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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 21
Mit der einundzwanzigsten Frage versucht Creutz, für alle negativen wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten 50 Jahre den Zins verantwortlich zu machen.
Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:
Wie sähe die Welt
aus und wo stünden Unternehmen und Arbeitnehmer heute bezüglich
technischen Innovationen, Wohlstand und Wohlfahrt, wenn wir in
den letzten 50 Jahren einen Zins um Null gehabt hätten?
Die Antwort Creutz's
sieht so aus:
Wenn in unseren Volkswirtschaften
die Zinsen mit den Sättigungen auf den Märkten abgesunken
wären, hätten die Einkommensdiskrepanzen in unseren
Gesellschaften und damit die sozialen Spannungen niemals die heutige
Höhe erreicht, wären die Unternehmen und Staaten nicht
überschuldet, gäbe es das Nord-Süd-Gefälle
mit allen seinen Folgen in dieser Größe nicht, brauchten
wir kein ständiges Wachstum ohne Rücksicht auf die Umwelt
und unsere Kinder zu erzwingen und hätten - selbst wenn in
den Industrienationen das heutige materielle Versorgungsniveau
nicht erreicht worden wäre - weniger Grund, uns vor Kriegen
oder weltwirtschaftlichen Zusammenbrüchen zu fürchten.
Wenn die einzige Möglichkeit
der Menschen, sich zu bereichern, darin bestünde, Zinsen
zu nehmen, hätte die Antwort eine Chance, als einigermaßen
realistisch angesehen zu werden. So bleibt sie eine vollkommen
haltlose Spekulation.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 22