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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
Insolvenzen, angekündigter und absehbarer Stellenabbau seit 02.10.2002
In der Liste werden - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien erfaßt und ausge- wertet. Für die Richtigkeit der Angaben und für eventuelle Abweichungen vom tatsächlich eintretenden Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung kann keine Gewähr übernommen werden, jegliche Haftung für Schäden, die evtl. aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, wird ausgeschlossen. copyright: Egon W. Kreutzer
01.07.2005 bis 30.09.2005

Gesamt III. Quartal 2005

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EWK-Verlag

189.709

 30.09.2005 ZF Boge Elastmetall,  Autozulieferer, Bonn, nun ist es so weit, knapp 1 Jahr nach unserer Vorwarnung vom 28.10.2004 steht der Umfang des Stellenabbaus fest. 209 Stellen werden bis 2008 gestrichen, gleichzeitig wird die Produktionsverlagerung in die Slowakei vorangetrieben.

 209

 28.09.2005 Kermi, Heizkörper, Plattling, 96 Mitarbeiter werden wegen fehlender Auslastung entlassen.

 96

 28.09.2005 Carlsberg, dänischer Brau-Investor, schließt die Hälfte seiner Brauereien. Voraussichtlich sind 9 deutsche Braustellen betroffen, dazu gehören wohl die Tochter in Lübz, Feldschlößchen in Braunschweig und Landskron in Görlitz.
Wir schätzen, dass der Arbeitsplatzabbau in Deutschland insgesamt bei etwa 1.500 Stellen liegen wird.

 geschätzt 1.500

 28.09.2005 Mercedes,
nun mit 8.000 Jobs in den Medien - es müssen viel mehr werden, wenn das Einsparziel von 3 Milliarden erreicht werden soll. Das Muster ist übrigens bei VW vorgeführt worden. Da fing es auch damit an, dass 4 Milliarden jährlicher Einsparungen mit dem Abbau von 5.000 Stellen erreicht werden sollten.

 kalter Kaffee

 27.09.2005 Unbestätigte Meldung
Faurecia Innenraum Systeme, Automobilzulieferer, Scheuerfeld (im Westerwald), will dem Vernehmen nach 300 Mitarbeiter entlassen. Wir versuchen noch, dafür eine Bestätigung zu erhalten.

 Vorwarnung

 27.09.2005  Möbelhaus Hedderich, Mombach, wird Ende Oktober geschossen. Die letzten 7 Mitarbeiter müssen gehen.

 7

 26.09.2005 Schäfer, Stahlprodukte, Neunkirchen, die Heizkörper-Fertigung im Siegerland wird geschlossen. Soweit wir erfahren haben, wurde die Produktion in die Türkei verkauft.

 70

 23.09.2005 Leuchten Weiss, Leuchtenfachhandel, Rüsselsheim, gibt auf. Zum 30. April 2006 gehen für die 20 Mitarbeiter die Lichter aus.

 20

 23.09.2005 Ispoack GmbH, Service-Verpackungen, Einweggeschirr, Hausham, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 48 Mitarbeiter.

48

 23.09.2005 Reemtsma, legale Suchtmittel, Tochter der britischen Reemtsma Imperial Tobacco, wird in Berlin mindestens 200 der 550 Jobs streichen.

200

 23.09.2005 Sony, Elektronik, Welt, will elf Fabriken schließen und 10.000 Mitarbeiter auf die Straßen setzen. In Deutschland gibt es noch 650 Sony Jobs, auch hier wird abgebaut werden, Zahlen gibt es noch nicht. Wir schätzen also: 100

geschätzt 100

 23.09.2005 Landkreis Nordwestmecklenburg, es muss gespart werden, das ist die einhellige Meinung des Kreistages, der bereits (das holen wir heute nach) 2002 bschloss, 43 Stellen bis 2008 abzubauen. Das kommt nun in Gang, etwa die Hälfte ist geschafft, doch nun reicht das nicht. Das Innenministerium in Schwerin hat den Abbau weiterer 41 Stellen bis Ende 2009 verordnet.

Irr-gendwie, so scheint es, hoffen alle Politiker, durch Stellenabbau Arbeitsplätze zu schaffen. Irr-gendwie....

 84

 22.09.2005 CA, Computer Associates, Software, baut weltweit rund 800 von 16.000 Stellen ab. In Deutschland wird es voraussichtlich 50 von insgesamt 600 Mitarbeitern treffen.

 50

 22.09.2005 Mobil Service gemeinnützige GmbH, DRK-Krankentransport-Unternehmen, Hamburg Mitte, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 143 Mitarbeiter. Da denkt man immer, dem Roten Kreuz könnte so was nicht passieren, vor lauter Ehrenamtlichkeit.

143

 22.09.2005 Molkerei Bützow, Bützow, ist dicht. 90 Arbeitsolätze sind verloren gegangen. Wir nehmen an, dass wir diese neuerlichen Nordmilch-Opfer bisher nicht gezählt haben.

90

 22.09.2005 Samsung, Elektronik, ausländischer Investor aus Korea, schließt die Produktion von Bildröhren in Berlin-Oberschöneweide. 750 der etwa 800 Beschäftigten verlieren den Job.

750

 22.09.2005 RTL, Privat TV, Köln, will auf die Dienste von 200 Festangestellten und 300 "festen" freien Mitarbeitern verzichten.

500

 22.09.2005 Deutsche Telekom, Kommunikation, Bonn, bis 2008 müssen jährlich 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze im Festnetzbereich abgebaut werden. Trotz aller schon gemeldeten Zahlen, auch über 2008 hinaus, ist in dieser Meldung ein neuer, zusätzlicher Abbau von 10.000 Stellen in den nächsten beiden Jahren versteckt, wenn nämlich statt der sattsam bekannten 10.000 pro Jahr nun wirklich die in Aussicht gestellten 15.000 Arbeitsplätze pro Jahr vernichtet werden.

 weitere 10.000

 21.09.2005 Hüppelux, Sonnenschutz, Oldenburg, steht im Insolvenzverfahren. Betroffen sind die letzten 220 Mitarbeiter.

 220

 21.09.2005 Einrichtungshaus Dieter Lübke, Möbel, und Schaumstoff Lübke, Matratzen, Hamburg, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 40 Mitarbeiter.

40

 21.09.2005 Igeno Schienenfahrzeug GmbH, und das Institut für Maschinenantriebe und elektronische Gerätetechnik (IMG), Nordhausen, haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind 180 Mitarbeiter.

180

 21.09.2005 Extra-Baumarkt, Bad Münstereifel, wird geschlossen. Betroffen sind 8 Mitabeiter.

8

 21.09.2005 Friedola-Gruppe, Sport- und Freizeitartikel, Frieda, das Restrukturierungskonzept liegt auf dem Tisch. Nach 120 bereits ausgesprochenen Kündigungen wurden nun  92 weitere Entlassungen beschlossen. Am Ende sollen 690 Arbeitsplätze übrig bleiben.

212

 21.09.2005 Homlog GmbH, Internationale Spedition, Angermünde,  das insolvente Unternehmen wurde verkauft. Knapp 60 Arbeitsplätze bleiben unter dem Dach der Spedition Erich Jäckel GmbH erhalten. Von 135 Beschäftigten im Jahre 2004 auf nun knapp 60 - da sind mindestens 66 Jobs dahin.

66

 21.09.2005 Carl Zeiss Jena GmbH, Optik und Elektronik, Jena, im Bereich Display Technologies werden 70 Arbeitsplätze abgebaut.

70

 21.09.2005 Carl Zeiss Vision, Optik, Aalen, die Brillenglasproduktion (vorerst nur die Einfachgläser) wird nach Ungarn verlagert. In Aalen gehen 400 von den dortigen 1.360 Jobs verloren.

400

 21.09.2005 HeidelbergCement, Baustoffe, Heidelberg, europaweit fallen 1100 Stellen weg - in Deutschland sind es in den nächsten zwei bis drei Jahren, trotz Konzentration der Konzernaktivitäten auf den Stammsitz Heidelberg immerhin 220.

220

 20.09.2005 Otto Brandt, Schienenfahrzeuge, Niedersachswerfen, hat Insolvenz beantragt.Betroffen sind 185 Mitarbeiter.

185

 20.09.2005 Bauer druck köln KG, Tiefdruckerei, (Heinrich Bauer Verlag), will vier von acht Tiefdruckrotationen still legen und 470 der 950 Arbeitsplätze vernichten. Zeitgleich baut Heinrich Bauer in Polen eine zweite neue Tiefdruckerei.

470

 20.09.2005 Giesecke & Devrient, Edeldruckerei, will den Standort Louisenthal zum 30. Juni 2006 schließen und die Produktion in die Slowakei verlagern. Dort gehen 240 Arbeitsplätze verloren.

 240

 20.09.2005 Kimberley-Clark. Druckerei, Forchheim, will  350 Arbeitsplätze abbauen.

 350

 20.09.2005 Allianz, Policen, München, nach der Vorwarnung vom 13.09. kann nun vermeldet werden, dass der Konzern den Versicherungsverkauf (außerhalb der Bankfilialen) in einer neuen, ausgegliederten Vertriebsgesellschaft konzentrieren will. . Insgesamt soll eine deutlich straffere und stärker zentralisierte Struktur im Inlandsgeschäft den Kundenservice verbessern und die Kosten senken. Wie viele der 40.000 Allianz-Jobs im Inland zur Verbesserung des Service und zur Senkung der Kosten gestrichen werden müssen, wurde nicht verraten. Wir schätzen: So wie sich das Konzept anhört, lassen sich damit leicht rund 3.000 Jobs abbauen.  geschätzt 3.000
 20.09.2005 CHT R. Beitlich GmbH, Textilhilfsmittel, Tübingen, am Stammsitz Tübingen und in Dußlingen werden insgesamt 54 Arbeitsplätze abgebaut.

 54

 16.09.2005 Sorat Hotel-Verwaltungs-GmbH & Co. Pilgrimstein KG, ist im August in das Insolvenzverfahren eingetreten. Die Gesellschaft betreibt das Sorat Hotel Marburg. Betroffen sind in dem 146 Betten-Haus, dessen Betrieb noch weiterläuft, schätzungsweise 25 Mitarbeiter.  geschätzt 25
 16.09.2005 Springer & Jacoby, Werbung, Hamburg, will radikal sanieren.
Der Verzicht auf die Teilnahme an Kreativ-Wettbewerben und die Einführung eines "Billlig-Tarifes", sowie generelle gestraffte Arbeitsverfahren klingen nach massivem Personalabbau. Es werden zwar noch keine Zahlen genannt, doch wir schätzen, dass 100 der 500 kreativen Köpfe rollen müssen.

geschätzt 100

 16.09.2005 SBS, Siemens-IT-Tochter, will in Deutschland im kommenden Geschäftsjahr (endet zum 30.9.06)weitere 1.290 Arbeitsplätze abbauen. Danach verbleibt für 2007 ein Einsparvolumen von 265 Mio. Euro - was - umgerechneit in Personalkosten, den Verlust weiterer 3.000 Jobs bedeutet.

1.290 
+ geschätzt 3.000

 16.09.2005 Infineon, Chips, die Schließung des Münchner Werks haben wir bereits im Februar gemeldet

aufgwärmt

 14.09.2005 Modehaus Mosner, Heilbronn, gibt auf. 12 Arbeitsplätze gehen verloren.

12

 14.09.2005 Autopark Brau, Händler, Oldenburg-Niedersachsen, das Unternehmen mit 25 Filialen hat offenbar Insolvenz beantragt. Die Gläubiger holen die Autos per Lastwagen aus den Verkaufsräumen. Betroffen sind 250 Mitarbeiter.

 250

 14.09.2005 VW, Autos, Welt, will Produktionsstätten, die nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen arbeiten, schließen, verkaufen, bzw. durch Investitionen oder Zusammenarbeit mit Zulieferern zu billigerer Produktion führen. Damit verschärft VW seine Bemühungen, die Produktionskosten konzernweit bis 2008 um insgesamt mehr als 10 Mrd. Euro zu senken.
(10.000.000.000 € - das ist ein großer Happen für die Aktionäre - und eine bittere Pille für Mitarbeiter und Zulieferer.)

aber alles ohne betriebsbedingte Kündigungen...

 14.09.2005 HDH (Heitkamp-Deilmann-Haniel), Bauaktivitäten aller Art, Herne, wird umgebaut. Allein in Deutschland gehen 800 Arbeitsplätze verloren. Das Geschäftsfeld Schlüsselfertiges Bauen wird aufgegeben, der Gleisbau wird ebenso verkauft, wie die kanadische Bergbaugesellschaft Redpath. Die Hauptverwaltung in Wanne-Eickel wird um mindestens die Hälfte verkleinert. Das Betonfertigteilewerk in Dorsten soll verkauft oder stillgelegt werden. Der Konzern beschäftigt 7400 Mitarbeiter, von den 4560 in Deutschland werden in absehbarer Zeit nur noch 3760 weiterbauen.

800

 14.09.2005 Vita, Salate, Reutlingen, der Produktionsstandort Wanzleben wird geschlossen. Das kostet 110 Jobs. Vorläufig sollen die 21 Mitarbeiter aus den Abteilungen Logistik, Call Center und Qualität in Wanzleben weiterarbeiten. In diesem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass in Wanzleben bereits im Frühjahr 40 Stellen gestrichen wurden, ebenso in Reutlingen. In Summe sind also 190 Arbeitsplätze untergegangen. (Da ham wir den Salat!)

190

 14.09.2005 DaimlerChrysler, Fahrzeuge, Herr Zetsche hat die neue Streichsaison eingeläutet. Mehrere tausend Stellen müssen weg, tönt es sibyllinisch aus der Konzernzentrale. Wir erinnern nochmals daran: Mitte Juni 2004 hatte McKinsey herausgefunden, dass 10.000 Mitarbeiter bei Mercedes überflüssig sind. Im Februar 2005 erklärte der inzwischen nicht mehr verantwortliche Herr Schrempp, er wolle 3 Milliarden Kosten einsparen - wir hatten daraufhin einen Abbau von mindestens 30.000 Jobs in Deutschland prognostiziert. Daran halten wir fest. Auch der zwischenzeitlich vereinbarte Einkommensverzicht der Mitarbeiter und die damit erkaufte Beschäftigungsgarantie werden daran nichts ändern.

die Einschläge
kommen näher

 14.09.2005 Hewlett Packard, Computer und Peripheriegeräte, wieder einmal haben wir uns ein bisschen verschätzt. Von den weltweiten Stellenstreichungen entfallen 1.500 auf seutsche Standorte. Wir haben 500 nachzumelden.

weitere 500

 13.09.2005 Bauunternehmer X, Inhaber beziehungsweise Geschäftsführer zweier Firmenbereiche innerhalb der Kirschner-Gruppe, Groß Twülpstedt, soll in 25 Fällen geleaste Baumaschinen verkauft haben und sitzt nun in Untersuchungshaft. Dieser X hat nun für seinen Baggerbetrieb und Baustoffhandel sowie für die Erdbau-, Baumaschinen-Vermietungs-GmbH Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 109 Mitarbeiter.

109

 13.09.2005 Primacom, Kabelnetzbetreiber, steht in akuter Liquiditätskrise und wird voraussichtlich Insolvenz anmelden müssen. Ende 2004 hatte Primacom 845 Mitarbeiter.

 845

 13.09.2005 Allianz, Versicherungen, will den Vorstand umbauen und das Unternehmen restrukturieren. Offenbar ist die Schließung von Zweigniederlassungen geplant. Am Samstag tagt der Aufsichtsrat, am Montag sitzen die sieben Leiter der deutschen Niederlassungen zusammen. Dies könnte weit über 1.000 Arbeitsplätze kosten - wir werden sehen. Nach der Wahl...

 Vorwarnung

 13.09.2005 HVB, Unicredito, global europäische Geldschöpfung, wir hatten vorsichtshalber im Juni geschätzt, dass die Stellenabbaupläne der HVB nach der Übernahme durch die Italiener statt der Reduzierung von 28.000 auf 24.000 nun einen Wert von rund 20.000 als Zielgröße für die Reste der HVB in Deutschland vorsehen. Nun verlautet, dass der HVB-Aufsichtsrat Gerhard Randa davon ausgeht, dass in Deutschland "in zwei bis drei Jahren nicht viel mehr als die Hälfte übrig sein werden". Wir haben also weitere 7.000 Jobs als absehbar vernichtet zu vermelden.

weitere 7.000

 12.09.2005 Siemens, Elekto(nik)konzern, schürt Angst um Arbeitsplätze. Nach der Wahl sollen in D weitere 10.000 Jobs gestrichen werden. Das ist alles kalter Kaffee. Siemens wird - genauso wie VW - ein vielfaches der jetzt genannten Zahl streichen - und das ist schon lange bekannt. Schon im April 2004 erklärte der Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann, dass die geplanten Anpassungen an die Globalisierung in Deutschland 74.000 Stellen kosten.

nichts wirklich Neues

 12.09.2005 HP, Hewlett Packard, Computer und Peripheriegeräte, will in Europa 6.000 Stellen streichen. Die Hälfte davon in Großbrittanien, Deutschland und Frankreich, davon wiederum 1.300 in Frankreich (ja, so kompliziert kann man das berichten). Weil es für Deutschland keine noch präzisere Zahl gibt, schätzen wir: 1.000 geschätzt 1.000
 09.09.2005 Tierpark & Zoo, Berlin, der Senat streicht die Zuschüsse. Statt 9,94 Millionen Euro soll es künftig nur noch 5 Millionen geben. Während es beim Zoo darum geht, seine Stellung als artenreichster Zoo der Welt zu behaupten, geht es beim Tierpark um die nackte Existenz. Stellenabbau scheint unvermeidlich. Wir schätzen: rund 150.

 geschätzt 150

 09.09.2005 MZT Oberland, Oberland-Klinik, Weilheim,  37 Kündigungen verbessern die medizinische Versorgung - zumindest die Kassenlage. Interessante Info am Rande:
Die Agentur für Arbeit, also die Arbeitslosenversicherung, erklärt, für die gekündigten Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen und auch anderes Personal wird es nicht leicht, passende neue Stellen zu finden, weil sich wegen der Gesundheitsreform Kliniken und auch niedergelassene Ärzte verstärkt von Mitarbeitern trennen. Schön, oder?

37

 09.09.2005 Trumpf Blusen und Kleider GmbH, Aschheim, nach der Insolvenz des Berliner Unternehmensteils in 2003 und Stellenstreichungen in Aschheim bei München in 2004 ist nun auch der Standort Aschheim pleite. Betroffen sind die letzten 90 Mitarbeiter. Hinzu kommen wahrscheinlich weitere 50 Kündigungen im Lager an der Ismaninger Straße, das im Auftrag von Trumpf von einem Dienstleister betrieben wurde.

140

 08.09.2005 Mabo, Metallbearbeitung, Oberreichenbach, wird voraussichtlich Ende Oktober schließen.100 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

100

 08.09.2005 FMN communications, Kommunikationsanlagenbau, Nordhausen,  50 der 120 Mitarbeiter werden entlassen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

50

 08.09.2005 Klinik Sonnenhof, Wangen, wird geschlossen.48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

48

 08.09.2005 Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM), Berlin, die Pleite drohlt, ohne zusätzliche Maßnahmen ist die WBM im März 2006 zahlungsunfähig. Also soll eseine sehr harte Sanierung geben, was mindestens 220 von derzeit 720 Jobs kosten wird.

vorerst 220

 08.09.2005 Kirchenkreis Syke-Hoya, Seelenheil ev., Urlaubsgeld gestrichen, Weihnachtsgeld gekürzt, 40-Stunden-Woche und nun doch Entlassungen? Es geht weder um Beschäftigte, noch um die Leistungen dieser Beschäftigten, sondern nur um einen ausgeglichenen Haushalt - der erfordert Kürzungen von rund 15 Prozent. 400 Beschäftigte hat der Kirchenkreis - da werden wohl mindestens 60 gehen müssen.
Warum es nirgends mehr Geld gibt erfahren Sie in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - Über das Geld" von Egon W. Kreutzer - www.ewk-verlag.de

60

 08.09.2005 Embo, Textilhersteller, Cottbus, hat 14 Mitarbeitern die Kündigung ausgesprochen.

14

 08.09.2005 Infineon, Chips, Dresden, vor ein paar Tagen lag die Zahl noch bei 470 - nun sollen bis zu 600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Wir melden 130 nach.

weitere 130

 08.09.2005 Bäckerei Kraft, Bauschheim, die Sanierung des Unternehmens, dessen Mitarbeiter seit zwei Monaten auf Löhne und Gehälter warten, ist unwahrscheinlich. Wenn ein regionaler Lebensmittelproduzent in Schieflage gerät, dann bestehen Überkapazitäten am Markt, die sich auflösen werden. Der Verlust der 50 Arbeitsplätze bei Kraft ist absehbar.

50

 08.09.2005 Rostock, Kommune-Ost, noch mehr Stellenabbau in der Stadtverwaltung: oUnsere letzte Meldung stammt aus dem März 2004. Damals hieß es, beis 2010 sollen 700 Stellen abgebaut werden. Heute wird von bestehenden Plänen zum Abbau von 740 Stellen berichtet und die Notwendigkeit, bis zu 300 weiter Jobs anzubauen angekündigt.

 weitere 340

 08.09.2005 AachenMünchener, Versicherungen, Aachen, baut erneut Stellen ab. Die Kosten sollen um 80 Millionen Euro gesenkt werden, was der internen Rechengröße von 480 Arbeitskraft-Einheiten (klingt verdammt nach "Pferdestärken) entspricht. Wir können nicht glauben, dass die einzelne Arbeitskraft bei der Aachen-Münchener mit jährlichen Personalkosten von 165.000 Euro zu Buche steht - und fürchten, dass weit mehr Stellen abgebaut werden, um das Sparziel zu erreichen.

vorerst 480

 08.09.2005

Bundesamt für Wehrtechnik, Koblenz, rund 1.200 zivile Stellen sollen bis 2010 gestrichen werden. Doppelt so viele, wie vor drei Jahren angekündigt. Außerdem wurde in diesweme Zusammenhang auch die Kürzung von bis zu 200 Stellen beim ebenfalls in Koblenz angesiedelte Bundesamt für Informationsmanagement.

Diese Stellenkürzungen (weitere 600 beim BWB, 200 beim BIT) gehen eindeutig noch über die bisher pauschal angekündigten Abbaupläne des Bundes hinaus.

800

 06.09.2005 Karell, Autohandel, Mainz, wird höchstwahrscheinlich heute Insolvenz beantragen. Betroffen sind 66 Mitarbeiter.

66

 06.09.2005 Burda, Medien, plant noch weitergehenden Stellenabbau. Hatten wir am 3.8.05 den Abbau von 200 Stellen im Bereich Druck zu registrieren, liegen nun im Verlagsbereich Abbaupläne im Volumen von 20 Mio Euro auf dem Tisch. Kündigungen sollen weitgehend vermieden werden, aber 15 Prozent des Sparpotentials werden durch 40 "unvermeidliche" Kündigungen erschlossen. Wir schätzen, dass der Personalabbau insgesamte die Größenordnung von 250 Arbeitsplätzen erreichen wird.

geschätzt
weitere 250

 05.09.2005

VW

nun kommt Butter bei die Fische ...

Was Peter Hartz im Mai 2004 angekündigt hat, ohne dass das irgendjemand wirklich registrierte, kommt nun ins Rollen: Offenbar sollen relativ schnell weitere 10 000 Stellen - hauptsächlich in Wolfsburg gestrichen werden. Das ist aber wieder nur die Spitze des Eisbergs.

Nur zur Erinnerung:

Im Mai 2004 erklärte der damalige Personalvorstand Peter Hartz, dass die Arbeitskosten um rund 30 Prozent gesenkt werden müssen. Wir bezogen das auf den damaligen Personalstand in den inländischen Werken des Gesamtkonzerns (das waren zu diesem Zeitpunkt 176.544) und kündigten einen insgesamt erforderlichen Abbau von knapp 53.000 Stellen an.

Schon Ende 2004 meldete der Konzern nur noch 160.100 Stellen in Deutschland, ein erster Abbau um 16.444 Stellen ist also klammheimlich durchgezogen worden. Vermutlich hat sich der Personalbestand in den seither vergangenen 8 Monaten schon wieder drastisch reduziert und nun wird vom "Autoprofessor" Dudenhöfer erklärt, ein Personalüberhang von 15.000 Stellen müsse bei VW abgebaut werden -

Das Ende der Fahnenstange liegt vorläufig bei rund 120.000 Mitarbeitern, das haben wir bereits vor über einem Jahr angekündigt - und die Entwicklung läuft darauf hinaus, dass dieses Ziel bis Ende 2007 erreicht werden wird.

 Konkretisierung
 02.09.2005 Gartencenter Bakker, Ahrensburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 19 Mitarbeiter.

19

 02.09.2005 Votec, Fahrräder, Bretten, hat Insolvenz beantragt. (wieder) Pleite! Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter kann nur geschätzt werden. Wir orientieren uns am Bild der Fabrik, das auf der Homepage von votec zu sehen ist und sagen: 100

geschätzt 100

 02.09.2005 Mühlhäuser, Konfitüren/Pflaumenmus, Tangermünde/Mühlhausen haben Insolvenz beantragt. Betroffen sind insgesamt 86 Mitarbeiter.

86

 02.09,2005 Bertram, Klinker, Lippetal, die Öfen gehen aus. Das Brennmaterial für die Klinker ist zu teuer. 19 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

19

 02.09.2005 Metabo, Elektrowerkzeuge, Nürtingen, 120 Stellen werden gestrichen, dafür dürfen die verbleibenden 1500 Mitarbeiter künftig ohne Lohnausgleich 40 Stunden pro Woche arbeiten.

120

 01.09.2005 Autohaus Heister, Trier, steht, wie wir erst heute erfahren, in Insolvenz. Von noch 500 Beschäftigten wird der Insolvenzverwalter nun 261 entlassen. Nur die Standorte Trier, Konz, Bitburg und Wittlich sollen erhalten bleiben.

261

 01.09.2005 Lego, Spielwaren, Hohenwestedt, die Arbeitsplätze des Tochterunternehmens des dänischen Spielwarenkonzerns wandern nach Tschechien. Hohenwested wird geschlossen. Das kostet 126 Arbeitsplätze in Deutschland.

126

 31.08.2005 MZ, Motorräder, Zschopau, große Teile der Produktion gehen nach Asien. Wie viele der 200 Beschäftigten deshalb stempeln gehen müssen, wird noch geheim gehalten. Einschneidend wird es sein, so viel ist sicher. Also schätzen wir zunächst einmal 100. Dann sehen wir weiter.

geschätzt 100

 31.08.2005

Der Witz der Woche:

Jeden Tag 1.500 neue Jobs - das ist aus den Medien zu hören und auch Bundeskanzler Schröder äußerte am Dienstagabend im Fernsehen, es gäbe jeden Tag 1.500 neue "sozialversicherungspflichtige" Jobs.Ich habe mich gefragt, wo diese Zahl wohl herkommen mag, habe ein bisschen gesucht - und bin fündig geworden.Direkt aus der Arbeitslosenstatistik. Im August wurden 44.000 Arbeitslose weniger in die Statistik geschrieben, als im Juli. Teilt man diese Zahl durch 30 Tage, erhält man als Ergebnis tatsächlich eine Zahl, die nahe bei 1.500 liegt. Aber sind das auch neue Jobs? Ach was! Das ist die Veränderung der Zahl der als arbeitslos anerkannten Menschen. Dazu muss sich die Zahl der Jobs überhaupt nicht verändern. Es müssen nur ein paar mehr in Rente gehen, als neu in den Arbeitsmarkt eintreten. Diesmal ist die Hauptursache der kleineren Arbeitsloenzahl darin zu suchen, dass verdammt vielen Menschen ein Ein-Euro-Job aufs Auge gedrückt wurde. Das ist zwar kein Arbeitsverhältnis, schon gar keine sozialversicherungspflichtiges, aber der Mensch fällt aus der Statistik.
und mit ein bisschen Trickserei wird dadurch die reißerische Überschrift von 1.500 neuen Jobs pro Tag...

Mehr über den Wahlkampf und den Zustand der deutschen Demokratie finden Sie hier: Wieviel Staatsgewalt geht eigentlich vom Volke aus?



Über die Beschäftigungslage informiert übrigens das Statistische Bundesamt mit gesonderten Zahlen. Leider ist da erst der Juli verfügbar: Nach diesen Zahlen verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vormonat (Juni) um rund 30.000 Personen.

die Sache mit den vielen neuen Jobs...

 31.08.2005 Kaufhaus Leffers, Bremen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 400 Mitarbeiter in Bremen, Delmenhorst , Vegesack, Cloppenburg, Meppen, Minden, Lemgo und Stade

400

 31.08.2005 Spar, Groß- (und Einzelhandel), nach genehmigter Übernahme durch EDEKA wird der Rest des längst ausgebluteten Unternehmens noch ein bisschen platter gemacht. Von ehemals über 7.000 Beschäftigten sind heute noch rund 3.200 übrig, davon sollen nun weitere 1.700 überflüssig sein. Von einer marktbeherrschenden Stellung der EDEKA könne aber, meint das Kartellamt, keine Rede sein.

1.700

 31.08.2005 HSH Nordbank, nach der Fusion der Landesbanken von Hamburg und Schleswig Holstein werden 300 Mitarbeiter überflüssig. Nicht Stellen. Die Stellen werden wieder besetzt, aber trotz aller möglichen Qualifizierungsmaßnahmen gibt es für bis zu 300 Angestellte keine adäquaten Einsatzmöglichkeiten mehr. Na ja, Stellenabbau ist das nicht, aber für die Betroffenen sicher eine bittere Pille, die es wert ist, hier erwähnt zu werden.

nicht
qualifizierbar

 30.08.2005 Victor Achter (und andere), Textilien, Dülken, vor wenigen Tagen kündigten wir den Verlust von 250 Arbeitsplätzen an. Nun werden es wohl doch 100 mehr.

 weitere 100

 30.08.2005 ADI Deutschland GmbH, Monitore, Bremen, hat Insolvenz beantragt. Über Mitarbeiterzahlen wurde bisher nichts bekannt.

?

 30.08.2005 Raiffeisen Bezugs- und Handelsgenossenschaft Radeburg-Meißen (RBHG), hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 210 Mitarbeiter.

 210

 30.08,2005 WMF, u.a. Besteck, Geislingen/Steige,  2004 fielen 70 Jobs weg, die haben wir gemeldet, seitdem sind per Beschäftigungspakt Kündigungen ausgeschlossen, trotzdem konnten durch Nutzung der natürlichen Fluktuation weiter 60 Stellen gestrichen werden. Bis zum Ablauf des Beschäftigungspaktes, Anfang 2007 werden vermutlich weitere 100 Stellen durch Fluktuation frei - dann wird es im Inland noch rund 5.140 WMF-Werker geben. Wir schätzen die dann zu erwartende Freistellungswelle auf eine Größenordnung von 350 Mitarbeitern. Summa summarum sind also noch 510 WMF-Jobs zu melden.

geschätzt 510

 26.08.2005 Victor Achter (und andere), Textilien, Dülken, der ausländische Investor (die  Milliken Textile Group, USA), zieht sich aus Europa zurück. Die deutschen Werke mit insgesamt rund 250 Mitarbeitern, werden zum Jahresende geschlossen.

250

 26.08.2005

China - Importe
EU-Politik ist immer wieder schön, irrsinnig schön.

Da stapeln sich dieser Tage Millionen von Kleidungsstücken in den Zollhäfen, weil die EU hektisch und unabgestimmt eine Importgrenze eingezogen hat, ohne sich zu überlegen, wie praktisch damit umgegangen werden soll. Nun muss die Ware im EU-Ausland verramscht, oder gar teuer vernichtet werden.

Früher erhoben Staaten Einfuhrzölle, wenn sie die eigene Wirtschaft (zu Recht!) vor Billigimporten schützen wollten. Das hilft der Staatskasse, und reguliert den Markt - und niemand muss nagelneue Pullover, Blusen, Mäntel, Jacken usw. zu Putzlumpen verarbeiten.

Herrschaftszeiten!

Aber die EU-Verfassung, die brauchen wir, unbedingt, und so wie sie ist.

 Hintergrund
 26.08.2005 Margon, Mineralwasser, Burkhardswalde, das Werk wird geschlossen, rund 100 Arbeitsplätze gehen verloren.

100

 26.08.2005 Lanxess, Chemie, Bayer-Ausgründung, Leverkusen, schon im April berichteten wir davon, dass Lanxess in D 1.000 Stellen abbauen wird, im Juni kamen weitere 200 dazu. Nun wird offizielle verkündet, dass vorerst 960 Stellen abgebaut werden, aber voraussichtlich noch einige mehr...-

aufgewärmt

 26.08.2005 SCA, Papier und Pappe, der "alte Schwede" baut weltweit 3600 seiner 50.000 Stellen ab. SCA hat in Deutschland 40 Niederlassungen, wie stark es die Jobs in Deutschland treffen wird - keine Aussage. Tröstlich: Keine der größeren deutschen Tochterbetriebe wird geschlossen - und: schwerpunktmäßig werden Großbritannien und die Niederlande betroffen sein.
Da müssen wir halt wieder mal schätzen: Je 1000 in GB und NL, 400 in Schweden, 600 sonstwo und 600 in D.

geschätzt 600

 24.08.2005 SystemHaus Hemminger GmbH (SHH), Informationstechnologie, Esslingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 83 Mitarbeiter.

83

 24.08.2005 Stadtentwässerung und Wasserwerke, Hamburg, zwei kommunale Dienste fusionieren. Der neue Konzern mit rund 2500 Beschäftigten bleibt Eigentum der Stadt. Synergieeffekte sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen genutzt werden. Wir schätzen, dass der "sozialverträgliche" Abbau von rund 200 Jobs zu erwarten ist.

geschätzt 200

 24.08.2005

Polizei,

Da zählt noch jemand: 
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, hält die Forderung aus der Union, die Bundeswehr künftig auch im Innern einzusetzen. für einen Roßtäuschertrick. Damit soll nur der Stellenabbau bei der Polizei kaschiert werden.Nach Zahlen der GdP sollen in den Bundesländern bis zum Jahr 2010 fast 7000 Stellen gestrichen werden. Seit 1998 bis heute seien bereits 7100 Stellen entgefallen.

Wir haben, seit dem 2.10.2002 die folgenden Sparpläne erfasst:
Baden Württemberg .................4.000
Bayern .....................................1.200
Berlin .......................................5.950
Brandenburg ...............................700
Bremen .......................................115
Hamburg .....................................300
Nordrhein-Westfalen ................1.200
Sachsen ....................................2.100

Das sind in Summe 15.565 Polizistenstellen, die von nur 8 Bundesländern explizit zum Abbau vorgesehen sind. Auch alle übrigen Bundesländer bauen massiv Stellen ab, nennen aber nicht immer die Anteile der einzelnen Funktionsgruppen.
Wir glauben, die GdP sollte noch einmal nachzählen.

die Zahlen der GdP

 23.08.2005 Deutsche Flugsicherung, Fluglotserei, Noch-Staatsunternehmen, wird privatisiert, um den Luftverkehrsstandort Deutschland zu stärken (Zitat Stolpe). Mit Stärkung meint er damit wohl, den Weg frei zu machen für eine billigere Flugsicherung. Bis 2010 sollen daher bis zu 1000 der 5400 Stellen abgebaut werden.

1.000

 23.08.2005 S-Bahn, Nahverkehr, Berlin, Fast 880 von 3.700 Arbeitsplätzen fallen weg: Wir hatten bis jetzt nur vorsichtig von 800 (von 3.750) gesprochen, melden anun also sowohl die 80 mehr, als auch die 50 zwischenzeitlich verschwundenen nach, zumal die S-Bahn inzwischen fürchtet, es könne ein ganzes Drittel der 3.700 Stellen wegbrechen, wenn die Bahn die Ausschreibung für die Nord-Süd-Linien verliert. Dass es dafür überhaupt eine Ausschreibung gibt, ist schon Wahnsinn...

 130

 19.08.2005 Zirkus Williams, Wandergewerbe, schuldet der Gemeinde Kitzscher die Gebühren für den Festplatz.  Schon beim vorherigen Gastspielort des Zirkus im Juli blieb eine Stadt auf 60 Euro Betriebskosten sitzen. Die neunküpfige Zirkusfamilie aus Bayern wird nun wohl Insolvenz beantragen müssen. Um weder Kinder- noch Tierarbeit zu zählen, machen wir in Bezug auf den Arbeitsplatzverlust nur ein Fragezeichen.

?

 19.08.2005 Kaufhaus Hörhammer, Dachau,  die Storg Verwaltungs GmbH (Besitzer) hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 34 Mitarbeiter.

34

 19.08.2005 Lloyd Shoes, Fußbekleidung, Sulingen, die schwache Inlandsnachfrage zwingt dazu, 19 Arbeitsplätze in der Produktion zu streichen, die Entwicklung auf dem asiatischen Markt ist dagegen äußerst positiv. Weil Lloyd Shoes, Tochter der ARA, die sich gerne als "Global Player mit deutschen Wurzeln" bezeichnen lässt, schon in 2004 43 Mitarbeiter freigestellt hat, haben wir insgesamt 62 zu melden.

So geht das: Wenn man im Inland die Lohnkosten drückt, können sich die eigenen Leute weniger leisten - dafür kaufen jetzt die Asiaten billige Schuhe aus Deutschland. Wer hat etwas davon? Hier gibts ein paar weiterführende Überlegungen

62

 19.08.2005 Cooper Power Tools (CPT), Automobilzulieferer, Ellwangen, 56 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Grund: Die Sparmaßnahmen bei VW und DaimlerChrysler schlagen mit 40Prozent Umsatzrückgang auf den Zulieferer durch.

56

 Was wählen, am 18.9.

 

?

Nun gehen auch bei Osram die Lichter aus...

Diese Statistik hat einen einzigen Zweck:
Sie soll die verheerenden Folgen der von Industrie und Beratungsunternehmen erarbeiteten Arbeitsmarktpolitik dokumentieren, die mit dem Hartz-Konzept und der Agenda 2010 eingeleitet wurde. Seit Hartz vollmundig versprochen hat, die Zahl der Arbeitslosen zu halbieren, wurden nahezu 3 Millionen Stellen in Deutschland gestrichen.

Wer immer noch glaubt, dass die Maßnahmen nun langsam beginnen zu wirken, wie wir es seit zwei Jahren hören, der mag am 18. September wieder auf SPD und Grüne setzen, wer hingegen glaubt, dass die Maßnahmen schon richtig sind, nur zu zaghaft umgesetzt werden, der mag am 18. September Union und FDP wählen - beides wird dazu beitragen, dass diese Statistik noch viele Jahre mit unveränderter Tendenz fortgeschrieben werden muss.

Die Probleme Deutschlands haben ganz andere Ursachen und brauchen ganz andere Lösungsansätze. Auch mein jüngster Kommentar
"Bloß nicht aufessen!", beschäftigt sich damit.

 Hinweis

 18.08.2005 Osram, Lichtquellen, Berlin, 300 der 1.700 Mitarbeiter erhalten den blauen Brief.

300

 17.08.2005 Ihrpartner Deutschland GmbH, Vertriebspartner des Software-Herstellers Sage Software, hat Insolvenz beantragt. gestellt. Betroffen sind, vorsichtig geschätzt, ca. 20 Mitarbeiter.

geschätzt 20

 17.08.2005 Nanosolutions, Nanotech, Hamburg, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 8 Mitarbeiter.

8

 17.08.2005 Drauz Nothelfer, Karosseriebau, Heilbronn, die im Mai gegründete Unternehmensgruppe von Thyssen Krupp, streicht 511 Stellen an fünf deutschen Standorten.

511

 17.08.2005 Nestlé, Food, will drastisch sparen, also Personalkosten senken. An zahlreichen deutschen Standortendrohen Kündigungen. 770 Millionen Euro mehr sollen jährlich in die Taschen der Anteilseigner fließen, in Deutschland müssen die Mitarbeiter von 25 Nestlé-Standorten dafür bluten. Was bisher in aller Stille vor sich ging, wird bei der Gelegenheit auch bekannt: Die Zahl der Nestlé-Mitarbeiter in Deutschland wurde in den vergangenen zwei Jahren bereits von 20 500 (2003) auf 16 800 (2004) eingestampft. Das neue Kostensparprogramm wird wohl wieder primär die Hochlohnstandorte treffen - wir schätzen dass in Deutschland weitere 2.000 Jobs verloren gehen.

 3.700
bereits realisiert

+ geschätzt
2.000

 17.08.2005

Edscha. Autozulieferer, Heuschreckenopfer,

Das alles ist legal:
Ein US-Finanzspekulationskonzern kauft ein Unternehmen auf Pump und lässt sich den Kaufpreis anschließend vom aufgekauften Unternehmen überweisen.
So sind 60 Millionen Euro aus dem Unternehmen abgezogen worden, das daraufhin zusätzliche Kredite aufnehmen musste und nun ums Überleben kämpft. Nun sollen weltweit 1.000 Jobs abgebaut werden, weil das Unternehmen für einen neuen Käufer lukrativ aussehen soll. In Deutschland soll die Personalkostensenkung die Größenordnung von 20 Millionen jährlich erreichen. Das sind überschläglich gerechnet rund 650 Jobs.

Es ist eine ausgesprochene Schweinerei.
Einerseits, dass es Menschen gibt, die nur auf das schnelle Anwachsen ihrer fetten Ärsche aus sind und dabei alle Grenzen von Anstand und Moral weit hinter sich lassen, - andererseits, und das ist noch schlimmer, dass in diesem unserem Lande niemand wagt, dem einen Riegel vorzuschieben.
Finanzvorstand Peter Mazzucco und Bereichsvorstand Hagen Wiesner, die den neuen Kurs nicht mittragen wollten, wurden übrigens von ihren Ämtern entbunden.

650

 17.08.2005 Honeywell Aerospace, Raumfahrttechnologie, Raunheim, restrukturiert und streicht in Deutschland 80 Arbeitsplätze, weltweit gehen 2.000 unter.

80

 12.08.2005 Immer wieder wird behauptet, der hier angekündigte Stellenabbau im Öffentlichen Dienst sei weit übertrieben - hier wieder einmal eine Aussage zum tatsächlich eingetretenen Stellenabbau:

Sachsen, Neues Bundesland, das Statistische Landesamt in Kamenz teilt mit, dass Ende Juni 2004 214 300 Menschen bei öffentlichen Arbeitgebern beschäftigt. 7650 Personen (3,4 Prozent) weniger als im Jahr zuvor. Seit dem Beginn der statistischen Erhebung 1992 wurden insgesamt über 140.000, jährlich also durchschnittlich knapp 11.000 Stellen abgebaut - und das wird noch eine Weile so weitergehen.
Konkretisierung
 12.08.2005 Karstadt Quelle, wie von uns im Oktober 2004 vorhergesagt, werden bei Karstadt Quelle entgegen aller anderslautenden Aussagen massiv Stellen abgebaut (rund 20.000). Viele Mitarbeiter der verkauften kleinen Häuser müssen nun feststellen, dass sie davon betroffen sind, ein größerer Brocken wurde jetzt bekannt:  In München wird das Karstadt-Einrichtungshaus auf der Theresienhöhe geschlossen, zusammen mit dem zugehörigen Auslieferungslager in Eching sind das alleine 400 Jobs. Gekauft wurde das Haus von der österreichischen Lutz-Möbelhauskette - die damit wohl "Marktbereinigung" betreiben will. Konkretisierung
 12.08.2005 Thimm, Verpackungen, Northeim, entlässt 60 von rund 700 Mitarbeitern. der Rest muss sich in Gehaltsverzicht üben.

60

 12.08.2005 Dürr AG, Maschinen u. Anlagenbau, Stuttgart, will konzernweit bis Mitte 2006 800 Stellen abbauen. Den Großteil davon, so heißt es, in Nordamerika, also schätzen wir, dass es in Deutschland rund 300 werden.

 geschätzt 300

 11.08.2005 Zenner, Wasser- und Wärmezähler, Saarbrücken, hat Insolvenz beantragt. Die Gruppe beschäftigt weltweit in 42 Tochtergesellschaften rund 1.200 Mitarbeiter, davon etwa 240 in Saarbrücken.

240

 11.08.2005 Königliche Porzellanmanufaktur (KPM), Berlin, vor sieben Monaten an Franz Wilhelm, Prinz von Preußen verkauft, steht offenbar vor der Zahlungsunfähigkeit. Es ist unklar, wie die Gehälter der 170 Mitarbeiter bezahlt werden - letztlich werden öffentliche Kassen für die Rettung des "Kulturgutes" eintreten müssen - und dafür selbst an anderer Stelle Personalkosten sparen.

170

 11.08.2005 Hei-Wi, Kunststoff- und Metallwerk und Vertriebsgesellschaft, Kamen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 37 Mitarbeiter.

37

 11.08.2005 Hypo Real Estate, Immobilienfinanzierung der aufgekauften HypoVereinsbank, streicht 140 von 1.260 Stellen. Der bisherige Ableger in Dublin gibt seine Führungsrolle im internationalen Geschäft an die Württembergische Hypobank ab, wird aber mit anderen Aufgaben bestehen bleiben. Wo genau die 140 Jobs entfallen war zunächst nicht zu erfahren. Im Zweifel, in Deutschland. Da wird nach der Übernahme durch die Italiener sowieso noch einiges zu erwarten sein.

 geschätzt 100

 11.08.2005 Zanolli, Buchverwerter, Köln, hat Insolvenz beantragt, Betroffen sind 180 Mitarbeiter des Verlags, bereits vorher wurden 50 Beschäftigte des Call Centers entlassen.

230

 10.08.2005 Lange Maschinen- und Stahlbau GmbH, Lünen, das Insolvenzverfahren ist eröffnet.Betroffen sind 8 Mitarbeiter.

 8

 10.08.2005 MK-Transport GmbH, Spedition, Lünen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 40 Mitarbeiter.  

40

 10.08.2005 Abig Wärmetechnik GmbH u. Co. KG, hat Insolvenz beanbtragt. Betroffen sind rund 80 Mitarbeiter.

80

 11.08.2005

Trendmeldung

Das ostdeutsche Transportgewerbe rechnet mit dem Verlust von bis zu 10.000 Jobs in den neuen Ländern wenn es der deutschen Politik nicht gelingt, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die es dem deutschen Verkehrsgewerbe ermöglichen, auch im gesamteuropäischen Wettbewerb zu bestehen.

Trend

 10.08.2005 Südfleisch AG, Schlachtriese, wird vom holländischen Schlachthof Multi Sovion geschluckt, der bereits vorher den Konkurrenten Moksel übernommen hat. Die Schließung von Standorten gilt als sicher. Es wird geschätzt, dass von 5.800 Mitarbeitern nur 5300 übrig bleiben. Wir halten das, unter Berücksichtigung der verheerenden Zustände in der europäischen Schlachtereiszene für viel zu tief gegriffen und rechnen mit einer massiven Verlagerung der Schlachtaktivitäten und in der Folge zwangsläufig auch der Viehwirtschaft in Richtung Norddeutschland, Dänemark und Polen.

500

 10.08.2005 Schefenacker AG, Automobilzulieferer, Esslingen, Produktionsverlagerungen seit 1994 haben dazu geführt, dass von insgesamt 6.900 Mitarbeitern nur noch 1.600 in Deutschland beschäftigt sind. Den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sollen hierzulande weitere 300 Jobs geopfert werden.

300

 10.08.2005 Groß- und Außenhandel, Zahlen des Unternehmensverbandes, bis Jahresende werden bis zu 700 der insgesamt 133 000 Arbeitsplätze entfallen. Wir melden, wie schon 2003 auch diese Zahl pauschal, weil auch hier eine Vielzahl von Unternhemen jeweils in geringem Umfang Personalveränderungen vornimmt, die auf anderem Wege kaum an die Öffentlichkeit kommen.

700

 10.08.2005 Bistum Mainz, Seelenheil kath., die Zahl der nichtpastoralen Mitarbeiter soll von derzeit 3 500 bis Ende nächsten Jahres auf 3200 reduziert werden.

300

 09.08.2005 Dr. Adolf Planz, zahnärztliche Praxis, Apolda, hat Insolvenz beantragt.  

?

 09.08.2005 Corning Cable Systems, Glasfaserkabel, Neustadt (auf der Heide), die Fertigung soll von Franken nach Polen verlagert werden. 230 Menschen verlieren den Arbeitsplatz. In Neustadt bleiben etwa 220 Beschäftigte der Entwicklungs- und Finanzabteilung, sowie der Bereich Kupferkabel.

230

 04.08.2005 Schloss Rabenstein, Klinik, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 40 von ehemals 90 Mitarbeitern. Daneben hat Günter Dachs, der Betreiber, auch für die Kliniken in Waldmünchen, Lohberg und Sankt Englmar Insolvenz beantragt.Wir nehmen an, dass es sich jeweils um ähnliche Häuser handelt und schätzen einen Gesamtschaden von 360 Arbeitsplätzen.

geschätzt 360

 04.08.2005 Novell, Softwareschmiede, Welt, streicht 150 Stellen in Europa. Wo genau? Na, in Europa..., wieder ein Fall der neuen Arroganz, die so hoch über den Wolken schwebt, dass einzelne Länder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Menschen schon gar nicht, außer als Kostenfaktoren.

Wir schätzen also, dass es davon 50 in Deutschland trifft.

 geschätzt 50

 03.08.2005 Plüti nova, Plüschspielwaren, Sonneberg, hat bereits Anfang Juli 2005 Insolvenz beantragt. Der Betrieb beschäftigte zu DDR Zeiten bis zu 1.000 Mitarbeiter. Dank vereinigungsbedingter Veränderungen sind aber heute nur die letzten 13 betroffen.

13

 03.08.2005 Elektro Schneider, Hetterscheid, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 40 Mitarbeiter.

40

 03.08.2005 Hoppegarten, Galopprennbahn, (in Brandenburg), es droht Insolvenz, weil der Union-Klub wegen fehlender Zuwendungen von Bund und Land Brandenburg die Bahn nicht mehr unterhalten kann. Über Mitarbeiterzahlen wurde noch nichts bekannt, wir schätzen, dass rund 100 Jobs direkt betroffen sind.

geschätzt 100

 03.08.2005 Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik, Halberstadt, zum Jahresende werden 15 von 300 Angestellten entlassen.

15

 03.08.2005 Burda, Zeitschriften, Offenburg, Rationalisierungen im Bereich Druck machen 200 von 950 Mitarbeitern überflüssig. Insgesamt sind in Offenburg 2.700 der 7.510 Burda-Beschäftigten tätig.

200

 03.08.2005 Fortschritte beim Stellenabbau, jubelt die Berliner Morgenpost
(hier der Link zum Artikel)http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/03/berlin/770662.html

Land Berlin, Hauptstadt, will bis 2012 die Zahl der Mitabeiter unter 100.000 bringen. 2001 waren das noch 141.000, aktuell werden 127.000 gezählt. Davon 32 000 Lehrer, 17 000 Polizisten, 7000 Finanzbeamte, 3300 Feuerwehrleute und 12 000 Erzieher in Kindertagesstätten.

Wir haben unsere Statistik quergecheckt und meinen, dass wir aus der Differenz zwischen 141.000 (Ende 2001) und dem Ziel auf weniger als 100.000 zu kommen, bisher folgende Maßnahmen erfasst haben: 580 Stellen an FU und Humboldt Uni, 1.159 beim Jugendaufbauwerk, 4.500 bei der Polizei, 600 beim Telebus-Sonderfahrdienst, 400 Referendare aus der Lehrerausbildung, weitere 9.500 ohne nähere Bestimmung. Das sind in Summe 16.739. Hinzu kommen geschätzte 4.000 aus dem Jahre 2002, also vor Beginn der Statistik, so dass noch 20.261 vom Senat zur Vernichtung vorgesehene Arbeitsplätze nachzumelden sind.

Die von uns gemeldeten Stellenabbaupläne bei den Verkehrsbetrieben (BVG: 6.000), bei der Wasserversorgung (RWE, Veolia: 1.000), bei der S-Bahn (DB: 800) und die 11.000 gestrichenen ABM-Stellen sind u.E. nicht im Stellenplan der Stadt enthalten.
weitere 20.261
 01.08.2005 Ostwald GmbH & Co. KG, Bauunternehmen, Frankfurt an der Oder, beantragt Insolvenz. Betroffen sind 182 Mitarbeiter.

182

 01.08.2005 Rinke, Etiketten, Sprockhövel, 38 von 200 Arbeitsplätzen fallen weg. Die Mutter, Avery-Denison, hält die für eine Maßnahme zur Rettung des Standorts.

38

 01.08.2005 New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie AG (NYH), Friseurkämme un mehr, Hamburg-Harburg, streicht 30 von 250 Stellen.

30

 01.08.2005 Infineon, Chips, in Dresden sind 470 von 5.500 Infineon Jobs bedroht. Die Zahl der Schichten soll von fünf auf vier reduziert werden.

470

 29.07.2005 Wagener & Schade, Autokundendienst, Duisburg/Gelsenkirchen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 20 Mitarbeiter.

20

 28.07.2005

Prognose bezahlter Wissenschaftler

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, eine Institution, der Bundesagentur für Arbeit, die also aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung bezahlt wird, hat doch tatsächlich herausgefunden, dass in den kommenden 15 Jahren in den neuen Bundesländern eine Million Arbeitsplätze verloren gehen.

Peinlich genug.

Was dann für das Jahr 2050 erwartet wird, lohnt nicht, dafür noch mehr Speicherplatz auf Web-Servern zu verschwenden. Horoskopgläubige und Freunde der Realsatire können im ntv-online Angebot nachlesen.
Hier der Link: http://www.n-tv.de/560499.html

die astrologische Abteilung der Bundesagentur für Arbeit blickt weit in die Zukunft.
 28.07.2005 Schienenfahrzeugwerk Mittenwalde, hat 37 von 62 Mitarbeitern gekündigt.

37

 27.07.2005 Hartmann GbR, Nudossi, (Brotaufstrich-Ost), Radebeul, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 80 Mitarbeiter.

80

 27.07.2005 Geiger Technik, Automobilzulieferer, Garmisch-Partenkirchen, lagert die Spritzgießproduktion aus. Teile der Fertigung gehen in ein neu errichtetes Werk in Polen. In Garmisch-Partenkirchen entfallen 400 der insgesamt 1.000 Jobs.

400

 27.07.2005 Reiss International, Zumtobel-Tochter, Beleuchtung, Tettnang, die Mutter macht die Tochter platt. Die für 2006 angekündigte Schließung kostet 100 Arbeitsplätze.

100

 27.07.2005 Genossenschaftsbanken, Raiffeisen u. Volksbanken und weitere Institute mit dem Kürzel e.G., Geldschöpfung, trotz Milliardengewinn haben die Genossenschaftsbanken im letzten Jahr 5.353 Stellen abgebaut. Auch in 2005 setzt sich der Stellenabbau fort. Insbesondere sollen durch Fusionen Syneregieeffekte und damit Mitarbeiter freigesetzt werden. Aus noch 1.335 Instituten mit derzeit 189.748 Mitarbeitern sollen bald nur 1.000 geworden sein.

vollzogen:
5.353
+ weitere
geschätzt
3.000 im lfd. Jahr

 26.07.2005 Real und Extra, Metro, Einzelhandelsriese, für 55.000 Mitarbeiter der Metro Vertriebs-Marken Real und Extra entfallen die freiwilligen übertariflichen Leistungen. Da kommen rund 35 Millionen Gewinnerhöhung zusammen. Das wirkt, als hätte man 1.400 Mitarbeiter entlassen. Die melden wir.

umgerechnet
1.400

 26.07.2005 DaimlerChrysler, Fahrzeuge, nun wird klar, dass Stellen abgebaut werden sollen. Mitte Juni 2004 hatte McKinsey herausgefunden, dass 10.000 Mitarbeiter bei Mercedes überflüssig sind. Im Februar 2005 tönte Herr Schrempp, er wolle 3 Milliarden Kosten einsparen - wir hatten daraufhin einen Abbau von mindestens 30.000 Jobs in Deutschland prognostiziert. Daran halten wir fest. Dann kam die Einigung auf ein Sparpaket in der Größenordnung von einer halben Milliarde Euro jährlich, dass durch Einkommensverzicht der Mitarbeiter finanziert wurde - und die Beschäftigungsgarantie (mit allen üblichen Vorbehalten) bis 2011. Nun wollen die Aktionäre schon wieder mehr.

es wird ernst

 25.07.2005 Ragolds, Süßwaren (Rachengold etc.) wird zum Jahresende geschlossen. Betroffen sind 150 Mitarbeiter. Die Marken "Atemgold" und "Rachengold" hat sich der Konkurrent Storck gesichert.

150

 25.07.2005 EADS, Raumfahrt - europäische, Bremen, muss wegen fehlender Entwicklungauftrage an Personalabbau denken. Bis zu  200 Arbeitsplätze an deutschen Standorten, lautet die Drohung an die Kundschaft, sollten die Aufträge ausbleiben. Angesichts leerer Kassen ein sehr wahrscheinliches Szenario.

200

 25.07.2005 AgfaPhoto, nach der im Mai gemeldeten Insolvenz des vor einem Jahr vmit 2.870 Mitarbeiterist aus-gegründeten Unternehmens gibt es dort schon nur noch 1.715 Mitarbeiter. Von denen fallen nun die nächsten 860 durch die Ritzen. Konkretisierung
 22.07.2005 Biltrain AG, Bildungsunternehmen, Dresden, hat kaum noch Aufträge und steht vor einer existenziellen Krise. Von 94 Mitarbeitern in 2003 sind keine 40 mehr übrig. Wir rechnen mit dem baldigen Ende und melden alle 94, nachträglich und vorausschauend zugleich.

94

 22.07.2005 Landwirtschaftskammer NRW, nach der Fusion der Kammern Rheinland und Westfalen-Lippe Anfang 2004, wurden Synergieeffekte genutzt und 250 von seinerzeit 1.700 Stellen abgebaut.

250

 22.07.2005 Reuschel Bank, Geldschöpfung, München, der Wettbewerb wird stärker. Also müssen Mitarbeiter abgebaut werden. Offenbar glauben nun auch die Privatbanken, gut ist gut, billig ist besser...
10% der Belegschaft werden abgebaut. Die Arbeit erledigt die Dresdner Bank irgendwie mit.

50

 22.07.2005 Nordelbischen Ev. luth. Kirche, es kann immer noch schlimmer kommen. Rechnete man vor einem Jahr bei den Protestanten im Norden noch damit, bis 2008 etwa 4.000 Stellen abbauen zu müssen, stehen nun 40 Prozent der 19.000 Mitarbeiter auf der Abschussliste.

weitere 3.600

 20.07.2005 Schön GmbH, Hydraulikpressen, Hattingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 31 Mitarbeiter.

31

 20.07.2005 Wickmann, Sicherungen, Annen, geht ganz nach China. Bereits im Februar 2004 wurden 60 Stellen gestrichen, nun wird die Fertigungshalle geräumt.Eigentümer ist übrigens die US-amerikanische Littelfuse Holding, Von 270 Mitarbeitern bleiben vorläufig lediglich 30.

 240

 20.07.2005 Möbel-Erbe, Schkeuditz, wird per Ende August geschlossen. 120 Mitarbeiter verlieren den Arbeitsplatz.

120

 20.07.2005 Berlin, Hauptstadt, ein neues Detail aus dem Stellentagebau in Berlin. Rund 13.000 Stellen sollen fallen, viele Polizisten darunter, jetzt auch die Beschäftigten Der Bezirksbauämter.Ein zentrales Bauamt für alle zwölf Berliner Bezirke soll die Hälfte der Mitarbeiter entbehrlich machen. Von derzeit 3550 sollen nur 1810 übrig bleiben.  weiterer
Konkretisierung
 20.07.2005 IBM, Computer und Software, auch IBM will, wie HP, weltweit rund 14 500 Stellen abbauen. Der Großteil der Jobs soll in Europa verschwinden, arrogant wie IBM seit jeher auftritt, teilt das Unternehmen mit: "Wir brechen die Zahlen nicht auf Länderebene herunter".
Dem kann man nur eine großzügige Schätzung entgegenstellen. Wenn der Großteil der Stellen in Europa entfällt (über 10.000) und in Deutschland davon rund 25.000 beschäftigt sind, werden es wohl, über die bereits angekündigten Schließungen in Hannover und Schweinfurt hinaus nochmals rund 3.000 werden.

realistisch
geschätzt
weitere 3.000

 19.07.2005 HP, Hewlett Packard, PC's und Zubehör, weltweit sollen 14.500 Mitarbeiter von Bord gegangen werden. In Deutschland voraussichtlich rund 2.000. HP hofft, ab dem Geschäftsjahr 2007 1,9 Milliarden Dollar pro Jahr zusätzlichen Gewinn schreiben zu können. Wir hatten Anfang Januar 2005 bereits von 350 abzubauenden Stellen in D berichtet und haben nun 1.650 nachzumelden.

weitere 1.650

 19.07.2005 EUROMED AG, Klinikbetreiber + Beratungsgesellschaft, Fürth, hat Insolvenz beantragt. Mitarbeiterzahlen wurden nicht genannt, wir schätzen, dass mindestens 50 Arbeitsplätze verloren gehen.

geschätzt 50

 19.07.2005 Müller&Breuer, Autohaus, Wipperfürth, wegen Insolvenz geschlossen, betroffen sind 93 Mitarbeiter in drei Filialen.

93

 19.07.2005

Hintergrund: Die Süddeutsche berichtet:

Elf Millionen Deutschen arbeiten Teilzeit. 4,25 Millionen nicht einmal sozialversicherungspflichtig. Oft muss der Staat einspringen, weil das eigene Einkommen nicht zum Leben reicht. die Hälfte .

Hier geht's zum Originalartikel, http://www.sueddeutsche.de/,jkm2/jobkarriere/erfolggeld/artikel/987/56931/

11 Millionen Deutsche arbeiten Teilzeit - die sind nicht als arbeitslos gezählt, obwohl viele von dem, was sie in ein paar Stunden verdienen, nicht leben können.
 19.07.2005 Dachziegelwerk Meindl, Dorfen, wieder schlägt ein ausländischer Investor zu. 50 Mitarbeiter zahlen die Zeche für den Verkauf an die belgische Etex Group. Das ist immerhin knapp ein Viertel der Belegschaft.
Ausländische Investoren,
machen im Prinzip das Gleiche, wie inländische Investoren. Sie stellen Geld zur Verfügung, das im Laufe der Zeit von den arbeitenden Menschen in einem Betrieb "abgearbeitet" werden muss. Am Ende holt der Investor Geld und Zinsen wieder heraus. Nur haben ausländische Investoren den großen Vorteil, dass es bei Ihnen nicht "Kapitalflucht" ist, wenn sie ihr Kapital nebst Zinsen wieder abziehen.

50

 19.07.2005 Verkehrsbetriebe Brandenburg (VBBr), Streckenreduzierungen oder -schließungen sollen helfen 2 Millionen zu sparen. Das kostet voraussichtlich 60 von 180 Mitarbeitern den Job - ganz abgesehen davon, dass die Versorgung der Bevölkerung weiter verschlechtert wird. Das hilft vermutlich dem Aufschwung oder irgendwie...
Warum überall das Geld fehlt? Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre III lesen!

60

 19.07.2005 EDAG, Autokonstrukteur, Fulda und andere Standorte, will in Deutschland 480 Stellen abbauen. Noch im Dezember 2004 lag die Planung bei nur 140, wir haben also 340 nachzumelden.

weitere 340

 15.07.2005 Airport Last Minute Reisebüro, Hörsching, steht in Insolvenz. Betroffen sind 4 Mitarbeiter. -

4

 15.07.2005 Leitner, Installateur,Aigen, hat Insolvenz beantragt, Betroffen sind 17 Mitarbeiter.

17

 15.07.2005 Kliniken des Kreises Pinneberg, Uetersen ist ganz, Wedel teilweise geschlossen, Ziel war die Rettung. Nun sollen die Mitarbeiter aufs Gehalt verzichten. Geschäftsführer Alexander Schlick macht keine große Hoffnung, wenn er sagt: „Wir gehen nicht in den kommenden acht Wochen in die Insolvenz“, Zahlen gibt es auch hier keinen. Wir warten also die nächsten acht Wochen ab...

???

 15.07.2005 Müller&Pecher GdbR, Erdbau und Transporte, Döhlau, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 19 Mitarbeiter.

19

 15.07.2005 Hagenbecks Dinner-Zirkus, Hamburg, hat Insolvenz beantragt. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, ist unklar, wir schätzen vorsichtig: 20.

geschätzt 20

 15.07.2005 Werth-Holz, Rönkhausen, die letzten 40 Mitarbeiter erleben die Aufgabe des Standorts und verlieren den Job. Das Unternehmen zieht nach Polen. Viele Ungereimtheiten um Landesbürgschaften, Entschuldung vor der Übernahme durch die Bonner GHW rücken diesen "letzten Akt" in Deutschland in ein seltsames Licht.

40

 15.07.2005

industrienahe Forschungsförderung, so was gibt es, wir wollen ja Innovationen fördern.

Trotzdem liegen derzeit 265 Anträge, die längst geprüft und positiv beschieden sind, auf Eis. Die Fördermittel für Projekte, die eigentlich schon am 1. Juli hätten starten sollen, bleiben aus, weil das Bundeswirtschaftsministerium zugesagte Mittel im Programm INNO-WATT gekürzt hat (statt 96,5 nur noch 85,5 Millionen). Damit sind in den neuen Ländern 1000 Ingenieurstellen akut gefährdet. In den betroffenen Firmen wird es wohl Kündigungen geben. „Die Gelder waren eingeplant, und viele Projekte sind ohne Zuschüsse nicht zu bewältigen.“

1.000

 15.07.2005 Thüringer Aufbabank, Gewinn erhöht, Kosten und Personal reduziert. Von 300 Mitarbeitern sind nur noch 256 übrig.

44

 15.07.2005 Novar, ehedem Ackermann, Elektroinstallationssysteme, Derschlag, die Planungen gab es schon vor der Übernahme durch den US Konzern Honeywell, vermutlich waren sie Bedingung für den Kauf, nun werden wieder 100 Stellen plattgemacht. Die Zahl der Mitarbeiter geht damit unter die 200er Marke.

100

 15.07.2005 VW - mit einem Jahr Verspätung kommt der Experte:

VW müsste mehr als jede zehnte Stelle in Deutschland abbauen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Das sagte Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der FH Gelsenkirchen, dem "Hamburger Abendblatt". "VW hat allein in Deutschland einen Personalüberhang von mindestens 15.000 Mitarbeitern", sagte Dudenhöffer. VW beschäftigt in Deutschland gut 120.000 Menschen.Nach Berechnungen Dudenhöffers müssten die Personalkosten im VW-Konzern insgesamt "um 20 Prozent" gesenkt werden. VW müsse bei dieser Kostenreduzierung auf das Niveau anderer Volumenhersteller wie Opel oder Ford kommen, um effizient arbeiten zu können, sagte Dudenhöffer.

Unsere Anmerkung dazu:

Peter Hartz hat im Mai 2004 angekündigt, die Personalkosten um 30 Prozent senken zu wollen. Dies bezogen auf den Gesamt-Konzern, der damals noch rund 175.000 Mitabeiter in Deutschland beschäftigte.

 aufgewärmt, wissen die Freunde dieser Statistik seit mehr als einem Jahr - und besser.

Hier war das:
am 3. Mai 2004

 15.07.2005 Sundwiger Messingwerk, Geschäftsleitung und Betriebsrat um den Abbau von Arbeitsplätzen. Nach unserer Einschätzung wird rund ein Drittel der 407 Arbeitsplätze verschwinden.

geschätzt 135

 15.07.2005 Weber-Haus, Fertighausbau, Linx, bis Ende 2005 wird die Zahl der Mitarbeiter (2004: 960) unter 900 sinken.

65

 15.07.2005 Abbott, US-Pharmakonzern, wird Außendienst in Deutschland schrumpfen.
120 von 250 Vertreter dürfen gehen.

120

 14.07.2005 Eg-Gü GmbH, Schuhcreme, Dresden, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind die letzten 19 Mitarbeiter.  

19

 14.07.2005 Hako, Kehrmaschinen, Hamburg, Umsatz steigt, ausgewiesener Umsatz sinkt, in Deutschland bleiben die Mitarbeiterzahlen bei der Muttergesellschaft mit run 1.100 unverändert, allerdings musste die Tochter Multicar (neue Länder, Billiglohn) um 35 auf 200 gesenkt werden.

35

 14.07.2005 Röpe, Betonwerk, Uelzen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 350 Mitarbeiter an mehreren Standorten.

350

 14.07.2005 Lambertz, Süßwaren, Aachen, plant weitere Produktionsverlagerung nach Polen, Einsparziel: 4,5 Millionen Euro Personalkosten. Das kostet in Deutschland 300 Arbeitsplätze.

300

 14.07.2005 Gebhardt & Koenig, Bergbau-Dienstleister, Recklinghausen, hat den Hauptauftraggeber verloren.  Die Abhängigkeit von der Deutschen Steinkohle (DSK) war so groß, dass nun mit der Schließung gerechnet werden muss.
Betroffen sind 128 Mitarbeiter.

128

 14.07.2005 Evangelisches Krankenhaus, Witten, im Pflegebereich werden 35 bis 40, im Hauswirtschaftsbereich 15 bis 20 Stellen abgebaut.

55

 13.07.2005 Pfizer, PharmaMulti, am 18. Mai schätzten wir, dass 500 von 5.200 Stellen in D gestrichen werden müssen, um die Sparziele zu erreichen. Nun heißt es, im Zuge einer größeren Umstrukturierung könnten bis zu ein Drittel der rund 1.700 Arbeitsplätze Vertrieb entfallen. Wir lassen es dabei und fühlen uns bestätigt.

 Bestätigung

 13.07.2005 CHT, chemische Textilhilfsmittel, Tübingen, am Firmensitz in Tübingen und im Werk Dußlingen werden 50 von 553 Stellen gestrichen.

50

 13.07.2005 Commerzbank, Geldschöpfung, Frankfurt, Ende Mai erfuhren wir, dass im Firmenkundengeschäft durch Sparmaßnahmen 110 Millionen Euro zusätzlicher Gewinn erwirtschaftet werden sollen. Nun ist das "Mittelstandsgeschäft" an der Reihe, hier sollen 300 Jobs im Kreditgeschäft gestrichen werden, was weitere 300 im Vertrieb nach sich zieht. Das wären in Summe 600 von 3.000 in diesem Geschäftszweig. Insgesamt beschäftigt die Commerzbank weltweit 32.600 Mitarbeiter, davon 25.000 in Deutschland und davon wiederum sind nach unseren Erkenntnissen und Schätzungen bereits 2.600 von Abbaubeschlüssen betroffen.

600

 12.07.2005 FUBA PRINTED CIRCUITS GMBH, Leiterplatten, Gittelde, Dresden, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 870 Mitarbeiter.

870

 12.07.2005 Vereinigte Thüringer Schiefergruben (VTS), Schmiedebach, Die geologischen Bedingungen machen den wirtschaftlichen Abbau nicht mehr möglich. Für etwa 20 Mitarbeiter wird das Aus der Schiefergrube auch das Aus für den Job bedeuten. Die übrigen 28 werden an andere Standorte versetzt.

ca. 20

 12.07.2005 Geiger Technik, Automobilzulieferer, Garmisch-Partenkirchen, mindestens 250 Stellen fallen weg. Konzentration der Fertigung und teilweise Verlagerung nach Polen sind die Ursachen. Der Betriebsrat rechnet sogar damit, dass 400 Jobs verloren gehen. Wir werden das beobachten.

 zunächst 250

 11.07.2005 Ammon, Installateur, Weilheim, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 96 Mitarbeiter.

96

 11.07.2005 City-Taxi, Fuhrunternehmen, Stoberg, steht im Insolvenzverfahren. Insgesamt sind 50 Mitarbeiter betroffen.

50

 08.07.2005 V-Markt, Supermarkt-Kette, die Gewerkschaft verdi beobachtet den Versuch, die 40-Stunden-Woche in einigen Märkten einzuführen mit Sorge. Die Strategie könnte darauf hinauslaufen, zuletzt in allen 40 Märkten mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern unter dem Strich bis zu rund 60 Stellen einzusparen. So wie es aussieht, ist genau das absehbar.

geschätzt 60

 08.07.2005 Tangerding, Vliesstoffe, Schmiedefeld, entlässt 38 von 80 Mitarbeitern.Ab kommender Woche werden polnische Arbeitskräfte in die Bedienung der Maschinen eingewiesen, dann ziehen Maschinen und frisch Angelernte nach Osten.

38

 08.07.2005 Sudar, Bäckerei, Herbrechtingen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 50 Mitarbeiter.

50

07.07.2005

Quartalsvergleich:

Nachdem sich im ersten Quartal mit lediglich 175.000 vernichteten Arbeitsplätzen
(1.944 pro Tag/ 710.000 pro Jahr) eine leichte Erholung abzeichnete,
hat es im II. Quartal so etwas wie einen Frühjahrsaufschwung auch bei den Ankündigungen von Stellenabbau gegeben. Mit über 268.000 vernichteten Jobs
(2.945 pro Tag / 1.075.000 pro Jahr) wurden die aktuellen Durchschnittswerte in die Höhe getrieben.


Die gravierendsten Einzelmeldungen weisen auf einen sich fortsetzenden Verlust von Arbeitsplätzen in traditionellen Wirtschaftsbereichen hin. So mussten die seit Jahren schlechten Prognosen des deutschen Handwerks um den absehbaren Verlust von weiteren 62.500 ergänzt werden. Die Änderung des Zuckermarktes wird unter Landwirten und Mitarbeitern der Zucker- und zuckerverarbeitenden Industrie - vorsichtig geschätzt - 22.000 Jobs kosten. Ähnlich der vorgezogene Wegfall der Subventionen der deutschen Steinkohle, hier stehen, vor allem in NRW, 20.000 Kumpel vor der Arbeitslosigkeit, denen sich - ausgelöst durch die Sparpläne des neuen Ministerpräsidenten Rüttgers - weitere 18.700 Staatsbedienstete zugesellen werden. Schwere Schneisen schlagen auch die Gewinninteressen des deutschen Stromkartells überall da, wo enerigeintensive Produktionen eingeschränkt, oder aufgegeben werden müssen. Vor allem im Bereich der Aluminiumverhüttung und der weiterverarbeitenden Betriebe werden 25.000 Jobs verloren gehen. Last but not least schlagen auch noch die laufenden Umstrukturierungen bei Karstadt Quelle mit rund 26.000 verlorenen Arbeitsplätzen zu Buche.

Dass oft verharmlosend von sozialverträglichem Abbau, vor allem ohne betriebsbedingte Kündigungen gesprochen wird, ist für die betroffenen Belegschaften tatsächlich mehr als nur ein Trost. Lebenspläne können mir nur geringen Einschränkungen weiter verfolgt werden, Zukunftsängste bleiben klein -

aber in der Gesamtbetrachtung des Arbeitsmarktes fehlt jeder Job. Ganz egal, ob er durch Insolvenz, durch betriebsbedingte Kündigung oder einfach nur durch Nutzung der natürlichen Fluktuation verloren geht.

 das II. Quartal
2005

     
 07.05.2005 Artland Fleischwaren, Badbergen, hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind 574 Mitarbeiter.

574

 07.07.2005 Schur Flexible Germany GmbH, Verpackungen, Flensburg, entlässt 90 von 283 Mitarbeitern, der Rest muss für weniger Geld weiterarbeiten. Schur ist übrigens dänisch.

90

 07.07.2005 Neoplan, Omnibusse, MAN-Tochter, Stuttgart, nach mehreren Verlagerungswellen wird nun der Stammsitz Stuttgart ganz geschlossen. Das Aus für 414 Arbeitsplätze.

414

 07.06.2005 MTU,Großdieselmotoren, Friedrichshafen, die MTU Turbinen sind längst an US-Investoren verkauft, nun sind die Großdiesel dran. MAN hat abgewinkt, so dass DaimlerChrysler, der Hauptaktionär nach Finanzinvestoren Ausschau hält. Der US-Spekulationskonzern Carlyle zeigt angeblich Interesse.Vorsorglich hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Betriebsrat noch schnell den Abbau von zehn Prozent der rund 5000 Arbeitsplätze vereinbart. Da wachsen die Rendite-Aussichten. Nett.

500

 06.07.2005 Still, Gabelstapler, Hamburg, 200 Arbeitsplätze werden abgebaut, um die Ertragsbelastungen durch gestiegene Rohstoffpreise auszugleichen. Nett.
Gut, dass Still zu Linde gehört und dass wir diesen Abbau schon im Mai bei Linde verbucht haben.

aufgewärmt

 06.07.2005 Jil Sander, Mode, Ellerau, Hamburg, die Jil Sander GmbH gehört dem italienischen Mode-Konzern Prada und Prada macht Jil Sander (samt Womens Wear) in Detuschland jetzt dicht. 174 Mitarbeiter in Ellerau und 44 in Hamburg müssen zusehen, wie der Betrieb nach Italien verlagert wird.

174

 05.07.2005 Daun & Cie AG, Textilimperium, Sitz Rastede bei Oldenburg, mit etwa 27.000 Mitarbeiter in rund 40 Daun-Firmen in Deutschland, Südafrika sowie in Mittel- und Osteuropa werden jährlich rund 1,75 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Daun ist ebenso im Goldgeschäft und in der Autoindustrie tätig. Noch im Frühherbst 2004, als Daun die Spandauer Velours GmbH & Co. KG (SV) von der Aachener Unternehmerfamilie Becker übernahm, wurde die Übernahme der Tuchfabrik Becker dementiert. Nun ist die Tuchfabrik Becker mit Standorten in Aachen und Chemnitz übernommen und hat prompt Insolvenz beantragt. Betroffen sind 1.040 Mitarbeiter.

1.040

 05.07.2005 Evangelisches Krankenhaus Rheda-Wiedenbrück, wurde dieser Tage wegen Insolvenz geschlossen. Die Patienten wurden verlegt. Verlorene Arbeitsplätze: Es heißt Hunderte. Wir schätzen vorsichtig 150.

geschätzt 150

 05.07.2005 DRK, Deutsches Rotes Kreuz, Lebensrettung, Hamburg, der Mobilservice Hamburg Mitte GmbH, Krankentransporte und Behindertenbeförderung , hat Insolvenz beantragt. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter.

100

 05.07.2005 Dornier GmbH, Maschinenbau, Lindau, von 1.333 Mitarbeitern in Lindaus, Esseratsweiler und Pfronten sollen 120 entlassen werden. Für den Rest kommt die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich.

120

 05.07.2005 Pforzheim, Kommune, vorerst werden 22 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Doch damti wird die Million Euro, die der Personaletat leichter werden soll, noch nicht zu schaffen sein. Wir rechnen mit dem Abbau von mindestens 40 Arbeitsplätzen.

geschätzt 40

 05.07.2005 Schenker, Spedition, Emden, im Mai sollten bis zu 30 von 250 Jobs verloren gehen. Nun droht die Schließung des Standorts und die Entlassung der 190 Mitarbeiter, weil der Großkunde VW weggebrochen ist.
Wir rechnen bisher noch mit 220 Mitarbeitern - die sind nun nachzumelden.

 weitere 220

 05.07.2005 Bulk Terminal Rostock GmbH, Hafenumschlagsbetrieb, wird es Ende des Jahres nicht mehr geben. 26 Arbeitsplätze der Bulk Terminal Rostock und indirekt 80 Arbeitsplätze weiterer Firmen sind betroffen.

106

 05.07.2005 DFS, Deutsche Flugsicherung, "330.000 neue Stellen bis 2015" - das ist die Überschrift im Hamburger Abendblatt, dann kommen abenteuerliche Prognosen zum Wachstum des Flugverkehrs, und zuletzt, im "Kleingedruckten" heißt es, dass die DSF aber erst einmal 600 von insgesamt 5400 Stellen einsparen muss. Damit sich Fliegen wieder lohnt.

600

 04.07.2005 Gesundheitsreform wirkt - Zehntausende Arbeitsplätze in Arztpraxen vernichtet.
"Bild am Sonntag" berichtete von einer Umfrage des Internet-Dienstes facharzt.de, wonach 58 Prozent der Ärzte angeben, bereits Stellen von Arzthelferinnen abgebaut zu haben. Der Chefredakteur von facharzt.de, Bernd Guzek, hat die Umfrageergebnisse auf die rund 96.000 Vertragsarztpraxen in Deutschland hochgerechnet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass seit 2004 alleine in den Arztpraxen insgesamt wohl schon 75.000 Stellen den Sparbeschlüssen im Gesundheitswesen zum Opfergefallen sind. Der Chef der Gemeinschaft fachärztlicher Berufsverbände, Jörg Rüggeberg, verweist auf seine eigene Praxis. Weil an Miete oder Geräten nicht gespart werden kann, glich er die Mindereinnahmen wegen des Patientenrückgangs um 20 Prozent durch Personalabbau aus. Statt sieben Helferinnen beschäftigt er nur noch drei, zwei davon sind in Ausbildung.

Wie bei den Pauschalmeldungen des Handwerksverbandes sehen wir es auch hier als gerechtfertig an, die große pauschale Zahl in die Statistik einzustellen. Einzelmeldungen über den Stellenabbau in Arztpraxen kommen praktisch nicht an die Öffentlichkeit.

 75.000

 01.07.2005 Autohaus Rößler, Korbach, wird abgewickelt, 15 Mitarbeiter sind akut betroffen, sechs mussten bereits im Mai gehen.

21

 01.07.2005 Kaufhaus May,  Lindau, schließt Ende 2005, Alle 20 Mitarbeiter werden entlassen.

20

 01.07.2005 Fliesenwerk, Boizenburg, entlässt 70 von 245 Beschäftigten.

70

 01.07.2005 HannoverscheLandeskirche, Seelenheil, ev., von allen guten Geistern verlassen - anders kann man es kaum kommentieren, wenn die hannoversche Landeskirche rund 9000 Stellen streicht. Die attraktive Talkshow-Landesbischöfin Käßmann hält das für "schmerzhaft, aber zukunftsfähig". Auf diese Zukunft darf getrost gepfiffen werden.

9.000

 01.07.2005 Provinzial, öffentlich-rechtliche Versicherung, die Fusion der Provinzial Münster mit der Provinzial Köln kostet 340 Stellen (150 in Münster, 190 in Kiel) und bringt 50 Millionen Gewinnzuwachs.

340

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2005 bis 30.06.2005

268.025

 ARCHIV  Ankündigungen vom 01.01.2005 bis 31.03.2005

175.122

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.11.2004 bis 31.12.2004

95.013

 ARCHIV Ankündigungen vom 1.10.2004 bis 31.10.2004

187.591

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.08.2004 bis 30.09.2004

 89.811

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.06.2004 bis 31.07.2004

107.316

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2004 bis 31.05.2004

141.010

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.02.2004 bis 31.03.2004

117.773

 ARCHIV Ankündigungen vom 20.01.2004 bis 19.02.2004

83.225

 ARCHIV Ankündigungen vom 9.12.2003 bis 18.01.2004

50.140

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.11.2003 bis 08.12.2003

 297.121

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.10.2003 bis
31.10.2003

 160.789

 ARCHIV Ankündigungen vom 03.07.2003 bis 30.09.2003

 155.971

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.04.2003 bis
27.06.2003

Brutto 91.279
(netto nach Korrektur 82.279)

 ARCHIV Ankündigungen vom 01.02.2003 bis 31.03.2003

 36.503

 ARCHIV Ankündigungen vom 11.12.2002 bis 31.1.2003

 93.006

ARCHIV Ankündigungen vom 31.10. bis 10.12.2002

440.062

 ARCHIV Ankündigungen vom 11. bis 30.10.2002

102.573

 ARCHIV Ankündigungen vom 2. bis 10.10.2002
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 95.235

148