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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 14
Mit der vierzehnten Frage behandelt Creutz die Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit, Güternachfrage und Zinsniveau in Japan.
Die Frage, die er sich stellen lässt, lautet:
Wieso ist die Arbeitslosigkeit
in Japan mit 6 Prozent eigentlich so vergleichsweise niedrig?
Eigentlich müsste die fehlende Güternachfrage doch vermehrt
zu Firmenpleiten und Entlassungen führen. Wurden denn dort
die Löhne auf Grund des Kostendrucks gesenkt? Oder ist es
so, dass die Lohnkosten auf Grund des niedrigen Zinsniveaus noch
tragbar sind?
Die Antwort Creutz's
sieht so aus:
Die Arbeitslosenquote
muss man immer an den Verhältnissen des jeweiligen Landes
messen. In Japan hat sie über Jahrzehnte hinweg unter drei
Prozent gelegen. Diese Grenze wurde 1995 zum ersten Mal überschritten,
um sich bis 2002 auf 6,2 Prozent zu verdoppeln. Selbstverständlich
hat diese Verdopplung der Arbeitslosenzahlen zu einem Rückgang
der Lohneinkommen geführt. Ob und inwieweit der dadurch ausgelöste
Rückgang der Nachfrage durch das niedrigere Zinsniveau ausgeglichen
wurde, ist wohl kaum zu ermitteln. Das vor allem, weil sinkende
Zinsen an anderer Stelle zu Einkommensverlusten führen, auch
wenn diese Verluste, netto gerechnet, nur bei einer Minderheit
zu Buche schlagen.
Warum ist die Arbeitslosigkeit
in Japan so niedrig? "Weil sie an den Verhältnissen
Japans gemessen wird."
Müsste die fehlende Güternachfrage (?) nicht zu mehr
Firmenpleiten und Entlassungen führen? " ----- "
Wurden in Japan die Löhne auf Grund des Kostendrucks gesenkt?
" ----- "
Oder sind die Lohnkosten auf Grund des niedrigen Zinsniveaus noch
tragbar? "Ob der durch die Verdoppelung der Arbeitslosigkeit
ausgelöste Rückgang der Nachfrage durch das niedrige
Zinsniveau ausgeglichen wurde, ist wohl kaum zu ermitteln."
Diese Frage - und diese Antworten hätte sich Helmut Creutz
auch sparen können.
Er stochert im Nebel der japanischen Konjunktur, ohne zu einem
Ergebnis zu gelangen.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 15