Bitte
unbedingt zuerst den Text oben lesen!
Danke.
47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 22
Mit der zweiundzwanzigsten Frage geht Creutz auf die Zinsanteile in den Preisen ein.
Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:
Ganz interessant ist
die Illustration des Bierdeckels auf dem steht, dass 30% des Preises
dieses Bieres auf Zinsen zurückzuführen sind. Können
Sie kurz schildern, wie man zu dieser Folgerung gekommen ist?
Und hätte jenes Bier in einer zinslosen Wirtschaft überhaupt
ausgeschenkt werden können?
Die Antwort Creutz's
sieht so aus:
Abgesehen von einsehbaren
öffentlichen Kalkulationen und Mietberechnungen, lassen sich
Zinsanteile nur überschläglich und als Durchschnittswerte
ermitteln. Ausgehen kann man dafür z.B. von den gesamten
Zinszahlungen an die Banken, die in Deutschland 2001 bei 382 Mrd
Euro lagen. Vergleicht man diesen Betrag mit den Ausgaben der
Haushalte und damit der Summe aller Preise in Höhe von 1.242
Mrd Euro, ergibt sich ein Satz von 31 Prozent. Da sich die Zinsanteile
bei den einzelnen Produkten kaum ermitteln lassen, auch weil in
den bezogenen Vorprodukten bereits nicht nachweisbare Zinsen enthalten
sind, hat man bei den Bierdeckeln diesen Durchschnittssatz herangezogen.
Was nun die "zinslose Wirtschaft" betrifft, so liegt
hier wahrscheinlich ein Missverständnis vor. Denn eine zinslose
Wirtschaft gibt es nicht, sondern allenfalls eine mit einem Zins
um Null, der sich jeweils bei Marktsättigungen ergeben würde.
Selbstverständlich blieben auch dann weiterhin alle Produkte
im Angebot, da ja die unternehmerischen Gewinnchancen nicht mit
dem Zins verschwinden. Das Bier wäre, wie auch alle anderen
Güter, also weiterhin zu haben, jedoch im Preis entsprechend
billiger.
Das ist eine stimmige
Argumentation.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 23