Rheingold - der Gutschein
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Es wird so manchen verwundern.

Rheingold ist zwar eine regionale Komplementärwährung, aber Rheingold ist eben doch ganz anders.

Hier zur Erinnerung der übliche "Geldschöpfungsprozess" der allermeisten Regional- und Komplementärwährungen:

 

Um Wert- oder Gutscheine einer beliebigen, in Deutschland etablierten Regionalwährung
besitzen zu können, ist in den allermeisten Fällen der erste erforderliche Schritt:

  • Der Umtausch von Euros in die Wert- oder Gutscheine der Komplementärwährung
  • um Euros in Chiemgauer, Elbtaler oder was auch immer eintauschen zu können, muss man sie aber erst besitzen, und um Euros - ohne sich selbst dafür zu verschulden - besitzen zu können, ist vorher

  • die Herstellung eines Guthaben-Schulden-Paares durch Kreditgewährung einer Bank und
  • die mindestens einmalige Weitergabe des Guthabens an einen Dritten
unabdingbare Voraussetzung.
(Einfachst illustriert: Der uns bereits bekannte Vater zieht am Geldautomaten 50 Euro vom bereits überzogenen Konto, behält die dadurch entstehende Schuld als Erhöhung des Soll-Saldos auf seinem Konto bei sich und verschenkt die 50 Euro als Taschengeld an seine Tochter. Die Tochter holt sich für die 50 Euro zum Beispiel 50 Elbtaler bei einer Elbtaler Ausgabe- oder Akzeptanzstelle.)

 

Ist ein anderer Weg überhaupt denkbar?


Er ist denkbar, er ist herstellbar - und er ist gangbar.

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