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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 33
Mit der dreiundreißigsten Frage beschäftigt sich Creutz mit den Möglichkeiten von Bankenzusammenbrüchen im real existierenden Geldsystem.
Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:
In Österreich hatten wir in der jüngsten Vergangenheit schon den Fall einer Bankenpleite. Wer zu spät kam um sein Geld noch schnell abzuziehen stand vor geschlossenem Schalter und fort waren die Ersparnisse. Wie hat man sich ein solches Szenario realistisch vorzustellen? Und wie ist das bei Aktien und bezogen auf entsprechend aufgebaute Altersversorgungen?
Die Antwort Creutz's sieht so aus:
Weil der beschriebene
Vorgang zu panikartigen Abhebungen auch bei anderen Banken führen
würde, werden Bankenpleiten im allgemeinen möglichst
unauffällig abgewickelt, z.B. durch Übernahme durch
andere Banken. Außerdem muss - zumindest in Deutschland
- von jedem eingezahlten Euro ein geringer Anteil in einen gemeinsamen
Sicherungsfonds der Banken eingezahlt werden. Mit dessen Hilfe
werden die Bankeinlagen auch bei Pleiten abgesichert, zumindest
bis zu einer bestimmten Höhe. Bei öffentlich-rechtlich
organisierten Kreditinstituten springt notfalls auch der Staat
mit Steuermitteln ein, um Pleiten und daraus entstehende Kettenreaktionen
zu vermeiden. Das ist z.B. bei den Milliardenverlusten der Berliner
Bankgesellschaft durch den Berliner Senat geschehen. Dass diese
Rettungsaktionen auf Grund des Überwachstums der Einlagen
und Kredite dennoch irgendwann und -wie an eine Grenze stoßen
werden, ist aus allerdings aus mathematischen Gründen auf
Dauer unvermeidlich.
Bei den Aktien und sonstigen Börsengeschäften gibt es
diese Absicherungen gegen Verluste nicht. Deshalb sind auch alle
Alterssicherungen, die auf solche Beteiligungen und noch mehr
auf Spekulationen aufbauen, wesentlich risikoreicher also solche
über Banken und Versicherungen.
Ja, so ist das.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 34