Das
€uro-
Schlachtfest

Wer war da
nicht alles
dabei ...!!

 

 

Theodor Weigel

Der Mann, der die Stabilitätskriterien durchgesetzt hat.

 

Und natürlich diejenigen,

die sie nicht halten wollten,
konnten, durften,
mochten ...

 

Wolfgang Schäuble

Peer Steinbrück

Angela Merkel

Verbunden mit vielen
Freunden
in Nah und Fern

 

Josef Ackermann

Manuel Barroso

Ben Bernanke

Mario Draghi

 

 Alle diese Karikaturen
von Finanzpolitikern

haben ihren Auftritt
in diesem Buch:

 

 

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Egon W. Kreutzer

beleuchtet die Logik der immer noch andauernden Euro-Krise, deckt die Absichten und Ziele der Akteure auf, und zeigt, wer am Ende die Gewinner und Verlierer sein werden.

Lesen Sie ein Stück weit:

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Cui bono - wem nützt es?

Mitte Juni 2013 wurden mehrere Statistiken veröffentlicht, die den Reichtum der Deutschen beleuchteten. Einerseits wurde beklagt, dass die Deutschen - zumindest durchschnittlich - ärmer seien als viele ihrer Brüder und Schwestern im Euro, die sich derzeit "retten" lassen.

Andererseits wurde bejubelt, dass die Zahl der deutschen Millionäre auf eine Million angestiegen sei.

"Die Marke ist geknackt", bejubelte die WELT den Anstieg der Zahl der Millionäre um 6,7 Prozent innerhalb eines Jahres.

Dass die Millionäre nicht nach ihrem Vermögen in Euro gezählt wurden, sondern als "Dollar-Millionäre", ist wohl nicht nur der besseren weltweiten Vergleichbarkeit geschuldet, es wirft zugleich ein bezeichnendes Licht auf den Rang des Euro unter den Währungen dieser Welt.

Dass die Millionäre nicht nur der Zahl nach mehr geworden sind, sondern dass das Gesamtvermögen der nun 1.015.000 Millionäre sogar um 7,7% gestiegen ist - nach Steuern, versteht sich - lässt an der Existenz einer Krise zweifeln.

Einem Land, in dem ein Achtzigstel der Bevölkerung innerhalb eines Jahres um 300 Milliarden US-Dollar reicher geworden ist, was wiederum bedeutet, dass jeder Millionär im Laufe von 365 Tagen durchschnittlich um 300.000 Dollar reicher geworden ist (nach allen Ausgaben für Frisör und Flatrate) kann es doch gar nicht schlecht gehen.

Vielleicht muss es aber 79 Millionen Deutschen schlecht gehen, damit es einer Million so gut gehen kann.

Womit haben die ihren Vermögenszuwachs denn "verdient"?
Wenn diese Million Millionäre insgesamt um 300 Milliarden $ reicher geworden ist (~ 230 Milliarden Euro), dann muss dieser Reichtumszuwachs doch von den anderen erwirtschaftet worden sein. In ihrer Eigenschaft als Beschäftigte, die mit niedrigeren Löhnen abgespeist wurden, als es ihrem Anteil an der Wertschöpfung entsprochen hätte - und in ihrer Eigenschaft als Konsumenten, die einfach viel zu viel für das bezahlen mussten, was sie vorher selbst- für viel zu geringen Lohn - erarbeitet haben.

Rechnen wir in "Privaten Haushalten", von denen es in Deutschland rund 40 Millionen gibt, dann haben 39 Millionen Haushalte letztes Jahr theoretisch durchschnittlich 7.500 Euro aus ihrer Wertschöpfung an die Reichen abdrücken müssen.

Um welche gigantische Größenordnung es dabei geht, zeigt eine einfache Beispielrechnung:

In Deutschland gibt es rund 7 Millionen "Leistungsbezieher" die sich mit dem "Regelsatz" am Existenzminimum bewegen müssen. Stellen wir deren "Kosten" dem Vermögenszuwachs der Millionäre gegenüber, dann zeigt sich, dass schon ein Bruchteil des Vermögenszuwachses der Reichen, nämlich 40 Milliarden von 230 Milliarden Euro ausreichen würde, um die Regelsätze zu verdoppeln! Vom Vermögenszuwachs der Reichen im letzten Jahr blieben denen immer noch 190 Milliarden Euro übrig.

Die Regierung gibt sich hilflos. Sie verschanzt sich hinter der Mär von erdrückend hohen Staatsschulden und verordnet sich ein Sparprogramm nach dem anderen. Sparprogramme, die dazu geführt haben, dass der Staat und seine Organisationen in Deutschland bei der Vernichtung von Arbeitsplätzen seit Jahren einen unerreichbaren ersten Platz einnehmen.

Höhere Steuern auf höchste Einkommen und Steuern auf Vermögen sind nicht möglich, weil damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährdet würde.

Die Reichen müssen reicher werden, die Armen ärmer.

Und solange die Krise daran nichts ändert, fehlt es an der Motivation, an der Krise etwas zu ändern.

Genauso ist das in Bezug auf die politische Wirkung dieser Krise:

Angela Merkel bezieht einen erheblichen Teil ihrer Popularität und damit auch der Wählerstimmen für die Union direkt aus der Krise.

Das ließe sich mit der Lösung der Krise auch nicht mehr toppen - da reicht doch wieder einmal vollkommen aus, was die CDU schon 1987 bundesweit plakatierte: "Weiter so!"


Die Gemenge-Lage der Interessen

Der Gedanke, der Euro sei zur Schlachtung vorgesehen, ja das Schlachtfest sei bereits in vollem Gange, bezieht einen Teil seiner Berechtigung aus Umständen, die unsere Welt insgesamt betreffen - sowie aus deren historischer Entwicklung.

Es soll in diesem Kapitel verständlich gemacht werden, dass es zum Euro kommen musste, um Deutschland von der Deutschen Mark zu trennen, weil Deutschland nun einmal das für den Metzger interessanteste Filetstück in Europa darstellt, an das er jedoch nicht herankommen konnte, solange die Bundesbank und die deutsche Wirtschaft ein starkes Verteidigungsbündnis darstellten.

Es war nicht so sehr die Angst vor dem Wiedererstarken des wiedervereinigten Deutschlands, als die Chance, Deutschlands Reserven übernehmen zu können, die dazu führten, dass die Wallstreet und die City of London ihre Zustimmung gaben - zur Wiedervereinigung, und zum Euro.

Der Gedanke, es seien nicht die Finanzmärkte gewesen, die diese Entscheidungen trafen, sondern die "Regierungen", ist einigermaßen naiv.

Solche - von wirtschaftlichen Erwägungen freien - Regierungen gibt es im Bereich der westlichen Staatengemeinschaft nicht mehr. Es ist ein Teil des Fluches der repräsentativen Demokratie, dass starke, eigenwillige, unbeirrt das Interesse des gesamten Volkes verfolgende Persönlichkeiten gar keine Chance mehr haben, hohe und einflussreiche Staatsämter zu erreichen.

Die Parteien sind von Lobbyisten durchseucht. Die Medien gehorchen wirtschaftlichen Interessen - und Wahlergebnisse sind in erster Linie das Ergebnis von Medienkampagnen.

 

Wo der einflussreichste Privat-Banker eines Staates als Regierungsberater im Kanzlerinnenamt aus- und eingeht und sogar seinen Geburtstag auf Staatskosten im Kanzleramt feiert, erübrigt sich jedes weitere Nachdenken über den Einfluss der Wirtschaft und des Kapitals auf die Politik.

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