zur aktuellen Statistik
| 10.12.2002 |
Rosige Zeiten, niemand plant Stellenabbau! Haben sich die Unternehmer mit Rot-Grün versöhnt? Oder kann man, nach der Wahl, doch einfach wieder nur entlassen, ohne darüber lautstark reden zu müssen? |
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| 09.12.2002 |
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| 08.12.2002 |
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| 07.12.2002 |
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| 06.12.2002 | Dresdner Bank, Reuters meldet den Abbau von einem Drittel der Stellen im Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank (800 Stellen) und gibt dann dankenswerterweise den Hinweis, daß die Dresdner bis Ende 2003 sowieso 11.000 Stellen abzubauen gedenkt (was Mutter Allianz freuen wird) und daß zuletzt 1.200 Stellen im Investmentbanking gestrichen worden seien. Davon hatten wir am 14.10.02 1.000 gemeldet. |
10.000 |
| 04.12.2002 | Peacock GmbH&Co KG, deutscher Ableger des Computergroßhändlers Actebis, baut bis Sommer 2003 100 Stellen ab, der Konzern im übrigen Europa nochmals 100. |
100 |
| 03.12.2002 |
Mauser office, geschichtsträchtiger
Metallverarbeiter, erst Waffen, dann Büromöbel, steht
vor der Insolvenz. Weil es kaum gelingen wird, kurzfristig andere Finanzierungsquellen zu erschließen, droht ihr die Insolvenz. |
380 |
| 03.12.2002 | Karlsruher Versicherung, überwiegend im Lebensgeschäft tätig, ist zu mehr als 90 % im Besitz der Münchner Rück. Die Münchner Rück, hat im dritten Quartal 2002 Spekulationsverluste in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verbucht, kein Wunder, daß man jetzt nach Einsparungsmöglichkeiten sucht, um die vollmundigen Renditeverprechen trotzdem halten zu können. Bei der Karlsruher sollen jetzt 17,5% der Stellen abgebaut und die Restbelegschaft - in Abstimmung mit der Rück-Mutter -durch Zukäufe (von Vertragsbeständen) besser ausgelastet werden. |
280 |
| 02.12.2002 | Fairchild Dornier, insolventer Flugzeugbauer wird zerschlagen. Im besten Fall, von dem wir hoffen, daß er eintreten möge, bleiben 2000-2300 Stellen erhalten. von 3.600 ... |
mindestens 1.300 |
| 29.11.2002 | München, will an 123 städtischen Schulen 214 Klassen streichen. Das heißt, daß durchgehend die Rückkehr zu Klassenstärken von 28-30 Schülern eingeläutet ist und daß der Freistaat ggfs. an staatlichen Schulen zusätzliche Kapazitäten bereitstellen muß. Daß dabei Stellen für Lehrpersonal vernichtet werden, sagt niemand dazu. |
geschätzt 250 |
| 29.11.2002 |
AOL, Internet-Dienstleister, die 1400
Mitarbeiter von AOL Deutschland fragen sich: "Bin ich noch
drin?" Für ca. 200 heißt die Antwort nein, weil
das Geschäft auch in 2002 nicht besser war, als 2001 (400
Mio Umsatz, 700 Mio Kosten). Man sollte prüfen, ob nicht ein Teil dieser Kosten von der Muttergesellschaft für Gebühren/Lizenzen/Dienstleistungen verursacht ist. |
200 |
| 28.11.2002 | Infineon, Siemens-Tochter, will jährlich 150 Mio Euro Verwaltungskosten einsparen, allerdings nicht durch Personalabbau, nein, durch Verlagerung von Verwaltungsteilen ins Ausland. Wir schätzen, daß dabei etwa 2.500 deutsche Arbeitsplätze in "ausländische" Arbeitsplätze umgewandelt werden. |
2.500 |
| 27.11.2002 | Courier, Druckerei in Ingolstadt meldet Insolvenz an, damit sind 312 Menschen arbeitslos. Falls die Mitarbeiter schriftlich auf eine Klage verzichten, gibts evtl. ein Handgeld von bis zu 1000 Euro. Der blanke Hohn. |
312 |
| 27.11.2002 | Systor Germany, IT-Dienstleistungen, hat Insolvenz beantragt. Den 360 Beschäftigten des Unternehmens bleibt nur wenig Hoffnung, zumal es für Systor auch in der Schweiz sehr kritisch geworden ist. |
360 |
| 26.11.2002 | Daimler Chrysler, Automobile, wird vermutlich die Kabelsätze für LKW künftig in Osteuropa herstellen lassen, statt im eigenen Werk in Mannheim. Es geht um 800 Stellen, das Unternehmen spart knapp 20 Millionen Euro, der Staat nimmer 5 Mio Steuern und 8 Mio Sozialversicherungsbeiträge weniger ein, zahlt dafür aber 12 Mio Arbeitslosengeld. |
800 |
| 26.11.2002 | Warsteiner, Brauerei, hält bei gutem Absatz 10% der Mitarbeiter für entbehrlich. Der weiteren Restrukturierung fallen 110 von 1.100 Stellen zum Opfer. Sozial verträglich, möglichst. |
110 |
| 24.11.2002 | Süddeutscher Verlag, wegen unzureichender Insertion (hauptsächlich fehlen Stellenangebote!) müssen bis Ende 2003 zusätzlich 300 Stellen gestrichen werden. Insgesamt fallen damit bis Ende 2003 900-1000 Stellen weg, je nach Quelle. |
300 |
| 22.11.2002 | Bayer CropScience, Pflanzenschutz-Sparte des Leverkusener Konzerns wird 4000 Stellen abbauen. 500 davon in Deutschland. Es sieht so aus, als käme dieser Stellenabbau zu den schon gemeldeten Zahlen von Anfang Oktober zusätzlich hinzu. |
500 |
| 21.11.2002 | ThyssenKrupp Stahl AG, mehr Effizienz, weniger Arbeitsplätze, Ende 2003 soll es statt 19.100 nur noch 18.000 Arbeitsplätze geben. Produktivitätszuwachs gehört den Aktionären, die haben ThyssenKrupp mit ihrer Hände Arbeit aufgebaut. Aus Ruinen. |
1.100 |
| 21.11.2002 | Rösch AG, Medizintechnik, steckt laut Prior-Börse in Liquiditätsschwierigkeiten. Die Zahlung der November-Gehälter sei fraglich - Insolvenz droht. Nach einer ersten "Restrukturierung" Anfang 2002 gab es noch 49 Arbeitsplätze. |
49 |
| 20.11.2002 | MG Technologies, Chemie- und Anlagenbau, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu wenig verdient. Reaktion: Abbau von 1000 Stellen. |
1.000 |
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Mit der nachstehenden Meldung über den
drohenden Stellenabbau im Handwerk wird erstmals die pauschale
Androhung eines Verbandes in diese Statistik aufgenommen. Diese
Abweichung von der bisherigen Praxis, nur eindeutig unternehmensbezogene
Meldungen aufzunehmen, läßt sich begründen: Das Stellensterben im Handwerk vollzieht sich leise und ist selten von überregionalem Interesse, die Gefahr von Doppelzählungen ist von daher weitgehend ausgeschlossen. Die Angaben von Hanns-Eberhard Schleyer sind glaubhaft, auf Basis der vorgelegten Zahlen grundsätzlich nachvollziehbar und damit qualitativ den Ankündigung von Großunternehmens zum beabsichtigtem Stellenabbau gleichzustellen. Der Verzicht auf die Auflistung einer solchen Meldung würde das Bild der realen Situation völlig verfälschen. Aus Gründen statistischer Kontinuität werden wir die "Summe ohne Pauschalmeldungen" als Zusatzinformation mitführen. |
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| 20.11.2002 |
Handwerk, Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär
des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) stellt fest:
Das Handwerk steht vor der größten Entlassungswelle
seit der deutschen Einheit. In diesem befürchtet die
Branche den Verlust von 300 000 Arbeitsplätzen, im
nächsten Jahr mindestens weitere 100.000, (bei ungünstigem
Verlauf auch noch einmal bis zu 300.000). Die Zahl der Firmenpleiten wird 2002 im Handwerk auf 6000 steigen nach 4000 im vergangenen Jahr. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Der Umsatz im Handwerk wird 2002 voraussichtlich um 4,5 Prozent sinken, 2003 ist - bei einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 1,5% - erneut ein Rückgang zwischen einem und drei Prozent zu befürchten. |
400.000 |
| 20.11.2002 | Bosch, den Automobil-Zulieferer Robert Bosch zieht es nach Ungarn, in Hildesheim werden deshalb in den nächsten drei Jahren 830 von 2000 Stellen abgebaut. Kein Grund zur Panik. Das ist Globalisierungs-Alltag, das geht so weiter. |
830 |
| 20.11.2002 | MAN, Maschinenbau, restrukturiert den Bereich Druckmaschinen und baut dabei in 2003 mindestens(!) 1000 Stellen ab. Für den Vorstandein Grund mehr, in 2003 kräftig steigende Gewinne erwarten zu dürfen. |
1.000 |
| 18.11.2002 | Bayerische Landesbank, noch ein Opfer der Bankenkrise. Verteilt auf die kommenden Jahre (?) werden 700 Stellen abgebaut. |
700 |
| 18.11.2002 | PSI AG, von 1.407 Mitarbeitern im zweiten Quartal auf 1.250 zum Abschluß der Restrukturierung, die Realisierung ist bis zum Zählerstand 1.324 fortgeschritten. |
157 |
| 18.11.2002 | Granitwerk Kusser, Steinbruch im bayrischen Wald muß schließen, Granit aus China ist billiger, solange man die Kosten der Arbeitslosigkeit vernachlässigt, aber so lässig sind wir halt, ... |
75 |
| 15.11.2002 | Pixelpark, am 17.10. wiesen wir darauf hin, daß den (damals) 535 Mitarbeitern Ungemach droht. Jetzt wird gemeldet, daß in Deutschland 210 von 250 beschäftigten entlassen werden sollen. |
210 |
| 14.11.2002 |
DAB, Hypobvereinsbank-Tochter im Direktanlagegeschäft, erklärt nach vielen, wenig konkreten Ankündigungen jetzt, was gespart werden konnte. Der Personalaufwand sei in Jahresfrist von 16,41 Millionen auf 13,28 Millionen Euro gesenkt worden. Allein in Deutschland sei die Zahl der Mitarbeiter im dritten Quartal um 39 auf 572 gesunken, womit innerhalb eines Jahres 231 Stellen abgebaut werden konnten. |
231 |
| 14.11.2002 | Linde, Gase und Anlagenbau, erwartet für 2002 nur einen leichten Umsatzanstieg. Das Ergebnis wird insgesamt geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Patentlösung: Stellenabbau! |
1550 |
| 14.11.2002 | Comics Informationssysteme Heilbronn-Hohenlohe GmbH, ehemals Gerich Datenverarbeitung GmbH, hat Insolvenz anmelden müssen. |
ca. 50 |
| 12.11.2002 | Deutsches Theater, München, die Stadt muß sparen und stellt fest, das Haus des Deutsche Theaters ist zu baufällig, um ernsthaft an Sanierung zu denken. Indentant und Inspizient, Souffleuse und Platzanweiser, Bühnenmusiker und die netten Leute vom Catering haben das Nachsehen, ganz zu schweigen von den Ensembles, für die nun wieder ein Haus in Deutschland verschwindet. Wir schätzen, daß am Deutschen Theater etwa 300 Arbeitsplätze hängen. |
geschätzt 300 |
| 12.11.2002 | HeidelbergCement, die Bauflaute erfordert die Schließung des Werkes in Kiefersfelden (150 Mitarbeiter), und die Schließung oder Zusammenlegung von 20 kleinen Transportbetonwerken (wir schätzen: 50 Arbeitsplätze) |
200 |
| 11.11.2002 | German Brokers, Börsenmakler meldet Insolvenz an. Den 20 Mitarbeitern wurde bereits gekündigt. |
20 |
| 11.11.2002 | Thomas Cook, zum Ausgleich der schwachen Nachfrage werden in Deutschland ca. 500 Stellen wegfallen. Sozial verträglich zwar, aber wegfallen. |
500 |
| 08.11.2002 | SGL Carbon, Sondergraphit, 700 Mitarbeiter müssen zusehen, wie sie ihre Kohle jetzt woanders machen. SGL baut ab, und zwar um einiges mehr, als ursprünglich geplant. |
700 |
| 07.11.2002 | Lion Biosience, Bioinformatik aus Heidelberg, schließt die Wirkstoffforschung, weil das 20 Mio Euro p.a. sparen soll, schätzen wir vorsichtig, daß auf diese Weise rund 100-150 Arbeitsplätze verloren gehen. Aber nichts Genaues weiß man nicht .... |
? |
| 07.11.2002 | Bahlsen, Kekse etc., probt die Osterweiterung und verlegt weitere Teile der Produktion nach Polen. In Deutschland müssen sich 200 Keksbäcker verkrümeln. |
200 |
| 06.11.2002 | Haarmann & Reimer, Dragoco, Düfte und Aromen sehen nach der Fusion weltweit 950 Arbeitsplätze weniger, im deutschen Holzminden verflüchtigen sich 350 Jobs |
350 |
| 06.11.2002 |
Cargolifter, die Luft ist raus. 20 Angestellte
des Besucherzentrums und weitere 32 Wartungs- und Sicherheitskräfte
haben die Kündigung per Ende November. Einer davon macht das Licht endgültig aus. |
52 |
| 05.11.2002 | Morphosys, Biotechnologie, will nach Umsatzrückgang Stellen abbauen. 24% ist relativ viel, absolut handelt es sich um 29 Arbeitsplätze, davon 26 in Deutschland. |
26 |
| 04.11.2002 | SEL, (vormals Standard Elektro Lorenz, jetzt Alcatel-Ableger) will 2003 weitere 1400 Stellen streichen. Grund: die Schwäche des Telekommunikationsmarktes. Die Maßnahme ist Teil des weltweit geplanten Stellenabbaus des französischen Mutterkonzerns. |
1400 |
| 04.11.2002 | München, Ude will den öffentlichen Nahverkehr von "Geisterbussen" und leeren Straßenbahnen befreien, ggfs. sogar ganze Linien einstellen. Für den MVV fahren rund 850 Busse und 101 Trambahnen. Das gibt geschätzt 3.000 Fahrer und davon, geschätzt, 10% auf wenig frequentierten Linien. . |
geschätzt 300 |
| 04.11.2002 | SIEMENS, Bereich Industrielle Dienstleistungen, Anfang Oktober wurden bedrohte 1.200 Stellen in Erlangen erfaßt. Nun verhandelt die IG Metall mit dem Siemens Vorstand über sozialverträgliche Regelungen zum Abbau von bis zu 12.000 Arbeitsplätzen. Unsere Nachmeldung: 10.800 |
10.800 |
| 04.11.2002 |
SAP, fordert flexiblere Arbeitszeiten.
"Samstags- und Sonntagsarbeit, die man für einen Sieben-Tage-Service
braucht, sollte nicht tabu sein". Allerdings erkennt jetzt
auch SAP, daß Softwareentwickler in anderen Ländern
billiger einzukaufen sind und muß daher die Personlkosten
überdenken. Durch natürliche Fluktuation, diese notfalls
auch beschleunigt, durch das Angebot "anderer Arbeitsplätze",
sollen Entlassungen möglichst vermieden werden. (Also schätzen wir einen Stellenabbau von 3% bis Ende 2003) |
geschätzt 870 |
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