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Alexander Klock

wurde am 9. Februar 1986 in Singen am Hohentwiel in Baden-Württemberg geboren.

Nach der Grundschule besuchte er die Zeppelin Realschule in Singen und wechselte dann zum Wirtschaftsgymnasium der Robert-Gerwig-Schule, wo er 2005 das Abitur machen wird.

Für das Schreiben interessierte er sich schon sehr früh, seine Eltern sind beide begeisterte Leser und so blieb es nicht aus, dass auch der Sohn zum Lesen fand. Von da aus war es nur ein kleiner Schritt, bis er die Seiten gewechselt hat, vom Lesen hin zum Schreiben.

Zielstrebig arbeitete er darauf hin, ein Manuskript veröffentlichen zu können. So sah er auch im Autorenwettbewerb des EWK-Verlages eine Chance und bewarb sich mit dem Manuskript zu Lennard.

Höchst kompetent hat er dabei sein zweites Interessengebiet eingebracht und - mit großem Detailwissen um Aufgaben, Ausrüstung und Einsätze von Sondereinheiten der Terrorbekämpfung - einen packenden Thriller zu Papier gebracht.



Gerne informieren wir Sie per E-Mail, sobald die Werke unserer Sieger als Buch verfügbar sind.

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Leseprobe


Alexander Klock



Lennard


"Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren."


PROLOG

"…Sirens are screaming and the fires are howling, way down in the valley tonight…"

Regen prasselte gegen die große Windschutzscheibe des Greyhound-Busses und die Scheibenwischer glitten quietschend über das Glas.

"There´s a man in the shadows with a gun in his eye and a blade shining oh so bright..."


Graue, dunkle Wolken hingen über dem Land. In den letzten Tagen hatte es mehr geregnet, als sonst in vielen Wochen. Die Erde hatte den Massen von Wasser nichts mehr entgegenzusetzen, die Böden, sonst fruchtbar und lebendig, waren vollgesogen und tot, doch endlich rissen die Wolken auf und ein schmaler Silberstreif am Horizont ließ auf Besserung hoffen.

Auf dem Sitz Nummer Zwölf in dem grau lackierten Bus saß ein Mann, in sich gekehrt, mit Ohrhörern in den Ohren, die Augen geschlossen. Stille um ihn herum. Er war leise, störte niemanden. Er hörte auf die Stimmen in seinen Ohren und auf die Gespräche in seinem Kopf.

"There´s evil in the air, there´s thunder in the sky and there are killers on the blood shot streets. And down in the tunnel where the deadly are rising, oh I swear I saw a young boy down in the gutter he was starting to foam in the heat..."

Die Musik berieselte ihn leise. Auch wenn jemand direkt neben ihm gesessen hätte, wäre für ihn nichts davon zu hören gewesen.
Die Melodie wirkte entspannend, obwohl sie sicherlich nicht als reine Entspannungsmusik komponiert worden war, aber Lennard war sich sicher, dass dieses Lied schon Millionen von Menschen zum besinnlichen Nachdenken gebracht hatte. Konzentriert folgte er dem schnell vorgetragenen Text. Er kannte ihn in und auswendig, hatte ihn zig Male gehört, am liebsten im Bus oder im Zug, wenn er nicht selbst fahren, nicht aufmerksam sein musste. Wenn die Welt an ihm vorbeiflog, ohne dass er selbst auf sie eingestellt sein musste. Der Bus fuhr mit cirka fünfundsiebzig Meilen pro Stunde. Das war schnell für einen Greyhound und der Motor unter der charakteristischen Haube vor dem Fahrer röhrte in schöner Regelmäßigkeit, ähnlich dem Schnurren einer Raubkatze.

"…Like a bat out of hell I´ll be gone when the morning comes...and when the night ist over I´ll be gone, gone, gone..."


Gone. Gegangen. Bei diesen Zeilen kamen ihm stets Erinnerungen an seine Familie, an seine Heimat in den Sinn. Er kannte die Stadt noch gut und er erinnerte sich immer noch an die erste Wohnung, die er genommen hatte, als er von zu Hause ausgezogen war. Die weißen Tapeten hatten ihm nicht gefallen und schon nach wenigen Stunden hatte er zum Farbeimer gegriffen und sie auf eigene Faust angemalt. Das Ergebnis war verheerend gewesen - die Farbe trocknete nicht und bildete Schlieren und Nasen …sein Vater hatte ihn bei diesem Anblick wütend verhöhnt, als er seinen Sohn zum ersten Mal besuchte. Heute konnten beide nur lachen, wenn sie an diese Zeit zurückdachten. Damals war Lennard achtzehn Jahre alt gewesen. Jetzt hatte er sechsundzwanzig Jahre auf dem Buckel und war sich sicher, seine Bestimmung gefunden zu haben.

Seine Mutter war froh, dass er endlich einen festen Beruf hatte, auch wenn sie über die Art des Jobs nicht gerade erfreut war. "Nun, immerhin bin ich kein Soldat oder Profikiller geworden", pflegte er zu sagen, aber seine Mutter erwiderte stets, dass sein Beruf in Wahrheit nichts anderes, als eine Mischung aus beidem wäre. Normalerweise hasste er Leute, die solch falsche Vorstellungen über seinen Beruf hatten, der zum Gefährlichsten gehörte, das man sich vorstellen kann, aber bei seiner Mutter übte er Nachsicht, auch weil er wusste, dass sie ihn nicht wirklich ärgern wollte.

"And I´m dying at the bottom of a pit in the blazing sun…"

Die Stimme von Meat Loaf wurde schwächer, langsamer, und zuletzt jaulend tiefer...
"Verdammt!", sagte Lennard leise und schüttelte seinen Discman. Die Batterien waren erschöpft und sehr zu seinem Ärger hatte er versäumt, neue zu kaufen. Die Werbung mochte Recht haben…Energizer hielten lange und lange und lange und lange, aber irgendwann waren selbst Energizer leer. Lennard wickelte die Ohrhörer um das silberne Gehäuse und starrte hinaus auf die Landschaft. Ab und an führte die Straße durch Dörfer und Städte, deren Gebäude oftmals alt und schäbig wirkten. Wo war er hier? Mitten in Pennsylvania? Er konnte es kaum glauben, dass es auf ein Mal so viel regnen konnte! Er hasste dieses Wetter. Es war unberechenbar und für einen Sunnyboy aus dem warmen Florida völlig inakzeptabel. Dabei war er nicht einmal so weit von zu Hause entfernt…, lediglich einige tausend Kilometer Luftlinie. Er kannte Freunde, die aus Los Angeles, San Franzisko oder anderen Städten an der Westküste stammten und es noch viel weiter hatten. Er aber kam sich so einsam vor wie auf dem Mond.


Im Greyhound waren außer ihm nur noch vier Reisende. Eine ältere Frau, Anfang sechzig, mit einem großen Koffer und einem freundlichen Lächeln saß rechts von ihm auf der Bank auf der anderen Seite des Ganges. Einige Reihen dahinter war eine jüngere Frau, Mitte zwanzig, groß gewachsen, aber nicht so groß wie er. Dann war da noch dieser Herr in dem khakibraunen Zweiteiler, mit Brille und einem eleganten braunen Hut, der farblich auf den Anzug abgestimmt war. Er saß ganz vorne und wechselte dann und wann einige Worte mit dem Busfahrer, der sich gerne auf ein Schwätzchen einließ. Dies verstieß zwar gegen die Beförderungsbestimmungen die im Bus aushingen - aber, mein Gott, wen interessierten die schon? Auf einer Fahrt von mehr als zweihundert Meilen wird man doch wohl mal kurz mit dem Fahrer reden dürfen, oder?

Der andere Mann war sicherlich schon mehr als sechzig Jahre alt, grauhaarig und still. Er saß neben der jungen Frau, hatte zwei große Koffer bei sich, die mit zahlreichen Stickern und Aufklebern von vielen Hotels und Inseln im pazifischen Meer erzählten. Der Mann war im Rentenalter und es schien, als nutzte er seine Zeit, um viel zu reisen. Er war von ruhiger Natur, hatte die Hände auf dem Schoß liegen und war völlig in sich gekehrt. Nur gelegentlich warf er einen Blick aus dem Fenster , um die Gegend zu sondieren und hin und wieder warf er prüfende Blicke auf die anderen Fahrgäste, fast so wie Lennard es tat.

Lennard hatte eine gute Beobachtungsgabe. Er war wie ein Raubtier: still, sondierend, auswertend. Der ältere Mann sprach einige Male zu der jungen Frau, die dann stets lächelte und leise antwortete. Doch Lennard konnte nichts verstehen; seine Ohren waren nicht empfindlich genug.

Plötzlich geriet der Bus mit dem Vorderrad in ein tiefes Schlagloch. Die Passagiere wurden in ihren wenig komfortablen Sitzen förmlich hochgeworfen. Jeder erschrak, sogar der Fahrer stöhnte kurz auf.


"So eine Scheiße…ich fahre diese Strecke seit zehn Jahren und die Löcher werden von Woche zu Woche mehr."
Er fuhr langsamer und steuerte leicht nach links, um dem nächsten gefährlich wirkenden Loch auszuweichen und danach noch drei weiteren. Es sah aus, als hätte jemand mit einem gigantischen Schrotgewehr auf die Straße geschossen.
Doch bald nahm der Bus wieder Tempo auf und die Fahrgäste versuchten sich zu entspannen und an etwas zu denken, was sie ablenkte. Alle waren müde; die Fahrt hatte lange gedauert.

Als Lennard sich gerade wieder zurücklehnen wollte und die Augen schloss, hörte er seltsame Geräusche von hinten. Sie schienen von dem älteren Herrn zu kommen, der offenbar Atemschwierigkeiten hatte. Er hustete mehrere Male und stieß dabei ein leises Röcheln aus. Lennard ignorierte es zuerst; viele Menschen in diesem Alter haben solche Probleme und er wollte sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die ihn nichts angingen. Er hörte die junge Frau reden, zuerst leise und ruhig, dann plötzlich lauter und beinahe panisch:
"Was ist los? Was hast du denn?"

Lennard drehte sich nun doch um und sah, dass der Mann vornübergebeugt in seinem Sitz hing und schwer atmete.
Er reagierte instinktiv, sprang auf und ging nach hinten. Er sah den Mann, der auf den Gang zu fallen drohte und fing ihn in letzter Sekunde auf. Dann zog er ihn auf den Boden und legte ihn flach hin. Der Busfahrer hatte die Unruhe im Wagen bemerkt, verlangsamte die Fahrt und hielt schließlich am Straßenrand an. Dann schaltete er die Warnblinkanlage ein, stand von seinem Sitz auf und kam nach hinten.

Lennard sah sich den am Boden liegenden Mann an und versuchte herauszufinden, was ihm fehlte. Sein Puls war schwach, kaum zu tasten und plötzlich setzte auch die Atmung aus.

Lennard blieb ruhig, die junge Frau neben ihm weinte und schrie. Die ältere Dame versuchte sie zu beruhigen und von Lennard wegzuziehen, der gebeugt neben dem Kranken hockte. Er konnte nicht viel mehr tun, als sofort eine Herzmassage zu beginnen - für alles andere war keine Zeit. Er prüfte immer wieder den Puls des Mannes und beatmete ihn schließlich bis er zu husten begann und die Augen aufschlug. Lennard lächelte verschmitzt und der ältere Mann flüsterte:
"Tabletten…ich habe Tabletten in meinem Koffer…da!" Dabei wies auf die große, braune Tasche neben seinem Sitz.

Die junge Frau öffnete die Tasche und nach ein paar Sekunden wurde sie fündig und reichte Lennard eine Tablettenschachtel.

"Danke.", sagte er, drückte eine Tablette aus der Folile und gab sie dem Mann. Dieser schluckte sie hastig und richtete sich danach wieder auf. Der Busfahrer stand direkt hinter Lennard und sah zu, wie sein kollabierter Fahrgast aufstand und sich, offenbar noch etwas benommen, wieder auf seinem Sitz niederließ. Die junge Frau setzte sich neben ihn und erkundigte sich besorgt nach seinem Zustand. Als er versicherte, dass es ihm wieder gut gehe, kam sie zu Lennard und schüttelte ihm herzlich die Hand.
"Sie haben meinem Vater das Leben gerettet", sagte sie leise und sah auf den Boden. "Wie kann ich Ihnen danken?", fragte sie und sah ihm in die Augen.

Sie hatte ein sanftes, weiches Gesicht. Ihre Augen schienen unendlich tief. Lennard wurde warm, als er mit ihr sprach:

"Sie schulden mir nichts. Ist ja quasi mein Job…" Das war nicht gerade die beste Antwort und schon eine Sekunde später hätte er sich auf die Lippe beißen können; aber auf die Schnelle war ihm nichts Besseres eingefallen.
"Sind Sie Arzt?"
Er schüttelte den Kopf und hatte dabei den dringenden Wunsch, dieser Frau die Wahrheit zu sagen. Doch die Wahrheit war etwas, das er nicht preisgeben durfte.
"Nein, ich bin Polizist…, Polizist."
"Oh, dann bin ich froh, dass Sie zufällig in diesem Bus waren. Ich weiß, dass mein Vater an einer Herzkrankheit leidet. Ich glaubte, er hätte seine Pillen pünktlich genommen. Scheinbar hat er es unterwegs doch vergessen. Ich hätte darauf achten müssen."

"Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Es war sicher nicht Ihre Schuld. Seien Sie einfach froh, dass ihm nichts weiter passiert ist."
Die Frau lächelte und nickte. Dann schüttelte sie seine Hand:
"Nochmals vielen Dank!"
Sie ging zurück auf ihren Sitz und Lennard blickte ihr noch nach, als sie bereits wieder mit ihrem Vater sprach. Auch er kehrte zu seinem Sitz zurück. Die ältere Frau lächelte ihm zu: "Das haben Sie gut gemacht, junger Mann!" Lennard lachte zurück: "Ich hoffe doch. Ich hoffe doch…"



KAPITEL 1

Während es in weiten Teilen der Vereinigten Staaten und Kanadas, ausgiebig und andauernd regnete, schien die Sonne in Australien kraftvoll und warm . Der fünfte Kontinent litt unter einer Hitzewelle, die viele Menschen in öffentliche Bäder und private Pools trieb, um dort Abkühlung zu suchen. Doch die Menschen konnten sich der Sonne nicht mehr unbeschwert hingeben. Die Bevölkerung von Australien und Neuseeland hatte seit Jahren mit einem neuen Umweltphänomen zu kämpfen. Direkt über Australien war ein riesiges Loch in der Ozonschicht entstanden, die nun nicht mehr in der Lage war, die gefährlichen UV-A und UV-B Strahlen im erforderlichen Maße aus dem Sonnenlicht herauszufiltern. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken wuchs von Jahr zu Jahr. Die Bevölkerung begann damit zu leben; niemand verließ das Haus, ohne eine starke Sonnenschutzcreme aufzutragen.


Stanislav Dzee war froh, hier und nicht mehr im kalten Europa zu sein. Der Flug hatte beinahe zwanzig Stunden gedauert, was ihn ziemlich mitgenommen hatte. Der Jetlag war nicht so schlimm, wie er befürchtet hatte, aber durchaus bemerkbar. Der Airbus 340-600 hatte die Strecke beinahe nonstop geschafft, musste dann aber doch noch einmal in Indonesien auftanken. Andere Maschinen hätten es vielleicht geschafft, aber der A-340 verband beinahe perfekten Komfort mit technischen Raffinessen wie Internetzugängen an Bord, Telefonen und bequemen Sesseln und das zusätzliche Gewicht verlangte zusätzliches Kerosin. Das Kino an Bord lief auf bestechend scharfen Plasmabildschirmen in den Rückenlehnen und konnte durch Touchscreen-Bedienflächen gesteuert werden. Die Lufthansa wusste sehr gut, wie man Fluggäste verwöhnt.

Stanislav, der ehemalige tschechoslowakische Agent, war nach dem Sturz der Sowjetunion und der Teilung seines Landes in Tschechien und Slowakei in der Slowakei geblieben und hatte dort einige Jahre für die überregionale Polizei gearbeitet, bevor er im Jahre 2002 gekündigt hatte und seitdem auf eigene Faust operierte. Er war 41 Jahre alt; in durchaus guter körperlicher Verfassung und gewillt, gutes Geld zu machen. In internationalen Geschäften ließ sich sehr viel Geld verdienen. Er hatte eine florierende Agentur aufgebaut, die sich mit der Koordination von Telekommunikation weltweit beschäftigte. Seine Mitarbeiter vergaben keine Lizenzen oder Kanäle, sie recherchierten und filterten vielmehr weltweit alle neuen technischen Entwicklungen von Handys, Handheld-Computern und Palmtops, UMTS-Anlagen und Satellitenfernsehern, analysierten die sich daraus ergebenden neuen Möglichkeiten der Kommunikation und vor allem der Möglichkeiten, sich unbemerkt in diese Kommunikation einzuschalten. Hunderte von staatlichen und privaten Institutionen gehörten zum festen Kundenkreis von Dzees Unternehmen und waren bemüht, sich neuestes Wissen schnellstmöglich zu Nutze zu machen. Es war ein einziges An- und Verkaufen von Informationen und bezahlt wurde in harten Währungen, in Euro oder in amerikanischen Dollar.

Für Stanislav, einen Europäer, der so gut wie kein Englisch sprach, war diese Branche ein mörderisches Terrain. Mehr als ein Mal war er von vermeintlichen Freunden hinters Licht geführt worden. Es hatte lange Zeit gedauert, bis er eine Schar von Vertrauten gefunden hatte, die der englischen Sprache mächtig waren und sich auf dem internationalen Parkett sicher bewegen konnten. Nun florierte das Geschäft. Stanislav verfügte in mehreren Ländern Europas und in Australien über Konten mit hohen Guthaben und seine Angestellten, gut drei Dutzend hochqualifizierter Spezialisten, waren mit ihrem Chef zufrieden. Er betrieb sein Geschäft mit zwei Firmen,von den eine ihren Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika hatte, die andere in Deutschland.

Heute hatte er einen wichtigen Termin wahrzunehmen. Seine Maschine war erst vor wenigen Stunden in Sydney gelandet. Nach einem kurzen Schläfchen im Hotel war er an den Strand gegangen und wartete an der vereinbarten Stelle auf seine Geschäftspartner. Er musste sich nicht lange gedulden. Er sah den Mann, den er zuerst - es muss 1995 gewesen sein - in England getroffen hatte, und danach noch einmal, 1997, im Iran, schon von weitem auf sich zukommen und erhob sich, um ihn zu begrüßen.
"Wie geht es Ihnen heute?", fragte der Mann. Stanislav lächelte und unterstrich seine Antwort mit einem winzigen Kopfnicken:
"Danke, ganz annehmbar. Die Geschäfte laufen gut, aber ich denke, das brauche ich Ihnen nicht erzählen."
"Da haben Sie Recht, Stanislav. Die Geschäfte laufen nicht schlecht.Doch es gibt Wichtigeres: Ich habe etwas Neues in der Stetson-Sache herausgefunden."

"Stetson? Sind die Akten nun doch freigegeben?"



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