Bitte
unbedingt zuerst den Text oben lesen!
Danke.
47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 27
Mit der siebenundzwanzigsten Frage nähert sich Creutz der moralischen Dimension leistungloser Einkommen an.
Die Frage, die er sich
stellen lässt, lautet:
Ist die Ursache des Zinsnehmens eher die dem Menschen innewohnende
Gier und Maßlosigkeit oder sind diese Eigenschaften des
Nie-genug-bekommen-könnens eine Folge des Vermehrungsdruckes
des Geldes (des Zinsnehmens)? Oder anders herum: Kann nicht auch
die Habgier mit eine Ursache des Wachstumszwanges der Wirtschaft
sein?
Die Antwort Creutz's
sieht so aus:
Ihre Fragestellung erinnert
etwas an jene nach der Erstexistenz von Henne oder Ei, bzw. an
die, ob der Mensch an sich schlecht ist oder die Umstände
ihn schlecht werden lassen. Wenn ich daran denke, dass nicht Millionen
von Mördern Kriege machen, wohl aber Kriege Millionen Menschen
zu Mördern, würde ich den Umständen ein größeres
Gewicht beimessen. Konkret: Nicht die Habgier der Menschen erzeugt
die Zinsen, sondern die zinsbedingte Möglichkeit leistungsloser
Einkommen erzeugt die Habgier, ebenso wie die daraus resultierenden
extremen Reichtumsunterschiede die Maßlosigkeit!
Auch der Wachstumszwang in unserer Wirtschaft ist nicht die Ursache,
sondern die Folge des Zinses. Das heißt, der Mensch wird
durch die dauernd positiven Zinsen in ein System gepresst, das
ständiges Wachstum erzwingt. Dies wird vor allem bei allen
Schuldnern deutlich, die nur durch ständige Leistungssteigerungen
den wachsenden Zinsbelastungen nachkommen können.
Und da stimme ich Helmut
Creutz vollständig zu.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 28