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47 Fragen an Helmut Creutz, 47 Antworten
von Helmut Creutz,
kritisch betrachtet und analysiert von Egon W. Kreutzer
Frage 13
Mit der dreizehnten Frage wendet sich Creutz der Entwicklung der Verschuldung der Öffentlichen Haushalte zu.
Die Frage, die er sich
stellen lässt, lautet: In der Ära Kohl wurde nach der
Wiedervereinigung aufgrund der horrenden Kapitalaufnahmen für
die Kosten der Vereinigung sicherlich der Grundstein für
die größte Geld-Umverteilung in der deutschen Geschichte
aufgrund der daraus zu zahlenden Staatszinsen von "unten
nach oben", von "arm zu reich" geschaffen. Kann
man konkrete Zahlen nennen, wie hoch der Zinsaderlass für
das deutsche Volk gewesen ist?
Die Antwort Creutz's sieht so aus:
Die gesamten öffentlichen
Verschuldungen stiegen von 1990 bis 1995 von 1.049 auf 2.082 Mrd
DM an, also um 98%. Die Verschuldungen des Bundes allein, der
das Gros der Vereinigungskosten zu tragen hatte, stiegen von 599
auf 1.288 Mrd DM an und damit um 115%. Zieht man die Zinszahlungen
heran, dann nahmen diese in den fünf Jahren insgesamt von
65 auf 129 Mrd DM und damit ebenfalls um 98% zu. Allerdings wäre
es falsch, diese Anstiege den Vereinigungskosten alleine anzulasten.
Sie spielen in dem allgemeinen Schuldenanstieg, der in der ersten
Hälfte der 90er Jahre auch noch durch den hochzinsbedingten
Konjunktureinbruch beeinflusst worden ist, allenfalls eine verstärkende
Rolle. Das zeigen auch die Schuldenentwicklungen in den übrigen
G7-Ländern, die - mit Ausnahme der USA - noch größer
als in Deutschland waren.
Das sind die Fakten.
Mehr in Kürze bei der Behandlung von Frage 14