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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer

 

Frage 46

Mit der sechundvierzigsten Frage geht Creutz irrelevanten statistischen Begriffsdefinitionen nach.

Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:

In den Unterlagen der Bundesbank wird eine Gruppe von Schuldnern unter dem Titel "Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften" angeführt. Ich würde gern wissen, was dazu gezählt wird. Außerdem würde ich gerne wissen, ob Aktien mit zu den Verbindlichkeiten von Unternehmen zählen.


Die Antwort Creutz's sieht so aus:

Sieht man von den finanziellen Institutionen ab, dann wurden bisher statistisch drei Wirtschaftssektoren unterschieden, nämlich nichtfinanzielle Unternehmen, Privathaushalte und Staat. Im Zuge europäischer Vereinheitlichungen der Statistiken hat man die nichtfinanziellen Unternehmen Ende der 90er Jahre in "Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften" umbenannt. Wie der Name bereits erkennen lässt, wurden bei dieser Neuordnung alle reinen Personengesellschaften, also Einzelkaufleute und Selbständige und damit weitgehend Handwerk und Gewerbe, aus dem Unternehmenssektor herausgenommen. Statt dessen wurden sie, was mehr als fragwürdig ist, den privaten Haushalte zugeordnet.
Was die Aktien betrifft, so werden diese tatsächlich unter die Verbindlichkeiten der herausgebenden Unternehmen gezählt, obwohl sie in Wirklichkeit für die Unternehmen keine Verpflichtungen darstellen, sondern Erweiterungen des Eigenkapitals. Ebenso fragwürdig ist auf der anderen Seite die Einstufung der Aktien als Geldvermögen, da es sich dabei um Anteile am Betriebsvermögen handelt.

 

Diese Ausführungen sind überflüssig, die Aussagen zu den Aktien sind sogar falsch.
Aktien sind keine Verbindlichkeiten und sie werden nicht zu den Verbindlichkeiten gezählt.
Aktien sind nicht Erweiterungen des Eigenkapitals.
Aktien sind auch nicht Anteile am Betriebsvermögen

Aktien sind Anteile am Unternehmen (bzw. am Grundkapital).







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