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Etwas herausholen wollen,

und wohin das im Extremfall führt ...

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 8. November 2002 über ein betrügerisches "Kartell" in Ingolstadt, das im Prinzip so funktionierte:

Ein Patient geht zum Arzt und zahlt diesem rund 500 Mark für die Ausstellung eines Rezeptes über sehr teure Medikamente.

Mit dem Rezept geht er in die Apotheke. Der Apotheker stellt den Wert der Verordnung fest und teilt sich den Überschuß (Wert abzüglich 500 DM Arzt-Honorar) mit dem Patienten.

Den Rest erledigt die Krankenkasse.

Die Süddeutsche berichtet, daß Staatsanwälte, Richter, Standesorganisationen und die Krankenkassenmit einem Wust von Ermittlungs- und Strafverfahren befaßt sind, aber noch immer nicht in der Lage sind, den Gesamtschaden abzuschätzen.

Ein Zeuge gab an, daß er sich in der Zeit zwischen September und November 1997 (also in nur drei Monaten) von elf Ärzten Rezepte über Arzneimittel im Wert von über 12.000 DM verordnen ließ. Er habe auch Chipkarten von Verwandten für die Arztbesuche verwendet. Der Apotheker habe darüber informiert, zu welchen Ärzten man (zu diesem Zweck) gehen könnte.

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