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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer

 

Frage 38

Mit der achtunddreißigsten Frage wendet sich Creutz der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme zu.

Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:

Was sagen moderne Auslegungen der Freiwirtschaft zu den Finanzierungsmöglichkeiten sozialer Sicherungssysteme? Werden diese - genau wie bei den orthodoxen Vertretern des Neoliberalismus - als überflüssig erachtet?


Die Antwort Creutz's sieht so aus:

Mehr soziale Gerechtigkeit ist eigentlich das Hauptanliegen der Geldreformbewegung bzw. der Freiwirtschaft. Sie wird vor allem durch die Reduzierung leistungsloser Einkommen zu Gunsten der Arbeitseinkommen verwirklicht. Die heutigen sozialen Sicherungssysteme, mit denen man nicht zuletzt die Folgen unseres von Kapitalismus dominierten Wirtschaftssystems erträglicher zu gestalten versucht, werden deswegen aber nicht als überflüssig erachtet. Sie dürften jedoch an Bedeutung und Gewicht verlieren. Das vor allem auf Grund der sich abbauenden bzw. umkehrenden heutigen Einkommensverschiebungen von der Arbeit zum Besitz. Mit diesem Abbau würden auch die heute immer schwerer zu finanzierenden sozialen Sicherungssysteme wieder beherrschbar. Bedenkt man, dass alleine die Zinsströme bei den bundesdeutschen Banken 2001 mit 382 Mrd Euro bereits die Größe aller Steuer- und Sozialabzüge von den Bruttolöhnen in Höhe von 310 Mrd überschritten haben, wird erkennbar, in welchem Umfang schon eine Halbierung der Zinslasten die Finanzierung der Sozialsysteme erleichtern würde, selbst wenn man weiterhin die heutigen Höhen zu Grunde legt.

Ja, das ist schon richtig. Nur ob es mit den vorgeschlagenen Maßnahmen erreicht werden kann, das ist fraglich.





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