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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 3
Mit der dritten Frage berührt Helmut Creutz den Unterschied zwischen Geld, Aktien und anderen Sachanlagen.
Die Frage, die er sich
stellen lässt, lautet:
In den letzten zwei Jahren sind an den deutschen Börsen mindestens
600 Milliarden "verdampft". Angenommen, wir hätten
nur Bargeld: Wer hätte denn jetzt dieses Geld, oder wer hätte
es vernichtet?
Die Antwort Creutz's sieht so aus:
Gleichgültig, ob
es nur Bargeld gibt oder nicht: Aktien sind niemals Geld, sondern
sie werden nur mit Geld erworben bzw. gegen Geld wieder verkauft.
Und wie bei jedem Kauf oder Verkauf verändert sich damit
nicht die vorhandene Geldmenge, unabhängig davon, ob man
beim Kaufvorgang Gewinne oder Verluste macht. Was in den letzten
Jahren an den Börsen "verdampft" ist, war also
keinesfalls Geld, sondern allenfalls hochgerechnete spekulative
Hoffnungen auf einen möglichen Geldgewinn, den man bei einem
rechtzeitigen Verkauf hätte machen können! Hätten
das allerdings alle versucht, wäre der Kurs über Nacht
schlagartig in den Keller gerutscht. Kurz: So wenig wie bei Preiseinbrüchen
in den Läden Geld vernichtet wird, so wenig ist das auch
an den Börsen der Fall
Diese Antwort hätte man anders,
vielleicht auch ausführlicher formulieren können, doch
trifft sie den Kern der Sache.
Ob sie auch den Kern der Frage trifft, sei dahingestellt.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 4