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Alexander Klock
Lennard
"Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren."
PROLOG
"
Sirens are screaming and the fires are howling,
way down in the valley tonight
"
Regen prasselte gegen die große Windschutzscheibe des
Greyhound-Busses und die Scheibenwischer glitten quietschend
über das Glas.
"There´s a man in the shadows with a gun in
his eye and a blade shining oh so bright..."
Graue, dunkle Wolken hingen über dem Land. In den letzten
Tagen hatte es mehr geregnet, als sonst in vielen Wochen. Die
Erde hatte den Massen von Wasser nichts mehr entgegenzusetzen,
die Böden, sonst fruchtbar und lebendig, waren vollgesogen
und tot, doch endlich rissen die Wolken auf und ein schmaler
Silberstreif am Horizont ließ auf Besserung hoffen.
Auf dem Sitz Nummer Zwölf in dem grau lackierten Bus saß
ein Mann, in sich gekehrt, mit Ohrhörern in den Ohren, die
Augen geschlossen. Stille um ihn herum. Er war leise, störte
niemanden. Er hörte auf die Stimmen in seinen Ohren und
auf die Gespräche in seinem Kopf.
"There´s evil in the air, there´s thunder
in the sky and there are killers on the blood shot streets. And
down in the tunnel where the deadly are rising, oh I swear I
saw a young boy down in the gutter he was starting to foam in
the heat..."
Die Musik berieselte ihn leise. Auch wenn jemand direkt neben
ihm gesessen hätte, wäre für ihn nichts davon
zu hören gewesen.
Die Melodie wirkte entspannend, obwohl sie sicherlich nicht als
reine Entspannungsmusik komponiert worden war, aber Lennard war
sich sicher, dass dieses Lied schon Millionen von Menschen zum
besinnlichen Nachdenken gebracht hatte. Konzentriert folgte er
dem schnell vorgetragenen Text. Er kannte ihn in und auswendig,
hatte ihn zig Male gehört, am liebsten im Bus oder im Zug,
wenn er nicht selbst fahren, nicht aufmerksam sein musste. Wenn
die Welt an ihm vorbeiflog, ohne dass er selbst auf sie eingestellt
sein musste. Der Bus fuhr mit cirka fünfundsiebzig Meilen
pro Stunde. Das war schnell für einen Greyhound und der
Motor unter der charakteristischen Haube vor dem Fahrer röhrte
in schöner Regelmäßigkeit, ähnlich dem Schnurren
einer Raubkatze.
"
Like a bat out of hell I´ll be gone when
the morning comes...and when the night ist over I´ll be
gone, gone, gone..."
Gone. Gegangen. Bei diesen Zeilen kamen ihm stets Erinnerungen
an seine Familie, an seine Heimat in den Sinn. Er kannte die
Stadt noch gut und er erinnerte sich immer noch an die erste
Wohnung, die er genommen hatte, als er von zu Hause ausgezogen
war. Die weißen Tapeten hatten ihm nicht gefallen und schon
nach wenigen Stunden hatte er zum Farbeimer gegriffen und sie
auf eigene Faust angemalt. Das Ergebnis war verheerend gewesen
- die Farbe trocknete nicht und bildete Schlieren und Nasen
sein
Vater hatte ihn bei diesem Anblick wütend verhöhnt,
als er seinen Sohn zum ersten Mal besuchte. Heute konnten beide
nur lachen, wenn sie an diese Zeit zurückdachten. Damals
war Lennard achtzehn Jahre alt gewesen. Jetzt hatte er sechsundzwanzig
Jahre auf dem Buckel und war sich sicher, seine Bestimmung gefunden
zu haben.
Seine Mutter war froh, dass er endlich einen festen Beruf
hatte, auch wenn sie über die Art des Jobs nicht gerade
erfreut war. "Nun, immerhin bin ich kein Soldat oder Profikiller
geworden", pflegte er zu sagen, aber seine Mutter erwiderte
stets, dass sein Beruf in Wahrheit nichts anderes, als eine Mischung
aus beidem wäre. Normalerweise hasste er Leute, die solch
falsche Vorstellungen über seinen Beruf hatten, der zum
Gefährlichsten gehörte, das man sich vorstellen kann,
aber bei seiner Mutter übte er Nachsicht, auch weil er wusste,
dass sie ihn nicht wirklich ärgern wollte.
"And I´m dying at the bottom of a pit in the blazing
sun
"
Die Stimme von Meat Loaf wurde schwächer, langsamer, und
zuletzt jaulend tiefer...
"Verdammt!", sagte Lennard leise und schüttelte
seinen Discman. Die Batterien waren erschöpft und sehr zu
seinem Ärger hatte er versäumt, neue zu kaufen. Die
Werbung mochte Recht haben
Energizer hielten lange und lange
und lange und lange, aber irgendwann waren selbst Energizer leer.
Lennard wickelte die Ohrhörer um das silberne Gehäuse
und starrte hinaus auf die Landschaft. Ab und an führte
die Straße durch Dörfer und Städte, deren Gebäude
oftmals alt und schäbig wirkten. Wo war er hier? Mitten
in Pennsylvania? Er konnte es kaum glauben, dass es auf ein Mal
so viel regnen konnte! Er hasste dieses Wetter. Es war unberechenbar
und für einen Sunnyboy aus dem warmen Florida völlig
inakzeptabel. Dabei war er nicht einmal so weit von zu Hause
entfernt
, lediglich einige tausend Kilometer Luftlinie.
Er kannte Freunde, die aus Los Angeles, San Franzisko oder anderen
Städten an der Westküste stammten und es noch viel
weiter hatten. Er aber kam sich so einsam vor wie auf dem Mond.
Im Greyhound waren außer ihm nur noch vier Reisende. Eine
ältere Frau, Anfang sechzig, mit einem großen Koffer
und einem freundlichen Lächeln saß rechts von ihm
auf der Bank auf der anderen Seite des Ganges. Einige Reihen
dahinter war eine jüngere Frau, Mitte zwanzig, groß
gewachsen, aber nicht so groß wie er. Dann war da noch
dieser Herr in dem khakibraunen Zweiteiler, mit Brille und einem
eleganten braunen Hut, der farblich auf den Anzug abgestimmt
war. Er saß ganz vorne und wechselte dann und wann einige
Worte mit dem Busfahrer, der sich gerne auf ein Schwätzchen
einließ. Dies verstieß zwar gegen die Beförderungsbestimmungen
die im Bus aushingen - aber, mein Gott, wen interessierten die
schon? Auf einer Fahrt von mehr als zweihundert Meilen wird man
doch wohl mal kurz mit dem Fahrer reden dürfen, oder?
Der andere Mann war sicherlich schon mehr als sechzig Jahre alt,
grauhaarig und still. Er saß neben der jungen Frau, hatte
zwei große Koffer bei sich, die mit zahlreichen Stickern
und Aufklebern von vielen Hotels und Inseln im pazifischen Meer
erzählten. Der Mann war im Rentenalter und es schien, als
nutzte er seine Zeit, um viel zu reisen. Er war von ruhiger Natur,
hatte die Hände auf dem Schoß liegen und war völlig
in sich gekehrt. Nur gelegentlich warf er einen Blick aus dem
Fenster , um die Gegend zu sondieren und hin und wieder warf
er prüfende Blicke auf die anderen Fahrgäste, fast
so wie Lennard es tat.
Lennard hatte eine gute Beobachtungsgabe. Er war wie ein Raubtier:
still, sondierend, auswertend. Der ältere Mann sprach einige
Male zu der jungen Frau, die dann stets lächelte und leise
antwortete. Doch Lennard konnte nichts verstehen; seine Ohren
waren nicht empfindlich genug.
Plötzlich geriet der Bus mit dem Vorderrad in ein tiefes
Schlagloch. Die Passagiere wurden in ihren wenig komfortablen
Sitzen förmlich hochgeworfen. Jeder erschrak, sogar der
Fahrer stöhnte kurz auf.
"So eine Scheiße
ich fahre diese Strecke seit
zehn Jahren und die Löcher werden von Woche zu Woche mehr."
Er fuhr langsamer und steuerte leicht nach links, um dem nächsten
gefährlich wirkenden Loch auszuweichen und danach noch drei
weiteren. Es sah aus, als hätte jemand mit einem gigantischen
Schrotgewehr auf die Straße geschossen.
Doch bald nahm der Bus wieder Tempo auf und die Fahrgäste
versuchten sich zu entspannen und an etwas zu denken, was sie
ablenkte. Alle waren müde; die Fahrt hatte lange gedauert.
Als Lennard sich gerade wieder zurücklehnen wollte und die
Augen schloss, hörte er seltsame Geräusche von hinten.
Sie schienen von dem älteren Herrn zu kommen, der offenbar
Atemschwierigkeiten hatte. Er hustete mehrere Male und stieß
dabei ein leises Röcheln aus. Lennard ignorierte es zuerst;
viele Menschen in diesem Alter haben solche Probleme und er wollte
sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die ihn nichts angingen.
Er hörte die junge Frau reden, zuerst leise und ruhig, dann
plötzlich lauter und beinahe panisch:
"Was ist los? Was hast du denn?"
Lennard drehte sich nun doch um und sah, dass der Mann vornübergebeugt
in seinem Sitz hing und schwer atmete.
Er reagierte instinktiv, sprang auf und ging nach hinten. Er
sah den Mann, der auf den Gang zu fallen drohte und fing ihn
in letzter Sekunde auf. Dann zog er ihn auf den Boden und legte
ihn flach hin. Der Busfahrer hatte die Unruhe im Wagen bemerkt,
verlangsamte die Fahrt und hielt schließlich am Straßenrand
an. Dann schaltete er die Warnblinkanlage ein, stand von seinem
Sitz auf und kam nach hinten.
Lennard sah sich den am Boden liegenden Mann an und versuchte
herauszufinden, was ihm fehlte. Sein Puls war schwach, kaum zu
tasten und plötzlich setzte auch die Atmung aus.
Lennard blieb ruhig, die junge Frau neben ihm weinte und schrie.
Die ältere Dame versuchte sie zu beruhigen und von Lennard
wegzuziehen, der gebeugt neben dem Kranken hockte. Er konnte
nicht viel mehr tun, als sofort eine Herzmassage zu beginnen
- für alles andere war keine Zeit. Er prüfte immer
wieder den Puls des Mannes und beatmete ihn schließlich
bis er zu husten begann und die Augen aufschlug. Lennard lächelte
verschmitzt und der ältere Mann flüsterte:
"Tabletten
ich habe Tabletten in meinem Koffer
da!"
Dabei wies auf die große, braune Tasche neben seinem Sitz.
Die junge Frau öffnete die Tasche und nach ein paar Sekunden
wurde sie fündig und reichte Lennard eine Tablettenschachtel.
"Danke.", sagte er, drückte eine Tablette aus
der Folile und gab sie dem Mann. Dieser schluckte sie hastig
und richtete sich danach wieder auf. Der Busfahrer stand direkt
hinter Lennard und sah zu, wie sein kollabierter Fahrgast aufstand
und sich, offenbar noch etwas benommen, wieder auf seinem Sitz
niederließ. Die junge Frau setzte sich neben ihn und erkundigte
sich besorgt nach seinem Zustand. Als er versicherte, dass es
ihm wieder gut gehe, kam sie zu Lennard und schüttelte ihm
herzlich die Hand.
"Sie haben meinem Vater das Leben gerettet", sagte
sie leise und sah auf den Boden. "Wie kann ich Ihnen danken?",
fragte sie und sah ihm in die Augen.
Sie hatte ein sanftes, weiches Gesicht. Ihre Augen schienen unendlich
tief. Lennard wurde warm, als er mit ihr sprach:
"Sie schulden mir nichts. Ist ja quasi mein Job
"
Das war nicht gerade die beste Antwort und schon eine Sekunde
später hätte er sich auf die Lippe beißen können;
aber auf die Schnelle war ihm nichts Besseres eingefallen.
"Sind Sie Arzt?"
Er schüttelte den Kopf und hatte dabei den dringenden Wunsch,
dieser Frau die Wahrheit zu sagen. Doch die Wahrheit war etwas,
das er nicht preisgeben durfte.
"Nein, ich bin Polizist
, Polizist."
"Oh, dann bin ich froh, dass Sie zufällig in diesem
Bus waren. Ich weiß, dass mein Vater an einer Herzkrankheit
leidet. Ich glaubte, er hätte seine Pillen pünktlich
genommen. Scheinbar hat er es unterwegs doch vergessen. Ich hätte
darauf achten müssen."
"Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Es war sicher
nicht Ihre Schuld. Seien Sie einfach froh, dass ihm nichts weiter
passiert ist."
Die Frau lächelte und nickte. Dann schüttelte sie seine
Hand:
"Nochmals vielen Dank!"
Sie ging zurück auf ihren Sitz und Lennard blickte ihr noch
nach, als sie bereits wieder mit ihrem Vater sprach. Auch er
kehrte zu seinem Sitz zurück. Die ältere Frau lächelte
ihm zu: "Das haben Sie gut gemacht, junger Mann!" Lennard
lachte zurück: "Ich hoffe doch. Ich hoffe doch
"
KAPITEL 1
Während es in weiten Teilen der Vereinigten Staaten und
Kanadas, ausgiebig und andauernd regnete, schien die Sonne in
Australien kraftvoll und warm . Der fünfte Kontinent litt
unter einer Hitzewelle, die viele Menschen in öffentliche
Bäder und private Pools trieb, um dort Abkühlung zu
suchen. Doch die Menschen konnten sich der Sonne nicht mehr unbeschwert
hingeben. Die Bevölkerung von Australien und Neuseeland
hatte seit Jahren mit einem neuen Umweltphänomen zu kämpfen.
Direkt über Australien war ein riesiges Loch in der Ozonschicht
entstanden, die nun nicht mehr in der Lage war, die gefährlichen
UV-A und UV-B Strahlen im erforderlichen Maße aus dem Sonnenlicht
herauszufiltern. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken wuchs von
Jahr zu Jahr. Die Bevölkerung begann damit zu leben; niemand
verließ das Haus, ohne eine starke Sonnenschutzcreme aufzutragen.
Stanislav Dzee war froh, hier und nicht mehr im kalten Europa
zu sein. Der Flug hatte beinahe zwanzig Stunden gedauert, was
ihn ziemlich mitgenommen hatte. Der Jetlag war nicht so schlimm,
wie er befürchtet hatte, aber durchaus bemerkbar. Der Airbus
340-600 hatte die Strecke beinahe nonstop geschafft, musste dann
aber doch noch einmal in Indonesien auftanken. Andere Maschinen
hätten es vielleicht geschafft, aber der A-340 verband beinahe
perfekten Komfort mit technischen Raffinessen wie Internetzugängen
an Bord, Telefonen und bequemen Sesseln und das zusätzliche
Gewicht verlangte zusätzliches Kerosin. Das Kino an Bord
lief auf bestechend scharfen Plasmabildschirmen in den Rückenlehnen
und konnte durch Touchscreen-Bedienflächen gesteuert werden.
Die Lufthansa wusste sehr gut, wie man Fluggäste verwöhnt.
Stanislav, der ehemalige tschechoslowakische Agent, war nach
dem Sturz der Sowjetunion und der Teilung seines Landes in Tschechien
und Slowakei in der Slowakei geblieben und hatte dort einige
Jahre für die überregionale Polizei gearbeitet, bevor
er im Jahre 2002 gekündigt hatte und seitdem auf eigene
Faust operierte. Er war 41 Jahre alt; in durchaus guter körperlicher
Verfassung und gewillt, gutes Geld zu machen. In internationalen
Geschäften ließ sich sehr viel Geld verdienen. Er
hatte eine florierende Agentur aufgebaut, die sich mit der Koordination
von Telekommunikation weltweit beschäftigte. Seine Mitarbeiter
vergaben keine Lizenzen oder Kanäle, sie recherchierten
und filterten vielmehr weltweit alle neuen technischen Entwicklungen
von Handys, Handheld-Computern und Palmtops, UMTS-Anlagen und
Satellitenfernsehern, analysierten die sich daraus ergebenden
neuen Möglichkeiten der Kommunikation und vor allem der
Möglichkeiten, sich unbemerkt in diese Kommunikation einzuschalten.
Hunderte von staatlichen und privaten Institutionen gehörten
zum festen Kundenkreis von Dzees Unternehmen und waren bemüht,
sich neuestes Wissen schnellstmöglich zu Nutze zu machen.
Es war ein einziges An- und Verkaufen von Informationen und bezahlt
wurde in harten Währungen, in Euro oder in amerikanischen
Dollar.
Für Stanislav, einen Europäer, der so gut wie kein
Englisch sprach, war diese Branche ein mörderisches Terrain.
Mehr als ein Mal war er von vermeintlichen Freunden hinters Licht
geführt worden. Es hatte lange Zeit gedauert, bis er eine
Schar von Vertrauten gefunden hatte, die der englischen Sprache
mächtig waren und sich auf dem internationalen Parkett sicher
bewegen konnten. Nun florierte das Geschäft. Stanislav verfügte
in mehreren Ländern Europas und in Australien über
Konten mit hohen Guthaben und seine Angestellten, gut drei Dutzend
hochqualifizierter Spezialisten, waren mit ihrem Chef zufrieden.
Er betrieb sein Geschäft mit zwei Firmen,von den eine ihren
Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika hatte, die andere
in Deutschland.
Heute hatte er einen wichtigen Termin wahrzunehmen. Seine Maschine
war erst vor wenigen Stunden in Sydney gelandet. Nach einem kurzen
Schläfchen im Hotel war er an den Strand gegangen und wartete
an der vereinbarten Stelle auf seine Geschäftspartner. Er
musste sich nicht lange gedulden. Er sah den Mann, den er zuerst
- es muss 1995 gewesen sein - in England getroffen hatte, und
danach noch einmal, 1997, im Iran, schon von weitem auf sich
zukommen und erhob sich, um ihn zu begrüßen.
"Wie geht es Ihnen heute?", fragte der Mann. Stanislav
lächelte und unterstrich seine Antwort mit einem winzigen
Kopfnicken:
"Danke, ganz annehmbar. Die Geschäfte laufen gut, aber
ich denke, das brauche ich Ihnen nicht erzählen."
"Da haben Sie Recht, Stanislav. Die Geschäfte laufen
nicht schlecht.Doch es gibt Wichtigeres: Ich habe etwas Neues
in der Stetson-Sache herausgefunden."
"Stetson? Sind die Akten nun doch freigegeben?"
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