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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.10.2005 bis 30.11.2005

61 Tage

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EWK-Verlag

362.963

 30.11.2005 Musikhaus Robert, Lübeck, wird geschlossen. Damit gehen 15 Arbeitsplätze verloren.

15

 30.11.2005 Kauftreff, Lebensmittelmarkt, Jugenheim, weil die Kunden ausbleiben und die Schulden wachsen, droht die Schließung. Insgesamt gehen 10 Arbeitsplätze verloren (5 sind schon abgebaut).

10

 30.11.2005 Unilever, Brotaufstriche usw., Hamburg, Die Zahl der Marken ist von 1.600 auf 400 geschrumpft worden, nun stellt sich die Frage, wie viele Mitarbeiter der Umstrukturierung zum Opfer fallen werden. Europaweit geht es um 2.500 Mitarbeiter, deren Jobs - hauptsächlich nach Osteuropa - ausgelagert werden. In Hamburg sind 350 Mitarbeiter betroffen.

 350

 30.11.2005 Entegris Europe GmbH, Pumpen/Ventile, Bad Rappenau, der US-Investor schließt den Standort Raqppenau. 78 Mitarbeiter verlieren den Job.

78

 30.11.2005 MaBo, Metallverarbeiter, Oberreichenbach, hat Insolvenz beantragt. Der Insolvenzverwalter glaubt, die meisten der 96 Arbeitsplätze retten zu können. Tatsächlich sieht es nicht schlecht aus, für die Auffanggesellschaft, die den Betrieb weiterführt.

es wird wohl gut gehen

 30.11.2005 Happich, Nutzfahrzeugzulieferer, Wuppertal, will in er Logistik sparen und hat 40 Mitarbeitern gekündigt. Die konkreten Pläne sehen jedoch so aus, dass bald die komplette Produktion nach Osteuropa verlagert wird. Das heißt, das 280 Mitarbeiter bangen müssen. Wir bleiben dran.

 40

 30.11.2005 Bundesrepublik Deutschland, demokratischer und sozialer Bundesstaat, am 23.11. mussten wir noch schätzen - und kamen auf 5.850 Beamtenstellen, die von Schwarz-Rot beim Bund aufgegeben werden sollen. Nun ist die Zahl raus. 1 Milliarde Euro muss beim Verwaltungsapparat des Bundes gespart werden, und das kostet (angeblich nur) 8.000 Stellen. Immerhin 2.150 mehr als von uns geschätzt.

weitere 2.150

 29.11.2005 Real Consultant, Unternehmensberatung, Worm, hat Insolvenz beantragt. Von den dreißig Angestellten sind 20 bereits gegangen.

30

 29.11.2005 Allgemeine Anlagenvermittlungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH AVB, Euro-Gruppe, Würzburg, hat Insolvenz beantragt. Es handelt sich bei der AVB um das Vertriebsunternehmen der EURO-Gruppe. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, ist unklar. Möglicherweise soll hier auch nur ein in Verruf geratenes Unternehmen geschlossen werden, um mit den gleichen Methoden unter neuem Namen weiter zu arbeiten.

??

 29.11.2005 Krankenhaus Sindelfingen, Gynäkologie und Geburtshilfe werden geschlossen. Betroffen sind über 30 Mitarbeiter.

31

 29.11.2005

Niedergelassene Ärzte - Gesundheitsreform

Die Pläne der immer-noch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, sich in die Honorarabrechnungen für Privatpatienten einzumischen, bringt die Ärzte auf die Palme. 130.000 Arzthelferinnen werden arbeitslos, wenn die Honorare der Privatpatienten sinken. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Blitzumfrage von "Facharzt.de".

Nun, die Beschlüsse sind noch nicht gefasst, die Arzthelferinnen dürfen noch hoffen, aber es gibt in diesem Zusammenhang eine andere, inzwischen bestätigte Zahl, die wir einfach nicht ignorieren können:

"Wir sind uns sicher, dass wir auch dieses mal mit unseren Zahlen eine ziemlich exakte Prognose abgeben", meint der Facharzt.de-Chefredakteur Dr. med. Bernd Guzek zu diesem Ergebnis. "Bei unserer ersten Umfrage Anfang 2004 kamen wir zu dem Ergebnis, dass rund 140.000 Stellen in deutschen Arztpraxen wegfallen würden. Das brachte Facharzt.de wegen "Böswilligkeit" direkt ins später zurückgezogene 'Schwarzbuch Gesundheit' des BMGS. Ein Jahr später bestätigten unsere Leser in einer Kontrollumfrage die Prognose - die Arbeitsplätze waren weg". Dies wird von den Interessensverbände der Arzthelferinnen bestätigt, die im letzten Jahr einen massiven Stellenabbau nach Inkraftreten der Gesundheitsreform meldeten.

Wir haben nachzutragen 140.000 - und warnen in der gleichen Größenordnung vor.

140.000


und dass diese 140.000
nun in den Merkelfaktor eingehen ist auch nicht schlimm.

 29.11,2005 Bierbrauerei Frankenheim, Neuss-Holzheim,  wurde von Warsteiner zu 60% übernommen und verliert in Folge 75 der ehemals 150 Arbeitsplätze. 25 sind schon weg, weitere 50 müssen noch gehen.

75

 29.11.2005 Witzig & Frank, Maschinenbau, Offenburg, Kostensenkung durch Arbeitsplatzvernichtung. 64 von 265 Mitarbeiter werden überflüssig. Das Witzig & Frank von Thyssen Krupp an den US Konzern Maxtor verkauft wurde, soll angeblich damit nichts zu tun haben.

64

 29.11.2005 JVC, U-Elektronik, Berlin, die Japaner schließen ihre Videogeräte Fabrik in Berlin. Das kostet 235 Arbeitsplätze.

235

 29.11.2005 Securitas Geld- und Werttransport, Düsseldorf, wurde an die Konkurrenz (Heros) verkauft. Dort gibt es (wenn überhaupt) nur ganz wenige Betriebsräte und auch wenig Kohle für die Beschäftigten. Insgesamt sind von dem Verkauf rund 1.600 Mitarbeiter betroffen. Es geht halt immer noch ein bisschen billiger. Ob es zu Entlassungen kommt, ist unklar.

 ?

 29.11.2005 Aachen-Münchener Versicherung, Aachen, die AM baut in Aachen 159 Stellen ab

159

 29.11.2005 Nahverkehr, Bundesbahn und Wettbewerber, die geplante Kürzung der Bundeszuschüsse für den Nahverkehr führt unweigerlich zu Einschränkungen in der Streckenbedienung und damit zu Personalabbau. Die Bahngewerkschaft Transnet rechnet damit, dass dadurch 8.500 Arbeistplätze bei den Verkehrsanbietern akut bedroht sind. Von Zulieferern ist dabei noch gar nicht die Rede. Wir glauben, dass die Kürzungen nicht mehr zurückgenommen werden und melden die 8.500

8.500

 25.11.2005 RAG, Deutsche Steinkohle, Bergbau, erst im Mai 2004 hatte man sich auf einen weiteren Abbau der Steinkohleförderung und der Kohlesubventionen geeinigt. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 wollte der Bund (Rot-Grün) 15,87 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, die Jahres-Fördermenge sollte von 26 auf 16 Millionen Tonnen und die Zahl der Beschäftigten von 44.000 auf 20.000 gesenkt werden. Das war bereits eine Reduzierung um 16.000 Kumpels gegenüber den alten Subventionsvereinbarungen.
Schwarz-Rot will sich nur an die rechtsverbindlichen Zusagen halten, die nur bis 2008 reichen. Dann sollen die Subventionen - und damit die Arbeitsplätze im Bergbau ganz wegfallen. Die SPD will noch irgendwie einen "Sockel" erhalten.
Es wird vermutlich im nächsten Jahr einen Kompromiss geben, wir rechnen damit, dass es bis 2012 dann nur noch 10.000 statt 20.000 Kohle-Jobs geben wird. Sollte es noch schlimmer kommen, müssen wir halt wieder nachmelden.

 geschätzt 10.000

 25.11.2005 Magic & More, Textilhandel, Raunheim, wird geschlossen. Betroffen sind 15 Mitarbeiter (6 Regulär, 2 Azubis, 7 Praktikanten - an den Personalkosten kann es also nicht gelegen haben).

15

 25.11.2005 Aero Flight, Luftfahrt, am 2. 11. hatten wir gewarnt, nun ist die Insolvenz beantragt. 300 Jobs sind futsch.

Bestätigung

 25.11.2005 Hotel - Restaurant Royal, Elmshorn, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 30 Mitarbeiter.

30

 25.11.2005 Volks- und Raiffeisenbanken Kreis Pinneberg, im April schätzten wir, die Zusammenlagung des Schenefelder und Halstenbeker Genossenschaftsinstituts mit der "großen Schwester" in Pinneberg würde 16 Jobs kosten, nun sind es 18 geworden. Melden wir halt 2 nach...

weitere 2

 25.11.2005 Kraft Foods, Käse, Majo usw., Bremen, in Bremen fallen 300 Stellen weg. 210 in Verwaltung und Verkauf, die übrigen in der Produktion in Hemelingen. Die Verkaufsabteilung wird verschlankt, die Finanzverwaltung in die Slowakei ausgelagert.

300

 25.11.2005 Dresdner Bank, Allianz-Tochter, kaum meldeten wir am 11.11., dass die Allianz insgesamt 8.000 Jobs vernichten will, davon 2.000 bei der Dresdner Bank schon wird draufgelegt. Bis zu 3.000 sollen es jetzt bei der Dresdner Bank werden.

weitere 1.000

24.11.2005 Coyote Café, Hannover, ist insolvent. Den 25 Mitarbeitern wurde gekündigt. 

 25

 24.11.2005 ihrpartner Deutschland GmbH, IT Dienstleister, Jülich, Frankfurt, München, hat Insolvenz beantragt.Die Zahl der Mitarbeiter konnte noch nicht ermittelt werden.

 ??

 24.11.2005 Hannoversche Landeskirche, Seelenheil, ev., 80 Millionen Euro müssen gespart werden. Das geht nicht ohne Stellenabbau. Die smarte Talk-Show-Bischöfin Margot Käßmann, will die Versorgung ihrer 3,1 Millionen Schäfchen mit Seelenheil, Nächstenliebe und anderen standardisierten sakralen Dienstleistungen offenbar effizienter gestalten. Pastorenstellen werden abgebaut,. Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Verwaltung verschlankt. Ziel: Rund ein Drittel der insgesamt 28 000 Stellen der Landeskirche sollen bis 2010 wegfallen. Im Juli war von 9.000 die Rede. Rund ein Drittel von 28.000 - das soll heißen: Mehr als ein Drittel, wir melden also 500 nach.

weitere 500

 24.11.2005 CNH (ehem.Orenstein & Koppel), Baumaschinen, Berlin, das Werk in Spandau wird geschlossen. 500 Mitarbeiter verlieren den Job. Der ausländische Investor (FIAT) will lieber die eigenen Fabriken in Imola auslasten.

500

 23.11.2005 Die Rostocker, Fleischwarenproduktion, Rostock-Hinrichsdorf, hat Insolvenz beantragt. Grund Absatzeinbruch und rund 75 Prozent. Dass der Betrieb noch weiter läuft, ist eher ein Ein-Tags-Wunder, als eine Hoffnung auf das Überleben. Die Leute kaufen Holz, statt Heizöl, Margarine statt Butter und Kartoffeln, statt Fleisch. Betroffen sind insgesamt 209 Beschäftigte.

 209

 23.11.2005 Paris Bar, Promikneipe, Berlin,  hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind "geschätzt" 20 Mitarbeiter.

geschätzt 20

 23.11.2005 Spedition Gulbinat, die Involvenz haben wir bereits am 16.11. gemeldet, allerdings erfahren wir heute, dass das Unternehmen nicht 90, sondern insgesamt 120 Mitarbeiter beschäftigte. Wir haben 30 nachzumelden.

 weitere 30

 23.11.2005 Clariant, Chemie, Höchst-Sulzubach, rund 30 Millionen Euro müssen gespart werden, hieß es, im Aufruf zum Verbesserungsvorschlag. Die Beschäftigten haben sich den Kopf zerbrochen und 5.000 Vorschläge eingereicht. 500 davon werden umgesetzt. Ziel erreicht: 33 Millionen Euro Ersparnis werden erreicht. Dass dabei 177 der 1000 Arbeitsplätze verloren gehen, ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden.

177

 23.11.2005 Mecklenburg-Vorpommern, Bundesland,  Forstverwaltung, 33 Forstämter mit rund 1.800 Mitarbeitern wird eine eigenständige Gesellschaft - und die baut Arbeitsplätze ab, bis 2009 sollen 536 wegfallen. Wieder eine Konkretisierung des Stellenabbaus im Bundesland.

Konkretisierung

 23.11.2005 Paketpost, DHL, Post, Postbank, wer gehört wem, wer macht was, wer baut welche Filiale ab? Nun soll das Filialnetz noch weiter ausgedünnt werden . Das hilft in erster Linie die privaten Paketdiensten, meint ver.di

 Vorwarnung

 23.11.2005 Werdohl, Kommune, 204 Beschäftigte hat die Gemeinde noch, bis 2015 sollen es nur noch 186 sein.

 18

 23.11.2005 Herbrechtingen, Kommune, „Wir können uns die städtische Jugendarbeit nicht mehr leisten“, ist der Bürgermeister überzeugt und schließt das Jugendhaus. Die beiden Mitarbeiter verlieren den Job.

 2

 23.11.2005 Bundesrepublik Deutschland, demokratischer und sozialer Bundesstaat, Weihnachtsgeld streichen, Wochenarbeitszeit verlängern - und nun sollen auch noch weiterer Stellenabbau und Entlassungen bei der Beamtenschar des Bundes beschlossen werden. Das Begleitgesetz zum Haushalt 2006 ist wohl schon in Arbeit. Den Umfang haben wir zunächst zu schätzen.
Denn verwundert nehmen wir die neuerliche Ankündigung zur Kenntnis, nachdem bereits die Regierung Schröder im Juni 2004 beschlossen hatte, 3,9 Prozent der 300.000 Bundesbeamten abzubauen, wir meldeten damals 11.700 Jobs als absehbar verloren. Nun, Angi will die Arbeitslosigkeit intensiver bekämpfen, als Gerhard Schröder, da legen wir vorsichtshalber nochmals die Hälfte drauf - weitere 5.850 - und bleiben am Ball.

 geschätzt
weitere 5.850

 23.11.2005 KarstadtQuelle, Einzelhandel, Versandhäuser Quelle und Neckermann, es darf ein Bisschen mehr sein. Die 1.000 abzubauenden Stellen sind nicht genug, heißt es. Das nehmen wir zum Anlass, ganz vorsichtig weitere 200 in die Statistik aufzunehmen, obwohl wir eher mit weiteren 1.000 rechnen.

geschätzt
weitere 200

 23.11.2005 Beiersdorf, Salben, Pflaster usw., Hamburg, in den nächsten drei Jahren sollen die Standorte in Europa reduziert und Arbeitsplätze abgebaut werden. Genaue Zahlen werden noch nicht genannt. Der Hersteller von Nivea, Eucerin, Labello, Florena und Hansaplast hat in Deutschland 4 Werke, drei bis vier (?) Läger und 6.500 Mitarbeiter. Wir rechnen mit dem Verlust von 500 Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten.

geschätzt 500

 22.11.2005 Hapag-Lloyd, Reederei, Hamburg, will die aufgekaufte Konkurrenz "CP Ships" in das eigene Unternehmen integrieren. Dabei wird es Überschneidungen geben die Stellenabbau erforderlich machen. Erwartet werden jährliche Einsparungen von 180 Millionen Euro. Auch die Umflaggung von Schiffen in das deutsche Zweit-(=Billig-)Register ist vorgesehen. Wenn wir annehmen, dass nur ein Drittel der Einsparungen aus Personalabbau und Umschichtung resultieren, und den Anteil der davon betroffenen deutschen Arbeitsplätzen wiederum nur mit einem Drittel ansetzen, würde das einen Personalabbau von mindestens 500 Mitarbeitern bedeuten.

 geschätzt 500

 22.11.2005 Arbeiterwohlfahrt (AWO), Aachen, um Geld zu sparen, müssen Kindertagesstätten geschlossen werden. 24 MitarbeiterInnen müssen gehen.

 24

 22.11.2005 CeWe Color, Filmentwicklungslabor, Weinsheim, die CeWe-Color schließt das Labor in Weinsheim. 100 Mitarbeiter müssen sehen, wo sich für sie neue Entwicklungschancen auftun.

100

 22.11.2005

KarstadtQuelle, Einzelhandel, Versandhäuser Quelle und Neckermann, 1000 Stellen müssen weg, um aus den roten Zahlen zu kommen. Insgesamt hat der Karstadt Quelle Konzern derzeit noch 54.000 Mitarbeiter.Das war eigentlich erst das Ziel für 2008 ...

In 2002 waren es übrigens noch 100.000 -

 1.000

 18.11.2005 Eurohypo, Hypothekenbank, u.a. aus der Lübecker Hypothekenbank, damals einer Tochter der Deutschen Bank hervorgegangen, hat die Euro-Hypo nachdem erst die Allianz/Dresdner Bank als Mitgesellschafter eingestiegen waren nun bei der Commerzbank eine neue Heimat gefunden. Für 4,56 Milliarden Euro kauft die Commerzbank die Schulden großer und kleiner Häuslebauer und hofft darauf, daran - und an den erwarteten Synergieeffekten Geld zu verdienen. 100 bis 130 Millionen Euro sollen jährlich gespart werden. Das entspricht rechnerisch rund 3000 Arbeitsplätzen, das wiederum bedeutet, dass zwar alle 2400 Eurohypo Mitarbeiter übernommen, die Commerzbank in Deutschland also kurzzeitig auf knapp 28.000 Mitarbeiter anwachsen wird, bis 2008 aber auf rund 25.000 zurückfallen will.

 geschätzt 3.000

 18.11.2005 Intermar Malente, Hotel, Malente, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 29 Mitarbeiter.

29

 18.11.2005 Real Consultants, Beratung, Worms, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde - von Mitarbeitern - beantragt. Betroffen sind rund 30 Mitarbeiter.

30

 18.11.2005 Kuka, Industrieroboter, Augsburg, nun gibt es doch Zahlen. Kuka-Roboter beschäftigt derzeit 2.005 Mitarbeiter - ein Verlust von 2,3 Mio Euro in 9 Monaten, Rückgänge bei Auftragseingang und Umsatz um 24 bzw. 37 Prozent fordern ihren Tribut. Wir halten unsere Schätzung vom 16.11. aufrecht. Fünfhundert sind wohl zu erwarten.

 Bestätigung

 18.11.2005 Infineon, Bauelemente, nun soll der Siemens-Ableger noch weiter zerlegt werden. Die Speicherchipsparte soll ausgeliedert und eigenständig an die Börse gebracht werden. Damit gehen 40 Prozent des Umsatzes den Weg ins Ungewisse. Wenn Infineon auch heute Kündigungen verneint - was die neuen Herren beschließen und umsetzen werden, ist deren Bier. Von den rund 12.000 Mitarbeitern in Deutschland werden wohl ca. 4.000 bis 5.000 in der Speichersparte tätig sein. Eine durchschnittliche Abbaurate von 20 Prozent unterstellt, werden damit weitere 800 bis 1000 Jobs verloren gehen. Das ist aber noch reine Spekulation

 Vorwarnung

 18.11.2005 Agresso Deutschland, Software, hat offenbar die Hälfte der Mitarbeiter entlassen und Teile der Aufgaben nach Norwegen verlagert. Wie viele das sind? Wir schätzen: 50

geschätzt 50

 18.11.2005 Epcos, passive Bauelemente, wird bis zu 450 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen.

weitere 450

 18.11.2005 Otis, Aufzüge und Rolltreppen, Neubau und Montage werden an Billig-Subunternehmer ausgelagert, die Montageniederlassungen ausgedünnt. 171 Jobs gehen verloren.

171

 17.11.2005 Zitzmann, Automobilzulierer, Stockheim, der ausländische Investor (Luxfer Group, England) hat beschlossen, die Belegschaft bis zum 31. März 2006 von 170 auf 140 Mitarbeiter zu reduzieren.

30

 16.11.2005 Evangelische Kirche Pfalz, Seelenheil, Speyer, die 16 kirchlichen Verwaltungsämter sollen bis 2010 34 Personalstellen abbauen.

 34

 16.11.2005 Clouth-Werke, Gummi, Köln, werden zum Jahrsende geschlossen. Damit gehen dort die letzten 130 Arbeitsplätze verloren.

130

 16.11.2005 Sony Deutschland, Elektronik, Köln, die Deutschland-Zentrale wird nach Berlin verlegt. Sony Deutschland hatte die Belegschaft in der Domstadt in den vergangenen vier Jahren nahezu halbiert und beschäftigt dort derzeit noch rund 650 Mitarbeiter. Nun sollen weitere Mitarbeiter durch den Umzug abgeschüttelt werden. Wir hatten .- ohne diese konkreten Pläne zu kennen, im September bereits einen Abbau von 100 Jobs bei Sony Deutschland geschätzt - und legen nun weitere 150 drauf.

 weitere
geschätzt 150

 16.11.2005 Kuka, Industrieroboter, Augsburg, die Personalkosten müssen nun auch beim Automatisierungslieferanten um 15 Prozent gesenkt werden. Das ist ein ziemlich schlechtes Zeichen, ungünstig ist auch, dass die aktuellen Personalzahlen nicht herauszufinden sind. Wir müssen als schätzen - und wir schätzen, dass es bei Kuka um rund 500 Arbeitsplätze geht, die in Augsburg, Günzburg und Weingarten abgebaut werden sollen.

geschätzt 500

 16.11.2005 Dolphin Telecom, Funknetzanbieter, Köln, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind z.T. hochkarätig Kunden, wie Bayer, die Berliner S-Bahn und die Bodenabfertigung am Flughafen Frankfurt, sondern auch die Mitarbeiter. Wir schätzen: rund 100

geschätzt 100

 16.11.2005 Spedition Gulbinat, Storbeck, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 90 Mitarbeiter.

90

 16.11.2005 Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Hamburg Mitte, hat Insolvenz beantragt. Angefangen hat das mit dem Krankentransportdienst, der schon im Juli Insolvenz beantragen musste. Ob weitere Arbeitsplätze verloren gehen, ist unklar. Die ehrenamtlichen Helfer arbeiten jedenfalls weiter.

?

 16.11.2005 Maechler-Verlag, Bücher, Altenfeld, hat Insolvenz beantragt. Wir schätzen, dass die Zahl der betroffenen Mitarbeiter bei maximal 3 liegt.

geschätzt 3

 16.11.2005 Erowa Bau, Beeskow, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 109 Mitarbeiter.

109

 16.11.2005 Bosch, Autozulieferer, Hildesheim, die nun wieder umlaufenden Erklärungen über zusätzlichen Stellenabbau entpuppen sich bei näherem Hinsehen als kalter Kaffee. Was jetzt in Hildesheim angepeilt wird, ist schon 2002 verkündet worden.

nichts Neues

 15.11.2005 Mayer & Cie GmbH & Co. KG, Strickmaschinen, Albstadt-Tailfingen, nutzt die natürliche Fluktuation, Teilzeitmodelle, Altersteilzeit und  Kündigungen, um das teure Personal zu entsorgen. 85 von 600 Jobs gehen unter, 55 davon durch Kündigungen.

85

 15.11.2005 Ergo,Versicherungsgruppe, Düsseldorf, will bei den Töchtern Hamburg-Mannheimer, Victoria und Deutsche Krankenversicherung (DKV) rund 200 Millionen Euro, vor allem durch Stellenstreichungen, einsparen. Alleine die Hamburg-Mannheimer wird dabei rund 1.500 Mitarbeiter verlieren. Das haben wir schon im Oktober angekündigt. Aber mit 1.500 Stellen lassen sich keine 200 Millionen einsparen. Da gehen noch mindestens weitere 2.000 Jobs verloren.

geschätzt
weitere 2.000

 14.11.2005 Kirchenkreis Templin-Gransee, Seelenheil, neuer Stellenplan weist viele Stellen aus, die nicht wieder besetzt werden sollen.

?

 14.11.2005 Klinik am Bingert, Krankenhaus, Wiesbaden, morgen wird auf der Personalversammlung vermutlich der Verkauf der Klinik mitgeteilt. Die Anzeichen dafür, und dass der Verlust von 300 Arbeitsplätzen droht, sind kaum noch zu übersehen.

voraussichtlich
300

 11.11.2005 HeidelbergCement AG, Zementwerk Burglengenfeld, zehn Prozent der Arbeitsplätze sollen weg. Aus für bis zu 17 Mitarbeiter.

17

 11.11.2005 Drägerwerk AG, Mischkonzern, Lübeck,die Gewinnsteigerung um zehn Prozent ging mit Umsatzwachstum und Mitarbeiterabbau einher. Die Zahl der Mitarbeiter hingegen gin von 9.700 auf 9600 zurück.

100

 11.11.2005 Allianz, Policen, am 20.09. meldeten wir einen Abbau von geschätzt 3.000 Stellen, am 17.10. gaben wir eine Vorwarnung für weitere 3.000, nun sind es 8.000 Stellen, oder 20 Prozent der gesamt Belegschaft, deren Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, Lohn- und Einkommensteuern künftig in die Taschen der Aktionäre fließen sollen, während der Staat mit ALG I und II die Menschen alimentieren muss, die nichts mehr tun dürfen, während die verbleibenden die Mehrarbeit zu tagen haben. In den 8.000 ist auch ein Abbau von 2.000 Stellen bei der Dresdner Bank enthalten, den wir nicht gesondert melden.
Der Witz: Die Medien melden, dass es den Konzern eine halbe Milliarde Euro kosten wird, die Entlassungen über die Bühne zu bringen - ganz abgesehen davon, dass niemand weiß, was da alles hineingerechnet ist, dass nach diesen Einmalkosten die Gewinne um so heftiger sprudeln wir vornehm vertuscht.

weitere 5.000

 10.11.2005 Realeyes AG, Augenlaserzentren-Holding (was es nicht alles gibt,...), Erlangen, hat.Insolvenz beantragt. Über Personalzahlen ist nichts bekannt. Wir schätzen: Mindestens 3, 1 Vorstand, 1 Sachbearbeiter, 1 Sekretärin.

mindestens 3

 10.11.2005 Verkehrsbetriebe Brandenburg (VBBr), Öffentlicher Nahverkehr, 2 Millionen Euro werden "gespart", der Fahrplan, das Personal und die Löhne werden ausgedünnt. 51 von 182 Stellen sollen bis 2009 entfallen. Weitere "rechnerische" fünf Stellen werden gespart, indem die verbleibenden Fahrer an weiteren 12 Tagen im Jahr nicht arbeiten dürfen und deshalb monatlich 150 € weniger Lohn bekommen.

56

 10.11.2005

EU, Freihandelszone mit Polit-Fassade, Der Europäische Gerichtshof, eine Instanz, die sich ohne jegliche demokratische Legitimation in immer mehr innerstaatliche Angelegenheiten einmischt, hat nach einer Klage der ebensowenig demokratisch legitimierten EU-Kommission gegen die Bundesregierung in schöner Selbstherrlichkeit befunden, dass in Deutschland nun auch Selbstbau-Zigaretten (Sticks + Hülse) wie normale Zigaretten besteuert werden müssen. Das bedeutet nicht nur einen Schlag ins Gesicht für die von Hartz IV sowieso schon gequälten Nikotinsüchtigen im unteren Drittel der Gesellschaft, sondern unweigerlich auch das Ende für mehrere Hundert Arbeitsplätze in Deutschland.

Und die Regierung, die wir immer noch "unsere Regierung" nennen, obwohl sie in weiten Teilen schon nur noch Vollzugsorgan für die von ausländischen Kommissaren ausgeknobelten Erlasse und vom EuGH gesprochenen Urteile ist, beugt sich dem, und hat auch kein Problem damit, dass der deutsche Steuerzahler auch noch für die Kosten dieses fragwürdigen Verfahrens aufkommen muss.

Abgesehen vom neuerlich erkennbar gewordenen Verlust der nationalen Souveränität, der schon die Frage aufwirft, welchen Einfluss die Bundesregierung im eigenen Land überhaupt noch hat, wird es auch zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen. Bei Reemtsma 300 in Lahr, 400 weitere bei Tabakbauern in der Region, 300 bei BAT in Bremen und 160 bei Philipp Morris in Dresden. Danke, Regierung!
Die 300 von BAT hatten wir schon am 2. November, kommen weitere 860 dazu.

weitere 860

 10.11.2005 Hamburg, Kommune, zwoelf Pflegeheime mit 2 800 Heimbewohnern und 1600 Mitarbeitern sollen privatisiert werden. Vorher werden Altschulden getilgt und ein Finanzzuschuss von 37,8 Millionen gewährt. Das stinkt zum Himmel! Was bisher nicht kostendeckend bewältigt werden konnte, soll künftig zehn Prozent Rendite abwerfen. Das wird nicht möglich sein. ohne 10 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen, die Arbeitszeiten um 10 Prozent zu erhöhen, die Löhne um 10 Prozent zu senken und die Essensportionen der Heimbewohner um 10 Prozent zu verkleinern. Auch wenn es vorerst keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird: Mindestens 160 Jobs sind mit dem Verkauf vernichtet.

geschätzt 160

 09.11.2005 Auto-Kocher, Heidelberg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 80 Mitarbeiter.

80

 09.11.2005 STI Gustav Stabernack GmbH, Lauterbach, die etwa 1.200 Beschäftigten in den Werken Alsfeld, Freiensteinau, Grebenhain und Lauterbach sollen wöchentlich 43 statt 35 Stunden arbeiten, um 50 Kündigungen auszugleichen. Da hat die Unternehmensleitung großes Vertrauen darin, dass ihre Belegschaft nicht rechnen kann.
1150 Mitarbeiter leisten bei 43 Wochenstunden insgesamt 49.450 Stunden
1200 Mitarbeiter leisten bei 35 Wochenstunden insgesamt 42.000 Stunden
nach 50 Kündigungen werden also immer noch 7.450 Stunden mehr geleistet, als vorher. Das heißt: eigentlich müssten 213 Mitarbeiter eingestellt werden, um die Arbeit mit tariflicher Arbeitszeit zu erledigen. Faktisch werden also nicht 50, sondern 263 Jobs vernichtet.

 263

 09.11.2005 Leica, Kameras, Solms, der Betriebsverlust ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/2006 um 0,3 Millionen Euro geschrumpft. Es waren auch deutlich weniger Mitarbeiter an Bord, als im Jahr zuvor. Nun wird weiterer Personalabbau erwogen. Wir hatten bisher den Abbau von 526 auf 421 in Solms gemeldet, inzwischen sind es nur noch 400 und wir rechnen mit weiteren 50.

weitere 21
und geschätzt
weitere 50

 09.11.2005 Städtisches Klinikum, Solingen, wird Ende des Jahres erneut rote Zahlen schreiben. Deshalb soll die natürliche Fluktuation in Küche, Wäscherei und Reinigungsdienst für einige Zeit nicht ersetzt werden. Zahlen werden nicht genannt, wir schätzen 5.

geschätzt 5

 09.11.2005 Wurzen, Kommune, zwei Hallenwarte gehen in Rente, die Stellen bleiben leer, denn die Stadt hat neun Angestellte mehr, als sie darf. So werden also noch weitere 7 Stellen in kürze unbesetzt sein, in Wurzen...

9

 09.11.2005 Visteon, Autozulieferer, Berlin, das Berliner Werk des US-Unternehmens ist in Schieflage. Die Belegschaft soll auf Zulagen, sowie auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten, sonst droht in wenigen Monaten die Insolvenz. Wir meinen, wenn es soweit gekommen ist, kommt auch die Insolvenz. Jetzt geht es nur noch darum der Belegschaft noch die letzten Ansprüche wegzuverhandeln. Absehbar verloren: 800 Jobs.

 800

 09.11.2005 Gerling, Versicherungen, Köln, Talanx wird Gerling kaufen. Die Beschäftigten fürchten um ihre Jobs - einige hundert könnten in den Synergieeffekten untergehen. Wir schätzen: 500

geschätzt 500

 09.11.2005 Degussa, Spezialchemie, Düsseldorf, prüft weltweit mehr als 200 Standorte auf Einsparungsmöglichkeiten. Weltweit hat Degussa zwischen 2001 und 2004 bereits 6.800 Jobs gestrichen, das neue Programm «Degussa 2008» soll das Ergebnis um 300 Millionen Euro verbessern. Das dürfte ungefähr 7.500 Jobs kosten - weltweit. Konkret ist heute bekannt nur bekannt, dass in Deutschland bis Ende 2007 in der Feinchemie 310 Arbeitsplätze gestrichen werden, da es aber erklärtes Ziel des Konzerns ist, den Anteil der Kapazitäten im Ausland zu erhöhen (noch arbeiten 58% der Belegschaft in Deutschland), wird der von dem Programm Degussa 2008 unvermeidlich ausgelöste Beschäftigungsabbau überproportional die deutschen Standorte treffen. Wir schätzen, dass bis 2008 in D von den ca. 25,800 Stellen nur noch 21.000 übrig sein werden.

geschätzt 4.800

 08.11.2005 Nohl Brandschutz, Bauzulieferer, Pfungstadt, ist in akuter Schieflage. Betriebsrat und Geschäftsleitung sprechen offen über die drohende Insolvenz. Ursache - Probleme und Risiken, die beim Kauf übersehen wurden. Der Verkäufer, die HEAG Südhessische Energie AG, hatte wohl auch kein Interesse daran, darauf hinzweisen. Der Verkauf soll vor Gericht nachverhandelt werden, aber das Unternehmen ist kaum noch zu retten.

250

 08.11.2005 Werkzeugfabrik Harry P. Will, Marburg, ist insolvent. Betroffen sind 108 Mitarbeiter, für 40 ist die Kündigung bereits ausgesprochen.

 108

 08.11.2005 Praktiker, 8.358

8.000

  Mit der nachstehenden Meldung über den fortschreitenden Stellenabbau im Handwerk übernehmen wir - wie in den Vorjahren - die Zahlen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Diese Abweichung von unserer sonstigen Praxis, nur eindeutig unternehmensbezogene Meldungen aufzunehmen, läßt sich begründen:
Das Stellensterben im Handwerk vollzieht sich leise und ist selten von überregionalem Interesse, die Gefahr von Doppelzählungen ist von daher weitgehend ausgeschlossen. Die Angaben von Hanns-Eberhard Schleyer sind glaubhaft, auf Basis der vorgelegten Zahlen grundsätzlich nachvollziehbar und damit qualitativ den Ankündigung von Großunternehmens zum beabsichtigtem Stellenabbau gleichzustellen. Der Verzicht auf die Auflistung einer solchen Meldung würde das Bild der realen Situation völlig verfälschen.
 
 07.11.2005

Handwerk, alle Branchen,
wie in den Vorjahren haben wir auch in diesem Jahr gespannt auf die Aussagen von Hanns-Eberhard Schleyer zur Arbeitsplatzlage im Handwerk gewartet. Er meint, trotz besserer Stimmung sei die Lage weiter angespannt - er rechne damit, dass in 2005 bis zum Jahresende insgesamt mindestens 120.000 Jobs im deutschen Handwerk verloren gehen würden. Da liegen wir, nach Schleyers Rede am 29.10.2004 und einer Meldung des Statistischen Bundesamtes im Juni 2005, mit bisher insgesamt 125.000 gemeldeten Handwerksstellen für 2005 also ziemlich richtig.

Fehlende Nachfrage, gestiegene Energiepreise und starke Konkurrenz lassen eine schnelle Erholung nicht zu, meint Hanns-Eberhard Schleyer und rechnet damit, dass sich der Arbeitsplatzabbau - verlangsamt - fortsetzen wird. Schwerpunktmäßig in den Bau- und Ausbaugewerken. Hanns-Eberhard Schleyer rechnet für 2006 mit einem Abbau von 60.000 bis 80.000 Stellen, und weil darin bisher immer noch Luft nach oben enthalten war, nehmen wir den höheren Wert.

 80.000

 04.11.2005 FTE, Automobilzulieferer, Ebern, die Kosten sollen um 15 Prozent sinken. Was das für die 2500 Beschäftigten heißt, ist noch nicht konkretisiert. Wir schätzen aber, dass mittelfristig ungefähr 500 Stellen verloren gehen, schon weil die Autobauer so viel Druck auf ihre Zulieferer machen...., und zwei Jahre später heißt es dann: Auf nach Tschechien!

geschätzt 500

 04.11.2005 Heimbau Trägergesellschaft mbH, Bauträger, Bad König, hat Insolvend beantragt. Mitarbeiter ?

?

 04.11.2005 ThyssenKrupp, Technologie, Kassel, bei der Transrapidfertigung in Kassel sollen zwei Drittel der 270 Stellen abgebaut werden, wir hatten im Januar 2004 bereits den geplanten Abbau von 60 Stellen vermeldet, haben also noch 120 nachzumelden.

weitere 120

 04.11.2005 Ford, Mobilteile auf Rädern, Köln, Saarlouis, nach unseren Aufzeichnungen beschäftigte Ford in Köln und Saarlouis im Herbst 2003 insgesamt 27.500 Mitarbeiter. 2.410 wurden - ebenfalls nach unseren Aufzeichnungen seither abgebaut. Es sollte bei Ford in Deutschland also noch 25.090 Autowerker geben.
Tatsächlich sind es noch rund 25.800 (19.000 in Köln und 6.800 in Saarlouis) sodass wir den nun beschlossenen Abbau um 1.300 Jobs um 710 nach unten korrigieren müssen. Bleiben "netto" 590.

weitere 590

 04.11.2005 Trützschler, Textilmaschinen, Mönchengladbach, baut 33 Arbeitsplätze am Standort Mönchengladbach ab.

33

 02.11.2005 Aero Flight, Luftfahrt, fliegt nicht mehr. Das Luftfahrtbundesamt zweifelt an der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens, und das, nachdem als neuer Eigner eine "CS Limited" eingestiegen ist. Es wird eng für die rund 300 Mitarbeiter.

 300

 02.11.2005 Caro Restaurierung und Technologie GmbH, Berlin, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind - nach unserer Schätzung - mindestens 50 Mitarbeiter.

geschätzt 50

 02.11.2005 Metro, Einzelhandelskonzern, trotz Umsatzzuwachs (im Ausland ist der Gewinn um über 20 Millionen Euro geschrumpft. U.a. Folge des erschütterten Verbrauchervertrauens nach dem Fleischskandal im die Real-Märkte. Nun wird gespart. Wir schätzen, dass die Gewinndelle rund 1.000 Mitarbeitern den Job kostet.

 absehbar geschätzt 1.000

 02.11.2005 Casco, Helme, die Produktion geht (wieder) ins Ausland. In Sachsen werden rund 80 Jobs wegfallen.

rund 80

 02.11.2005 Dürr, Anlagenbau, Stuttgart, verkauft die Sparte Mess- und Verfahrenstechnik mit rund 1,100 Mitarbeitern an Finanzinvestoren. Wir rechnen mit dem Abbau von rund 400 Stellen.

 geschätzt 400

 02.11.2005 BAT, Suchtmittel, Bremen, das Werk Bremen wird geschlossen, falls der Europäische Gerichtshof entscheidet, dass vorportionierter Tabak genauso hoch besteuert werden muss wie herkömmliche Zigaretten. Nun, der EUGH wird wohl genau das entscheiden - und so werden die 300 Bremer Jobs wohl verschwinden - und falls der EUGH anders entscheidet, wird man einen anderen Grund für den Stellenabbau finden. Der Markt ist einfach kaputt.

 absehbar 300

 31.10.2010

Telekom, deutsche, Krug-Aktie, am 25. April mussten wir die folgende Nachricht verbreiten:

Nach dem Rekordgewinn von 4,6 Milliarden Euro (über 50 Euro pro Bundesbürger !) will dTelekom-Chef Ricke die Profitmaximierung zu Lasten von Mitarbeitern und Kunden fortsetzen und wird nicht müde, darüber zu reden, dass es auch weiterhin Stellenabbau geben wird. Seit 1995 wurden jährlich 10.000 Jobs vernichtet. Wir sind immer noch vorsichtig - im Dezember 2004 haben wir 20.000 Stellen für 2006/2007 gemeldet, im März weitere 50.000 für 2006-2010. Da bleibt der Telekom immer noch ein Spielraum von 30.000 Jobs bis 2015.

Nun wird der Spielraum genutzt. Die Telekom will bis  2010 20.000 Beamte in Vorruhestand schicken. Das Vorruhestands Angebot soll von 2007 bis 2010 den Beamten von 55 Jahren an aufwärts das vorzeitige Ausscheiden versüßen. Schon ist von Milliarden-Rückstellungen die Rede.
Wir melden diese 20.000. Auch wenn ein Teil der Arbeitsplätze der Beamten wieder besetzt werden wird - hier werden "kaufkräftige" Arbeitsplätze von "älteren, also teuren" Mitarbeitern vernichtet. Die Wirkung für den Binnenmarkt ist daher doppelt verheerend...

...und Müntefering faselt von einem Programm für Jobs für ältere Arbeitslose ...

 weitere 20.000

 31.10.2005 C. F. Maier, Kunstharze, Königsbronn, der Betrieb wird geschlossen. 95 Arbeitsplätze gehen verloren.

 95

 31.10.2005 Hans-Peter Schramm, Taxi-Unternehmen, Opladen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind insgesamt 116 Beschäftigte in drei Teilfirmen (Mietwagen- und Werkstatt-Gesellschaft TAMB, Chauffeur-, Limousinen- und Bus-Dienst CLB und das Taxi-Unternehmen Schramm)

116

 31.10.2005 Continental, Reifen, Hannover, wer es nicht wahrhaben will, erlebt den nächsten Schritt. Conti wird sich, wie längst angekündigt, ganz aus Deutschland als Produktionsland zurückziehen. Nun wird die Pkw-Reifenproduktion in Hannover geschlossen.

konsequente Umsetzung

 31.10.2005 BP, Mineralölerzeugnisse, Bochum, der Gesamtkonzern baut ab, und auch die Niederlassungen in Deutschland werden mit rund 600 Stellen dazu beitragen, alleine 300 bis 400 davon werden in der Hauptverwaltung der Deutschen BP in Bochum wegfallen.

600

 28.10.2005 Stiebel Eltron, Haus- und Systemtechnik, Berlin, das Berliner Werk wird geschlossen. 95 Arbeitsplätze verschwinden. Was aus der Berliner Fertigung noch gebracht wird, wird künftig in Holzminden mit erledigt - allerdings sollte erwähnt werden, das Stiebel Eltron längst auch in der Slowakei, in Thailand und China fertigt...

95

 28.10.2005 Bahntechnik GmbH, Waggonisntandsetzung, Kaiserslautern, vor drei Tagen schätzten wir, dass bei der Übernahme durch den neuen Herren 115 von 215 Mitarbeitern durch die Ritzen fallen. Heute erfahren wir, dass nur 75 Mitarbeiter übernommen werden. Es sind also 25 nachzumelden.  

weitere 25

 28.10.2005 Hamburg-Mannheimer, Versicherungen, rund 1000 Stellen im angestellten Vertrieb und Innendienst sollen bis 2007 wegfallen. Dazu werden viele Standorte ganz geschlossen. Die Hamburg-Mannheimer gehört zur Ergo-Gruppe, die wiederum der Münchner Rück gehört. Die Einsparungen werden möglich, weil innerhalb der Gruppe Vertriebsaufgaben zusammengelegt werden. Insgesamt gehen bei Ergo damit 1.500 Stellen verloren.
Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um zusätzlichen Stellenabbau handelt, der in den Ankündigungen aus April 2004 für die gesamte Ergo-Gruppe noch nicht enthalten war - sondern um den Sparauftrag der Mutter, die massiv beginnt, Vorsorge für Schäden aus weiteren Naturkatastrophen zu treffen.

1.500

 28.10.2005 AMB Generali, Versicherung, das von italienischen Investoren in Deutschland betriebene Versicherungsunternehmen wird bei ihrer IT-Tochter insgesamt 230 von 1.200 Jobs abbauen.  Die Standorte Köln und München werden geschlossen, programmiert wird künftig nur noch in Aachen und Hamburg.
Außerdem will die AMB Generali Holding selbst bis Ende 2007 rund 2000 Arbeitsplätze streichen, davon haben wir bisher nur 1.650 erfasst. bleiben 350 nachzutragen.

230
und weitere
350

 28.10.2005 StoraEnso, Papierfabrik, Ütersen,  55 Jobs sind bereits abgebaut, jetzt müssen nach dem Willen der schwedisch-finnischen Stiefmutter nochmals 100 Jobs von den derzeit 560 vernichtet werden.

155

 28.10.2005 Papierfabrik Wolfsheck, Forbach, der schwedisch-finnische Eigentümer Stora Enso spart. Weltweit werden zunächst 2.000 von 45.000 Stellen gestrichen Danach werden vier Produktionsanlagen geschlossen, sechs weitere verkauft. Im Zuge dieser Maßnahmen werden im Werk Forbach 730 Arbeitsplätze verloren gehen.

 730

 27.10.2005 Ploucquet, Textilien, Heidenheim, ausgerechnet der Stammsitz in Heidenheim ist unrentabel wird aufgelöst. Die Produktion soll nach Zittau und Wuppertal verlagert werden. Äußerer Anlass, die Banken haben ihre Forderungen gegen Ploucquet an ausländische Finanzinvestoren verkauft - und die wollen nun Kasse machen. Zwar haben 80 der 200 Heidenheimer Beschäftigten ein Angebot für einen Wechsel an die neuen Standorte erhalten, doch wer die Verlautbarungen richtig liest, weiß, dass sowohl Produktion und Vertrieb mittelfristig ins Ausland verlagert werden sollen. In Deutschland bleibt dann nicht mehr als eine 30-köpfige Holding übrig. Wir melden also 170 Heidenheimer - was mit den Ploucquet-Beschäftigten in Wuppertal und Zittau geschehen wird, werden wir wohl in absehbarer Zeit nachzumelden haben.

170

Wider die Propaganda  Ach ja, Kostenexplosion bei Harzt IV!

Endlich schreibt eine Zeitung - hier die politisch völlig unverdächtige Süddeutsche - dass in Wahrheit weniger Geld gebraucht wird - nur halt nicht so viel weniger, wie geplant. Sollten Sie im Original lesen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/265/63202/
Wie sich Wahrheit anhört
 27.10.2005 Erich Wippermann GmbH, Press- und Spritzgussteile, Halver, das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Betroffen sind 125 Mitarbeiter.

 125

 27.10.2005 Deutsche Telekom, Kommunikation, Bonn, schliesst 45 von 77 Personalservice-Centern - weitere 16 Standorte folgen bis Ende 2007. Möglich wird das durch die Zusammenlegung der Personalservice-Center der Telekom Dachgesellschaft und der entsprechenden Abteilungen Festnetzgesellschaft T-Com. In den Personalservice-Centern werden die Personalangelegenheiten der 120 000 Telekom-Mitarbeiter bearbeitet. Dieser Personalabbau ist in den bisher gemeldeten Zahlen wohl nicht enthalten.

 1.200

 27.10.2005 Marconi, TK-Ausrüster, Backnang, Marconi gehörte den Engländern, nun wurde Marconi von den Schweden (Ericsson) übernommen. Folge: In Deutschland werden Arbeitsplätze vernichtet. Noch gibt es in Backnang, Offenburg, Frankfurt/Main und Radeberg insgesamt rund 1500 Marconi-Mitarbeiter - aber wie lange noch. Angeblich will Ericsson weltweit rund 15 Prozent der Marconi-Stellen streichen. Wir rechnen damit dass Deutschland überproportional getroffen wird und melden geschätzte 500.

geschätzt 500

 26.10.2005 Niedersachsen, Wulffs Land, Hannover, die Bezirksregierungen wurden aufgelöst. Originalton Wulff:
"Ein unglaublicher Erfolg. Wir haben jetzt statt mehr als 6000 Mitarbeitern in den Bezirksregierungen nur 180 in den Regierungsvertretungen, 171 Aufgaben sind weggefallen, Verfahren wurden beschleunigt, durch die Telekommunikation sind auch weite Entfernungen zwischen Behörden kein Problem mehr." Weiter meldet die Landeszeitung für die Lüneburger Heide: Allerdings habe nicht jeder ehemalige Mitarbeiter einer Bezirksregierung den gewünschten neuen Job gefunden. "Aber heute ist die Arbeitsplatzsicherheit ein hohes Gut." Und der Personalabbau sei ohne betriebsbedingte Kündigungen schneller als gedacht verlaufen, 670 Stellen seien bereits komplett weggefallen.
Soweit wir das erkennen können, sind die hier als Einsparung genannten 5.820 eingesparten Mitarbeiter der Bezirksregierungen in der bisherigen Arbeitsplatzvernichtungsstatistik von Niedersachsen nur zu einem Bruchteil (nämlich mit gerade 220 Stellen) berücksichtigt. Herr Wulff hat damit nun ebenfalls, wie Herr Rüttgers, die 30.000er Marke mutig überschritten - und liegt bei 32.320 - auch nicht schlecht, oder?

 weitere 5.620

 26.10.2005 BHW, Beamtenheimstättenwerk - Bausparkasse, Hameln, die Postbank hat sich eine Bausparkasse gekauft. Auf Neuschwätz sind beides "Finanzdienstleister" - und zusammen haben sie jetzt die meisten Privatkunden. Der neue Geldriese startet bei Zusammenlegung mit über 14 000 Mitarbeitern. Der BHW-Standort in Hameln und die Marke sollen erhalten bleiben - an Stellenabbau wird angeblich nicht gedacht - wohl aber mit jährlichen Synergieeffekten von 142 Millionen Euro - und die kann man wieder in Jobs umrechnen. Wir halten demnach den Abbau von rund 2.500 Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten drei Jahre für absolut absehbar.

geschätzt 2.500

 26.10.2005 Hanse-Saaten, Saatgut, Rostock hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 55 Mitarbeiter.

 55

 26.10.2005 Fakir, Staubsauger, Vaihingen-Enz, nach langen Verhandlungen zwischen Unternehmen und IG-Metall wurde der Personalabbau auf 19 von 108 Beschäftigten begrenzt und zudem die Übernahme in eine Beschäftigungsgesellschaft ermöglicht. Trotzdem: Die Stellen sind weg.

19

 26.10.2005 Ponndorf, Maschinenfabrik, Kaufungen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 40 Mitarbeiter.

40

 25.10.2005 Hella-Heimarbeit, Heimarbeiterei, Wembach, zieht in den Osten und baut in Wembach 210 Arbeitsplätze ab.

 210

 25.10.2005

NRW, Nordrhein-Westfalen,  Rüttgers-Land, die Sparplanexplosion:
Am 8. April mussten wir, aus den Wahlkampfreden des Kanditaten heraus melden, dass von den 308.000 Landesbediensteten in Summe 10.500 bereits von der Vorgängerregierung als "kann wegfallen" gekennzeichnete Stellen, sowie weitere 10.000 als reine "Rüttgers-Streichungen" entfallen müssen.
Nun will die Landesregierung acht Milliarden Euro einsparen - so eine "Expertenkommission" besetzt mit den üblichen Aderlass-Therapeuten von McKinsey und Bertelsmann, ergänzt um Führungskräfte der Unternehmen Lufthansa, Tengelmann und Miele.

Diese "Experten" empfehlen den Abbau von 34.400 Stellen und halten das für ein Aufbruchsignal gegen die unser Land lähmende Unsicherheit. Wer melden die Vernichtung weiterer 13.900 Arbeitsplätze nach.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den neuen Kommentar über die Sparpläne der Koalitionsunterhändler "Heucheln und Zähneklappern"

 weitere 13.900

 25.10.2005 Berliner Verlag, Zeitungen, Berlin, wurde nun doch an ausländische Finanzinvestoren verscherbelt. Es sind allerlei Maßnahmen zur profitablen Verwertung des Unternehmens zu erwarten. Die Mitarbeiter befürchten Kürzungen, Entlassungen und den Verkauf von Teilen des Unternehmens. Wir können nur eine Vorwarnung aussprechen.

 Vorwarnung

 25.10.2005 Bahntechnik GmbH, Waggoninstandsetzung, Kaiserslautern, das finanziell schwer angeschlagene Unternehmen mit 215 Mitarbeitern hat einen interessierten Investor gefunden. Der fordert jedoch, dass ein Großteil der Jobs gestrichen wird. Bevor wir die Insolvenz an die Wand malen, schätzen wir, dass bei der Übernahme 115 Jobs verloren gehen.

geschätzt 115

 25.10.2005 Fürstenberg, Holzverarbeitung, Gifhorn, baut 22 von 50 Arbeitsplätzen ab. Teile der Produktion werden nach Polen ausgelagert.

 22

 24.10.2005 Theater, Bremen, der bühnenreife Streit um das Bremer Theater hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Aufsichtsrat beschloss, den 430 Mitarbeitern für Oktober zunächst keine Löhne und Gehälter zu bezahlen. Die Insolvenz wird immer wahrscheinlicher - denn der einzige Ausweg, nämlich der Verkauf an private Investoren - würde schon alleine daran scheitern, dass auch diese vorher einen Ausgleich für das klaffende Finanzloch fordern würden. Die Belegschaft wird sich wohl massiven Kürzungswünschen nicht geschlossen beugen. Gute Kräfte werden anderswo ein besser bezahlte Engagement finden - und mit den verbleibenden kann man das Theater erst recht nicht wirtschaftlich betreiben. Wir rechnen mit der Schließung und dem Verkauf der Liegenschaften zur Sanierung des Stadtstaatssäckels.

absehbar  430

 24.10.2005 Sparkassen Schwerin, Ludwigslust und Parchim, wollen fusionieren. 817 Mitarbeitern in 51 Filialen sollen unter einen Hut. Der notwendige Personalabbau soll durch natürliche Fluktuation innerhalb von fünf Jahren erreicht werden. Das werden vermutlich auch hier rund 7 Prozent, also rund 45 Stellen sein, die fusionsbedingt verloren gehen.

 geschätzt 45

 24.10.2005 Forstdienstleistungsgesellschaft (FLG), forstwirtschaftlicher Landesbetrieb Sachsen-Anhalts,  Kuriosum: Die als Auffanggesellschaft für gekündigte Forstbeschäftigte in 2001 gegründete GmbH steht nun in einer europaweiten Ausschreibung zum Verkauf. 17 Mitarbeiter wurden bereits im Frühjahr dieses Jahres entlassen, um das Unternehmen "wirtschaftlicher" erscheinen zu lassen. Wir habe das heute gelesen und finden es meldenswert.

 17

 24.10.2005 Gebrüder Neumann, Bauunternehmung, Emden, von Warschau ziehen die Bauarbeiter nach Potsdam, Potsdamer Firmen arbeiten in Münchner, aus dem Münchner Umland fahren die Kolonnen nach Frankfurt - und dann wieder fahren Bauarbeiter von Ostfriesland nach München. Wahnsinn? Methode??
Die Emder Baufirma Gebrüder Neumann fährt jedenfalls für eine Baustelle bis nach München - muss aber trotzdem weiter Stellen abbauen. Noch werden - nach massivem Abbau in den letzten Jahren, 170 Mitarbeiter beschäftigt, doch bei unveränderter Lage können die nicht gehalten werden. Wir schätzen vorsichtig, dass demnächst 30 Jobs wegfallen.

 geschätzt 30

 21.10.2005 Diakonische Werke Himmelsthür, Hildesheim (Wietze), ein Sanierungsplan verhütet die Insolvenz und kostet bundesweit 62 Jobs - 20 gingen bereits im Vorfeld verloren.

 82

 21.10.2005 Westfälische Kirche, Seelenheil, ev., der Haushalt der Landeskirche schrumpft um 7 Prozent - und das wird in den nächsten Jahren so weitergehen. Stellenabbau ist unvermeidlich. Fragt sich nur noch, wie viele es treffen wird.

???

 21.10.2005 STEAG HamaTech AG, Anlagenbau, Sternenfels, schreibt Verluste und muss sparen. Personalkosten 4 Mio Euro jährlich, Sachkosten 3 Mio jährlich. Das heißt, dass die Zahl der Mitarbeiter von 275 auf weniger als 200 sinken wird. Wir rechnen damit, dass ziemlich genau 100 Jobs verloren gehen.

100

 21.10.2005 Axa, Versicherungen, seit 2001 wurde jeder fünfte der damals 8978 Arbeitsplätze abgebaut. Die neue Zielmarke liegt bei 6490. Das haben wir bereits im Juni gemeldet. Nun schiebt AXA neue Meldungen über den gleichen Tatbestand nach - Überschrift: "Jobs in Deutschland gerettet", weil Axa die letzten Mitarbeiter nicht per Kündigung, sondern per natürlicher Fluktuation loswerden will, nachdem die Belegschaft erhebliche Zugeständnisse gemacht hat.

aufgewärmt

 21.10.2005 Hamburger Aluminium, HAW, schon am 30. Mai hatten wir die Unabwendbarkeit der Schließung angenommen. Nun, fünf Monate später wird aus der Drohung Ernst. Allerdings gibt es heute nur noch 450 von den damal 550 Mitarbeitern - und von den direkt mitbetroffenen 550 Jobs bei den Weiterverarbeitern ist auch keine Rede mehr.

Bestätigung

 20.10.2005

Die dritte Million ist voll.

 

Das ist der Erfolg der Arbeitmarkpolitik der zweiten Amtsperiode der Regierung Schröder, das Resultat von Hartz und Agenda 2010, das Resultat des unsinnigen Versuchs, den Staat und die Sozialsysteme immer billiger zu machen, die Löhne zu senken und die Arbeitnehmerrechte zu beschneiden.

Angela Merkel, die sich nun auch daran messen lassen will, ob es unter Ihrer Führung gelingt, die Arbeitslosenzahlen zu verkleinern, sollte dafür eine andere Lösung suchen, als neue statistische Tricks und neue Folterinstrumente für Leistungsempfänger und Noch-Beschäftigte.

Wer ist Deutschland?
 20.10.2005 Bayernoil, Raffineriegesellschaft, Ingolstadt, der Standort Ingolstadt wird geschlossen. Dafür sollen die Bayernoil-Standorte Vohburg und vNeustadt/Donau gestärkt werden. De derzeit 105 Mitarbeiter in Ingolstadt sollen geschult und versetzt werden. Keine betriebsbedingten Kündigungen, heißt es, aber die Gesamtzahl der Bayernoil Mitarbeiter wird von derzeit 830 bis 2010 auf ca. 700 reduziert.

 130

 20.10.2005 Scandlines, Ostseefährreederei, Rostock/Puttgarden, der Verkauf ist perfekt. Die bisherigen Anteilseigner "Deutsche Bahn AG" und das dänische "Ministerium für Verkehr und Energie" wollen mit der Privatisierung Kapazitäten vergrößern und die Mitarbeiterzahl erhöhen. Wo nehmen die wohl diese Hoffnung her?
Insgesamt beschäftigen die Scandlines derzeit 2600 Mitarbeiter, davon 600 in Puttgarden. Wir rechnen damit, dass der neue Eigentümer die Zahl der Linien einschränkt, die Preise erhöht und mindstens 15 Prozent der Mitarbeiter entlässt.

 Vorwarnung

 20.10.2005 Oberlinger, Orgelbauer, Bad Kreuznach, steht seit 1. Oktober im Insolvenzverfahren. Betroffen sind rund 35 Mitarbeiter, 15 haben die Kündigung schon.

 35

 20.10.2005 Pandatel, IT-Unternehmen, Hamburg, das als "Börsenstar" gestartete Unternehmen schein am Ende. Die 80 Mitarbeiter erwirtschaften mehr Verlust als Umsatz.
Die Pandatel steht auf der Rangliste der größten Kapitalvernichter auf Platz 2. Platz 1 nimmt die Augusta AG aus Frankfurt ein, die wiederum ist der größte Anteilseigner von Pandatel. Wo soll da noch Rettung herkommen - zumal die Augusta dem Vernehmen mit der Auflösung der Pandatel Geld verdienen könnte, statt Investitionen finanzieren zu müssen.

 80

 20.10.2005 EPCOS, passive el. Bauelemente, ex-Siemens, Heidenheim, Epcos verkauft das "Tantalgeschäft". In Heidenheim werden 150 Arbeitsplätze verloren gehen. Einen mutigen Kommentar dazu hat Erwin Bachmann in der HZ-online unter dem nervigen Titel "Du bist Deutschland" geschrieben - hier anklicken:
http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&cat=8&minDate=&id=139765

 150

 19.10.2005 Schweriner Volkszeitung, übernommen durch Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Schwerin, von Burda verkauft und vom neuen Eigentümer pragmatisch zurechtgestutzt. 100 von 340 Mitarbeitern sind plötzlich überflüssig, alleine 50 redaktionelle Mitarbeiter werden nicht mehr gebraucht. Für "Contents" braucht man schließlich keine eigene Redaktion mehr - bloß noch ein Content-Managment.

 100

 19.10.2005 August Möller KG, Maschinen- und Apparatebau, Westerkappeln, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 50 Mitarbeiter.

 50

 19.10.2005 ABB, Bereich Antriebe, Motoren und Service, Lampertheim wird mit der Schaltanlagentechnik in Ladenburg unter Einsparung von 50 Jobs zusammengelegt. Das haben wir schon vor geraumer Zeit gemeldet, aber nun kommt es wieder hoch, ebenso wie der Stellenabbau bei Infineon in Dresden.

 aufgewärmt

 18.10.2005 Tropical Islands, Freizeitpark in der Cargo-Lifter-Halle, erreicht die notwendigen Besucherzahlen nicht. Statt 2,5 Millionen p.a. werden es wohl nur rund 1 Mio. Wen wunderts? Aber Anderthalb Millionen Gäste müssen sein, um wenigstens die Kosten wieder hereinzuspielen. Also muss auch das Personal reduziert werden. Zunächst von rund 580 auf ca. 500.

 80

 18.10.2005 Hülsbusch, Möbelhaus, Nähe Dresden, macht im November zu. 40 Mitarbeiter haben die Kündigung erhalten.

 40

 18.10.2005 Fischmann, Feinkost-, Speiseeis- und Tiefkühlkost, Vilshofen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 56 Mitarbeiter.

 56

 18.10.2005 Amtsgericht Bad Freienwalde, Justitia in Brandenburg, wird geschlossen, ebenso die Gerichte in Eisenhüttenstadt, Schwedt, Guben, Zossen, Rathenow und Zedenick.  An jedem Gericht dürfte es rund 30 Beschäftigte geben. Die werden zwar nicht entlassen, sondern irgendwie umgesetzt, aber die Stellen sind futsch. Der geplante Abbau von über 66.000 auf nur noch knapp 54.000 Stellen des Landes Brandenburg läuft weiter.

 Konkretisierung

 18.10.2005 Zettl, Schmuckproduktion, Birkenfeld, die seit drei Jahren unter Insolvenzrecht arbeitende Firma muss 71 Stellen abbauen, weil weitere Verluste drohen. 46 Jobs fallen in Birkenfeld weg, 25 in Idar-Oberstein.

71

 17.10.2005 Peer Steinbrück will 15 Milliarden sparen. Das kostet 250.000 Arbeitsplätze.
Außerdem will er die Autobahn verscheuern, das beschleunigt die Deflation.
Hier gehts zum jüngsten Kommentar: "Einfaltspinsel!"

 Kommentar

 17.10.2005 Wegert, Foto-Kette, Berlin, im Januar meldeten wir, dass 187 von 250 Stellen akut gefährdet sind. Nun ist inzwischen ein Teil der Filialen verkauft, ein neuer Geschäftsführer hat das Ruder übernommen, aber die Situation scheint verfahrener, denn je. Es müssen weitere Filialen geschlossen, weitere Mitarbeiter entlassen werden, die Gehaltszahlungen werden verschleppt, die Firmenverhältnisse werden durch Ausgliederungen und Neugründungen verschleiert, so dass kaum noch herauszufinden ist, welche Filiale zu welchem Unternehmen gehört. Von außen betrachtet sieht das aus, wie ein finales Ausschlachtungsmanöver.Wir rechnen damit, dass Foto Wegner vollständig untergeht. Daher melden wir heute die letzten 63 Stellen nach.

 die letzten 63

 17.10.2005 Allianz, Risikovorsorge, Welt,  Michael Diekmann, Herrscher über alle Policen, fordert einen Wachstumsschub im Inland. Ausgerechnet in Indien erklärt er in Bezug auf Deutschland: „Wenn uns das Thema Wachstum nicht gelingt, wird das natürlich Jobs kosten.”
Wir hatten, nach Bekanntwerden der Umbaupläne im September geschätzt, dass im Inland rund 3.000 Stellen gestrichen werden. Nun ist der Tonfall härter und klarer geworden. Einerseits soll eine Wachstumsoffensive gestartet, also ein Verdrängungswettbewerb im dt. Versicherungsmarkt eingeläutet werden, andererseits müssen dazu die Kosten massiv gesenkt werden. Zitat: „Wenn wir Effizienzreserven haben, müssen wir diese nutzen, auch wenn wir eine führende Marktposition haben. Man kann sich nicht ewig darauf zurückziehen, den besten Service anzubieten.”
Dies klingt nun nicht mehr so harmlos. Wir rechnen damit, dass der Stellenabbau bei etwa 15 Prozent, also 6.000 von 40.000 Mitarbeitern liegen wird - warten mit der Nachmeldung aber noch ab, bis die Pläne tatsächlich auf den Tisch kommen.

 Vorwarnung

 17.10.2005 Falken Office Products GmbH, Büroartikel, Peitz,  baut in Peitz 35 Arbeitsplätze ab.

 35

 17.10.2005 Freudenberg Vliesstoffe KG, Weinheim, streicht 410 von 2.137 Arbeitsplätzen. Es soll künftig bei personalintensiven Produkten in Osteuropa produziert werden.

 410

 17.10.2005 drilbox, Bohrerkassetten, Giengen, die Knoblauch-Gruppe verkauft die drillbox in Giengen an die Unternehmensgruppe Dinzl in Schillingsfürst. In Giengen gehen 70 Jobs verloren, ob in Schillingsfürst neue Arbeitsplätze entstehen, steht in den Sternen.

 ???

 14.10.2005 Elektro-Müller, Rüsselsheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind sechs Mitarbeiter.

 6

 14.10.2005 Lübeck, Kommune, hat Insolvenz beantragt. Nun ja, hätte als Unternehmen Insolvenz beantragen müssen. Der Stadt steht für 2006 ein Rekorddefizit von 158 Millionen Euro bevor, geplant ist sogar, die laufenden Ausgaben aus dem Dispo-Kredit zu bezahlen. Dabei hat die Stadt schon in diesem Jahr 125 Millionen Schulden neu aufgenommen.
Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, das Defizit aus 2004, immerhin auch schon 82 Millionen Euro in 2006 auszugleichen - das geht nicht ohne Stellenabbau. für 500 von 3000 Verwaltungsmitarbeitern wird in den nächsten Jahren definitiv Schluss sein. Das wurde schon Ende 2004 beschlossen und von uns gemeldet. Aber was ist, wenn 2007 die Schulden aus 2005 und 2008 die Schulden aus 2006 ausgeglichen werden müssen? Wir schätzen, dass das mindestens weitere 500 Stellen kosten wird.

 geschätzt
weitere 500

 14.10.2005 Krefelder Forum, Viersener Forum, Katholische Bildungseinrichtungen, fusionieren zum 1. Januar 2006. Der "gute Hirte" treibt dabei 10 von bisher 22 Mitarbeitern von der grünen Weide der Arbeitsplatzbesitzer in die Wüste. Allmächtiger! Muss das sein?

 10

 14.10.2005 Sachsen-Anhalt, Neu-Land, Magdeburg, die Forststrukturreform sieht die Auflösung der bisherigen Einheitsforstämter vor - künftig soll getrennt nach Privat- und Landesforsten beförstert werden. Dadurch sollen 800 bis 1000 Mitarbeiter überflüssig werden. Auch wenn die Planung umstritten und möglicherweise sogar sachlich unsinnig ist, wird die Reform kommen. Wie anders soll das Kaputtsparen denn sonst gelingen?

 800

 14.10.2005 SBS, Siemens-IT-Tochter, noch im September hieß es, es sollten 1.290 Arbeitsplätze abgebaut werden. Wir verglichen die Einsparziele mit den Personalzielen und schätzten, dass es mindestens weitere 3.000 Jobs kosten wird, wenn die Einsparungen erreicht werden sollen. Nun ja, heute wird darüber gesprochen, dass das Gesamtgeschäft (bis auf einen kleinen Rest - die Hoffnung stirbt zuletzt) aufgegeben wird. Noch hat SBS rund 15.000 Mitarbeiter in Deutschland, lassen wir den "kleinen Rest" 2.000 Köpfe stark sein, dann sind nach unserer Rechnung weitere 8.710 Arbeitsplätze absehbar verloren.

 weitere 8.710

 14.10.2005 Avaya-Tenovis, Kommunikationssysteme, Frankfurt am Main, 230 von derzeit 4.500 Mitarbeitern in Deutschland werden wegrationalisiert und verlieren ihren Arbeitsplatz, weitere 280 Stellen sollen ausgelagert werden.

 510

 14.10.2005 BASF, Chemie, Minden, am Standort Minden werden 95 Stellen von 630 abgebaut. Grund: Nachfrageschwäche bei Pseudoephedrin und Coffein.

 95

 13.10.2005 Pullman City II, Westernstadt, Hasselfelde, steht am Ende des Insolvenzverfahrens. Die 100 Beschäftigten erhielten jetzt die Kündigung zum Monatsende.

 100

 13.10.2005 Mann Mobilia, Möbel, Karlsruhe, nach der Übernahme durch den österreichischen Konkurrenten XXXLutz, wird die Hauptverwaltung von Karlsruhe nach Wels (A) verlegt. 130 Mann von160 Verwaltungsarbeitsplätzen in Karlsruhe gehen dabei verloren.

130

 13.10.2005 Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok eG, die Geschäftsstellen Heidkrug, Bremer Straße und Düsternortstraße werden geschlossen. Stattdessen soll ein Kompetenzzentrum „Hasporter Damm“, das wohl mehr "Call-Center" als Bank sein wird. Dass damit Personalabbau einhergeht, wird niemand bestreiten wollen. Zahlen gibt es aber nicht.

 ?

 13.10.2005 Kreisvolkshochschule, Trebur,  nach Kürzung der Kreiszuschüsse werden 5 von 20 Stellen gestrichen.

 5

 13.10.2005 Unilever, niederländisch-britischer Konsumgüterkonzern, Hamburg, arbeitet an der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Verwaltung und IT-Abteilungen nach Osteuropa oder Indien. Das Potential in Deutschland liegt bei etwa 2.500 Arbeitsplätzen, die z.T. direkt, z.T. über "Zwischenwirte" (Accenture, IBM) aus Unilever ausgegliedert und dann nach Bukarest, Prag oder Indien wandern. Die endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, aber die Umsetzung kann kaum noch ernsthaft in Zweifel gezogen werden.

 2.500

 12.10.2005

Spar, von EDEKA geschluckter Einzelhandel, als wir zuletzt über Spar berichteten gab es noch 3.200 von einst 7.000 Mitarbeitern und von diesen sollten weitere 1.700 im Zuge der Übernahme durch Edeka eingespart werden. Nun ist klar, dass mit der faktischen Aufgabe des Geschäftsbetriebes und der Schließung der Lager Ellhofen, Poing, Mittenwalde und Langenfeld allenfalls noch 300 ehemalige Spar-Mitarbeiter von Edeka gebraucht werden.

Die 2.500 Läden, mit dem Schild "Spar", die es noch gibt, sind übrigens selbständige Einzelhändler, also nicht Mitarbeiter des Konzerns.

 weitere 1.200

 12.10.2005 Baden Württemberg, kommunale Arbeitgeber, der Kommunale Arbeitgeberverband Baden Württemberg hat die Arbeitszeitregelungen zum 30. November gekündigt. Die Arbeitszeit soll von 38,5 auf 40 Wochenstunden steigen. Betroffen sind die Beschäftigten der baden-württembergischen Gemeinden, Städte und Landkreise, der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe, der Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, der Sparkassen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, der Bildungseinrichtungen und weiterer Einrichtungen im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge. Insgesamt rund 280.000 Menschen. Die leisten derzeit (ohne Überstunden) 10.780.000 Stunden pro Woche. Für die gleiche Arbeitsleistung reichen bei der 40 Stunden-Woche rein rechnerisch 269.500 Mitarbeiter, also 10.500 weniger.

Damit schöpft der baden-württembergische Verband als erster die Öffnungsklausel im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst aus. Alle Gegenwehr von ver.di wird nichts helfen. Die Kassen sind und bleiben leer - der beabsichtige Stellenabbau ist kaum zu verhindern, auch wenn er sich über einige Jahre hinziehen sollte, wobei Baden-Württemberg als Vorreiter auftritt, dem weitere Bundesländer bald folgen werden.

 10.500

 11.10.2005 Bauknecht, Haushaltsgeräte, Neunkirchen, in den kommenden Jahren können, nach einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat bis zu 171 Stellen von noch rund 650 abgebaut werden. Die ersten 106 verschwinden schon zum 31.12.2005.

 171

 11.10.2005 Kaiserhof, Hotel, Kelbra, steht in Insolvenz. Letzte Woche wurde der Betrieb eingestellt. Betroffen sind 12 Mitarbeiter.  

 12

 11.10.2005 Repas AEG Automation Systems, Software, Teltow, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 72 Mitarbeiter, 40 in Teltow, die übrigen in Laatzen, Norderstedt und Dreieich

 72

 11.10.2005 Karlsruher Versicherungsgruppe, Lebens- und Sachversicherer, wird verkauft, von der Münchener Rück an den Stuttgarter Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W). Natürlich verspricht sich die W&W nicht nur Marktanteile und neue Adressbestände, sondern auch Synergieeffekte, laut wird getönt, es solle bis 2007 kein betriebsbedingten Kündigungen geben, der Standort Karlsruhe und die Marke Karlsruher sollten erhalten bleiben, doch die 30 Millionen, die jährlich gespart werden sollen, müssen irgendwo herkommen. Bisher hat die W&W 4.533 Mitarbeiter, nun kommen 2.578 Karlsruher dazu. Da kommen innerhalb von 2 Jahren alleine aus der natürlichen Fluktuation rund 200 frei werdende Stellen - und in 2007, wenn die Fusion im wesentlichen vollzogen ist, kann man sich von den dann als überflüssig erachteten Mitarbeitern trennen. Wir schätzen, dass diese Fusion insgesamt rund 750 Arbeitsplätze kostet.

 geschätzt 750

 11.10.2005 Es hat sich aussondiert - Angela Merkel wird Kanzler - ein erster Kommentar   Kommentar
 10.10.2005 Conet AG samt Tochter "daGama Business Travel GmbH", Hennef, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 110 Mitarbeiter. Nicht betroffen die 170 Mitarbeiter von Conet Solutions GmbH und Conet Informationssysteme GmbH.

110

 10.10.2005 Weberei Langheinrich, Wäschehersteller, Schlitz, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 150 Mitarbeiter.

150

 10.10.2005 JAW, Jugendaufbauwerks (JAW) Ostholstein. Oldenburg, entweder die Beschäftigten verzichten auf Einkommen und Ansprüche, oder es wird dicht gemacht. Gefordert werden Gehaltseinbußen von bis zu 30 Prozent und weitere Verschlechterungen in der Vertragsgestaltung. Grund: Der Kreis hat kein Geld mehr, der gewünschte neue Träger, die Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein (schon die Idee klingt nicht überzeugend!) will natürlich nicht zuschießen, sondern verdienen. Hier gehen in Kürze 35 Jobs den Bach runter - und die Betreuung von etwa 300 Jugendlichen mit.

35

 10.10.2005 Jil Sander, Modehersteller, Hamburg, verlagert Teile des Unternehmens nach nach Italien. In Hamburg entfallen 130 von 180 Stellen.

130

 07.10.2005 Hyperwave, e-learning, Graz und München, hat Insolvenz beantragt, wie viele der insgesamt 160 Arbeitsplätze in Deutschland liegen war heute nicht zu klären. Wir schätzen: 100

 geschätzt 100

 07.10.2005 Schreiber, Instrumentenbau, Nauheim, so schnell kann es gehen: Im Februar gab es noch 153 Jobs in Nauheim. Die im Februar und März ausgesprochen Kündigungen wurden zum 1. Oktober umgesetzt, jetzt sind es noch 90. Der Hauptanteilseigner, die Londoner Investorengruppe Rutland Fund will aber weiter sparen, die Blechkomponentenfertigung soll von Markneukirchen nach Indien zu verlegt werden. Damit werden weitere 80 Arbeitsplätze vom ausländischen Investor vernichtet.

weitere 80

 07.10.2005 Moderne Bauelemente, Fenster und Türen, Groß Mackenstedt,  280 Mitarbeiter werden entlassen, nachdem Insolvenz beantragt wurde. Das Insolvenzplanverfahren wird von der Geschäftsleitung zwar lediglich als "ein Zwischenschritt in der Unternehmensentwicklung“ bezeichnet, doch die Flaute am Bau ist mit Entlassungen nicht zu überwinden. Wir melden also, wie bei Insolvenz üblich: Betroffen sind 670 Mitarbeiter.

 670

 07.10.2005 Sudar, Bäckerei, Herbrechtingen, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind 54 Mitarbeiter.

54

 07.10.2005 Bosch-Buderus Thermotechnik, Heizgeräte, Lollar, die positive Schlagzeile lautet:
"Mit Arbeitszeitverkürzung werden 200 Arbeitsplätze gesichert"
Was steckt dahinter?
Die gewerblichen Mitarbeiter arbeiten seit dem 1. Oktober nur noch 30 Stunden pro Woche. Dadurch sinken die Löhne um etwa 14 Prozent, durchschnittlich um 160 Euro netto. Statt. wie vorher angedroht, 200 Mitarbeiter zu entlassen, hat man auf diese Weise die überflüssige Kapazität abgebaut. Dass alle 960 gewerblichen und 200 Verwaltungs- Mitarbeiter ihren Job behalten, ist eine einseitige Betrachtung. 1.160 Leute haben den bisherigen Arbeitsvertrag gegen einen deutlich schlechteren eingetauscht und einen entsprechenden Lohn- und Kaufkraftverzicht hingenommen. Wir melden den rechnerischen Arbeitsplatzabbau mit ca. 150.

 150

 05.10.2005 Grammer, Automobilzulieferer (Sitze), setzt das 2003 begonnene Sparprogramm zügig fort. Das neue Sparziel: 10 Prozent Personalkostensenkung. Wie auch immer das gestaltet wird, umgerechnet in Jobs heißt das, dass 250 von 2.500 Stellen nicht mehr bezahlt werden.

250

05.10.2005  Quartalsvergleich:

Nach 175.000 vernichteten Stellen im I. Quartal,
(1.944 pro Tag/ 710.000 pro Jahr)
und über 268.000 vernichteten Jobs im II. Quartal

(2.945 pro Tag / 1.075.000 pro Jahr)
haben wir in Summe
für das III. Quartal 2005 knapp 190.000 vernichtete Arbeitsplätze

(2.062 pro Tag / 753.000 pro Jahr) erfasst.

Im Vergleich zum II. Quartal also ein Rückgang um 29,1 Prozent.

Damit sind in den ersten 9 Monaten des Jahres 2005 rund 633.000 Jobs in Deutschland vernichtet worden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 563.500 so betrachtet, eine Steigerung um 12,3 Prozent.

 das
III. Qartal
2005

 04.10.2005 Clever Stolz, Margarine und Butter, Kleve, von UNI-LEVER vor drei Jahren mit gerade noch 350 von einst 1.500 Mitarbeitern abgestoßen, hat nun Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten rund 250 Mitarbeiter. Wir melden dien 350 von 2002.

 350

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.07.2005 bis 30.09.2005

189.709

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2005 bis 30.06.2005

268.025

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235

148