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Stoiber, -Edmund
Ministerpräsident

 

Parteischädigendes Verhalten wird Frau Pauli unterstellt, und sogar ein Parteiausschlussverfahren erwogen. Warum?

Nur weil Frau Pauli fordert, die Benennung des Spitzenkandidaten für die anstehende Landtagswahl solle durch eine Urabstimmung der Parteibasis erfolgen?

Wohl kaum.

Am 8. Januar wird es nun sogar eine Präsidiumssitzung der CSU geben, die höchstwahrscheinlich als personalpolitische Krisensitzung in die Annalen der CSU eingehen wird. Hinter verschlossenen Türen wird man unter strikter Geheimhaltung besprechen, was längst Gegenstand öffentlicher Erheiterung ist.

 

Edmund Stoiber, Ministerpräsident

Ein Mensch, der wie er in der Lage ist, die halbe Nation alleine durch seinen Sprachwitz zum Lachen zu bringen, gilt üblicherweise als begnadeter Humorist.

Neben einem solchen Meister der Ironie, der Satire, ja des zynischen Sarkasmus, der ernst und gefasst auf der Bühne steht, dessen Humor weder spastische Verrenkungen, noch nervöse Zuckungen, weder platten Blödsinn noch schamlose Anzüglichkeiten benötigt, wirken selbst die großartigsten Kalauerkanonen vom Schlage eines Otto Waalkes oder so unnachahmliche Slapstick-Artisten wie Didi Hallervorden seltsam flach und blass.

Ein Mensch, der gerade einmal 95 Sekunden braucht, um das ganze Land in ekstatische Lach- und Weinkrämpfe zu versetzen, wenn er sich in seinem Sketch "Der Transrapid" hoffnungslos zwischen Hauptbahnhof und Flughafen verheddert, gehört in die Kategorie der ganz Großen, darf sich im Olymp der Kabarettisten eines Ehrenplatzes gleich neben Dieter Hildebrandt und Matthias Richling sicher sein.

Ein Mensch mit solchen Fähigkeiten hat, so sagt es der Volksmund, den Beruf verfehlt, wenn er sich nicht mit Haut und Haar dem Kabarett und dem Humor verschreibt, sich stattdessen im täglichen Leben einer einfachen, konventionellen, bürgerlichen Profession widmet.

Nun ist das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten zwar auch nicht gerade eine einfache, konventionelle bürgerliche Profession, aber die Abweichung vom Mittelmaß sollte bei diesem Berufe eigentlich, so jedenfalls die Erwartungshaltung der Bürger, eher ins Ernsthaft-Seriöse, Bodenständig-Gewisse, Zuverlässig-Korrekte hineinspielen, statt ins Kess-Verwirrende, Fröhlich-Verwurstelnde oder gar ins Dadaistisch-Sinnfreie.

Dass es innerhalb der bayerischen CSU - welche zugleich die einzige CSU ist - nur wenige Stimmen gibt, die dem Ministerpräsidenten nahelegen, bei nächster Gelegenheit auf das Amt zu verzichten, nimmt nicht Wunder. Ohne Nibelungentreue funktioniert in diesem Lande auch sonst keine Partei.

Dass es jedoch auch außerhalb der bayerischen CSU, abgesehen von der Kabarettistengilde um Bruno Jonas und Sigi Zimmerschied, praktisch überhaupt keine Stimme gibt, die es wagt, klar und deutlich zu fragen, wann denn das Ende der Peinlichkeiten zu erwarten sei, ist erschreckend.

Als gebürtiger fränkischer Bayer - und vor allem und hauptsächlich als Demokrat - bin ich natürlich auch für alle Zukunft bereit, die CSU als die gewählte Mehrheitspartei zu akzeptieren, solange die Mehrheit der Bayern die CSU, als das ihr von Gott zugedachte Kreuz, auch weiterhin anzukreuzen und zu tragen bereit ist.

Gleichzeitig erfreue ich mich als begeisterter Kabarett-Konsument an jeder einzelnen Szene unfreiwilliger Komik, die Edmund Stoiber unterläuft, doch irgendwie wäre mir wohler, wenn die Trennungslinie zu der Funktion des ernsthaften Amtsträgers etwas deutlicher zu erkennen wäre.

Zumal das Fiasko offenbar im Aufschwung befindlich ist. Was da aus der längst sprichwörtlich gewordenen, seit Jahren gewohnheitsmäßig überhörten "Äh-Flut" heraus und an weit darüber hinausgehenden, grotesken Szenen herangewachsen ist, scheint mir mehr als eine Petitesse, über die für heute und in aller Zukunft rücksichtsvoll hinweggesehen werden dürfte.

Das Parteipräsidium wäre gut beraten, Edmund Stoiber am 8. Januar eine golden Brücke in den ehrenhaften Abschied und Ruhestand zu bauen.

Das wäre gut für Deutschland, gut für die Große Koalition, gut für die CDU, gut für den Bundesrat, gut für die CSU samt Bayern, und es wäre wohl nicht zuletzt auch gut für Edmund Stoiber.

Bis nächsten Donnerstag
Ihr EWK

 

Eine Sammlung weiterer, bestürzender Stoiber-Tondokumente finden Sie auf der hier verlinkten Seite:

http://www.die-stimme-der-freien-welt.de/post/20060113/stoiber-transrapid

aber natürlich auch bei der SPD und bei den Grünen und auf vielen anderen Seiten. Dass es sich bei allen diesen Beiträgen um perfekte Fälschungen aus der SPD-Wahlkampfzentrale handelt, wie gelegentlich behauptet wird, kann weder mit letzter Sicherheit ausgeschlossen, noch bestätigt werden. Es fehlt einfach am nachweislich erkennbaren Unterschied.


Der Paukenschlag am Donnerstag ertönt unentgeltlich jeden Donnerstag.

Selbsternannte Fördermitglieder des Kesselpaukenorchesters zeichnen sich durch den Erwerb mindestens eines Exemplares des Buches "Der Hase Donnerstag und die anderen Tiere aus dem Wäldchen hinter dem Mond" aus. Dies ist ein absolut satirefreies Kinderbuch für Vier- bis Achtjährige, das mit Wort und Tat den Tierschutzgedanken fördert, weil des den Kindern Tierliebe und dem WWF pro verkauftem Exemplar volle 2 Euro nahe- bzw. einbringt. Sie erhalten es*) für schlaffe 11,95 Euro versandkostenfrei direkt vom EWK-Verlag.

*) Nicole Engbers, Der Hase Donnerstag und die anderen Tiere aus dem Wäldchen hinter dem Mond,
EWK 2005, ISBN 3-938175-20-6, Hardcover, 120 Seiten, durchgängig farbig illustriert


 

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* 1949 im
oberfränkischen Neustadt bei Coburg

Egon W. Kreutzer
der Verfasser dieses Artikels
Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre weist Wege in eine gerechtere Zukunft.

Brandneu: Band IV - Kritik und Überwindung des aggressiven Eigentums.
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