Rheingold - der Gutschein
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Es wird so manchen verwundern.

Da hat dieser Kreutzer die Regionalwährungen im Allgemeinen und die umlaufgesicherten Komplementärwährungen im Besondern immer wieder geringschätzig als "Marketing-Gag" und "Gutmenschen-Geld" abgehandelt - und nun macht er selber mit. Was ist da los?

Ich will es Ihnen erklären:

 

Rheingold kommt ohne Schuldner aus.

Das ist es, was mir am Rheingold gefällt!

Die von mir seit langem propagierte Idee, frisches, unbelastetes Geld, frei von Zins- und Tilgungsansprüchen, immer dann in die Wirtschaft einzuschießen, wenn Geldmangel herrscht und dafür nicht den Staat oder die großen Wirtschaftsunternehmen als Empfänger auszuersehen, sondern die Bedarfsträger, ist mit dem Rheingold erfüllt.

Erst und nur dadurch, dass dieses Geld von den Empfängern ausgegeben wird, kommt es in Umlauf und erst und nur dadurch verpflichtet es diejenigen, die es in Umlauf gebracht haben, es auch ihrerseits wieder anzunehmen.

Die Verpflichtung entsteht also nicht bei der Beschaffung des Geldes als Schuld, sondern erst bei seiner Verwendung als Verpflichtung zur Gegenleistung.

Diese Verpflichtung besteht auch nicht darin, das Geld - wie bei einer Schuld - irgendwann wieder bei der Bank abliefern zu müssen, sondern ausschließlich darin, es selbst wieder als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Das ist die geniale Lösung, mit deren Hilfe - ganz ohne Banken, ganz ohne Zinsen, ganz ohne Rückzahlungsverpflichtung - ein Zahlungsmittel in die Welt gesetzt wird, das als "Schmiermittel der arbeitsteiligen Wirtschaft" theoretisch unbegrenzt viele Transaktionen unterstützen kann.

 


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