Rheingold - der Gutschein
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Rheingold kommt ohne Schuldner aus.

Ist das nicht wunderbar?
 Mehr über das Rheingold erfahren Sie auf den Seiten von Rheingold-Regio

Mehr über das Geld überhaupt,

  • Ausführliches zur Geldschöpfung,
  • zum Geldwert,
  • zu Inflation und Deflation,
  • zu Staatsschulden zur Geldhortung,
  • zu Regional.- und Komplementärwährungen,
  • und über ein Modell für ein Geldsystem, das die ausreichende Geldversorgung der Realwirtschaft sicherstellen kann
habe ich unter dem Themenschwerpunkt
Grundlagen und weiterführende Texte zum Geld
im Internet online gestellt.

Für alle, die lieber stundenlang in einem Buch blättern als stundenlang auf den Bildschirm zu starren, gibt es die Möglichkeit, Wissen über das Geld auch meinem Buch

"Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band III - Über das Geld"

zu entnehmen.

 ...und wie Sie Rheingold einsetzen können, um damit Bücher aus dem EWK-Verlag zu bezahlen, das finden Sie in den AGB des EWK-Verlags.

 Kritische Anmerkungen

Auch das Rheingold ist noch keine perfekte Währung, aber ein hochinteressanter Schritt auf dem Weg dorthin - hier einige Hinweise auf die Tücken, die auch hier im Detail stecken, und erst zu Schwierigkeiten führen werden, wenn Rheingold einmal tatsächlich in nennenswerten Mengen in Umlauf kommen sollte:

  • Rheingold vermehrt die Menge der umlaufenden Zahlungsmittel. Das ist gut, solange im Bereich der Realwirtschaft Geldmangel herrscht. Im Falle einer Inflation (= Geldüberschuss, nicht Teuerung) wirkt Rheingold, solange die Ausgabestrategie beibehalten wird, eher verstärkend.
  • Rheingold ist umlaufgesichert, die Scheine verlieren zu einem aufgedruckten Datum ihre Gültigkeit und müssen dann gegen ein Aufgeld in neue Rheingold-Gutscheine umgetauscht werden. Damit hat Rheingold sich (ohne Not) alle Probleme umlaufgesicherter Währungen auf den Hals geladen.
    Die Laufzeit von 2 Jahren und das mäßige Aufgeld lassen die negativen Effekte zwar relativ klein erscheinen, werden jedoch, sollte Rheingold wirklich einmal aus der Spielecke herauswachsen wollen und zu einem festen Bestandteil der Gesamtwirtschaft werden, unweigerlich - mit wachsendem Erfolg - zum Zusammenbruch des Experiments führen.
  • Rheingold ist eine reine Bargeldwährung und damit nur für kleinere Transaktionen im unmittelbaren Kontakt zwischen zwei Transaktionspartnern geeignet. Die Notwendigkeit, Papiergeld im Kuvert zu verschicken, um Versandhandelsangebote wahrzunehmen ist im Zeitalter des Internets ein echtes Verbreitungshindernis.
  • Wenn der Drucker, der sich bisher bereit erklärt, die Rheingold-Gutscheine gegen Bezahlung in Rheingold herzustellen, bei wachsendem Volumen aussteigt, weil er für die eingenommenen Gutscheine keine ausreichende Zahl und Auswahl an Akzeptanzstellen findet, kann das Modell so nicht weiterbetrieben werden. Auch diese Abhängigkeit hängt wie ein Damoklesschwert über dem Modell, das Geld ohne Schuld aus dem Nichts hervorbringt. Nicht, dass Rheingold nicht mehr funktionieren würde, wenn man eine Eintritts- und Bearbeitungsgebühr in Euro entrichten müsste - es würde nur sehr viel von seinem einzigartigen Charme einbüßen.

 


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