Lies doch mal
ein paar Zeilen
(in einem Kinderbuch).


Die zebragestreifte Ratte schaute mich herausfordernd an. Sie sagte:

"Guck nicht so, sonst
gibt es was auf die Nuss!"

Der Traum

Ich blinzelte verwirrt, konnte aber nicht aufhören, die aufrecht gehende Ratte anzustarren, die auf einmal vor mir stand. Sie hatte Streifen, und sie sprach! Mein Kopf schmerzte, und alles drehte sich. Wo war ich, und vor allem, wie war ich hierhergekommen?

Die Gasse, in der ich stand, war schmal, gerade breit genug, um einem Menschen Platz zu gewähren. Die steinernen Wände der Häuser ragten mehrere Stockwerke hinauf. Ein paar beschädigte Holzläden schlugen unregelmäßig mit jeder Windböe gegen die Wände. Es klang unheimlich. Eine einzige alte Laterne beleuchtete schwach den Weg. Der Rest der Gasse war in Dunkelheit gehüllt.

Ich war derart tief in die Betrachtung meiner Umgebung versunken, dass ich die Ratte für ganz kurze Zeit vergessen hatte. Doch nun war sie einen Schritt näher an mich herangetreten - und ich konnte ihr in der engen Gasse nicht ausweichen. Mit dem Rücken zur Wand stand ich da. Ich konnte ihren Atem auf meinem Arm spüren. Ihre Schnurrbarthaare vibrierten, als sie an mir roch. Ihre kleine, rosafarbene Nase bewegte sich unablässig hin und her.

Aufrecht stehend ging sie mir fast bis zur Brust. Ihre kleinen Ohren waren von vielen goldenen Ohrringen geschmückt, und eine schwarze Klappe, wie sie die Piraten in den Märchenbüchern tragen, verdeckte eines ihrer Augen. Sie trug ein zu großes weißes Hemd mit weiten Ärmeln und eine dunkle Pluderhose. Ein kleiner brauner Lederbeutel hing an ihrer Seite. Irgendwie erinnerte mich diese Ratte an die guten alten Freibeuter aus den Abenteuerfilmen.

Ja, meine Träume waren immer schon sehr einfallsreich gewesen, aber so echt hatte sich bisher keiner angefühlt. Langsam, wie in Trance, streckte ich meine Hand nach dem rechten Ohr der Ratte aus. Ich wollte das Fell zwischen meinen Fingern spüren, um mich von der Echtheit dieses Geschöpfes zu überzeugen.

Mit einer schnellen Bewegung zog die Ratte jedoch ein kleines Stilett aus dem Gürtel und huschte damit flink und drohend vor mir herum. Meine Hand verharrte bewegungslos in der Luft. Die sprechende Ratte sagte:

"Wenn du mich angreifen willst, musst du früher aufstehen! Nicht mit Knisper! Nein, nein, zu schlau, zu schnell!"

weiterlesen?

 

Die Geschichte von Louis und Knisper beginnt rätselhaft und wird von Seite zu Seite spannender.


Das ist Jenna Weigel,
die Autorin

der wir diesen
Fantasy-Roman für Kinder verdanken.


Jassy Talhorst,
hat das Buch illustriert.

Und weil Jassy Talhorst die Freundin von Jenna Weigel ist, sehen die Bilder ganz genau so aus, wie Jenna es sich beim Schreiben vorgestellt hat.

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Der Auftrag des Traumwandlers

ist im EWK-Verlag als illustriertes Hardcoverbuch erschienen.

... wäre vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Für Kinder und Junggebliebene
von 9 bis 99 Jahren

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 Un

 

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