwirtschaft sollen ausgeschöpft werden. Keiner der 400 Mitarbeiter soll fusionsbedingt entlassen werden. Das heißt aber nicht, dass nicht doch im Laufe der Zeit Stellen abgebaut werden sollen. Wir rechnen mit 30.

 geschätzt 30

 18.07.2006

Offizielle Statistik - Statistisches Bundesamt

Niemand braucht meckern, es geht doch allen besser, so soll die Message wohl interpretiert werden, die uns sagt, die Bruttojahresverdienste in Deutschland seien in 2005 um 2,1 Prozent auf durchschnittlich 40.642 Euro gestiegen.

Etwas näher betrachtet, handelt es sich um die Jahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungswesen.

Da fehlen die Beschäftigten der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, des Baugewerbes, und der öffentlichen und privaten Dienstleister, womit von vornherein ein Drittel aller Beschäftigten unberücksichtigt bleibt. Warum wohl?

Außerdem fehlen innerhalb der betrachteten Wirtschaftsbereiche die Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten. Gerade deren Zahl hat sich aber - über alle Wirtschaftsbereiche - von 2004 auf 2005 um 864.000 oder 8,2 % erhöht, ihr Anteil an der Zahl der Beschäftigten ist von 29 auf 31 Prozent gestiegen - während gleichzeitig die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse weiter zurückgegangen ist.
Die statistisch festgestellte Steigerung der durchschnittlichen Gehälter der Vollzeitbeschäftigten kann ihre Ursache also durchaus darin haben, dass eine ausreichende Zahl niedrig bezahlter Jobs in Teilzeitstellen umgewandelt wurde, die nicht mehr berücksichtigt werden.

Beispiel: ein Unternehmen mit 100 Beschäftigten hat 71 Vollzeitbeschäftigte, 2 davon erhalten jährlich 18.000 Euro, 69 erhalten jährlich 42.000 Euro, dann liegt der durchschnittliche Bruttojahreslohn der Vollzeitbeschäftigten bei 41.324 Euro. Werden nun die beiden schlechtbezahlten Jobs in Teilzeitstellen umgewandelt, bleiben in der statistischen Betrachtung nur noch die 69 Mitarbeiter mit dem hohen Einkommen übrig, und schon erhöht sich, ohne dass auch nur einer einen Cent mehr erhält, der durchschnittliche Jahreslohn der Vollzeitbeschäftigten auf 42.000 Euro.

Fällt der Groschen?

glaube keiner
Statistik ...

 18.07.2006 DaimlerChrysler, Fahrzeuge, Welt,  Dieter Zetsche will bis 2008 weltweit rund 6000 Arbeitsplätze in Management und Verwaltung streichen, davon etwa 3200 in Deutschland. Das ist wieder ein Scheibchen von jener Salami, die Herr Schrempp noch in die Zielplanung gesetzt hat. Wir erinnern nochmals daran: Mitte Juni 2004 hatte McKinsey herausgefunden, dass 10.000 Mitarbeiter bei Mercedes überflüssig sind. Im Februar 2005 erklärte der inzwischen nicht mehr verantwortliche Herr Schrempp, er wolle 3 Milliarden Kosten einsparen - wir hatten daraufhin einen Abbau von mindestens 30.000 Jobs in Deutschland prognostiziert. Daran halten wir fest. Dass auch der zwischenzeitlich vereinbarte Einkommensverzicht der Mitarbeiter und die damit erkaufte Beschäftigungsgarantie daran nichts ändern, zeigen die jetzt erkennbaren ersten Schritte.

Konkretisierung

 18.7.2006

Industrie, Deutschland,
noch eine Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes

Die Umsätze der Industrie stiegen im Mai 2006 gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,4 % auf 135,5 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten ist um 0,9 Prozent auf 5,9 Millionen gesunken. Das entspricht einem Produktivitätszuwachs pro Mitarbeiter von 16,4 Prozent. Die Mehrleistung wurde durch 7,3 Prozent mehr (statistisch erfasste) Stunden erbracht, mehr also die Hälfte davon kostenlos, denn die Lohn und Gehaltssumme ist nur um 3,1 Prozent gestiegen.

Da lacht der Aktionär ...

 Hintergrund

 17.07.2006 Modehaus Krauß, Böblingen, hat Insolvenz beantragt . Betroffen sind 270 Mitarbeiter in Heilbronn, Böblingen und im Leonberger Leo-Center.

270

 17.07.2006 Aareon AG, IT-Tochter der Areal-Bank, Mainz, baut 150 Arbeitsplätze ab.

150

 17.07.2006 Delphi, Automobilzulierer (USA), Neumarkt, hier werden bis Ende nächsten Jahres konkret146 Arbeitsplätze abgebaut. Insgesamt sollen in D rund 150 Stellen gestrichen werden. Das haben wir bereits im Mai gemeldet..

 Konkretisierung

 17.07.2006 Protime GmbH, = Produktionsgesellschaft des Schlafzimmermöbelherstellers Steffen, hat Insolvenz beantragt. Hintergrund ist der geplante Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen, der durch einen Sozialplan nicht umsetzbar gewesen sei.

 100

 17.07.2006 Real, SB-Warenhauskette, Metro-Tochter, durch massiven Einsatz von SB-Kassen sollen 500 Jobs überflüssig werden.

500

 17.07.2006 ISE (Innomotive Systems Europe), Automobilzulieferer, Bergneustadt, die Ergebnissituation ist unbefriedigend. Ein Sparpaket wird geschnürt und in Kürze bekanntgegeben.

 Vorwarnung

 14.07.2006 Schwerter Brauerei Wohlers KG, Meißen hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 23 Mitarbeiter.

23

 14.07.2006 Minimundus am Bodensee, Ableger des Klagenfurter Freizeitparks, Meckenbeuren, hat Insolvenz beantragt.Wir schätzen, dass ca. 40 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 40

 14.07.2006 Werdauer Nutzfahrzeugaufbauten und Service GmbH, Werdau, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass ca. 80 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 80

 14.07.2006 DekaBank, Geld, das Management wird verschlankt, 21 von 45 Führungskräften dürfen zu Hause bleiben.

21

 14.07.2006 Lahn-Dill-Arbeit GmbH, das Outsourcing von Arbeitsvermittlern funktioniert nach seltsamen Mustern, die GmbH wird mit ehemaligem Personal der Arbeitsagenturen betrieben, der Geschäftsführer darf offenbar kein eigenes Personal einstellen und nun haben die Gesellschafter (das ist die gesetzliche Arbeitslosenversicherung) die Weichen dafür gestellt, dass 56 von 200 Arbeitsvermittlern gehen müssen.

Aber machen Sie sich zu diesem Verhau aus Zuständigkeiten und Inkompetenz selbst ein Bild: http://www.mittelhessen.de/main.php?ses_viewmode=37&dir=3&content_id=272931

56

 14.07.2006 Krankenhäuser, Deutschland, die Krankenhausdirektoren befürchten als Folge der jüngsten Gesundheitsreform die Schließung von bis zu 500 Kliniken. Die Krankenhäuser müssen 500 Millionen Euro sparen, und die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst und die Auswirkungen der neuen Gehälter für die Ärzte tragen, was in der Wirkung auf 1 Milliarde Euro geschätzt wird, hinzu kommt die Erhöhung der Mehrwertsteuer, welche die Kliniken mit weiteren 500 Millionen treffen wird.

Wir werden auch weiterhin versuchen, die Veränderungen der einzelnen Häuser zu dokumentieren - wollen aber darauf hinweisen, dass hier erneut Zigtausende von Arbeitsplätzen weggesprengt werden, um die Gewinne der boomenden Exportindustrie durch Entlastung der Arbeitgeber von lästigen Sozialabgaben noch weiter in die Höhe zu treiben.

Vorwarnung

 13.07.2006

Sparkasse Südwestpfalz, Kommunale Geldversorgung, Pirmasens, Zweibrücken und Umgebung, 21 von 61 Geschäftsstellen werden dicht gemacht, weil "wir mehr am Markt sein müssen, um unsere Produkte verkaufen zu können.", so der Landrat im Verwaltungsrat, und, "Kündigungen darf es nicht geben." Das sei auch kein Problem, meint der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Bolle, weil von der Schließung der 21 Filialen nur 35 der insgesamt 600 Sparkassen-Mitarbeiter betroffen sind, diese sollen in den verbleibenden Filialen zur Verstärkung eingesetzt werden, darüberhinaus wird auch an Neueinstellungen gedacht, um die Kunden besser beraten zu können.

Nicht zu kündigen, heißt ja nicht, keine Stellen abbauen zu wollen, und ob man an Neueinstellungen denkt, oder Neueinstellungen vornimmt, ist immer noch ein großer Unterschied.

Wir haben recherchiert und herausgefunden, dass die Sparkasse Südwestpfalz seit dem 31.12.2002 (also innerhalb unseres Erfassungszeitraumes) die Mitarbeiterzahlen von damals 679 bereits auf die nun genannten 600 heruntergefahren hat - und es gibt keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass die jetzt gestrichenen 35 Arbeitsplätze innnerhalb von zwei bis drei Jahren der natürlichen Fluktuation zum Opfer gefallen sein werden.

bereits
realisiert 79
+ weitere 35

 13.07.2006 Rokal (Hansa-Gruppe), Sanitär-Armaturen, Nettetal, 130 von 180 Mitarbeitern werden entlassen.

130

 12.07.2006 Esesix, Computerhändler, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Verhandlungen mit Lieferanten sollen die Insolvenz abwenden. Ob das gelingt ist fraglich.

Vorwarnung

 12.07.2006 Koop Fullservice GmbH, Schwesterunternehmen von Koop Direktmarketing, Düsseldorf, nach der Ausgliederung von EDV, Druck, Lettershop und Fulfillment , vor einem halben Jahr, wurde für die ausgegliederten Bereiche Insolvenz beantragt.Betroffen sind 90 Mitarbeiter.

90

 12.07.2006

Sachsen-Anhalt, Bundesland, erst wird die Forstgesellschaft als landeseigene Gesellschaft gegründet, dann wegen mangelnder Rentabilität verkauft. 40 Mitarbeiter wurden mitverkauft, für 27 von ihnen wurde vereinbart, dass es bis 2008 keine betriebsbedingten Kündigungen geben darf. Die Meldung dazu war etwax kryptisch, es hieß: "Dem Land kostete die Privatisierung den Angaben zufolge 1, 4 Millionen Euro. Diese Summe sei dem neuen Inhaber zur Verfügung gestellt worden, um die Übernahme der 40 FLGBeschäftigten zu ermöglichen."

Man könnte das mit etwas Fantasie auch so interpretieren, dass ein Käufer, dessen Name aus "rechtlichen Gründen" nicht genannt wird, 1,4 Millionen erhalten hat, um 27 Mitarbeiter für zwei Jahre zu beschäftigen, bevor er den Betrieb mit Billigarbeitern aus Polen und Ein-Euro-Jobbern fortsetzt.

13

 12.07.2006 Südfleisch, Schlachtbetriebe, Pfarrkirchen, im Schlachthof Pfarrkirchen werden 80 von 120 Mitarbeitern den Job verlieren.

80

 12.07.2006 Sasit, Sondermaschinenbau, Zwickau, mit harten Bandagen setzt die Geschäftsführung Billiglöhne durch und spricht weitere 18 Kündigungen aus. Ob die letzten 61 den Wege aus der Insolvenz finden werden, ist fraglich.

18

 12.07.2006

Vliesstoffe KG, Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim, mit Übernahme des Flächentarifvertrags der Chemiebranche, müssen die Mitarbeiter Einkommenseinbußen von durchschnittlich 300 Euro pro Monat hinnehmen. Nur wenn die Belegschaft sich auf die 40 Stunden-Woche einlässt, könnte Besitzstandswahrung vereinbart werden, was Verzicht auf Gehaltserhöhungen bedeutet, bis der neue Tariflohn die bisherigen Gehälter überholt.Außerdem sollen sowieso 350 von 1400 Beschäftigten den Job verlieren.

Als wir zuletzt über Freudenberg in Weinheim berichteten, waren es noch 2,137 Mitarbeiter, von denen 410 gehen sollten. Das heißt, inzwischen gingen weitere 327 Jobs verloren, dazu kommen die 350, die jetzt gekündigt werden sollen und die umgerechnet 150 Jobs, die sich aus der Arbeitszeitverlängerung ergeben.

327

+ weitere 350
+ rechnerisch 150

 12.07.2006 Infineon, Halbleiter, München, wie bereits im Februar 2005 gemeldet, macht Infineon den Standort München Perlach dicht. 800 Stellen gehen nun definitiv verloren.

Bestätigung

 12.07.2006 Güstrow, Kommune, Mecklenburg-Vorpommern, die Stadtwerke entlassen rund 20 Mitarbeiter

20

 11.07.2006 Schütz, Rattan- und Flechtmöbel, Lichtenfels, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 120 Mitarbeiter - vor einem Jahre waren es noch 160.  

160

 11.07.2006 Swiss Re, Rückversicherer, Welt, will bis Ende 2007 2000 Stellen abbauen, betroffen sind hauptsächlich die großen Standorte Zürich, London, Armonk, Kansas City und München.Wir schätzen, dass das in MUC 250 Stellen kostet.

geschätzt 250

 11.07.2006 Mainova, Energieversorger, Frankfurt/M., um den Gewinn wieder aufzubessern müssen 250 von 2.800 Mitarbeitern abgebaut werden.   

250

 11.07.2006 Bosch, Automobilzulieferer, Stuttgart, die Automobilindustrie nutzt Modellwechsel, um Einspritzsysteme anderswo einzukaufen - in Feuerbach gehen die Aufträge aus. Das Unternehmen gibt zu, dass dort bis 2009 insgesamt 1.400 Arbeitsplätze wegfallen könnten, der Betriebsrat blickt ein Stück weiter in die Zukunft und sieht bis 2012 insgesamt 2.700 Jobs gefährdet. Diese konkrete Meldung nehmen wir zusätzlich zu unserer pauschalen Ankündigung des Abbaus von 4.000 Stellen in Deutschland (aus dem Juni 2005) auf. Wir nehmen an, dass nach derzeitigem Erkenntnisstand von seinerzeit 110.000 Arbeitsplätzen bei Bosch in Deutschland bis 2012 nur 103.300 übrig bleiben - und fürchten, dass es sogar sehr viel weniger sein werden.

 2.700

 10.07.2006 DaimlerChrysler, Automobile, Welt, die notwendigen Stellenstreichungen werden wieder einmal in einem Teilbereich konkretisiert. 3.200 Jobs sollen in Deutschland verloren gehen. Ein Teil davon, weil in Tschechien oder Indien die Buchhaltung billiger erledigt werden kann.
Wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Konzern in Deutschland insgesamt 30.000 Stellen abbauen wird - die Salamitaktik bei der Veröffentlichung von Details ändert daran nichts, siehe auch VW - die Meldung in der nächsten Zeile

 Konkretisierung

 10.07.2007 VW, Automobile, Welt, was wir seit Jahren als absehbaren Stellenabbau in diese Statistik aufgenommen haben, wird nun allmählich auch offiziell öffentlich:
50 000 der 100 000 reinen VW Arbeitsplätze in Deutschland sind in Gefahr.
Unsere Prognose nach wie vor: von ehemals 186.000 Jobs des Konzerns (incl. Audi) in Deutschland werden bis Ende 2008 nur weniger als 120.000 übrig sein, sonst sind die Kosten- und Gewinnziele nicht zu erreichen.

Die Wahrheit wird allmählich öffentlich

 10.07.2006 Nolte, Möbelhersteller, Delbrück, trennt sich von 80 Mitarbeitern.

80

 10.07.2006 Maschinenfabrik Leiner, Pirmasens, hat Insolvenz beantragt.  Von ehedem 42 Mitarbeitern waren zuletzt noch 25 beschäftigte, davon werden 23 in ein Nachfolgeunternehmen übernommen, das vom bisherigen Gesellschafter als Geschäftsführer geleitet wird. Ob das gut geht?

19

 10.07.2006 Hewlett Packard, Drucker und mehr, Welt,15.000 Stellen weltweit, davon 1.500 in Deutschland? Wer regelmäßig diese Statistikseite besucht, weiß das schon lange.

Kalter Kaffee

 10.07.2006 Prinovis, Druckkonzern, an den Standorten Itzehoe und Ahrengsburg, sollen insgesamt 110 Stellen gestrichen werden. Prinovis ist aus dem Zusammenschluss der Tiefdruckstandorte von Gruner + Jahr, Axel Springer und Arvato (Bertelsmann) hervorgegangen.

110

 07.07.2006 HFM Hassouna Fördertechnik und Metallbau GmbH, Varrel, hat Insolvenz beantragt. Betroffen von der Insolvenz sind 80 Mitarbeiter. Angeblich sind falsche steuerliche Bewertungen am finanziellen Engpass schuld.
Nun, wer glaubt, nur wenig oder gar keine Steuern zahlen zu müssen, kann leicht preiswert anbieten. Die vollen Auftragsbücher sind unserer Meinung nach in diesem Fall kein Grund zur Hoffnung, sondern eher ein Indiz für kardinale Fehler des Managements.

80

 07.07.2006 Goebel GmbH, Nippes, Rödental, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 550 Mitarbeiter.
Auch hier glaubt das Management, das Unternehmen retten zu können, wenn nur einige Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt würden.Beabsichtigt ist die Verstärkung des Marketings und der Abbau von Kapazitäten in Produktion und Lager. Also mehr Spruchblasen und dafür weniger Qualtiät und Service. Darüber freut sich die erlesene Goebel-Kundschaft ganz bestimmt.
Der vorläufige Insolvenzverwalter hat eine realistischer Einschätzung der Ursachen, er glaubt, die große Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten habe zu der Insolvenz geführt. Doch auch er hofft, entweder Kredite von den Banken, oder Geld von neuen Gesellschaftern auftreiben zu können. Wir rechnen eher damit, dass sich ein US-Konzern die Rechte an den Zeichnungen der Nonne Innozensia Hummel kaufen und irgendwo zwischen Taipeh und Singapur damit in die Produktion gehen wird.

550

 07.07.2006 Philip Morris, Tabakwaren, Welt, wird das Werk in München 2009 schließen. 400 Arbeitsplätze gehen verloren.Die deutsche Hauptverwaltung mit 450 Beschäftigten soll aber in München bleiben.

400

 07.07.2006

Orica, Zünd- und Sprengstoffe, Welt, in Troisdorf streicht das australische Unternehmen 230 von 280 Arbeitsplätzen.Die Produktion der ehemaligen Dynamit Nobel Fabrik wird nach Schweden und Kanada verlagert. Nur rund 50 Verwaltungsarbeitsplätze sollen in Troisdorf verbleiben. Abersehr sinnvoll ist das vermutlich auch nicht.

Anzumerken bleibt, dass das Werk in Troisdorf erst vor fünf Jahren von Orica aufgekauft worden war - damals mit der Ankündigung, mittelfristig zusätzliche Arbeitsplätze schaffen zu wollen.

230

 07.07.2006 Pfleiderer, Holzwerkstoffe, Neumarkt/Opf., will die Rendite trotz steigender Holzpreise halten. Konsequenz: 200 von 2.630 Stellen in Deutschland werden gestrichen.

200

 06.07.2006 R&S-Autogalerie, Autohändler, Düsseldorf, die Neuwagen werden vom Hersteller abgeholt, der Pleitgeier kreist. Obwohl die Inhaber Optimismus verbreiten: Wir halten die 40 Arbeitsplätze für defnitiv verloren.

40

 06.07.2006

Telekom

der Abbau von 32.000 Stellen aus dem Festnetzsektor läuft schneller als geplant - der Abbau weiterer Stellen, auch nach 2008 ist sicher, es heißt sogar, der Sparkurs müsse schon 2007 verschärft werden.

Wir erinnern hier noch einmal an die Historie, so wie wir sie im Februar 2006 in dieser Statistik rekonstruiert hatten:

Großunternehmen machen das Mitrechnen schwer - nehmen Sie sich trotzdem die Zeit:
Der Personalchef Heinz Klinkhammer erklärt die Personalveränderungen seit 1995 so:

„Wir haben eine verteufelte Entwicklung hinter uns. Von den 222 000 Telekom-Beschäftigten Anfang 1995 - damals hauptsächlich Festnetz - haben bis heute fast die Hälfte das Unternehmen verlassen. Weitere 26 000 wurden in andere Töchter versetzt. Rund 50 000 neue Stellen wurden geschaffen und weitere 80 000 kamen durch Zukäufe hinzu."

Die letzte offizielle Zahl zum Personalstand der Telekom stammt vom September 05 - da waren es noch rund 160.000. Zum Ende des Jahres vermutlich nur noch 156.000

 Personalstand 1995 222.000
 Unternehmenszukäufe + 80.000
Theoretischer Gesamststand ohne Abbau = 302.000
 Ist-Bestand Dezember 2005 156.000
davon in der hauseigenen PSA Vivento geparkt - 16.000
 Realer Bestand Dezember 2005

140.000

  Differenz = Stellenabbau von 1995 bis 2005

 = 182.000

Die 50.000 neu geschaffenen Stellen ändern an dieser Zahl nichts, sie sind nämlich in den Ist-Zahlen enthalten - ebenso sind die Versetzungen zu Tochterfirmen für diese Betrachtung nicht relevant.

Weil sich weder der laufende jährliche Abbau, noch der Wiederaufbau durch Zukäufe zweifelsfrei auf einzelne Jahre zuordnen lassen, gehen wir von einem gleichmäßigen Verlauf mit jährlich 18.200 vernichteten Arbeitsplätzen aus. Das macht für die Zeit unserer statistischen Erfassung rechnerisch rund 60.000 vernichtete Arbeitsplätze.
Hinzu kommen die nun endgültig beschlossenen 32.000 bis Ende 2008, was die Gesamtzahl Zahl auf 92.000 erhöht. Auch danach wird sich, so Klinkhammer, der Stellenabbau fortsetzen, vor allem, weil dann das Ende der vereinbarten Arbeitsplatzsicherung erreicht ist. Wir rechnen also für 2009 mit dem großen Befreiungsschlag in der Größenordnung von 25.000 Stellen und weiteren 15.000 in 2010 und kommen auf einen absehbaren Gesamtpersonalabbau von 130.000 Mitarbeitern - 120.000 hatten wir in dieser Statistik im September 2005. Allerdings haben wir dann noch 20.000 Beamte, die in den Vorruhestand gedrängt werden sollen, zusätzlich aufgenommen und liegen nun mit 10.000 Stellen vorne - fürchten aber, dass uns die Realität bis 2010 wieder eingeholt haben wird.

Nun, das scheint jetzt der Fall zu sein. Die Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden der Beamten sind in der Gesetzesmühle - und die Telekom will fröhlich weiter abbauen.

Bestätigung unserer Zahlen

 06.07.2006 VAG, Verkehrsbetrieb der Städtischen Werke, Nürnberg, die Zahl der Mitarbeiter wurde um gut 150 auf jetzt 1846 verringert und soll bis 2007 weiter sinken. Wir schreiben diesen Wert über zwei Jahre in die Zukunft fort und melden 450

 450

 05.07.2006 Möbelhäuser - das Massensterben geht weiter, schon wieder werden drei Möbelhäuser geschlossen, ein viertes kämpf um die Existenz.
Sommerlad, Darmstadt,
Riegel & Reisse, Darmstadt
und
Meterküche GmbH, Hochheim geben auf. Wir schätzen, dass dabei insgesamt ca. 100 Jobs verloren gehen.
Für das SB Möbelcenter Ostalb GmbH, Heidenheim an der Brenz, ist eine Vorwarnung geboten.

 geschätzt 100

 05.07.2006 DKV, Personenversicherer, Münchner-Rück-Tochter, will 27 von 45 Geschäftsstellen und einige hundert der 6.200 Stellen abbauen. Wie viele es endgültig werden, wird noch nicht gesagt. Wir schätzen: 800

geschätzt 800

 05.07.2006 Baden-Württemberg, Alles-außer-Hochdeutsch-Land, der Rechnungshof zeigt Möglichkeiten auf, an welchen Stellen noch Stellen abgebaut werden können. 440 Arbeitsplätze von Landesbediensteten könnten gestrichen werden. In Anbetracht der im Raum stehenden - und in Umsetzung begriffenen - Pläne zum Abbau von 20.000 Stellen im Ländle ist das zwar geradezu lächerlich, aber es hilft halt doch den Bürgern klar zu machen, dass Personalkosten hinausgeschmissenes Geld sind.

kleine
Konkretisierung

 05.07.2006 Expert, Maschinenbau, Lorsch, gibt den Bereich Sondermaschinen auf und streicht 90 Stellen. Bereits im April 2005 waren in Lorsch 100 Mitarbeiter entlassen worden - uns hat man das nicht zur Kenntnis gegeben, ergo haben wir nachzumelden.

 190

 04.07.2006 Möbel Lutz, Neumünster, die 79 Mitarbeiter haben die Kündigung zum Jahresende erhalten. Das Möbelhaus wird geschlossen.

79

 04.07.2006 Elster, Messtechnik, Lampertheim, Ende 2004 wurde die Verlagerung von 140 Jobs in die Slowakei entschieen, diese Maßnahme ist nun abgeschlossen, es sind weitere Entlassungen angekündigt. Der Betriebsrat befürchtet ein geplantes "Sterben auf Raten".
Wir schätzen, dass sich die Restbelegschaft im Laufe des nächsten Jahres von 220 auf 110 halbiert.

geschätzt 110

 04.7.2006 Sun Microsystems, Computer, Welt, will in Deutschland rund 130 von 1.653 Arbeitsplätzen abbauen.

130

 03.07.2006 Goethe-Institut(e), deutsche Sprache in aller Welt, das Außenministerium kürzt die Mittel. 2001 wurde der Jahrezuschuss um 15 Mio Euro gekürzt, jetzt gehen die Mittel um weitere 4,6 Mio zurück. Personalabbau in der Zentrale in München ist unvermeidlich. Wir schätzen, dass ca. 30 Stellen gestrichen werden.

 geschätzt 30

 03.07.2006 plenum AG, Consulting, Wiesbaden, reduziert Verwaltungspersonal von 36 auf 21 Mitarbeiter.

15

 03.07.2006 Falk Möstl, private Verkehrsüberwachung, Burgkirchen an der Alz,  muss 150 Mitarbeiter entlassen.

 150

 03.07.2006 Bartec, Sicherheitstechnik, Bad Mergentheim, die Kapazitäten in Slowenien werden ausgebaut, im Stammwerk Bad Mergentheim entfallen 60 Stellen.  

 60

 03.07.2006 Opel, Automobile, Bochum, das Werk Bochum bleibt in der Schusslinie. Wegen Überkapazitäten bei Astra und Zafira sind 1200 der 7000 Arbeitsplätze bedroht. Fortsetzung der Vorwarnungen
 03.07.2006 BenQ, Mobiltelefone, Welt, als Siemens seine Handysparte an BenQ verkaufte, war zwar zu vermuten, dass dem ein Stellenabbau folgen würde, doch wir hielten uns zunächst bedeckt. Nun wird bekannt, dass rund ein Viertel der 3.300 Arbeitsplätze in Deutschland auf der Streichliste stehen.

800

 03.07.2006 Zürich, Versicherungen, Düsseldorf, der Schweizer Konzern wird in Deutschland 1000 von 5.700 Stellen streichen.

 1.000

 30.06.2005 Alter Markt, Einkaufszentrum, Pirmasens, eine total undurchsichtige Gemengelage aus Beteiligungen, Bausubstanz und wechselnder Geschäftsführer wird voraussichtlich in der Insolvenz enden. Betroffen sind -geschätzt- drei Mitarbeiter.

 geschätzt 3

 30.06.2006 Immobilienanlagegesellschaft DM-Beteiligungen AG, Düsseldorf, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - geschätzt - 15 Mitarbeiter.

geschätzt 15

 30.06.2006 Arber-Wellenbad, Bayerisch-Eisenstein, am 16. Mai meldeten wir, dass der Schweizer Investor, der das Bad vor kurzem von der Gemeinde übernommen hatte, eine "Vorübergehende Schließung" beschlossen hat - und wir vermuteten, dass es nicht bei "vorübergehend" bleiben wird. Nun hat er Insolvenz beantragt. Wer Böses denkt, könnte auf die Idee kommen, dass irgendjemand den Weg über die Privatisierung mit anschließender Insolvenz für die beste Möglichkeit hielt, billig an das Grundstück zu kommen. Wir schätzen, dass etwa 30 Arbeitsplätze verloren sind.

geschätzt 30

 30.06.2006 Eco, Elektriker, Coswig, hat Insolvenz beantragt (das ist möglicherweise schon etwas länger her - wurde aber nur bekannt, weil der Coswiger Stadtrat über die Betreuung der städtischen Laternen (mit der Eco beauftragt war) wegen der Insolvenz neu entscheiden musste. Betroffen sind 70 Mitarbeiter.

70

 30.06.2006 Fanprojekt-2006-Gesellschaft, Zeltstädte, Leipzig, Ilshofen, die Luft ist raus, die Fans ausgeblieben, die Zeltstädte haben Insolvenz beantragt. Der beauftragte Insolvenzverwalter meint, dass Arbeitskräfte von der Insolvenz kaum betroffen sein dürften. Es handele sich um Zeitkräfte und Aushilfen, die bis zum Schluss ihr Geld bekommen hätten. Eine fragwürdige Einstellung.

?

 30.06.2006

Heute geht es wieder rund - mit Abseitsfalle und Elfmeterschießen.

Falls Sie vorher noch einen Augenblick Zeit haben:

Haben Sie während der Spieltage eigentlich mitbekommen, dass der Finanzminister nicht nur die Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte erhöht, sondern auch die Körperschaftssteuer von 25 auf 12,5 % halbieren und alle Kapitalerträge nur noch mit einer 25%igen Abgeltungssteuer besteuern will?

Fragen Sie doch einmal bei Ihrem Wahlkreisabgeordneten nach,
warum Steuern auf Gewinne aus Nichtstun immer noch weiter sinken müssen, während die Arbeit durch Streichung sogenannter Subventionen (dass ich nicht lache!) und der Lebensunterhalt durch die steigende Mehrwertsteuer massiv belastet werden?

Fragen Sie doch einmal, wie viel Prozent seiner Wähler von dieser Politik profitieren!

E-Mailadressen und Telefonnummern finden Sie auf den Seiten der Parteien - machen Sie sich die Mühe - und protestieren Sie endlich gegen diese Politik!

Es kann doch nicht sein, dass sich die Umgestaltung Deutschlands in eine 80 : 20 Gesellschaft so mühelos durchziehen lässt; es kann doch nicht sein, dass sich die über den Tisch gezogene Mehrheit der Demokraten durch ein bisschen Brot und ein paar Fußballspiele so von ihren eigentlichen Interessen ablenken lässt, dass gar niemand mehr hinsieht, wenn die Besitzstände geplündert werden.

Sollten Murmeltiere wirklich schlauer sein?
Da reicht es, dass einer aufpasst - und wenn der pfeift, dann bringen sich alle in Sicherheit.

Tun Sie mal was!
 29.06.2006 Bleckeder Fährhaus, Gastronomie, Bleckede, hat nach dem April Hochwasser Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass 5 Arbeitsplätze verloren sind.

 geschätzt 5

 29.06.2006 FSE, Computerhandel, Pirmasens, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.

12

 29.06.2006 Klinik am Hainberg, Bad Hersfeld, wurde der Klinik am Hainberg GmbH übertragen
Grundstück, Gebäude und bewegliche Einrichtung für 1 Euro verschenkt, dazu 7,9 Millionen Landeszuschuss als weiteres Geschenk - und die Zusage, weitere 3,75 Millionen als Personalkostenzuschüsse einzubringen. Durch Zahlung dieser 11,65 Millionen Euro im Fünfjahreszeitraum 2006 bis 2010 sollen die rund 120 Arbeitsplätze gesichert werden - selbstverständlich nur mit entsprechendem Gehaltsverzicht.

Rechnen wir die Sache vorsichtig durch, die Immobilie samt Klinik plus Zuschüsse summieren sich auf ein Geschenk in Höhe von 20 Millionen Euro. Die Personalkosten für 120 Mitarbeiter betragen in fünf Jahren ebenfalls ungefähr 20 Millionen, bei einer Auslastung von 75 Prozent dürften die Einnahmen der Klinik im gleichen Fünfjahreszeitraum bei ca. 40 Millionen Euro liegen.
Kosten für Sachmittel, Energie, Reinigung, Unterhalt, belaufen sich auf maximal 10 Millionen. Kapitalkosten oder Miete fallen nicht an. Insgesamt ein Geschenk der Bürger Hessens an die Eigentümer des Klinikums in der Größenordnung von 10 Millionen.

Selbst wenn diese 10 Millionen in Investitionen umgewandelt werden, bleiben die deswegen doch immer noch ein Geschenk an den privaten Betreiber.

Und nach den fünf Jahren?

Nun wir würden uns überhaupt nicht wundern, wenn die Klinik dann geschlossen und das Grundstück mit einer hübschen Villenanlage bebaut würde.
Ein-Euro-Job?

Sei nicht blöd!
Mach dich selbständig und lass dir eine Klinik
schenken.

Na ja, ganz ohne
Beziehungen geht
das nicht. Aber das ist das Schöne an der Chancengleichheit: Wer die gleichen Beziehungen hat, hat auch die gleichen Chancen - da staunste, watt?
 29.06.2006 TUI, Touristik- und Schifffahrts-Konzern, die Zerschlagung ist angesagt. Der Aufsichtsrat will Ende August drei Tage beraten: Ziel: Aufsplitten des Konzerns in Touristik und Schifffahrt, um etwa 1/3 des Unternehmenswertes "zu heben", also einen fetten Gewinn für die bisherigen Eigner abzuschöpfen. Die Verkaufsidee hat nur noch einen kleinen Haken, bevor die Teilunternehmen wirklich für neue Investoren attraktiv sind, muss die Rendite von knapp 9 auf möglichst über 15 Prozent steigen. Es werden also weiter massiv Arbeitsplätze abzubauen sein ...

Vorwarnung

 29.06.2006 Eli Lilly, Pharma, USA, das Labor in Hamburg wird geschlossen, die Arbeiten werden in die USA verlagert. 150 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

150

 29.06.2006 Paschold-GmbH, Werkzeug- und Formenbau, Hochstadt, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 29.06.2006

Wüstenrot & Württembergische, Bausparkasse, Bank und Versicherung, die Streicharie geht weiter. Begonnen hat es am 11. Oktober 2005. Wir meldeten damals

Karlsruher Versicherungsgruppe, Lebens- und Sachversicherer, wird verkauft, von der Münchener Rück an den Stuttgarter Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W). Natürlich verspricht sich die W&W nicht nur Marktanteile und neue Adressbestände, sondern auch Synergieeffekte, laut wird getönt, es solle bis 2007 kein betriebsbedingten Kündigungen geben, der Standort Karlsruhe und die Marke Karlsruher sollten erhalten bleiben, doch die 30 Millionen, die jährlich gespart werden sollen, müssen irgendwo herkommen. Bisher hat die W&W 4.533 Mitarbeiter, nun kommen 2.578 Karlsruher dazu. Da kommen innerhalb von 2 Jahren alleine aus der natürlichen Fluktuation rund 200 frei werdende Stellen - und in 2007, wenn die Fusion im wesentlichen vollzogen ist, kann man sich von den dann als überflüssig erachteten Mitarbeitern trennen. Wir schätzen, dass diese Fusion insgesamt rund 750 Arbeitsplätze kostet.

Dann kam es vor ein paar Tagen zu folgender Meldung:

Wüstenrot, Bausparkasse + Bank, Stuttgart, wollen bis 2008 bis zu1000 der 3.600 Arbeitsplätze streichen.

Und nun heißt es seit gestern,

dass neben den 1.000 Stellen bei Bausparkasse und Bank auch 1.250 Stellen im Versicherungsbereich abgebaut werden sollen. Und dies von den derzeit vorhandenen 6.500.

Nachrechnen:
 

 Mitarbeiter
 Bausparkasse und Bank anfangs

 3.600

 Karlsruher Versicherungen vor Übernahme

 2.578

 Württembergische vor Kauf der Karlsruher

4.533

 Summe Anfangsbestand

10.711

   
 Ziel Bausparkasse: 3.600 - 1.000

2.600

 Ziel Versicherungen: 6.500 - 1250

 5.250

 Summe Zielplanung

7.850

   
 Abbau insgesamt

2.861

und davon haben wir bisher 1.750 erfasst - bleiben nachzumelden: 1.111

 weitere 1.111

 28.06.2006 Wülfing und Hauck, Folien für Tanks und Schwimmbäder, Oberkaufungen, Dessau, durch eine unbegründete Kreditkündigung ist dem Unternehmen die Vorfinanzierung saisonaler Auftragsspitzen unmöglich gemacht worden. Nur wurde Insolvenz beatragt. Betroffen sind 120 Mitarbeiter.

120

 28.06.2006

Apotheken, Deutschland,

das Spargesetz der Bundesregierung, mit dem preiswerte und Nachahmer-Präparate ab 1.7.06 von der Rezeptgebühr/Zuzahlung befreit sind, wird eine tiefe Wunde in die Erträge der Apotheken schlagen. Nicht direkt, da bleibt es bei der Apothekervergütung von 6,10 Euro pro Rezept bei rezeptpflichtigen Medikamenten bleibt- die Apotheker fürchten, dass ihre Einkaufspreise für rezeptfreie Mittel steigen werden, weil die Pharmaindustrie im Bereich der rezeptpflichtigen die Preise senkt, um überhaupt noch Umsätze zu erzielen.

Die Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände fürchtet Stellenabbau und Apothekensterben.

Wir werden sehen.

Der Pharmamarkt in Deutschland ist ein äußerst ertragsstarker Markt. Es ist gut, wenn Maßnahmen ergriffen werden, um Mondpreise zu verhindern. Dass dies, um die Gewinne auf der gewohnten Höhe zu halten, auf dem Rücken der Mitarbeiter geschehen wird, ist bitter - und vor allem ist es ein Zeichen dafür, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Meiner Meinung nach ein Alarmzeichen.

 Hintergrund

 28.06.2006 Faurecia, Automobilzulieferer, Stadthagen, im Werk Stadthaben werden 190 Stellen gestrichen.

 190

 28.06.2006 Kliniken Bremen,  um 43 Millionen Euro pro Jahr sollen die Personalkosten sinken. Von 5.700 Vollzeitstellen sollen 801 gestrichen werden.

801

 28.06.2006

Baugewerbe, Deutschland,

die Bundesvereinigung Bauwirtschaft rechnet mit weiterem Beschäftigungsrückgang. Im ersten Quartal 2006 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Bauwirtschaft erstmals seit 1995 unter die Zweimillionen-Marke gefallen. Insgesamt wird für 2006 mit einem Abbau von rund 30.000 Stellen gerechnet.

Hintergrund

 27.06.2006 Helios, Messtechnik, Dörzbach, schon zum 1. Januar 06 wurden 29 Arbeitsplätze abgebaut.

29

 27.06.2006 Weru AG, Fenster und Türen, Rudersberg, Triptis, an diesen beiden Standorten entfielen per 1.5.06 43 Jobs.

43

 27.06.2006 Klinikum, Potsdam, McKinsey hilft sparen. Der Sozialplan für die 2.000 Mitarbeiter soll helfen, ohne Kündigungen auszukommen. Ziel: Im Jahr 2010 sollen 16,3 Millionen Euro Gewinn gemacht werden. Wir schätzen, dass dazu der Abbau von 20% der Belegschaft erforderlich ist.

 geschätzt 400

 27.06.2006 Werdin, Jeans, Lübeck, wird aufgegeben. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiter.  

300

 27.06.2006 Sauter, Brauerei, Uttenweiler, beendet den Braubetrieb.Fünf Arbeitsplätze gehen verloren.

5

 27.06.2006 TUI InfoTec, IT-Tochter der TUI, verlagert Jobs nach Indien und baut in Deutschland 400 Arbeitsplätze ab.

400

 26.06.2006 Pro Küchenwelt GmbH, Küchenfachgeschäft, Krefeld, wird geschlossen. Wir schätzen, dass damit ca. 15 Jobs verloren gehen.

geschätzt 15

 26.06.2006 Möbel Motzkau, Möbelhaus, Rinteln, das kleine Haus mit 1.500 m² Verkaufsfläche wird geschlossen. Wir schätzen, dass ca. 15 Mitarbeiter den Job verlieren.

 geschätzt 15

 26.06.2006 Von Döhlen GmbH & Co. KG, Möbelhaus, Schiffdorf, 10.000 m² Verkaufsfläche werden geschlossen. Wir schätzen, dass dadurch ca. 80 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 80

 26.06.2006 Oexmann, Möbelmanufaktur, Hüllhorst, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind (von uns geschätzt) 35 Mitarbeiter.

geschätzt 35

 26.06.2006 Möbel Buch, Möbelhaus, Köln, das Stammhaus in Köln mit 4000 m² Verkaufsfläche wird geschlossen. Wir schätzen, dass ca. 30 Mitarbeiter betroffen sind.

geschätzt 30

 26.06.2006 Riessner-Wohnen, Polstermöbelfabrikant, Oberfranken, wird "geordnet" geschlossen. Die erhält geschlossen dei Kündigung. Wir schätzen, dass Riessner ca. 80 Menschen beschäftigt.

geschätzt 80

 26.06.2006 SIG, Verpackungen, Neuhausen am Rheinfall, in Europa werden 250 Stellen abgebaut. 125 davon in den deutschen Werken Linnich und Wittenberg.

125

 23.06.2006 Euler, Papierfabrik, Bensheim, wird geschlossen. 115 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

115

 23.06.2006

Allianz, immer noch Hauptthema in den Wirtschaftsnachrichten - inzwischen wird klar:

  • Sowohl im Versicherungsgeschäft, wie auch im Bankgeschäft sollen je 600 Millionen Euro - in Summe also 1,2 Mrd. jährlich - eingespart werden. Ab 2010 sollen mit einem weiteren Programm weitere 500 Millonen Einsparungen realisiert werden.
  • Die Zahl der Beschäftigten der Allianz wird in einer Meldung des Hamburger Abendblattes
    mit 31.000 Vollzeitstellen angegeben (nach 40.000 bzw. 38.000 Stellen in den letzten Monaten)
  • Insider erklären, auf Grund des hohen Anteils an Teilzeitbeschäftigten, sei die Zahl der abzubauenden Mitarbeiter weit höher, als dies mit dem Abbau von Stellen (mit denen Vollzeitstellten gemeint sind) zum Ausdruck kommt.
Wir sehen uns damit erneut in unseren bisherigen Meldungen bestätigt - und erwarten eher noch höhere Zahlen, als bisher erfasst.

 der Pulverdampf löst sich allmählich

 23.06.2006 Wüstenrot, Bausparkasse + Bank, Stuttgart, wollen bis 2008 bis zu1000 der 3.600 Arbeitsplätze streichen.

1.000

 22.06.2006 Klinikum Kassel, Gesundheitsfabrik (Gesundheit Nordhessen Holding AG), wer ein Krankenhaus unter dem Dach einer Aktiengesellschaft betreibt, muss Gewinne machen.Wenn die Einnahmen aus der Leistungsverrechnung durch Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und der selbstverständlich immer noch gerne kassierte Landeszuschuss nicht ausreichen, um die Erwartunghen der Aktionäre zu erfüllen, dann muss eben die Belegschaft den Gürtel enger schnallen. Jetzt sollen die 2900 Mitabeiter auf ca. 6 % ihres Gehalts verzichten, damit sich die Klinikeigner ein neues Diagnose- und Behandlungszentrums hinstellen können im Gegenzug wird befristeter Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen angeboten. Wir rechnen Geld in Jobs um und melden, dass ca. 180 Stellen so - oder so - entfallen.

 geschätzt 180

 22.06.2006 Volksbank-Raiffeisenbank Salzachtal-Waging-Trostberg und Volksbank-Raiffeisenbank Berchtesgadener Land fusionieren zur Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern SüdostBad Reichenhall. 2,5 Millionen Gewinnzuwachs werden aus der Fusion erwartet. Das heißt, dass nach dem Ende der Stillhaltefrist rund 25 Mitarbeiter überflüssig sein werden.

geschätzt 25

 22.06.2006 Allgemeines Krankenhaus Eilbek, Hamburg, wird an die Schön-Kliniken verkauft.

?

 22.06.2006 Herlitz, Papier und Schreibwaren, Berlin, die Umstrukturierung schreitet planmäßig fort. Wir hatten - ausgehend von 2.700 Mitarbeitern - vor einem halben Jahr den Abau von 320 Arbeitsplätzen gemeldet. Nun liegt die Zielmarke wohl noch etwas tiefer. Von 2.627 Jobs sollen noch 300 abgebaut werden - und außerdem soll die Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Wochenstunden erhöht werden. Offenbar hat in der Zwischenzeit auch eine deutliche Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland stattgefunden, was wir allerdings nicht zweifelsfrei nachvollziehen können.

weitere 50

 22.06.2006 E-Plus, Mobilfunkanbieter, das ManagerMagazin fürchtet massiven Stellenabbau - E-Plus dementiert. Angeblich sollen bis zu 1.400 der 3.000 Stellen gefährdet sein. Wir warten noch ab.

Vorwarnung

 22.06.2006 Moeller, Elektrotechnik, Bonn, die Produktion in Dausenau wird aufgegeben und in das Werk Holzhausen verlegt. Die Produktion wird dabei mit dem Ziel des Arbeitsplatzabbaus optimiert. In Der Umfang der dadurch zur Disposition stehenden Stellen istnoch offen. In Holzhausen sind derzeit 370, in Dausenau 230 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt hat Moeller 8.400 Mitarbeiter. 80 davon sollen in der Zentrale eingespart werden. Wir schätzen, dass die Zusammenlegung der Fertigung weitere 60 Jobs kosten wird.

 80
+geschätzt 60

 22.06.2006 dpa, Nachrichtenagentur,  hat im letzten Jahr 32 Stellen abgebaut.

32

 22.06.2006

Allianz-Konzern, Geld, Welt,

ganz langsam hatten wir unsere Schätzungen für den Stellenabbau durch Umstrukturierung bei der Allianz von ursprünglich 3.000 auf 6.000, dann auf 8.000 und zuletzt auf 10.000 erhöht, und daneben einen Abbau von 1.500 Stellen bei der Dresdner Bank vorhergesagt. Nun hat die Konzernleitung grünes Licht für den Abbau von 7.500 Stellen - 5.000 im Versicherungskonzern, 2.500 bei der Dresdner Bank erhalten.

Der Versuch, die plötzlich um 4.000 Stellen niedrigeren Zahlen zu verstehen, ist nicht so einfach und muss in Teilen Spekulation bleiben.

Festgehalten werden kann:
  • Die Zahl der Allianz Mitarbeiter in Deutschland ist in den Pressemeldungen zwischen April 2006 und Juni 2006 von 40.000 auf 38.000 geschrumpft.
    (Hier finden sich möglicherweise die ersten 2.000)
  • Alleine die Sachversicherung der Allianz hatte noch Ende 2004 über 20.000 Außendienstmitarbeiter - im Juni 2006 heißt es, die gesamte Allianz Gruppe hätte in Deutschland 11.000 selbständige Außendienstmitarbeiter.
  • Das Einsparungsziel des Versicherungskonzerns liegt bei 600 Millionen jährlich.
    (Das ist mit dem Abbau von 5.000 Mitarbeitern nicht zu schaffen)
  • Die Zahl der Standorte des Versicherungskonzerns soll von 21 auf 10 reduziert werden.
Wir glauben, dass die jetzt angegebenen Einsparungszahlen an Personal nur einen Teil der insgesamt getroffenen, aber noch nicht umgesetzten Maßnahmen betreffen - und halten die von uns fortgeschriebenen Zahlen nach wie vor für realistisch.

 Kleingerechnet?

 21.06.2006 Casserole, Feinkost, Bochum-Düsseldorf.-Neuss, hta Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 300 Beschäftigte in über 60 Läden und Bistros in NRW und Bremen.

300

 21.06.2006 Evangelische Kreditgenossenschaft (EKK), kircheneigene Bank, Kassel,  nach der Fusion mit der ebenfalls kirchlichen Bank Acredo in Nürnberg (2005) sollen nun die Synergien gehoben werden. Von 330 Mitarbeitern in 13 Filialen wurde für 45 ein Sozialplan aufgestellt. In Verbindung mit den vorläufigen Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen ist damit zu rechnen, dass bis zum Stichtag auch die Fluktuation nicht ersetzt wird.

mindestens 45

 21.06.2006 Pinneberg, Landkreis, eine großangelegte Ämterfusion soll Stellen sparen.  Das Amt Bönningstedt mit den Gemeinden Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt und das Amt Pinneberg-Land mit den Gemeinden Tangstedt, Kummerfeld, Prisdorf und Borstel-Hohenraden werden zum Amt „Pinnau“ fusioniert. Von insgesamt 59 Beschäftigten sollen in Laufe der nächsten Jahre16 Mitarbeiter in Rente gehen. Die sollen nicht ersetzt werden.

16

 21.06.2006 Hamburger Bank, Volksbank Hamburg, fusionieren zur Hamburger Genossenschaftsbank, alle 44 Filialen sollen bestehen bleiben. Den 519 Mitarbeitern wurde zugesichert, dass es nicht zu fusionsbedingten Kündigungen kommen wird. Wir rechnen allerdings mit einem schönen Synergieeffekt von 35 Stellen.

geschätzt 35

 21.06.2006 Thüringen, Bundesland, reformiert die Polizei und streicht 400 Stellen. Nach bisher 7.400 angekündigten Stellenstreichungen halten wir dies für eine zusätzliche Maßnahme und erhöhen die Arbeitsplatzvernichtungsanteil dieses Bundeslandes auf 7.800

 weitere 400

 21.06.2006 Arcelor, Stahl, Europa, der russische Stahlriese Serverstal will Arcelor schlucken und damit der unfreundlichen Übernahme durch Mittal Steel zuvorkommen. Die Anteilseigner haben Zustimmung signalisiert. Die Folge: Nach Einschätzung der Gewerkschaft werden in Deutschland 3000 Stellen gestrichen. Hauptsächlich betroffen die Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt.  absehbar 3.000
 21.06.2006 Ostallgäuer Kreiskliniken Buchloe, Marktoberdorf, Obergünzburg und Füssen sollen mit dem Klinikum Kaufbeuren fusionieren. Im Vorfeld wurden bereits 91 Stellen abgebaut.

91

 

 Achtelfinale im Staatstheater
Was während der Fußballweltmeisterschaft von den politisch Verantwortlichen auf den Weg gebracht wird, darf nicht einfach so untergehen.
Lesen Sie also im aktuellen Aufsatz über

  • das geheim gehaltene Expertenpapier zur Rente mit 67,
  • über die skurrilen Ansätze zur Gesundheitsreform,
  • über das inzwischen verabschiedete Elterngeld und
  • über das von der Union beschlossene Kombilohnmodell -

    und zu guter Letzt
  • den Start der neuen Rubrik

    "Neues vom gordischen Knoten"

Hier ist der Link:

http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14070Achtelfinale.html

 
 20.06.2006 Allianz, Versicherungen, Welt, wie von uns schon am 3 Mai angenommen, geht es bei der Allianz um den Abbau von rund 10.000 Jobs. (Arbeitsplätze derzeit: 177.000 weltweit, 38.000 in Deutschland - 11.000 "selbständige" Vertreter), letzte Klarheit wird es am Donnerstag geben.

Bestätigung

 20.06.2006

Siemens, Bank mit angeschlossener Elektrowerkstatt, Welt, schmeißt die eigene Netzwerksparte in ein von Nokia geführtes, neues Unternehmen, also aus dem Konzern hinaus.  Weltweit gibt Siemens mit dieser Sparte 37.000 Jobs auf. Davon entfallen 12.000 auf deutsche Mitarbeiter.

Von Nokia kommen 23.000 Beschäftigte - und von den so zusammengeworfenen 60.000 werden 9.000 den Job verlieren.

folgerichtige Entscheidung

 19.06.2006 HIB (Dräxlmaier Gruppe), Automobilzulieferer, Böblingen, das Logistikzentrum in Böblingen wurde "über Nacht" leergeräumt. 146 Stellen sind futsch.

146

 19.06.2006 Deutsches Handwerk, statistische Werte, Ende März waren im zulassungspflichtigen Handwerk 2,6 Prozent weniger Menschen beschäftigt als im Vorjahresmonat, so das Statistische Bundesamt.
Wir haben diese 133.000 Arbeitsplätze bereits berücksichtigt.

bereits berücksichtigt

 19.06.2006 S & J (Springer & Jacoby), Werbeagbentur, Hamburg, hat in den letzten 12 Monaten 70 Mitarbeiter abgebaut (und jetzt noch 350).

70

 19.06.2006 Uniklinik Mainz, Gesundheitswesen, Mainz, zur Kompensierung der Mehrkosten aus dem Tarifabschluss sollen Stellen abgebaut werden. Es geht um jährlich rund 10 Millionen Euro. Kopfzahlen wurden nicht genannt, lassen sich aber abschätzen.

geschätzt 300

 19.06.2006 Zwickau, Kommune, 267 von 1.409 Stellen werden gestrichen - und dann wird über den Verlust von Arbeitsplätzen gejammert.

267

 19.06.2006 VW, Automobile, Welt, endlich kommt der mediale Aufschrei: 30.000 Jobs stehen auf der Kippe! Nun, auch das ist imer noch nur ein Teil der Wahrheit. Die Ziele der Kostensparprogramme, die seit zwei Jahren aufgelegt und immer weiter verschärft wurden, sind nur einzuhalten, wenn die ehemalige Belegschaft des VW-Konzerns in Deutschland (186.000 vor zwei Jahren) bis Ende 2008 auf unter 120.000 gedrückt wird.

noch nicht einmal
die halbe Wahrheit

 19.06.2006 Engelmann, Autozulieferer, ist nach Insolvenz von Schefenacker übernommen worden. 150 Beschäftigte wurden unbefristet übernommen.
Wir korrigieren unsere Arbeitsplatzverlustmeldung um diese 150.

doch erhalten
- 150

 19.06.2006 OBI, Heimwerkerbedarf, Heppenheim, wird geschlossen. 30 Mitarbeiter verlieren den Job.

30

 19.06.2006 Blessof GmbH, Briefhüllen, Pfullingen, der Hauptstandort Pfullingen wird geschlossen. Wo und wie es weitergeht ist noch offen.

 ?

 16.06.2006 Schott, Glas, Welt (Mainz), nach Stellenstreichungen in Mainz und Jena in 2004 und 2005 wird nun der Standort Meiningen geschlossen. Das kostet 50 Arbeitsplätze.

 50

 16.06.2006 Winterthur, Versicherungen, Schweiz, DBV-Winterthur, Wiesbaden, die Winterthur-Versicherungen sind an die französische AXA verkauft worden.
Da Winterthur und AXA jeweils alle Sparten abdecken, können Daten und Systeme mit relativ geringem Aufwand vereinheitlicht werden. Im Grunde hat AXA nur die Policen und die mit der Abwicklung laufender Geschäftsvorfälle betrauten Mitarbeiter gekauft - der Rest erweist sich mittelfristig als überflüssig. Von den 19.000 Winterthur-Beschäftigten arbeiten 4.700 in Deutschland. Bereits im April 2005 waren bei den deutschen Winterthur-Gesellschaften in Wiesbaden 550 Stellen abgebaut worden. Jetzt muss damit gerechnet werden, dass weitere 20 Prozent der Jobs verloren gehen.

geschätzt 940

 16.06.2006 Wella, Haarpflegeartikel, Hünfeld, knapp 2 Jahre nach der Übernahme des Familienunternehmens durch den US-Multi Procter & Gamble steht der Standort Hünfeld (1200 Mitarbeiter) in direkter Konkurrenz zu einem Standort in England. Den Mitarbeitern in Hünfeld werden derzeit unter hohem Zeitdruck Auflösungsverträge angeboten. Nach der Streichung von 71 Jobs in 2004, die wir nachzumelden haben, ist nun das Aus für Hünfeld absehbar - die Marke Wella wird in Deutschland garantiert weiter verkauft, ganz egal, wo auf dem Globus die Rezepturen angemischt und abgefüllt werden.

1.271

 16.06.2006 Charles Vögele, Mode, Sigmaringen,  17 Mitarbeiter müssen gehen.

 17

 16.06.2006 TUI, Reiseveranstalter, 400 von 2000 Stellen in der Touristik-Sparte in Deutschland werden abgebaut. Der Jahresgewinn des Konzerns soll um 210 Millionen steigen. 50 Millionen Euro sollen von der deutschen Belegschaft geholt werden.

400

 14.06.2006 EWG Alzey und Stadtwerken Kirchheimbolanden, kommunale Versorger, kooperieren und schaffen Synergieeffekte. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen, wir schätzen, dass die Fluktuation das ihre tut, um die Synergien wirken zu lassen.

 geschätzt 20

 14.06.2006 Schimmel, Pianos, Braunschweig, Umstrukturierung führt zur Kündigung von 46 der 202 Mitarbeiter - der Mittelstand hat kein Geld mehr für Klimbim, es werden nur noch Premium-Instrumente für die Oberklasse gebaut.

46

 14.06.2005 Signal Iduna, Versicherungsgruppe, der Rekord-Gewinn aus 2005 soll bis 2010 durch Einsparungen um 200 Mio € gesteigert werden. Im letzten Jahr wurden bereits 600 Jobs abgebaut, das hat sich ausgewirkt. Aber um weitere 200 Mio zu sparen, reichen die 100 für 2006 angekündigten Stellenstreichungen bei weitem nicht aus. Wir schätzen, dass zusätzlich 2.500 Jobs geopfert werden sollen.

 in 2005: 600
in 2006: 100
bis 2010, geschätzt

weitere 2.500

 14.06.2006 LTU, Wöhrl-Fluglinie, Frankfurt, 2800 Mitarbeiter sind zu viel, um ordentliche Gewinne einfliegen zu können. Nachdem ein freiwilliger Gehaltsverzicht nicht zu erreichen war, kommt jetzt die Brechstange, Wöhrl droht mit Entlassungen. Wir sehen uns in unserer Prognose vom März bestätigt:
LTU, künftiger Billigflieger, der neue Eigner Wöhrl verlangt 55 Millionen Ergebnisverbesserung, sonst will er den Laden dicht machen. 15 Millionen sollen von den 2,700 Mitarbeitern durch Lohnverzicht, weitere 15 Millionen aus Synergien mit der dba kommen. Das sind jeweils geschätzt 350 Jobs - die dafür geopfert werden müssen. 

 Bestätigung

 14.06.2006 Pfleiderer, Holzverarbeitung, will ggfs. die Produktion kürzen, wenn sich der Gewinn dadurch steigern lässt. Über den Abbau von Arbeitsplätzen wird offen gesprochen - nur nicht über den Umfang. Gleichzeitig wird berichtet, die Inbetriebnahme des Spanplattenwerkes in Russland stehe kurz bevor, und im Süden der USA soll ein neuer Standort entstehen, wenn also Produktion im Ausland aufgebaut wird - und insgesamt die Produktion gekürzt werden soll, dann dürfen sich die Menschen, die in Deutschland für Pfleiderer arbeiten warm anziehen. Wir schätzen, dass in Deutschland bis Ende 2008 ca. 500 Jobs entfallen werden.

 geschätzt 500

 13.06.2006 Schilling, Heizungs- und Sanitärgroßhandel, Hann. Münden, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 32 Mitarbeiter.

 32

 13.06.2006 Georg von Opel, Autohändler, Frankfurt, hat nun doch Insolvenz beantragt. Nun sind alle 750 Arbeitsplätze betroffen. 75 hatten wir schon im Vorfeld als verloren angesehen, bleiben 675 nachzumelden.

 675

 12.06.2006 Drinks & Food, Großhandel Zigaretten/Spirituosen, Berlin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind über 200 Mitarbeiter, rund 100 davon in Deutschland.

100

 12.06.2006 Obererzgebirgische Posamenten- und Effekten-Werke (OPEW), Textilien, Annaberg, hat Insolvenz beantragt.  Betroffen sind 82 Mitarbeiter.

82

 12.06.2006 Olaf Wurstwaren, Weißwasser, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 370 Mitarbeiter.

370

 12.06.2006 COS Distribution, Computersysteme, 70 von 280 Arbeitsplätzen in Deutschland werden gestrichen.

70

 01.06.2006

Haben Sie das auch gehört, gesehen, gelesen?
Die Arbeitslosigkeit ist unerwartet stark zurückgegangen.

255.000 Arbeistlose weniger als vor einem Monat, 349.000 weniger als vor einem Jahr.

aber gleichzeitig haben die Mitglieder der RotSchwarzen Koalition beschlossen, das Tempo und die Grausamkeit ihres sozialpolitischen Amoklaufs zu vergrößern. Massive Leistungskürzungen und härtere Strafen für die sogenannten "Arbeitsverweigerer" werden gefordert und ins Gesetzbuch geschrieben.

Ist das nicht ein Widerspruch?

Es ist keiner. Es zeigt nur, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, die Wahrzeit zu sagen.

Wahr ist zum Beispiel auch, was die Bundesagentur in ihrem aktuellen Monatsbericht auf den Seiten 2 und 3 der pdf.Version berichtet:

"...die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Die erste vorläufige Hochrechnung für den März ergibt 25,91 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 88.000 oder 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr."

"Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im März 4,92 Mio betragen, 194.000 mehr als vor einem Jahr."

"In Arbeitsgelegenheiten waren im März etwa 278.000 Arbeitslosengeld II-Empfänger beschäftigt, 133.000 mehr als vor einem Jahr."

Denken Sie sich dabei, was immer sie wollen, aber kommen Sie nicht auf die Idee, zwischen Mai 2005 und Mai 2006 seien 349.000 reguläre Arbeitsplätze entstanden.

Davon gibt es nämlich 88.000 weniger, und auch das klingt noch viel weniger schlimm, als es ist, denn auch innerhalb der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nehmen die Teilzeitstellen stärker zu als die Vollzeitstellen ab. Und praktisch alle Beschäftigten haben inzwischen Lohn-Einbußen hinnehmen müssen. Sei es durch die Streichung von Weihnachts- und Uraubsgeld, sei es durch die Verlängerung der Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich oder durch direkte Lohnkürzungen, oder durch alles zusammen.

Unter dem Strich könnte die Wahrheit auch so formuliert werden:

"Der Anteil derjenigen Deutschen an der Gesamtbevölkerung, die inzwischen gezwungen sind, miserabel bezahlte Arbeitsverhältnisse und sogenannte Arbeitsgelegenheiten anzunehmen, wenn sie ihr nacktes Überleben sichern wollen, ist weiter gestiegen. Die Koalition tut alles, um diese - für die am Wirtschaftsstandort Deutschland zockenden Global Player erfreuliche - Entwicklung, nach Kräften zu unterstützen."

Hintergrund
 02.06.2006 Evangelischen Kirchengemeinde Herscheid, Seelenheil,  schrumpfende Einnahmen, drohende Kündigungen. Über 130.000 Euro fehlen jährlich, bei den niedrigen Gehältern im Kirchendienst schätzen wir, dass mindestens 5 Stellen wegfallen.

 geschätzt 5

 02.06.2006 Dematic, ex-Siemens L&A, Offenbach,  160 Mitarbeiter sollen entlassen werden.

 160

 02.06.2006 FEAG, Anlagenbau (Siemens-Tochter?), Erlangen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 600 Beschäftigte.

600

 02.06.2006 Schleuter, Maschinenbau, Oyten, 46 von 92 müssen gehen. So das Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters.

 46

 02.06.2006 Spirituosenfabrik Zahna, Zahna, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 210 Mitarbeiter.

 210

 02.06.2006 AWS, Achslagerwerk, Staßfurt, hat nun Insolvenz beantragt. Am 27.3. schätzten wir noch, das Werk werde mit einem Abbau von 50 Stellen davonkommen. Damals gab es noch 245 Mitarbeiter. Nun sind die letzten 200 (170 in Staßfurt, 30 in Magdeburg) betroffen. wir melden 195 nach.

 weitere 195

 01.06.2006 Hans Rüster GmbH & Co KG,  Feinschneid- und Feinstanzteile, Deggingen, entlässt 42 von 155 Mitarbeitern.

42

 01.06.2006 Eggerath GmbH Co. KG, Möbelwerk, Heinsberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 300 Mitarbeiter in Heinsberg, 180 in Mühlberg, 100 in Köthen.

580

 01.06.2006

Georg von Opel, Autohandel,  Neu-Isenburg, 5 der 26 Betriebe werden geschlossen. (Bad Nauheim, Kronberg, Ortenberg, Neu-Isenburg, Kelsterbach). Es soll keine Entlassungen geben, die Mitarbeiter werden auf die verbleibenden Häuser verteilt.

Aber es ist abzusehen, dass die Arbeitsplätze bei der von einem ausländischen Investor übern ommenen Gruppe mittelfristig durch die Fluktuation doch verschwinden werden. Wir schätzen: 75

 geschätzt 75

 01.06.2006 Commerzbank, Geldschöpfung, jüngste Sparpläne lassen vermuten, dass 3000 Stellen in Deutschland gefährdet sind, während im Ausland neue Jobs geschaffen werden sollen. Wir glauben allerdings, dass es sich dabei um Pläne handelt, die schon älter und von uns längst gemeldet sind. Verwirrend dabei: vor knapp einem Jahr hieß es: Insgesamt beschäftigt die Commerzbank weltweit 32.600 Mitarbeiter, davon 25.000 in Deutschland (und davon waren nach unseren Erkenntnissen seinerzeit bereits 2.600 von Abbaubeschlüssen betroffen). Nun heißt es: In den vergangenen vier Jahren hat die Bank bereits über 6500 Jobs gestrichen. Zuletzt beschäftigte die Commerzbank so gut 35.500 Mitarbeiter, davon mehr als 27.000 im Inland.
Wir können das nicht vollständig schlüssig nachvollziehen. Wissen aber, dass die Übernahme der Eurohypo durch die Commerzbank die Mitarbeiterzahlen kurzfristig nach oben gehoben hat, wie am 18.11.2005 gemeldet:
Eurohypo, Hypothekenbank, u.a. aus der Lübecker Hypothekenbank, damals einer Tochter der Deutschen Bank hervorgegangen, hat die Euro-Hypo nachdem erst die Allianz/Dresdner Bank als Mitgesellschafter eingestiegen waren nun bei der Commerzbank eine neue Heimat gefunden. Für 4,56 Milliarden Euro kauft die Commerzbank die Schulden großer und kleiner Häuslebauer und hofft darauf, daran - und an den erwarteten Synergieeffekten Geld zu verdienen. 100 bis 130 Millionen Euro sollen jährlich gespart werden. Das entspricht rechnerisch rund 3000 Arbeitsplätzen, das wiederum bedeutet, dass zwar alle 2400 Eurohypo Mitarbeiter übernommen, die Commerzbank in Deutschland also kurzzeitig auf knapp 28.000 Mitarbeiter anwachsen wird, bis 2008 aber auf rund 25.000 zurückfallen will.

Insofern sehen wir uns mit unseren bisherigen Meldungen bestätigt.

kalter Kaffee

ARCHIV Ankündigungen vom 01.03.2006 bis 31.05.2006

421.795

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.12.2005 bis 28.02.2006

198.631

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2005 bis 30.11.2005

 362.963

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.07.2005 bis 30.09.2005

189.709

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2005 bis 30.06.2005

268.025

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach
Korrektur 82.279
)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

3 6.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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-------------

 95.235

410148