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  Paukenschlag
am Donnerstag

der wöchentliche Kurzkommentar (No. 4)


Egon W. Kreutzer - 25. Januar 2007



Arbeitsplatzwunder 2007
Aufschwung oder Spruchblasengesprudel

Es soll ein aberwitzig gutes Jahr werden, für den Standort Deutschland. Für die Wirtschaft, für den Staat und für den Arbeitsmarkt. Die Medien sind voll mit hoffnungsfrohen Meldungen, insbesondere mit ganz wunderbaren Prognosen über viele schöne neue Stellen und einen massiven Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Aber kann der verstärkte Auftragseingang der Exportindustrie, im Verein mit dem daraus entstehenden Investitionsbedarf eben dieser Exportindustrie, tatsächlich die erhofften Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt zeitigen? Wird die Beschäftigung weiter wachsen, wird die Arbeitslosigkeit zurück-, wird es uns allen wieder besser gehen?

Bevor wir uns mit den Erwartungen und Prognosen für 2007 auseinandersetzen, lohnt sich vorab noch ein kurzer Blick auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2006

2006

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist, nach einer Pressemitteilung des Deutschen Statistischen Bundesamtes in 2006 um 258.000 Personen auf durchschnittlich annähernd 39,1 Millionen Menschen angestiegen. Das ist ein Zuwachs von 0,7 Prozent. Dieser Zuwachs entstand überwiegend im Bereich der Arbeitnehmer (222.000) und da wiederum im Bereich des Dienstleistungssektors. Im produzierenden Gewerbe ging die Beschäftigung dagegen um 1,1 Prozent, im Baugewerbe um 0,4 Prozent zurück.

Dass das gleiche Statistische Bundesamt die Zahl der Erwerbspersonen für 2005 in seiner offiziellen Statistik mit durchschnittlich nur 36,566 Millionen angibt, liegt am Unterschied zwischen dem sogenannten "Wohnortkonzept" und dem "Arbeitsortkonzept". Die Zahl aus der Pressemitteilung besagt, wie viele Menschen - einschließlich ausländischer Pendler - durchschnittlich im Jahre 2006 in Deutschland gearbeitet haben. Die Zahl für 2005 gibt jedoch an, wie viele Personen mit inländischem Wohnort erwerbstätig waren.

Es ist, bei der Betrachtung der Zahlen nach dem Arbeitsortkonzept absolut nicht ausgeschlossen, dass ein Teil des ermittelten Zuwachses der Beschäftigung durch vermehrtes Einpendeln von Ausländern entstanden ist,

dass also gar keine Besserung der Lage der deutschen Bevölkerung eingetreten ist. Eine Vermutung, die sich durchaus mit dem Eindruck in Übereinstimmung bringen lässt, den die Menschen hierzulande von der Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben.

Zum Gesamt-Zuwachs habe, so das statistische Bundesamt, sowohl die konjunkturelle Belebung als auch das Großereignis der Fußball Weltmeisterschaft und die Bereitstellung von ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitlose beigetragen.

Weil die Zahl der Erwerbstätigen nicht "gezählt" ist, sondern als Ergebnis komplizierter Berechnungen auf der Datenbasis von insgesamt 48 höchst unterschiedlichen Einzelstatistiken ermittelt wird, gibt das Statistische Bundesamt die mögliche Abweichung vom tatsächlichen Wert mit +/- 0,3 Prozentpunkten an. Es könnte also tatsächlich einen Zuwachs um 369.000 Erwerbstätige gegeben haben, aber genausogut können es auch nur 147.000 gewesen sein.

Genauer weiß man es heute nicht.

Auch die Politiker, die je nach Stimmungslage von 400.000, 500.000 oder gar noch mehr zusätzlichen Stellen sprechen, die in 2006 in Deutschland entstanden sein sollen, wissen es nicht.

Entweder plappern sie derartige Informationen nur ungeprüft nach - oder sie sind nicht in der Lage, die Ihnen vorliegenden Zahlen richtig zu interpretieren. Dass sie es nicht wollen, wollen wir ihnen lieber nicht unterstellen.

Es wird ungefähr drei Jahre dauern, bis das Statistische Bundesamt für das Jahr 2006 gesicherte Zahlen zur Erwerbstätigkeit in Deutschland vorlegen kann.

 

2007

(Alle hier angeführten Aussagen beruhen auf Pressemeldungen aus den ersten drei Januarwochen.)


Die 500.000 neuen Jobs der SPD

Weil bisher vor allem Hochqualifizierte vom Aufschwung profitieren, will die SPD mit kräftigen Lohnzuschüssen für Geringverdiener bis zu 500 000 neue Jobs im Niedriglohnsektor schaffen. Weil dem deutschen Langzeitarbeitslosen der Anzreiz zu arbeiten fehlt, er "verdient" nämlich angeblich deutlich mehr, als viele Friseure und Wachleute mit einer regulären 38-Stunden-Woche, will die SPD die Hinzuverdienst-Möglichkeiten für Hartz-IV-Empfänger vollständig streichen - und stattdessen bei Arbeitsaufnahme einen gestaffelten Zuschuss zu den Sozialbeiträgen zahlen. Der Wirtschaftsweise Bofinger ist überzeugt, auf diese Weise 500.000 neue Vollzeitstellen schaffen zu können.
Ich bin überzeugt, dass es bei diesem Vorschlag nicht um zusätzliche Arbeitsplätze, sondern ausschließlich um Leistungskürzungen bei bestehenden Hinzuverdienst-Jobs geht.

Hoffnung auf Wunderwirkungen durch Lohndumping, finanziert von den Lohn- und Mehrwertsteuerzahlern.
Nicht realistisch.

 

Die 400.000 neuen Arbeitsplätze des Prof. Sinn

Professor Hans-Werner Sinn geht davon aus, dass es in Deutschland 2007 bis zu 400 000 neue Arbeitsplätze geben wird, weil die Arbeitslosenzahlen von 4,5 auf 4,1 Millionen sinken.

Nun ja, dass das Nicht-Zählen von Arbeitslosen keine Beschäftigung schafft, dass auch Auswanderer (und davon gab es 2005 schon 145.000, in 2006 eher noch einmal deutlich mehr) die Arbeitslosenzahlen sinken lassen, das sind Feinheiten, die Professor Sinn zu Gunsten größerer allgemeiner Verständlichkeit seiner Aussagen zwar gerne weglässt, begründet ist aber noch nicht einmal der erwartete Rückggang der Arbeitslosenzahlen, geschweige denn ein Zuwachs an Beschäftigung.

Spruchblase.

 

Die 400.000 neuen Jobs der Bundesregierung

300.000 im Tourismus.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken, glaubt, dass der Deutschlandtourismus vor einem Boom steht. Nach 344 Millionen Übernachtungen in 2006 sollen es - aber leider erst 2015 - 400 Millionen werden, was ihn zu der Hoffnung veranlasst, es könnten in den nächsten zehn Jahren bis zu 300.000 neue Arbeitsplätze im Tourismus in Deutschland entstehen.

Seifenblasen.

100.000 im öffentlich geförderten Niedriglohnsektor

Weitere 100.000 neue Jobs will die Große Koalition für Menschen schaffen, "die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine reale Chance haben". In Frage kämen Jobs in öffentlich geförderter Arbeit in Kommunen, in Integrationsbetrieben, aber auch in der Privatwirtschaft.

Lohndumping für Unternehmer. Beschäftigungsneutral.

 

Die 200.000 neuen Jobs der Zeitarbeitsfirmen

130.000 neue Stellen, so hält sich die Branche zugute, wurden in 2006 bei den Zeitarbeitsunternehmen geschaffen. In 2007 soll sich die Zahl der in Deutschland als Zeitarbeiter beschäftigten Menschen um weitere 20 Prozent auf 1,2 Millionen erhöhen.

Was ist davon zu halten? Stimmt es, was die Gewerkschaft der Wirtschaft vorwirft, dass einerseits Stammpersonal abgebaut, andererseits weitaus billigere Zeitarbeiter eingestellt werden? Nun, bei Airbus sind 7.000 der 14.000 Beschäftigten Zeitarbeiter, BMW in Leipzig bezahlt 2.300 Mitarbeiter nach dem Tarif der Automobilindustrie - und darüber hinaus 800 Zeitarbeitskräfte. Viele weitere Großunternehmen setzen ebenfalls in erheblichem Umfang auf Zeitarbeiter. Es ist ein Weg, die Personalkosten zu senken. Zeitarbeiter verdienen oft nur die Hälfte dessen, was festangestellte Fachkräfte bei gleicher oder vergleichbarer Tätigkeit verdienen, auch wenn die Unternehmen für den Zeitarbeiter gar nicht so viel weniger bezahlen müssen. Zeitarbeit ist doch vor allem der einfachste Weg, die Bindung zwischen Belegschaft und Unternehmen aufzulösen, sie ist ein Weg, Personalentwicklungsmaßnahmen, Schulungen und Weiterbildungen, tarifliche Umgruppierungen, Pensionszusagen und andere kostspielige Gelüste von Stammbelegschaften einfach auszuklammern, indem die Verantwortung für die Mitarbeiter einem Dienstleistungsunternehmen überlassen wird, das den größtmöglichen Gewinn dann erzielt, wenn es möglichst viele hochqualifizierte Menschen billigst einstellen, und zu Höchstpreisen weiterverleihen kann.

Personalkostensenkung durch die Drehtür. Kaum beschäftigungswirksam.

 

Die 83.000 neuen Jobs der Bildzeitung

Die Bildzeitung hat per Umfrage ermitteln lassen, die Unternehmen würden in 2007 rund 83.000 neue Stellen schaffen - netto, extra, plus! Dabei sollen alleine im Gesundheitswesen 25.000 bis 50.000 neue Stellen entstehen, vor allem in Krankenhäusern, sowie im Pflege und Wellness-Bereich. Die Transport- und Logistik-Branche werde 39.000 zusätzliche Stellen schaffen, die Zeitarbeitsbranche rechnet mit 25.000 neuen Zeitarbeitsstellen, während Handwerk und Einzelhandel rückläufige Beschäftigtenzahlen einplanen.

Hoppla, die Bildzeitung, die mit den vier großen Buchstaben, glaubt, dass die Zeitarbeit nur 25.000 neue Stellen schaffen wird? Haben nicht die Zeitarbeitsfirmen selbst von 200,000 gesprochen?

Aber im Bereich des Gesundheitswesens, wo Frau Minister die Sparschrauben immer enger zieht, wo Krankenhäuser und Apotheken sterben, Arztpraxen in die Insolvenz rutschen und Dentallabors unter der zunehmenden Billiglohnkonkurrenz leiden, da sollen bis zu 50.000 neue Stellen entstehen?

Widersprüchlich.

 

Die 50.000 zusätzlichen neuen Jobs des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) hält es für möglich, dass weitere 50 000 Stellen im Bereich der Bauwirtschaft entstehen, wenn das Verbot der Zeitarbeit aufgehoben würde.

Aha, und dafür verschwinden 50.000 reguläre Jobs, durch die Drehtüre, oder?

 

Die 30.000 neuen Stellen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

Die Industrie wird im nächsten Jahr Zehntausende neuer Arbeitsplätze schaffen. Der Chefvolkwirt des DIHK wird konkreter, er rechnet mit bis zu 30.000 neuen Stellen bei der Industrie.

Glaubwürdig.

 

Die 30.000 neuen Stellen des Magazins "karriere"

Das Magazin weiß zu berichten, dass in 2007 30.000 Stellen für junge Akademiker neu besetzt werden sollen. Immerhin 50 Prozent mehr als letztes Jahr.

Das ist eigentlich nur die natürliche Fluktuation.

 

Die 10.000 neuen Stellen der Freien und Hansestadt Hamburg

Wirtschaftssenator Uldall schreibt die Entwicklung aus 2006 fort. Er sieht die stark angezogene Nachfrage nach Unternehmensdienstleistungen, den wachsenden Außenhandel und dessen günstigen Einfluss auf die Auslastung des Hamburger Hafens. Außerdem hat er die steigende Vermittlungseffizienz der ARGE team.arbeit.hamburg als Job-Maschine im Auge. Mit dem Programm "Keine Neukunden für die ARGE" sollen Arbeitslose schnellstens in Maßnahmen gesteckt werden. So meint Uldall: "Das im Vergleich zum Bund überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum und die steigende Effizienz der team.arbeit.hamburg werden im Jahr 2007 in Hamburg über 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen."

Es ist zwar nicht klar, wie durch effiziente Vermittlung Stellen geschaffen werden, aber wenn Herr Uldall das glaubt...

Halb Wunschtraum, halb realistisch



Die 10.000 neuen Stellen des Freistaats Thüringen

Die Erfurter IHK sieht eine Stimmungsaufhellung. Obwohl sich in 2006 auf Thüringens Arbeitsmarkt kaum etwas bewegt hat, wird damit gerechnet, dass 10 000 neue Stellen alleine in 2007 geschaffen werden.
Die Handwerkskammer Erfurt und der Verband der Thüringer Wirtschaft haben zudem festgestellt, dass in Thüringen zunehmend Leiharbeiter eingesetzt werden.

Der Wunsch ist Vater des Gedankens.

 

Die 6.000 Jobs der Leipziger Messe

Das Münchner ifo-Institut sagt, die Leipziger Messe schaffe in der Region knapp 2500 Arbeitsplätze, 560 mehr als noch 2002. Bundesweit schaffe sie knapp 4500 Jobs - und inklusive der Kongresse komme man auf rund 6000 Jobs.

Nun ja, wenn man die Meldung über die Überschrift hinaus liest, fragt man sich dann doch, ob die Leipziger Messe die Arbeitsplätze erst schafft, wie suggeriert wird, oder ob nicht doch schlicht die Bestandszahlen angeführt worden sind.

Irreführend.


Die 3.000 neuen Jobs der Lufhansa

Die Lufthansa will 2007 rund 1200 Flugbegleiter, 800 Mitarbeiter für die Passagierbetreuung am Boden und 240 Pilotenschüler, einstellen. Das sind - anders als es in der Überschrift zu lesen war - nur 2.240, und auch davon ist ein Teil sicherlich als Ersatz für Abgänge zu betrachten.

Nur zum Teil wirklich neue Jobs.

 

Die 2.000 neuen Jobs von Proservice 100

Das Franchise-Unternehmen für Dienstleistungen in den Bereichen Haus und Garten, PC und Telefon sowie Büroassistenz sucht Franchisenehmer, die bis 2010 bis zu 2.000 Arbeitsplätze entstehen lassen sollen. Eine kühne Prognose.

Wunschvorstellung

 

Die 1.800 neuen Jobs des Groß- und Außenhandels

 

Die rund 3000 Unternehmen des Groß- und Außenhandels wollen in diesem Jahr rund 1800 neue Arbeitsplätze schaffen. So das Ergebnis einer Umfrage unter den Unternehmen. In den 10 Jahren zuvor wurden 12.000 Stellen abgebaut, da kann, vor allem bei weiter wachsendem Export, schon wieder einmal Einstellungsbedarf auftreten.

Glaubhaft

 

Die 1000 neuen Jobs der Stadt Görlitz

Görlitz nimmt am T-City-Wettbewerb der Telekom teil. Die Stadtväter hoffen, falls Görlitz gewinnt, dass im Laufe von fünf Jahren 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Na, dann siegt mal schön.

Luftschlösser

 

Die 500 neuen Arbeitsplätze der Quanta Computer Germany

Die taiwanesische Quanta Computer Germany QCG will in Aachen mehr als 500 neue Arbeitsplätze schaffen - und 2008 gleich noch einmal 150 weitere.

Glaubhaft

 

Die 250 neuen Jobs des Landkreises Niemberg

Der Landrat hegt die Hoffnung, dass in den nächsten Monaten noch einmal Gewerbeflächen von 30 bis 40 Hektar an Investoren übergeben werden können. Dies wiederum könne zur Schaffung von 250 neuen Arbeitsplätzen führen.

Wunschträume


Die 100 neuen Arbeitsplätze des Landkreises Northeim

12 Betriebe, Investitionsvolumen 20 Millionen Euro, 95 neue Arbeitsplätze - gefördert mit 3,4 Millionen Investitionszuschüssen. Aber das war leider schon 2006.

Subventionsabbau?

Vergangenheit

 

Die 70 neuen Jobs der J&P Handelshaus Deutschland GmbH

Das Unternehmen errichtet ein Call-Center in Chemnitz.

Glaubhaft

Die neuen Arbeitsplätze der deutschen Möbelindustrie

Die Möbelhersteller sind nach fünf Jahren Dauerkrise wieder zuversichtlich und schaffen neue Jobs.
Wie viele? Keine Ahnung!
Muss aber auch keiner sagen, denn die sind auf alle Fälle in den 30.000 Stellen des DIHK enthalten.



Alle diese Meldungen summiert,
ergäben die stolze Zahl von 1.747.220 neuen Jobs.

Aber weder die 500.000 Jobs der SPD, noch die 400.000 der Bundesregierung sind auch nur einigermaßen realistisch. Auch die 400.000 des Prof. Sinn sind ebensowenig konkret und greifbar, wie die 1.000 neuen Jobs der Stadt Görlitz.


Ernst nehmen kann man hingegen die 200.000 Jobs der Zeitarbeitsunternehmen, doch die bleiben, wegen des Drehtüreffektes weitgehend beschäftigungsneutral.

Von den 83.000 der Bildzeitung bleiben die 39.000 der Transport- und Logistikbranche als realistisch übrig, worin die 10.000 Hamburger Stellen bereits mit enthalten sein dürften. Hinzu kommen die 30.000 neuen Jobs in der Industrie, vieleicht 1.000 echte zusätzliche deutsche Stellen bei der Lufthansa, die 1,800 beim Groß- und Außenhandel (auch darin ein Teil der 10.000 Hamburger Stellen enthalten), die 500 der Quanta Computer Germany und die 70 der J&P Handelshaus Deutschland GmbH.

Bleiben gerade noch 72.370 übrig.


Dem gegenüber steht - in den Medien nachzulesen

der absehbare Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen im Deutschen Handwerk

Das Handwerk will nächstes Jahr 20.000 bis 30.000 Stellen abbauen und fordert die Lockerung des Kündigungsschutzes, wenn wieder sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen sollen.

der prognostizierte Abbau von 190.000 Arbeitsplätze nach der Schätzung des IAB

Im Gefolge der Mehrwertsteuererhöhung wird es zum Abbau von 190.000 Arbeitsplätzen kommen, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Begründung: Weil die Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer nur zur Haushaltskonsolidierung verwendet werden, wird der Wirtschaft und den Konsumenten Geld entzogen.

der massive Abbau von Stellen in den deutschen Krankenhäusern
und die trübe Aussicht, dass 20 Prozent aller deutschen Kliniken die Insolvenz droht.


der fortgesetzte Stellenabbau bei Bund, Ländern und Gemeinden,
und bei den ehemaligen Staatsunternehmen Bahn, Post und Telekom

 

sowie die überraschende Erkenntnis, dass die Deutschen immer seltener im Restaurant auftauchen. Stattdessen boomt der Schnellimbiss.

Ob das daran liegt, dass wieder mehr Menschen Arbeit haben und daher nicht mehr genug Zeit haben, in einem Restaurant darauf zu warten, endlich bedient zu werden - oder ob es doch eher daran liegt, dass den Menschen - trotz verordneter allgemeiner Aufschwungseuphorie - immer weniger Geld übrig bleibt?


Es ist wohl doch wieder nur ein Trick -


kein Wunder.


Vom 2. bis 23. Januar 2007 ist meine Statistik der Arbeitsplatzvernichtung um 20.250 Stellen angewachsen. Das ist relativ wenig, aber für einen Januar nicht außergewöhnlich. 2004 waren es im gleichen Zeitraum 30.535, im nächsten Jahr 28.487 und letztes Jahr 22.639 - und am Endes des Jahres waren es 2004 immerhin 846.100, in 2005 summierte sich die Arbeitsplatzvernichtung auf 1.079.500 und letztes Jahr sogar auf 1.097.672



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* 1949 im
oberfränkischen Neustadt bei Coburg

Egon W. Kreutzer
der Verfasser dieses Artikels
Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre weist Wege in eine gerechtere Zukunft.

Brandneu: Band IV - Kritik und Überwindung des aggressiven Eigentums.
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